Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1327 (21.10.1922)
- Date
- 1922-10-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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GeML Mi». VdmMS'' Melker MorseWeMnK 21. Oktober 1SSS Skr. 1327 .rfltät. Sodann, zogen die Studenten zur Wohnung des Rektors. Ta man ihn nicht autvaf, begab sich 'bei Zug bou dip jUnwevsität, wo eine Bcrsanunlung der jüdischen Stn-- -drntenschaft zwecks Stellungnahme zur Forderung der -Polnischen Studenten stattfand. Vor dem Universitätsgebäude kam es zu Prügeleien zwischen den Studenten und den Pedellen der Universität, die sämtliche Eingänge abgesperrt hätten. Schließlich wurde die Entsendung einer Delegation zum Senat gestattet. Sie wurde vom Rektor empfangen, der ihr die Gründe seines Verbotes auseinandersetzte. Die Antwort /des Rektors bcsriedigtc die Delegation nicht. Für die nächsten Tage wurde eine neuerliche Versammlung einberuseu, bei der Abgeordneter G l o m b i n s! i, der vor einigen Tagen auch in Leinberg in einer Studenteuversammlung über die Einführung des Numerus clausus referiert hat, sprechen soll. FestVersamminng des ZMischen Neal- Kr-W«astv«Ss - h Heute um 6 Uhr abends findet im Saale der Schrift« siellervcreimgrmg „Die Scholle", 2. Bcz., Lilienbrunngasse 1, die von der Eltern Vereinigung d e 8 Jüdischen Realgymnasiums aus Anlaß der Erteilung s e s £ e j fen t li ch? c itsr e ch '' an dieser Schul' Vera c stattete Festversainmlung statt. Sprechen werden: Professor Dr. Rosen seid, Kultusrat Tr. Karl Pollack, BezirkSrat Dr. Otto Abeles und Direktor Dr. Bittor Kellner. BanschSden des Festsaales der Wiener Aniverfitrit durch die Witterrmtz. Perlegung -er Rektors-Inauguration ln die Akademie der Wissenschaft«». Wie wir erfahren, hat der Festsaal der Wiener Uniberftiai infolge der Witterungsunbilden derart gelitten, daß sich ein Teil des Mauerwerkes von oben losgelöst und zu Boden gefallen war. Da sich diese Schäden a u sdehne«, hat sich der neue Rektor Diener veranlaßt gesehen, die feierliche Inauguration am 26. d. nicht im Festfaale der Wiener Universität, sondern im alten Universität sgebäude der Akadenrre der Wissenschaften am Universitätsplatze abzuhalten. Der Festsaal der Wiener Universität, der bekanntlich vom Bcmrat Heinrich v. F e r st e l in den Jahren .1873 bis 1883 aufgeführt wurde, ist 20 Meter hoch. 'Seine Ausschmückung war ursprünglich zwischen Franz Maisch und Gustav Klimt verteilt, doch zog Klimt schließlich seine drei großen Phantasiestücke („Philosophie", Jurisprudenz", „Medizin"), die einen ästhetischen Bürgerkrieg entfacht hatten, zurück und Matsch fiel die ganze Ausschmückung zu. Sein Mittelbild stellt dn Sieg des Lichtes über die Finsternis vor, dazu vier Allegorien der vier Fakultäten, zwölf friesartig ang.'.srdnetr Zwickelbilder in dm Ecken vier symbolische Tiere. Eine Aktion der Atlantic Cünferenee Wege» Erhöhung -er amerikanische» EiKVandernngsqnote. Aus Brüssel, dem Sitze des Generalsekretariats de§ Kartells der Schiffahrtsunternehmungen, das, unter dem Namen Atlantic Conference tätig ist, wird uns gemeldet, -daß das Kartell jetzt in Washington eine Aktion eingeleitet hat, nm die Erhöhung der Einwandeverquote durchsetzen. Die Schiffährtsgesellschafttzn leiden unter dm jetzt bestehenden Einschränkungen nicht nur deshalb, Werl WWWWSW««>M,I«W»W«S»«I^I jj \nuirag—ntanoMwtfiw gelegt wurde, weil bekannt war, daß die Juden nur im äußersten Notfälle den Sabbat entweihen würden. Sonderbarerweise hat auch die Wasserleitung versagt. Von diesem Tage an ging es mit der Saloniker Judengemeinde immer mehr bergab. Hunderte jüdischer Familien sind seitdem aus Salon-R ausgewandert. Die Zurückgebliebenen «sind arme Menschen, die keine bedeutende Rolle spielen und denen es kaum möglich sein wird, dieses in der Geschichte so berühmt gewordene jüdische Zentrum wieder zur alten Große zu bringen. Nun hat auch das große jüdische Zentrum von Smyrna das Kriegsschicksal ereilt. Die ganze Judenstadt ist ein Raub der Flammen geworden. Vom jüdischen Viertel isst nichts als ein großer Schutthaufen, ein Berg von Ruinen geblieben. Die/Juden, gestern noch wohlhabende, reiche Leute, sind ihrer .Habe beraubt, obdachlos, und warten jetzt, bis die Juden anderer Länder sie vor dem Hungertod retten. . Die jüdische Gemeinde in Konstantrnopel hat aNgenschvrnlich weniger unter dem Kriege gelitten. Der Krieg hat wohl seine Brandfackel nicht bis nach Konstantinopel getragen, aber die Machtstellung der Juden im Handel- und Gswerbeleben ist 'durch die europäische Okkupation zum größten Teil zerstört. Die OKu-pation durch die Mächte hat auch 'deren eigene Anwärter auf den Einfluß ans den Konstanimopeler Platz ins Land gebraut. Die alten Lbensquellen der Konstantinopeler Juden firub verschüttet worden, und unter den gegebenen Bedingungen konnten neue nicht erschlossen werden. Konstantinopel und Smyrna werden tütkrsche Städte bleiben. Ob jedoch die jüdischen Gemeinden in den vom Krieg heimgesuchten Städten wieder werden aufgeba-ut werden können, ist heute schwer zu sagen. Es ist sogar nicht sicher vorauszusagen, ob die Türken den Juden gegenüber auch in Zukunst -dieselbe freundliche Haltung einnehmen werden wie vor dem Kriege. Erms ist jedoch sicher, die Juden des' nähen Ostens haben durch den Krieg das Schicksal ihrer Brüder im östlichen Europa teilen inifk . der AnÄvandererverkehr geringer geworden ist, sondern auch aus dem Grunde, iveil das Gesetz Verschiedene Unklarheiten enthält und die Schiffahrtsgesellschaften für den Schaden, der dem Auswanderer.dadurch erwächst, daß er ohne den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, nach einem amerikanischen Hafen gebracht wird, aufzukommen haben. In eingeweihten Kreisen knüpft man jedoch an diese Aktion keine großen Hoffüngen, da in Amerika eher -das Bestreben vorherrscht, die Einwanderungsbeschränkungennoch zuverschärfen. Das Kartell will wenigstens durchsetzen, daß nichtamerkanische Staatsbürger, die nach Europa fahren und innerhalb sechs Monaten wieder Mrückkehren, ohneweiters hereingelassen Werder» mögen, was nach dem geltenden Gesetze nicht der Fall ist. Dem Kongreß und Senat liegt jetzt f*™- ser Antrag vor, wonach Schauspiel-srn und Studenten die Ein- Nxrnderung nach Amerika völlig verboten werden soll. Dieser Antrag geht vo dem amerikanischen Schauspielerverband aus, der sich darauf beruft, daß in New-Dork allein zwanzig Theater wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse geschlossen Werder: mußten. Trotzdnr werde Amerika vor» auslädischen urrd ganz besondrs von aus den valulaschwachen Ländern kommenden Schauspielern und sonstigen Artisteu überschwemmt, während die einheimischen Schauspieler.Not leiden. Aus derselben Duelle wird uns berichtet, daß das amerikanische Konsulat in Budapest die Regierung ersucht Habe, keine Pässe für Amerika auszufolgen, da -die ungarische Einwaudererquote schon während der ersten vier Monate ganz erschöpft wurde. Die Auswanderer sind zumeist Iuden und Arbeiter sowie Heimkehrer aus Amerika, welche in der gegenwärtigen politischen Atmosphäre in Ungarn nicht leben können und nach Amerika zurückkehren. Anternationale Boxkämpfe. Die gestern im Sophiensaal ausgelragenen Kümpfe zeitigten folgende Ergebnisse: Maller Weiß (Wienh 62 Kilogramm schwer» der für den in Passau ausgekallmen Engländer Davidson einlprang. gab nach der zweiten Runde gegen Drehkopf (Düsseldorf), Sl Kilogramm, auf. Kann«, 65'5.Kilogramm. österreichischer Weltmeister, siegte nach Punkten gegen Mansell (London), 66.5 Kilogramm. Glanz, österle-chi cher Meister im Schwergewicht. 77 Kilogromm, wurde in der zrre ten Runde zum Sieger erklärt, lein Gegner Gröger (Kamburg). 73 Kilogramm, wegen Ttefschlag dtsqua'isiz'ert. Wesselttsch, österreichischer Wltelgewichtimeister, 70 Kilogramm. siegt nach Punkten gegen Neussel (Kamburg). 72 Kilogramm. Wir' werden in unserer, morgigen Nummer aus dir Veranstaltung zurückkominen. .. AnsLritte am dem IrrdenLnm. Stern Posalte, geb. 12. April 1881. Wien, XV.. Iobnstraße 46. W e i n m a n n Franziska, ged. 28. Juni 1901, Mödling. IX., Tburngaiie 17. Wasiermann Eduard, geb. 23. August 1873. Wen, XVUl., Genhgafle 60 Reumann Siegfried, geb. 3. SuXi 1886, W en. Kaufmann. IX., Rotenhausgasse 8. Dr. S ch n e e r Guido, geb. 8. September 1886. Wien, Rechtsanwalt, IX., B-rggass-17. Maylänoer Margarete, ged. 24. November 1901. Zinnie, IX.» Glasergasse 9. Fluß Karl. geb. 2l. Februar 196», Pozsony, Kaufmann. lX., Löblich- .aasse 5. Schirmer Berta, ged. 5. Sünner 18W, Wien, Vl., Mlllergosse 17. Lukacs Irene, gs->. 8. F'iii 1900, Men. Vit.. Seidengasse 29. P i n 1 e r Marie, geb. 1. Oktober 1884, Nagy- Prfenyr, XIII., Winkelmannstratzr 10. P t n t e r Moritz, geb. 16. März 1879. Bouahord, Kau>mann. XIII.. Wtnkelmannslratze Nr. 10. Poppe r Anna. oeb. 3. August §dS3, Nogyfaloa, xirl.. Woltergasse 3^. Magaziner Erna,' ged. 2. Oktober 1923, Wien, II!.. Ketzgasse 36. Brand Adele, ged. 7.. Juli 1895, Wien. III., Löwengak'e 44. E.p st e i n Loses, geb. 31. Dezember 1897, Wien. Äiifsarbritrr, X., Erlahgasse 63. Reif Rudolf aeb. 1. Oktober 1891. Mran. Beamter, X.. Neufetzgaffe Nr. 4. V o g I Oilo, geb. 7, März 1927, Wien, Klemknedt, Oderwmdiaag. Oberösterreich. Dr. Wer tz Emil, geb. 12. Juni 1885, H-drnburg. Chrmiker. IV., Delvedereaasse 6. Goldberg Lo»is, geb. 15. Juni 1895, Wien, Beamter, IV., Gr. Neugasse rv. F r e u n d Frieda, geb. 19. Dezember 1892, Magyarfaiva. II., Msthlfeldgasse 6. L a n y i Rosa. geb. 32. März 1876, Pretzburo.!., Krug rstrat,e8. K a ck e r Marie, ßci». 4. September 1900, Wien, 1L, Pazmnnttengasse 5. Grünhut S cgmund, geb. 16. März 1870, Wien, XVI, Ottakrmgertlraße 108. Schwarz A"ton. «ed. 14. Dezember 1850, Kaposvar, N., Wonlmuihsiratze 23. G > a t t a u e r Ernst, geb. 5. Dpr 1900, Wien. II., Lassallestroße 12. K o l > r n g e r Bernhard, geb. 16. Februar 1893, Dop--cze. XVItl., Weimar.-rstratze tz4. Retchm a n n Robert, ged. 10. August 1892, Waiöhofen a. d. Thaya, Bundesbeomter, XVIl.. Geblergasse 3. Kasper Oskar, geb. 9. Mal 1897, Wien, XXI., Baumergasse 7. * Die jüdische Auswanderung aus Rußland. Wie dvs Bereinigte Komitee für jüdische Auswanderung mitteilt, sind die Unterhandlungen des Vereinigterr Komitees mit dem Jdgeskom (jüdisches gesellschaftliches Komitee in Rußland), mit Bezug auf die jüdische Emigration aus Rußland, zum Abschluß gebracht worden. Am 8. d. wurde das beiderseitige Abkommen unterzeichnet. Gemäß diesem Vertrage wird das Bereinigte Konütee für jeden Emigranten den Betrag dyn 75 Dollar deponieren, der von den Verwandten des Emigranten hinterlegt wird. Dieser Betrag muß laut dem Abkommen dem Emigranten in der deponierten festen Valuta einge'händigt werden. Der Emigrant verfügt persönlich über die ganze Summe. .Das Vereinigte Emigrations-Komitee erhält dann vom Emigranten persönlich eine Bestätigung "'und genaue Abrechnung über den ganzen Betrag. (I. C. B.) . * Die Alkoholbekämpfüng in Amerika. Aus Washington, 19 Tttober» wird gekübelt: Eine enrschneidende Bestimmung, die von dem'GeuevalaMcrli (Justizminister) D a u g herty veranlaßt und vom Präsidmten H a r d i n g gebilligt wurde,'verbannt alle geistigen Getränke von s ä m t l i ch e n a m e r i k a n i s ch e n S ch x f f e u i n der ganzen Welt und verbietet die Einfahrt -ausländischer Smrisc in amerikanUche E-ewässcr. wenn sie geistige Getränke, sek es versiegelt oder offen, an Bord haben Der Erlaß erstreckt sich auch auf die Sckifse, die privaten Gesell schäften gehören, welche, die amerikanische Flagge führen. Def neue Erlaß wird auch auf die amerikanischen Inseln, aber nicht cutf Panama, ausgedehnt. Er geht in seiner Wirkung so weit, daß er frenlden Schiffen, die Alkohol an Bovd tragen und d« von einein ausländischen Hafen nach einein anderen ausläw di scheu Hafen fahren, verbietet, amerikanische Häfen anzulaufen Ausländische Schiffe, die mit Alkohol an Bord Amerika anlaüfen sind der Beschlagnahme aus Grund des amerikanischen Prohi^ bitionsgesetzes nnt-evworfen. * Sonderbar, höchst sonderbar. Aus Kö pö Sd in der Slo' lvakei wird folgende Geichichie berichtet: Der 70jährige Landwirt Dolnhik ans Köpösd (Komitat Neutra) heiratete seine eigene Schwiegermutter, die um 10 Jahre älter ist als er. Die Vorgeschichte der Ehe rst folgende: Dolnyik hatte vor drei Jahren die Tochter seiner jetzigen Frau geheiratet. Diese war nach einiger Zeit mit dem Sohne ihres Mannes in zärtliche Beziehungen getreten, deren Ende Selbstmord der beiden war. Beide stürzten sich in den Waagfluß. Nun heiratete Dolnyik seim Schwieger« inu-tt-er. * Zukunft.. Ein geioes-errer Zögling des Vereins „Zukunft" schreibt uns: „Zukunft" betitelt sich ein Verein, der arme jüdische Kinder beherbergt. Alle, die ein Vaterhaus und liebevolle Eltern besitzen, können das Glück gar nicht ermessen, das sie umgibt. Diese armen Kinder jedoch sind dankbar für das Gevlwgste,.das man ihnen bietet. Müßt-e nicht Haß und Verachtung rn den jungen Menschenberzen emporkvinren, wenn die, die mit irdischen Gütern reich bedacht sind, ihnen nicht Schoch omd Hilfe zukommen lassen? Sie sind ja so glücklich, diese armen Kleinen, tvenn liebe, gütige Menschen sich ihrer annehmen. Alle, di-e dein Heim des Vereins „Zukirnft", in erster Reihe Herr Oskar Goldschmied, die Seele des ganzen Werkes, vorstehen, widmen sich mn Herz uttfr Seele diesem hochherzigen Werke und ihre Mühen sind' nicht umsonst. Denn alle die Kinder, die bereits ausgelernt sind und das Heim verlassen haben, sind tüchtige, bmuchbare Menschen geworden und denken stets mit Dankbarkeit an die Förderer ihrer Jugend zurück. Obgleich >da8 Heim von vielen gütigen Menschen unterstützt wird, sind ihrer -doch twch -u wenig, um -das Ganze aufrecht erhalten zu knmren. Soll rch umsonst an das edle jüdische Herz appellieren uüd um seine Hilfe bitten? Es hieß doch immer, niemand halte so fest zusammen wie die Juden. Soll sich das Band der Eimgkort lockern, nur weil es sich um die Z-rckunft armer jüdischer Kinder handelt? E. Sch. * David Weinbaum gestorben. Wie unS auS Zürich genreldet wird, starb dort am 18. d. der Herausgeber des ,^svaeiitischen Wochenblattes für die Schweiz" David W e i n o a -u m. Der Verstorbene genoß unter der Schweizer Judenheit großes Ansehen. * Die Amerikaviscn für Auswanderer aus Pole«. Der audcrikanijche Konsul in Warschau begann bereits mit der Ausgäbe von Paßviseil an die Amerikareisenden auf Grund der Einreisequote für 1928—24. Dagegen stellte er die Ausgabe von Visen für S ch w e st e r n und Brüder von Amerikanern übechaupt -ein. Rückwanderer polnischer SdaatSzugchörigtLit bekommen das Visum nach den Vereinigten Staaten sofort anS- S-solgl. <J. E.» ) * an Bereis „ttMt.tttfirwla“ zur Wtge und Fbrdemng von Kunst und Wissenschaft veranstaltet am Samstag den 81. d. im Festsoale des Koteis Continental. Wien. II.. Taborstra^e 4, den ersten P h t l a n t h r o p t a - B a! t. Gleichzeitig findet die Ernennung des Kenn Solef Mu s f i v ns ch n i k zum Ehrenprästd-nten des Vereines statt. Der gesamte Reingewinn fließt dem Fonds zur Bekleidung armer Waisen- Kinder zu. Aus diesem Anlasse wird-um rege Deteilioung gebelen. — Bei der am 9. d. ftottgefundenen Generalversammlung wurden folgende Vorstandsmitglieder gewählt: Obmann : Kerr Kugo Krakauer. Obmannfletlverireter: Kerr Jakob Weiß. I. Schriftführer: Frl. Gina Körnig. II. Schriftfübrer: Frl. Siessi Sitbiger. I. Kassier: . Kerr Adolf Feiler. II. Kassier: Frl. Genta D a s ch k i e v.t e z. ferner Kerr Larques W a h ija g e t und Kerr Mar T u r e r. * Die österreichische Künstlerhilse'für die Hungernden in Rußland teilt mit: Im Einvernehmen mit der Oesterreichi'srhen Gesellschaft vom Roten Kreuz sowie mit dem Ministerium für soziale Verwaltung und einem Vertreter der Gemeinde Wien wird in allernächster Zeit ein Transport von uns bereits angekauften Waren zur Einrichtung eines FeldspitaleS an das Nansen-Komitee in Budapest abgesendet werden. Unsere Smnmeltätigkeit wird fortgesetzt; doch soll nunmehr nur ein Teil unserer Einnahmen den hungernden Kindern in Rußland zukommen, während der Hauptteil derselben zugunsten der not« leidenden WienerKünstlerschaft verwendet werden soll. Spenden werden entgegengenommen bei der Oesterreichischen Künstlerhilfe, Wien, 1. Bez., Hofburg, MaMertor, Feststiege, Mezzanin 4. Tel. 62—26, Postscheckkonto 43.703 (Intern. Frauenliga) sowie bei der „Wiener Morgenzeitung". * Eine Millionenspende für die Krebsforschung. Aus Stockholm wird berichtet: Ein unbekannter reicher Schwede hat 870.000 schwedischer Kronen zur Bekämpfung der Krebskrankheit Msp-endet. * Eingeftsttle direkte Ws««». Die BettteLsdirekrion der Südbahn teilt mit. Latz wegen ausfallend sLwacher Frequenz der Kurswagen Wien-Südbahnhv f-Ä hbazia- M a t t u g t i t und umgekehrt bei den Schnellzügen 9 (Wien ab 20 Uhr 15 Min.) und 10 (Wien an 9 Uhr 22 Min.) ab 22. d. n i ch! m e li r geführt werden wird. * Esperanto Leim Völkerbund. Die allgenreine Sitzung des Völkerbundes hat beschlossen, den Bericht des General-! sekretariats über Eipevanto als mternationale Hilfssprache mit : den Empfehlungen der Untersuchungskommission gutÄcheißen.! Die Frage der Einfülirung des Esperanto in die Schulen aller 1 Staaten würde der standlgen Kommission für geistige Zusammenarbeit zur Meinungsäußernng überwiesen. Die Dele- ' gierten von Finnland, Ehina, Japan, Persien, Südafrika und; Bulgarien unterstützten die Erhebung t des Esperanto zur! offiziellen Sprache. Einen Bericht in diesem Sinne gab der berühmte Lingvist Gilbert Murray. Professor an der Universität Oxford. Lord Robert Ceeil trat wärrnsteilS für die Einführung des Esperanto ein. * Sebräische Schule drr Bezirke 2HI. tzts 2T.V. Die Einschreibung in die Kurse für Anfänger und Vorgeschrittene findet Sonntag den 32. d.» von 9 bis 12 Uhr vormittags, 'm Schullokale. XV.. Kerklohgasse 21/1. statt. Reflektanten wollen sich zu dieser Zeit einfinden. . * Waklarbttlchl. Sn Orsterreick hält im allgemeinen noch trübes Wetter an. Nur stellenweise ist die BewSlKung aufgebrocken, doch hat der Regen auig-bört. Auch Ist es etwas wärmer geworden. Sn Deutschland hat es sich grötzienkils ansgeheitert. Das Kockdruckgebier über Nordeuropa ist ze>fallen, über Finnland hat sich em L-efdruck gebildet. Damit scheint die Zufuqr Kaller Luit aus Nordvsten abgeschnitten zu tem. so daß eS ein wenig wärmer werden dürste. Eine Äusheiterung von längerer Dauer ist jedoch nicht zu erwartm. Vorausfagt: Bewölkung zeitweise autbrechend. etwas wärmer. . iü