Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1317 (11.10.1922)
- Date
- 1922-10-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. ioxi Asyft.ii,;»ctf;fwvc?r Aus dieser nicht einmal erschöpfenden Darstellung -der Tagesordnung einer einzigen Sitzung des Finanzausschusses kann man.erkennen, welche Geldsorgen die Mitglieder des Ausschusses erfüllen müssen, besonders, wenn, Wie im vorliegenden Falle, die genehmigte,i Kredite noch! nach der Bedeckung rufen. ' Die Sriverterrmg^vo« KirjaLH-ANKMiM. Ucberführung jüdischer Siedler aus Osteuropa. In einem Bericht des „Hapoel Hazair" über die Siedlung Kiriath-Anawim wird über die Art und Weise'berichtet. wie die Angestedslten für ihre in Osteuropa zurückgebliebenen Angehörigen sorgen. Es hießt darin: „Die Frage, wie wir unseren Verwandten Hilfe leisten sollen, wurde bei uns noch vor zwei Jahren gestellt. Die /Interessierten beschlossen, einen Spezialdelegierten nach den Galuthländeru zu schicken, nm ihre Verwandten nach Palästina herüberzubriugen. Sie verschafften sich eine Privatanleihe, und sie verpflichteten sich, sie von, ihrem Monatslohn zurückzubezahlen. Der Delegierte, der nach Europa reiste, überführte gegen zwanzig Personen. Infolge der 'Maiunmhen jedoch kamen sie erst nach acht Monaten an. Inzwischen wurde das Bedürfnis nach Ueberfnhrvng von Verwandten in der Siedlung immer allgemeiner empfunden. Die Sichler sahen sich daher genötigt, einet allgemeine Form zur Lösung dieser Frage zu finden. Vor allem wurde klar, daß die Hilfe nicht bloß in der Uebersührung in das Land, Heftchen könne, sondern man müsse die Angekommenen auch im Lande selbst unterzubringen trachten. Ferner sah man eil,, daß diese Arbeit in großem Maßstab geleistet werden müsse, ohne jedoch den Zustand der Kwuzah zu berühren. Man beschloß, eine Kasse für konstruktive Hilfe für die Familien der Kwuzah-Mitglieder, die nach Palästina einwandern wollen, zu schaffen. Das Grundkapital der Kasse wird durch die monatlichen Einlagen eines jeden Mitgliedes in der Höhe von 20 Piastern (ein Fünftel Pfund) gebildet. Auf Grund dieses eigenen Vermögens erhält die Kasse Darlehen bei verschiedenen Kreditinstituten. Diest Hilfe umfaßt zwei Tätigkeitsgebiete: 1. Darlehen für die Mitglieder der Kwuzah, um ihre Verwandten zu überführen; diese, werden für eine längere Zeit gewährt und allmählich ans den Verdiensten znrückbezuh, >', wobei sm Teil von der Familie des betreffenden geleitet wird, nachdem sie im Lande untergebracht wurde. 2. Direkte Darlehen an die Familien auf Grund entsprechender Bürgschaften, nachdem sie ins Lach gekommen waren. Im Laufe des letzten Jahres erreichte das Vermögen.der Hilfslasse 129 Pfund, deren Kredit 480 Pfund. Es gelang in diesem Jahre, auf solche Weise gegen 40 Personen ins Land zu bringen. Alle ohne Ausnahme wurden mit Hilfe der Kwuzah in der Arbeit untergebvacht. Ein Teil von ihnen war bereits in der Lage, ihre Schulden an die Kasse zu bezahlen. Auf diese Weise erhielten wir die Möglichkeit, weiteren Familien zu Vifen, die an. die Tore des Landes pochton." Heimkehr der FlSchtlinge. Abtransport nach Galizien. Die Delegation des Jüdischen NationalvateS für Ost- Salizien iM'uns mit: Der letzte HeirnkehrertranSport geht am 31. d. ab. Die Anmeldegeit wird bis zmn 17. d. verlängert. Nach diesem Termin sind weitere Anmeldungen ausgeschlossen. Parteien, deren Dokumente mangelhaft waren, worden aufgefordert, bis zu diesem Zeitpunkte tife fehlenden Dokumente nachzubringen oder die zurückgelassenen ckbguholen. Parteien, die sich neu amnelden, haben außer ihren Personaldokumenten (He-imatschein, Geburtsschein, Tvauungsschein, Meldezertckl, eventuell alter Pah, negativen Optionsbeschejd) auch zwei Wider für jede Person über 14 Jahren mttzubringen. Anmeldezert: 11 bis 1 Uhr vormittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags im Bureau der Delegation des Jüdischen NationalvateS für OstgaWen, % Bez., Talborstraße 20 K, Es wird atbwmlS darauf aufmerksam gemacht, daß dieser TranSPdrt der allerletzte ist. ( Bukowinaer Heimkehrer. Sämtliche Heimkehrer, die mit dom Ende dieses Monats ab§chenden Doanspovt in die Bukowina zuvückkchren wollen, haben sich, ungeachtet der eventuell bereits beim Bukowina er Zentral verband erfolgten Anmeldunig, neuerlich bei der Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien, 2. Be.z>, Daborstvatze 20 A, mit fertigen rumänischen Pässen, bezichungsweiso Heimkehrerscheinen und Meldezetteln (bei Meldezetteln jüngeren Datums auch polizeilichem Auszug aus den Meldedaten) zu meliden. Anmel-deM: Mittwoch den 18. d. und Donerstag den 19. d. von 11 bis 1 Uhr vormittags und um 4 bis 6 Uhr nachmittags. * * Der BukowiMer Zentralvoriband in Wien, Geschäftsstelle n der österreichischen Kammer, 8. Bez., Marxergasse 2 (eheilmliges MarinemimsteÄum), im Hofe links, Tür 18, fodert alle jene Bukowinaer und ihre Mmilienangchövigen auf, welche nach der Bukowina mit allen ihren Mobilien die Heimreise an* treten wollen, dies mit tunlichster Beschleunigung boi der Geschäftsstelle täglich von 8 bis 4 Uhr, SmnStag von-8 bis 1 Uhr nachnlittags W der Heiimkchrseltion anzumelden. R>nmänischer Heimkchrfchein oder Mmänischev Reisepaß, Gebmts- und Hei- »mtsdokWnente sind miGlbringen. Letzter Anmeldungstevmin X). d. bis Iß Uhr mittags. Dieser Heimkehvwzngist der allerrtzte. ■ - Die Familie des Exkaiser» Karl W Gpanie«. Der gegenwärtige Aufenthaltsort der Familie des verstorbenen Exkaisers Karl ist L e.q u eit io, zwischen Bilbäo und San Sebastian, an der Westküste Spaniens. Die Familie bcwohlil eine Billa, die ihr ein spanischer Adeliger zur Ber- -» . rij U. avmX. wUjuu.quix» *“!•. i Pnitftr Spaniens, nicht heizbar., Aus diesem Gründe ist Exkaiserin Zit a neuerlich auf WohNNngSsüche. Am wünschenswertesten wäre die Rückkehr in das königliche Palais E l Pardo bei Madrid, doch müßten auch dort umfangreiche bauliche Veränderungen vorgenommen werden, denn auch dieses Palais ist nicht heizbar. - Das Befinden der Exkaiserin und ihrer acht Kinder, auch des jüngsten nach dem Tode seines! Paters gebörnen, ist ein günstiges. Zita leidet noch unter der schweren seelischen Depression, die der Tod ihres. Gemahls hervorgerusen. hatte. Die Erziehung ihrer zahlreichen Kinder beschäftigt die Exkaiserin vollauf, was für sie zugleich eine Ablenkung bedeutet. Am Meisten Mühe und Sorge verursacht natürlich die Erziehung des ältcüen Sohnes Otto. Für diesen ist jetzt eine geeignete Persönlichkeit in dem Grafon Heinrich. Degenfeld gefunden worden. Er ist Historiker und strebte einen Lehrstuhl für Geschichte an einer österreichischen Universität an. Den Unterricht int Ungarischen besorgt ein böm Fürst-Primas empfohlener <35 c t ft I i ch e r, der sich gegenwärtig in Deutschland im Gebrauch der deutschen Sprache vervollkommnet. Der Hofstaat des Exkaisers ist aufgelassen worden, zurückgeblieben find von ihm nur zwei Damen, die für die Erzie-. hung der Kinder benötigt werden. Es sind dies die Gräfinnen Schmissing-Kerssenbrock zrnd Viktoria Mensdorff. Die Leiche des Exkaisers Karl befindet sich noch immer in Fnnchal aus Madeira, und es ist nicht beabsichtigt, in absehbarer Zeit eine Uebersührung an eine andere Begräbnisstätte dmchzuführen. Mit der Vertretung der vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist der in München lebende Bruder M a x des verstorbenen Exkaisers betraut. Die Geschäfte des Vormundes führt der frühere Obersthofmeifter Graf Josef Hunh ady, jedoch die eigentsiche Vormünderin der Kinder ist deren Mutter, die Exkaisevin Zita selbst. --> Die Schl«ßkurse de rWiener Börse. Vom heutigen Tage an veröffentlichen wir das vollständige Kursblatt der Wiener Börse mit den vorgesallenen Schlußkursen. * Eine neue Vorstadt in Rischon-l«-Zio». Aus London wird uns berichtet: Berichte aus Amerika melden, daß zwischen Herrn Nappaport in Rischon-l-e-Zion und einer amerikanischjüdischen Gesellschaft wichtige Verhandlungen zum Zwecke des Baues einer Vorstadt von Rrschon-ile-Zion im Zuge sind. Der neue Stadtteil soll auf den von der Palästiuaregierung der Kolonie zur Verfügung gestellten Sanddünen errichtet werden. Die Gesellschaft verpflichtet sich, . diesem Plane zumindest 100.000 Dollar zu widmen und der Kolonie steht das Riecht zu, bis zum Ausrnaße von 28.000 Dollar an dem Unternehmen zu partizipieren. Die zu parzellierenden Baugründe werden an Einzelparteien verkauft. Bon dem Erlös sind 80 Prozent der- Verbesserung des Baugrundes, 10 Prozent für die Errichtung einer Hypothekenbank zu verwenden, welche den Erwerbern der Baugründe Darlehen zu gelben hatte. Die restlichen 10 Prozent wären zwischen der Gesellschaft und dem Grmeindevate der neuen Vorstadt in gleichem Maße als Gewinnanteil zu verteilen, Nach Verlauf von zwanzig Jcchren hört jed»r Anteil der Gesellschaft an dem Nutzen deS Unternehmens auf. In den von der Gesellschaft vorgelegten Plänen sind moderne Straßenanlagen, öffentlichen Parks, botanischer und zoologischer Garten usw. vorgesehen. * Die rumänisch-jüdische Gartenstadt am Karmel. Aus Bukarest wird uns berichtet: Die Herbert Samuel Achufa-- Gesellschaft in Bukarest erwarb vor kurzem auf dem Karmelplateau eine Bodenfläche im Ausmaße von 1,350.000 Quadratmetern, auf welcher die Gesellschaft für rumänischjüdische Siedler eine Gartenstadt errichten wird. Dieser Bodenkomplex wurde in 1600 Parzellen geteilt und an etwa 500 Parteien weiterverkauft. Der größere Teil der Mitglieder der Gesellschaft wird bereits nach den Feiertagen mit dem Häuserbau beginnen, andere legen Pflanzungen an, während etit kleinere? Teil erst im Frühjahr sich m Palästina ansiedeln wird. Da aus den verschiedenen Teilen Rumäniens zahlreiche Zuschriften einlangen, in welchen der Wunsch ausgesprochen wird, all dieser Siedlungsaküon teilznnehmen, hat me Leitung die Verhandlungen zur Erwerbung eines weiteren Bodenkomplexes von einer Million Quadratmetern in unmittelbarer Nachbarschaft des bereits erworbenen Besitzes eingeleitet. Das Karmelplateau, auf welchem die Gartenstadt erstehen soll, ist von Wein- und Palmengärten,umrahmt und bietet einen Ausblick in die Bucht von Akka und Nieder-Galiläa. Das Klima ist sehr gut. Das Plateau liegt in nächster Nachbarschaft von Haifa, welche Stadt bekanntlich einer großen Zukunft als größte Hafenstadt und Handels- und Industriezentrum Palästinas entgegengeht. * Schutz der jüdischen Emigrantinnen. Wie der „Moment" meldet, wMe eine Vertreterin der Abteilung des Völkerbundes zur Bskämpfiurg des Fvaueuhandels auf ihrem Weg nach allen baltischen Häfen, in Danzig. Der Zweck ihrer Reist besteht darin, alle existierenden Komitees und Institutionen fiwmeit zu lernen, die sich mit dem Schutz der jüdischen Emigrantinnen während deren Nkfeuthaltes in den Hafenstädten bis zum Schiffsabgang beschäftigen. Es soll eine zentrale Organisation geschaffen werden, die sich mit fown Schutze der jüdischen Emigrantinnen in den. baltischen AuswanderuugSländvrn beschäftigt. Ferner sollen' Arbeitsvevmiitlungstlnd AMichtsbuveans in den Ginwandemngsländern errichtet wechon. Diese Organisation wird in Verbindung stche-n mit den: „Eonneil of Jewish Women" (Bereinigung jüdischer Fmaen) in Amerika und mit der Abtsilung des BAkerbundes zur Bekämpfung des FvaUenhandsls in Genf. * Die Krönung des rumänischen Königs. Die rumänische Gesandtschaft teilt mit, daß aus Anlaß «der Krönungsfeierlichkeiten Königs Ferdinand des Ersten am Sonntag den 18. d. nach dem Tedemn der Empfang der hiesigen Kolonie in den SalonZ der Gesandtschaft. 4. Bez., ,Bvucknerstvaße 8, folgen * Todesfall. Aus Lenrberg wird uns geschrieben: Bor einigen Tea>.'»i starb in Bad Elster der Professor der Kunst< geschichte an der hiesigen Universität Dr. Boloz-Antoniewicz, ein weit über seine Heimat bekannter Gelehrter. Der Verstorbene, der sich nicht nur auf kunstwissenschaftlichem Gebiet, sondern auch atlf dem der Philosophie und Literaturgeschichte^hervorragend betätigt hat, war Mitglied der Krakauer Akademie der Wissenschaften. * Ueberschwenlmungen in Oberösterreich. Das noch immer arrdanernde winterlich kalte Regenwetter hat in einigen Orteir Oberösterreichs bereits zu Ueberschwemmungen von Feldern und Wiesen geführt und in höher gelegenen Orten an der vielfach Koch nicht eingclbrachten Grummetmahd und au den Gctreidesaaten erheblichen Schaden angerichtet, insbesondere auch an den Kartoffeln, die, nach den den Blättern zugekonrureneil Berichten, bereits zu faulen beginnen. Bei einem noch weiter anhaltenden schlechten Wetter, und vorzeitigem Winterbeginn sei die Einbringung^ der Herbsternte, insbesondere von Hafer, Kartoffeln und Grummet in höher gelegenen Feldbeständen ernstlich gefähvde-t. Wie der „Tagespost" ans Bad Schallersbach berichtet wird, hat eine Ueberschwemmung den Zllgang zum Heilbade unmöglich gemacht. Das^Wasser ist bis in die Keller gedrungen. Es soll geplant sein, den Trattnachbach abzuleiten, damit gegebenenfalls der Betrieb des Heilbades keine Störung erfährt. * Der Linzer Stratzenbahnstreik beigelegt. Wie die Blätter melden, haben die Verhandlungen in Angelegenheit des Fahrperfonals der Straßenbahn zu einem Einvernehmen geführt,, so daß der' Betrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen wurde. * Stratzenhahnverkehr vom und zum Franz Josefs-Bähnhof. Da jetzt auch die Linie 36 , durch die Porzellangasse zunb Franz Josefs-Bahnhof geführt wird, verkehrt der erste Zug der Linie D um 5 Uhr 60 Min. ab Süidbahnhof und der letzte Zug dieser Linie um 10 Uhr 4 Min. ab Franz Josefs-Bahnhof. * Keine Verbilligung des Kohlenpreises. Wie die Korrespondenz Herzog meldet, erhielten die Wiener Großkohleiiftrnren, denen seitens der Devisenzentrale im September nur 60 Prozent der Forderungen zugewiefen wurden, die Verständigung, daß sie nunmehr auch den Rest bewilligt erhalten haben. Die Kohlenfirmen sind jedoch von dieser Zuweisung nicht erbaut, da ilinen zum Beispiel Markdevise zum Kurse von 80 berechnet wird, während der gestrige Mark-Cleavingkurs 28.80 betrug. Unter diesen Umständen erscheint eine Verbilligung de^ Kohlenprerses trotz des gesunkenen Markkurses um so weniger möglich, als noch die Erhöhung der deutschen Vorsracht und der österreichischer Fracht gebühren auf den Preis drückt. Die Festsetzung des Kohlenpreises wird noch im Lause dieser Woche erfolgen. * Baden—Rauhenstein. Man schreibt uns aus Baden: Die Lokalbahn hatte am 2. d. auf der Linie Bahnhof—Rauhenstein den Betrieb eingestellt. Auf Intervention des Bürgermeisters Kollmann wurde der Betrieb nach kurzer Unterbrechung Widder ausgenommen. * Unterrichtskurse über Säuglingspflege und -Ernährung. Der Verein Säuglings- und Kinderfürsorge veranstaltet für junge Mütter und erwachsene Mädchen einen Unterrichtskurs mit Lichtbildem und pvaktischm Uebungen über Ernährung und Pflege des Säuglings, und zwar im 9. Br;., Kinderfpita-lgasie 15, Hörsaal des Hygienischen Jnstttuts, am 16., 18., 20., 23., 25. und 27. d. von halb 6 bis halb 6 Uhr abends (Vortragender: Chefarzt Dr. Siegfried Weiß), und im 6. Bez., Stöbergasse 13, Volksbsldungshaus, an denselben Tagen und zur selben Stunde (Vortragender: Abteilungsvorstand Dr. Kari Grünfeld). Schriftliche Anmeldungen an die Zentrale, 9. Bez., Ziwnermannplatz 9. Der Regiebeitrag von 10.000 K. wird in der elften Kursstnnde eingehoben. * Fortbildungskurse für Handarbeitslehrerinuen. Ar: drr Birndes-LehvevinnenbMungsanstali in Wien, 1. Bez., finden im Schuljahr 1922—1923 zwei ForMldungskurse für Handarbsrtslchrermlien, und zwar der erste vom 15. d. bis 16. Februar, der zweite vom 16. Februar bis 31. Mai statt. In diese Kurse können auch noch Glicht ongestellte, für den Hau'darbeitsunterricht lchrbösähiHte Personen ausgenommen werden. Näheres in der DivektionskanKei der Anstalt, 1, Bez., Hegelgasse 14. * Wenn der Vater mit dem Sohne... Der 24jährig« Platzvertreter Josef Uhrmacher hat einen Gewerbeschein, der ihm die Ausübung des Bemfes eines Marktfievanten gestattet. Er mrd sein'64jähriger Vater wurden wegen Betruges, Kettenhandels und Preistreiberei dem Landesgericht eingeliesert. 60 Millionen als Erlös eines anrüchigen HolMschäftes, Pelzwerk um 15 Millionen und Schmuck um 12 Millionen wurden sichergestellt. * * Vermißt. Der 60jährige pensionierte Konsumvereinsangestellte Jbhann Morawitz hat sich Montag den 2. d. um 3 Uhr nachmittags aus seiner Wchnung, 21. Bez., Demergasse Nr. 3, entfernt und ist sM-er nicht zurückgekehrt. Er war noch um halb 6 Uhr am Floridsdorfer Spitz gesehen worden. Es ist möglich, daß er verunglückt ist oder, da er in den letzten Tagen Spuren von Geistesverwirrung gezeigt hat, einen Selbstmord begangen hat. Movawitz ist von schwacher Könstittrtion, hat grani meliertes Haar, grauen Schnurrbart, ovales Gesicht, schadhaftes GMß. Er trug dnnkelgrauen Mnterrock und Kappe. Seine Angehörigen bitten, allfällige Mitteilungen den: Polizsikommisscwiat Floridsdorf znkommen zu lassen. * Besseres Wetter in Aussicht. Bei allgemeinem schwachen Drucksall über Europa ist die ursprüngliche nordäsWche Strömung über dem Festland in sine rein SWichs übevgegaugen. Das Regengebiet, das morgens noch von Genf bis Lemberg reichte, umfaßte mittags nur mehr das noMstliche Alpenvorland. Die obere Grenzfläche der kalten Luft liegt im Gebiet ifwvi jPAOO CW1a*<\». CCW.