Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1328 (22.10.1922)
- Date
- 1922-10-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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TT^ ' »'V . " •*.'{> Tf- *7>uAw >f ,m n«t_ MAWGK8HftfUWffWRM°'MkE Seite 6 Wie», Sonntag Wierree MsrgLrrzeiLuttg. 23. Oktober 1922 Nr. 1329 jchLMewe, insbrsondere während der Kriegs zeit, dielfach der Uebertretung der Preistrcibcreiverordmmg schuldig befunden und demcntspechend abgenrteilt. (Wir möchten hier bemerken,'daß in der Kriegszeit in Oesterreich-Ungarn eine förmliche Judenjnstiz eingerichtet wurde, die den Zweck hatte, eine besondere Disposition des jüdischen Handelsstandes für das Wucherdelikt nachzuweisen,, um so rechtzeitig die Prügelknaben beroitzustellen. — Die Red.) Es wäre, führte der Beamte schließlich aus, wie gesagt, sehr verlockend, die Akten der Polizei und Gerichte auf viele Jahre zurück daraufhin durchzublättern, wie oft es Juden waren, die wegen der verschiedensten Delikte mit der Polizei und den Gerichten in Konflikt gekommen sind. Das würde eine Arbeit von vielen Monaten bedeuten, da man aus den Unmengen von Aktenstößen das diesbezügliche Material herausschälen müßte. Sie müssen sich daher mit den grob umrissenen Angaben, die ich Ihnen aus meiner Praxis, machen konnte, wohl begnügen. Es läßt sich, wie erwähnt, im allgemeinen der Satz aufftcUeit, daß die Angehörigen des jüdischen Stanuncs im Verhältnis zu ihrer Anzahl einen v e r s ch w i n d e n d e n Prozents a tz an Krünmellen stellen. Pelzhatis Wien, II., Glockengasse 8 Filiale in den .Verkaufshallen am Karlsplatz (Telephone: 5I-0-EO-82. 51.3*80—Bl) Pelzwapen alle'p ftHfc 527 * neueste Modelle, in feinster Ausführung Stets laflbrnd Werkstätten: Wien, II., Rueppgässe 37 Der Luxus und die.sSAirsre GrZiehrrrrg. Die Grenze, die Luxus und kulturelle Notwendigkeit voneinander trennt, ist immer schwer zu ziehen gewesen. Dem einen bedeutete das tägliche Bad schnöden Uebermnt, der andere behauptete mit dem „D?mplizlssimns"-Grasen: Wer sich nicht mindestens dreimal täglich Haar und Achselhöhlen mit Ean de Portugal wäscht, ist ein Schwein, der eine betrachtete den Fleischgenuß an jedem Tag, den Gott in die Welt schickte, als. glatte Selbstverständlichkeit, der andere pries sich glücklich, des Sonntags sein Würstchen braten zu können. Aber wenn man auch nie genau sagen konnte, wo das Unerläßliche aufhörte und der Ueberfluß begann, so kann man dafür jetzt mit um so größerer Sicherheit sagen, daß sich für die oberen Schichten der Bevölkerung die Grenzen jener selbstverständlichen Ansprüche ganz beträchtlich verschoben haben. So sonderbar es klingt, müssen wir zugestehen, daß der „Luxus", das Wort im Sinne des einfachen und schlichten Menschen verstanden, in Wien unverkennbar und unleugbar, zugenommen hat. Es gab eine Zeit, da war der soziale Sinn bei uns sozusagen die „große Mode". Man trank den Tee bitter nnnd maß einander sorgsam das Fett ab, das zur. Einbrennsuppe zulässig war — alles ans sozialem Rechtlichkeitsempsinden. Namentlich bei den Frauen artete der soziale Sinn zu ' einer Krankheit aus, die sich schneller verbreitete als die Eholera. Seit dieser Epoche sind mm etliche Jährchen ins Land gezognr, und es ist wohl Zeit, Bilanz zu machen über die Fortschritte im sozialen Verständnis. Biel Gutes, ist da nicht'zu berichten, '.Das- Strohseuer ist ebenso schnell erloschen wie es aufgeflamrnl war, man trägt sozialen Sinn nicht mehr. Dafür hat man elegantere Kleidungsstücke. Denn darin sind alle Sachverständigen «mg, daß der Kleiderluxns in Wien seit' Jahrzehnten nicht üppiger geblüht hat als heute. Die begneme Ausrede: das find nicht wir, das ist nur der Ausländer, enthält nur zmn Teil die Wahrheit. Mag es auch viel Fremde in Wien geben, namentlich viel von jener Sorte, die durch ihr Betragen und Gehaben von vorneherein rmmer an Zahl verdoppelt oder verdreifacht erscheint — den Grundstock, die Masse, machen sie auch in den vornehmen Vierteln 'der Stadt nicht ans. Trotzdem ist der Kwiderluxus, der da waltet, so augenfällig, daß jeder Fremde, der mit der edlen Absicht, bn öeriiufmbn Stadt zu helfen, gekonrmen ist, stutzig wird und dann, immer erst nach Ottakring oder Favoriten geschleppt werden muß, um sich von dem Schrein zu erholen. In den Hauptstraßen der Stadt, ian Theater, int Cafe.sieht man eigentlich fast lauter gut gekleidete Läute, neue Moden werden erdacht, die die früheren an Ueppigkeit noch übertresfen, der Luxus der Fußbekleidung wird ins Sinnlose, den klimatischen V:rhältnissen (lies: Dreckwetter vom -Oktober bis Juni) hohnsprechenden Weise gesteigert, Pelzwerk, Schmuck, Spitzen, Wäsche, alles ist „materialecht" und mit letztem Raffinement hergestellt. Und' alles, alles ist selbstverständlich, der Coverdoütmantel, die Handtasche im Rieseuformat aus Autolackleder, der seingeschuitzte Schildpattkamm, der Platin-Anhänger, das GäMeid und.die Abendschuhe. Ob eine von den Damen sich darüber klar ist, wie viel sie durch diesen Luxus zur Korruption der Heranwachsenden Mädchen beiträgt? Da heißt es immer: es schadet doch niemandem. Weil jedes Fünkchen sozialen Sinnes erloschen ist und auch nicht die 'leiseste Regung weiblichen Verstehens die Besitzenden daran erinnert, wie auch dieser Luxus der Kleidung auf alle die'kleinen Lehrmädchen, Comptoiristmnen, Typsräuleins wirkt, die ihr Arbeitsweg täglich durch 'das Viertel her vornehmen Welt führt. Die Befolgung des kategorischen Imperativs: kleide dich so, daß deine Kleidung als Richtschnur für alle anderen dienen kann, darf gewiß nicht jsdem zugemutet werden. Aber ein Gedanke an jene, die nicht mithalten können, ein leises Erinnern der sozialen Pflichten, die Besitz bringt und die mit ein bißchen „Wohltätigkeit" nicht abgetan sind — das wäre in unseren bitterernsten Zeiten wchl nicht zu viel gewesen. Uebvigens hieß es unrecht tun, wollte'man den Frauen allein die Schuld an dieser sozialen Taktlosigkoit zuschieben. Auch die Mannermode ist verführerischer, eleganter, üppiger als sie je gewesen. Von der Devise: ein Rock und ein Gott, ist man nach 'beiden Richtungen abgewichen, ' verzichtet auf den Gott, beansprucht aber doch dafür zumindest ein Dutzend Röcke. .Und jeder dieser Röcke hat den mittleren Küopf zum „Ueberknöpsen" eingerichtet, sonst ist man bekanntlich „einfach unmöglich". In früheren Zeiten-hätten--sich Männer der geckenhaften Tracht geschämt. Jetzt nchmen sie jede «der Modenärrheiten wie . ein heiliges Gebet'hin. Und ivenn ernste Männer so handeln, mit welchem Rscht verlangt man -von Halbwüchsigen Cntsagungssähgkeit und Verzicht? Auch die geistigen Arbeiter, sonst ihrer Mittlerrolle wohl bewußt, haben t« Wem .Punkte versagt. Sie kennen nur den einen Wunscbr Die tolle Jagd des Luxus und der Eleganz mitveiten zu können, sei es auch auf Kosten der Gesundheit, der Vernunft,, mitunter sogar der Ehre. Sicherlich gibt es in dieser Stadt des Jammers ungezählte Lausende aus dem Heerbann der geistigen Arbeiterschaft, die in bi!.eres Elend gestürzt sind. Aber die Mehrzahl hat doch ihre Stellung gewahrt und gefestigt, ist den Krallen der Not entkommen. Vielleicht hungeim sie zu Hanse, aber vor der Welt erscheinen sie tu guten Kleidern und machen den Wirbeltanj der Mode nach ihren Kräften mit. Auch sie haben nicht d'.s -soziale Verantwortungsgefühl zu einem Verzicht, nicht die Aufopferungsfähigkeit zu einem Versuch gegen die Luxusüberfl.umug. Selbstverständlich ist ja der. Klciderluxus nicht der einzige, dessen wir uns schuldig machen, wenn auch der angen- -säiligste. Man lebt jetzt — seien wir ehrlich — in den Kreisen der Besitzcn-den gut und behaglich. Und. die angrenzenden Schichwi' wollen natürlich auch ntittun. Man ißt gut, man trinkt auch genug, Vergnügungen gibt es reichlich und überreichlich, und wenn der Wohnluxus noch nicht auf voller Höhe ist, so ist das wahrhaftig nicht unsere Schuld. Der Gedanke, wie dieses Wohlleben auf die Zuschauer vom „anderen Ufer", ausdem Laude des Elends, wirkt, wird ungeduldig zur Seite geschoben. Es wäre nun sicherlich töricht, absoluten Verzicht aus alle Tasemssreuden und Genüsse zu fordern. Daß aber auch die leiseste Rücksichtnahme verabsäumt wird, zeigt. .wie weit, wir immer noch in der sozialen Erziehung zurück sind. Der immer wildere Luxus unserer Stadt beweist, roß wir noch nicht einmal die Elemente des' sozialen Taktes und der -- sozialer'. Kl 'gheit innehaben. Klara Mamner. A«sterbliche Worte, die Kie gesprochen mnrden. Bon Desiderins Papp. Der geistreiche Franzose, der das berühmte Wort geprägt hatte „Der bessere Teil der Nienschheit besteht aus Toten", hätte seine Aperen noch dahin ergänzen können, daßdas historische Pantheon zmn größeren Teile von Gestalten bevölkert ist,- die nie gelebt chaberi, von Figuren, denen nur frle Phantasie cineL, großen Dichters oder gar die schöpferische Laune eitles Volkes Namen urtb Lebert verliehen und nachher Mitglieder jener internationalen Walhalla geworden [iitb. die — über alle Schranken von Raum und Zeit erhaben —, ihre Schöpfer um Jahrhunderte überdauernd, die schönsten Traume der Menschheit birgt. Der vielenahrene Odysseus, der göttliche Achilles, der panzeruntgürtete Siegfried, der trämmvrsche' Hamlet, der Maulheld Falstaff, der unglückliche Werther, der von Wissensdurst gequälte Faust... sie alle, die nie gelebt, sind unberührt von: Hauche der Vergänglichkeit, jung und herrlich. wie am ersten ^Täg ihrer Geburt. Es liegt wohl in der nach Licht mtb Schönheit ringenden menschlichen Nattir, die rauhe, Prosaische Wirklichkeit Nach dem Ebenbildc ihrer Wünsche und Träume umzuformen; ihre Schönheitssucht hat sich aber nicht begnügt, ihre Ideale in Personen umzuwerlcn; sie hat auch die wirklichen Träger der Geschichte der Vorzeit — die guten und schlechten — ihren: eigenen Wunsche gemäß neugeschaffen, sozusagen korrigiert und ihnen vielfach Sprüche und Aussagen in den Mund gegeben, die obwohl sie heute schon mit zmn eisernen Bestand unserer geistigen Historie gehören — nie gesprochen wurden. Es sind unsterbliche Worte, manche aus dem Kronschatz menschlichen Geistes, die bereits seit Jahrhunderten mit bestimmten historischen.Personen unzertrennlich zusammengewachsen sind, die ihren Ursprung aber nicht der Wirklichkeit, nur dem gewollt schlechten Gedächtnis der Geschichte zn verdanken haben. Was weiß der Gebildete vom weisen Kalifen Omar, dein die Geschichte ein ungeheures Verbrechen:, die Vernichtung der herrlichen, alexandrifchen Bibliothek aufhalst? Mag man noch so wenig mit der orientalischen Geschichte vertraut sein; sein berühmtes Verdikt, womit die griechische Weisheit von nahezu tausend Jahren zmn Flammentod verirrteilt wrrrde, ist jedem Gebildeterr geläufig: Entweder enthält — soll er gesagt haben — diese Bibliothek dasselbe, was auch im Koran geschrieben steht, dann ist sie überflüssig;"oder sie enthalt etwas anderes, dann ist sie schädlich. Man hat über den grausamen Omar ganze Bände geschrieben und es wurde bis zum Ueberdruß nacherzählt, wie die 3000 Stuben seines Palastes fahre- Ausländer Exporteure kauf ein am vb y tc SI haftest«! n ,.'; erstklassiger Qualität Und Attsfüin trug bej Kepään, taraiinäatetfäijrifc, Wien II!,/Beatrixgasse 26 Tel. 585 Ul., Heumarkt 7 läng mit den herrlichen Kodizes der Bibliothek _ wurden. Nur eins haben die tiefgelahrten Büchsr — die dakirber berichten — zu erwähnen vergessen: nämlich Vre Kernigkeit, daß zu Zeiten des guten Omar die Schätze dev oft beweinten Bibliothek bereits seit siebenhrtndert JahreNin alle Winde zerstreut lvaren und daß der gute Omar, der ganz andere Sorgen hatte, als die Manusskripte der hellenischen Weisen zu verbrennen, sicherlich keine Ahnung, voit der Existenz drr Bibliothek hatte, deren angeblichen Flammentod die gedächtnisschwache Nachwelt ihm aufhalste. Artch von dem genialen Galileo Galilei, der wegen seiner wissenschaftlichen Ueberzmgung harte Kämpfe mit dem Klerus zu bestehen hatte, weiß jeder Schu'lknabe das schöne Wort herzusagen, womit er *— gezwungen feine Lehren öffentlich abzuschwören — seine Verfolger zuschanden gemacht hatte: „Und sie (die Erde) bewegt sich doch." Eppur sr muove: schön, schön, er hätte es vielleicht gesagt, wenn kurz vorher der unglückliche Giordano Bruno und der wackere Vanino Vanini wegen ähnlichen Deliktes nicht üus dem Scheiterhauferc geendet hätten. Der redliche Galilei tvar wohl einer der genialsten Gelehrten — aber ein Held war er eben nicht. Man Samt in fcfen zeitgenössischen Äufzeichnnngen objektiver Historiker, ja in seinen an gute Freunde gerichteten Briefen Nachlesen, wie froh er gewesen, daß er so leichten Kaufes die strengen Zensoren losbekommen hatte; es ist ihm wahrlich nicht zu verdenken, daß es ihm nicht eingefallen ist, mit einer schön gedrechselten Phrase den Kopf aufs Spiel zu setzen. —^Die interessante Geschichte seiner herrlichen Entdeckung mrd die 'der daran knüpfenden Verfolgungen kurzsichtiger, geistlicher Richter hätte aber ohne jedes schöne Wort keine Pointe, und so hat das löchrige Gedächtnis der Nachwelt vorgezogen, Galile-o Galilei das unsterbliche Wort, das er nie gesprochen, in den Mund, zu geben. - Wer könnte sich den sterbendvn Cäsar ohire das herrliche Wort „Auch du, mein Sohn Brutus", , den Sonnenkönig Ludwig den Vierzehnten ohne den Imperativ „Der Staat bin ich" (L'Etat e'est moi) vorstellen. Ihr moralisches Bild wäre nrangelhast ohne die geflügelten Worte, die ans ihrem Munde nie erklangen, und ihre Geschichte würde um einen charakteristischen Zug ärmer sein, dessen markante Schönheit die Historie der nackten Wahrheit vorzrehß, Die jüdische« I«ge»dveret«e Deütschlands und Palästinas. Der Gesanttvorstcvnd der jüdischen Jngendbeveme Deutschlands, welche auf die Betomntg ihres ,>rratiolnalen"- C'harakters besonderen Wert logen, hat emstumnig den Beschluß gefaßt, ein oigenies P a I ä st ina - D e z e r n a t zn errichten, welchom insbosöndepe die Ansgalbe Miegt, die xüdi'sche Oesfentlichtkeit „über die 'im Jrvte-vesfe aller Aiden liegende Notwendigkeit zn unterrichten", das Werden der jüdischen Hennstätte in Palästina durch tätige Mithilfe zu fördern, ferner alle BostreDnugen zu. unterstützen, welche da-ranf abzielert, die Palästina-Fvage zu einer gesamtjüdischen zu ntachen. Hierher gehört insbesondere die Kongveßbeiveguug. Weiters sollen Kurse und Vortrage MÄ Palästina und über die durch die Maudatsbestätigung geschasftnen Verhältnisse und Möglichkeiten vevaustaltet. werden. Schließlich ist die Unterstütztmg von Geldmid Material-- sannnlungen für solche Zwecke, die das allgemeine gesamtjüdische Änföanlverk in Palästina fördern helfen, die Üntersuchung der Rnckwirkimgen des Pailästina-Aufhatdes auf die Verhältnisse der Juden in den übrigen Ländern und die Ausrechterhaltung der geistigen VeMnduidg der aus Denffchlatld stamMendetr Chaluzim mit den Schätzen dev deutschen Kultur und die Unterstützung rvnd Ausrüstung von Chatuzim ins Auge gefaßt. Dieser rühmeusiwerte Beschluß des Verbandes her jüdischen Jugendvereme Deutschkatlds, «welcher über alle Teile des Reiches verbreitet ist, ist ein neuer erfvsulicher Beweis, daß sich ällnrählich immer tveitere jüdischen Schichten an dem Paläsü:ta-Werk zu interessieren und zu beteiligen beginnen, und ^daß langsam die Erkonntms reistn will, daß der Mtfbau Palästinas mehr ist als die Sache einer Partei inr Judentimn. Der Verband der jiidffchen Jtlgen'dvevorne in Deutschland ist komeswogs zron'istrsch. >?lber in sevnom errfften Stroben, Mischen Doutschtmn und Jndentunr - zu einer Synthese zu gelangen, bei welcher der jüdische Teil nicht zu kurz kommen, soll, zeigen sich jedenfalls wertvolle jüdische Kräfte, von welchen die vor wenigen Wochen stattgestrndenen Beratungen auf der Führertagung des Verbandes, über' welche hier ktlrz berichtet wurde, ein deutliches Zeugnis abgeben. Obgleich diese Jugend durch eine weite Kluft vom Zionismus geschieden «ist, wirkt hier doch ein ernster Drarrg zur Ganzheit und nach positivem Judentum, und davmrr ist der.jüngst Beschluß des Verbandes, die Palästina-Sache in den Bereich seiner Tätigkeit oingltbezichen. mit wirklicher GeMgkmmg zu begrüßen. We^n mm nach Urrgsrn reist. Abenteuer eines tschecho-slowakischen Polizeibeamten. Aus K a s ch a u wird uns berichtet: In den letztes Monaten häuften sich die Falle, in denen mit gesetzlich aUsgestatteteu Reisepässen versehene tschecho-stowakische Staatsbürger, besonders Staatsangestellte, in Ungarn unter dern Vorwände, daß sie Spionage treiben, verhaftet und den! in Ungarn üblichen Folterrr ngen aus gesetzt' wurden. Irr einern 'besonders krassen Falle, als der Stationsvorständ vorr Poprad, Werbows'ki, ohne jeden Grund verhaftet Nnrrde, hat das Budapefter tschecho-stowakische Konsulat als Netorsrorisulaßiiahme die Erteilung von Paßvisen an ungarische Staatsbürger eingestellt, wodrirch der legiffme LaM Lwischen U ngciA uKtz btx 78869^