Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1318 (12.10.1922)
- Date
- 1922-10-12
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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. . $l“. ' V,; . .... _■ 'O fl'^ I Men, Donnerstag M PiasteistTaglphn bezahlen mußebenso.wie den to* Lerw—, ti^^citb'ct kit etlxppäischen, Arbeitern 85-Piaster, für nur acht -Stunden Arbejf Mlts -Ich arbeitete dort so- Wohl, mit Ambern als auch mit arabischen Juden: Jeme- Riten, Palästinensern uitb sogar einem Juden aus Tunis, zusammen'--und ich wttßte tagelang nicht, das' es Juden seiend. . />' '' - "■ ' ' ■ ■■;' _ ' Bis jetzt verhinderte die Religion den Untergang dieser Jüdin im arabischen Swnune. Nmt, da die Kraft der Religion auch'bei 'diesem Teil unseres Volkes zu wirken anf- Wrt, wären sie und ebenso wahrscheinlich auch die NeneintvaMrer rettungslos der Assimilation an die Araber verfallen güvesen, lväre nicht plötzlich die Feindseligkeit der Araber gegen die Judtzn zum 'Ausbruch gekommen. V : Räuschen wir uns nicht: es 'häkelt sich nicht um Mine, ansgebauschte Konflikte zwischen Juden und Arabern, es handelt sich nicht darum, daß gewissenlose Efettdis dgL „brave,.'gutmütige arabische Volk" „verhetzen". Erinnern wir uns, wie die Assimilanten in Wien vor /rpanzig, dreißig Jahren dasselbe Lied gesungen haben, als der Antisemitismus in Oesterreich sem Haupt erhob. „Das brave österreichische (oder brave. Wiener) Volk ist gar nicht antisemitisch^ es wird nur verhetzt." Und als Herz'l die Listen; -des^ Jrchenhasses als eine gegebene unabänderliche Tatsache yinnahm, entstand ein- Schreckensgeheul in der ganzen jupischetr Spieß-ürgerschast: ,)es sind nur die Führer, dir Adeligen..die Pfaffen, die am Antisemitismus Bor-- Äil ha dem - Das/Volk muß man mrfklären, beruhigen, ergehen, informieren — dann wird der Antisemitismus auf« \wn." ' y' >'• Geu-u'- so argumentiert heute fc?er zionistische Äpieß- WMr. dsiich cr'säg!, weil es ihm so bequemer ist, daß die EKlen Fichrer-. der palästinensischen Araber nur ihren LsiMen Vorteil-in ihrem Antizionismns suchen, daß die.- 'Äässl'n der Araber dem. Antizionismns innerlich ferne .l-.rbett. wöÄtn 'honte vielleicht noch etwas Richtiges ist, und Uiß.man niw ./Aufklnrnng, Beruhigung, Erziehung, In- 'brnralion" verbreiien. müsse. 'Herz'l hat seinerzeit erklärt: „Judenhaß ist Nicht die ^dlge r-.n-örer- Eigensehasten, ändert sich also auch nicht, P-esin wir uns ändern. Judenhaß ist nichts als die Feind--- sAykeit einer Majorität gegen eine (mehr oder weniger schutzlose) Minorität. Er wird immer und überall outon'aiisch dort anstanchcn, wo die Jnd'cn einen für die Ma-! '^ritat erträglichen Prozentsatz überschritten haben wer-! den.. /y. Ger/rn so kam es in Palästina. Solange wir wenige nvivcn. wurden wir nicht 'beachtet. Schon im -Jahre 1913 gr/.d 1911 begonnen aber big - arabischen '.Zeitungen Lärm sch tagen- und; autizwn-istische Artikel ztr schreiben —' chrng-. vor der Balfnnr--DeNaraHon: der „erträgliche Pro- Ant'an" .Wr..nberschviUcn. Urw jetzt geht mit-dem Am ytzachsen üeri m^scheir Minorität mit. unerbittlicher Notw'endigk-.'i't:auch ::n Anwachyn des Judenhasses Hand in (strud. Nicht'- mu: 'bei den „Fül-rern", auch bei den Massen, vor al'-e-n 'bei' den- Dckmlkiudc-rn. die'Schmählieder mit Ne-m Reftäir:: - „Der- Jude ist unser Hund" auf der Straße singen- " ■' - _ . '. Der aräbr-sche Autizionisnms ist der Haß der Mehrheit s.eg.n-s di.1 M-.inbcrbeit. Werden wir Ne Mehrheit in Palä- -ü'r.a - und der Haß wird verschwinden. Werden wir ein -Park"?, rmd'-mächtiges Gemeinwesen in Palästina errichtet' N.oer. r chd-nicht nur die Judellfrage gelöst sein, sondern w nch die Ach betrage in 'Palästina. ', Dr. Wolfgang Weis!. Ir Oesterreich. Aä«pt«»ssch»?r. In der gestern Jmter .Boxsitz des Präsidenten'Doktor W e. iskir ch n e r abgehaltenen Sitzung des Hauptaus-. schnsies wurde die Verordnung betreffend die' Verlautbantng der neuen Fassung des Arbeitslosen-Versichernngsgesetzes genehmigt, Die Verordnung, womit Jugendliche, Lehrlinge und Personen, deren Lebensunterhalt nicht gefährdet ist, vom Bezüge der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden, wurde mit Mehrheit genehungt. Für die Nmlvahlen dpr vorn Nationalrate in das Kuratorium des Krtegöbefchädigtensonds zu entsendenden Mitglieder und Ersatzmänner /wurden nominiert-als Mitglieder die Abgeordneten Hölzl, Partik, Dr. Schürfst als Ersatzmänner die Abgeordneten Bierbauer, Seidel und Stradal. Schließlich trat Abg. S e i tz für die Verlängerung des am 15. d. ' ablausenden Lebensmittelzns chu ß-' Abbaugesetzes und die sofortige Einleitung von Verhandlungen über den Ausbau der Kinderversicher-ung ein. Tschecho-Slowakei. Der Kohle«Lrbeiterstreik in Mährisch- Ostrarr. Mähr.-Ostrau, 11. Oktober. .(Tschecho-slowatisches Preßbureau.) Heute fand hier eine Konferenz der Betriebsräte statt/ in der der Beschluß gefaßt wnvde, den .Kranke n- Häusern und ähnlichen Anstalten nach Bedarf Kohle zu liefern.- Die Elekirizirätswerk-e können zwecks Krafi-- befchickung der Wasserwerke und für Beileuchtungszwecke der G.'- meinde und gemeinnützigen Institutionen ohne Störung arbeiten. Die Schächte und Kokereien, die mit Kohle nicht versorgt sind, sollen die 'Vorräte anderer Schächte benützen. Tie heurigen Berhandlungen im Ministerium für öffentliche Arbeiten brachten eine wesentliche Annäherung der beiden Partien. Rundschau. Die Rathenau-Mörder vor Gericht. Die Strafanträge. Leipzig, 1.1.'Oktober. (Wolfs.) In der heutigen Vertändlung des Rathenau-Prozesses beantragte Vvrieidiger Lüdgebrunn die Einvernahme des - Leiters dev Irrenanstalt, in der Brüdigam, fax kommunistische Freund Tillesons, interniert tvar. Professor Ia-hrmarke r,-. um ein Sachverständigen-Gntachten darüber zu erlangen, daß Brüd'igam ein psichopäthischer Lügner sei. Der Verteidiger habe den Eindruck, daß die Aussagen Brüdigams bei einem Teile des Gerichts Glauben gefunden hätten. Deshalb lege er weiters großen Wert auf die Einvernahme des' Kapitünleuipants a. D. Ho ff mann in München, der auf Eid nehmen solle, daß alle Aussagen BArdigams nicht der Wahrheit entspräcken. \ Vorsitzende r: Hofsmann hat alles bestritten, das steht fest. Außerdem ist auch Hoffnrann ebenso belastet Imc Tillesen. Zeuge Brüdigam: Ich ^gewann den persönlichen Eindruck, daß ein Attentat gegen Scheidemann beabsichtigt sei, und beschloß, ihn zu warnen. Diese" Absicht führte ich mit Hilfe eines sozialdemokratischen Parteifunktionärs aus^ Sodann reistc ich nach Kasiel und stellte mich Scheidemann zur Per^iigung. Älm' 12..^der M, Juni begab. ich. mich zu Mllesen/WoMlch Pläqß^ isikch Heinz/ yait* wesend Nmren: Jrn Histse des Gesprächs fragte Tillesen„ was ich glaube, daß DsHehwi ivürde, wenn'jetztzt Rathenan - ermordet jvürde. ' Ich sägte, daß meiner'Ansicht nach sofort her ,Generalstrerk und ein bewaffneter A u f st d nd d er WH-Ai t er sch a'sl folgelr wurde. Ich - rate Jhiteu, lassen Sie-He".Sache, nehnren Sie Ihre Bücher vor und st u d i e r nt Sie. .Tillesseen... crjviderte: (sttin Studieren habe ich-k e i n e R rt h e mehr. Wenn die Sache aussichtslos ist, bleibt nichts übrig,-als mach Berlin 31t fahren, Rathenau e i n e K n g e t; i n den K 0 p f z n schießen'ttnd darM eine-mir ins Herz. Plaß sagte vorher: Dann bleibe..mW.übrig, als die Jüden zu killen (erschlagen). ' Es-lverN:n sodann die Vorstrafen.'BAwiga-rus erörtert.- Er ist mehrmals liegen schweren Diebstahls, Betrug. Be- . leidigung,.Ulllerscht.rchlng usw. *>u Gefä.ngmsstrafets verurteilt. Bon 1909 bis 1911 war' er in' '.der Jrrmlanstalt. Es wird hiemuß eine Reihe'von Akten, verlesen, ansdenen he'rporgeht. daß Brüdigam nach dem 'einstininügen llrlciC der Rrbaitgeber ein ,rmzuverlässiger. axbeijsschener Mensch - sei und auch . Kind:rYYpnosc betw-en'-habt. Der, Berreidi-. ger richtet an -desi Zeugen die Frage,;ob er'das Geld,, das er von der -OrWnrsation „C" . erhalten habe, ve-rabuedungsgemäß aogeliaferi. habe, Zeugeerwihdert, daß ihm nichts übrig geblieben, sei/Er habe sogar seine Möbsl v^r- IVmfcu' wollet). — Es. folgt sodauN He Ge'genübcrstelluttg des -Zeirgen mit' - Wesen.' ' Nach zweieirthalbstüudiger 11 Plaidoyl r' stellte - Oberreichsatkwo.lt Tr. E bc rma v er folgende - Anträge: Ernst Werner T.e'ch o'w. wegett Mittäterschaft zur Todesstrafe, dauernden Ehrverülst; Hans Georg T.e ch 0 iv als Jngen-dlicher zu vier Jahren Gefängnis, wc'gejlBegünstigung sechs-Monate Gefängnis,-, zusammen, vier Jahre drei Mottate Gefängms; G ü n t h e r üvcgett Beihilfe sechs Jahre.Zuchthaus,-wegett Begütlstigung trenn Ätonaie Gefängnis,' zusammen sechs Jahre drei.', Monate Zuchthaus! und zehrt Jahre Ehrverlttst: - Sa l 0 m 0 u . wegett Beihilfe sechs Jahre Zttchrhaus: Warnecke vier Jahre Zuchthaus: Niedrig.fünf Jahre Zttchthaus, die letzten drei fünf Jahre Ehrverlust; Jlsenran wegen Beihilfe vier Jahre Zuchthaus, wegen Begünsiigtutg tmtu Monate Gefängnis (sechs Monate Zuchthaus), iuege.it unbefugten Waffenbesitzes sechs Monate Gefängnis, i'm «arntjcu vier Jahre itcmt Mtzttate Zuchthaus und -fünf "Jahre Ehrverlust; Schütte und Die st e l wegen Beihilfe Freilpr?. -- chimg, wegen Begünsiigtutg je sechs Monate Gefäritznis: Steinbeck wegen'Begünstigung und Beihilfe drei Jahre .Zuchthaus nnd fünf Jahre Ehrverlust; Tillesett und Plaaß drei Jahre Gefängnis nnh Boß Freisprechttttg. ^Der>Oberr-richsanwalt rtklärte, daß es -sich Auch: nitt 'einrein Politisches: Verbrechen handle, sondern tun eincit r e r n e n M o r d,, wenn auch politische Motive eine Rolle gespielt haben mögen. Jttsolgedessen habe er neben den Todes- und Zuchthausstrafe entsprechende - Ehrenstrafen be< antragt. Weiters beänträgt der Oberrreichsanwalt die Entziehung der Maschinenpistole. Die Einziehung der Au.!o- .mobile '.beantragt" er noch, nicht, da die Mthilfe K ü ch e >rnt e i st e r s. noch. nicht seftgesiellt sei. Reuwahlen i» London, 11. Oktober. (Woksf.) Die der,Aiegieruug nahestehende „Daily Chronicle" bringt heute die S!achrichl, daß Ne u w a h l e» v 0 r Weihnachten als. unvermeidlich angesehen werden. M»»W>>W>>W>W>W>W>>»>W>lW>W>M>W>>WW ist 61s Billigkeit, Qaalit&t n reiche Auswahl ln feinsten englischen Stoften, Regenmänteln, Damenu. Herrenwäsohe, In Strlok- und Wirkwaren im Warenhaus sri- II,, Taborsiraße 48 Telepha» 47*1>79 Sn gjros Sn deiail Zanaz Deutsch. - Em Beitrag zur -Geschichte der Anfänge der Trennungsorthodoxie in Wien.' ' ' Bon Dr. 9?.- M. Gelbe, r. (Schluß.) I' - Deutsch und dir Alliance Jsraelite, Kuratoren der spaniolischen Inden. Int Jahre 18W wurde das Polizeinnwistermm auf die ,Gnrndung. der „Alliance Jsraelite Universelle" und die möglich'? Berpflanznug ihrer Propaganda nach 'Oesterreich aufin ncksam gemacht.' Das damalige Polizermimstermm - be-. - ^sichnAe in einem speziellen. Gutachten'die- Tätigkeit der „Alliance" als stäa tsge.fährlich. Der eigentliche Spiritus movens war hierbei n-iemmtd anderer als der Hoflvrchsler Ignaz Deutsch. Er.-hatte, als m Oesterreich die Nackricht von der Gründung der Alliance Jsraelite omgelroisttt -war, sosprt den dmnal-igen.Leiter des Departernei'us (v hu Pouzeimm-i-sterrimr' -Hof^rt W e her besucht 'n.i'o rh-m. die vertraniliche Mitteilung gemacht, daß die Al- A'iame. iricht." anderes 'bezwecke, als die Sache der Juden- - einanz-ipation sämtlicher Länder Napoleon den Dritten zu /nj;ergeöeir.''J-n -dies'ent Sinne infoxnrierte er auch den da- ' rgajigett Außenminister Grafen Rech borg, dem er die,.. Al'llance als eine staatsgefährliche Gesellschaft schivdevte, die'' 'ilm der Gesamtvertretnng der Juden-.aller' Staaten, somit ailck) 'Oest-errc'tchs. 'dett Gegner 'der.'Monarchie Napoleon 3., f d?'r - seir dein.österreichi-ich-ital'ienischen Kviog in fort-währendAt. Konflikten Jnit den Haibsbnrgern stand, betrauen ' wil!. Te-'.ttsch-genügte es aber nicht, bloßi bei der Erteilung non 'Jn.fövlriati-bntztt,;-u bl-eiöen, sötMrtt im Gegenteil, er . b-.«-: sogar -her isteg-iemilg an, Mchrere Judengenteiitdetr zu 1.L'.et ': . t, übt die Ahm ergebenen Rabbmer vor dem Beitritt ber revÄiüwnäven Alliance Jsraelite zu-warnen. Unter dem Drucke dieser Informationen leitete auch das Polizeirninistermm alle möglichen Schritte ein, um das Zustanldekommen eines Zweigvereins der Alliance in Oesterreich zu verhindern.^) Eine nicht mindere Rolle spielte Deutsch attch währerrd des knrz darauf folgenden Prozesses gegen den Herausgeber des damaligen Mrthermer--^l>hvbuches, den Dichter Franzos. Der betamtte Historiker Grätz hatte int Jahrgang 1863 dieses Jahvbuches einen längeren Aufsatz über die „Verjüngung des jüdischen Stammes" veröffetttl'lcht, in dem er der Hoffmrng Ansdruck gab, daß das jüdück'.e Nolk.in den nächsten Jahrzehnten eine Regeneration in der alten -Heintat Palästina wieder erleben werde. Infolge der in diesetn Aufsatz enthaltenen abfälligen Aeußerungen über das orthodoxe Judenüttn wurde mu von der dantaligen Staatsantvaltschaft gegen die Herausgeber der Prozeß anhättgig gemacht. Es war einem jedem klar, daß nur ein eirttziger Manu die Staatsanwaltschaft auf diese abflillige Aotchernngen aufr.rerksam getnacht haben konnte. Wenn auch Deutsch vor dem Prozeß und während desselben überhaut-1' mch^ auftauchte, so tvar klar genug, d.rß er, hinter den Kulissett der eigentliche - Drahtzieher dieses in jenen Tagen Auffchen erregenden Prozesses. ge-vesen ist. Um mit größerer Stärke die Jltteveffen der orthodoxen Judettschaft vertreten zu können, ließ stch Deutsch von der sc-phardischen JÜdengemeinde in Jerusalem eine Vollmacht zukommeti, wonach er ntit der Vertretung ihrer Interessen hetraut wuvde.-.Am 11. Mai 1864 nbörveickcke er eine m zierlicher Schrift verfaßte'-hebräische Vollmacht, iu der der Name des Kaisers mH Goldibuch'staben geschrieben. war. In derselben erklärte der.Chacham- Baschr.-'nnd sein Rabbin-ev» J-)-Näheres darüber in unseren! .Aussätze: „DiL'öfLexreichischL Pol-ize-i und die Allianz Jsiael-He" in der „Wiener Moraen--. -Wxm 10S" ,rm 1 Gül. kollegirtm, daß Ignaz Denisch, der bereits -das Pvotektorat -über die österreichischen Inden in Jernsaletn' ausübe, gegemnärtig auch ntit dem -Protektorat der spaniolischen, portugiesischen und türkischen Jrckengemeinden in Paläftina betrant werde. Ferner wird der österreichische Kaiser echrcht, Ignaz Deutsch zu gestatten, dieses Mandat zu.m Wohle der amren Spamolen'MÜb^Nehmen. Der damailige österreichische Konsul m Jernsalem.P-rokLsch teil.be nun in einem speziellen Bericht nrit, daß: die Spaniolert türkische Unter.- tauen sind , utvd -üur drei Spaniolen die ösberreichrsche Staatsbürgerfchaf' besitzen. E-iue evenrnelte Sammlung zrt ihre«- - Gunsten - -wnvbe. --nur -eine Bsnachteiligu-ng für die osterveichifche Jndengemeistde in Jevttscitent -bedeuten. Er spricht sich ferner gegen die AnErmu-ug dieser Vollmacht aus, da 'Detrtsch lediglich -nur die 'drei österreichischen Spa- . uiolen. als Privakbevollmächtigter vertreten könnte. Jur Mnne dieses-Berichtes-wurde auch gm.21. R-ovcucher 1801 dem Kaiser Borirag erstattet rvnd mit Nachdruck betont, daß .Deutsch'nur die/dreiiSpanchl'en als Privatbe-Völlmächtigter verireten. tonne, da-,^üe 'anrtliche. -Verjrekrug derselben in jeder Richtung dem Konsul in Jevnsalent zttfalle", sollte jedoch Deutsch quch - Wdsa-nnustmgen st'tr sie verar.-stalteu ' Wollen, sc könm; er dies nur im Sinne der sei-mrzeitigcn VerordnuNgen vom Jahre' 1851 und 1854 tun. In der kiaiserlichen(- Resolution wurde auch*) «das Gesuch der sephapisischell Bittsteller .nach Wunsch des Außemmn'isteriums erledigt. . HiWirch ^' Mrde Aar. daß Deutschin Regieum-gskreifen nicht mehr , diefeW Position.-besitze, wie zu-den Zöftö« 'des. Grafen Thun.- Jnzivischeu trat attch inmchalb der Mischen Gesellschaft.. eine starke- -llttznn-tedenbeit mit Deutsch' Tä-tigleit. zutage. - - > -'u W. Staatsarchiv: Fremde Kircben, F. Genevalia bis