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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-04 · Heft 1310 (4.10.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1310 (4.10.1922)
Date
1922-10-04
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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,y '# .H'v *,o-W r-‘ ^/y-" ■ rv^ . p?-—..i-.-^.-, BWWPM^WWWMW lyka ,ua Bleu. MWoE A Ai * *V. J ~> *1 i Mh ilTii h1l^«~1i*ii <n>‘t'nl|'ni. :C Oktober 1922 Nr.7i3H) Sesterreich. Die U«ttt,^ch«»ng des Protokolls Genf, 3^ öttober. D dem Vorsitz Lord Balfvur lungen nM den Text der d Einigung ist tev ß0 a n ist, morgen pierden u her wird dornüttagi W öMrMstche Komitee eine kurze Schlußsitzung Halten undunmittelbar darauf dem Völker« buädrat sichten. Die.öffentliche Sitzung, die feierliche BmweSkanzler Dr. sprechen wird, ist für morgen halb emberufen.... ig, 3. Oktober. Das Verhör rnr Prozeß gegen die RWenaius ÜMa>nn«rnit ^er Einvernabme des nJffiS gegen r ng z u fl n- Uhr' nachmittags er Schmeiz Äsitz des v , sei er m die BriAchI später habe er-studiert. - Vors.: Sind Sie Mitglied der Organisation „C"? Do r st: MaMbz^r-Etzon ... , ANtzßkIr WW'flni'Ätk'WMMMrM^Gnr- Stsch keine;.H; A WWKW Präsidenten H a ab traten heute nachmittags im Bundeshaus eine Delegation-des Bundesrates, die WMprW Präsidenten der Bundrsve-rsammlung und Finanzkommission zu einer Konferenz behufs MsspraM über die Hilfsaktion für^ Oesterreich» .zusaWl^MmMA rat Motta beleuchtete in einem mehr als einstundig'en Refevat das. Problem von dev finanziellen imd politischen Seite aus. Eine Prinzi pie U% O P Po fit t o u gegen dieHtlfsaktion mach 1 e s ich nichl geltend.. Vorgesehen ist eine GörkürtieWüng im Höchstbetrag bon 25 Millionen Franken. Die Kontrolle über die Verwendung der Mittel wird ausgeübt durch einen bont.. Völkerhu^drat. bezcichneten Kommissärdem eine SonttoÄorttmistwn zut Seite sichen wird.Dre einzelnen Fraktionen werden' nun zu dem Problem Stellung nehmen. Beschlüste wur« den hMte nicht gefaxt. -. ,. J«drxkSrz««K**fc^amtett<t&*ait. Die LandeZgewerkschaft der nichtrrchterlichen Justiz- Angestellten nahm in einer gestern abgehältenen Mastew yersammlüng W dem bevorftehentten BeamtettübbäU und . Ht Indexkürzung» Stellung. . Nach einer lebhaften Debattewuche eine :Entschließung angenommen, in welcher gegen/ die Absicht der Regierung, das Inbexgefetz zuuügüusten der MrwMWfKllM - zuändern, .scharfstens proteMck und weiter verlangt wurde, M d e r Personal« -P a u nur im- Einvernehmen mit 4'er PersoMvertretung durchgeführt werde, iI dieser Organisation züsämmengesMsien. HM ■Xir- ■ V' . Graf Dethle« fiSet die „christttche Koazeatratio«. Budapest, 8. Oktober:'(Tel. der „Wr. Morgenztg.^ Die Blätter veröffentlichen Aeüßerungen des Ministerpräsidenten Grasen B e t h l e n überbie ' Aktton'des G ö m b o 8 zur Bildung einer „christlichen Einheitsfront" in der- Re---' gicrungspartei. Der Ministerpräsident hckt dem'Plan zuge-' sÜckmt, jedoch' Bedingungen^ MeW' um eine BerLiMng der Regierungspolitik auszuschallen. E r wünscht;b e n Erfolg der Besprechungen, saldiert sich jedoch gleichzeitig gegenüber den jüdischen Astimilanten durch die Wende recht zweideutige Einschränkung: . In. einzelnen Kreisenhaben diese Verhandlungen . durch den- Umstand Aufregung ausgelöst, daß sie —- meines Erachtens in nicht tzanz glücklicher Weise — unter 7. dem Losungswort ..d es ' Rassenschutzes in Gang gesetzt worden sind, einem Losungsworte, das nur . wenige verstehen, viele bewußte nicht verstehen, und hinter hem im gegebenen Falle ein Teil des Publikums. '.? wieder die schon von früher bekannten. Bleistöcke, Po- .. gromschlagwörter, Umsturztendenzen gegen.die Rechtsord-. nung. «kurzum das Hemunahey einer neuen anttsemitt^ scheu Woge gemutmaßt Hatzen. Zur Beruhigung^.dieser - Kvnse.erachte ich es als meine Pflicht, zu erklären, daß. ich für meinen Teil zum.Auflebeu'derartiger Ambitio« : »en niemals beitragen wüä>e,.. aber auch die Aktton Gömbös' dergleichen nie. ins. Auge gefaßt hat. Was ich unter christlicher Politfl verstehe, habe.ich oft. genug im. ..Parlament und außerhalb tks Parlaments aus-? einandergesetzt. Diese Politik werde ich Zäh und bewußt sortsetzen ohne Mcksicht daraus, wie extreme linke und extreme .rechtsstehende Elemente., darüber.denken, und wie einzelne» Kreise die .Handlungen oder Aeußerungen der- Regierung zu ihrem Porteüe auszulegen oder . zu perbuchen suchen. . . 7 mrrum oev 'LwMMsattm ist'? WeUMKele verfolgt die Organisation „C"? ifl Der drohenden Linksputschen sollten wir U^nWerung zum Schutz zur VerfuMng stellen. Vor s.I Sie sollen eine Anzahl Reisen fiir die Organisatzon A n'^ e yt.i Tärüket verweigere ich jede Auskunft. .ObevveichsLMvalt EAetz'yv.ä'y er: Für.'die Ernwr-- dung NaHenaus. sollen bestimmte Leute.der Organisation „C" au.Süefäch^«.MW^Da^öewstrch^t.-tzwpden-ftzm...- A it 5 e k l.: DaZ - ist^nM richtig, denn die MitglrÄder ÜHerer OchoHaMk ÄaEnHtM -besMdeM-JeiskuNßett verpflichte^ / Ebekntaher: Sie sollen nach der Mordtat auch -eiMal g^Wt, haHeO' MWät Mrßöe 'VesthleuniF^Werken, .weil Jhre Del-dg»bep nichts Mehr gtzbesi wollten.. ' i . Mm S^l»^ÄH. We.. gemeintdaß-.church'dir gflgsmeine.Heloentwerhung Mch, den -rechtsstehenden. Kreisen. dasi GK.'WgÄe.'" ....... ,. die 'Tmtzbund, dem dmtschnatiönallen JugeNddeMn mtd der -DrMilsachM; v^v . P o rs,: Si^d Sie.in-der ^WnisäÜW.^ htzsonderen. Zwe^-n verpflichtet worden? M % EWG» -pM bm." *' ■ Bor s.: Sie sind Mlsgeschlossen Wochen-, weil Sie die Organisation gcjchLdigt haben. MLstzt'^Mnd, Mche-Mir gogeMber gel- : tend gdnmM^'-'7 7^.•,,\-.k :v;. Tm Beisitzer fragtp.Ärllte ditz OrMtisativn „C". auch' Spslt««gket„Zeirei-Zro«"-Partei. . Warschau- 3. Oktober. (Teil, dev #; Mvrgenzethrng,"^) - In. der.' Zeivei-Zion-Partei - siM wegen - der StelluMnvhme emigep Mitglicher. de« Leitung zu den verschie« denen Fragen der.. zwnPischen LandeSpolitiL- -wichecholt - Reibungen vorgekommett.' 'Der Boschluß^der-Zentrahe, sich! Während der Sejmwahlen!mit den una^bhäugigen.Sozialisten zu vereinigen, - .um dem-! nationalen MinorttäteNbürck zu schaden, hat die endgültige Spaltung hevbergesührt, mtd der Vorfauchser des zeirei-ziorristischen Gedankens -in Holen i P row a l s k i hat suchst, nrchveren anderen 'seinen Austritt . aus der? Organisation angemMet^ : - . TschitschMtz 'M..War^KÄ^. Warschau, .1, Oktoher.. (Tel. der „Wr. Morgtzn-zei- - - tmtg".) Der SowjetvMskonrrnissär des Äeußeren' T's ch it.s che r i n hatte eine'Konferer^ nnt dem PremieMmister Nowak, in welcher die ökonomische.-Situation' .beider , Länder, besprochen/chuchr. Herr ^schitscher'm betoüte' be-! sonders die. Wichtigkeit .der/Anknüpfung von H a n d e/l s-> . bezne 'hmn-geu^wkschen Polen und SöwjetmtzlanÄ. Am Schlüsse -er. Konferenz äußerten Premiermmister' Nowak und. Tschitschevin. die Metttttintz, daß es im Interesse'beider' Die U«rfichte« Z«S'MEtige« Tejr». Warschau, 3. Oktober- (M. der „Wr. Morgeirzeittllrg".) In hiesigen PolitiMn'Mveisen - wird die.Apböits< fähigkeii des' zukünftigen Mm.'sehr. pessiwMch betchchtet. Die große Anzahl der' Wahllisten läßtdarmif schließendaß ' die Gruppierungen in dem künfttKn Sejm, noch/größeren/ Zersplitterungen unterliegen wechen wie in dem' bishrigen Sejm. Man nimmt an, daß. ausden -oben Mge- Mrten Gründen der neue Sejch sich keines, langen, Daseins erfreuen - wird.- Dies befürchten verschiedene Gruppen, -die' für die Wahlaktion viel Geld vevtvertdet haben und für den Fall einer neuen Wattlkampague vor einer finanziellen Katastrophe stehen. ' änder liege, den Frieden..in Europa zu erhalten' und zu" ' befestigen./'/ •' / . ' / ''' Nach der Kouftrertz mit Nowak hielt Tschitscherttr eim solche mit dem Minister des Aeußern-N a r u t o w i c z ab. - . Der Inhalt dieser, Houferertzwird geheim gshallen. Tschitscherin hatte auch eine längere Unterredung mit dem- Sejm- - mnrschall T r o mp'e.z y n ski: - - « t;-j;r .. - r In der Besprechung / Mit Herr StaatstnälM-eM:wies Tschitschertn cmf.'M'Mchtigkdik' der' Gytwafstmng. .hitz. Die - , Polnischen StMtsmMler./erKärtmdckß'. in dieser Frage der Beschluß des 'Pokkebbnttdes abgotvartet wird,'doch tver- . den sie an' der Konferenz' der baltischen Staat'en^ in R e v a l > syiwie an-dev von dem Sowjets pröjektiertett Konferenz -in ' 'Moskcku'teilnchmen. -; . Mttftster ' des 'ÄMßern ' MmtMftz ^mnstaltete in den^Salen.'des 'HoN Europaein Frühstück zü Ehren» Tschi- / . tschtzvdrs,' - an welWm. sowohl! polnische' M'! auch' sowjet- 'MsiWL-S^aatsmniMr.'wißu<chmE- '"-»-.7'/- s singvchen-und sich , der NgMn? m NM'^chtS hlffaunh . k chrMrr hat Ihnen gesagt, daß die ' "' Ispntsche berett stand? ^...r.«7..-......Wein Bntder. NWlagteL'Mm GiWA schildert ausMAich sMett LsbenÄaus. Er erklärt, daß er durch den bsutfchnationalen Jugewoöuud mit. hochgestellten Persönlichkeiten in Berichrurrg gl.koulmcn sei. Er gibt u. a. an, daß er» da sich ihm!W^WAWWWWÄM.W.'H^'WWkWMMe, bei der er stand, geboten habe, selbständig in die Dürker ge- Sm sei. weil er hoffte, dort schneller Vorwärts zu Mn 'MiMMl Ms- ..nehmerh weih seine WstäHige .Versetzung eben mcht ordmrngWckU wM - ' ' i' -- - - V o r s.: Sio waren auch anr Kapp-Pntsch beteiligt? . 'Angekl.: Jawohl. - Ich war.durch-meine7Ortsgxuppe, deren Leiter ich war, mit dem.Pfarrer Tvaüb bekannt geworden und kam so in den Kapp-Pütsch hrAin. Der Organisatiön „E" habe ich jedoch nicht erngchört, wohl . aher dem dcutfchvMschen Schutz-müd Trutzburck. Vors.: .Gehören Sie auch zur Doukschnat'mlalen i- Volkspartei? Angekl.: Ja. Ich möchte hier bsurerken, daß ntmt mir dort vorgeworfen hat, ich hatte Mahlgelder nicht ordnungsgemäß ver'naltet. Das ist nicht dxchr. Ich bin dann aus der Deutschnationvlen Polkspartei ausgeschieden. Leipzigs 3. Oktober. (Wolfs.) Bei der heuitgen Der-^ Handlung vor dem Staatsgerichtshof über den Mord , an Büchenau.: wurde/ die persönliche Vernehmung der, Angeklagten zu Ende geMM. Unter ihnen sagte auch der ehemalige Torpedoyfffizier. Karl T r llesan aus, gegen den eine Vomntexsuchung wegen des Attentats auf Scheidernann schweb.tt Er-erklärte von dem Aufenthalt seines Bnrders nichts -zu wissen, er glaube auch nicht an dösten ' Schuld an der Ermordung. .Erzbergers. Er - selbst habe sich »in . nationaler. Richtung betätigt, aber keiner' Partei., angehört und der Organisation C auch nur . nahegestanhen.! - Sehr gut bekannt fei er mit dem verstorbenen, des Mordes an Rathenau^angeklagt gewesenen Kern, der eine Führer- / natür vou-größer Energie gewesen sei und/für den Fall. ' eines sranzösischen Einmarsches in das Ruhrgebi'et eine ' Untermhmung nach Art. des. Nnternehmensvon. Achill 1 plante, und'lieber uniergehen wollte als m Schmach weiter leben..Dillesen habe» Einfluß W^ chn. gehabt-und mäßigend äuf ihn ge'wiM Er Würde ftiüpir. Kinfluß auch geltend geinacht.haben, wenn er den Sturz der Regierung betrieben hätte. ["• s festgesetzt werdein Jeder Fremde, . der das rumänische I' Gebiet betritt, Hai''sich innerhalb-24 Sttmden bei: der Polizei zu melden Und sich bei der Abreise abzumelden. Nur derjenige fremde Zugereiste .erhast eine Wohnung, der über eine boU. der Polizei ausgestellte Aufenthältsbewilligüng verfügt.^ Die Unternehmungen dürfen .ftemde Staatsbürger/nyr" dann .anstellen, wenn diese im Besitze seiner Ausenthaltsbewilligung ' sind. Gegen die Ueberiretung 'dieser Vorschriften sind große Strafen' üngeseht.' Wie - „Ujkelet" hiezu von maßgebender Stelle erfährt, "wird diese Frerndenköntrölle -auch ans jene Personei: ausgedehnt werden, die noch nicht lange Zeit im Lande wohnen. Eine summarische Ausweisung der Fremden ist noch" nicht ins Auge. gefaßt, '.im Gegenteil sollen produktiven Eleinenten gegenüber äußerst- imlbc Maßnahmen in Anwendui:g konlmen. Von anderer-Seite erfährt das genannte^ Blatt, daß diese Aüsweisungsäktion eine R e t 0 r s i 0 n s m aßnah m e d er tumänt.'schen R.egierun g ge gen d i e u .n g a r i s^ch e R e g i e r u n g sein soll. Bekanntlich sind in, Ungarn, in den letzten Wochen Geheimerlässe an die Behörde ergangen, durch welche diese aufgesordert werden, die - Fremden,. und ganz b e s o.n d. e r s die i Jud er:, aus »dem Lande zu weisen. Interessant ist hierbei,. daß diese. Ausweisungsuraßnahmen gegen, tschechoslowakische Staatsbürger vorläufig nicht angewendet werden. -Vor einigen. Tagen-wurden-nämlich zwischen Ungarn und der -Tschfecho-Slowaker Verhandlungen wegen eines wirischafUchen Abkommens wieder anfgenornmen, und es liegt. daher mchtim Interesse der.ungarischen - Regierung, den Erfolg dieser - Verhandlungen durch die rücksichtslose Durchführuitg -der Ausweisungsbefehle gegenüber tscheckwslolvakischett Staatsbürgern aufs Spiel zu setzen. 1 /'-r^ ',////: RW^öksMtzMW'rÄ: ßegert die /. 7^ / . MsÄMUWtt, /; "' -Mauftnvur-^S.^Ätöbör. (Tel/ dev.'„WeneLi-Morgenzeitung".), Dieser. Tage erschien eine Verlautbarung der hiesigen- Expositsir des 'Staatssicherheitsamtes, .--in welcher schärfere Maßnahmen für die Meldepflicht der Fremden //,..// /////'Manen. /-/ / GMgÄkg dev "jüdi^cheN BarteLe«. . Kolyno, 4. Ottober. (J.-C. B.) Die jüdischen Parteien Litauen haben sich dghin xeeinigt, daß. in sämtlichen Wahlkreisen die drei. MM existierender: jüdischen Kandi- -dqtenlrsten zu einer .einzigen vereinig t . werden. Die -Iu^nheit Li-tanens- -jpich/-demnach,- bei den/.bövorstehenden ^Wahlen mdenWrnebnhej t l i ch vorgchen. ' D^^'FraKe''Kes'/j8'vrsche« MinisterLums. r Kowno, 4. . Oktober.;(I:. C./B.) Trotz der in letzter Zeit stattgefüntzenerv Vephandln-ngen / und . getroffenen Vereinbarungen /P-' dir Existenz des jüdischen Ministeriums in'Litauen, gesetzlich noch nicht ^geregelt worden. Di«. Behandlung des' entsprechenden 'Gesetzentwurfes i»» .fttauifchen Sejm, die in den letzten Tagen batte statt-

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