Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1325 (19.10.1922)
- Date
- 1922-10-19
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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V ' ' ‘ ‘ 'A , < '' ' Seite 8 Wen, Domirrstaq Wiener Morgeiizeltuttg. 19. vttöver 1922 /'Nr. 1Ä2P Eine Kundgebung -der Holzhemdler Oesterreichs. Im Drohen S-aaile des Gremiums bcr Wiener Kanfmannschasi fand aorgestern unter dem Boyitz des Reichsvcrbaüdspräsidenten Kommerzialrat Sieginund Kubie einestark besuchte Versammlung der HolMMcr Oesterreichs statt, die sich mit der Frage des Miet.'rsckntzes aus den BahnlwflagerpläiM befaßie. In einem weiteren Referat über daS Einigungsantt für Streitigkeiten sprach sich Handelskanlnrerrät Arnold Friedmann unter allgemeiiver Zustimmung dasür aus, -daß die Wirksamkeit des E i n i g u n g S a m t e s mindestens bis 31. Dezember 1933 verlängert und auf die im Jahre 1933 bis Ende September abgeschlossenen Verträge aus'gedchnt werde. Ein weiteres Referat behandelt die Holz- und Kohlenaktion des Bundeskanzlers Dr. Seipel für die bedürftige Wiener Bevölkerung. Es wurde beschlossen, die Mion tatkrästigst durch 'Md lmd Spenden in närura zu unterstützen. Vorstandsmitglied 'Armer führte darüber Klage, daß in WärenberrchLen der Zel^ngen weit h ö H e r e Holzpreise angefühn werden, als tatsächlich verlangt, brziehungsweise bezahlt werden. Die mrswärtigen HolzproduHtten nützen natürlich dies>e vollständig falschen Preisberichte zui ihrem Vorteil aus und verlangen von Woche zu Woche höhere Preise. Von einigen Redner wurde Klage geführt» daß die Z u st c l l u n g d tt Bahnattisi in umem derartigen Schneckentempo erfolge, daß für alle Sendungen, ehe noch an die Ver- oder Ausladung geschritten werden könne, ein PönaleiWageirstandsgeld), welches oft die Hohe von 160.000 K. pro' Waggon erreicht, bezahlt werden müsse; auch habe die Bahnverwaltuug in diesen: Belange keine Rücksicht darauf genommeü.' daß -die Warenenlpfänger infolge des ' mehrtägigen Fuhrlverketstreiks außerstande waren, ihr Holz abpnführen. Es wurde angeregt, die für die Zeit des Fuhrwerkerstrens - bezahlten Wagenstaridsgelder unbedingt zurückzu- 7ordern und betont, daß die Bahnen auch verpflichtet seien, 'diese Gebühren zurückzuzahleü, da höhere Gewalt Vorgelegen sei. Erhöhung des Zollaufgcldes!n Ungarn. Wie das Handelsmnseum mitteilk, tritt mit Wirksamkeit vom 25. d. in Ungarn r/ne bedeutende Erböhrmg des bei Zahlung des Zolles in Banknoten sstatt in Gold) anzurechnenden Aufgeldes in Wirksam-?eü;.von diesem Tage anwirdas Aufgeld für die Waren der Listen A, B' und C auf das 2 5.10 0*, be.;w. 200 fache, für alle übrigen Warrn auf das' 4 V 0 fache des GrundzolleL erhöht. Gleichzeitig wurden einige Verschiebungen innerhalb der Zollaufgeldl'.stenvorgenommen. Nähere Auskünfte erteilt dir Zollcrbteilung des HandLls»"''"nms, 9. Bez., Bevggasse 16. Erweiterung in Einftchrfreiliste nach Angarn. Wie uns die Austro-Ungariscke Handelskammer mitteilt, hat die ungarische Regierurr-g angeorchvet, daß von nun an die nachstehend be« zeichemen Warengatnlng^n ohne besondere Bewilligung nach Ungarn eingeführt werden dürfen: Raps- und Rübfagr, Lern- und Hanfsaar und Oelsaat, Grassämen (nicht anders benannte), -Samen aller Art (:\\ "'-'efen u. dal. für den Detail Handel vorgerichtet), weiters Degras, Steintohlcnteerpech, Aeinkohlenteeröle der Benzolreihe, Oelfarben in Tuben. Das ruffische Handelslebcn. Moskau, 17. Oktober, lRasta, Wien.) Eirre große amerikanische Handelsfirma hat dem „Goßtorg" (Staatliche HanLelszentrale) den Vorschlag gemacht, den regulären Handelsverkehr zwischen Rustland und Amerika wieder Lufzunehmen. — Seit der Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen zwischen Rußland und Westeuropa hat der Holztrust „P e t r o l e ß" zum ersten Male eine Partie von 2500 'Stan-diin Holz nach 'Holland exportiert^ — Drei deutsche Dampfer find am 2. '-di n-ewaauswärts gefahren, um bei den Usts-I's(bor-Wlcrkeu cne''größere Partie Alteisen aufzunchirren, das nach Deutschland exportiert werden soll. — Im Laufe des Monats Septetnbrr sind 149 Dampfer rm Petersburger Hafen eingelaufen, so daß bis zum 3. Oktober im ganzen, 650 Dampfer eingetrofsen sind. Bis-zum Schlüsse -der Navigation werden noch weitere 150 Dampfer aus den: Auslände erwartet. — Die vorbereitenden Arbeiten zur Gründung murr I n d u st r ieban t. gehen erfolgreich - vonstatlen. Die Zeichnung der Aknen der neuen Bank hat schon Hie anfänglich -in Aussicht genommene Höhe des Stammkapitals riberschriiten,'die mit 5 Millionen Goldrusteln festgesetzt worden war. li Der Notenumlauf in Frankreich. Nach dem Bankausweis .vom 12. Oktober verminderte sich dar .Notenumlauf um 96,05 Millionen aus 3^,4 Milliarden' Franken. Der Goldvorrat stieg um 50,4 Millionen aus 3,0 Milliarden Franken. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der ^Wiener Morgenzeitung".) An der gestrigen'Kotrbörle war Äurgebonn verschiedenerlei .Holz"aiiungen' vorhanden- und Interesse wurde namentlich um Bauw-'re, Scynittmaierial: und LSrch»nweins!öcke bekundet. Die Grundtendenz war eher um eine Marne sefier. Von Abschlüssen wurden dekanntaegeben: B r e n n y o l z harte Scheller trocken zu 3.000.000 -. ab n-ederSsterrelchischerLandesbahn. hartes Brennholz trocken au 4,230,000 K. ab Purkersdorf. und gemllckles trocken zu 400.000 K. ad Wien, olles pro Wagosn zu 10 Tonnen, ferner erreichte man für Langholz von 18 Zentimeter aufwärts von 10Zentimeter aufwSrks (aus Nadelholz-Rundh olz) 275.600 jr. ab niederöftsrreickiscker Station, und für Birkenilongen (von Laudholz-Äundholz): 365.(00 K. ad kärnki «rischer Station. Zum A u s g »bot gelangtenvonNaLelh »f z - B u n d h o 1 z' Blochholz 20 Zentimeter aufwärts zu *50.000 & ab mederösterreichischer St.tion. Lärcke B'ochholz 8 bis 11 Weier, 10 dis 35 Z ntimeter »u 320.000 K. Wien, von Nadeldokz-Schniktmaferiot 86 Mllkimeter-Br^ter. von 13 Zentimeter aufwärts zu 656.060 ü. ab niederölterreichllLr-r Stütion, Bavware 8 dir 18 Meters zu 500.000 A. Wien» Kiefer (Föhre, Sofien 52 Millimeter von!6 Z-ntimrter oufwärls zu 700000 Kronen ab niederöfterretchischer Station, von Laubholz-Schnlltmaterial, Dirn ungedämpft zu l00.t00K., Buche ungsdämpst von 52 Millimeter aufwärts zu 800.000 K., inländische Eiche von 40 Mtllimeier aufwäktt 'ru 1,250.000 K., Sichenfrielen 11 fassomert pro Quadratmeter zu 60.000 K. W!en..'inländ sche Erle von « Millimeter aufwÄtr zu 1.LM.0L0 K. ab. niederSslerreichischer -Mßtio». >. ' . 1 * ' ■ 1 Sn Prag fand der 'erfie Verkehr in Holz statt, an welchem angebvten wurden 20 Waggpn Brennholz zu 63 K. pro Kubikmeter. 360 Kubikmeter Sch'ejsholz 3 Meter lano. 280 Kubikmeter 2*/» Meter lang. 500 Kubikmeter Schleifdolz 1 und 2 aü^r L öS'O. m Subiknucker, ferner 1 Ws-M Vreller ». 5 und 8 Meler larw, 8 Zentimeter stark zu: 210 K. pro Klibikmet-,'. I Wächwn K'e>rbrettc" 4. 5 und 6 Meier lang, ^0 Millimeter stark zu 230 K. pro Kubikmeter. BSr^ flfr (Eigenbericht der „Wiener Dtorgenzeitung".) , ^ie Miltürvchbörle verkelrle in de" meisten rtikeln in ireundlicher Kalluug. Mehrfach konnten Preiserkvinm en -urchaesetzt werden. Durck dir Steigerung des Prei'es sür Swckgelreioe wurde auch inländischer,Weizen hoher bewertet und mit 4300 d's 4400 K. bezahlt, Aoggcn gleicher Kerkuntt erzielte 3500 d's 36 0 K. Gerste ist infolge der 'chleckten Bierob ahveri'älln sss weiter vernacklülsigt und scnid selbst bei unveränderten Preisiorderunoen keine Aufnahme. Auch Kaser tendierte bei reichem Angebot« dogeoen unbefriedigender' Kvniumaülnahme ruhig. Tie Müisprei'e haben neue, lich angezogen, hauptsächlich infolge Fehlens juqosläwischer Zuzüge, da die Ankünfte aus Rumänien allein sich nickt als bedarfsdeckend erweisen. Der Arlik-l wurde mit 3400 bis 3600 K.« beziehungsweise mt 7.15 bis 7.23 Lei Wien bezahlt. Kühen-rüchle, Äwtvffeln und Rauhfulfcr erzielten unveränderte Prei s bet allerdings sehr bescheidenen Ilmsähen. Der Absatz in Med len läßt #«l zu wünschen übng. Nebst ungarischen und heimischen Mehlen befinden sich auch gmelikanischs, holländische und französische Offerten, die gerne ausgenommen werden. Oesierrei-r isckes Backmeh! wird bis zu 7400 K.. ungarisches griffig zu L4S bis 255 ung. K.. doppelgriffig ru'255 bis 2S5 ung. K. bemhit. Roggenmehl und Alele liegen hinsichilich der Preise unverändert. Berlin *v DÄr^e. Berlin, 18. Oktober. In der seil einigen Tagen anhaltenden strammen Aufwärtsbötvegung der Kurse ist heute eine Berkangsainung und für eine größere Anzahl besonders gestiegener Papiere ein Rückgang eingetreten. Die Spekulation nahm in diesen Werten inufangreiche Glattstellangen vor, so daß die .Kurse. um 100 bis 300 Prozent, für oberschlesische Kokswerte um 450, für Stöhr-?(ktien um 675, für Rheinische Braunkohle um 700. Hosch um 800 und für Felten u. Guilleaume um 900 Prozent sanken. Da§ Interesse wandte sich nrehr den bisher vernachlässigten Mbenwerien zu, die Steigerungen um 60 bis 200 Prozent und vereinzelt auch unr 300 Prozent erzielten. Die Realisationsluft hängt zum Teil mit den verschiedenen Nach-, richten über das Reparationsproblorn zusammen. Das Geschäft har sedoch von senrer Lebhaftigkeit nicht viel eingebüßt. so daß vom Börsenvorstand die Emlogung eines Ruhetages für den Cfsektenverkehr für morgen beschlossen wuvde. Die Realisationsneigung vergrößerte sich im weiteren Verlaufe, so daß die heute erzielten 5t.urssteigerungen nicht durchwegs aufrechterhalten werden konnten und bei den-anderen Papieren die Abbröckelungen weiter forischritten. In ausländischen Renten war di« Kursbewegung unregelrnäßrg, es überwogen jedoch^ zumeist mäßige Einbußen. Heimische Renten waren wenig verändert. ' Am Devisenmarkt herrschte Ge-schäftsstille bei mäßig nachgebenden Kursen. ck > > st k u r s e: Türkische Lose 22.025.—, ’ Oeflerr. Siaalsbadn 9400.—, Nordd. Lloyd 860.—, Ver. Elbeschifssahrt224v—, Bert.Kavdelsgesellsckcif!3000.—. Kommerz. Vrivaibonk 440.—. Dormstädier Bank 3S7.—, Deutle Bank 1075. , Diskonto-Kvmmondit 7^0.—. Dresdner Bank 530.—> Natronalbank für Deutschland 48l.—. Oel'<"r. Kredit —, Oejterr. Länderbank 1400.—. Deichsdank 3-5.—. Wiener Bankverein 335. Wiener 1lniv"bank 450.-, Allg. Elektripiäts-Gefellichaft 1360.—, Bvchumer Gutzstahl 4500.—. Da'mler-Motoren 790.—. Deulsch-Luremburger 4400.—»Deutsche Waffen u. Mun tion 4750.—, Dynamit Nobel 1710.—. Felten L Guilleaume 2030.—, Gelseirkirckensr Berg. 4M).—. Th.. Goldscknttdr 28 0.—. Karpener Berg. 9400.—. KtIch Kupfer 2225.—. höchster Färbest 2300.—, Kohenlodp-Werke —, L'aurahütlr 43S5.—, Mannesmonnrdbren 3850.—. Phönix Bergbau 5156.—, Sckuckert L Co. 2400.-. Siemens & Lalske 35' 0.- -.Telehou Berliner 845.—. Morgen sollt der Effenklenverkehr an der Börte aus. <E$ »sr>en nur Devisen und Noten notiert. Der Produktenmarm wirv^ mor-en abzehalten. Börs^. Prag, 18. Oktober. An der heutigen Börse war wiederum einer' anfänglichen Abschwätl/urg i eine feste Tendenz gefolgt. Mit Riicksichi auf die' gestrige Abschwächung sowie auf den zurückhallenden Verlauf des Verkehres an der Wiener Börse kam zu den ersten Kursen nlühr Marx auf den Markt. Zu den niedrigen Kursen fanden sich srdoch genügend Kaufaufträge, so daß die Verluste nirgends e'ulen größeren Umfang erreichten. Später kan: auf die schwächere Notierung Her tschecho-sowaki-- schen Krone und die damit zusammenhängende erhöhte Kauflust neuerlich eine feste Tendenz zmn Durchbruch, welche,"von wenigen Ausnahmen abgesehen, Äs zum Schlüsse anhielt. Bankaktien haben sich nach anfänglichen Verlusten..doch put erholt. Aus der Diuarsteigerung zogen Krogtische Hankgktwn Nytzen - und besserten sich um 10 K. Auf den: Industrioakt-iemnarkl: waren namentlich chemische' Werte und BrastfDMktien -Wer gehalten. Exoten behaupteten-zu Beginn mir.mit "Müheihren. gestrigen Stand, mr weiteren Verlauft trat ,jchöch-auch hier eine Befestigung citt. Auf dein Devisenmarkt hat sich die Mehrzahl der Westdevisen niäßig bef-eftiglt. Di« SteigeMMnbewegtett lich zwischen 0,26 (London) und 2,6 Punkten (Christipnia). Reichsmark befestigten sich um 0,60 und Wien um Heller. S ck l u k k u r s e: Türk. Eisenbähn-ApW« 400 Franken 305.—. Böhm. Iluivndank 383.—, Böhm. Epkymptzbank 377.—. Böhm. Astdustriolbank 410.—, Zionvstenska Banka 3SlL0^ Anglobank 44.—. Vefterr. Mdkl i7. . Oefierr.-Ungsr. Bank —W'ener Union dank 14.—. Wiener-Bankperem IS.-—, Buschlichrader Eisenbahn Lit. A —, Li!. - p 805.—, Fer» di»gnds-Nordbahn 4100.—, Vrag'Duxer 172.—, Aufsig-Teplitzer Eisenbahn 720,-, Neslvmitzer Znckrrtndusirie 848 —, Verein. Elektrizllät Wien 30.—, Brosche 665.—, Koliner Spiritus 67ä|.—-, Königshofer Zement 760.—, Breitfeid-Danek 27') —. Ringhoffe» 620.—, Simmeringer 63.—, Dnthkosteleker Textil 235.—, Alpine Montan 215.—, Poldihütle 256.-. Prager Eisen 548.—, Skoda •382.50, Oeslerr. Berg u. Kütten 82o.—, Inwald «i0£>,—. .. ». Die Devisenkurse. Zürich. 18. Oktober. (Devisenkurse von 13 Uhr 30 WÄ. — Wilgeteiil von der Echweizertschen Kreditanstalt.) Berlin 0.18 (0.18'/.). Kolland 211.75(211.-). Rrw^ork 543.— (542 -). London 84.20 (84.06). Parts 40.70 (40.6Y), Malland 22.95 (22.85), Brüssel 37.92 (37.90). - Kopeabage", 108.50 (108.—), Stockholm l43.30 (144.50), Chkistiana 98.5t1 (9850 . Madrid 33.- (62.80), Buenos Aires 196.- (188.-). raa iS.- (17.70), Budapest 0.2X7* (0.21%). Bukarest -.48 (3.42), Agram 2.60 (2.35), Sofia 3.50 (3.45), WaNchau 0.05V, (0.05%), Wien. Geld -.0074 (-ES). Wien Wäre- —(—.—), Oesterr. gest. Kronen Geld —.0078 (—.0078). Oesterr. aslt. Kronen Ware Zürich» 17. Oktober. (Devisenkurse von 15 Ahr 40 Äiu. — Mitgeleltt vom Schweizerischen Dankverem.)' Kolland 211^5, Der m 0.19. Ehtz stiäni« W.eo. lagen 108 35, Londo» 24.07%- Mai'and 342.75. Pari» 40.75, Stockholm 145.30, Wien 9.0i)7S. Berlin» 18. Oktober. (Devisenkurse.) Wien olles - (—.—). Wien äbgellewpelL 3.^ ^7.9^/. Prag 9493.10 (8Sr3 SS). Budapest 117.85 (109.86). - Berlin» 18. Oktober. (Kurse der Deoisenzentrale.) Aoten:Dotl.'r 2867.10 (§842.15), Pfund 12.887—.(». 687M. Ztalienische 1S.1L7 75 t 11.888.-), Polnische 27.12 (27.25). Tschechvslowakische 9440 50(9215 75), Alte vsterreichstchL Sejlerr. gestempelte 3.80 (3.75). - - Prag» 18. Oktober. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankanne des tichecho-s owokischen Finanzministeriums.) Berlin 0.95 V, (0.98), Zürich 563.50. (563.50), Belgrad 57.37 (54.25), Bukarest —' Wien 0.0370 (0.0362), Warschau O.24% (0.241/»), Agram —(-.-); Budapest 1.27% (1.16%), Suaojlowijche 57.25 (43.25), Ossterreichische geslempette Kivne 0.04 (—.—), Polnische 0L4% (0.24%), lingarische 1.27% (1^6%). , . Budapest» 18. Oktober. (Kurse der Devisenzenixate.) ' . Amsterdam S72.— .(997.—). Bukarest .14L0 (1Y.üb> Kopenhaven 510.— <515.—). Ähristianw 480.— (440.—), Sonbon 11.150.— (11.450.-), Berlin 0.90'- (1.05), SiöHw 105.— (110.-). Poris 190.— (195.—), Prag (85.-). Stockholm 663.— (678.—-Zürich 465.--. (480.—), Wien 0.0*4 (0.035), Sofia, 14.75 (15.71), Agram 10.- (10.40), New-Vvrk 2500.— (2575.—). Warschau 0.26(0.28). ' Amsier-am, 17. Oktober. (Devisenkurse.) London \ 1.33% l 11.39), Berlin,0.03 <0.08%). Paris lö.f7% (19.37%), Schwerz 47.45 (47.40), - Wien 0.0040 (u.O037), Kopenhagen 5l.20(5180), Stockholm 68.76 (68.70). Christians, 46.70 (46.90), New-York 256.75 (-.—), Brüssel 17.90 '(17.95). Madrid 39.22V, ,(39.20). Iiäl.en 10.75 (10.7G Budapest —(—.—). London» 17- ,Oktober. (Schluß.) Amerika 443.87. Wien 332500.-. Belgrad, 18. Oktober. (Devisenkurse.) Prag 204. Wien 0.0855. gaaaaB Jüdischer Ein bcbeuutt-.gsvottLK Sportereignrs ist <nn.vergangenen Sonntag in der 'stririschen Hauptstadt vor sich gegangen. Die Hakoah ist zürn ersten Male gegen den bunf) und durch antisemitischen G. A. (i. mrgetveten und Hai das Feld ungeschlagen verlassen. Diese Begegrrung wird imm.'r als Markstein in der Gcfchrchle des jüdischen Sports in Steiermark gelten. Als die Grazer Hakoah, vor wenigen Jahren gegründet wurde, da ließen sich überall Stimmen vernehinen, die diese Schöpfung/bekäinpslen. Men voran schrien Antisemiten und jüdische Assimilanten Zeter und Mordio, da sie die Neugrj'mdung als Provokation der anrisamitisch-arischen Bevölkerung der Alpenländer bdzeichneten. DK Grazer Hakoahner kümmerten -sich aber um diese Mißbilligungen nicht, selbst durch Drohungen und Ausschreitn.ngen ließen sie sich nicht entmutigen.'Still und unernüldlich arbeiteten die jüdischen Sportler weiter, bis-sie sich nun selbst die Anerlenmukg der antisenntischen Kreise er- Zwangcit. ' - ' Der G. A. C. war imiucr. die Hochburg der antijüdischen Hetzpplitik. Er weigerte sich beharrlich, mit jüdischen Sportlenten in den Wettbewerb zu treten. Nun wurde er aber vom steirischen Fußballverband, in dem die Arbeiter die Majorität bilden, geMmgen, seinem Grundsatz^ untren werden. Da die Hakoah erstklassig geworden.war, mußie der G. A. C. sein fälliges Meisterschaftsspiel austrügen'. ' ’ i * - , Die. jüdischen Sportler laufen niomanheen nach.- Wer mit ihnen nrcht konkurrieren will, der möge schön ,zu Hause bleiben. .AndeverseitS scheuen sie crbirr . Lsine^BchegM»-.- - - Sienehmen in Graz. bereitwilligst jeden sportlichen Kampf an. da sie sich rhraff Stärke bewußt sind. Eines der Hauptziele des jüdischen Sportes ist es doch, durch die Tat den Beweis zu liefern, daß die jüdische Jugend körperlich ebenso tüchtig sei, wie, die Jrrgend der anderen Volker. Aus diesem Grunde frx'ueir wir uns, daß es der Grazer Hakoah gelungen ist, dem G. A. C. ihr« Kraft fühlen zu lassen. Die Hakoal)ner l)aben gerade in diesem Spiele ihren ganzen Ehrgeiz eingesetzt, um ehrenvoll zu ^bestehen. Siä erfüllten ihre Aufgabe restlos und deslMb gebührt ihnen auch unsere Anerkennung. Nachstesteud veröffentlichen wir den, Bericht nnjeres Korespondent-en: '. Hakoaü—Grazer Athletiksporttlub 1:1 (0:1). Letzten Sonntag, hatte Gvaz seine sportliche Sensatton. Stand doch das erste Treffen des „rein arischen G. A. C." gegen die „jü'dischnationaft'. Hakoah" am Programm. Schon viele Wollten und Monate vorher war das gesamte steirische Sporrpublikum auf dieses Matche gespannt, wodurch der Hakoah-Platz diesmal einen Rekordbesuch von zirka 5000< Zusehern zu verzeichnen > harre. Die' ganze Vorwoche hindurch ^beschäftigte '> sich bereits die Grazer Presse mit diesem Spiel; so, schrieb, zum.Beispiel das „Grazer Volksblatt"' in seiner Bprbesprechung: „Zmn ersten Male treffen morgen diese beiden ^Vereine aufeinander, Wenn' das'Weiter schön wird, und das darf'erwartet werden, dann bedeutet dieses Treffen ein Ereignis , ffir Graz. Auf der einen Seite steht der rein arische, ünverwässerte G. A. C.,' auf dev' anderen Seite die jüdischMtionale Hakoah Daö.