Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1328 (22.10.1922)
- Date
- 1922-10-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Se8e~* Wien, Ssnntag Wiener MoLMnzeMrns 28 Oktober'1988 miw s des bereits Proklamierten Weltkongresses herrschen. Ich habe es als bedauerliches Schauspiel empfunden, daß die meisten Redner mit einer Verbeugung vor der Proklamationder Leitung, als vor der Kongreßidee, begannen dann Argumente gegen den Kongreß vorbrachten, um schließlich mir eurer neuerlichen Verbeugung vor der Kongreß:^ abzutreten. Dev Beschluß der Jahreskonserenz rrägt auch nicht den Charakter des rückhaltlosen Willens zum Kongreß. Er bejaht nur äußerlich. Er verpflichtet nicht die Organisation in ihrer Gesamtheit, er entfesselt keine Beilegung, welche die jüdische Gesellschaft aufrüttem könnte. Er beauftragt lediglich die Leitung, Versuche vorzmnhmen, Informationen einzuholen, Fiihler auszustrecken und dann dem Mwnskomitee neuerlich zu berichten, kurz. Handlungen zu tun, von denen jeder im parlamenlarijchen mtö polttffchen Leben auch nur wenig erfahrene Mensch weiß, 'daß sie einer bindenden Entschließung vorangehen müssen, daß sie ihr nicht nachhinken dürfen. Meiner Ansicht nach ist der Beschluß der Jahreskonferenz ein Kompromiß, das den Anhängern des Kongreßgedankens nichts gibt. Er führt nicht zum Kongreß. Von mancher Seite, ’ welche gegen die baldige Einberufung, des Kongreffes oütr gegen die Einberufung selbst gestimmt ist, wird diese von der Jahreskonferenz getroffene' Entschließung als zweckdienliche Äsung begrüßt. Ich Kinn diese Meinung-nicht-tellen. Das ist keine Lösung. Ein taktisches Ausweichen, eine Antwort, Welche in der jüdischen Oeffentlichkeit und in zionistischen Kreisen Unklarheiten schafft oder bestehen läßt, ist angesichts einer so großen, grundsätzlichen Frage sachlich unangebracht und nicht würdig. Meine Stellungnahme gegen einen alljüdischen Weltkongreß fiir die Palästinasache fft auf die Ansicht gegründet, daß die Zionistische Weltorganisation -tztkd ein alljüdischer Palästina-Kongreß we-en-einan der nicht bestehen können. Für mich lautet die Frage: Jüdischer Weltkongreß o d z t Zionistische Weltorganisatton. Well ich den Fortbestand der Organffation im Interesse des jüdischen Nationolheimes, im Interesse Palästinas für unbedingt nötig erachte, bin ich gegen den Kongreß. Ein alljüdischer Weltkongreß, eine Mßmmenfassung aller wirtschaftlichen und sozialen MHte der ganzen jüdischen Gesellschaft muß absolutes MMMnungSrecht haben, muß die höchste mtb letzte Jnmuß das Recht haben, alle Fragen bindend . ) ülle zu lösen. Ein Weltkongreß, dessen Wirkungskreis ' r" Rechte vor der Einberufung etwa von der Ziomsti- - Äit Organisation festgestellt und eingeschränkt, dessen A^ördttüngen und Funktionen dauernd von der Zmnisti- Organisation kontrolliert würden, wäre eine unmög-- ,.:cheSache. Keine außerhalb der Zionistischen Ocganffatrotz stehende Gruppe oder Persönlichkeit, die sich achtet, körMe an einem Kongreß tellnehmen, dessen Beschlüsse mtd Handlungen dem Diktat einer anderen, ihr-.m Ilmsang nach beschränkteren Organffation, in oiesem Falle der Zimlistischen, unterworfen sind. Unter solchen Umstanden' wurde bestenfalls eine Versammlung hinkommandiertrr Zionisten pnd wohlwollender Neugieriger zustande kommen. Ein alljüdischer Weltkongreß gewiß nicht. Es seren hier nur einige der vielen wesentlichen MoweMe angeführt. Die Wahl der Jewish Agench, der im Palästina-Mandat vorgesehenen Vertretung der Juden, welche, den Aufbau des nationalen Heims anstreben, gegenüber^ dem Völkerbund und der Akandatsmacht -Großbritcmnien müßte von der Zionistischen Organffation beding gWtgslos auf den Kongreß übertragen werden. Die Verwaltung des jüdischen Palästina, soiveit sie heute durch die rZionfftische Organffation besorgt wird, müßte an ihn, be- - zichungsweist an seine Organe abgetreten werden. Das jüdische wirffchastliche, kulturelle und politische Leben in Palästina, alle Institute in und für Palästina nrüßten seinen ^rffcherdungen unterstellt, alle Mittel für Palästina, chm zur Verfügung gestellt werden. Was soll dann noch ausreichender Inhalt einer Zionfftffchen Weltorganisation sein?- I Ich habe auf diese Frage von keinem der Kongreßfreunde eine beftiedigende Antwort erhalten. Manche haben von einer „Teilung der Macht" gesprochen, mußten aber schließlich zugeben, daß eine Zerlegung des Komplexes der palästinensischen Frage in gesonderte, wesentliche Gebiete praktisch nicht durchführbar ist und daß jeder Versuch, in -und für Palästina zwei jüdische Gewalten zu etablieren, gar Lald zu fürchterlichen Konflikten Anlaß geben und das neue Mische Gemeinwesen in seinen Grundfesten erschüttern swüvde. Andere wieder haben die Meinung ausgedrückt, pnan solle dem Kongreß wohl statutarisch Selbstbestimmung ^inräuimen, aber der Zionistischen Organisation auch weiterhin die Bestiumnmg des Ganges der Dinge in Palästina Ochern. Wie fft das zu erreichen? Doch nur auf Schleichwegen. Etwa durch eine Wahlordnung,, welche den organisierten Zionfften die Majorität, auf dem Kongreß dauernd /sichert. Oder aber man entschließt sich dazu, dem Kongreß BchemMacht.zu verleihen, deren man ihn im enffcheidenden Falle durch spitzsürdigeAuslegung oder offenen Widerstand /beraubt. Beide Mittel sind verwerflich und für Erzielung ./irgend eines nennenswerten Resultats ungeeignet. DaS ist Waler Zauber, der bald zerrinnen und eine noch tiefere Mitst hinterlassen würde. ..Der Kongreß muß uneingeschränktes Bestimmungsrecht in allen palästinensischen Angelegenheiten haben. Die unerläßliche Vorbedingung hierfür fft aber, daß die Zionistische WeftorganisatiM auf ihr BesiMWLngsvecht und damit auf. ihren Hauptinhalt verzichte. Die Anhänger des Kongreßgedatckens müssen sich mit diesed Konsequenz befteunden, können sie das nicht, so werden sie über den bloßen Wunsch nicht hmaustommen und ba§ fruchtlose Liebäugeln mit dem Gedanken, der nie zur Tat wird, kann nach innen und außen nur schädlich wirken. Nur eine Gruppe von Kongreßarrhängern hat in Karls- MMng gegen Zwei Pläne. Berlin, 21. Oktober. (Wolff.) Wie die Blätter zum Attentatsplan gegen den Reichskanzler erfahren, stammt der junge Mann, der das Komplott angezeigt hat, aus Hagen in Westfalen. Der Verhaftete ist heute nach Berlin überführt worden. Seine Vernehmung durch die Politische Polizei soll noch im Lause des heutigen Tages erfolgen. Es ist festgestellt worden, daß es sich'um zwei Anschläge gegen den Reichskanzler handelt, von denen der eine am vergangenen Sonntag, der andereheute zur Ausführung gelangen sollte. Im Zusammenhang mit der Aufdeckung der Anschlagsplane ist der Oberreichsanwalt Mch Berlin berufen wordem1 ' ' Der bezahlte Patriot. . Berlin, 21. Oktober. Nach einer Meldung des „Berliner Tageblattes" fft die Verhaftung des jungen. Mannes, der zur Ausführung eines Attentates auf den. Reichskanzler gedungen worden war, .im Rheinland, erfolgt. Eine zweite. von der Polizei verfolgte Spur soll nach Berlin weisen. Nach bewahrtem Muster. : Berlin, 21. Oktober. (Tel. der „Wiener MorgenzeituW".) Der nn Rheinland verhaftete Mann, der die Angabe» über das geplante Attentat auf den Reichskanzler Dr. Wirth gemacht hatte, hat ziemlich genaue Einzelheiten erzählt. Danach - sollte genau nach dem Muster der Ermordung R a t h e n ä u s vorgeganMfflverden. Angeblich war der heutige Sams- ' JSäiSUtBOtSOfV3SJBXSB2gnBSSSt^VJ9KCm' die glartbenstreue Rechte, die Föderation Misrachi. Ihre Sprecher haben keinen Zweifel daran bestehen lassen, roß sie den alljüdffchen Kongreß mit der Preisgabe der Zumistischen Weltorganisation zu erkaufen bereit sind. Sie haben, wohl unter Widerspruch der Leitung und der großen Majorität, aber durchaus folg, richtig, den charakteristischen Arttrag gestellt, die. Jahreskonserenz möge beschließen, daß v o r d' c m Z u s a m m e n t r i t t des alliüdischen Weltkongresses kein Zionist enkcngreß mehr abgehalten werden dürfe, tveil hierdurch das Recht des ersteren eingeschränkt med sein. Gelingen, in. Frage, gfftellt würde. Daß bei Annahme dieses Antrages'den: nächsten ZionisteiÄongreß keine andere Arbeit bliebe, als die Auflösung der Zionfftffchen Weitorganrsation durchzufuhr<n, war allen klar, auch den Antragstellern. Auch auf der äußersten Linken machten sich Anzeichen einer Bereitwilligkeit, die Zionistische Ovganisatton einem alljüdischen Kongreß zu opfern, bemerkbar. Es fft hier nicht Raum genuz. um auf die Gründe des Entstehens solcher Tendenzen tn der äußersten Rechten urrd äußerster: Linken erschöpfend einzugehen. Der Umstand, daß die Zionistische Welwrgaulsc-tien sich weder die Dogmen der Orthodoxie noch die der Klassenkäurpfer aufzwingen läßt, verleidet o:n Extremen vor rechts und links schon sett längerer Zeit dre Arbeit in der Organisation. Sie erhoffen vom allchdrschttr Kongreß eine Verstärkung ihrer Reihen und schätzen dieser: Machtzuwa^s höher ein als den Weiteräfftänd i> '■ Organisation. Im Kanrpse rrm den Kongreß sind >:e daher den -rüderer: Anhängern der Kongreßidee um ein gut^ Stück vorgekowwen. Sie haben den Kern des Problems :rf-.cht, \k: Hab:", erkannt, daß man sich zwischen Kongreß und Organisation nicht durchdrücken kann, sondern ivählen muß, und sie hw':.-n bereits gewählt Die anderen.' Kongress .".:noe scheuen orr der Enffcheidurrg zurück, aber sie tot :, ihnen nicht erspart bleiben. Es fft zu hofftn, daß bei der Maw'rttät d:r W'ü> zrur Organisation siegen wird. (Fortsetzung folgt.) Ausgleichsstimmung i« Jugoslamien. (Von unserem Belgrader Korrespondenten.) Belgrad, 20. Oktober. Seit Wochen dauern schon die Besprechungen zwischen den maßgebenden Pottaschen Persönlichketten der Agmmer und Belgrader Kreffe. Es scheint jetzt gelungen zu sein, den Ausgleich zwischen den stark divergierenden Ansichten zu finden. Die kroatische Op Pos r 1 i o n ist auf dem Weg, ihre bisher geübte Polittk der Negation aufzugeben und endlich aktiv an den Zlusbau des Staates mit zuarbeiten, ' Das Organ der Koalition, der Agramer „ObzoA', glossierte vor einigen Tagen die Schwenkung in der Halttmg des Bauernführers Ra di e; aus dem Artikel ist bereits zu erkennen, daß auf seiten des kvoatffchen Blocks die Stimmung vorherrscht, mit den Regierungsparteien zu einen: Zlusgleich zu gelangen. Das Blatt erklärt ausdrücklich, „es sei notwendig, daß die innerpottttschen Berhältmsse so bald als möglich geregelt werden,' wenn Jugoslatvien nicht in seiner Auslandspolitik geschädigt werden soll. Dies wird sowohl vor: den seriösen serbffchen Politikern, aber auch von den Kroaten anerkannt und es wurde bereits beiderseits die Geneigtheit ausgedrückt, bei gemeinsamen nationalen Angelegenheiten die Solidarität zu manifestieren. Auf diese Weffe soll ein Sttmmungswechsel :n den breiten Massen erzeugt werden, damit es möglich sei, eine den AusgleichsverhaMungen fteundliche Atmosphäre zu schaffen. Auf kroatischer Seite hofft man auf tag als Lag des Mcrdes bestimmt. Ueber die anderen am Komplott beteiligten Personen hat der Anzeiger keine Mitteilungen gemacht. Der Preutzenbnnd. Berlin, 21. Oktober. Eine für gestern abends nach den Kamnrersäleu einberufene Versammlung dvs deutschnationalen P r e u ß e n b ü n d e s ist auf Grtind des Gesetzes zum Schutze der Republik verboten worden, Als die Versammlungsteilmhmer erschienkn, fanden sie..die Saaleingänge durch Schutzpolizei besetzt. Zn Ruhestörungen ist es nicht gekommen, , Freiheit und Ordnung. Berlin, 21. Oktober. Gegen die infolge der Zusammenstöße vor dem Zirkus Busch verhafteten Kommunisten hat, wie die Blätter Mitteilen, nunmehr der Untersuchungsrichter Haftbefehle erlassen. Die Angeschuldigtct: sind in das Untersuchungsgefängnis gebracht worden. Die vergifteten Bonbons. Berlin, 21. Oktober. Wie die „Neue Berliner Zeitung" aus Leipzig erfährt, ist die Arsenmenge, die den an die Angeklagten Günther und Wartticke gesandten Pralines beigemischt wurde, so groß, daß sie den Tod aller derjenigen hätte hevbeiführen können, die die Sendung bekommen haben. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat auf die Ermittlung, beziehungsweise Ergreifung des Absenders der vergifteten Bonbons eine Belohtmng von 600.000 Mark ansgesetzt. . Serbiens und erwartet, daß die Repräsentanten der radikalen, demokratischen und der Bmiernparter Hre' Zustitnmung zu einer Einigung geben werden, die eine Basis des geureinsanren Lebens in Jugoslawien wäre. Es gehe nicht darum, ob in dem demokratischen Klub Davidowic oder Pribicewie die Majorität haben werden, es geht um viel Wichttgere Dinge, es geht darrm, ob man in Belgrad ztr der vor zehn Jahren aufgenommenen Politik znrückkehren und eine starke jugoslawische Einhett am Balkan haben wolle. Die Kroaten wünschen diese Einheit aus vollem Herzen, so wie sie diese, vor zehn Jahren herbeigeschnt haben." So weit das zitierte Blatt. Daß die Ausgleichsbestrebungen diesmal in ernster Heise betrieben weMn, geht auch mrs der Schilderung des ziveiten großen Opposittousblattes „Iutarni List" hervor, das übet die Schwenkung der Politik'Ra die auf Grund authentischer Informationen erklärt: Die Aktton,'die bisher aus Belgwd zum Zwecke einer Einigung mit den Kroaten unternommen wurde, verfolgte zwei Richtungen. Protic als radikaler Dissident konferierte direkt mit den Repräsentanten des kroattschen Blocks, woraus er in dem Blatt- „Radikal" erklärte, welcher serbffchen Partei die kroattschen Ansichten am nächsten sind. Die zweite Aktion ging von den sogenannten demokratischen Dissidenten (Doktor M a r k o v i c, A n d j e l i c) aus und führte zu den Agmmer Kongreß, an dem sich die demokratischen Dissidenten beteiligten. Der Kongreß zeigte, daß es notwendig sei, mit dem kvoatffchen Block in direkte Verhandlungen zu treten. Dies geschah auch; vor einigen Tagen verhandelte Andjelic als Vertreter der serbffchen demokratischen Dissidenten und es wrrvde die Fmge besprochen, wie es möglich wäre, die kroatische Frage zu lösen und dem Block zur Mitarbeit zu bewegen. Vorbedingung hiezu sei eine Aervderung des Regimes. Man kann konstatierendaß diese Ausgleichsaktton Verständnis in Belgrad findet. So könne jetzt behauptet werden, daß die kroatffche Fmge über den toten P::nkt hinweg gekommen sei. Aus allen diesen Aei:ßemngen geht klar hervor, daß man sich auf beiden Seiten ernst bestrebt, die bisherigen innerpottttschen Schwierigkeiten in Kroatien zu beseitigen und Verhältnisse zu schaffen, die in erster Reihe der jugoflawischen Außenpottttk zugttte kommen wird. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, dürfte das km:ftige Belgmder Kabinett im Parlament die breite Basis der Majorität besitzet: und dann ernstlich damn gehen, die noch immer in Schwebe befindlichen notwendigen Reformen dtrrchzuführen. Der KonsolidierungsProzeß in. Jugoslawien wird, falls er restlos dtrrchgeführt wird, in tttv^er Frfft seine Früchte tmgett. * , Graz, 21. Oktober. Die „Tagespost" meldet <msi Belgrad: Während des gestrigen Tages fanden langwierige Uttterhandlunger: zwischen den Demokraten und den Radikalen über die Wahl des Präsidenten der Nationalversammlung statt. Abends wurde eit: Kompromiß geschlossen, nach dem die Demokraten zwei Kandidaten für den Prästdentenposten namhaft zu rnachen und den Mtgliedern des demokratischen Klubs die Wahl'sreizugeben hätten. Nach 8 Uhr abenW erösfnete der Älterspräsident die Sitzung der Sttrpschütta. Es wurde sofort! über die Wahl des Präsidenten abgesttmmt. Von 225 Stimmen erhielten der Demokrat Dr. Edo Luke nie ((Kroate) 134, der Demokmt Dr. Rybar (bisher Präsident) 88 uttd der Bauernführer Ra die 11 Stimmen. Die übigen Stitniügettel Ware:: leer. Dr. Ltrkenic hat die Wahl angenrnnmen und'für heute eine Sitzung einbertffen, 'nt der die ajfeas Mietet M MtoS ü«t Mttei!.. '