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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-15 · Heft 1321 (15.10.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1321 (15.10.1922)
Date
1922-10-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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5a m^iLau|iuuiyii^i^i{|gpjijiiaiuuüij^wwH^^^lf^^j^Jgui^l^p■u^^l^^!^^u^f^ü»1 jg^U,!1'11 y'W" >? ^1 <*y | . '*X r%”' ■ ■ ,'.f . ■ ' : ■ ’".■■■ "'"AM'r .; Wien, Sonntag _ Der neue Fmsmzplsn. Die Genfer Konfentiön will Uns zu normalen Bedingungen der Wirtschaft zuruckführen und setzt deu-Hebelztterst dort an, wo der Uel^xkonsum gegermber den: Mstldcr-- ertrag am krassesten hervortritt bei der Staatswirstchaft. Hier sollen- Eimmhmen und ÄUsgüibenrn ein Gleichgewicht' .gebracht.werden/ die Kürzung'derAusgaben parallel gehen' mH einer Erhöhung der Einnahmen. Es zeugt für ein Erfasten psychologischer Zusammeuhänge,- daß" versucht 'wird, die Psychische Disposition für M Sanierung des. Staates dadurch zu-schaffen, daß man uns aus Pen: Rausch der Ziffern hcraussühren will und zu diesem Zwecke ein „Normaldltdget^ auffttllt, das Mit Erträgnissen in Goldkronen rechnet. Noch offiziösen Mitteilungen bewöge:: sich die Vorschläge des im Finm:zministernm: mit der Ausa-vbeittmg des neuer: Finangplanes betrauten Ardeitskonütees auf folgender Grundlage: Die gesamten St-aatseinnahmen sollen ans den Betrag von 480 Millionen G o Idf 10 n t u erhöht werden. Davon entfallen: Aus das T abat m o n o p o l 120 Millionen, auf die Zölle 100 Millionen, auf die direkten Sie u e r n 44 Millionen, auf die i n d i r e k t e n Stenern 35 M Morren, aus die T arife und Gebühren 89 Millionen. Die Realst euern, gleichfalls fit Gold erstellt, sollen in Hinkunft an dis Läicker ÄbeMiesen Werden. ' Dieft Rechnrmg taucht Pas Scmverungszreil in die Klarheit der Goldkrone rmd halt von ihn: die Nöbel der Fiktion einer Identität der Krone von gestern nrit der von übermorgen fern. Aber da wir es bei: der Sanierung des Staates nicht bloß Mit abstrakten Wirstchaftsftrbjekten,' sondern mif Menschen zu tun haben, die sich nicht nach Formeln lenken lasten, so erfordert die Rechnung eine Überprüfung, inwiefern sie den unwägbaren psychischen Kräften gerecht werden kann. Die Goldkronenrechmrng wird sich doch schließlich nur ans dem Unrwsge über die Paprerkrone bewähren können, und darin:: müssen wir die Göldkronenziffern des Novmalbudgets wieder in Paprerkrontzn rückverwaudeln, um zu wissen, was von :ms verlangt wird. Damit Wachen wir nur den Weg Anschlägen, den uns die Schöpfer des Normalbudgets weisen, denn auch sie haben nicht ohne Kenntnis der psychischen Aktoren die Realstenern ausgeschieden. Sie verweisen die Realsteuem an die Länder in -der richttgen Erkenntnis, daß ein Goldertrag der Grund- und Gebändesteuern an die tiefsten WurzA-n der M ach t v e r t e i l u n g M diesem Staate rührt, der vor dem Agrariertum stets noch zuvückgswichen ist. Auch fetzt, wo er die Autörrtüt des Völkerbu.iches hinter sich weiß, will er mit dem Agrariertnm nicht anbinden und ülbevlaßt es den Landern, mit hem Problem-der Realsteuem fertig zu werden. Der Staat weicht also .bei' feinen SaMerimgsbestvedüngen der Wundesten Stelle unseres politischen Lehens ans. Er verlaßt sich ans seinst adtrf chss Bol k, das ihm BrutköemnahMen vM 388 Millionen GoMwnen -verschaffen soll, während die 1.72 Millionen GöMrouen des LaiÄwokres schr fraglich sind. . Gin derart pvalimimertes Erträgnis ans Zöllen, Tabakmonopol, Tarifen und Steuern läuft ans eine mechanische Erhöhung der Preise M staatliche Leistungen hinaus. Mag -das Prinzip des Goldbudgets richtig fern, da man doch dem Staate der einem Aufräumen mlt der Inflation Nicht mehr zumuten kann, direkte oder indirekte S»Hventionen §u leisten, mag ferner diesmal das Aufräumen mit der .StchveMonswirstchast so weit gehen, daß er mindestens ein Drittel feines Perfonvläuswamdes Ä^udauen entschlosten ist, so ist es doch klar, daß der Abbau, der während der Inflation zu' Staatsreninern gewovdeuen Stäatsangeftellten nur dann möglich ist, wenn die Produktionskräste sich voll entfalten können und ihnen keine Lasten aufgeibüvdet werden, die sie nicht ertragen könnten. Sieden Billionen Kronen rein als Bezahlung staatlicher Leistungen, )ver wollte behaupten, -daß, wenn die Volkswirtschaft solche Summen änfbrmgt, sie noch imstmtde sein werde, die überschüssigen StaatsangestMen aufzunehmen und zu beschäfttgen. Kehren wir zu normalen Bedingungen der Wirtschaft zurück — und das ist doch der Zweck der Sanieinmgsoperatton —, so wird die-Wirtschaft Beschäftigung nur dann bieten, wenn sie sich rentiert. Eine Fortführung, unrentabler Betriebe ist dann ausgeschlossen. . So wie der Staat seine Subventionen eingestellt hcchen wird, so wird auch die Privatwirtschaft keine Subventionen leisten können. . .. . So emwalchfrei von: Standpunkt der Arithnreti.k.der neue Fmanzplan erscheint, so möchte nenn sich doch nicht ausi die Unfehlbarkeit der Zählen Verlassen, .daß sie uns zur Ge< »vesung verhelfen werden. Erinnert man sich noch, daßes. im Kriege hieß, das Gesetz der Zahl werde, schließlich über den Ausgang entscheiden?. Wer aber wollte sich' heute der Täuschung -hingeben, daß' die Zahl allein und nicht,eiwa. .die technische Überlegenheit, die Tanks und die Luftflotte, der Entente, zum Siege vecholfen haben. Das Novmalbudget, wie .es unter der Aegrde des Völkerbundes im Finanzmiuistzrnm:. aufgosteltt wird, will dem Gesetz der Zahl, zur Geltttrig'vechelfen. Es wird lda'bei übersehen, daß die' Belastung der Privatwirtschaft durch echöhte Goldkwnenomnahmen des Staates zu oi-l^r Zeit vovgsnommen wird, in der die deutsche Währung imiuer tiefer in dw Infla-' tionsgewässevn versinkt, , zu einer Zeit, in der die deutsche Regierung kmmpfhaft bonrüht.ist, die Binnenkauftpastder. Mark zu evhälten, wodurch 'der Vorsprung der deutschen Industrie vor allen anderen .Konkurtenten immer größer wird.- Diesekbett Kvrsenevschevmmgen,. die in -der Tschecho-Sl-o-/ Wake: zu beobachten sind, wechen,. werm. man seinen Blick lediglich auf Ziffern emstellt, auch fbei uns hevvortveten, mit dchn UuteWieid, daß das Gegengewicht, das dort die.stei- Knde Tendenz >der tschechischen'Krone'schafft, die einen -Abbau der Produttionskösten ermöglicht^ hej uns fehlen wivd, SBfetwü* Morgenzektüng. Ein Fimauzplan,' > derüttM.auch - die 8ton o mis ch e n Kräfte m,^Nechnusig stellt,/ niag mathematisch noch so einwandfrei sein, ermangelt der technischen Ueberlegenheit, die den Sieg über die Inflation verbürgt. —ll. Zionistüche Organisation und -ÄgenrM. ■ . Mer.-,' Wir beröffetttl'lchen den folgenden Aufsatz in: Rahmen der von-uns eröffneten Diskussion zur Frage des jüdischen Weltkongresses und des Palä-stina-ÄusbaueS; - / W« Red.) Allzu schwer lasten'die Aufgaben der Zeit auf der Zionisttscheu Organisation. Die Wiederaufrichtung Erez Israels durch sie scheint fast unüberwindlich. Die Masten sind vini einer großen Apathie ergriffen, als ob'sich nichts, zugefmgen hätte, was M aUfrü.tteln könnte zur gemeinsamen Äsrbsit str' Palästina. Dies konnte die Zionistische Organisation bis jetzt nicht bewirken. Daher die Schlußfolgerung: ittä'nmüsse nun ehtett Kongreß aller Juden schaffen. Umfaßt doch die Zionistische Organisation höchstens eine Million Mitglieder, während fünfzehn - Millionen nnvergleichlich Mehr böten. ' ' Wir haben in einem früheren Attikel*) an der Hand von derzeit unabänderlichen Tatsachen gezeigt, wieviel von den restlichen vierzehn Millionen hinzukämen, wenn ein Zion-Kongreß statt des Ziottisttschen Kongresses abgehalten würde.. ' > Bon fünfzehn Mllionen Juden fit# etwas weniger als eine Mllion am letzten Kongreß vertreten gewesen. Diese Zahl ist uns zu gering; wir möchten sievergrößert sehen. Welche Zahl habLn denn nun dem gegenüber alle anderen jüdffchen OMmsationen zusammengenommen aufzuwestm? Don. anderen jüdischen Ovganisationm ist in. letzter Zeit eftrztz die orthodoxe A g u d a ausgekommen. Deren letztens stattgehavte erste Landesversämmlung in Polen bezeugte einen Aüstchwnng, der-auf-einen Bestand - von Zehntausenden von Mtgliedern, etwa von-Vierzig- bis Fünfzig^ tausend, schließen läßt-— gegenüber einer, viertel Mllion von Schekelzahlern. Rechnet man hlezu den gegenwärtigen schwachen Bestand der Mitgliederschast der Aguda in anderen Ländern, so bekommt man schwerlich die Hunderttausend zusmmnen. Feruer ist kaum anzunehmen, daß die mosaischen „Glaubensgenosse^ aller Nationen, einschließlich der nichtzionstttschen Mttgliedev dev Allianee Israeliie Universelle,' Anglo Jewish Astoeiatüm, Ica, B'n a i B r i t h, Federation der ukrainischen -Juden in London, Allratt-z.zu Wien,.Wiener Union usw./ insgesamt eine -höh^e - Anzahl als die doppelte der Aguda verfügen- - Des, wett-ren zählen pie Mizionistiganzen - Erdenmnd - wenige-, . tausend Mttglicher. Der russische ,Hund" hätte in feiner Blütenperiodevierzigtaufend Mitglieder. Ms er sein Aufgehen in. der rnstrschen Kommunistischen Partei beschloß, konnte er' dieser. bloß noch einige hundert Mtglieder bieten. Ein ähnlicher Prozeß gcht derzeit in Polen .vor.sich, In Amerika sind die jüdischen sozialistischen Parteien nicht viel stärker an . Zahl.. Die Gewerkschaften, mfoferne solche spezifisch-fttdisch sind, enthalten sowohl orthodoxe, 7 zionistische wie awizionistische Mitglieder. Die Natlonaldemokvatie - eMich hat nur einen sehr winzigen Anhang. Wenn man sodann allenanderen Wischen Organisationen und Korporattonen. jeglicher Art zusammengenommen selbst eine Mitgliedschaft von einer halber: Million zuerkenttt, so erscheint noch immer die Zioniststche.Organisatton ihnen gegenüber in der Mehrheit. In der Tat, eine Million Mitglieder in. einer Organisation ist auch ein Unikum bei einem Volk von sieben bis acht Millionen Köpfen. Wir müssen mit dieser Zahl rechnen, denn die ri:stischen Juden, welche kraft ihrer Mentalität eine zweite Million Schekelzahler geliefert hätten, zähleü dertzstt kaum mtt. Außeva'cht darf ferner nicht gelassen werden, düß die amerikänifche Zionistische Organisation eine chrychgreifeude Ktisis durchwachte, welche eine andere Organisation völlig zerristen hätte. Dre^ Stoßkraft der^Idee bewahrte die Einheit der Organisation urch^sie vollbrachte Wunder im abgelaufenen Jahre. Zu einer ausgedehnten Schekel-Aküon brachte sie es demnach nicht in der letzten Periode, weshalb die Amerikaner am Kongreß, mrx schwach vertreten waren. Wsurd ist es daher, immer wieder mit dem Ärgument .zu operieren, die Zionistische Organisation stelle bloß eine kleine Minderheit dar; düs Volk wolle mit, dier Rahmen fei jedoch , zu eng. Wir sehen, das Volk, das mit will, zum größten Teile in der, Organstütion ist. Demokraüfcher'als der Zionisten-Kongreß..rann Mn Kongreß gemacht werden. Starker könnte kein, anderer Völkskongreß, die Masten in Bewegung fetzen, wenn diese zu etwas mehr als bloßen Wahlen herangezogeu wrjrdem Diese"Organisation — sie War noch viel schwächer.-7- .wgr es, die sich entgegen allen WPerftänden der.Aufgabe unterzog, die sie im Lause eines BierteljcchrhundeM hewältigtze. .Da ihr rmn, hiermit-.neue Ausgaben erwachsen, . Wem das Programm in Erfüllung . geht, soll auf einmal das Selbstvertrauen p der so bewähr, ten Kraft entschwinden? Als ob vor 25 Jahren günstigere , Auspizien vorhanden gewesen wären! Gewiß -ist die Betonung-der eigenen Blöße-nur allzu geeignet, Entkräftigung in den eigenen Reihen zu stiften. Bemühen - sich doch jetzt manche Zioisten, die Schwäche ihrer Organisation geradezu zu.demonstrieren. Unser Glück war es,-daß wir derlei Empsindnngeu vor 25 Jahren- -gar /laicht auftommen ließen, .Mener Morgenzvitung" Rr. 1309 vom L. Lcktober,.. 15. Oktober 1822 Nr. 13llr -——1 ■ 7— -..— Ebenso und um so wehr muß man sie-jetzt mit. Recht von sich weisen.' Wir :Mssen,..ölN weiteres Vierteljahrhundert dasselbe Maß Pon' -Ällsdaüer bewahren, wiewir e§ im ersten Viertes>b.ewayrt -haben. Anders^, wgr - ZioniMnS gaxW^gedaHt, .. ' 'i ^^Mdels erscheint die Zionistische Organisation nicht allein Nach der Definition des Vatikans „mächtig", sondern auchfn der Beürttiluttg unbefangener' strenger Richter..Der bekannte Soziolog A i tl o w L.k y veröffentlichte unlängst einen Artikel Über die jüdische Polittk in den letzten fünfzig Jahren. Auch er findet für die Zionistische' Orgartffakion keine andere Bezeichnung als „sehr mächtig". Allerdings unterscheidet er ein. Emporwachsen ,z w e rer Zweige, der WischsnHoMk, det! Palästtnamid der Diaspora-Pvfttik, zu welch letzterer Zitlowsky selbst als Schöpfer des;,Seimismus" und als - Theoretiker seinen Teil bettnrg. Den Gipfylpunkt des zweiten Zweiges jüdischer Weltpolitik findet der Autor in Arbeit der „Komitees der jüdischen Delegationen" flir die Bestimmungen der Friedensverträge Über die Mttwritätsrechte, welches also auch eine Schöpfung der Zionisten war. Was nun die Mittel anbetrifft, die die Zionistische Organisation aufbringt, ist die Srrmme von einer halben Million Psiind jährlich — abgesehen von den Leistungen für Kolonralbank, Ruttenberg-FoNds u. a.'— wahrlich nicht so gering, daß andere Ovganisattonenauch nur teilweise aüf sie Hinweisen könnten. Eine einzige Ausnahme bildet der ,-Joint", der das zionistische Budget weit übertraf. Bei ihnr über handelte es sich um rasche' Hilfe für Millionen unmittelbar am Leben Bedrohter. Hier aber enstchlugen sich die reichen Juden nicht ihrer Beihilfe und das Wische „Rachnmm:"-Gefühl erwachte bei den Minderbemittelten. Für RekonstrUktton des Wischen Heimes pochen eben die Herzen nicht in dem gleichen Tempo. Erez Israel erfordert jedoch bei weitem mehr, als ihm die Zionistische Organisation derzeit zu geben Vermag. Dem abznhelfen gibt es kein verfehlteres Mittel als Schritte , zu unternehmen,, welche die Zioniststche Organisation schwächen könnten. Es. soll im ^Gegenteil das.Hauptaugenmerk auf Stärkung untt.Ansbau der Organisation gerichtet werden. Prinzipielle Konzestionen würden hierbei stets ^nur das Gegenteil herbeiführen. Denn nur hie Prinzipienfestigkeit hat der Idee die Stoßkraft verliehen und wird auch künftighin die Herzen zu gewinnen vermögen. Anders verlieren wir uns selber und gewinnen niemand von außenher. Es muß alles-versucht werden, um eine.Kooperation mtt allen erreichbaren Faktoren herbeizusühren. Insolange dtzr allWische Kongreß nichtzustande kommt, mögen alle, die ihren Teil zum Aufbau beitragen wollen, Sitz und Stimme in der I e w i sh A g e n c y finden. Die Konstitntton des Keren Hajessod ist faktischsobeschaffen) daß keinerlei GewissensAwang. auserlegt wird und jedeMra-m: sein MWestrmMttngsrecht gewährleistet ist. Es.istnicht einzusehen,. wamm man gerade von diesem Weg, der auf dvm Karlsbader Kongreß gezeigt wurde, abgehen soll. Hat doch die Organisation des Keren Häjessod in D e u tsich - land den.besten Beweis für dieses System der neutralen Gesamtgruppierung um den Keren Häjessod abgelegt. Und wo der Keren Häjessod nicht einigend wirkt die Aguda hat über ihn durch ihre Räbbmer quasi - ein Verbot erlaffen, da soll die Beitragsleisttmg,' in welcher Neutralen Form imnrer, für gut befunden werden. Herangezogeu. soffen a l l e werden, die es wünschen und den gestellten Pflichten entsprechen. Man laffe sich dabei m:r kein graues Haar wachsen wegen der -drohenden Gefahr einer UeberstimmuNg: mögen sie nur kommen; wetln sie ' einmal dabei sind,'werden sie schon mitstimmen. Da nun die Dinge so leicht in Vergeffenheit geraten, erscheint es nicht überflüffig sie in Erinnerung zu -bringen, daß die Jewsth Agency, wenn auch unter anderem Titel, dereinst bereits sogar unter Heranziehung von . Nichtzionisien bestandenhat. - „Am 4. April 1918 trafen Prof. Chaim W e i z.m-a it n unv die übriMMitglieder der von der englischen Regiewug mit besonderen Machtbefugnissen ausgestatteten Z.i o u i st Commission in Palästina ein. Mitglieder derselben waren nebst Weizwann, Josef C o w t n, Leon S i m o n, Dr. E d e r, Prof. Silvain L e w y. Die Kommission war begleitet von der hierzu bestimmten politischen Delegation der englischen Regierung, bestehend aus Mayor OrntLsy Gore und Mayor R o t h f ch i l d". Dies ein gestürztes Zitat auS dem Palästina-Bericht der Zionistischen Organisation am 12. Kongreß. ' , Diese Zionist Commission war nichts anderes als me später, im.Mandat als definttiv statuierte Jetvish Agency. Beides waren Forderungen, die der Zionistischen Organisaition zugestanden wurden. Nicht minder war es die ausschließliche Forderung derselben Organstatton, . daß die Klausel, hinzngefügt wurde, wonach die Zionistische Organstatiün als. Jewsth Agency, Schritte, unternehmen solle, um die Mijarbeit aller Juden zu sichern. Diese Schritte wurden, schon mit der ersten Zusammensetzung der Zionist Commission getan: von vier Mitgliedern,, außer dem Vorsitzenden, waren zwei Nichtzionisten. Oder wurde der „Ito" .(Iewish Teritorialist OMnisatton)?,entnommen, und...Lewh der Allianee, derselbe Silvain Lewy, der den jüdischen Forderungen vor der Friedenskonferenz so schmählich in den Rücken siel. Die Konrmission wechselte dann des öfteren iW Besetzung, bis zum Schluß niemand außer den Delegierten der Zionstttschen Organisation da war und schließlich daraus deren Palästtna-Exekutive entstand. '' Dies zur Charakterstttk der anderen. Nichtsdestowemger Wird-Mv sie jetzt,, so weit es geht,.'zu gewinne^ . wachten müssen, worimter aber die Stärke unftrer Orgauiq satton keine Einbuße erleiden darf. ' »-t--.—»»-w-n.

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