Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-10-26 · Heft 1332 (26.10.1922) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1332 (26.10.1922)
Date
1922-10-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980412--12637-2999207
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Geste 4 Wie«. DonE-tLsi mT^r~ Tagesbericht! A«zrttqe«Lhr Hetz» Bei dem ftierl icfji ti Empfang der VolkethnnW^ alerten durch den BunücL Präsidenten Mbieftr flei \ki Aufzahlung ddr Ilmstande, die Oesterreich besonders krevliwüäig erschekren lassen, auch den angeführt, düß hkr! N-ttonale und konfessionelle Kämpfe nichl - zu erwarten seien. Mit um ft grötzcretti Sftuiftn'wjrd j deshalb Herr Janssen die Interpretation des christlichft- Men NegierungüblattcS gelesen haben', daß sich das SanierungSwerk Seipelschon in seinem ersten Stadium W ehe Tat des praktisch en Antisemitismus zeigt: Dieft merkwürd^dge Auslegung, über die kaum jemand mehr erstaunt sein dürste als BirndeSkanz'er Doktor Seipel selbst, stützt sich auf die angeblickn Entdeckung, büß sich die Elemente, die sich durch den Stutz der deutschen Mark verleiten lassen, au8 Oesterreich jetzt ndch Deutschland auSzuwandern, aus jenen „OptionSwienern" «krutieren, ^dre 6on ausgeprägtem KcMvnkturinisimkt vor vier und mehr Jahren zu Abertausendm nach Wien gelockt wurden und die bis vor kurzem hier mit täglichen Millionen« und Milliachenaewinnen gearbeitet haben. Die gleiche gute Rase, der wir ihren Wiener Aufenthalt vechanken, laßt sie nun vermuten. daß sie auf Jahre hinaus in Wien aüsgefpielt haben dürften". . Den Beweis für diese Behauptung blecht. daS Hetzblatt fretNch schuldig. Es dürft« ihm sonst schwer fallen, die Be» hauptung aufrech Inhalten, daß all die Pfund-, Lire- und Markbesitzer, die Oesterreich vor dem Marksturz auskauften, «ur Juden sind. Befindet sich doch unter ihnen, als der Großzügigste« einer, der Führer' einer. dnttfchvationaläntiftmitischen Partei aus dem Deutsc^n Reiche. Auch scheint uns der ganze Canrerungsp^an der Negierung nicht darauf angelegt, gerade jetzt die TgÜtast üard Geschäftstüchtigleit der jüdischen Industriemw FnwnxirSßen ah» -ustotzen und die Zukunft des Reiches mtt mehr auf der Opferfveudigkeit der arischen Bauernschaft beruhen soll. Deshalb erscheint uns die .Hetze des chrilsklichfozialen Regierungsblattes^ in diesem Augenblick, gelinde gesagt, als ei« Mt — unpraktische« Antisemitismus .. . Verteuer««z de» Drstyrrise»? CS örrkautrt mit großer Bestimmtheit, daß Re Brot- Erzeuger für dir nächste Woche ein« 6 r h ö hü ngdeSB r»t- Preises mn etwa 10 Prozent verlangen.. Ei«« Erfüllung dieser Forderung würde alle in den letzten Wochen erngetryteaen Verbilligungen wichtiger Artikel wieder aufhebe«, da sich alle Wareutzattungen nach dem VrotpretS, rHteft-'Dnrch.-den- Stütz der Mark und den Rückgang der tfchechfchft Krone füllen Re Momente einer Berteuenmg des HeWftetzftP^ Re fönst '# Grund der Forderungen der Bäcker angegobeu weede«, stick. Eine christliche Predigt an» de« Jahre 184Y. Der die haß» und giftgeschwollenen Lestartikel liest, Re der Bischof von Stuhlweißenbuvg, P rsha S ka^48 Pred^en veröffentlicht, und damit die christliche Studentenschaft ft wtzarn zu einem Ehristentum der Tat, richtiger der Tätlich ketten, erzieht, wird eS kaum begreifen, daß dirftr katholische Pnestrr, dessen Schriften bereits einmal wegen ihres „nwdernistischen" Inhalts auf de» Index gestellt waren, Nicht auch wegen ftw« A^eu in Rom Anstoß erregt. Daß man in Ungarn vor inchr ÄS 80 Jahren ackbeke pttesierliche Reden in den Kirchen gehört hat» mag folgender ÄuSzug aus einer Predigt bewerft»,' Re nach dem Bericht VeS m gleich sympathischer und notwendiger. — .Die italienische Sängerin Flora v. Grifogono, deren Börtrag jede krnstiexische Tübetchitzkeit abgeht, vermochft nach trotz chreS hübschen, sorgfältig sefchMtm^AfttttW--Wl' ßtt esii^n. . ,v.v Nach vielen Jahren hat der GeigeMM SuOm Asaye wieder zu uns gesundest. UfaHHÜer geworden ft'm Spivl müder, m eine« 'kNWWm schien uns manches nicht ganz Mozarttsch geraten. Und doch strömt ein ganz eigenartiger Reiz M fernem «räch- Ligen, klingenden Geftenton und man begreift den Zander, dem das Publikum erliegt. Auch' DM B « rme st e r «warb in einem MchiedsiönM (?) Mf tzimt Kruhecheft«. Mit seinem fußen, eleganten Tost wMHv' AstfMeck'-M^ Vinettstücken noch unwiderstehlicher zst lochst M M Sonaten und Konzerten. Eine starke GeigestbegMmg steckt in Ernil T e l m a n y i, dev schon viel kamst, ftber ststft lausig mehr Hoffnung als GPVliE fk; 'Wft'.WMifl' Ton, lockere Bogentechnik ustd gtohe Geläüffgftrt verhakftn ihm in einem dankbaren, melvdi^efegnetest KaWstsichft Konzert von Karl Nielsen zlr eistesti Wschnlichest Erfolge. Maria Äkareoein noch «cht ftstgeS GeWMst, fte flotte Technik mit Temperackent VeMwet, WwMf reine« Tongebung Bedacht ft!«: ° Die Wiener Erstaufführung der SWOottaft, Op. 4, des Ungarn Zoltan K odal y, eines rhapfodffch tzehstltenen Werkes, das DebusiyAnuS mit ExstiSMUS permengt, verdanken wir dem bekannten Pianistelt' M.' 'tWsi' H'st-chrich, der sich mit dem trefflichen Wirkest Wilhelm Winkler in ernster küttstleHcher AtdritMertHg^. Wel einem Gonatenabend ' V a v o v i ch ikjft deS Klavierpart in'besierest . Rgere Anffaflmm. Ein Gastspstl der Poeßftftgee »Exzelsiorw bot «ller^nd MittR^ßiWr. Rft ' ■■ -•.: Mfc'. n ■ 4' V M» ^WWWKW^ , '■ 't‘"r . "ICRtf WllfCI?IW!I w-i . fn—-'L?. „JMM im 18. IayrhüMrt" aM W. Oktober 184Ö ette Veistttchtt. M Ungar« HW: - ' . ' „N^"ommeü der jüdischen Nation gibt es noch heute rerstnut Über das Erdenrund,.und auch nnter unS wahnen und leben Ju'-'-r. M 8ftn,.jq..wohl, wenn eS leben.heißt — bezahlen di« Luft, die Man atmet; wenn es leftn hetzt -- eine HandbrsU Laiches nicht seih' rststneU können; wenn. eS leben ' ''üt — beraubt sZst stdiiS 'bürgerlichen'MechteS,'- aüt^eschiossen sein von jedem Amte, ustd Men Name« als Schandmal herumtrogen; wenn das kScn heißt, ja dyn« lebe« sie. Ader solch ein L<ben ist ärger asS der Tod, und wer bürgerlich tot ist, mag immerhin sich sein Ärstb hohlen, um in ei« besseres Leben einzugchen. w" «ö keinen änderen Unterschied M't, akS den zwischen gut «ich böS. Richtig nannie-eln deutscher Geschichtsschreiber die ^uden „lebendige Mumien" und. wahrlich, so oft der Menschenhtwl einen Juden sieht, muß er erröten, erröten als Mensch, ' '-ist und Bürger. ... wej! jeder Jtfte ein« lebendige Satire über die christlich« Religion, d. h. über die Religion der Liebe ist. ■ ^nd' wenn wir fragen dürften, warum müssen sie alles das dulden? Könne« wir ein« einzige Antwort gaben, mit der wir vor dem RichLerstuhl Gottes und unseres Gewissens bestehen können? Entziehen wir ««seren christlichen Mitbrüidrrn jene Grundrecht«, um welche die Juden noch immer vergebens flehen^ «nd Ströme Bürgerblutes würden auf der Erde, fließen; und doch behielten die Juden unter allen Bedrückungen Tugenden, die wir.bei den Christen in ihrer Lage vergebens suchen würden. Dürfte es unS Wundern,'wenn der Sklave tn seinen Ketten, m seinem Herzen Grimm gegen seinen Henker trägt? Reihen sie nicht, sagt ihr. zur große« Beeinträchtigung der Christen den Handel ganz o« sich, und zählen sie nicht vom Thrvn hirab biß zum arme» Bauer« Tausestde «nb Tausende von ShüWNer«? Diese «ntkage spricht gegen «stß feBst. Denn &fo spwchrn wir nur der Geschickttchkeit der Inden das , und wenn wir nnsne« Porteil verkenn«, müssen wit di« Insten nicht rühmen, daß sie auf dem ihnen offen stehenden einzigfst Feld; nämlich dem deS'Hastdett, die allgemein« Wohlfahrt befostW?'^. - v\, NeMReS wisse« ei die Jndest z» gut» daß die Ehriften wähl'an ein«« Gott glauben, aber zwei Götter anbrte«: im Htmstel daß ewige Wesem hier unten daß Geld; sie wisse», daß^ ft ftrfte. sie lestteveß im Sacke tragest, auch der «Nerchristttchste Christ siinen Hstt vor ihnen zieht/ * «n. Die fiotte Bra«t. Eine neue Mode hat sich in der letztest Zeit enkwickekt, eine neue „totschicke" Motze. Der Vorgang spielte sich mit kleinen Variationen ungefähr so ab: eitteS Tage» kommt daF Mhtstkchen 'fehr angeregt nach Haufe und teflt Mama E daß sie am nächste» DönnerStag ßwöls Uhr heiratet. Ist „Äütti" gut etzögest. ft wird sie nicht die HLnd« über best Kstjff znsarnmenschlagen ünd in JaMmergeschrÄ äuS^ brechenftndeim sich mil intzlichfttt Gelaffenhett Nach de« Rawen chrrr dnnnächsten Schwiegersohnes erkundigen, eine FrstG die kn der Reg^ ouch gnädigst beantwortet wird. WvWÜch rrfähri fi« dckn« stüch bei W Geltgienheit. daß die beiden jungen Lstlte ja „schon lange" ans Berloden deMn (d. h. drei Wöchest) urw daß ihnen fetzt das Warten z»! HngweÜft geworddst ist. Natürlich gibt «S dabei auch Leiste Abweichnngest poM Schema. Die ein« flotte Braut wollte Mit ihvem Erivähltt« schon ftit einiger Zeit -ein äftftnfett besuche« und swnd einem Verbvt -- anrnahmSe weift Maßregel — der Eltern gegenLLer, die andere Wß Mer Bewerber dem Vater nicht genehm war. ht man .einfach hin und bestellt di« Trauung, ist von der ,,Modernen^'Tochter «tzückt nnd erzählt m ganzen VÄanstteMreiS doll Stolz, wie ^ortzinrll" nstchverhtzivitet. Die Frivolität diefeS Operettenstiles bei einer her wichtigsten Süd ernstesten Entscheidungen deS VebenS verschwindet neben dem. flottest Äbartn, ustd waß mit der Signatur!str Modernen Denkweise versehe« ist, kan« von porsteherein auf den Verfall derer rechnen, dir ewig auf der JaK nach der letzten Neuerung sind nun alle Tage ihres Sebews von der flnM gMert werde«, Lei ftster Mode zu ftät^M kommen. Arft Milt sich jeder mrd Mehr noch jede ihre!,Hustiftmüns zu gebest, nnh die flotte Braut wird gft butziend Miert. M die Ankünst zu denken Mt niemandm räft r! ist. ft ehe» ststrHst Aktschluß ist einem Schwanke u.rd der Vater, der vielleicht Über die Sache anders denkt, „versteht das nicht" und wird bei der Behandlung der AnftHstHjert einftch auSgefchältet. Alle Welt ist entzückt davoft wj« west wir es in mondäner Lekchttgkeit gebracht l^aheH. ysttz freut sich wf ein« -awige. eLenso flotte Scherdft« wird man wohl sage«, daß man diese jungen Dame» und ihre älteren, aber keineswegs immer vernuWaerrst PeMterscheinnstFm, ^wchr»^' iWt' der: Sinn fsir Äe Würde und Weihe der Ehe fchlt, ruhrgewahren laffen. möge, und daß man keinen Menschen Verhalten Wune, mehr gute« Gefchmach zu bekunden -ler besitzt. LhG M«« «stS wissen mit welcher schier Unheimlichen Schnelligftit sich new' Motzur ft der weibliche» Jugend, «mnLWch ist der jüdischen wribllchmr Jugend, verbrerstiftMM den Einspruch zu begreiftn. Da gibt enichts, was ru unßnnig, geschmacklos, zu lSKerstch wäM, rttst nicht Mrürerlatzkrch zu gelte«. Hat etstfts tzest ^wissen Zug tzer oborflächüchen Revolution — und die bräutliche Flottheit hLt diesen -—/dann ist höchste Vefahr, daß er hinnen unglaublich kurzer Mt gam allgemein wirft Run kann man sogar ruhiq -»geben, tzaß die Umständlichkeit -früherer zu.machin. Dü» bürftt aber unsere jungen Modchen doch Ms ft westMWen'Md/MM^Mu.wMig^Wode' «HMnachen. Denn nicht vom Standpunkts der „Moral", rs. Oktober 1V8S Nr. 183S Die ^Uden in dev T^chechü-SlyWstst^- Jn her Prager Monatsschrift „S l u z h a" . ist ei« informativer Artikel über, die Judenfrage rn der tschechosiowakischen Repitblik von Ing. NecaS erschienen, wedher unter, anderem interessante . statistische Daten , enthält. Danach gab eS im Staate 363.676 Juden der Konfession nach, von Itenen sich 180.387 zur . jüdischen Nationalität bekannten. Die Gesamtzahl der Juden beträgt 2,59 Prozent der gesamten Einwohnerschaft der Republik. Davon entsallen auf Böhmen 79.777 Juden (1,19 Prozent), Mähren und Schlesien 46.233 Juden (1,35 Prozent), die Slowakei 135.658 Juden (4.52 Pro-?, -ent), Karjxvtho-Rußland 93.008 Juden (16,38 Prozent). Zur jüdischen Nationalität bekannten sich die Juden größtenteils dort, wo sie in großer Zahl leben. Das. prozentuell stärkste Bekenntnis zur . jüdischen Nationalität finden wir in den Gäuen Ung.-,hrodi»'ch 66 Prozent, Kaschau 65 Prozent, Turae St. Martin 57 Prozent, Teschen 64 Prozent, Neutra 61 Prof.ent, Lipt. Sw. MikulaS 4p Prozent, Preßburg 44 Prozent. Bei den Wahlen in di« Nationalversammlung im Jahre-1919 erhielten die Bereinigtsn jüdischen Parteien 79.714 Stimmen, wobei die Juden des karpatho-russischen Gebietes nicht mikwählten. Nur diesem letzten Umstande sei es zuzuschreiben, daß den Juden keine Möglichkeit gegeben wurde, in einem Wahlbezirke drn Wahlkoeffizienten zu erreichen. Bei den nächsten Wahlen könne man mit der Wahl und der Bildung einer Gruppe jüdischer Abgeordneter rechnen, welche an Stärke derjenigen der Gewerbetreibenden in der Rattonalversammlung ungefähr gleichkommen werde. Der Autod behandelt auch die tschechische, deutsche und magyarische Affimilationsbewogung im Staat« und wevsk mrf die Teilnahme deutscher Juden in der sozialdemokratischen Partei hin. Vorsitzender der deutschen sozialdemokratischen Klubs ist der Brunner Dr. Czech, Vorsitzender des Senatorencklubs Dr. Heller, deren Nationalismus trotz ihrer Zugehörigkeit zur sozialistischen Partei dem Nationalismus der verschiedenen Vorsitzenden der anderen deutschen Klubs zumindest gleichkomme und bisher die Zusammenarbeit -mit den tschechischen politischen Parteien verhindert habe. Die politischen E'mflüffe der deutschen liberalen Juden machen sich erstaunlicherweise anch in der deutschnatronalen ,Mohemia" trotz der aivtifemitischen Haltnng der deutschnatronalen Politiker und' der Haltung der deutschest akademischen Jugend, welche sich erst jüngst bei ihrem Kampfe gegen den gewählten jüdischen Rektor Steinherz gezeigt habe, geltend. Verschollene GrSber. H^msthrung von »riegrg«salle«e» au« drm ttatteitil«)«» Schlachtfeldgehiet. Die dom ^Os st er reich! s ch e n.^ S chwar z e n K r e ü z stach Jftlien entsendete Expedition zur Heimbringung von KriegSgeftllenen und Ausforschung perschollener G r äb e r fft nach sechswöchiger Abwesenheit rückgekehrt. Dank der Förderung durch den italienischrn Mililäraträchc h W:«n Qber.'t Gros Franchini-Stappä «nd der Unterstützung deS Chefs der italienischen KrregZgraoLljursorie Oberst Paiadcni und seiner Offiziere ftw» drt Commendatov- Dr. Thea hatte die von Oberst Broch geleitete Expedition vollen Erfolg. Die E x h umiernngest wurden in 24 Friedhöfen vorgenommest; am äußersten östlichen 'Fliftel der ehemaligen Kampffront, umnittelbar an der Adriaküste, am Karst, auf den Höhen um G5rz, am Jsonzo, an der Livenza und am Piave, im Fleimsimb rm Nonstal, am Plateau von Folgaria, auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden und in den Gefangenenlagern der AbvuWn. Unter den Heimgebrachten befanden sich einige bekannte Kampfflieger, wie Rittmeister Graf Salm, Oberleuimnt Ritter Fischer von Ankern, Seekadett Zhüber von Okrog, die Fähnriche Wunschheim, Krall und Printzen, dann viele ander« Offiziere und Mamtfchaftspersonen, darunter Hauptmann von Hardt- Oberleutnant Weiß, die LeuntantS Arnold, Bergel, Göbel, Ritter von Kotwicz- ZgorSki, Klein, Kraus, Orglmeister und WeiS hu t, di« Fähnriche B ür g er, Fe l d ma n n und Sar& bt« Ginjahrigfrviwilligen GrünLau m, La de nt r o g und N i e d e r m a Y e r. Teile des Transports gingen in die Tfchecho-Slowakei und nach Polen. . Während der Reift wurden mehrere hundert Kriegerfriedhöfe und einige Osiarien besucht, di« fast alle musterhaft gepflegt werden. Besonders bemerkenswert ist der Friedhof von RedPuglia am Jsonzo, der größte Kriegerfriedhof deS Weltkrieges. Er enthält über 30.000 Gräber und bedeckt Vollständig ein« einzelstehende Kuppel. In der Mitte erhebt sich rin 85 Meter hoher DenkmalMrm, dessen Spitze ein Lerichlftner birgt, das in der Nacht auf dein ganzen Karst »nd weit hinaus in die Tldria gesehen wird. Ueber Wünsch der Hinterbliebenen wurden prele er. folgreiche Erhebungen über bisher unbekannte Gräber durchgeführt nnd eine große Reihe von photographischen Aufnahmen ganzer Anlagen und einzelner Gräber' gemacht, über die im Genoralstkretariat ftS Oesterreichischen Schwarzen KvenzeS (1, Bez., Herrcngasse 21) Näheres erfthren werden kann. Die Arbeiten der Expedition wurden nicht nut vpn allen Behörden, sonderst an ch v o n d e r B ev S l f e r u n g, die /ein ausgeprägtes PictätSencpfinden 'besitzt, Überall lebhaft, gefördert. Der Transport langte n'äch mehri rgig-c F'«k»rt m .W» .r t n und ivnrft im Bahnhof ftftrttH' Mpfastgest^ Etz war eine erjftMstde--SMe, als Re Mütter die henngekEhrien wi»n Sohjr, w Enrvfäng nahmen, «n sie endMig in heimatlicher Erde zu dejtalien«

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.