Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1314 (8.10.1922)
- Date
- 1922-10-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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-":- Weite 6 Wir«, Ss«ntag etter Msegenzettuna. *»*.*-.:■* Ji-vA<ry -•'-5 . -. V.i* .3*- N durch Palüfttna Auf de» Böden desJüdischenNationalsonds. Don Dr. Wolfgang Weis! (Jerusalem). -- *' Eine Bahnstunde von Lndd nach Osten, gegen Jerusalem-, Die Ebene Judäas steigt zum Hügelland an, die frühst-' baren Felder der Ebene verschwinden stellenweise. Das nahe : Gebirge wird gefühlt, noch ehe eS gesehen wird. Letzte Station vor btvi Bergen Judäas! Nahal Schorek., Wadi Sarar heißt cs atlf arabische die Bahnstation der Nativnalfondstolonie H u ld a. Zwei 'langweilige Gebäude aus Stein. Der Stationsname-arabisch. Auf sonnenheißer: Straße oder auf schmalem Hügelweg gcht es über den uralten Wadibl'Sarar himveg zu der Oase Hulda^ dem jüdischen Jischub im arabischen Gebiet. Nur 2000 Dünam zählt diese Farm des Keren Kajemeth; weithin sichtbar l-retzt sie auf einem lelnggeftvcckten Hügel,-und Neben ihr auf einem arteten Hügel'das qleichnmnige Arabcrdorf.- ' & OltohW-iSSA 'Mi Ugandern Mitgliedern -war kefnd»-Ntider- ''ebenfowenig von Auch in Hulda hat man einen Versuch großer Oc'l- ' baunrpflanzungeN ume; dein Titel eines Herzl-Waldes' geiuacht. Hier ist der Besuch im großen und ganzen gelungen. 'Die 8000 Oelbämne Huldas gedeihen prächtig und haben bei einer vorjährigen Ausstellung sogar ' den - ersten- Preis ' bekommen. Trotzdenr hat sich auch hier gezeigt,-daß die Rentabilitat von Olivenpflanznngeu diel geringer ist, als mcnf früher angenommen. hatte. Auch in Hulda pflanzte mcni daher auf den paar Quadratmetern Felswand, die noch nicht kultiviert^ waren, Waldbäume. * Auf dem Gipfel des Hügels von Hulda liegt das ausvielen; Bildern und Ratio nalfondtzmärken bekannte' sogenannte' „Herzl-Haus" inmitten eines prachtvollen Haines. Eine schm«, steinerne Freitreppe führt zu einer wunderbaren, kühlen Terrasse, von der aus der Blick über die nickenden'Banmwipfcl und die breitblättrigen Palrüenchäupter des Wäldchens schweift. Palmen vor dem Hans, Palmen als Alleen zu beiden Seiten der Hauptstraße, die durch die Felder Huldas zu der'Straße nach Kfar-Uriah und Latium führen. Die Dattelpalmen werden hier nicht künstlich bewässert und wachsen daher nur verhältnismäßig langsam. Unh doch sind.: sie nach 12 Jahren .scho« vier bis fünf Meter hoch geworden. Märchenhaft'schon zittert ihrer Blattfächer tiefes Grün im Glanz der. Mittagssonne. Wavnm stni^nicht ilberall, auf. allen jüdischest Besitzungen diese herÄichen Bäume zu finden.? Weil wir keine ZM haben, etwas Schon es. zu schassen. Weil das jüdische Volk so, schrecklich ungchuldig ist. Werden irgendwo ein paar Biüune gepflanzt, so verlangt es, das in vier . oder fünf Jahren dort schon hohe Wälder stehen. Und deshaD ' .kann sich der Natianalfonds nicht entschließen, Bäume zu pflanzen, die mir langsam wachsen .und teuersind. (Die Pflanzung? und Pflege einer Dattelpalme.kostet.etwa'ern Pfund/die eines Waldbaumes . . .. ( Und so haben, wir EukoWtey/ Aktien, Msurine« und Pinien, aber keine Palmen auf unseren Farmen, und Kolonien. - .>* - . - .. . .; Rascher freilich wachsen audexe- Bäume -av Palmen. An der Südostgvenze Huldas hat man vor sechs Monaten Euka» , lyptusbäume gepflanzt, üm dadurch, ttn Zusammenhang mit.: einer gleichzeitigen Kanalisation, denklernen Sumpf dort zu entwässern. Und honte sind diese sechs Monate alten Pflanzen schon mannshoch und so schattig, daß uyter chren Zweigen die Arbeiter ihren Mittagsschlaf hätten können, (Weil dort Wasser war, wuchsen die EukalyptendoppH so rasch wieauf denr Felsenboden. ^. - Der ganze Berghang, der.chch. von 'diesem Sumpf zu?den . Farmgehöften hinauf zieht, ft-jetzt mit Pinien, Casuarmen . und Cypressen bedeckt. Nicht weniger als 50.000 Bäume.wurden im HerF-WeM von Hülda gepflanzt." Nicht ein Fußbreit Bodsns^ist in Hulda unbebaut. - 35 Männer und Frauen arbeiten auf -der Faun. Alle lange Zeit al^ Arbeiter im Land, viele 10 Jahre und darüber. Die ganze Zeit waren sie hermlos, ürrstet, nicht'wissend, was der nächste Tag bringen werde. Endlich begann der < Nationalfonds seine Arbeiter - als E r-b p ä ch t'e r. cmzusisdeln - und so erhielt diese Kwuzah HuÄa in Erbpacht. Eine lauge MhiuÄlung müßte man eigentlich schreiben, wollte man die vollständige Umwälzung-im Leben eines Ar- ' bciters, der endlich aus einem Taglöhner ein „Pächter" geworden ist, einem Nichtarbeiter begreiflich machen. Eine, ebensolche ' Umwälzung war es aber aüch für d^'Kolonisationsavbeit des Keren Kajemeth als er endlich die ihm bestimmte Rolle' im Aufbauwerk Erez Israels aufnchmenkonnte, als - er nicht - mehr „Unternehmer", ,Kolonisator" sein mußte, der Arbeiter ent- ' lohnt, sondern der Herr des jüdischen Bodens, den er Arbeitern, Siedlern — gegen Pacht — : übergibt/ ' Bis in die letzte Zeit war es leider nicht-so. Die-Böden , '-raren nicht „siedlnngsreif", sie mutzten erst amÄioriert, das heißt, fotveit urbar gemacht werden, 'daß tüchtige Bauern-ohne allzu großes Risiko tvaKn^ursten,' -sich? darauf' niederzulassen. Diese „Amettoviernng" geschah durch 'jüdische -Arbeiter./ Bor dem Kriege und während des Krieges statwen nur nicht, genügend tüchtige Landarbeiter zur Verfügung, um; das zu ermöglichen, was der Keren Kajemeth heute fast regelt mäßig macht: um den ABeittzWs - Mden Boden ^molioMvÄt,Lin Aussicht zu. stellen,' datz sie auf^-dem - gleichen Boden nach? Beendigung der Ämettovation als Pächter arrgesiodelt würden.;? Früher Web ' dchöch-tzcht /--WMer/- Arbeiter; der-'-: Nationalfonds bezchlte ihm sü^Me' Wisse Leisinyg in ÄHoVd (Koölanut auf 'hebräisch))' ober Im IkMÄhn; 'der ein^lne Är-^' beiter kam und gsttg, die MtgWer der KwuM wechselten ununterbrochen, vqn eipem innigen Avbeitsverhältnis, zu den -'sölbfl. Der Arbeiter < wußte, daß? er morgeN' oder^siberm'oMtwieder^ weiter wandern ipüpde-und so verlor er die Li-che Züri Arbeit. Nicht zur? LandarbE als solches zu den faßlichen- \ Er^u^n^n'.diei^eMHE• jü sWen (Wneü-Leisttjngen. Ihre Früchte', so iviltzte Ä,'käm^U jä^üicht iym zützUte. ' -. Und die, Wdeiter wstvdm. müde, , " Bis nach Kriegsende die ^MuitgsstuÄe' kam, bis der Nationalfonds den . 600 bis -'7(jÖ'' ältesten. ’fchter Arbeit-er Boden . gab. . Heuer ist das erst-e^Jähr, da der.Nationalfonds die Pächt- ' täte, einkassiert. Zwei DroMt, des. Schatzwertes dirS Bodens , zahken die ländlichen^ Siedler jedes'Jahr ä?ls: Erbpacht.' Zahlt ''das' jüdische Volk dein jüdischen -Volke. . . . / ' " . .. ' y ■ .' /#• . . .''.?, / ' ■"?; ■ Hulda liegt jm Nghal Z^horek;. beherrscht' die Stoaße, welche die Menbahn-lin-ie ^Aafsä^-JevuMtzm Mit der A-uto- ''Hätze. verbindet. M ist? eine / tvüste.Gegend; . nur. ,noch.'' zw.ei 'jüdische Siedlungen? sirr^iz^..der. NHe: Kfar-Nrie-' Und , Artus. Sonst nur Ara?bechvM ' Hugdln^'m der^n Hohlen - die' Wildtotze hailft, M'^ren Geröll Schakäl. und ''-.Hyäne»- schleichen. ' . . ..'''^'? ' " - ■ Uralte Sagen spimÄr.hier um jeden Fels^ uni-jede Tal») Mulde, Slmsons Heimal/wär hieses''Ääs. . ^ier' schlug erdie Philiskcr mit deA . EsMkUnbüßey,' hier zerriß ’ct mit •’ der Faüst dest Lö'ive.n. .^^'d^Mlchse mit brennendön SchÄänzen'in-die Felder Är .feindlichen Nachbarn. ' . Uralte Sagen vock 'Riügen, vom wilden,^trotzigen 'Feschalten-des schwächer'Judenvolles an der'heiligen 'Schölle werden hier lebendig,' lvenn träüniender Wind heü Mren'Tag "verdrängt,' wandern 'die Abendschatten mit.unendlicher' Hast' über die Felswände des Gehirges 'Juda — wie die Völker' dreier-Weltteile, die hier?herrschen wollten, und:vo'M.'Boden' vertrieb'-n wuvden, hinwegwanderten. Nun, drei tausertd Jahre' nach Srmson deM-. Richter,' werdeil sich seine spätesten Mkel Mieder auf seinem HeiMatboden ansiedeln. Sie krallen-sich an den Hügeln Judas fest, mit' Hacke und SchausÄt, mit Egge und Pslug, mit- Händen und' Wieder beginnt das zähe, lau-gsame Vorwärtsschrehen des , jüdischen Volkes im PHMterland. . Eine -.Siedlung - nach der ' anderen entstcht-.c?.'.?^?'ch-r>i-.., - .... Und die. Schatten schwinden von den - Bergen. Mondglanz übergießt Inda mit reinem Licht. * . . ' * Hoch zu Roß jatzi -- -dke slatterirde weiße Kafia um den - Kopf-gewunden, di^'.Mirtte"^KaM->.befeMgt,"'.'WftolM. im ' GürteL.— ein Reiter -um - die Grenzen Huldas-! Ep' kommt näher: om fifoU|u»0e!r-'^suc|id^eeöit0*.8|«mötvleitjt*?ber Dienst als ^Schomer" macht,- Jede Woche trifft^ einen? qndern daS Los.-Denn Hulda-'unb ebMso alle anderen Siedlungen des -Jüdischen Nationackfonvs/. «Äffen beschützt- Md bewacht Hvekden. Bei.Wacht ^kommen-die Nachha0n,.i«m zu stehlen. Finde» sie nichts anderes,- so'stchlen sierdie jungen Eukalyptnsbäume, die an der Grenze-.gepflanzt 'wurden. Bei -Tag und - Nacht wachen -Schymrim dw Runde, r und'- -hüten "jüdisches 'Land'' int,' Licke der Heimat Simsons.' - - V-'-/ &eim jtitlUÄ el«e* 33ilie$; "" Drüben, üuf'der Hofseite eMr ZmsWvne, Mtd ein Klopfbalkon. zur SuKah uNtgesTllek. Dürftrtz, näckt 'stHt' .der - -HMenttsch? d«ü',MöM'die'/MMiertz'die chort jeseM. werden, D stendM Mnde^ WeIenM^üMre,'. W/üF'soeben MütS, der GMlitzkeit, SKMick vchütirt' ft und ein SiflMlb Herbstlicher Mlke ünh BunMiti - ' ■ Vor 'rttir'lieA siämlich »n" .usirdiger WiedevgÄhe Äöritz Oppenheims rMNilicheS Blätt ^Ländhutkenfest", Mie ^glän- -M M- Früchte, wie hntM ^ankin - sich Kränze , «nt Seit lüftlgen-SoÄ) Me'Wfl-giHt'Mfesiliches Acht über den tränten FaMieiMis,- der drmnen M' den geÄümigen'T.i-sch 'gxf>aMiplt*'tst^M^ bhr.? Mägd,?d« Heben strikt,' wird po'^ lettcht^Wn'Krndevaügen empfangen. -'; '-.’ , . ' .Hier ist.gut weilet;, ,? . ' "Laflen wir uns Ä ttejeitt BÄöe . m. die Zeit zurückleiien, aus dem es ,.8em.Mirster, der'sie dertzMgH Sie sind jetztMon' sHeNer.^ch-ovden, gelWten savbigen - ^jjetfter Moritz O pche nh'e i m s (Mrälden, diesen wohl? prätentiösen,"?ab^t'?fehr innigen HretMdchM. FmHlkÄleibLfl'des. .sÄd>' dÄLfchän JÜbentNnÄ vor hNn^rt'KhiLn;dMn^^^ arg veitzuÄerten, aber mit-der Liebe des schon Entfremdeten, in ,schnsüchrigem EvinnE auf der Leinwand fostgÄMtenen - 'Höhepunkt' echtjüdischer-HanslichM'; dWn ' gMÄMh 'urü> satckev' gepinselten Bildern, die in ungemarnchr MchMkeit und Twue chne ganze Zeit wiedeOringen — eine gute Zelt, -in d-ie -hmüberKuträurnen Gnf pa?mmug und Ruhe dringt. ' - FchMurie^'JMngassen. H>er. äußere AnMck -ist Echt eWodend. Verhutzelte?Wuschbn öder ^eicbrodEette ^ffö/beit^ von 4^ AHchuMerttzn an- RiwnaNd-Hnt, h>te* 4»ie^fr-^8öä«4>e oni^f wie ste,--S iy-ü ^^e^üte^e .bejb ittii uttb rckt ÄHe W’V*// -- H^i cheiHGte -Mische Zeitgenossen'deS '-MkerS Opwie sfr'Chiuesenviertel: HÄne schrvilbt darüM^in söinM Buche „LMvig Börne"; Nr. -1314 - ,---— -j-,—, ä|? 'ii-; ■ ... ' . . „Ich erinnere-^Mich' nvMmtes, - desseit Kohl'euschlsiarze mn-M-Heller-'herworstäch/- da, ,imtdi den Fenstern eine''Reihe 'kw^Äüeißer' MgjlWier'" Ätnaens her- Eingang, zur Mfte mit/?tostiM' WeWmgew Mgit^ wrt,'fük)rtL'in.e-rn-S dünWe H<W, wo die- Feuchtigkeit von .den. Mnhett.'.H'erckMÄM«IlMn, und.. m;D d7om Innern tönte ein " höchst'HMrdcirer' 'riMMer-.GWig^ ''"Ditz. ge« drochene Stimme, schien die eiW üilten 'Mlttne^ nnd die Melodie wiegte sich in den sanstssien EgÄätrten, die' allmählich bis zum'.enWil-ichsien'^rne -gnschivollen. j,Was ist das für ein Äied^ 'fvug W'Uemen Begleiter. „Es ist ein gutes Lied", antwortete'dieser injt omenr 'mürvfchen Lachen, „ein lyrisches Meisterstück, ^das im diesjährigen Musenalmmtach schwerlich seiuesgleichM findet. . . Sje kennen es vielleicht iu einer, deutschen ÜMvsetzrmg: Wir saßen an den Flüssen Babels.usw.. Und' der .Äte RaG'r C!hajim singt es.sehr gut mif seiner Kr'M^Np.abgemMÄ1eN '^tiMnie; die Sonntag säuge es vielleicht rM. größerem' .Wol^chtt, aber nicht, mit so viel Gefühl?. . . „ Sie sprachen noch dies mch das.Wer drfe merkwürdige, dll-mpfe, schmutzige Welt, m der nmn so merllvürdige Lieder, hört, und in. der sie soeben so herrlichen Lichtglanz erlebten. Ba-lü waren sie. wieder in.den Nobckstraßen Frank- 'fmts nutz sprachen Wer. das junge Pmtschland'' und über Verleger , ., . i , Unweit Wer, in seinen: Fchnkfnrter. Atellet,,-saß hinter der. StaMei Moritz- Oppenheim,,bxp? SchAer Hverbecks. und sorgte dafür, daß diese Frankftrrter Welt des Nabbt Ehajim, des Meier Amschel Rothschild und seiner Fmn Lätitia, der Freitagabende uW'-jährlich Nsiederkehrerchen Feste in seinen Gemälden fö erhallten Woben wie sie'nicht von der häßlichen Straße, söMM inUevhalb der'schmittziggvanerr Hä nsermanern aussahen. ' Bör allem die Familienbilder.' Wie überrascht tritt man in die'Stube des Frankfurter Judenhasses,' wenn mau etwa das Bild ,-Vaters Scheu beim Sabibaterirgang" betrachtet. Die Diele leuchtet lln vielfachen Kerzeüschei-ne, Me Metallblenden hinter den WäMichiem, vorchor Häusmt, Mckendes- Tischzeug, SellWcht aus allen SÄrnett. In anöe.rerr Familkenszenen sind geradezu kosMche Stuben mit ge- ' täfeltet Decke zn sehen-, das Tüschinmen mit Stickerei verbrämt und die Frauen, die OoPPenheiMmit Vorliebe in die gewisse RsmbraWt-BÄsnchtNng rückt, erlesen kostbar.und doch schlicht gekleidet. . Was war das? für ein geruhsames Leben, in welchenl eS solche Idyllen gab, wie sie OPPenheim maltei Hier sicht inan am ScchbaiEchmittag. die FcvmMe feieMd um den Mch sitzen und ein JüngiÜW schaut-emer -Jettchen-Gebert- Figur t'es ln die Angen, dort Mt es ein „SMummerstünd-« Wu^ vor der. HaÄMve. ,,Idyllen^ jrnd O^enhdims Lerhenschast.- Er.hat ja auch Hysihe -einche Blätter für „Her- 'mann und Dorothea" unterbrÄiSt und w»nde--von dem Dichterfürsten sehrgeföchept. Mn tzvinneresich nur. an das MnremeicheWld;„Bortrag.des Bgr-MizjvH", oder au den „Segen des: Rabbi",, oder an das annültige Bi'lduis „Emfikhvnng des KiNdes in die SynaWge"', die.glle-,diesen Jdhllev>chmxtkter tragen. Eine Perle, erqnickeW durch die gchlückte KoMPosttwn, ft jenes. ^Bechö^d dös.Knaben durch den Großvater, desien So^nstuhl? von einem schenswerten .?PaMvM-'mnste>tt,M Man merkt's, die Prüfung--wird den: Innigen den Teller Obst sintvagen, Weilchen die wmvder- -schöne Mutter (oder Tante?) bereit'hält. Langst gewüMgt ft -das Gemälde Oppenhsiurs „Vor Kol Nidre". Es drückt vielleicht am deutlichsten >dm Unter- Wesen auS. Di« Mnischen, die man durch das Tor ans -der deutschen Straße rn d« Synagoge treten sicht, fragen SeGstsicherheit und Zufriedenheit zur. Schau. Jene flammende Inbrunst aber und derzchrende Glut der Hingabe, die- «Ns ähMchöNostjüddschen Darstellungen entgegenschlägt, wwd mcnr kaum angÄ>eutot finden. So habe ich-denn dvose Blätter durchgogangen und -weile wieder beim „Lauichüttenfest". Indem ich aber von . ungefähr n-ochmais hinWechlicke zur Evsatz-SuMH auf dem Klopfbalkon, hat siesich gar anmutig verändert.' Grüne Tanm^wefer flnd HWugekommen uznd bunte Glanzpaipierketten.- Auch- FähNchon -flatteM! schon, imd man hört rasche Hammerschläge,- so-vasch aufeinander - folgeiw, daßman vermuten darf: Es -sind Kinderhände, die dort eifrig schaffen. — Fröhliche-^ Otto-Abel es.. Erdrutschung i« Gasteirr. - Nach,, einer ^Meldung, der „Reichspost" soll Gastein von-einer schweren Gefahr bedroht fern. Infolge des andauernden Regens ist der ziemlich steile Ofthang des Gran- .ko'gels, auf dem sich die -Häuser -und Hotels , des Ortes erhebest, Unterwaschen worden und kann jedön Augenblick ins Rutschenkommen. Dadurch würden - nicht - nur -/die Gebäude zerstört^-.sondern auch die Heilqinllen.selbst ver- . 'schüttet werden. Jy Gastein herrscht die. größte Aufregung. Das Zentra?lquelleninspektorat hat bereits die nötigen Schritte, eingeleitet.' . / Dazu wirb von der Gemeindevorstehung Bad-Gastein folgendes Mitäeteiltr . Tatsache ist nur, daß' aN der so-- 'llenaünten,'Hirschen'plaike- -am rechten Achenuser, einem seit Jahrzehsttön hemmten, Rutschterram,- das immer'etwas in Bewegung , ist und Beränderungen unterliegt, auch gegenwklriig "tteittö Bewegaytzen wahrgenömmenwerde»:/ die aber keine wettere BedÄttüNg haben- und die absolut nicht derart sind,', daß'^ Von irgend' einer Gefahr füt die QMM oder Baulichkeiten, gesprochen werden kömrte. ' Die Kirche M Bah- WasteiN Hat M mehr- M' SÜHahren bereits/einigeSptstnA ^die' -sich' etwas- '-etwettert h'abem- Wie-' äll-e - Jahre, '-'-wlt'rden rMch-Hepev! chiM^>.Schüdew-^genan-'-mntersuM wobei- Leiste VeW'ößerungen in-den Sprüngen konstatiert wurden, Heren ' Äilsbesseruüg VMfllaßt"würde, und dle''Mich'M---'EÄW- - wie. LeMrdroherw ö&fii&uet werden, . können,.