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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-03 · Heft 1340 (3.11.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1340 (3.11.1922)
Date
1922-11-03
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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* 1 ' ( ' Kr > 1 , /y ' " l ' *' i-1JP—♦ wkk, Frsrrag mmnet MMMnzerrttttg. ü: November 1922 M. tragen kann und so aus dem Zustand politischer Passivität zur Initiative überzugehen vermag, wird im wesentlichen durch das Verständnis jedes einzelnen mitbestimmt. Ist dieser Uebergang zu einem weitblickenden.aktiven i Eingreifen in die Behandlung.d^.Adzfchen Problems/da8 über ein Flickwerk von isolieAenMbwehrmaßnahmen hinausreicht, überhaupt möglich und welche bischer verftack)- lässigte Gebiete harren vor allem der Bearbeitung und der Ausstellung verständlicher, klarer Parylen?. . > 1. Die A u s e i n an der se tzung mit de r Assimilation. Diese wird nicht, wie die primitive Auffassung es haben will, durch endlose Diskussionen innerhalb des Judentums herbeigesührl werden. Wer geglaubt, verkennt die gewaltige Bedeutung der Judenfrage für die .Allgemeinheit unb die Wechselwirkungen, die Zwischen den Juden und ihrer Umgebung bestehen. Her Kampf um das jüdisch e Individuum, Mit ihm die Lösung dieses durch seine -Auswirkungen brennendsten Problems der Gegenwart, wrrd außerhalb d er jüdischen Gemeinschaft auSgetragen. werden; die Juden sind, sowohl ihrer spezifischen Mentalität; als zwingenden sozialen Ursachen Folge leistend, nicht' imstande, ihren Lebensweg, der zu Beginn der Epoche in Uehereinstimmung mit der herrschenden Meinung der Umwelt konstruiert wurde, ohne kräftige Impulse derselben wieder zu verlassen. Wirksamste Voraussetzung hiefür muß die Ziehung der Tren-nuugslinie zwis^ei» Assimilation und bewußten Judentum sein, dort, wo diese tatsächlich bestehe Wir sind von. der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Assimilation ihrer gedanklichen Konstruktion wie ihren praktischen Auswirkungen nach das Widerspiel des jüdischen,Nationalismus ist. Wie ist es nun denkbar, daß wir auf einem Boden, der vorbereitet ist durch den jahrzehntelangen dominierenden Einfluß der Assimilationsidee, daS -Gebäude der jüdischen. Renaissance errichten wollen? Die gegenwärtige' Lage der Juden steht in rechtlicher, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer Beziehung im Zeichen der Assimilation; sohin muß.es unsere erste Aufgabe sein, unsere Ideale zu festumvisfenen Wünschen zu verdichten und andererseits unser Desinteressement an dem zu Proklamieren, das wir verabscheuen und ablehnen. Ist alles, was die Assimilations- Periode uns hinterlietz, jüdischnationales Rechtsgut? Oder muß dieser Begriff wohl einer Revision unterzogen werden?' Branchen wir nicht endlich verständliche Präzise Antworten auf die Frage, wie wir uns unsere Zukunft in der Diasvora vorstellen? Unserer Bewegung ist es gelungen, mit dem gegeu sie ins Treffen geführten demagogischen.Schlagwort vpn der .„Rückkehr, ins Ghetto" aufzuräumen; sie wird ebenso' erfolgreich sein, wenn nunmehr der Vorwurf der „Unterstützung des Antisemitismus", wieder aufs Tapet gebracht Wörden sollte. . > 2. Die A usei na n de rsetzung mrtder Um-' gebungi Jede Art Verständigungspolitik um jeden Preis trägt der Keim ihres Mißerfolges in sich. Denn nur das Zusammentreffen essentieller gleichgerichteter Bestrebungen aufbeiden Seiten-kann die Voraussetzung für eine Verständigung bilden; sie künstlich zu konstruieren, wenn sie nicht vorhanden sind, geht nicht an. Wird den Intentionen der Umwelt die Assimilation oder der jüdische Nationalismus gerechter? Es gibt heute noch viele, die diese Frage nicht'freudig in Lstzterem Sinne bejahen zu können glauben — ein schweres Versäumnis, das.überwunden' tvevden muß, wollen wir ' unsere Bewegung ünt' aufrichtiger Vecaniwortungssreride und mit dem erbebenden Bewußtsein des Dienst^ sür die Allgemeinheit erfüllen. ' Ohne klare Absichten über das Verhältnis zur umgeben-, den-Bevölkerung, mit der unzählige wichtigste Bindungen bestehen, ist ein erfolgreiches Eingreifen iM jüdischen^ Interesse undenkbar. f 3. Dir Verfolgung des Judentums, gcht auf die verschiedensten Motive zurück, die zü erfassen uns oft sehr sch'tver fällt. Zu der leider so bedeutungsvollen Rolle welche.die. oberflächlich unter dem.Namen Antisemitismus; zusammengefaßten Bestrebungen heute überall spiesen,; trägt aber weit mehr'als die Abneigung gegen die Juden selbst die Erkenntnis bei, ein willkommenes, zu den perfchiedenften dunkFlsten Zwecken, höchst verwendbares polfti- - sches Requisit zw besitzen. Das Judentum in seiner gesamtheit hat keinen Kontakt mit, ferner Umgebung (nur so ist die Möglichkeit, der Verbreitung und kritiklosen Aufnahme plumpster Erfindungen über die Juden erklärlich, die heute - ohne.Gegenstück . dasteht und , letzten Endes auch unsere - durch schwerwiegendes Versäumnis entstandene SchMdbÜ- - det): nicht nur maßlose Entstellung unserer Eigenschaften- und Funktionen, sondern eben auch Mißbrauch der gaWN; Auseinandersetzuing zu verwerflichen Absichten ist die Folge -- ebenso wie neuerdings auch die Beschützung des Juden- - tums sich zu' einem demagogischen Spektakelstück hermrzn-! bilden beginnt,' unter dem wir— hilflos und jeder Jni- - tratwe ermangelnd schließlich -Wr wieder zu leiden habest.' So ist'die Judenschaft, innerhalb dieser leider auch i die politisch organisierten Nationalen, überall ein Spielbckll der Aspirationen und Machenschaften ihrer Umgebung, deren nErertzung alle Kräfte absorbiert. Eine jüdisch-nationale Politik ohne EinftutznahM, ja ohne den Wunsch nach einer solchen gusdie Losung der Judensragr m der Diaspora, ist keine. SS gibt eben keine . Politik im luftleeren Raum: wir haben heute Zwei Faktoren vor uns: die. nichtjüdische Umgehung die - na len Jrrden, deren Verhalten aber uut^r größeren Äe-' sichißpunktm betrachtet, durch die UmgÄmg geradezu diküert wird. - •; : immer — allen gleiHeMstßHE- Wirwollch uns . ohne 'jede Gehässigkeit mit' den -Idee« äusemandeffetzen, chvr-uns umgeben; dies aber ohne Aufschub. ' Niemand hat mehr begründetes Rechtem der JudensrÄge apch aktiv, geMtend, gehört zu. werden Oie dde Ge- .MnMi dev M züM jüdischen.Volkstum Belastenden; nur wenn man alle DzM ohstWucksicht asif vechösteESchlag- - worke init demrHken Naistett bezeichnet; wenn Mn das, was der jüdische Nationalismus will und' däS, '' was er verabscheut, in semtzL Bedeutung für die, Msgrntheit unseren nichtjudischtzn Mitbürgern präzisieren-' 'M als Schild vor sich her tragen wird, vermag die Allgemeinheit, dieheute noch im Widerspmch Zu ihren eigenen. Programmen die Assimilation in jeder Weisefav orisiert, züerkennen, wer in Wätzvheit ihr Pionier ist, indeO er feinen Eigensten 'Wünschen sölgl." - Wirmüssen die Assimilatihn-von ihren Ressourcen abschneiden. - ' ' Das' soll das LeiMwttd Wisch-nationaler DWorapölitik werden, hier öffnet fich -dev Weg, dev unveÄnittelt vom ängstlichen Parieren zum fruchtbringenden erschntm Falsche Meldungen Wer die BMerdnnd«. - delegierte».; Wien, 2. November. Die Politische Korrespondenz meldet: Die in Wien weilende Völkerbunddelegatron gibt bekannt, daß alle Nachrichten über ein» demnächst bevorstehende Abreise der Delegation jeder Grundlage entbehren; Wbaa der NimdesaaaeftMen. Wie die Korrespondenz Herwei mÄdt, wuche bei den Verhandlungen der Regierung mit den DÄegierien des Finanzkomitees des BolferbuÄes von letzteren der Frage der Ersparungsmaßnahmen ein besonderes Augenmeä zugewendet, durch tyelche eine Weutende Bernngerung des Defizits im Bundeshaushalte herbeigeführt werden soll. Zn diesem Behufs schlugen die Völkerbunddelegierten den Abhau der Bundesangestellten um die Hälfte vor. .Mein dieser Vorschlag wuchs von.den Vertretern der Regierung als zu weitgehend und undurchführbar bezeichnet. IM Laufe der Verhandfttngen einigte man sich auf einen Abbau im Ausmaße.von 100.000 Bundesangestellten, was ungefähr 40 Pwzent des. gegenwärtigen Standes entspricht, gegenüber den oO Prozent der ursprünglichen Forderung der BWrbu'ndSdelegierten. Diese Ziffer, wurde von den Finanzdelegi^cten unter der Bchingung akzeptiert, daß für eine Reihe bpn Jahren die unbedingte Sperre von Neuaufnahmen aufrecht bleibt, so daß auch über diese Kiffer hinaus durch . ngtzirljcheü Abgang, eine Berringeiettng eintritt. Für die' Durchfühnmg. des AbbolsteS der 100.000 Bundesangestellten wurden von der FinaWelegtzerten des Bolkechundes bestimmte Fristen verlangt. ES wurde vereinbart, daß 25.000 BundesangesteNe, : unter denen sich überwiegend Vertragsbeamte befinden, bis 31. Dezember l. I. .abgobaut werben müssen. Im. Jahre 1923 sollen 50.000 Bmdesangestellte ahgebaut werden und im Jahre 1924 sollen die resüichen 25.000 Bundesange-- stellten aus dem Brrndesdiettste schÄen. - / -' - Ae Wahlen. SicherhettsOaßnchmen i» HstgaÜziqr.' Lemberg, 31. Oktober. (Tel. der „Wr. Morgenztg?^) Das Ministerium des Jrmern hat auf telegraphischem Wege eine Bechärkung. der; Sichrrheitstruppett in den. Grenzgebieten Ostgaliziens für den 5. d. <äs den Wahltage verfügt. In einer, Reihe - von Ortschaften wurde für die Zeit von 9 Ahr abends bis 6 Uhr früh jeder Verkehr von Fuhrwerken und Fußgängern untersagt. Zuwiderhandelnde sollen verhaftet werden. Nationaldernokraten werben um Wische Stimmeu. - Lemberg, 1. November. (I. C. B.) Im Städtchen Turkow,in Ostgaligvon erließen die Natwstgldenwkmten in jüdischer Sprache ernew Ausruf an die jiwische Wählerschaft, .in welchem diese aufgefovdert, wird, für die nationaldemokratische Liste zu stirmye», da die Nationaldemokra- M M Verteidiger der Nationalen Minderheiten m Polm 'sind,. Die Nationaldemokraten,' die .sich un Zentrum Polens der schärfsten " allpölNisch-anttfemitischen ScKag- WM im Wahlkampf. bedienen, schlagen in. den Randgebieten,. wo die Naöionälitäten stark' vertreten sind, mildere Töne Ln, indem sie' auf die mangelhafte Orrentteruüg der Wählermassen.spekulieren.' ' . . . - Fortgesetzte Pogrom-Agitation Palachowicz'^ Warschau, 1. November. (I. C. B.) Im Kreise Kamren KaschirLk in Weißrußland 'betreibt der ehemalige-Bandenfühwr. Bälachvwicz' als 'WlchlLgÄaOr^'^Me« best Block der - natiottaM Minderheiten -eine gefährliche Pogwmagitatiml. Die Mische Bevölkerung des Kreises lebt in beständiger Pogromgestvhr. ' -' L(i mehreren Wählerversattmrlttngen der Staaksunion/;-:he! denen die Kandidaten die. Judenftage berührtest, die 'pMü schen Wähler die MffämrMngslokale ostentativ beMßest Die dem Wahlkonritse der 'Staatsunion angehörenden Assö milanten versuchen-'Wifche Stimmen zu kapern: Es' is! rhrwn j^ochweder in Polennoch in Galizien gelungen^ irHtdwclche Zusagen ^u erhalten. Selbst /der Versuch des Wosivoden G a lle e^ki, die Wund-rraLis für die Listen de( StaatSunion^zu gtzwftmen,' mußte an ihrem W^rstmÄ scheitern. ' . ' ' Spaltung der Zcire Zion. Warschau, 1. November. (Tel. der „Wr. Morgenztg/1> Innerhalb der „Zekrtz Zion" ist es zu einer . Spaltung infolge der 'vötc einigen Mitgliedern des ZentvalkomitoeS auf eigene Faust aufgestellten Kandidatenliste gekomtnen.- Zahlreiche Ortsgruppen der Zerre Zion vublizieren Protestkrmdgebungen, in denen ftstgestÄt wird, daß die Organisationen den Schritt dieser Partei!eitungsmitglieder Mißbilligen und sich für die Kandidatenliste des M'mörrtätenhlocks aussprechen. ' Ermordung eines SeZm-Kaudidate«. Lemberg, 1. November. (T-l. dev,>Wr. Morgenztzg.") Im Beznke Zalesgezyki wurde der Kandidat der Piast-Gruppe Anton B e r e z o m s k i von . unbekannten Tätern ermordet. Re Westmüchte mid die oftgMWe Frage. Warschau,' 1.Rovember. (Tel. der „Wr. Morgenztg"), ' ,,0wzeta Wavszawska" meldet aus Paris, baß über Anftage des polnffchen Außenministeriums beim ' Foreign Office in London, das französische Außemninisterrmn dem 'nglischen Botschafter in Paris Harding erklärt haben soll, daß Frankreich sich in die Art und Weis«, wie Pole« die ostgalizrsche Angelogercheit erlvdlgt» nicht mengen wolle. Einer der Unttrstaatssekrstär^ im Londoner Außenministerium, Mr. Lindfay, erklärte dem Vertreter der polnischen Gefalldtschaft A d a m k i e w i e z, daß die englische - Re-, gieruutz keineswegs die Absicht habe, gegen diein Ostgaligieu ausgeschriebenen Sejmwahten zu protestieren; stq fei mit der Autonomieverfassung prinzipiell emderstastdm, wenn sie auch gegen gewisse Bestimmungen.dieses Projektes Einwendungen zu erheben hätte. Eine ähnliche; Stellung hat auch Italien eingenommen. Der frühere italienische Außenminister Schanze r soll dem polnischest Gesandten in Rom Z a l e s k i' erklärt haben, daß Italien Polen in der ostgalizischen Frage keine SchwierWiten zu ma.hen beabsichtige und die Stellungnahme. Polens, in Mfer Frage billige. .' Der erste Kifenbahnzug aus SoMchMM. Lemberg, 31. Oktober. (Del. der „Wr. Morgenzt-g.") Am 25. DktoberMlf in Pobwo>loczhska M ' erste,'Mts einer Lokomotive und 11 Waggons, darunter eistem Prrsonewvagen bestehende Eisenbahnzug aus 'Sowjettußwnd ein. " " - > - ' ' fle Lemberger polnischm HochschAer Wr de« < Numerus rkmsvs. » die Aufrollung der Frage. nach unfexer Zukunft hier istJnitiatibe und ist Politik, denn sie muß/daS Interesse j 'vller waMufen v--d eine Klämua Kü tzepoie j Die „Staatsunion" und die Judeufrage. , ......Marschau,. 1. November.,,(Tch der,Mr, MyMyztS") Me -„Staatsuniou^ bemüht-^ .W, Wische: Mimmen zu erlangen. Ihre Kandidaten -Märe« iu. Len Programm" ,rchen, Mß der nächste S^m sich , vor allem mit d«. Löstmg per. JuV-'nfragzu besMftjgest chaben wich<. Die Dmchführuug der vollständigen Weichberechtigung wich.bei den Mahlerversammlstugender Mat-mckm-' yhne.Odew Bor,-: Wollt Versprochen. Für jeden Fall ist es. intrmMstt, daß Antisemittsche Exzesse. Lemberg» 1. November (Tel. der „Wr. Morgenztg") Die polnische akademische Jugend. hat nach Mhaltung eines Meetings im Universitätsgebäude, Lei der di« D ekane der juridischen «nbf^alültat Professor GlomLinskr anwesend waren, den Beschluß gefaßt, daß Nur L1 P r o z e n t - jüdischer Hörer aufzunehrnen seien. Sodann wuche eine scharfe Protestresolution gegen die Wa'rfchLAer Regierung; die, wie bereits gemeldet, vor kurzem den Numerus clausus aufgehoben hat» gefaßt. Nach ^der Versammlung begab sich die akademische Jugend, mit R e v o l v e r n und Dolchen ausgerüstet, in das Heim der jüdischen Akademiker. Unterwegs wuMn Mische Passanten Mich belästigt. Sämtliche Ubikationen ünd Universitätsanstalten wurden besetzt, um den Mi-- schen Hörern den Zutritt abzusperren. Bisher ist das Heim 'der Mischen Akattemiker von^ der polnischen akademischen Jugend noch immer besetzt. Dank der Intervention der Polizei wurden blutige Zusammenstöße vermieden. Mauen. Re WahlergebMr.. Kowno, 31. Oktober. . (Tel. der, „Wr. Morgenzig.") B.ei der HaüpttvLhlkpmmisstcn sind Vertreter der J.u d « n, Deutschen, .' P:y l e n,. Rufs e n und. A r b e i t e.ro r g a n r f a t i o. n e n erschienen, um auf die unerhörten Wahlwißbrauche, wodurch über 3 0 0.0 0 0, W L h se r ihres Wählvechtes berquht wurden, zu protestieren. Die Vertreter der „chrisflichey Demokraten", versuchten ..ihren Standpunkt zu verteidige^ - Auf. Grund der bisherigen Wahlergebnisse und her Verfügungen der Hauptwahlkonr- Mission über die Verteilung der ReWmmen wurden vierjüdische, drei.polnische, zwei deutscherem russisches und drei Arbeitermandate anulliert. .Im Zusammenhang -damit:, wurde eine dringende außerordentliche Tagung der Exekutive des Jüdischen Rationalvateö einbevufen, Es wurde der Beschluß gefaßt,, in der.Frage ' der'Anullierung. .der Lest Juden, und den übrigen Nationälttatey gebührenden. Mandate mit sämtlichen Minoritäten, zusamenzugehen. Es wurde auch die Frage erwogen, ob im Falle der Ausvechterhaltung der- Anullierung die ge° . wählten jüdischen' Abgeordneten ihre Mandate annehmen Men. Wie in maßgebenden Kreisen. verlautet, dürsten sämtliche gewählten Abgeordneten der nationalen Minder- Heften,, im Falle dft KstuptwaWommission bsi^jürem .Be-

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