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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-03 · Heft 1340 (3.11.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1340 (3.11.1922)
Date
1922-11-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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1 ■ ' i Wls^ t ,« >» 1 -kr. 1340 Wmr ffreücrr, Wierrer Morserrzettvns- «Sk'tigm würde. Dazu kommt oder noch, «twifs in foctttp&ett Zeituffiurt ettoä 200.000 Ausländer Amerika verlassen haben. Ader auch aus oirvenr anderen Grunde sind di« Folgen des Einwanhemnasgesetzes der Regrernng schr unerjvünscht. Die/Uvhsber der Einwarrderungsbesckränkung wollten durch E'mMvwng der Proz^iN-norm für die verschiedenen europäischen NaiionalMen gew'isermaßen eine nationale Nivellierung der Emtvandever erzr^en, indem sie hofften, daß der Cinwanderersirom aus dem Osten Europas durch dos Gesetz eingedärrrrnt, dagegen der Zustrom aus den nordischen Ländern Europas vergrößert würde. Auch hierin hat sich die amerikanische Regierung, die den Einwandevungsgegnetn nachgab, wie die amtlichen Berichte sestslellen. getäuscht., Die wirtschaftliche Lage in Finnland, Schwede», Norwegen, Holland, England und in gewissem Sinne auch in Deutschland, aus welchen Ländern die Anhänger der Einwonderuugsbeschränkuugeu eine größere Auswanderungsbewegung erhofft hatten, hat sich in letzter Zeit wesentlich gebessert, weshalb die Arbeiter ans jenen Ländern keine Neigung zur Auswanderung zeigen. Trotz aller dieser schlechten Erfahrungen ist wenig Aussicht vorhanden, daß der Kongreß in Washington sobald eine freiere Eintvanderung gestatten wird, da die öffentliche Meinung Amerikas wenig Neigung zeigt, in eine solche Aentderung einzuwilligen. Ein lehrreicher Beleg ist die Statistik, der Einwanderungsbewegung in den Monaten Juli und August dieses Jahves. In diesen zwei Monaten landeten 83.976 Personen. Hiervon Waren 16.062 Italiener, 8312 Mexikaner, 8263 Juden und 6839 Engländer. Die Zahl der polnischen Einwanderer betrug 2916, der Russen, bloß 646 und der Tschecho-Slowaken 1466. 2?on den Gelandeten wurden 2728 Einwanderer in den Einwandcrimgshäfen ange'halten und 391 zurückgeschickt. Amerika verlassen haben in demselben Zeitabschnitt 26.186 „fremde Auswanderer" und 26.147 „Fremde", Weiche nicht als Auswanderer gezählt werden. Es ergibt, sich daher für die verzeichneten zwei Monate ein reiner Zuwachs von 83.643 Personen. Nach dem Quoiengesetz entfällt auf jeden Monat eine zulässige Einwanderungszahl von 71.661, den beiden Monaten Juli und August würden daher 143.122 Einwanderer entsprechen, während in dieser Zeit in Wirklichkeit ^ß 83.976 Einwanderer in Amerika zugelassen, wurden. Kn Schiff der Wischen Welthklfskonferenr nach der Maine., Am 25. Oktober hat der von dcr Jüdischen Welchilsslonferenz verfrachtete Dampfer „Depute de Rhone" mit LebensmittclProdEen, Seife, Medikamenten und Kleidern den Hafen von Dünkirchen verlassen, um nach der Ukraine zu gehen Der Transport, der einen Wert von drei Millionen Franken ausmacht, enthält die vom französischen Roten Kreuz gestellten Medikamente sowie umfangreiche Lebensmittel- und Kleidertmnsporte der Welthilfskonferenz, ferner wertvolle Sendungen der Föderation ukrainischer Juden in London und des Zntvalhilfskomitoes. in Buenos Aires. Die Regierungen Frankreichs, Englands und der Republik Angora sowie die russische Sowjetregievung gaben der Jüdischen Welthilfskonferenz die Versicherung, daß der Dampfer von keiner Seite auf seinem Wege behindert werden wird. Zum Abgang des Dampfers fanden sich irn Hafen von Dünkirchen ein: der Vorsitzende der Jüdischen WelbhilfskonferSrrz L. M o tz k i n, das Mitglied des Exekutivkomitees Sliosberg, der Vorsitzende des Pariser Hilfskomitees Baron A. Ginsburg, seitens des französischen Roten Kreuzes Kommandant Bien-Aime, ferner der Bürgermeister der Stadt Dünkirchen und Vertreter der französischen Presse. Das Schiff führt die Flagge des Roten Kreuzes und trägt in silbischer und französischer Sprache die Auffchrift: Jüdische Welthilfskonferenz. (I. C. B.) Ae hebräischen Dmckschristen in Ungarn. Aufhebung des PostvervoteS? Aus New-Iork wird uns berichtet: Als im Mürz L. I. die ungarische Regierung durch eine Verordnung die Beförderung der Korrespondenten und Druckschriften mit hebräischen Lettern mittels ungarischer Post verboten hatte, erhoben die uiMchsch-jüdischen VerbärÄe Amerikas!n mehrfachen Resolutionen Protest und forderten den amerikanisch-jüdischen Kongreß auf, in dieser Angelegenheit bei /der ungarischen Regierung mit allem Nachdruck Verwahrung einzulegen. In Enffprochung unserer Protestresolutionen hat der geschaftsführende Sekretär des amerNanffchjüdischen Kongresses Vernarb G. Richards <nr den ungarischen Gesandten in Washington Grasen Azechenyi ein Schreiben gerichtet, in welchem er diese Verordnung als einen Akt der Urrduldsamköit und, Feindseligkeit gegenüber einem ansshlttichen Teil der ungarischen Bärölkerwng und als Widerspruch gegen den Geist des modernen Fortschritts und der Zivilisation bezeichnete. Durch diese rückschrittliche Entschließung der ungarischen Regierung werden mcht nur die Juden Ungarns, sondern auch diejenigen der Bereinigten Staaten von Amerika und der anderen Länder unangenehm berührt. GS wird der Erwartung Ausdmck gegeben, daß die ungarische Regierimg diesem Protest Rechnung tragen ioerde. Gleichzeitig Mtevnahumr Dr. Stchhan S. Wise und andete Mitglieder der Exekutive des Mischen Kongresses Schritte bei der amerikanischen Regierung. Dr. Stephan Wist hat. übrigens anläßlich seiner schien Europareife auch beim Reichsverwesev Horthh in dieser Angelegenheit vovgespvochen. Jetzt, nach sechs Monaten, erhielt das Hauptbureau des jüdisch-amerikanischen Kongresses in einem vom VchtevchKv d. I. doOMn ALmiben des Mitteilungen aus dem Publikum.!^s Ul*» GUHHlSOjlLEM ™ sind billiger und dauerhafter als freder! Bester Schutz gegen Jüitsse und Kälte! ™iim 1111111 llg ungarischen Geschäftsträgers in Washington die ofizielle Mitteilung, daß die ungarische Regierung daß Verbot der - Besördenvng von Korrespondenzen rmd Dmckschriften mit hebräischen Lettern durch die ungarische Post ausghobeu! habe. (Wir haben seinerzeit über diese aus Befehl der Offiziersdetachemenis und der Erlvachenden Ungarn herausi geflohene Verfügung der ungarischen Regierung berichtet und zu ihr Stellung genommen. Von der Widerrufung! dieser Verordnung ist bisher nichts bekannt geworden. Es . ist uns auch nicht bekannt, ob die Aufhebung des Verbotes j eberrso ian ungarischen Amtsblatt veröffentlicht wurde, wie j seinerzeit das Verbot. Wir haben allen Grurtd zum Ver«! dacht, das; man es hier wieder nrit einem Doppelspiel der Horthy-Regreruug zu tun hat, und daß wohl den amerika-! nischen Juden erzählt wurde, daß. das Verbot außer Kraft i gesetzt worden sei, daß alber in der Tat das Oerbot weiter! gehandhabt wird.) Lühnderhandlnvsrn in drr Metallindnstris. Der Wiener Jndustriellenverbanb teilt mit: Der M e t a ll a r b e i k e r v e, b o n d hat den Wiener Jndustüellenverband verst ndiyt, Latz die Obmännerkonferrnz den Vorschlag des Wiener Fndustrieüenverbandes, für die vier Lohnousiahlungen im November die gleitende Teueren gsZuiacie von 4800% auf 4600% herobzulehen, nicyt ansen o m men bat. lieber den vom Wiener Jndustriellenveibanfür den Fall der Nichlannahme der Gleilcnden von 4800°/» verlangten wei» kergehendm Lohnabbau, der schog in der zweiten Kälfke des Monair Pcvember einireten soll» ,werden die Verhandlungen Mjttwoch den 8. d. fortgesetzt. Kiebei wird übet das Ausmaß und den Geltungsbeg'nn der Lohnkürzung in dcr Wiener Metallindustrie verhandelt werdm. Für die Auszahlung vom 4. bis 11. d. tritt eine Lohnkürzungn i ch t ein und eS bleibt bei der gleiienven Teuerungszulage von 4800%. kin Znwelenfouds M de« Keren Hajeffod. Mittwoch den 25. Oktober fand eine Versammlung der Frauenortsgvuppe des 9. Bezirkes statt, in welches Frau Rachel« So ser und Herr Dr. Joses Löwen herz ÜM die nächsten Ausgaben der jüdischen Frauen sprachen. Vor dem zahlreichen Ano'ioritmr — es hatte sich erfreulicherweise mich «im stattliche Anzahl von den Frauen anderer Bezirke ejngefmchen — besprach Frau Rachela Sofer die NotwendMeit für die Mische Frau, nun auf das Aktivste an der Besiedlung und der Aufbauarbeit Palästinas miizuwirken. Sie forderte die Frauen aus, sich an der bevolstchenden Juwelen-Aktion >der jüdischen Frauen für den Keren Hajessod auf das intensivste zu beteiligen. Herr Dr. Löwenhe^z berichtete, daß die jüdischen Frauey anderer. Lander uns in bezug Ms Anbeillrahme an >der Wiederaufbcmarbeit Palästinas bei weitem voraus sind. So haben die jüdischen Frauen Rumäniens aus dem Erlöse ihres Geschmeides das Holz für die Chaluzim- Baracken in Palästina, die Frauen Poletts Ms dem ihren Wäsche für die Chaluzim gekMst, die Frauen Südafrikas haben ihre Fürsorge den Waisenkindern zugewendst. ' . Unter dem Eindrücke der Ausführungen wurden von den airwesenden Frauen sofort Schmuckspenden i» bewachtlichem Werte gegeibm. Gleichzeitig machte die Vorsitzende Fmu Spphio Äöwenherz die Mtterliung, daß an jedem Dienstag in der Zeit zwischen 6 . und 8 Uhr abends im Herme der Zionistischen. Bezirkssektron, 9. Bez., Liechtensteinstraßtz 11, von dem Präsidium der Frauengruppe Schmuckspenden für den Juweleusonds entgegeugknoinmen werden. Vom Wischen Nationalfonds Keren Kajemet l'gsrael. »IchN,ft«ll«ng. - In unserem Ausweise in Nr. 1332 ist unter Bezirk VI/VIH als Spender von 100.000 K. Kerr Atax Fritzer genannt. In Wirklichkeit heißt der Spender Max Spitzer. IN der „Wiener Morgenzeilung" Nr, 1339 sind fotgendr Spenden angeführt: Erich Teich 20.000 K.. Lauber 10.000 Thoraspenden im Allg. Krankenhaus 40.000 K.. Diverse 564.300 K. Diese Spenden sind durch Dr. Rtch, VIII., Alserstraße 50. g-sammelt worden. — Schließlich wurde in Nr. 1932 -er Spender von einer Million Kronen Kerr S. Kerbst, Wie», l, irrtümlich Btt 9. Kerber angeführt. ______ * LioniMsch« Bezirksseklion XII/XV. Am 17. Oktober send, i« Jüdischen Dereinhaus die diesjährige D.e n e r a lv e r s mit lung Half, welche auch von Nichtmugnedern zahlreich besucht war. Obmann Oskar D o 1 d s ch B i b erstattete dev Tätigkeitsbericht, aus welchem zu ersehen war, daß trotz der geringen Mitteln und großen Schwierigkeiten, «tt welchen die Sektion zu Kämpfen hatte, im Berichtsjahre viel geleistet wurde. Die Gründung -er debrStlchrn Schule, welche Mer -rr Leitung 3. Vcovember 1922 Snio'lkX des unermüdlichen Gg. Moses Gottdenker steht, -er 55^ ncht des Kulturreleremen Kenn Paul Stein, welcher gemein^ sam mll Ke>rn Dr. Kurt 6 a r l das Kullurreferat Wrt. fandest großen Beifall. Die Sekiion. dir in den Bezirken XII/XV in allen führmi'en Vereinen verirelen ist, arbeitet infolge der Au« dehrung des Territoriums sehr schwer; erst jetzt ,p es gelungen, »n einem mustergültigem Kataster, den Kerr Josef A u f r i cho tig angelegt hat, alle Zionisten in den Bezirken XII/XV zq erfasse,'. Alle Zionist^, die den Weg zur Sektion bisher trotz wiederboler Aufforderung noch nicht geiundm haben, werden a»fo> fordert, sich unverchglich bei der Sektion eintragen zu lassen. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat um 7 lll»t abends findet im Ssktionshem -re Neuaufnahme der Milalleder statt. D«r umfassende Kassenbenclt, den Kerr Otto R u z e k erstatieie. zeigte klar, wie germg die Mittel sind, mit welchen d e Sektion ritt Auskommen finden soll. Es war nur dep Opfeifreudigkcit der Mttgtteder zu danken, daß die horrenden Ausgaben, welche im Brnchtsjahre zu b-streiten waren, gedcckl wurden. Da die Portoip^sen zu groß find, um die.Propogandq bei den Mitgliedern brieflich durchzuführen, werden alle Zionisten der Bezirke XII/XV aufgesordert, die „Wiener M o r g e n z e i t u n g* umgebend ju abottnic* r r n, d a a l l e M i t t e t l u n g e n. wetchedie Sektion b e t r e s i e n u r imWegeder.W iener Morgenzeitung-verlautdartmerdeu. Kerr Mg. 3o'ef K t r s ch m an n, Obmann der MakkabiXV,berichtete über das innige Verhältnis des Makkadi XV zur Sektion und erstattete den Aevisionsbertcht. Die Neuwahlen ergaben folgendes Aesu'tat: Obmann Kerr Oskw G o 1 d s ch m i d, Stellvertreter Kerr Dr. Abradam Glanz. Kerr Dr. Kurt S a r f; Schriftführer Kerr Joses B e r g st e i n» Kassier Kerr^ Otto R u z e k, Kultui-reserent Kerr Paul Stein, Nattonalsonds» Kommissär Kerr Moses G o t t d e n k e r. Beträte Kerr Josef Aufrichtig, lloses Brav mann. Zng. Josef Kirsch», mann. Mchael Roth h ir sch. Leon Aittermann^ Jakob Steiner und Jos f S e r e t h. Kerr Odmnnn Oskav G o l d s ch M i d wurde einstimmig als Drlegierter zum Partei» tag gewählt. Herr N e b e n z a h i sprach sodann in fesselnder Weise über das Thema: ,© t e 3 u 6 e n unddteBatifizjerung des Palästina-Mandats". Wem beisällig aufgenommenen Vortrage folgte eine rege Diskussion.' * Wiener Freiwillige Rettuvgsgesellschast. Das Mtions--. komistee >bor Wiener FwiwillMn Rettungsgesellschast beruft Wchstöhende BezWsmttHÜbdervors>MNmluMen em. Diie BersamnÄunflen (Beginn 7 Uhr abends) fmden sttttt: 1. Bezirk: 20. Nvvenrber, Sitzungssaal des- Alten Rathauses, 1. Bez./ Wipplingevstraße 8. 2. Bezirk: 7. November, SitzungssM der Bezirksvertvetung, 2. Bez., KaomÄttergasse 9. 3. Bezirk: 8. November, Drehers Saal, 3. Bez., Landstraßer Hauptstraße 97. 4. B^rrk: 9. Novemiber, Sitzungssaal der Bezvvksvertretung, 4. Bez., Schäffevgasse 3. 5. Bezirk: 10. November, SitzungZsaal der Bezirksvertretung» 6.' Bez., Schönbvunr.erstvaße 54. 6. Bezirk: 10. November, Allgemeine Krankenkasse, 6. Bez., M-agjdrlenonstvaße 33. 7. Bezirk: 13. November, Sitzungssaal der Bezirksvertretung, 7. Bez., Hevmonngasie 24. 8. Bezirk: 16. November, Sitzungssaal der BezrkkLoertretmng, 8. Bez., SchlleEingerplatz 3. 9. Beztrr: 17. November, Sitzungssaal der Bezirksvertretung, 9. Bez., Wä-hringevstraße 43. 10. B^irk: 20. November, Großer Festsaal >der Beurksvevtretuna, 10. Bez., Kepiewlatz 5J 11. Bezirk: 21. November, Kleiner Sitzungssaal der Bezirks-, Vertretung, 11. Bez., Enwlatz 2. 12. Bezirk: 22. November,' Großer Sitzungssaal des NöLgÄtra-tischen Bezirksamtes, 12. Bez., Meidlinger Hauptstraße 2. 13. Bezirk: 23. November, Hotel „Weißer Engel", 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße;3.14. Bezirk: 24. November, Turnsaal >der Bürgerschule, 14. Bez., Scchshauserstvaße 71. 15. Beznck: 25. Modems. Festsaal des Gemeindehauses, 15. Bez.,'RvsMcMsie^^4. 16.'Bezi>rk: 28. November, Großer SitzmtgKsaal des Gememdchanses, -16. Bez., Richard Wagner-Platz 19. 17. Bezirk: 29. November, Sitzungssaal des Gemeindchauses, 17. Elterleinplatz 14. 18. Bezirk:' SO. November, Sitzungssaal der Bezirksvert-retung, 18. Bez., Martmstraße 100.19. Bezirk: 4. Dezember, Sitzungssaal der Betzittsvertretung, 19. Bez., Gatterburggasje 14. 20. Bezirk: 5. Dezember, Festsaal des Amtshauses BrigÄtmau, 20. Bez., Brigittavlatz 10. 21. Bezirk: 6. Dezember, Großeg Sitzungssaal der Bezirksvertretung, 21. Bez., Am Spitz 1. Die Tagesordnung aller Versantmlungen lautet: 1. Bericht über den derzeitigen Stand der Wiener Freiwilligen Rettungsggsellschäft und über das Ergebnis der letzten Sammelaktion. 2. Wahl von Delegierten für die Generalversammlung der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschast,. 3., Evetttuelles. Airs je 300 mr Bezirke wohnende oder beschäftigte Mitglieder entfällt em Delegierter. Jedes Mitglied hat eine Stimme, Zutritt haben nur MvtglnÄer. * Äarter Verlast. Eine Witwe» die einst bemittelt «atf und jetzt verarmt ist. hat aus dem Wege von der Keinestraße Versatzamt Dienstag vormittags zwilchen 10 und 11 Uhr aus ihrer Kandtalche ein Paar Vrillaniohrgehänge verloren. Der redliche Finder wird um Rückstellung gegen gute Belohnung.ersttcht. Auskunft über die Adresse der schwer betroffenen Eigentümerin wird aus Gefälligkett in der Wirk»! Warenhandlung D a! a s z, II., Keinestraße 35, erteilt. * Anentseltliche Derbanökttrse. Das Wiener §r^g willige R e t t u n g s - 8 n st i 1»t beginnt heute um 7 Uhr abends in seinen Lokalitäten» Wien. L, Wildpretmarkt 8, einen vollständig unentgeltlichen prakiilchen Verbandkurs durch seinen Chefarzt vr. weck Karl P a n e s ch unter Deihilfe einige^ Demonstratoren des Znstituls. Eintritt frei ohne Karten für jeden Erwachsenen. Jeden Dienstag und Freitag. * Rarechwarevschmugser a»s Deulschlav-. Das Kommissariat Margareten brachte in Erfahrung, daß ein in der Pilgramgaffe wohnhafter Student sich mit dem Vertriebe von Rauchwaren befassen svate, die aus Deutschland geschmuggett waren. Eine Nachschau in seiner Wobnung hatte kein Ergebnis. Nun wurde sein Vater» ein S7jähriger Kaufmann, der in der Krugerstraße wohnt, eingehend perlustrtert. Zn der Nacht zum L7. Oktober wurde bei ihm eine Durchsuchung vvrgenvmmen. Fm Hotelzimmer, das er mtt Frau und zwei Töchtern bewohnte, fand man nichts Bedenkliches. Der Kaufmann hatte aber noch ein zweites Kolelzimmer gemietet» und in dirjem fand man das Warenlager für die geschmuggetten Rauchwaren. Fast so ociü Zigarren und Zigaretten» durchwegs deutscher Kerkunft, im Werte von 18 Atillionen Kronen wurden gesunden und beschlagnahmt. Der Kaufmann gestand auch sosort ein, daß Zigarren und Ztgarretten durch einen Rittmeister der deutschen Arme« nach Oesterreich geschmuggelt worden find. Er sollte den Vertrieb in: Oesterreich besorgen. Der Kaufmann wurde Ser Finanzbeztrkedirektion angezeigi« * Aus Orgesch-DeNtschla«-. Der in Nürnberg cc* scheinende .D e u ts Ä e Do lkswille" bringt in Nr. 39, einen Leitäuffatz: «Kinttn, writ in der Türkei", In dem es wörtlich heißt: . . Hinten, weit in der Türkei schlagen die Völkeraufeinander. Zn Deutschland blribt alles beim alten; Ruhe.! Ordnung. Friede uni«. dem Messer Judas, des Weltfeindes, der! seinem Rluälopser Deutschland eine kleine Atempause läßt und! chm durch ausländische Hilfe ein wenig neuen Ledensdamps nnbläst, damit er ihm desto sicherer die nächste Goldrate abzapfeni kann: wie der Jude Engel seine« Dienstmädchen im Keller vot, dem Verschmachten Fleischbrühe gab. damit tt ihr ein neue#-' Schtiffelchrn yoll.Aist gusyMn Komteß

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