Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1335 (29.10.1922)
- Date
- 1922-10-29
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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wfmwm: ^-^.,t r>f; ., >V?rre irr ’£mnr, ^onnnnj I 2ÜTCW5T 2 V. 'vnwrc' M»SL Vtt. IÖ3Ö Ottakringer VoIkshei m, XVI., Kosierpark 7. 7 Uhr abends im Großen Saal: Dichlerabend: Keinrich von Kleist. Mitwirken-: Ferdinand Onnv, Ar. Edwin Zellwsker, Leo Tirkenftld (Klavier). Carlen von 660 bis 4500 K. beim siauswart. Mittwoch den 1. November: Allerseelenfeier.! Simmering er Volkskeim. XI.. Gotlfchalkgafle 21. 7 Ilhr abends: Vortrogsnieifter Kans Nenaebauer: Druselige Geschichten. Goethe: Totentan,. Kebbel: Keioeknabe. Meyring: Ser Mann aus der Flasche. Mlliers: Das Geheimnis >es Schaffes. Kans Keinz Ewers: Die Wasserleiche. Karten von > 800 bis'' 4500 K. Mittwoch den 1. Navember: Allerfeelcnfeirr mter Mitwirkung v»n Frau Felicia Mihoes»k-Hüni von der Staatsoper, des Siein-Ouarteites und Dr. P. A. Pisk, Urania. Keule, V,3 Ahr (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heileren Musik. 7-3 Uhr Meiner Saal) : Der Urmensch. 7,5 Uhr (Kleiner Saal): Opernfra-rnenle. lV. Arda. 5 Uhr (Großer Saal): Beherrscher der Lüste. V96 Uhr (Kurssaal) : Dr. Werner Rte merschmied: Vorlesung. Oskar Wilde. 5 Uhr (Klubsaal): Klassiker-Abend. HI. Beethmren, vtolinsonalen. l/9S Uhr (Großer Saal): Nestroy. */a8 Uhr lKftiner Saal): Ludwig van Beethoven. 7,8 Uhr (Kurssaal): vr. Keinrich Kelter: Das nervöse Kind und seine Ersetzung. II. 7,8 Uhr (Älubsadl): Das Deutsche Lied der letzten hundert Fahren I. — Margen. 7-3 Uhr (Großer Saat): Schüleroortraa Lin Besuch -es Zenkalfriedhofes. — Blumen, die im Kerbste Uühen. — Alkohol. 5 Uhr (Großer Saal): Das Wunder des Schneeschuhs. 7S6 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Franz Bräunlich: Die Ferienheime des Wiener 2ug«nd-Ki!fswerßes. 7a6 tföt Mrssaa!): Hochschulprofessor Dr. Otto Po r sch: Das Bejläubungsleben der Blumen, I. 7,6 Uhr (Klubsaal): Pros. Vr. Walther Neuwirtk: Die Frau in den Motiven Ibsens md Slrindbrrgs. I. 7-8 Uhr i Großer Saal): Prof. Dr. Karl steiler: Dte Zucht des edlen Pferdes in Oesterreich. 7,8 Uhr Meiner Saal): Obftlt. o. D. Ludwig K e tz k o i m er: Kreuz jrnd querüber den Balkan, l. Serbien und Mazedonien. 7,8 Uhr Kurssaal': Prof. Dr. Wilhelm S cd m i d t: Die Anfänge der Menschlichen Gesellschaft, U. 7,8 Uhr Klubsaal): Dorttagstünsilerin Elisa K a r a u: Dichtungan von der Leitha dis zum Vosporus, VI. ZweigstellrWied e n, IV., M i t t e r st e i g 15. oeuft. 3 Uhr: Unser Freund, der Kund. — Marionetlenkriez. /,S Uhr: Wiener Kumor. 8 Udr: Karl Marie van Weber. — Norgen, 7.6 Uhr: Durch den West-Sudan. Ernährung. %\e Lebensmittelmarkte. Anacot-Pastillen: Grippe und infektiöse Halserkranküngen W. I. W. Montag mn 3 Uhr nachmittagas findet in: Jattrrralistenzimmer des Parlaments eine Versammlung der Vertrauensmänner des Wirtschaftsverbandes der Wiener Journalisten mit der Tagesordnung statt:- Vorschlag zur Reakl'viemng der Warenabgabe. Mittwoch den 1. November um 10 Uhr vormittags findet eine außerordentliche Generalversammlung im Sitzungssaal des Eliten Rathauses, 1. Bez.j Wippmigerstraße, mit. der gleichen Tagesordnung statt. Als Legitimation dient das Mitgliedsbuch. Sollte die Generalversammlung im Sinne der Statuten nicht beschlußfähig sein, so findet um halb 11 Uhr' eine zweite Generalversammlung statt, die unter allen Umständen beschlußfähig ist. Schach-Chronik. Mitteilungen der Schachsektion H^ksah. Äaupttuceier des österreichischen Schachverban-es. 6. Runde. 28 Juli 1922. Weiß: Traf M ar,en z i. 1. «3—»4 e7—e5 2. Sgl-fS &-d6 3. 62-14 Sb8-d7 4. Lfl—«4 c6-c7 5.Sbi-c3 Lf8-e7 6. 0^-0 h7—b6!l) 7. S e8-«L e5Xä4 8. 813X64») 8 ä?—b6! 9. I«v4—ä8 «6—c5! 10. Ld3-k5f K 68-18») 11. 8 cl4—t5 a7—a64) 12. S?5Xe7 Kf8Xe7!*) 13. Lb5—d3 c5—c4 Schwarz: Kermann W e i tz. 14. Ld3Xv4 8b6Xe4 15. V dl - d4») Le8-e67 16. Dd4X*7 Sg8-f6 17k2-b3 D*8-a5! 18 Dd7-g3», Ta8—g.8 19. Dp6-d8 Sc4~e5 20. V 63—dl») Se5—f3f . 21. K*l~hl Da5-h5 22. Lcl-f4 Sf6X«4, 28. D dl—d3,f) Tg8Xg2! 24. KblXg2 Dh5-fc3f 25. Kg2-hl Tb8-öß W e i ß gibt auf. Die Beschickung der LLbe.nSmlttÄmävk>te war rm allxemeinen sehr günstig n>nd der Vorkehr, wie immer am Wochenkwde, -lebhaft. Ans dem Naschmarkt war ein voichliches Anwbot aller Sorten Gär-tnergemüse. An 5davtofsÄn waren imh 500.000 Kilogramm neu geliefert worden. Schöne Ware kostete {00 Kronen pw Kilogramm. Diel beachtet wurde als Neuheit holländischer Karfiol, Prachtexomplave seiner Art von aus- ^zeichneter Beschassenhoit, die durchschnMich mehr als drei mlogram-m wiegen. Sie wurden zum verhäbtmsmäßig niedrigen Stückpreis von 9500 vis 10^00 K. sehr viel verkauft. Die Nachirage nach Gemüse war schr lebhaft, die Preislage nnverän-- »vvk Dagegen hat dir Nachfrage nach Obst merNch nachge- Üffen. Das PMikmn erwartet in Anbetracht des zunehmenden ^wstangebotes eine Preisermäßigung und will deshallb zuvavtcn. Fleisch war überall massenhaft angeboten und die Nachjvage gleichfalls sehr lchhaft. In der Großmarkthalle bildeten )ch vor den Verkaussständen von gerärrcherrom Rindfleisch, das im 20.000 K. pro Krlogvamm abMeiben wurde, la-nM Anstellrsihen, desgleichen bei Schwemieschmalz mÄlderer Qn>Äijüt, dcts um 24.500 K. zu haben war. Im übrigen galten irn Kleinhandel folgende Preise: Rindfleisch von 14.000 bis 32.000 lk., Kalbfleisch 22.000 bis 28.000 K.„ hinteres bis 30.000 K., bchnitzelslerjch 35.000 bis 46.000 K., Lammfleisch 20.000 bis J4.000 K., Schafsleisch ■ 14.000 bis 24.000 K., Rauchfleisch 10.000 bis 48.000 K., Schweinefleisch 28.000 bis 46.000 K., ppeck 36.000 bis 45.000 K., Filz 44.000 bis 50.000 K., Schmalz {4.500 bis 29.000 K. pro Kilogramm. Im Vergleich zur vorigen Woche wurden mindere Sorten von Rind- und Kalbslersch um 1000 K. pro Kilogramm billiger; dagegen erhöhte sich der Preis des Schwemele-isches um. 2000 K. Speck und Filz ermäßigten sich um sOCO K., Schmalz um 1000 K. Geflügel, das im Verhältnis zur Nachfrage immer massentoft augeboten wird, wird sehr wenig begehrt, wohs aber Wildbret. Lasen um 50.000 bis 70.000 K. pro Stück, Hirschfleisch um 25.000 bis 35.000 und Rchfleisch um 18.000 bis 40.000 K. pro Kilogramm worden gern gekauft. Seefische verzoichnrten gestern eine klemr Preiserhöhung, doch hat das Verlangen nach ihnen sowie nach den billigen Wußsischen kaum nachgelassen. Butter ist in der gewohnten. Fülle auf den Märkten: Ihr Preis ^bewegt, sich zwischen 50.000 und 60.000 K. pro Kilogramm. Für besonders seine Ware werden auch Preise von über 60.000 .K. gefordert. Eier sind wohl schwach vertreten, doch ist auch die Nachfragewegen^des hohen Preises — 2700 bis 2800 Kronen pro Stück — schr gering. Zucker ist um 100 K. pro Kilogramm billiger. WürfÄ- Flicker notierte gestem 9300 Ä-, Kristallzucker 8700 K. pro Kilogranrm. , Verlegung einer „Woja"-MitLelstaudsküche. Der Leitung der „Woja" (Wirtschaftliche OMnisation indischer Angestellter). 9. Bez., Berggasse 7, ist es gelungen, für sigsne ihrer Mittelstandsrüchen umfangreiche und zweckentsprechende Lokale im Zentrum der Wiener Judenhert zu erwerben. Diese sind überaus günstig parterre gelegen und um. fassen zwei große Säle, woran sich cm klemM Anrichtercmm schließt. Die Küchen sind für eine große Besucherzchl eingerichtet. Ein gewölbter Keller wird dazu dienen, die Leibensmiitslvovräte für den Winter emzulagern. Ebenso ist für die wertestgchenden sanitären Einrichtungen Vorsorge getroffen worden. Die ,Moja"-Mtitelsta-ndMche will dem jüdischen MNelstarvde 'einen gewissen Komfort 'bei mäßigen Preisen bvsten. Es ist deswegen Sorge getragen worden, daß die servierenden Kräfte in hinlänglichem Ausmaße vorhanden sind, -und sowohl die peinliche Sauberkeit «als die Qualität des Essens nichts zu wünschen übrig lassen. Für streng rituelle Zubereitung und Verabreichung der Speisen ist gchovgt; auch ist ein Abhoilen das Essens mäKich. * Dienstag den 31. d. um 11 Uhr vormittags fmdot feierliche Eröffnung der Mittclstandskuche der „Wtzla" iW LolalL. 2. Große SbraMasiL lU. statt« Stellung nach dem 23 Zuge van Weiß. IS zum WZ7//: -MM •mm. mm. a b t § h A^lusendig, weil auf srfrrt 8.g8—k6, 813-^5 folgen würde. Zum Beispiel: 7. 8 «5, 0-Q; 8. LXi7f unb tx<7. 9. S*6—D*8; 10. Sc7: oder 9.... Da5, 10 »2—23 ouj 9.... D b6 aber b3 «bst S a4 oder L e3 folgen könnte, und Schwarz stünde schlecht? Schwarz wollte aber gewinnen und durste dem Gegn«» der-nichts zu verlieren hatte» keine Chance geben. ') (Kn lehrreicher Fchler. der eine Figur kosdt. Weiß mußte entweder mit der Dame oder mit chem 8 »2 schlagen. Dieser war jedoch bestimmt nach gS zu gehen, wilhrend der 8 13 hatbpatt stand. Der Lextzug »ar detzer-plausibel. Nun hat aber der weiße Läufer kein sicheres McstßUOcheld. ») Ilm nach dem felgenden.geMerischen Spriagorz^ den g-Dauern biruts gedeckt zu haben. < . Fehlerhaft wäre bX8l5. weil dadurch da^ Feld e4 dem aetßen Läufer zugänglich würde. *) Sowohl die Dame als auch der Bauer ä6 mutzten gedeckt werden. *) Wriß sucht im Bauerngewinn Kompensalion für die verlorene Figur, setzt sich aber dadurch einem gesührltchen Angriff aus. ' T) Auch 8 e5 reitet den g-Bauern nicht und hälft mir den liistigell Zug 12-/8 provoziert. >) Ts drohte Dgmenoerlust durch Ta—g8. . ^) Etwas brsie< war v<Q ") Stärker, aber auch nicht ausreichend, wäre hier 8 <?2ä4 gewesen. Anmerkungen von Kermann Weiß.. Wiener internationaler Schachkongreß. Nach den bisher eingelangten Zusagen der Meister wird die Beteiligung an dem am 11. November im Messepabast beginnenden Kongreß eine ganz gewaltige sein. Aljechim, Bogoljubow (Rußland), M-aroczy, Reti (Ungarn), Rubmstein (Polen), Tartatower (Ukraine), Wölf (Tschecho-Slowakei), Spielmann, Tarrasch, Lämisch, Teichnronn (Deutschland), Gvünfeld'(Men) sind bereits sichere Teilnehmer, von Capablanca Vidmar und Duras ist die Antwort noch ausständig. Auch einige der stärksten Wiener Amateure sind für die Teilnahme in Aussicht genommen, und zwar in erster Reihe Professor Becker, Hörrig und Vukovic, ferner bet Sieger aus dem zurzeit im ' Wiener Schachklüb stattsindenden Viervrturnier Kmoch, Fakacs, Fischer, Sekely. In.der ersten Runde dieses Turniers remisierte Takacs mit Kmoch, die Partie Sekely—Fischer wurde i-n Remis-Sftllwng Abgebrochen. In der zweiten Rurche siegte Takaes über Fischer/ Kmoch gewann gegen. Sekely.. In der dritten Runde spielte Takaes . gegen Sekely und Kmoch gegen Fischer. Nach den bisherigen Leisturrgen erivarten wir Takaes, der sich in besonderer Form 'befindet, an erster-Stelle. ^SL-ll-jHe VorberaitwMn für diele aroßartiae Veranstaltung sind Leve,ftS wnt vorgeschritten und teilweise.besy-Htzt, ' so daß schon heute ein gutes GeAngen und ein glcirrzenÄtzr Vcrkritf mit Sicherheit voxa-usgesagt wßvden; kann. . Es sei noch benlerkt, daß während des Kongvesses 'oir bunter Abend der Schachsektion Hakoaih M erstklassigen/ künstlerischen Programm geplant ist. '?'?. Bibliothek. Der Mlsschuß der. Schachsektion, richte an alle Mitglieder prid Fremde der Hakoah das . Ersuchen um Uoberlassung vor: Schachwerken aller Art (Bücher^ Zeitschriften^ zwecks weiterer Ausgestaltung unserer Bibliothek. Wochenprogramm der Schachsektion Hakoah: , > Montag: OvdnerversamnUmig des Schachkongresses. Dienstag:' Blitzturnier. Gäste willkommen'? Mittwoch: B-Tur< nier. Donnerstag: Unterrichtskurs des Herrn Igel. Awneb düngen tägl-ich^Freitag: Freier Spidlabeud. Samstag: B-Tm-- nver. Sonntag vormittags: Freier Spieltag. Ausschutzsitzung Gespielt wird täglich ob 7 Uhr abends. Sormtag'vormittags ab 9 Uhr im Klublokal, Cafe Korb, 1. Bez., Tuchlauben. Zuschriften an Ernst Wahle, 2. Bez., Obere Donauftroße 67. Bühne und KunU Deutscher Volkstherter. Slrivdbergs „Rausch". 'x Mit manchem Strindberg-Stück er^ht es einsm, wie dem Maler Axel in StvirchbergS „Kameraden" mit seiner Geliebten. Man möchte den schönen? grausamen Quälgeist abschutteln, fortpeitschen. Schließlich wird man , sich doch, dazu anfraffen müssen. ' „Rausch" gehört zu den Bokenntnisdrarnen des Wszigiähvigen Dichters und ist der Spieges eines von Zwangsvorstellungen gepeinigten, durch 'krankhafte Veranlaglrug zu Hatzorgien disponierten Genies, das irre Fratzen hunalt, bevor es salbst dem Jrsinn verfällt. Ist die Macke vorüber,'erkennt der Dichter selbst, daß . seine Geschöpfe irrsinnig sind. Er läßt hen Künstler Adolphe — das ist Strindberg aus dem Woge nach Damaskus — von dem Liebespaar des Stückes sagen: „Du wie er, ihr seid auf der Grenze — von gemütskrank" ünd' tzestehr es später noch dicklicher: „Ihr. seid alle beide verrückt"^ Freilich: Wenn der Ausfall abklmgt, leuchtet, wärmt, befteit StrindbergS Genckrs. Und das ist das GesähMchy an dieser Dichtung. Sie lockt mit heilig-schönem Glockenläuten,' mit herzbozwingsuden Rusen des Mitleids, mit erlösenden Erkenntnissen in die Jrrgänge des Geschehens, das Wahnwitzig ist — auch wenn dieser Wahnwitz Methode hat. Mschütt-eln! | D<2 Loskommen wird einem schwer. Ganz besonders bei dieser Vorstellung des Deutschen Volkstheaters, welche Mr viel für diese Dichtung getan hat. Direktor Bernaü'Hai sie als Traumspiel wundervoll inszeniert. Auch mstvumentiert. Links die schrillen, von bösen Leidenschaften geschärften Stimmen des Paares, das sich in Haßliebe zerfleischt, an Movdgedarcken würgt, einander verflucht, einander wiehersmdet, um in der Beschuldigung, Verurteilung dritter, den Ekel 'vor sich selbst zu betäuben — rechts die ruhevollen, reinen Stimmen dtzr verlassenen Frau, ihrLs Bvüders und die Mrk< ^chwelleüd'e Stimme des Abbe, die heimrüft zum Frieden in Gott — in dex Mitte die klagende, müde Stimme des .schwergeprüften Adolphe-Strindberg, der auf dem Wege ist von links nach rechts, vom irdisch-sündigen Wirrsal hinstrebend ^in die Arme des Wbes, gestützt, geleitet durch die. ftiedlich-oinfältig^ Stimme der alien Frau hinterm Ladentisch der Cvemevie. . . . - Trcnlmhafte Szeuenbilder, bunt und wunderschön,' scharf kl?nmrievt, aber von weiter, schwarzer Nacht umhüllt, sind überaus förderlich, und der glückliche technische Ginfall, die Bühne zu teilen, so daß das nächste Bild unmittelbar dom vorhergehenden folgt, ermöglicht raschesten Wechsel der Szenerie, wie in der Traumwelt. Bernau, der Regiffeur, hat diesmal ein Mssgezeichnetes Ensemble zur Verfügung. Lore Busch als schuldlos-schuldige „Astarte" von bemerkenswerter Haltung: Rassig, unbezwungen auch noch in der: Augenblicken tiefster Erniedrigung, dämonisch wirkend durch Persönlichkeit (nicht durch Mätzchen), umheimlich lockend durch die Erscheinung (nicht durch „Zutaten", wie Beine-übereinanderschlagen, kokette Kleider). Oskar Beregi wäre noch besser, wenn ihm neben den vorgeschriebrnen Zwangsvorstellungen nicht noch andere ans den monatelangcn „Opium"- und „Medium"-Mssnhnmgen anhastoten, wenn er nicht gelegentlich aus seiner Kunst des plastischen Gestoltens ins Schmieren und Gurgeln hinabgMe. lloberragene Herr Dumont in der kleinen, gewichtigen Rolle des Abbe, bezwingend echt die Frauen I a n'o w e r und T ha l le r, die H> rren Nowotny und Sima. Nach Schluß des eindrucksvollen Abends wurden die Hauptdarsteller Wohl ein dutzendmal vor die Rampe gerufen. O. A. .Ans de« Theatern. 2m B u r a t ß e a t e r wird Dienstag die. Äomödie „Der Ax at «m Scheideweg« von Bernard Shä"!', deuklch v»n Siegfried Trebitsch, gegeben. Anfang 7 Uhr. 2m "A edoulensaal derKofburg gelana! . täglich ,V ch » n e G r a u e n". ein Luspiel von Glienne Bey. deußlch von Otto Eisenschitz, zur Aufführung. Sonntag den 5.,November, 8 Uhr nachmitta-s, wird dos Stück zu lwlben Preisen aufzesßhrt. D»r Kartenverkauf beAmnt Dienstag an der Kasse, des Aedonte»fsa«les, I., 2osefsploh (Eingang zum Schweizerhoj). 2m - A k a d e m i c t § t a t e r wird morgen das. Lustspiel „Vas G l a s Masse r" von Eugen Sende ausgeführt. Dienst,g geht der Schwank „Der Biblist he Kar" von G. v. Motzr in Szene. Anfang 7 Uhr. — Die für heut« anßekllndigle Dorstellu»ß („Der Bibliolhekar") mußte adg«. ändert »erden. Es §elan>tdie Komödie „D i e L ok a l b a h n'! von Ludwig Tydma zur Änffährung. / 2m Operntheater wird heute „Wal kür e" \f folgmder Besetzung aegcben» Brunhildtz — Frau Weidt. Siecx linde — Frau Pirchnaff, Siegmund — Kerr Schubert, Kundms — Kerr. Markhoff. Wölan — Kerr Manowardg, Fricka — Frak l Dautt-Mecka. MüükMW Leitung Kerr Klemens.. Kraut