Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1325 (19.10.1922)
- Date
- 1922-10-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- * -■>. -'T‘ ' » " M,- ' MH'W"' Meit», HvnnerStag - Die hebriiische Bühne Labimah i» Moskau, die fsich in den letzten Jahren qutzrrordeNtlich Mtwickelt hat und nMr! dk SkaatStheater Rußlands aufgenomn'en mrrde. eröffnet?te diesjährtae Spielzeit mit einer Aufführung von An-skls D y d u ». Lertt Schapir gestorben. Wie uns aus Odessa berichtet wird, ist der begabte hebriüscke SÄriftsteller B«r" Schaptr gestorben. Sckapir aenoß in der hebrS'sckm Schmt" stellerwelt einen ausgezeichneten Ruf und wurde insbesondere von Bialik geschäht und gefördert. Foxtrott oder Fuge 7 Linen für unsere Zeit beze'ch' nenden Fall Mt Prof. Franz Schreker, der Direktor der staatlichen Musikhochschule in Berlin, mit : .Ick machte kürüick nachfolgende Erfahrung t Ein Kompositionstcküler, der immer feine Aufgaben fleißig erledigt hatte» Uetz plötzlich in oMll'ger Weise nach. Air ich ihn zur Rede stellte, gestand er mir, et , Agent habe bet ihm ein großes Talent für oxtrott ufrv. deckt. Run schreibe er modern- Tänze und erhalte für jeden Tanz 1500 & Sr hätte zwar zuerst etwas zu.komplizt.rt geschrie-en. jetzt aber, da er die — sagen wir — Einsamkeit gelernt habe, ginge es sebr gut. Damit konme ich mich natürlich n'chi einper» standen erklären und ich stellte ihn vor die Wahl: Entw.'der Fox. trott oder Fuge." Gerichtssaal. Das Borleben der Frair — Kein nach- LriLglicher ScheidVNgsgrnnd. Beim ZivEandesgerichte brachte der Kaufmann Georg N. gegen seine Gattin Marie, eine Ehescheidurtgs- Kage ein und machte als Scheidungsgrund das Berleben seiner Frau geltend, für das er einen umfangreichen Zeugenbetveis anbot. Als weiteren Scheidurrgsgrund führte er an, daß er von seiner Frau wiederholt „Schuss genannt wurde. Die Geklagte erwiderte, ihr Gewissen sei rein und sie habe den Beweis über ihr Erleben nicht zu fürchten. Die Bezeichnung „Schuft" sei für einen Mann, der nach langjähriger Ehe-das angeblich nicht einivandfreie Borleben der Gattin heranzieht, um -dve Frau abzuschüiteln, gerechtfertigt. Sie begehrte die Scheidung aus dem alleinigen Verschulden des Mannes, weil sie von ihm dreimal geohrfeigt wurde. Das ZivMandesgericht lehnte die Beweise über das Vorleben der Frau ab und sprach'die Scheidung der Ehe aus dem alleinigeu Verschulden dds .Klägers, und zwar wegen schwerer Mißhandlung durch drei Ohrfeigen, aus. Gegen dieses Uvteil brachte der Kläger die Berufung an das Oberlandesgericht ein, weil sein Zeugenbeweis über das Vorleben seiner Frau nicht zugelassen wurde, weil ,,gßs* wohnliche" Ohrfeigen keine schwere Verletzung seien imd weil auch die Beschimpfung mit »Schuft" einen Scheft jmugsgruud äns dem Verschulden der Frau Liwe. Der Berufungssenat . (Vorsitzender Hofrat Sch r ö tte r) gab Jfet; Berufung keine Folge und bestätigte das erst-' richterliche Urteil, weil als Scheibungsgrund nur Vorgänge währe«d der Ehe, also nicht das Vörleben ber F«m, herangezogen 'werdeu Lämtem Ohrfergen seien, wenn schön nicht M schwere Verletzung, so doch jedenfalls -Ls. empfindliche Kränkung anzusehen. Die Bezeichnung „Schuft" wäre rm sich geeignet, einen Scheidungsgmnd aus dem Verschulden der Frau zu bilden, allein im vorMendern Falle sei dieser Ausdruck mrs die Provokation von Seite des Klägers zurückzufuhren. ' ‘ f . .■ BolksrvLrl. Gefte«-elte Krone ----—.0078 Centime-- Auszahlung Wien ---- —.0074 Centimes Sn Zürich notierte bis österreichische Kronr . . . 0.0074-( 0.0072 am 17. Okt.) die öfierr. gestempelte Krone. 0.0078 l 0.007s am 17. Okt.) die tschechische Axone . . v. 18.— (17.70; am 17. Okt.) bk Mark. . . . . 0.19 ( 0.18*/< am 17. OM.) Agram . , . . . . 2.60 ( 2.38 am 17. OM.) Bukarest . .. . *V\ v1 3.42 (3.42 •: am 17. OM.) Sofia . . .V..>'./VV« . 3.50 ( 3.45 am 17. 0kt.) Budapest. 0.31'/, ( .0.21'/, am 17. Okt.), Warschau. . . . . . . 0.05*/« ( 0.05% am 17. VM.) Die ungarisch-tschechische» Handels« verLrassuerhauLlungen. Böninformiert-er Seite erfahren wir, daß bei den Handelsderuagsverhandlungen mit Ungarn die Magyaren die Beseitigung aller Ausfuhru n d Eins uh rverbote und die Einführung des Zolltarifes verlangen werdest. Sie wünschen den Abschluß eines Handelsvertrages auf Gvustid der Meistbegünstigung, 'die' Ausgleichung der Schulden -der ungarischen Firmen infolge des Stetgens der tschechischen Krone, >ie Verhinderung der Doppelbesteuerung und ein Nostr-iMtionsabkommen. Der magyarischen Industrie wäre es erwünscht, wenn die tschechische Regierung einen Einfluß auf die Repara^ ttonsfrage -ausüben würde. Die Magyaren fordern ferner -ein Abkommen über den Eisenbahnverkehr, dessen Grundlage die Berner Konvention bilden würde, eiste Erleichterung des Post-, Delegraphen-- und Lelephonverkehrs nnh der Drucksachenbeförderung- Erleichterung in den Bisa a n gvlltzenheiten und im Stückgutverkchr. U-cber. Einschreiten der indnstri-ellen- Kreise fordern die Magyaren die Reziprozitä±: fec-i dem Gewerbe* de trieb, bezüglich der Zulassung:bcr Handlungsr-eisenden und dev Eröffnung von Filialen. Sie verlangen^ daß Firmen, die Mühlen oder Fabriken in der Slowakei gründen^ diesen llnternehmustgirn Evsatzbestandteile und ganze. MaschineNgarniiuren beim Austausch von Maschinen oder.'bei Betriebserweiterungen liefern dürfen. Sie fordern die Ermöglichung dsr Ein- Mortzettzetturt^ fuhr von-Feld- Hd Waldbahnen für die Industrie, nmuentlich^ in die Slowakei und Kachathorußland/'wohin Ungarn 'früher Waldbahnen geliefert hatte. Auch, die Siphonverschlnßindnstrie verlängt di-e -Wstfuhrmögiichk-eit.' indie-- Tschecho-Slowakei, dagegen würde die Ausfuhr der Erzeugnisse der" tschechischen Flafcheninduslrie nach Ungarn ermöglicht werden. Ungarn verlangt insbesondere die Ansfuhrmöglichkeit fol-, gender Artikel nach der Slowakei und 5larpathorußland: Eiskästen, Pumpen, Gasgeneratoren, Spritzen, Schrauben, Petroleumlampen, Eisenbahn-Signallampen, Hausgeräte aus Blech, Glühlampen, -elektrotechnischer Apparate und Einrichlungen für drahtlose Delegvapljie. Cs handelt sich insbesondere um Eisen- Lahnvorrichtungen, die nach ungarischen Typen in der Slowakei und Karpathorllßland Eingerichtet find. Die ungarische che- , mische JMlstrie will ünportieren: Erdfarben, chemische Farben, -Lacke, Tinten, Siegelwachs, MetaWutzmittel, Ultramarin, vegetabiftsche Oele, Glyzerin, Teer und 'inedizinische Präparate. -Die KmüschukindustriL verlangt die Ausfuhrermöglichung für Spielsachen, Badekappen, Gummiabsätze, Kautschuk für chivur« > gische Zwecke, technischer Gummi- und,Hartgummiartikel. Die!Textilindustrie will Seideunähg'arn und Stickgarn, Roh- ' s-eide' und insbesondere Damen- und Herrenkonfektion und Wäsche emführen. Di.! Alagyaren verlangen ferner die Beseitigung des Einfuhrzolles aus Sämereien, die Ermöglichung der Einfuhr lebender Fische, gleichg-ü'tig öb ungarischer, jugoslawischer oder rumänischer'Herkunft, die Erhöhung des Kontingents ungarischer Salami, die Ermöglichung der Einfuhr von Mineralwasser, insbeson'deve Bitterivasser, von Ober- und Sohlen-, löder, Box und Chevreau, Gemüsekonsereven, Obst- und Fleischkonserven, Zement, Dachzi-egeln, Automobilkarosserien, landwirtschaftlicher Wägen, Hausgerät, die freie Einfuhr von Büchern und Druckschriften. Die ungarischen Mühlen und Landwirte bestehen aus der Ausfuhr von Mehl gegen tschechoslowakische Kronen. Die Deviserrpreise. Die gestempelte Krone notierte gestern in Z üri ch unverändert 0.0078. Auszahlung Wien schloß 0.0073 nach 0.0074. Die Reichsmark ging mit einch: Meinen Besserung von.*/4 auf.0.19 aus dem Verkehr. Die tschechische Krone stieg von 17.70 auf 18. Eine starke Steigerung er ielten die jugoslawischen Zahlungsmittel, Devise Agram besserte sich um 25 Punkte auf 2.60. In Berlin zogen die fremden Zahlungsmittel weiter an. Kabe> New-Dork notierte 2896.37. Auszahlung Wien unverändert 3.98. In Pr a g erzielte Auszahlung Wien eine Kleine Besserung von 0.03,62 auf 0.03.70. In Wien wurde New-Vork um 100 Kronen auf 73.675, Schweizer Franken um 45 Kronen' auf 13.479. die tschechische Krone um 35 Kronen auf 2425 erwätzigt, dagegen Scheck London um 590 Kronen auf 327.840 erhöht. Die R e i ch s m a r k notierte unverändert 25.78. Im Einklänge mit der starken Steigerung der Devise Agrastr in ZLrich wurde die. j u g.of l a w i s ch e K r o n e von '299 50 .quf 344.75 hinausgesetzt. Nachstehend die osiiziellewNotisrungen: VerStkentlSekunz üer Devisenzeittraie vom 18. Oktober 1922. Bevisen (Schecks und Auszahlungen) Aaiterdim f. 1 holl. Gulden , Aeram 1 jag. Kronen .... Belgrad 1 Dinar .. Barlin 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei ...... . Christian!* 1 norweg.. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor , London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas . . . . . , Mailand 1 Lire . , ■ . » . . . New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa . . . ... . Stockholm I schwedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw. „ / H kleinere . . . Belgische Noten KO FrAncs . , Bulgarische Nöten tu 1000 Leva . » * » 100 „ , » kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . t> » , m m 100 , . . * , kleinere.... Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. » » kleinere ...... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. lOO Lire aufw. n * kleinere . . . tngosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar » - » » » .100 „ , B » kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten Y. 500 Mark aufw. , * kleinere.... Rumänische Noten zu-lOOÜu. 500Lei „ , kleinere . . . Russ. Noten (Roman-) zu 200 Rubel , » . » 100 , » » » . kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor -. Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 10Q Pesetas . . Tsehecho-slow. Not. v. 1000 aüfw, p kleinere . , Ungar. Noten (neueEtn.) zu 1000 Kr. p .zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere ..... Geld Ware Zinafuß 4 28760.- 28850.- 6 344.75 345.25 5 1379.- 1381.- 8 25.60 25.90 4'L 5134.- 5146.- 6 29.20 29.30 5 13335.- 13365.- 5 14705.— 14735.— 3 327840.-328440.— 5’/. 11215.- 11245.- 6 3096.- 3104.- 4 73675.- 73825.- 5 5504.— 5516.- Kursv.l6.0ktober Geld Ware 28660.- 28760.- 299.50 300.— ,1198.- 1200.- 29.60 25.90 5169.- 5181.- 26.20 29.30 1326o!- 1329o!— 14610.— 146-10.— 327250.-327850.- 11210.- 11240.- 30%.- 3104.- 73775.- 73925.- 5564.- 5576.- 5 2437. - 2443.- 2472.- 2478.- 6V« 474.50 475.50 450.50 460.50 4*1. 19655. - 19695.- 19636.- 19670.- 7 . 6.85 6.95 7.05 7.15 3 13560, - 13599.- 13610.- 13640.- 73250.— 73550.- 73350.- 73650.- 73150.— 734SO.- ,73250.- 73550.- 5075.-- 5105.- 5110.— 5140.- 453.- 457.- 438.- 442.- 433*- 437.- 4is!— 1 I 'S 14.30.- 14590.- 14440. - 14500.- 25.75 26.75 25.75 26.75 32734oI— 328340.’- 32675oi— 327750^— 327140.— 328140.- 326550.— 327550.- 5445.— 5475.- 5503.— 5535.- 28600.- 28800.- 28510.- 28710.- 3062.50 3077.50 3062.50 3077.50 3042.50 3057.50 3042.50 3057.50 1363.- 1367.- 1183.— 1187.- 135o!— 13641— 11731— 1177*.- 13170.— 13230.— 13100.- 13160.- 6.65 6.95 6.85 7.15 6.55 6.85 6.75 7.05 444.— 446.— 449.- 429.- 451.- 424.— 426.- 431.- 19410!— 1949Ö1” 19410*.- l949o!— 13470.— 13530.- 13515.- 13575.- 11080.— 11140.- 1107«.— 11130.— 2425.- 2435.- 2460.- . 2470.- 2420.- 2430.- 2453.- 2465.-. 28.95 29.15 28.95 29.15 2b!so Al- 28*35 28X5 Neue Ju-ustriefirme« in Palüstina. Jerusalem (I. C. B.). ^Jn der letzten Nummer des offiziellen Regiernngsanzeigers Wird die Legalisierung folgender industrieller und konimerzieller Gesellschaften, die in Palästina ib Tätigkeit begonnen haben, bekanntgegeben: 1. D i e F i n a n z - H a n d e l s- und Bankgestell schüft P a i fe st ine Corporation (Kapital 101.609 Pfund). 2. Die fr,anzösische Aegypt i s'ch e Gesellschaft. (Kapital 9 Millionen Franken), die 19. Oktober 198L Leite 7 —---------—r———— sich mit Export und Import von Benzin, Petroleum und dergleichen befaßt. 3./Die' Sälzindustrie Co. (Gründungskapital 40.000 Pfund). 4. Drei Kooperativ-Gesellschaften für Häuf e r bau: „J^ G a n i,m" (Garteustadt) ’ in Tel-Awiw, „Hanidelszentrum" in Haifa und „N achlath David" in Jerusalem. Die deutsche Goldanleitze. Der „B. Z. am Mittag" Wird mitgeteilt, daß die Goldschatzanweijungeu, wenn auch das gegenwärtig noch dem Kabinett vorliegende Gesetz .rasch angenommen werden dürfte, wegen der technischen Vorbereitungen nicht vor Mitte November herauskommen könnten. Die Stückelung sei so gedacht, daß die. kleinste Goldschatzanweisung einem Werte von 26 Dollar entspräche,. Gegen die Devifettbewkrtschastnng. Irr einer vovgoftern im Gremimn der Wiener Kaufmannschaft stattgehabten Versammlung der Schuhgrotzhändler teilte der Vorsitzende Vizelpräsident Wal ko Vits mit, daß der Völkerbundrat sich in seinem Gutachten. über Oesterreich wie folgt zur Devisenbewirtschaftung geäußert'hat: Zur Kontrolle der Einfuhr mit allen den willkürlichen Regelungen, welche sie unausweichlich nach sich zieht, und den Ausfuhrgebühren, welche auf eine große Anzahl vou Produkten gesetzt find, tritt noch erschwerend eine Kontrolle des Geldverkehres Hinzu, welche in ihrer.ge-gentvärtigen Form ein schweres Hindernis für den Handel bildet und keinen anderen Erfolg zu haben scheint, . als denjenigen, welche für den nächsten Winter eine Hu-ngersnot befürchten, eine schsinbare Sicherheit zu geben. Vizepräsident Walkovits wies darauf hin, daß die Erteilung von Einftchrbewilligungen für Schuhwären durch die in der Reg-rl völlige Abweisung der Tevisenznweisungen zur' Bezahlung derselben wertlos seien und daß sich der Schrchhandel gegen diese verkappte Einfuhrsperre entschieden zur Wehve setzen müsse. Vorstandsmitgl'ied Schlaffer erklärt die. Devisenordnuug auch voin Standpunkt der Schuhindustrie^ als eine schwere Behinderung des Geschäftsverkehres, deren , unverzügliche Aufhebung gefordert werden müsse. Die Versammlung beschloß, der Regierung die pveisverteuernöe Wirkung 'der Devisenordnung/bei Schuhwaren nachzuweisen und dem Grernium der Wiener Kauft Mannschaft den Dank und die Bereitwilligkeit zur Mithilfe im Kampfe gegen die Devisenordnung auszusprechen. - Direktor Dr. Ernil Widmer. Direktor Dr. Emil W i dmer der Wgemeinen österreichischen Boden-Eredit-Anstalt hat am 18. d. sein 25jähpiges Dienstjubilaum begangen. Aus dieseur Anlaß war der Jubilar, welcher sich als hervorragender Fachmann auf dem Gebiete des Finanz- und Steuerwesens weit' über die Berufskreise der Bankwelt hinaus des größten Ansehens erfreut, Gegenstand h^rrichster Sympaihiekuudgebungen seitens des Vorstandes und der gesamten Beamtenschaft der Anstalt, wobei die hohe Wertschätzung, welche Direktor Doktor Widmer genießt, zum Ausdrucke kam. Auch von den Konzern- Unternehmüngen der Boden-Credit-Anstalt, sowie von zahlreichen auswärtigen Freuiiden trafen herzliche Gratulationen ein. > . . ' -f Oesterreichische Credit-Anstali für Handel und Gewerbe. Die Credit-Anstalt schreitet nunmehr 'daran, in Ausführung der ihr von der letzten ovdentlichen Generalversammlung erteilten Ermächtigung ihr Aktien kapital von 1 Milliarde Kronen auf 1,3 Milliarden Kronen, durch Ausgabe von 1,562.600 Stück Aktien zu 320 K. Nominale zu.erhöhen. Den alten Mionären werden für fünf alte zwei, neue Aktien zum Kurse von 20.0 00 K. Pro Stück tel quel mit Dividendenberechtigung ab 1. Jänner 1923 zum Bezüge angoboten, während die restlichen 312.500 Stück an ein ausländisches Konsortium gegen langjährige Sperre zu einen: höheren Kurse begeben werden. Für die nächste Zeit ist sodann die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung in Aussicht genommen, welche — im Sinne des Gesetzes über die Zwangsanleihe — die Auswertung bestimmter dauernder Beteiligungen und die Auft stempelung der Wien ivif?200 K. pro Stück, d. i. um' 13,5 Milliarden, zu, beschließen haben wird. Die Anfstenrpelung wird sich auch auf die neu zu emittierenden Aktien beziehen. Die ausgewiesenen eigenen Mittel! der Credit-Anstalt (Aktienkapital und Reserven) werden sich nach ~ Durchführung dieser Transaktionen auf zirka 50 Milliarden Kronen belaufen. Veitscher Nragnesitwerke. Der Verwaltungsvat der Veitfcher Matznesitwerke-Aklieu-Gesellschaft hat in seiner am IS. d. abgehaltenen Sitzung über die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr Beschluß gefaßt; dieselbe ergibt nach Einstellung von 500,000.000 K. als Ernenevungsfonds und von 400,000.000 K. für Steuern einen Reingewinn von 778,711.946.43 K. Der auf den 2". L. einbevufenen 23. ovdentlichen Generalversammlung der Aktionäre der Gesellschaft soll vorgeschlagen werden, als^ Dividende für das Geschäftsjahr 1921—22 10.000 K. pro Aktie zu verteilen, 270,000.000 tantierneufrei zur Stärkung der Steuerreserve zu Vevweuden, in den außerordentlichen Reservefonds zu dessen Ergänzung auf 100,000.000 K. 88,803.348.11 K. zu hinterlegen und 50,000.000 K. ltantieanenftei dem Beamten- und Avbeiteruntevstützuugsfonds zuzuweisen. Weiters soll beantragt werden, von dein 50.000 Pfund Sterling betragenden Kapital der zu Beginn des Berichtsjahves in Glasgow behufs Schaffung einer bleibenden Betviebsstätte für Veitscher/ Magnesitprodukte in England unter der Firma Eglinton Magnesite Brick Co. Ltd. gegründeten Magnesitziegelfabrik, die sich in günstiger Entwicklung befindet, 40.000 Shares an die Aktionäre'der Veitscher Magnesitwetke- Akt-ien-Gefellschaft im Verhältnis 2:1, franko Valuta, in ein sin noch kundzumachenden Zsitpmckt h-ina>uszugeben,-imd, zn diesenr Zwecke 100,900.000 K. dem Reingewinn behufs bilanzmäßiger Begleichung dieser 40.000 Shares zu entnehmen. E>er sodann nach statutenmäßiger Vergütung der Verivaliungsratstan-tiemen und des beantragten Honorars für das Exokutidkonntoe verbleibende Rest von 7,236.180.25 K. wird ans neue Rechnung vörgetragen. HoGhielhe Stoffrests nicht zu t.ackpraisen sondern an bsstsB und itilligstsä he wfeni «N»«