Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1328 (22.10.1922)
- Date
- 1922-10-22
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980408--12602-2999168- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
•I*v Nk. 1328 . Wirrt, Sonntag ' ... ..M - ..——.... ..--t . - jfeaä Teplitzer Turnier. > DaSinternationaleMeistertilrnier zu Teplitz ist'beendigt «nid man könnte e? 'fast eine Generalprobe zn dem kommenden großen Wiener Schachkongretz wnnen. Die großen „Kanonen" Uljechin, Capablanca, Dr. Lcksker wirkten diesmal noch nicht ' mit, aber ihre gefährlichsten Gegner lieferten einander harte/ Kämpfe, aus' denen die Mener Schule mit einem glänzenden Erfolge hervorging. Zwei Vorkämpfer derselben,. Reti und ■ Spielmann, teilten den ersten und zweiten Preis. Reti, Ehrenmitglied der Hakocch, hat somit wieder bewiesen, daß er zu den allerstärksten 'Spielern der Gegenwart zählt,' Spielmann errang nach Pystian nunmehr einen neuen bedeutungsvollen Erfolg. Aber auch den dritten und vierten. Platz teilen zwei ’ Wiener, Tartakower und Grünfeld. Ersterer ist. ein alter Tttrnierspieler, der aus eine glänzende Schachlaufbahn zurückblicken kann, Grünfeld ist erst in der jüngeren Turnierpraxis aufgetancht und war bisher stets unter den Preisträgern zu finden. An fünfter Stelle placierte sich Rudinstein. Mr hätten ihn weiter vorne erwartet, doch scheint er den Strapazen eines Turniers nicht mehr voll und ganz gewachsen zu sein. Das übrige Held folgt in größerem Abstande. Das Teplitzer Turnier bedeutet für die Veranstalter einen dollen Erfolg. Der Wiener internationale Schachkongreß. Mittwoch den 18. b. fand im Sitzungssaale des Messepalastes unter dem Vorsitz, des Präsidenten Kola die erste Vollversammlung. sämtlicher Ausschüsse des Schachkongresses statt. Präsident Kola erösfnete die Sitzung mit einer 'Ansprache, in .der er aus die Bedentmcg der Veranstaltung hinwies, die geeignet wäre, den Ruf Wiens als Kulturzentrum ins Ausland zu tragen. Cr forderte zur tätigen Mitarbeit an dem großen Werke auf und versicherte, daß man in dieser Beziehung auch mit ihm jederzeit rechnen könne. Nachdem if>nt- Präsident Kirschen in einer kurzen Ansprache gedankt hatte, ergriff der, .Initiator des Kongresses Dr. Kondor 'das Wort. Sein sachlicher Bericht über den bisherigen Fortschritt der Arbeiten ’föimtc keinen Zweifel mehr an dem endgültigen Gelirrgen des Kongresses cmfkommen lassen, ein Eindruck, der durch die Berichte der Obmänner der einzelnen Ausschüsse noch, verstärkt 'wurde. Mit einem Schlußworte des Präsidenten Kola endigte die denkwürdige Sitzung. Blitzturnier. Dienstag den 24. d. findet im Klublokal ein Blitzturnier statt. Gäste willkommen. '.Zuschriften an Ernst Wähle, 2. Bez.> Obere Donaustraße 67. , . s (Freie Jüd. Volksbühne) 'Ememble-Oastspiel der WKLNAER TRUPPE . Btöuite Sonntag & Uhr nachm, uiid 7 IJiir abends DER DYBUK‘ST Dramatische Legende in 3 Akten von Sch. An—ski 9822 . ÄühKL mh Äüft Menaissarree-BÄhRe. (Gastspiel Maria Fein.) Eüt 'neues Stück von Bruno Frank mit dem. höchst -verkockenöen Titel „Das Weib ans dem, Tiere". Die Völker strömten in'die Neubangasse und wurdengründlich enttanscht. Sie 'wohnten einer langwierigen Gerichtsverhandlung gegen eilte „Gefallene" bei. Um den 'Abend kurzweiliger 311 machen, hatte die Regie dett Zuschauerraum in die Vorstellung miLeiubezogett, bekanntlich ein nicht mehr ganz neuer Trick. Die Angeklagte war vor ihrer schrecklichen Tat für die ganze zahlende Stadt zu haben. Tann ging, sie hin. und erschoß ihren Geliebten, weil sie dahintevgekommen war, daß sich der Saubere bloß von. ihr aushalten ließ,. ofm?' einen Funken Gefühl für sie zu erübrigen. — Es gab- Sensationen in dem Serrfationsprozeß auf der Bühne. Der Sohn des Berhandlüngs-leiters, ein Maturant, stürzte aus dem'.Zuschauerraum auf die Bretter, um zugunsten der Angeklagten ausznsageu, die absolut zum Tode verurteilt werden wollte. Der herrliche Vater führte unerschütterlich die Verhandlung fort, trotzdeur der jugendliche Söhn ohmnächtig Kttsammenstürzte und wegge tragen werden mußte, kümmerte sich aber merkwürdigerweise nicht darum, ob er nach diesem- Vorfälle auch genügend objektive war, die Verhandlung weiterznleiten. Dichterische Freiheit.. Zeugeneinvernahme, Geschwornenberatnng (selbstverständlich ist das Werk ein poetischer Auf-. schrei gegen die Scheußlichk-ert der heutigen Bcovalbegriffe und die Geschwornen sind danach),. Urteilssällung, Vorbereitung - zur Hi'il-vichtmng. Eingcschoben eine Art „Aktns mystiens" mit uragischer Beleuchtung, Orgelbegleituug. uud leider auch einer -.großen Zchl von Versen. Die Angeklagte sitzt selbst als Frau zu Gericht über den Mann und ist vornehm genug, ihn frei« - zuspvechen. Dann wird's wieder Picht, daS- .Avmesündevglöckl-ün ertönt, bricht aber plötzlich ab, weil die Verurteilte dem Arm 'der' Gerechtigkeit zuvorgekonrmen ist.- Sie hat Gift genommen. Der Maturant hat es ihr in die Zella geschmuggelt. Mit drei Worten: Ein geschwätziges Machwerk. - Maria Fein ist die große Künstlerin. Sie stand hoch über dem Stück, Mißte ein Menschenschicksal zu formen-und sogar durch evgveisende Sprache die Verse vergessen zu machen, '.die sie wi-edergeben -mußte. Diese Schauspielerin ist von ungetwohnlicher Sammlung und von jener seltenen Hingabe an die Mollestwelche jeden Effekt, jode Bravour entbehrlich macht. Bon ' ausgezeichneter Haltung war Rudolf Täubler. Die übrigen schauspielerischen Leistungen waren teils gut, teils weniger! gut,'(aber auch die schlechteste war noch immer besser als das lHtück. Nach dem .letzten Fallen des Vorhanges gab es Beifall. V,i W..J.v- ' y x,,' ,£) gjk Wiener MorgenzeiLttttg. L,Döromeergas8el7 [Beginn für 14 Tage der Versteigerungen, wo nichts % anderes vermerkt, nachmittags um »Ht I Tüflllch Pretiosen Jeden Di Silber . Chinasilber, Mi 25 X. Juwelen-, Brillanten-, Periensohmuck, Präzisionsuhren; Uo 26. X. Verfallene Pretiosenpfandposten' der Pfands leihanstaiten I. Wipplinserstr.2t/26 V. l.j Wollzeife 77 im Prnn?-Saal. . Täglich Gebrauohtgegonatfindo fm . Ludwigi’örff-, Rossler- und Kolowrat-baat. Mi 25. X. ptjato- Apparato,.. Fernsläser, Schreibmaschinen; jeden Pr Jagdwaffen, Geweihe, Sportausrüstung Bettzeug,Telz£ im Ludwigstorff-Sual. Mi 25. bis Fr 27. X 134. KiÄsMon Oelgemälde, Aquarelle Miniaturen, Graphik, Kunstgewerbe des 16. bis 19. Jahrh, SCHAUSTELLUNG: HEUTE So (10-1 Uhr), Mo 23. u. Di 24.X. (10 6 Uhr) im Kunst-Saal. Die tägliche Schaustellung ab 1 Uhr währt ln der Regel mehrere vorhergehende Nachmittage bis Uhr mindestens jedoch am 'Auktionstage bis zur,Auktion. Näheres enthalten die „Mitteilungen“ und „NachrichtcnblÜtter“ des PorOtheums (über •Verlangen kostenlose.Zusendung); 1 VerwortungsablfetluDcr, I. Rauh-nsteingas'se Verkauf der Rücklassgüter der Hauptänstalt für Sachdemobilisierung. 22 Do 26; X. -hit Franz-Josef-Saal, Fr. 3. XI. im Karl-Saal: Schönes Mobiliar, .Klaviere, Perseru, In-' länder-Te^ipiche, Gemälde, Bron-J cen, Keramik* Jeden . vi .u . Fr. Möbel. Kassen. Luster, Gelen, Hausnerätß im Glashof. Jeden Fr u. Sa, Do 26.’u . Dl 31. X. Büoher im Eminger-Saal j- Di 24.,.Fr 27., Sa28rX. u. Fr3. XI. BfiBfmarkon,yi.iMariahilferstr.73. Antiquitä-en, C'emiilde, Miniaturen, kunstgewerbl. Luxuggcgen-, stände, Teppiche jeden Mo hn DechaunSaal, jeden Di u. Fr. im Hoch-Saal. Ml 25. bis Sa 28. X., Vt3 Uhr; Schönes Mobiliar, Perseru. In-, lünder Teppiche, Klaviere, öt-, ntälde, lapomka,- JtutiS gewerbc ‘bei J. Fischer, V. Strohbachg. 8. Zweiganstalt BADEN, Karlsplatzöt Mo 23., Do 20. X., Fr.3.XI. Möbel, Gemälde, Teppiche, Kleider, Wäsche, Kunstgewerbe; So 5. XL 7.10 Uhr: Schmuck, Silber, Chtnasllber; Mo 3i). u. Di 31. X.: Auktion bei Daniel, Baden, Rainer-Ring 3. " Gastspiel der MLLrmer. (Rolandbühue.) . , Infolge, des außerordentlichen Erfolges bleibt „Der ThbuL" bis inklusive Dienstag am Spielplan. Mittwoch den 25. d., 7 Uhr abends, erfolgt die Erstaufführung des vieraktigest Volksstückes vom P. Hirschbein „Die puste Krejtschme" (Die verlassene Schenke), das bis Sonntag gespielt wird. Der 'Kartenverkaus hat bereits begonnen. •. '.- SLri-ndberg ats-'E.vzieh.er. ■ 'Die deutsche Bühne steht seit einigen Jahren im Banne 'Strindhergs. Die Romane und Skizzen des'„großen Magiers aus dem Norden" werden vom Lesepnblikum stünnisch verlangt, in kurzer Zeit hat sich der Dichter die deutsche Welt ervbertstEr 'gehört.'zu den wenigen, die mehr) als 'einen papierenen Erfolg 'erzielen'/ die 'Einfluß gewinnen aus chie' Denkweise, ja, vielleicht sotzak güf 'das.Fühlen 'und' .Händely 'ihrer Zeit. Denn) übersehen wir es nicht, die Gesirhlswelt'des geistig regen Heranwachsenden steht im'Zeichen Strmdbevgs. Freilich, eines Strindbergs, 'der plattgedrückt, versimpelt, soziisagen aus die einfachste Formel gebracht ist.. Von allen freien, kühnen Gedanken, die. stark bis zur BrutaUtät sind, 'von'allem verzweifelten Wah'ryeitssuchen,' von der ganzen geistigen Persönlichkeit' ist Ttichts haften geblieben als - das - Printitivste und Augenfälligste: der W-eiberhaß. In die Tiefen des Einsamkeitsgefühles hinabznsteigen, die „der Vater" erschließt, ist nicht jederniann gegeben, die mystischen'Schleier der'Märchenspiele oder gär der Gespenstersonate zu durchdringen, wird nicht allzu vielen gelingen, für die Feinheiten der „Historischen" und der „Schwedischen Miniaturen"' langen die geschichMchen Kenntnisse nichtimmer -aus. Aber Lauras Hinterlist und Tücke, die Gemeinheit der Mutter, die ihren Kindern die Elch stiehlt, Ebbas hysterische Aiannstollheit' — dafür reicht bei jedem das Verständnis. Den versimpelten Striudberg, denn können sie begreifen. Von'denseelischcii und geistigen Problemen der „Beichte eines Toren": erfassen diese Brüder von der unheiligen Einfalt die wdnigst'eji, aber büß alle Frauen hysterische Lüderchen sind, diese Erkenntnis ch'abeN sie mit feinem Verständnis aufgenommen. ' Ausgenommen und behalten. Denn diese Weisheiten haften. Nicht nur >das Verständnis , für den Dichter — wie schon Heine'sehr treffend, wenn auch etwas kräftig, gesagt ksttt —, auch die Anhänglichkeit wird durch Trivialisierung stark gefördert, die Zwangsjacke, in die Laura den Rittmeister glücklich hineinbringt, ist ein überaus eindrucksvolles und geineinverständliches Symbol. Jeder junge Bursche merkt sich leicht, wessen er sich „vom Weibe" zu versehen hat, und ist seinerseits gerne geneigt, mit der Petroleumlampe aufznwarieu. Zwangsjacke und.:Petroleiunlarnpe — es ist eindeutig und ohneloeiters dem .Gedächtnis einzuprägen, Gelassen nimmt die junge ^Generation von der neuen Wendung, im .ewigen Kampf der Geschlechter Kenntnis. Ibsen und Björuson (in gebührendem Abstand zu nennen) haben allezeit die Fahne der Frauen hochgchalten. Björnfon hat sie H sogar gelegentlich (siche: „Flaggen über,Stadt und.Hafeü") zu hoch gehalten, und dennoch beim.deutschen Lesepublikum.imnter . Beifall üud,. Zustinnnnug gefunden. Daß Strindberg in. der . Gunst dieser Leser, die-Erbschaft der beiden Norweger ange-tretbn hat, -ist -sicherlich.uwhr als eine Modesache. Namentlich die . große' . Bogeisteputtg der allerjün-gften Zeit -darf, wohl mit dem Krieg -und der daraus erwachsenden Geringschätzung der Fvaw in'Ber« bjndung gehracht /werden.. Selbstverständlich ist bei dieser Feist- . stellnng nur an d e n Strindberg gedacht, der in der Vorstellung der. -Bequemen lebt. In.-Fragen- Mischen Mann und Weib gibt es keinen ü«-. . üesangenen,Richter. Da..ist jedevmann- Partei und muß, es sein. .Ist. es aber unmöglich, über iden. Kern-des Problsms ein gültiges Urteil, zu fällen, so' kann .wohl., gesagt.werden, ^daß .die . Frane;iverachtung, die in der oberflächlichen Strindberg-Aiifsgssung ,w iirzelh für uns und. unseren Alltag nicht Ml risst. Die.W-eibchen-Tiere, die.überle-bensgroßen Unholdinueu, sind bei uns'jedenfalls dünn gesät, "mid zum Ersinnen der 'tückischen Wne, zu ihrer brutalen nn>d dummen Durchführung durch dick 22. Oktober 1982? . Seite 11 und dünn haben die meisten.Frauen heute keine Zeit — sie müssen nämlich die Zimmer räumen oder die Suppe kochen. . Die jiidische Jugend hat selbstverständlich, ihrer angcbore- .uen Neigung zum Fanatismus folgend, die Strindberg-Bctzeiste-' vung in wildester Form ausgenommen, aber just der. jüdischen -Frau -entspricht, das Bild am wenigsten, das durch Zwangsjacke - Petroleumlampe begrenzt' ist. Der Weib-Dämon wird'unter den Jüdinnen nicht ieichi gefunden werden. , . .. Allerdings wird er zumeist auch nicht gesucht. Tenn es "fällt unserer Jugend .gar nicht ein, Wirklichkeit und Dar-- ste.llimg miteinander zu vergleichen. Man ist begeistert, weil alle Welt begeistert ist, und man ergibt sich uni so. fr-eüdiger dem 'Zauber einer gewaltigen..Persönlichkeit als alles, was her Große geschildert, uns eigentlich gar nichts angeht. Daß manche der jungen Ver.chrer des. nordischen Dichters es zuwege bringen, -gleichzeitig für Strindberg ’ und, beispielsweise, Rudolf Bartsch zu schwärmen, ist für das.literarische Feingefühl und -die Geschlossenheit der Eigenart' bezeichnend. Was die Tiefen anf- :wühlen müßte, würde es richtig erfaßt, das kräuselt sachte.und gefällig den- Wasserspiegel. Strindberg, der Gigant, die gc- -waltigste Persönlichkeit der letzten zwei Jahrzehnte ger-manischer Literatur, ist unserer Jugend kein Erlebnis, sondern eine seelische und geistige Radaugelegenheit. K.. M. - ' Mtts' dtztt 'Theatern. - Fm B u r g-t b e a i e r wird Dienstag Sbakespeares Trauerspal o r i o l a n u s" aufgesührt. Anfang .7 ll h r. Im A k a d e m. i e t h e a l e r wird moraen der Schwank r® er R a u b d e r .S ab in e r in irtfn" von Franz und Paul ScköNilM Moben. A uf a n g 7 11 b r. — Dienstag wird das Lunfpiel „£ht ality ft r c e i“ (Im stillen GätzchSn). von I. M. Bartie in Szene gehen. A n f a n g 7 U h r. Im R e d o ute n.s a a l der Kofburg gelangtj 'heute „S ch o n e' Fra u e n", Lustspiel von Ettenne Rey,' .'deutsch von Otto Eisenschitz, zur Aufführung. Beginn 7 Uhr.. ' In der Volksope.r ciastieren cheuls' in der unter musikalischer Lockung von E. Massini in Szene gehend.'»! „A r.d a"-Aufführung Herr Zmovieff als Dadomes und Kelr: Zaleschi als Amvnasto, Titelrolle — Frl. Aantzau, Amneris— Frl.- Dannenborg. -toiy e N wird „Madame Butterfly": mit Fr. Wagschal als Eho-cho-fan und Kerrn Bittersheim ctls - Linkerlon gegeben. j Im Deutsch e n V o l k s t h e att e r gastiert Kerr j Tyrolt heute nachmiiiags V-3 Uhr in „D a s v i-e r-t ei Gebot" und morgen abends 7 Uhr in »D e r Pfarrer! ,o o h Z i r ch f e!.d". Keule sowie -Dienstag, Donnerstag und. Samstag abends 7 Uhr wird „3 ii r 11 i ch k e i iV Mittwoch \„0 n 'ft e l T o n i" und - Freitag, neuinszeniert, »Rausch"! gespielt. , i Im Carl°TH eater tritt ab heute Fräulein - K a r t o u s ch wieder tägttch. auf. Die Künstlerin ist von ihrem erfotgreichem Gastspiel aus Bukarest zurückgekehrt, wosie in ihrer Rolle m der Kalmanschen Operette.«Die Bajadere"! vom Pnd'ikum und Presse lebhaft gefeiert wurde. . ö ... Im R a i m u n d - T h e a t e r spielt Tilla.Durieüxj 'heute Rrbekka West in Fbftns Bosniers Holm". Beginn j der Vorstellung .7 Uhr. Die Nachmittags-Opernvorstellüng; „2 e r Troubadou i" beainnt um 3 Uhr. ' Im Lustspteltheater gelangt heute. 3 Uhr nachi m.iltags, «K a n n i geht tanze n'° mit Mizzi Zwerenz,! Oskar Sachs, Paul O'.mühl zur Wiederholung. 7 Uhr abend»! „Prinzessin O l a l a" mit Mlzsi Zwerenz.! In der R e n a i s s a n c e b ü h n e geht heute und die folgenden Tage ,.D a s Weib auf d e m. D t e r e" i mit Maria Fein als Gast, Anfang 7 Uhr. und heute .„D e t-, B ä r", „E r st e Warnung" und „T i p Ä e i r a t s-i a n t r a g", Anfang 3 nachmittags, in 'Szene. ] In der Neuen Wiener B ü h il e wird heute * und die folgmden Abende „F rau Lohen g ri n" mit Gilela Werb'ezirk als Gast, und heute „Die spanische F lieg e", Anfang 3 Uhr nachmiiiags, gespielt. ... j In den K a m m e r s p r e l e n wird heute und morgen,! 7 Uhr adsuds, „O i e beiden K e r r e n d e r g n ä d i g e u! Frau" und heute, 3 Uhr nachmittags; „D re beiden "K e r r'e n d e r g n ä d i g e n F r a u" gegeben. — Dienstag' . 7 Uhr abends, gelangt „S i m s o n". Parijer Dörsenkomödie in! 4 Akten von Kenn'Bernstein, deutsch von Rudolf Lothar, mitj Ferdinand Bonn in der Titelrolle zur Erstaufführung. Das von! Direktor Siegfried Geyer infzenierle Werk ist folgendermatzenj besetzt: Jacques Brachacd — Ferdinand Bonn als Gast, Anne--f marie -- Kilds Wagen er vom Berliner Lejsingtheater als Gast.! Kvnorü Marquis d'Anüeline — Nikolaus Lovric. Francoije —j Emmy Förster,- Graee Rithersord — Maria 'Eis, Ierome'!e Govain — Kans Lackn--r, Max — Egon Jordan, Flach — Karl Farkas. Kelene — Iolänthr Forsten. Klothilde - - Liane Berley. -Für die Nachivorstellungen wird die Groteske ,.D i e K i m m e!- -fahrt der G a t g e n t o n i" von Egon Erwin Kijch ' vorbereitet. ___ Musikschriftsteller Dr. Erwin Felber hält -im Rahmen bev AkadLmiekm-.se einen Vortragszyklus über ^Urgeschichte d-er Musik" (Ursprung und Eutwicklung der musikalischeu Elemente-üud Formen von -d'.e p-'mitiven bis zur Kunstmnsik), Beginn S6. Oktober.' Anm-elbnugen in der Musikakade>m-ie'. Ausstellung dorr Neuerwerbungen im Museum der Stadt Wien. In einem Saale des-städtischen Museums -ist derzeit eine; Reihe von Kunstwerken' ausgestellt, Ankäufe, -Schenkungen -und Vermächtnisse, die - teils, 'in der allerjüngsten Zeit erworben wurden, teils im Laufe der-letzten Jahre dem Museum zn- - wuchsen, aber wegen-Rannima.ngels bisher der Qeffentlichkeit - noch nicht gezeigt werden konnten. Es sind ein halbes Hundert von Arbeiten soivohl. der Altwiener Schule (Agricola, Gau er- - mann Neder, R-ahl, R-anstl, Reiter, Waldmüller) als auch nwderner Wiener Malerwie Darnaut, Engelhardt, Geller,, , Go-ltz, Hänisch, Kampf (elf Motive ans dein Freihans), Klimt, Laske, K. Müller usw-., daneben auch einige', Plastiken von -Gormk, Lewandowski, Schcrpe und anderen. AustanschorchesterkoNzerte Wien-Prag. Wie schon bc-- richtet^ werden in Prag zwei Konzerte des Wiener Symphouieo'rchesterS und in' Wftn 'zwei .Konzerte der Prager tschechischen Philharmonie stattsinden, welch letztere schon für den Anfang . Dezember cm gesetzt sind. Die Konzerte in. Prag werden unter rdcm Protektorate des. österreichischen Gesandten, des Ministers Dr. Marek, 'veraustali'et, - wogegen das' Protektorat der W i e n e r Konzerte der, hiesige Gesandte der tschecho-slolvakischeil Repn-blik, 'Ministc'r Dr. Krofta, übernommen hat. Datum und Programm der Veranstaltungen werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben -werden, '' " '