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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-29 · Heft 1335 (29.10.1922) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1335 (29.10.1922)
Date
1922-10-29
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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mr'täm: MR», ^vnmag srcimsT -v. trutryrr •xrrs .1 r ftolandalltyin <© * ^r«l« )|0(l. VolksbOhrie) Wsembl£-Öastspie1 der WILNAER TRtPPE. jl e u 1H Sonntag; den 29.0k(ober 1922, 7 thr als (In. Die puste Krojischms ' VolksstOck in 4 Akten von Percz Hirschbein. , :' Im DeutlLenVolksthec, t <rr -elmgt Mittwoch den 1. November. '/,3 Uhr. als NachmiMsvvrlklluug Grillparzers Lranerspiel „Die Äh n f r a u" in teilweistr Nrutzesetzung mit Mt. Daneager als Berta, Kerm Klitsch qlS Iaromir. Herrn Kunchera als Boroiin und den Herren Schreiber. DanMhoser. G'dttrr und Strahl zur AuWhrung. Für die Vorstellung gelten vvUsttimliche Preise ohne VormerbsgMhr. In den Äamm erspielen gelangt Dienstag im Rühmender Nachtvorstellungen Lne dreiaklire Burleske M ö e n- (\ o u e f i n Marvkk o" mit den Damen Linken, RaLnay, Wimberg. BÜücer, Lan, Butd und den Herren Lackner. Lovric, -Ä'.gennonn, Friedrich zur-AusjMung. Die Vdrsteüung wird Mittwoch den 1. November wiederholt. Dsnnerstcm den S. u»d Frettag den 3. Nwember geht als Nachlvvrsiellundas Lüttspiet „D e r S ch i l d p a 11 kam von Richard Keßler i» Szme. . Zm S o h a n n Strauß - T d e a t e r Mt in der 'heutigen Nachmütagsasffiibrung der Operette „Das Holland-, rveibchen" Rvta Mtttermardi die Partie der Jutta. Mittwoch den 1. November setzt „D»rvpernba! I" zum erstenmal als Nachmittagsvorstellung in Szene. , Im Theater in der Sosefstaüt. nimmt Direktst Jarno, der von seiner Reise nach Derlm zurückgekehrt 'ist, leiste Sch'ausMeMtrdeit Dienstag wieder auf. Der Künstler spielt fn dem Schauspiel „Der Griff ins RSder wer k" vov Rudolf Oesterretcher. Diese Tlustßhrung wird Mittwoch den 1. November wtederhott. Sn der Neuen Wiener Ä!t h n k eröffnet Arnold Ävrff Donnerstag den 2. November lein Gastspiel. Der Künstler wird als erste Rolle den Teddy Kimberley in dem Lukspiel M ein Freund Ted d y" von Andre Revoire und Luccen Dernord darMrr». Der Vorverkauf beginnt Montag an dett' beiden Tageskassen. W 0 ch en sp t e l p l a n de 5 De u ts ch e n V o lh «- Sch e a i t 19, Keule, %ö Uhr nachmittags, „Das vierte ©ebni", 7 Uhr abends. ..Ger Rausch-, Morgen, 7 Uhr abends. „D>e ‘ ÄrepirlschreiberE, Dienstag. 7 Uhr abends. „Zarliichkeii". Mittwoch, •/*$ Uhr naeemtttags, .Die Ahnfrau". 7 Uyr abmds, .Der Aaüschu. Donnerslog. 7 Utzr abends. ..Liebe". Freitag, .7 Uhr abends. .ZSrtlchkett". Samstag, 7 Uhr abends. „Rausch". Direktor Otto Rueff von den vereinigten Theatern Kasiel.Danzig und Mchrlmshaven ist in die Direktion des LnstspiLllhsaters eingetreten und wird iwnmtfyc mit Direktor Pnnl Olmühl gemeinsam diese Bühne leiten. Klemens Kraus, neuengagierter Kapellmeister an der Oper, wurde zum Leiter der Kayellmeisterschule an der «Gtaatsakademi« für Musik ernannt. Karl Lasiie-Feier. Das heute zu Ehren Karl Lafites unter Mitwirkung der Mitglieder der Staatsoper, Lotte Schöne und Hermann Gallos, des Konzertsängers Viktor Heim sowie des Komponisten im mittleren Könzerthaussaal statt« findende Festkonzert beginnt Präzis um. einviertel. 7 Uhr. Scholem Alejchems köstliche Komödie „Schwer Zu sein ein An.d" wird Dienstag den 31. d. um 7 Uhr von den Wilnaern - (Rolandbühne) zum erstenmal aufgeführt. Heute nachmittags wird „Der Dhbuk", abends „Die Puste Krejtschme" und morgen Montag abends „Der DYbuk" gegeben. . . gegen die gestern erfolgte Verhaftung'eines zweiten Verteidigers,. des Ndvokatett Dr. Sawczak. Er sieht in diesen Maßnahmen eine. systematische Ausschaltung der Verteidigung. Der Vorsitzende erMrt den Gerichtshof als inkompetent in dieser Angelegenheit. . " ‘ 1 Jur Verlaufe seiner weiteren Aussagen berichtet der Hauptangeklagte Fedak Wer die Entstehung der im Jahre 1919 unter dem Namell „Wola" ins Leben gerü- ^enen, ge'heimen militärischen Organisaüon, deren Hauptaufgabe der Kampf gegen die Bolschewiken war. Den militärischen Kader sollte sie für den Hall der Zuorkennung der Selbständigkeit an Ostgalizien seitens der Ententsmächte bilden. Oie BezirMomitses befanden sich nt Leurberg, Przemysl, Stryf/ Stamslan, Tarnopöl und Zloezow, ^das Publizisirsche- Organ dieser Organisation war die „Prawda" (Wahrheit). Fedak fungierte als technischer Leiter des Blattes. Die weitere Frage des Vorsitzenden wogen des Kontaktes mit der Tschecho-Slowakei und Doktor PetrusMwicz in Wien beairtwortete Fedak ausweichend. Es wiÄ 'dann eine Beilage des Blattes „Wola" verlesen, die eineir geheimen Befehl enthält, in welchem vor gewissen im Dienste der polnischen Regierrmg stehenden Personen, zu denen der vor einigen Tagen erschossene Dichter T w e r d o ch l i b,.S Y d o r, I a c k o w und Doktor Ordhnski gehörten, als vor Verrätern gewarnt wird. Fedak behanHtet des weiteren, daß es sich hei dem Anschlag bloß itin die Manifsstierung eines' Protestes gegen das der ukrainischen Bevölkerung zugefügte Unrecht, nicht aber mn die Tötung eines Menschen handelte. . Namens der Verteidigung fordert dann Dr. E w y n, daß das' Pwtvkoll in ukrainischer Sprache geführt werde. Da der Gerichtshof diesen Antrag verwirft, erklären dii Verteidiger, daß sie'die Aufsichtsbeschwerde an .das Oberocricht ergreifen. Dann richten mehrere Geschworne und der Staatsanwalt Fmgen alt den Angeklagtelt, letzterer in ukraütischer Sprache. Auf eine Anfrage des Vorsitzenden erkürt Fedak nochmals, das Attentat aüsschließlich gegen G r a b o r s k i, nicht aber gegen den Stüatschrf Pilsudski o.'Nlbt zu haberr. 'der wiederholt das Bestreben zeigte, das schreckliche Regime im Land zu mildern, weshalb er auch. wiederholt iV^enftcmb heftiger Angriffe seitens der chourini!tisch"N Presse war. Die Fchge. ob in!er- Räumen der geheimen lrkraiyiftben Ur i‘->crfitat s.riin,;che. Versammluruien staltgefnuden hatten, verneint Fedo.k. Auf. die Frage, ob er nicht befürchten mußte, daß die Kugel den.Staatschef treffen köimte, beantwortete er dahin, daß er genau gezielt habe. Auf eine diesbezügliche Frage eines der Verteidiger erklärt Fedar, er sei im Geiste der Tolerarrz und Wertschätzunllg anderert Nationen, also auch den, Polen gegen- -über, erzogen worden. Auf die Frage bezüglich, der angeblichen Vorbereitung eines Aufstandes^ m der Nacht vom 25. auf den 23. ,Septenchs.r 1921 erklärt Fedak, daß diese Annahme lächerlich sei, da doch sonst in irgend einem Teile des Landes Unruhe,r vovgekowmen wärert, was jedoch nirgelws der Fall ivar.' > GeriMssSÄL. Ein Mietprozetz dev FArstirr vsrr GDmos. Das Bezirksgericht Jossfstaidt (Richter OberLmdeZgerichtsnvt Drv Dittmann) verhandelte Festem Wer eine KüMgirngsklage der ehemaligen Fürstin von Samos Helene K o p asi s, gegen ihren Untermieter, den ehemaligen armenischen, jetzt listmreichischen Staatsangchörigen Oskar Papasiou, aus Saloniki und seine Gattni Elisabeth. Der Klageve-rtreter Dr. Kreisch 'brachte vor, die Klägerin sei die Wittve nach dAN im Jahre 1912 verstoMnen Fürsten Andreas Emannel Kopasts, Etonomen Fürsten der Insel Samos, 'her als solcher seinerzeit von der türkischen Pforte ans Vorschlag der christlichen PwtektoratSmächte amr-kannt worden sei. pkach dem Tode de^ Fürsten sei die Fürstin von ihrenr Bruder, dam SidmirÄ Baron Artnr Chiari, von Samos Nbgeholt worden und sie wohnte seÄhsr in Wie»: inde'r LiechteNsteinstvaße45,wo sie einen Teil ihrer großen Wohnung dom Geklagten in Untm> i>riete gab. Dioser euch seine Frau seien nun von allem Anfang an bemüht gotvesen, die Klägerin aus der Wohnung hriranszndmngen. Zu diesem Zwecke habe er sich auch mit dem Hausherrn in Berbiinldung gesetzt, und sie in einem derartigen Zustcxnd der Verzweiflung versetzt, bafc sie ihwnr Leben durch ettien StrwZ Äl die Donau ein Ende urachen ivollie. Die Drohungen hatten den Zweck, den Unterluieter als Haupt Mieter rWl-erkcnnen, tvähvend idie Klägerin sich mit der Rolbe der iinteliinieterin begnügen sollte. Wegen der unWlsgesetzt-rn Beschiinpfun'gen sei der Geklagte polizeilich einmal zu 4000 K. Geldstrafe, einmal zu drei Tagen Arvests und an, 24. d. voür Swa-fbezirksgovichie 1 zn 200.000 K. Geldstrafe vernrtvilt worden. Der Gektagtelw^rtveter Dr. Barth eMi'devte, die Schikanen beruhen auf Gegensodtigkeiit. So habe die Mgevin chur gesamte Wäsche M ^oin gmuinfam ben>ützten Badeztzudwer wafchdu lassen, sie Habe sich nackt in der gleichfalls gMtemsch.tstlH lstMtzten Mche K'zeigt ustv. /Sie sei zur Kütchigustg den Goklagten gar nicht berechtigt, da dieser ilont Meldezciicl, u.nd weil er den Zins.deyt HMLherm bezahle — än die -Acigerin bezchle er nur dde MÄbelbenützung —all8 Hauptnr-i.-tir ongnschen sei. Der Richter beschloß, den Beweis darüber anfzimchmen, wer eigentlich als Hailpturch. tmrdM'-.ÜWk»- Mieter -anzusthen fei, und tm-tagtd zu diesem JweMM^WhmMlNg. , . '; " : . ' ' \nX' " Der Brozetz Redak.- l'L ölt ^nnferein LeinbLvger /Korvespottdeuten.) Lemberg, 26. Oktober. Zu Bdginn dev heutigen Berr^GWw UMU«t BMMgW W. GLuSzkiewirs Dsrssn'UsmMlsslISKSZsrLkZkr tmcS. WQZb&eUtUfoe MAG8D L Co. Wien, I., ttoKsKrtsükangsssv 41 4027 VslKSWLVt. GsftempelLe Kvsne - AusZahlurrg Wie» - Sn Zürich notierte die österreichische Krvnr . . . ,0.0072 ( 0.0078 die öftere, gestempelte Krone. 0.0078 ( 0.0078 die tschechische Krone . ... 17^0 (17,20 die Mark.. . 0.13*7, ( 0.12V, Agram.. . . . Lögst, ( 2.20, Bukarest. 3.05 ( 3.65 Sofia . 3.70 ( 3.70 Budapest . ... ... . . 0.23 ( 0.22 Warschau. . . . . . . 0.03V* ( 0.047* -.0078 Cer,Limes. .0072 Cetttimes. am 87. OM.) dm 27. 6kl.) am 27. Okt.) am 27. Okt.) am 27. Otzt.) am 37. VKt.) am 27. dkt.) am 27. Okt.) am 27. Okt.) Der rMLndische Go!dkredtt.?. W i e n, 28. Oittpln'!-. Auf der vieljährigeir Irrfahrt um den großen Auslandskredit ist Oesterreich ganz unverhofft zu einem i n ländischen G ö l d k r e d i t von mindestens 50 Millionen Goldkronen gekommen. Denn nichts anderes . bedeutet die der Regierung erteRe KrediterrNächtigung auf!^n Betrag von 80 Millionen Goldkronen, von denen.die Banken 30 Millionen übernehmen, ,wÄhrent> 20 Millionen im JnlaM zur Subskriptiorr aufgelegt werden sollen deren Erfolg gleichfalls voll den Banken gavantiert wird. Aber nicht die Garantie ist das Bchenffam^ an dieser Kreditoperation, sondern der Umstand, daß der gesamte Unleihekmnplex ans den Erträgnisselr der Zölle und des Tabakmonopols sichergestellt wird, uitb daß die Finanzdelegierten des Völkerbundes, die do.ch tvissen müssen,' daß Zölle rmd Tabakmonopol für die' znkünfnge große Völkerbundanleihe reserviert ihre.Zustimlnnng zu eftter solchen. KLoditoperKtimr gegeben.haben. . ^' Hovmell' olleKittM. hat-sich.gn -der Lagv^ der großen BölkMündianleihe -nichts geänderk. Ä>ie Kr'editope'vatiott ans den Betrug von 60 Millionen ist eine klwzfrissige —- es iperden Gdldschatzanweisungen chib höchstens sechScköMiger Laufzeit ausgegeben werden, die aus dem 8rlSß dev intemationalen Anleihe mMWgblt werden sollen. Ob-l wohl nun an der Realisierung dieser. Anleihe,.für die nach der Genfer. Konventlon 'ruiMstenS. vier Staaten die Ga. rantie . zu übernehmen verpflichtet sind, nicht gezweifelt Wird, fo muß doch Vorsorge getroffen lvevden, einerseits für die Deckung, des Staatsbevarfes in der lieber gang szeit, andverferts für den Fall, daß Verzögerungen eintreten und. sich' daraus Schwierigkeit^ flir. die Mckzahlung dev kurzfristigen Anleihe ergeben sollten. Die Zeichner der kurzfristigen Anleihe -haben die Sicherheit, die ihnen die Verpsälldung der Erträgnisse aus den ZöUen und dem Tabaknronopol hietet und können daher dem Staate vertrauensvoll jene Beträge leihweise zpr Verfügllng \&m, die er für die Nebergmigszeit braucht. Durch diese KombiNatin der illneren GoldMlmhe Mit dem großen Anslandskredit stellt sich jene »als eine mit dem großen AuZlandskrediten stellt sich jene ^als reine sofortige Bevorschussung dieses Kredites dar, tfk es Oesterreich, ermöglicht, seihe finanziellen Maßnahnlen schon sttzt zu Treffen, ohne darauf zu warten,'bis die GaMÄestacL'n ^r Genfer Kolwention auf dyn Plan treten. Aber die Analogie der Bevorschnffung'trifft nur so weit zu; ein tveseNtlich anderes Gesicht offenbart die innere Anleihe» wenn man sich die Frag? vovlegt, wer dje innere Goldanleihe bevorschußt. Und da springt es geraden als Novum in die Augen, daß eine Goldanleihe' im Jnlcmd aufgebracht Wird, während bisher Vorschüsse immer nur von den Äuslandsvegierungen gewährt worden sind.. ' Bei dieser Konstruktion der Anleihe hantelt es sich der. Negierung und den Völkerbunddelegierten, unter deren - Mitwirkung der ganze Plan zustande gekonrmen ist, die N.o t e np resse schon jetzt überflüssig zu machen und neue Wege zur Deckung des. staatlichen Geldbedarfes ausflndig zu machen, die nicht zu ^weiterer Inflation führen. Wenn die großen Kredite, die man uns z« gewähren in Genf beschlossen Haft wirklichso sicher waren, und wenn vor allem der Termin der Flüssigmachung des Geldes ein» gehalten werden kann, so müßte es auf eine Fortsetzung des Notendruckes in einem Mehr oder minder kurzerr Zeitramm nicht mehr ankommen. Wüßte nmn doch, daß cs um die letzte Krafbrnspannung der Notenpresse ginge für eine Ue'brgangszeit von etwa zehn Wochen bis Ende dieses Jahves, die, so wie Not kein Gebot kennt, auch keine regulären Kreditoperaiiionen zuläßt. Aber in dieser UebergangZzeit würden, nach dem bisherigen Teinpo des Notendruckes zn schließen, etwa 1,5 bis 2 Billionen Papierkronen gedruckt werden — ein Betrag, der auch i«. der Leichtsinns- Periode der Inflation nicht zu unterschätzen ist, und. itant tvar es Vielleicht -doch ratsam, schon jetzt, gerade weil es sich um eine UeberWrgsperröde handelt, den Verzicht auf die Benützung.der Notenpresse praktisch zu verwirklichen. Gab eZ eine Möglichkeit, Geld ans eine andere Weise zu beschaffen, und hatten die Völkerbunddelegierten kein Bedenken, die Berertfiellmrg der Zölle und des Tabakmorropols clls Pfand zu empfehlen, so wäre.es verbrecherische Torheit gewesen, eine solche günstige Chame ungenützt zu Man muß sich vergegenwärtigen, daß der große BölkerbuMredit nur unter der Bedingung zu erlangen ist, wenn wir uns unter die Kontrolle des Gen c r a lkommissars. stellen, und daß gerade um ' diese Bedingung im Innern em Kanrpf tobt, der bemüht ist, alle schwieriger: Fragen einer Verfasinngsändwung in den VoÄ>ergvund zu rücken und daran dcks Genfer Werk zum Scheitern zn bringen. Dieselben Völkerbunddelegierten/die angeblich die Aufgabe haben, dem Generalkommissär die Wege zu ebmn, seihen uns aber die moralische Stütze^>es Völkerbundes für die Aufnahme eurer inneren Anleihe in Gold, lassen, wenn auch provisorisch, die Verpfändung der Zölle und des Tabaknwnopols zu, und führen d'em Staate das Vertrauen seiner Bürger zu, damit sie ihm die Beträge, die sie ihn: früher niemals gewährt hätten, zur Verfügung stellen. War das Sanierungswerk immer als eine Kombination von Auslandshilfe (durch Kredite) und SeWhilfe (druch Finanzmaßnahmen) gedacht, so hatten wir zum ersten Male eine KrediffeWsthilfe eingelertet, die man bisher niemals versucht Haft weil das Vertrauenfehlte, ein Mangel, der durch die van: Staat geförderte Zermürbung des Geldwertes mittels der Notenpreffe hervorgemfen wurde. Eine andere Frage ist es fveittch, ob diese Kreditoperaiion zu werterer Inflation führen und somit der Verzicht auf die Notenpresse sich nicht letzten Endes als trügerisch erweffen wird. Bon den 30 Millionen dar Großbanken kann dies überhaupt nicht behauptiet werden, da die von . ihnen zu übernehmenden Goldschatzscheine nicht lombarddierurrgSfähig sind. Was die im Publikum nnterzubringenden Schatzscheine betrifft, so kommt alles auf deren Konstruktion an — ihnen die Lombardierungsfähigkeit zn .entziehen steht wohl in der Macht der Regierung, wem: man es aber bedenklich finden sollte, einer znv öffentlichen Subskription aufgelegten Anleihe jerre Eigenschaften zu entziehen, so kann man die Jnflativnsquelle Ärrch Mittel der ZinSfußpolitik verstopfen. Im übrigen ist die Jnslationsgefahr dad^nch gebannt, tveun man, wie es heißt, diesen Schatzscheinen Rückzahlung und Verzinsung nach Wahl des Zeichners entweder in Kronen -wer in Gold sicherte. Da^rrch böte tüan dem Gewgebe? eine Prämie gegen eilte Kronenveöschlechtevungt ließe ihn aber aller Vorteile einer Krönenfteigerirng.teilhaftig werden. Nichts aber*' könnte däö Vertrauen zur heimischen Note so sehr stärken als eine'vom Staate doklnnentierte Ueberzengung, daß er M eine Beffemng der Krone selbst glaubt, und daß sein Glaube , so stavk ist, um sogar die Sthell wor den Risken einer Kroneiwerändernntz zu nberwiMn. Es Mg sein, ja, es ist im höchsten Grade wal/vsche-in^ ÜL. daß ejM DeGiW des idaaßsiLm GMMM jftOjSm

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