Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1342 (5.11.1922)
- Date
- 1922-11-05
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 16 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitnng. s. Stovember 1922 Rr. 134» Mtolaiken von E. Marco. Malerei des XIV. Jahrhunderts Altichiero Pisanello. V,8 Uhr. (Aurssaal: Prof. Dr. Wilhelm Schmiü 1: Die Anfänge der menschlichen Gesellschaft. '/,8 Uhr S^lublaal): Kochschulorofeffor Dr. -Karr Frisch: Dir Politik Wandel der Sahrhunderte. X Z w e.i g st e l l r W te d e n, M i t t e r st e i g 18. fitule, 7,3 Uhr: Sdackleroar Südpol-Expediliou. '/,6 Uhr: Karl Maria Weber. 8 Uhr: Johann Straub. Morgen. V»3 Ahr: Das Wunderndes Schneeschuhs. Knschridümlgeu des Wenbahnverkehrer auf der Weft« und Frau» gosefs-Vahn. Die Bahndirektton Wien-West teilt mit: Ab Montag, t d.. werde» dis auf weitere» nachstehende Personenzüge oufgelosten: 1. Westbahn: a) Fernverkehr: Zwischen Wien-Westbudnhvs und Amsiette» entfallen Zug 13 (ab Wien-Westdahnhof 10.S5) und Zug 26 (an Wien-Wesikiahnhof 18.20). Z«ischen Dren-Wepbahnhof und St. Pölten Zug 127 (ab Wien-West. bahndvf 20.20) und Zug 12 (an Dien-Wesldahnhof 19.30) b) Nahverkehr: Zwischen Kütteldorf-fiacking und Purkrrsdvr! entfallm die Züge ab fiütteldors-fiackinß 7.50, > is.rs und 19 08 und in der DegeNrichiung en KÜHeldorf-Kacking 10.10, 17.15 und 19.50, zwischen Kütteldors-Locking Und Rekowinkel ab Hütteldorf-Lacking 13.45 und zurück an Külleldorf-Kaclung 15.49, zwischen Lütleldorf-Lacking und Neulengbach ad fiktteldorf-Locki»g 8.39, 16.16 und zurück an Lütteldors-fiacking 10.43, 2132. Die Personenhaltestellrn Weidlingau-Wurzbachlal. Purkrrsdorf-Sanaiorium und fiosstatt werden ad 6. d. gänzlich gesperrt. Zwischen Sl. Pölten und Lainfeld werden Zug 729 (ab Si. Pötten 21.13) und Zug 726 (an St. Pötten 20.55) nur jeden Mittwoch und Samstag geführt. Auf der Sirrcke Tulln- St. Pölten wird Zug 817. (ad Tulln 17.50) aufgelösten, dagegen im Anschlüße an Zug M (an Tulln 18.57), Zug 817» (ab Tulln 19.00) bl» St. Pplfen (an ^21.00) durchgejührt. Zwischen Krems a. d. D. und Et. Pötten entfallen' die Sonn» und Feieriogszüge 629 (ad Krems a. d. Donau 19.57) und 624 (an Krems o. d. D. 18L2). 2. Franz Zofef s-D ahn: Zwischen Wien-F. F.V. und Gmünd entfallen Zug 19 (ab Wim-F. S. D. 2i.30) und Zug 20 (an Wien-F. S. B. 3.10): Zug 17 (ab Wien-F. I. D. 16.15) wird dagegen dir Gmünd (an 22.40) täglich wettergeführt. Zwischen Wien-F. <5. B. nnd Sigmundsherberg rnlfallen Zug 21 lad Wien-F. 3. B. 6.15) und Zug 14 (an Wien-F. Z. B. 18.1b). Zwischen Sigmund-Herber- und Gmünd entfällt Zug 11 (ab Sigmundsherberg 8.11. an Gmünd 11.13) und Zug 16 lab Gmünd 9.10, an Sigmundsherberg H.39). Zug 18 Gmünd— 2Bien-ff. 3. 2. wird später gelegt mit Abfahrt von Gmünd um 4.45. Ankunft Wien-F. 3. 2. 9.50. Zwischen Wien-F. 3. 2. und Krems a. D. entfallen Zug 337 (ad Wien-F. 3. B. IS.w), Zug 314 (an Wien-F. 3. 2. 20.20) und Zug 312 (an Wien, st- 2- D. 22.25). Letzterer Zug wird jedoch an Sonn- und Feiertagen in der Strecke Klein-Pöchlarn-Wiru-F. 3.2. verkehren. 3« der Strecke Wien°F. I.B.-Tulln entfallen die Züge 5U lab Wien-F. 3. 2.7.40) und Zug 29 (ab Wien-F. Z.'B. 20.18). ' Zug 33 (ab Wien-F. 3. B. 6.55) verkehrt ab Tulln a's Zug 511 bis St. Pött-ru Zug 517 (ab Wien-F. 3.2.16.85) bisher Wim- F. 3. D.—Tulln--St. Pollen verkehrend, wird nur mehr bis Tulln geführt. Kingegen findet Zug 131 (ad Wirn-F. 3.2. 17.40) direkte Fortsetzung bis Et. Pölten. Zug 135 (ab Wien §. 3.-2. 19-35) verkehrt ab Tulln als Zug 89 bis Sigmundrhetberg weiter. Strecke Tulln-Wien F. 8.-2. entfällt Zug 42 (ad Tulln 9.34, an Wien F. 3.2. 10.80) und Zug ölt (ab Tulln 20.32, an Wien-F. 3. B. 21.17). Der von St. Pötten in Tulln eintreffende Zug 512 (an Tulln 20.22) wird von Tulln als Zug 140 (ab Tulln 20.39) nach Wien- F. 3. 2. (an 81.55) weitergklettet. Die Züge 43 (ab Wien- F. 3. 2. 12.45) und 134 (an Wien-F. I. 2. 17.35) «erden nur mehr an Sonn- und Feiertagen verkehre^. Strecke Kr.'MZ a. D.— Grein B. K.—Et. Valentin: Zug 331 (ad Krems a. D. 10 05) entfällt und verkehrt. nur an Spnn- und Feiertagen von Krems a. D. bis Klem-Pöchlarn. Zug 32g <>l» Klein-Pöchlarn 14.10) entfällt gänzlich. Zug 312 (ab ©rein 2. K. l6.4o) unterbleibt. Grein 2. K.—Krems a. D. als täglicher Zug und wirb Streckt Klem-Pöchlarn—Krems a. D.. beziehungsweise Dien-F. 3. 2 «ur an Sonn- und Feiertagen geführt. Dagegen verkehrt Zug 314 (ab Grein 2. K. 15.00, an Krems o. D. 18.08) täglich und wird ad Krems a. D. als Zug 322 (ob Krem» a. D. 18.38) dir Wien. F. 3. 2. weitergeleitet. Zwischen Gnin 2. K. und Et. Daleniin unterbleibt SonntagszUg 249 (ab Grein 2. K. 18.45). Strecke Spitz a. D.—Krems «. D. verkehrt an Werktagen vor L»nn- und Feiertagen an Stelle des Zuges 33g (ab Spitz a. D. 20.41) Zug 312 lab Spitz a-D.-19.05). Zwischen Absdorf-Kippersdorf und Elvckerau entfallen die Züge 421 und 428(abStockerau 5.42». 19.33) beziehungsweise 422 und 430 (ab «bsborf-Kippersborf 6.51 und 91.29). Dafür wird auf Strecke Abrdorf-Klppersdorf—Slockerau beim Gülerzug 8592 (ab Absdorf-L. 5.10. an Stockerau' 6.35) Personenbeförderung eingeführt. Auf der oberen Mental-und Gürtellinie zwischen LLttelüorf-Kackiri- und Lettigenstodt ent- Men die Äge ab Lüürldorf-Lacking: 10.03, 10.50, 15.51, 19.52 und 23.34, ab Keiligenstadt: 755, 13.00, 18.32, 15*2 und 22.40. Auf der Dororlelmie entfallen die Züge ab Keiligensiadt: 8.55. 9.41. 1080. lb.L8. 1SL7 und 20.48 «ach fiütteldorf-Kackfng und ab Kvtteldorf-Kackmg 8.46» 9.18» 10.58,14.49, 18.17 und 19.28 nach fieHtgenstadt. Sie LebeasmwelmSrve. Dia MarktbeshickunH war gestern auf all« GeLietm mtzerordentlich günstig. Dir Gärtner verlange» jchoch für ihr Gemüse täglich höhere Preise. Spinat verteuerte sich m größerem Maße. Im Kleinhandel -wurde er um 4600 bis 6500. M den Bezirken auch um 6000 K. pro Kilogramm verkauft. Obst wird über Bedarf angeboren; die Nachfrage danach ist recht lebhaft. Auf dem Naschmarkt wutde Schmalz um 27.600 bis 27.800 K. m großen Mengen abgesetzt, Rindfleisch und .Schweinefleisch, das hilljger Megtzbe» Mode, KeqesnetL starker Nachfrage. Auch an Wild, besonder- Hasen, wurde viel verkauft. Geflügel wird nur in geteiltem Zustand mehr begehrt. Für Gänse verlangt man 49.000 bis 45.000 K., Enten 38.000 bis 40.000 K., Hühner 30.000 bis 36.000 K. Pw Krlogramm, was fiir die meisten Konsumenten viel zu teuer ist. Eier waren in geringer Zahl um 3800 bis 8000 K. Pw Stück auf den Märkten. Dagegen hält die Butterinvasion zu unveränderten Preisen an. In der Großmarkthalle herrschte starker Verkehr. Geselchtes Rindfleisch um 20.009 K. und minderes Schmalz rrnr 24.600 K. pro Kilogramm Wurden viel begehrt, ebenso billiger Speck um 28.000 K. Im übrigen notierten: Vorderes Rindfleisch 10.000 bis 26.000 K.. hinteres.12.000 bis 32.000 K,, Bratenfleisch ohne Zuwage 34.000 bis 38.000 K., Schaffleisch 9000 bis 24.000 K.. Kalbfleisch 18.000 bis 27.000 K.. hintere- 22.000 bis 82.000 K., Schnitzelfleisch 40.000 bis 44.000 K>, Rauchfleisch 32.000 bis 46.000, Speck 34.000 bis 40.000, Filz 40.000 bis 46.000 K., Schmalz (besserer Sorte) 27.600 bis 28.500 Ä. pro Kilogramm. Im Vergleich zur Vorwoche sind für Fleisch folgende tveisermäßigungen eingetreten: Rindfleisch 2000 bis 8000 K>, chweinefleisch 2000 K., Kalbfleisch 1000 bis 2000 K. pro Kilogramm. Auf bin Frschmärkten herrschte nur für Seefische stärkere Nachfrage. Flußfische wurden weg«: der hohen Preise wenig gekauft. T Schach-Wmik MweUuugen der Hakoah-SchaUeMo«. Teplitzer Luruitt 1922. Weiß: E p i e l m a n «—Schwarz: Grünfe! d. 1. e3—ei «7—«5 17. 8 54—b5 T »7-b7 8. 52-54 »5X54 18 s4-oS! 66X85 3. L 51—c4 Sb8-c6«) 19. D g2-e4! 17—15 4 Sgl—18 87-85 20. T 51X55') h 67X^5 6. 0-0 47-66 21. De4Xfö Th7-e7 6. d2—d4 LI8-ß7 22. LelXg5 h6X8& * 7. c2—c3 h7—K 83. Tal-fl! D 68-d67) 8. g2—g3 gö-g4*) 84 Lc4Xg8 e5Xd48» 9. S13~h4 14-13 25. Df5-f8t K e8—67 10. 8 bl-d2 Lg7-f6») 26. D f8X«8 D 66-eö 11. Sg2Xf8 84X13 27. 8 h&—16 y K67—66 12. DdlXiS T h8—b7 28. D »8-58 Dc5-e5 13. Sh4-g6!‘) Th7-g8 29. K gl—$2 64-63 14 S g6—14 Lc8-g4 30. T 51-52 D vb-el 15. V K-äS! L 56—zö 31. Df8-h6 16. h2-h3 1,84-67?') . Schwarz gibt auf Stellung nach dem 16. Zuge von Weiß. abcde igh '.wm' 'mt /Avtfiij. y Diesrr plausible (knlwicklungszug ist ein verlorenes Tempo, da der Springer bald patt steht und wahrschemlich auch die Ursache der Partieverluster ist; bester dürfte ä7—äb nehst V hi f sein, oder 816 mit der Absicht, den Gambitbaurrn nicht zu verteidigen. *) Prvvoeiert nur den Gegner zum bekannten Figurenopfer auf fS; besser LbS, 856, Pe7 und 0-0—0 unter Preisgabe der Gamhilbauerü. Dia offene x-Turmlinie ivürde dem Schwarzen später eine Chan« zu« Gegenangriff geboten haben. *) Siehe vorhergehende Anmerkung. *) Kübsch gespielt! Weiß möchte den Springer über l4 «ach b5 führen. Auf 5XeK folgt LXg8 und die schwarze Königsstellung ist demoliert. Kier mußte Schwarz unbedingt den Lprin-er 54 schlagen, der nun ungehindert auf d5 rine entscheidende Stellung bezieht. *) Spielmann nützt die gegnerisch.n schwachen Züge aufkräftigste aus. 7) Der Springer g8 ist nicht zu -ecken und die Partt« ist ffir Schwarz unrettbar verloren. *) Auf 8 d8, um den r^-Turm nicht zu verlieren, entscheidet 8t6f. Gin weiterer Kommentar ist überflüstig. Spielmann hat feinen starken Gegner total überspielt. Anmerkungen von Lermann Weiß. Lmlifilattoustumier für dar internationale Miftertumier. K«sch «nd rakae» tetlnahm-Verechttgt. Das Viererturnirr ist beendet und Meister Kmoch ist mit großem Vorsprunge (5 Punkte) verdient Sreger geworden. Cr hat eine Reihe erstklassiger Parsten geliefert und bewiesen, daß seine Teiwahme an dem M-islerturnier des Kongrestes sehr berechtigt ist. Takaes (3 Punkte) ist nach anfänglich sehr schönem Spiele etwas zurückgesallen. woran feine unglückliche . Partie gegen Sekely schuldlrogend sein dürfte. So konnte er sich nur an zweiter Stelle placieren, doch find wir aus da» Ab schneiden diese» genialen Spieler» in dem großen Wettbewerbe gespannt Sekely. der nicht «ehr im vollen Training ist, wurde mit Punkten dritter. Fischer ist noch zu wenig routiniert und Konnte nur 1'/, Punkt» erzielen. Wochenprogrmmn der SchachseMon Hakoah. Montag: ö-Turnier. Dienstag: Pünktlich 7,8 Uhr, Bitzturnier. WUwoch; LLurni«. Donnerstag: Pünktlich 7 Ilhr Lnterricht»k,r» de» Kenn 3gel. Freiiag: Freier Spielabend. 7 bi» 8 Uhr Düchermilehnung. Samstag r v-Turnier. Sonntag vormittags: Freier Spieltag und Ausschutzsitzung. Gespielt wird täglich ob 7 Uhr abends, Sonntag atz 9 Uhr vormiliagr. KönMemUademie -er Schachsektion Lakontz. Anläßlich des Kongrester veranstaltet die Schachsektion ein« Künstterakademie unter Mitwirkung erster Kräfte des Burgtheaiers und Yperntheaters. Die Veranstaltung verspricht ein künstlerisches und gesellschaftliches Ereignis zu werden. Die Aame» -er Löser unserer Probleme- Nr. S von R. Lo«pl veröffentlichen wir m einer der nächsten Nummern. Fnschrislen an Ernst Wahle, II., Obere Donaustrotze 67. LiterMr. Mchereinlauf. (Alls die hier angezeigien Werke werden wir nach Maßgabe deS Aaumes zurückkommen.) Chaim Dachman» Bialik: ^Ausgewähtte Gedichte-, deutsche Uebertragung von Ernst Müller. Ä. Löwit. Verlag, Wien und Leipzig. » _ Sans LieSNöekl: „Von Sonniag auf Montag-. Verlag Denaiffance. Wien.. Ludwig SOtnacf: „Die jüdische Orgel-. Rikola-Derlag, Wien. Th. T. Dubnisto«: .Schiurim bijdioth hatewä-/ Verlag Ächmsaf, Warschau. I. Grünbaum: „Milchamolh 3ehudei Polin-. Verlag Achlasaf, Warschau. Dr. B. Wachslei«: „Zur Bibliographie der Gedächtni,- und Trauervorträge in der pebrättchen Literatur". Selbstverlag der Bibliothek der israelitischen Kullusgemeinde. < „Warum gingen wir zum ersten Zionifteu-Svugreb 7" Jüdischer Verlag. Berlin Amalthea-Almanach 1823. Amalthea-Verlag. Zürich, Leipzig, Wien. Warum gingen mir zum ersten Siouistenfpnereft? Der erste Zioniitenkvi!!)r>,,. besten fünfundzwonzigjührigk. Jubiläum sich im verslosseren August jährte, bedeutet eine -er bedeutungsvollsten Tatsachen der zionistischen Geschichte, ßier zum ersten Male ist der Gedanke der interterritorialen nationalrüdischen Einheit zur sichtbaren Form gediehen. Dar Berliner Bureau der Z oniftischen Organisation hat, um die Erinnerung an, die Stimmung jener historischen Tage fesiz chatten, eine Rundfrage an die noch lebenden Teilnehmer der Kongresier ergehen lasten. Die 32 eingelausenen Antworten sind mit den Bildern der Verfasser in einer sauberen Ausgoke des jüdischen Berlages" erschienen. Die Antworten sind recht verschieden ausgefallen, m den meisten aber hallt dar Erleben jener * Tage nach, welche einen einzigartigen Enthusiasmus, unter den Kongreßteilnehmern und in der jüdischen Gaffe j auriösten. Unter jenen, die Beiträge lieserten. ist mancher.' der inzwischen m Palästina am Ausbauwerke Mg ist. mancher wieder hat inzwischen eine Entwicklung genommen, die ihn vom Zionismus enifeckt hat und ganz fehlen auch die nicht, «eiche den Anlotz benützen, um sich selbst in Erinnerung zu bringen, während sie für ihre spätere nicht gerade rühmliche Lattung keine Worte haben. Aus der Schrift erfährt man auch so manche lnkrressanle Einzelheit aus den Anfängen des Z'onismur und der Lhibath Zion-Bew-gung, sodaß sie als eine willkommene Gabe siir jeden Zionisten bezeichnet werden muß. , ' a. f. „Die Empörung oder HerobeS «nd Hillel", Wovrfcher RomM aus der Zeiit H-erobes des Ersten von Dr. I. M. W e i s, aus dem EuMchen fvei übersetzt von ©.Schmerle r. Ein phantasievoller, histovischer Roman, der «m histovrfchen Hintergrund vi-e Begebercherten in Jevusalsm kurz vor der Schlacht Lei Aktmm, die SchveckcuSherrschaft ides.Hevvides, das Leben Hillels und einiger andever der edelgeisrnnten und fronrmen Gelehrten Jsrals hat. Der Denfaster (der nnt dem bvkamrten 1900 vorslorvonen Rabbiner und Pnblrziisten Dr. A. M. Wi.se in Crnemnati identisch ist, der UeLerj'etzltng ist Lom Gelöttwovt ibeigeaeben, es fehlen übrigens auch Ort und Jahr aus den: Titelblatt) hat es meisterhaft verstanden, die Wer die verruchten Mordtaten 'des Hewdes und -bic Verworfenheit seiner Schwester Sailome sowie einiger Hofwüvdenträger des gvausamen Despoten bei Josephus Jlavius. erhaltenen Daten mit zahlreichen -im DÄmnd Wer führerüde Männe des Synhedrinm überlieferten Ernzeilhviiten zu verweben und in schwungvoller Spoache einen Ausschnitt jener Zeitgeschichte mit der Herrensgeschichde oiaves jungen Paares zu verbmden. Der mit allen Tugenden und FÄh^beiten geschnmckte, durch eine märchenhafte Gewandtheit und geistige Ueberlogenheit sich aus^eichnende Held ist kein ariderer als Simon, der Sohn des Hilles; er ve^teht, es, als rettender Engel unter dem Namen Aurion in die Höhle des Löwen, an den Hof des Herodes, zu gelangen, dessen Fvmnd mid Leibarzt zu weä>en, die Erwählte seines Herzens, die unglückliche Tochter des Schurken Sab-inus, von allen Gefahren zn retten. Sein Gon-osse ist Jonathan den Usiell im Talmud als der Atüste Schüler Hillels bekannt. Dieser selbst ivohnt im Jericho, das damals noch der ägyptischen Körvvgin Kleopatra gehörte, und dort spielt sich auch die Geschichte mit dom Heiden (einem Griechen) ab, der von HWel den wesentlichen Inhalt der jüdischen Religion unc einzigen Satze evleMrt: „Was du nicht .willst, daß es dir gesche^ye, tue auch einem anderen nicht." HÄel erscheint auch als meisterhafter Redner und MMbertrefflrcher Bertoidiger vor dom Synhodrinm, als es gilt, den greisen Hyröanus, den Großvater der Mariamne, durch ^ine veMmndrrische Anklage auf Befehl des Herodes zu bofe^igen. Der kluge, vom Herodes des Augenlichtes beraubte Baba - ben Bucha erscheint als emfbußveicher Führer einer in geheimen SisMMN die Rettung des Volkes vorbereitenden Patrwtenpartei. Aoha Saul ben Bvtnlch, der aus der Mischna als harmloser Gelchvter bekannt ist, spielt als riesenstavkvr, bis an die Zähne bewaffneter, allgiegenwärtiger Schirmer >der' Dnge^tL mb Rächer'der Niedertvacht eine Rolle, und junge, .tollkühne Judäer werden durch einen geheimen Eid verpflichtet, gäögii die Volksfeinde den Kampf zu führen. Zahlreiche Worte der'Weisen (nid geistvoll in die Reden der vornehmen jüdischen Gckchriten eingemgt. Alles in allem ist das Buch vorzüglich geeignet, bvi der Mischen Jugend das Interesse für jenes Zeitalter zu , erwecken und sie auf deul Wege viner unterhaltenoen Lektüre mit jiwischerr GMuüen und LÄ)ren vertmni zu machen, we»m auch die erzählten Begebenlhsiten etwas nach der Art der Kvimimlroman zrlsamulengefügt erscheinen nnd im eiMlneu auf Hi. stoMtät kamen Anspruch mcKtymA Ein ArwchronisuruLi ist