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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-04 · Heft 1310 (4.10.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1310 (4.10.1922)
Date
1922-10-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Kr. 1310 Men, Mittwoch habe sich, da feilt Name Buben nicht empfehlenswert war, Frauendienst genannt und fei anfangs August auf Rys' Ersuchet, mit der Hammer und einem Teil der Wertsachen des Rys nach Wien gefahren. Im Verhör' bestritt ec entschieden seine Täterschaft beim Marienbader Kasseneinbruch. - - Nun wurde auch die HaMMr verhafte:, dir Ports.'/.' 'et Gattin des Rys. Auch sie will von dem Krssene'.'bruch in Mariieubad nichts gewußt haben; sie hatte .m/. , Ahnung, daß. die Kosten ihres Wohllebens in Pörtschach aus Einbrecherbeute bestritten worden sind. Buben sowohl wie die Hammer sagen sehr ymterh'.g aus, und-es unterliegt keinem Zweifel, daß sie dm Aufenthalt >des RYS keimen. Sie wurden deck-Landesgerichte ein geliefert. Die Ausforschung des RyS wird eifrig betrieben. , ■ . . Der L»hnka«pf ln der Hstelindnstrie. Bor der Beilegung der Differenzen. Im Saufe des heutigen TageS hat die Bereinigung der Wiener Hoteliers, welcher sämtliche große HotelbetriÄbe sowie eine ZahA von Mittelbetrieben angchöven, Cinigungsverhaudlungen mir der Hotelgchilfenschaft geführt. Inden mehrstündigen Bevhandkm-gen erklärten die Hoteliers, daß sie gewillt sind, im Rahmen ihrer Leistugsfähigke'rt den Lohnforderungen der GehAfenschaft Rechnung zu tragen. Es ergab sich hierbei die -Notwendigkeit, eine Staffelung der Hotels durchzufühve-u, - nachdem selbftverftäMich die Hotelbetricbe, insbesondere solche -in den Bezirken, nicht die gleichen Leistungen auf sich nehmen können, wie die erstklassigen Betriebe der Inneren Stadt. Auf dres-er Grundlage kam auch eine volle E i n i g n n g für diese BotMbe zustande, wahrend für die anderen sich noch Düffevenzene geringfügiger Art ergeben, en Ausgleichung jedoch außer Frage steht. Eine gepfändete Bank Sämtliche Aktive« der ehemaligen Wiener Filialen der Böhmischen Jndustrialbank beschlagnahmt. Die Korrespondenz Herzog meldet: Die Filialen der Böhmischen InimstrrEbmrk. in Wien befinden sich derzeit in Li.nidation. Die Filialen wurden seinerzeit als selbständige Institute von der allgemeinen Jndustrialbank übernommen und die Beamtenschaft der ehemaligen Filialen der genannten Bank führt mm einen Prozeß wegen ihrer Abfertigung. Es handelt sich um einen Betrag von sieben Millionen tschechischen Kronen. Gestern wurden nunmehr nn Auftrag des Wiener Landesgerichtes in Zivilrechtssachen alle Aktiven der ehemaligen -Wiener -Filialen der Böhmischen Jndustrialbank zur Sicherstellung der Forderungen der Beamtenschaft mit Beschlag belegt. Es wurden Wertpapiere in der Höhe von vierzehn Millmrden österreichischen Kronen, die in den Depots der BodeNkreditanstalt und der Allgemeinen Verkehrsbank ruhen, mit Beschlag belegt. * Di« «illiaröenöiebln beim Futzbattmalch. Weinein. der Komplize der Milliardendiebin Miirmser. der immer behauptet hatte, von ihren Diebstahlen vorher me Kenntnis genabt zu haben und auch jetzt geglaubt haben will, die Mikringer weile in Bu d a p e st, während sie die Stelle bei Direktor Lippmann nur zu dem Zweck« angetreten hatte, um den Diebe üahl zu vollsühren. ist, wenn es überhaupt eines Beweises bedurft hätte, jetzt überwiesen, auch in der Zeit ihrer Anwesenheit bei Direktor Lippmann Mit ihr in Verkehr gestanden zu sein. Sin Bürger aus Arad» der Weinstein von dorther konnte, hat ihn am 24. d., am Tage des großen Fußball- Länderspieles auf dem Sportplatz Lohe Warte mit der Mtiringer gesehen. Demgemäß ist erwiesen, daß er gar wohl gewußt haben muß. daß seine Freundin in Wien und nicht in Budapest war. Weinstein ist damit wieder auf einer Lüge ertappt worden. * Gpolietftr Brief. Aus einem rekommandierten Brief, der von der «xportbank in Belgrad abgeschickt war, ist ein Scheck auf 13uO Dollar 70 Cents. Sicht auf New-Aork für Rechnung Isdrsh Sataievo, zum Schaden der Firma Chaudoir, Rinnböckstraße 67, verschwunden. * Fünf Milttonru entlockt. Zum Schaden der Innozenz Zahradnik. Leystratze 135, wurden am 30. v. M. in der Selcherei Wilhelm Kellmer, GumpeNdorserstratze 79. ein Paket mit 200 asiatischen Saitlingen im Werte von etwa fünf Wiliwnen Kronen entlockt, Angst vor der Delogierung — ein Mordmotiv. Testern nachmittags ist in Ottakring eine gräßliche Bluttat verübt worden. 8m Kaufe, XVI., Kaberlgaffe 10, wöhnt die.?4jähr1ge Agnes W e i ß I i k, die Witwe nach einem im Staatsdienste stehenden Monteur mit ihren vier Kindern in einer aus Zimmer und Kabinett bestehenden Wohnung. Seit etwa zwei Jahren wohnte 'bei ihr der arbeitslose Schuhmochergebilfe Anivn -w o h. Dor einiger Zeit nahm Frau Wechltk auch ihre Schwester, die 32jährige Küegerwit»e Antonie K a l i n a aus Brünn bei sich auf. Motz hatte darunter zu leiden. Er, der früher dos Zimmer bewohutc, mutzte nun ins Kadineit und fürchtete, daß er auch dieses verlieren werde, da die Frau Eigenbedarf geltend machen konnle.' Er wurde immer unverträglicher und hatte besonders auf rau Kalina einen Zorn, da ec ihrem Einfluß zufchrred, daß Frau Weißlik auch gegen ihn unfreundlich wurde. Testern früh begann Motz wieder einen Streu mit Frau Weißlik und bedrohte iic mit drm Erwürgen. Später beruhigte er sich aber wieder. Mitlags kam er wieder nach Kaufe. Sm Zimmer stand Frau Weißlik und hatte ein großes Mesier in der Kand. mit dem sie Spänne ichnilt. Da stürzte Motz plötzlich auf sie zu und riß ihr das Messer aus der Kand. Mit der Waste drang er auf Frau Kalma ein und versetzte ihr zahlreiche Stiche, so daß die Frau blutüberströmt zusamm'nbrach. Frau Weißlik wollte Motz ras Mesier entreißen, doch gab er auch ihr einen Stich in den Kvpt Frau Weißlik konnte weiteren Verletzungen durch die Flucht auf den Tang entgehen. Motz ließ sich ruhig festnehmen. Die Reliungsgefellschaft wurde berufen, bei Frau Kalina konnte der Arzt nur den Eintritt des Todes festilellen. Frau Weißlik» die eine tiefe Stichwunde an der rcchten Stirnseite hatlii wurde verbunden und ins Stephaniespiral gehracht. Motz wurde Zum Kommissariat Ottakring unter riesigem Ausjchen geführt. Er wird dem Landesgerichte e ngelieihrt. Die Lerche der Frau Kalina wird gerichtlich geöffnet werden. 'vVIvHmI * WeNtttertchf. Die westliche Strömung ist über Mitteleuropa kinweg Nach Polen vorgestoßen; über den Ollrand der Alpen ist sie noch nicht hinweggekommen. Der Westwind des Alpenvorlandes wird vor Wien vom Boden abgehoben und erzeugt schwere Wolkenmasten, die Über die Stadt hinziehen sind tagsüber starke Dunkelheit und Niederschläge deroorrtefen. Die Temperatur nimmt von Wien gegen Westen stack üb. Voraussage: Vorübergehende Besserung. -ettweise niederschlagfrei, etwas wärmer, «estlichr Winde. Wir machen unsere P. T. Leser in ihrem eigenem Interesse auf die besonders günstigen Angebote der Firma .Tuchhaur zum Kirschen*. II., Taborstraße 17 b, aufmerksam. Ab heute bis zum 10. d. gelangen Ia reinwollene Anzug-, Mantel- und Kostümstoste. 140 Zentimeter breit, zum Okkasionspretse von 58.000 A. per Meter zum Verkauf. + (Für die entsprechend de» § 26 P.-G. mit + bezeichneien Arttkel und Notizen übernimmt die Redaktion ausschließlich die pketzgeietzltche Verantwortung.) ®ereilte, BortvLge wtb Bersammlunse«. TiKwa th Iehu d a. Keule, 7,S Uhr abends, im Klubheim. VIII., Vennoplah 1. Vortrag der Kerrn Dr. Krasny. Anschließend heiterer, musikalischer Abend. OttakringerDolksheim, XVI.. Kofierpark 7. Beginn folgender Kurse: '/,7 Uhr: Sprech- und Vortragskunst: 7 Uhr: Menschenkenntnis. Bürgerliches Recht. Formen der .Demokratie, Römische Geschichte. Musikaeschickte. Kolloidalchemie, Poetik, Bau der Pflanzen, Französisch NI, Philosophisches Konservatorium. Kunsthistorische Ilebung, Elektrizität; 8 Uhr: Psychologie, Soziale Gesetzgebung. Stephan George. Besprechung musikalijcher Werke. Krankheitslehre. Organische Chemie, Etziehungssragen. Leopold itädter Volksheim. II., Zirknsgafse 48. 7 Uhr: Arstheiik, Musikgeschickie, Geographie. Dolksseuchen, Englische Kandelsdvrrrspondenz. Italienisch I., Tschechisch I., 4. Oktober ISS? Eeite d Geometrie, Zeichnen und Malen; 8 Uhr: Lesen von Gesetze«. Pbeiik, Menschliche Sprache. Musiklehre, Geologisch« ui'K geographische Beobachtungen. Italienisch II., Tschechisch II. Simmerinqer Volksheim. XI., Gotstcdaitz? gaste 21. 7 Uht: Schönschreiben. Deutsche Sprachlehre, Geschichte des XlX. Jahrhunderts» Drt gesunde und kränke Mensch. Er^ Kunde. AusMung der NvturkrSste: 8 Uhr: Allaemeine Lehr» vom Leben, WärWund Wästeckfast. Einschteibungen in M Votkrhetme von 6 bis S Uhr abends. Urania. Keule. 5 Uhr (Großer Saal): DehEe-r der Lüfte. »/FUhr (Kleiner Eaay: Direktor Karl Lieble i t n e r: Deutsche Volkslieder für daheim und die wett« Welt. I. 7,6 Uhr (Aurssaal): Univ.-Prof. Dr. Eduard East l>-s Die österreichische Moderne (1890/19207III. 7,6 Uhr (Klubsaosi! Dr: Otto R o m m e t: Katt 6 p t t t e l e r und das mythische Schaffen in der Literatur der Gegenwart, III. 7,8 Uhr (Groß»? Saal) :.. Zum ersten Male: Neproy. 7,8 Uhr (Kleiner Saal) Univ.-Prof. Dr. Artur ß a a s r Gie Physik der Sterne. 7,8 Uhr (Kurssaal): Architekt Otto Polak-Kellwig: Sparwodnung, Sparhaus, Sparstedlung. 7,8 Uhr lKlubsaal): Max M i l l e n k o v ich- M o r o l d: Richard Wagner und die deutsche Dichtung, V. — Geschichte und K r.i 11k.der Mystik. In der Urania beümnt am Donnerstag den 5/d.» 7,8 Uhr: im KleiüeN Saal eiste längere wistekschastlsche VortrapSreihr ^Eharakterbtlder aus der Geschichte d « r M y st i k-, die sich , zur Aufgabe macht, vom Standort der historischen Philosophie zu den Problemen derMyltik kritiH Stellung zu nehmen. AfS Vortragende wirken die Wiener Koch, ichulprofefioren Dr. L a m p a, Strunz. Kraft. Professor Dr. Gertrud K e r z o g, Rabbiner Dr. Max G r ü n w a l d. Dr. Friedrich K r o n s e d e r (München) und Dr. Julius Wolf mit. Den Einieitungsvortlag hält Kochschutprofesivr^Dr. Franz Strunz über.bas Thema: „Da» religiöse Erlebüis und tderne Mensch" (Grundfragen der Mystik). UVI 1 ffvl/VI I VlIVtl VIIGG Durch die Gegenmatzregel» der Gemeinde ««d der Polizei für die Mietek " wirkungslos. Seit Montag ist, wie wir bereits gestern gemeldet haben, Wien um eine neue Kuriosität reicher: D i e Hausherren streiken. An diesem Tage forderten rote Maneranschläge die Wiener Hausbesitzer zur „passiven Resistenz" auf, tvas nichts anderes zu bedeuten hat, als daß vor allen!, die öffentlichen Abgaben durch frtc Hausbesitzer unterbleibeu sollen, daß aber auch die Wasserleitungen durch die Hausherren abgesperrt, die Stiegenbeleuchtungen uiüerlassen, die Haustore nn: 6 Uhr geschlossen und die Entfernung der Briefkasten, Telephon- und Telegraphen- sowie Kraftstromleitungen veranlaßt werden soll. Aus unserem gestrigen Gerichte wissen unsere Leser, daß sowohl der Magistrat Äs auch die Polizei sofort mit der Antwort zur Stelle waren. Der Magistrat erließ am 2. Oktober im selbständigen Wirkungsbereiche eine sofort in Kraft tretende Verordnung, in welcher den Hausbesitzern, den verantwortlichen Hausverivaltern sowie den Hausbesorgern und anderen, mit der Hausaufsicht betmuten Personen, bei einer Geldstrafe bis 100.000 K. oder Arreststrasen bis zu 14 Tagen verboten wird, die von ihnen geplanten Maßregeln in Anwendung zu bringen. Zugleich mit dem Magistmte hatte auch die Polizei als Sicherheitsbehörde die strengsten Vorkehrungen getroffen. Die Wirknrvg der behördlichen Maßnahmen ist, wie wir erfahren, nicht ohne Erfolg geblieben. Zir- Nächst haben die sozialdemokratischen Hausbesorger ihre Mittvirtimg beim Streik versagt; auch die christlichso'zialen nehmen eine zuwartende Haltung ein. Die mit großer Energie in Angriff genommenen Gegenmaßregeln der Behörden scheinen Ms die Hausbesitzer benchigend gewirkt zu haben, denn sie erklären bereits, daß sie nicht mit aller Schärfe den Streik beginnen ivolleu, sondern vorläufig „nur" die Stiegen'beleuchüuig auflassen unb die Hallstorsperre durchführen wollen. Bezüglich der anderen von ihnen geplanten Maßregeln, wie die Sperrung der Wasserleitung, beabsichtigen sie, ein verlangsamtes Tempo einzuschlagen. Trotzdem ist nicht zu verkennell, daß die Mehrzahl der Hausbesitzer eine intmnsigente Hattullg einnimlnt, lvas schon daraus hervorgeht, daß sie sich weigern, den Zins von den Parteien anzunehmen, ein Vorgang, der juristisch, sie den Parteien gegenüber ganz gewiß in Nachteil setzt. Es ist zu erwarten, daß die Hausbesitzer, die, was jeder Einsichtige bekeilnelr muß, nicht auf Rosen gebettet, silld, den eingeschlagenen Weg llicht zu Ende gehen werdell, da er sie . um jede Sympathie bringen müßte. Ein Ausweg für notleidende Hausbesitzer — und solche gibt es zweifellos — muß gefunden werden und lvird gewiß gefunden werdell, ohne daß daS Mieterschutzgesetz aufgehoben ivird. Wir glauben, daß eine „Disferellzicrllng" in dm Häuserll Platz greisen müßte, dann könnte allch eine gerechtere „Fruktifizierung" eintreten. . Me Hausbesitzer wollen weiter streiket. Die Konferenzen mit dem Vizekanzler. Auf Ersuchen des Vizekanzlers Dr. Frank fanden sich gestern nachmittags bei ihm die Vertreter der Hausbesitzer- und Hallsbesorgerorganisationen ein. Vizekanzler Dr. Frank erklärte, daß die Negierung wegen beschleunigter Ver^tndlung des Mieterschutzgesetzes und der Hausbesorgeporduung auf die Parteien des Natwllalrates einwirken werde. Im Zuge der parlamentarischen Beratungen wird den Organisationen der Hausbesitzer ulld Hausbesorger jedenfalls Gelegenheit geboten sein, ihre Forderungen vorzubringen und ausreichend zu b^ründen. Der Vizekanzler legte den Organisationen nahe, mit Rücksicht auf die Folgen, die der angekmldigte Streik nach sich ziehen könne, ihn vor-; läufig abzubrechen. Die Vertreter der Hausbesitzerunb Hausbesorgerorganisationen erklärten, daß ihnen diese Zusicherung der Regierung nicht genügen könne und sie daher derzeit llicht in der Lage wären, von ihrem gefaßten Be-, Musst abzugehen. Dem ungeachtet besteht die Hoffnung» daß es gelingen wird, die Beendigung des Streiks in naher Zeit herbeizuführen, wenn die Parteien des Natioliatrates zil den Forderllngen endgültig Stellung genomnrell habe» werden. Die Hallsbesitzer wollen den Kampf fortsetzen. Dell „Deiüschöstkr ceMfcheu Nachrichten" wird vo» seiteil der Hausbesitzerorganisatiomn mrtgeterlt: lieber dst Erklgru.WM,des Vizeka«nzlers wurde lungehend eine Beratung der Organisaüonsvertreter abgehalien worauf diesem geantwortet wurde, daß in stinell Mitteilungen krüle genügenden Garantien für die. BevivirKichung der unaufschiebbarell Forderungen gelegen seien, und daß dal-el' die Organisatlonen im beschlosstnelr Streik beharrol'. müßten, der allerdings dlirch Treibereien von gowisser Seite eine Beeinträchtigung seiner Wirkung erfahren habe und bei der Annahme, daß im Wege merrtorischer Verhandln!:- gen in letzter Stunde eine Beilegung erfolgen töne, vielfach nicht mit aller Kraft eiusetzte und in allen Progranrnrpuukteu durchgeführt -wllvde.' Die Vertreter der Hausbesitzer wie auch der. beiden -Hansbesorgerorgamfarivnen veMndeten die holl e A n f-. rechterhaltung des Streiks, zumal auch dem sozialdemokratischen Hausbesorgerllnd Portierverein seitens der Sozialdemokratischen Partei wohl Zusagen, jedoch durchaus keine ausreichenden Bürgschaften i für bic Erledigung der Forderungen gleich den den Hausbesitzern gemachten Versprechrutgeil gegeben worden ivarell. Tie Organisationen seien sich darin einig, den Streik in den nächsten Tage n z.ll r v o <1 l e n A u s w i r k u it g kommen zu lassen. Mit den diesbezüglich zu treffenden Maßnahntell befaßte sich eine noch heute abends abgehaltene lllehrstündige Borstandssitzung des Zelltrailverbaudes der Hallsbesitzcrorganifationen. Eine gewundene Erklärung der Christlichsozialest. Die „Austria" meldet: Unter bem Vorsitze ihres Obmannes Fink brachte heute die Christlichsoziale Bereinigung, ihre Bemtllngen über den Abbau des Mieterschutzes zum Abschlüsse/ Den Vertretern der Vereinigung bei den Parteienverhandlungen wie im Subkonntee des Justizausschusses wurden auf Grund einstvnnniger Beschlüsse strikte Weisungen erteilt. Im Anschlüsse daran wurde das Gesetz über die Wohnungsanfordernng eingehend besprochen. Im Laufe der Beratungen gelaugte auch der Streik der Hausbesitzer zur Erörterung. Es wurde festgestellt, daß die Vertreter der Hausbesitzer der Ver-. einiguug die Fordermtgen des Hausbesitzerstanves vorgelegt, ihr jedoch von denr geplanten Streik keine Mitteilung gemacht haben, so daß der Partei keine Möglichkeit gegeben;; war, von diesem Schritte abzuraten. Die Vereinigung würdigt die tiefgehende Erregung der an dem Streik beteil igteu Kreise, muß aber diesem Streik, durch welchen die Er. regung nun ckuch noch unter die Meter getragen . wird seine Billiguttg versagen. So wenig sich die Partei dev begründeten Beschwerden der Hausbesitzevschast verschließt )t Bis 10. Anxug« p| Mantel- \ KOBtüns« M rein Tf woiio jy 14-0 om iV U HIRSCHEN»"1

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