Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1307 (30.9.1922)
- Date
- 1922-09-30
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Hi. T8Ö7 «>«», Samstag -:——-;-;—^ eines gewöhnlichen Telegvarnmes mit 890 K., eines Presse«, telegvammes mit 40V K. und -die Min best gebühr für jedes Telegramm -mit 8000 ft., im Tele>graphenverkehre mit Italien, Liechten st ein'und der Schweiz die Gebühr für jedes Wort eines gewöhnlichen Delogpammes.mit 1200 K., eines PvessetelogrammeS mit 600 K. und -die Mindestgebühr mit 12,000 K. festgesetzt. Die derzeitige-Wortgebühr für Telegramme nach der Tschecho-Slowakei bleibt unverändert. . - * Verschwundene Schecks. Gestern sind der Firma Bernhard Stern zun. und Hirsch, 1. Bez., Wevdertorgasse 16, am Postamte in der. Werdertorgasse auf rätselhafte Weise vier Schecks abhanden ge!om;nen Im Aufträge der Firma wgr eine Angestellte mit einem BnewbfertMngsbüche, in dem sich gewöhnliche und rekon'mandierte Briefe befanden, zum Postamte geschickt woroen. An 8 Versehen reichte das Fräulein alle'Briefe an dem Briefpostschalter ein. Während'sie'dann zu einem anderen Schalter ging, um sich Marken zu holen, bemerkte das Fräulein am Schalter, daß sich auch ein Brief zur Rekommandation darunter befinde. Im Glauben, daß die Einbrecherin d?r Briefe noch am Schalter sei, legte die Beamtin den rekommandierten Brief auf tat Schaltevbvett. Als dann die Angestellte der Firma wieder zu dem Schalter zumckkehrte, stellte ’ sich heraus, daß inzwischen ein Fremder sich den Brief angceignet hatte. In der Wertsendung befanden sich vier Schecks und zwar einer lautend auf 10 Pfund Sterling, Nr. F 99884, ausgestellt von der Firma Hübscher und Co., lautend auf die London County Westminster und.Parraba-nk Led in London, ein Scheck auf drei Pfund, Nr. 1890?. und einer auf fünf Pfund Nr. 16926, ausgestellt von der Depositenbank Filiale Mariahilf auf die Banca Commrreiale Italiana in London, und ein vierter Scheck, lautend auf sre'r Pfund 10 Schilling Nr. 20-119, ausgestellt von der Nederlandifch Bank fvor Zurd Afrika auf Amsterdam. -Empfindlicher Verlust eine- RedacktionSdieners. Gestern Men halb 2 Uhr hat ein Redaktionsdiener des „Neuen Wiener Dagblittes" beim Wevtzeichenschalter des Postamtes' am Flrischtyarkt seine Brieftasche mit etwa 400.000 ft., seinen Wochenlohn und anvertraute Gelder, liegen lassen. Da er ersatzpflichtig ist, wird -der redliche Finder um Rückstellung gegen entsprechende Belohnung gebeten. Mz-ugeb-en in der Redaktion, Fleischmarkt Nr. 5. -Wetterbericht. So weil die ein-slangten Meldungen reichen, ist das Wetter in Mitteleuropa trübe und regnerisch, lieber Westeuropa wehen nordwestliche Winde. Voraussage: Trübe; Regen, Temperollirabnahme, .lebhafte nordwestliche Winde. Vereine, Vorträge «ttfc Berf«««lrtugOri. j. Sugendverein Ahawath Zion. II, kleine Zufahrtsstraße 160. Keule. 3 Uhr nackmfflogs. Aurschußsitzung. — B e r e i n E rezIsraeh II.» Zirkurgasse 33. Die endgül- Nge Eröffnung unserer Kebräischkurse (Anfänger-, Mittel- und Forkgeschnttenenkurse) sowie der Englischkurse findet am 16. Oktober statt. Einschreibungen täglich im Vereinslokale ad $ Uhr abends. Keule, präzise 7 Uhr abends. Vortrag Dr..Tag licht: Erez Israel und die Juden. Gäste willkommen. 7- 3 k d t s ch e Volksdiblivthek Zion. Keule. 6 Uhr. Auslchutzsttzung. u., Glockengüsse 30. — D i e V e r w a ltunarge m e i n l ch a f t d e s Klubheims. Vill.. Bennoplatz 1, ladet alle Milglieder der dort domizilierenden Vereine zu einer gemlllüchen Zusammenkunft für heute abends 8 Uhr ein. Fächern ppenandenVoikshochlchulen. Montag den 2. Oktober beginnen auch die Fachgruppen an, den Volkshochschulen (II., Zirknsgasse 48. V., Stöbergasse 13—15 und XVI.. Koflerplatz 7). deren er gegenwärtig 29 gibt, die sich auf alle Gebiete der Philosophie, der Staats- und Rechlswiffenschoften. der Geschichte, der Literalurgeschichte, der Mathematik, der Physik und Chemie. der Geographie, der Biologie und Geologie und andere Fächer erstrecken, ihre Tätigkeit. Diese. Fachgruppen sind hauptsächlich für diejenigen bestimmt, die in einen Gegenstand tleser eindrmgen und zu diesem Zweck selbständig arbeiten'und die Spezial Kurse der Fachgruppen besuchen vollen. Zu diesem Zweck stehen den Fachgruppenmiigliedern zahlreiche wissenschaftlich« Fnstituie. Laboratorien und Sanimlungen sowie Fachbibliotheken zur Verfügung. Nähere Auskünfte in dm Kanzleien. ' . Urania. Keule. 5 Uhr (Großer Saal): Unser Freund, der Kund. Marionetienkriegl- 5 Uhr (Kurssaal): Reg.-Rat Ing. Josef L ö w y: Die Erscheinungen der ruhenden Elektrizität. Hl. 7,6 Uhr (Alubsaal): Ferdinand Mairar: Rednerkuxs. II. ^28 Uhr (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik. 7S8 Uhr (Kleiner Saal): Vorlesung Anton Amon: Rudolf Baumdach. 7,8 Uhr (Kurssaal): Oberbaurot Ing. Gustav Adois Witt: Das Perpetuum mobile. 7,8 Uhr (Klubiaal): Eesangspäda^ogin Gisela K r ü ck l: Die Erreichung gesunder ' Z w e i g st e l'l e W i e d e n, IV., Miitersleig 15. 7,6 Uhr: Indien. 7,6 Uhr: Unser Alpenvolk und seine Lieder. Geographische Gesellschaft in Wien. VIII., Friedrich Schmidiplah S. Reihenfolge der Veranstaltungen vom Oktober bis Dezember 1922: Montag den 2. Oktober (Fachsitzuna): Kofrat Dr. Eugen Oberhummer: ,.Karitunhim" (Lichtbilder). Anmeldung nach der Sihupg zum wissenschaftlichen Ausflug am Sonntag den 8.: Exkursion nach Kärnuniunr unter Führung von Kofrat Profeffor Dr. Eugen Oberhummer: Abfahrt mit der elektrischen Bahn Wien- Kainburg nach Petronell 8 Uhr 18 Min., Rückfahrt mit der Swotseisenbahn ad Kainburg 18 Uhr 30 Min.. Wien an 23 Uhr 5 Min. Ostbahnhvf. Proviant für den ganzen Tag m i tnehmen!.— Sonntag den 15.: Wiflenschaftlicher Ausflug unter Führung von L. S. 9. Koirat Dr. Anton B e ck e r auf den Schvpfl. Abfahrt von Kaltepelle Westdahnhof 6 Uhr 54 Min. nach Rrkawinkel. Rückfahrt von Kaumberg 17 Uhr 53 Min. «ach Wien; an 30 Uhr 4y Min. Proviant«! tnehmeu. — Dienstag den 17.: Erinnerungsfeter an die Rückkehr Dr: Lenz' von der Saharadurchquerung (1881). 1. Ansprache de» Präsidenten. 3. Vortrag Kofrat Prof. vr. Oskar Lenz: Marokko". Kleiner Feflfaal der Universität. Beginn 6 Uhr. Aegiekeitrag 3000 K. Ueberzahlungen werden zugunsten der Veröffentlichungen erbeten. Nachher gemeinsame, Abendessen bei -Weißt & Schadn. Anmeldungen bi, 14. Oktober an die Kanzlei erbeten. — Dienstag den L4. (Möualsverfämmiung): Kofrat Prvf. Dr. Eduard Brückner: .Das Vorrücken der «lpengleischer in den letzten zehn Fahren? (Lichtbilder.) — Montag -,n 6. November (Fachsitzung) 1 Dr. Arnold Feurft e i n: ..Der Bregenzerwald." (Lichtbilder). — Dienstag den 21. (Monalrveriammlung): Forschungsreisender A.K. Gebauer: ,.3m Meridionalstromlano des indo-chinesisch-tibetanischen Grenz, gebieler". I. Teil. (Lichtbilder). — Montag den 37. (Fachsihung): Wiener aüs IHsoHgS 1*011©®'™®'^®** per kg Gänse K 38.000 bis 42.000 Fränkl's Nachf., Wien, II,, Glockflng. 15 üu jeder ’lapemoit friech gebratene O üitf*1 > rchafwoll© u> Kunstseide l en*o os ln grosser Auswahl en. Seiden-n Wirk- X.Köllnerhof?w»«4(iwi8chen MitssMlmne JLiAUIa^U! Plnfenkma^M II. Ltl266K) 339 relephon 69-1-83 Telephon 89-1-83 Knisbacher & Windschauer, Wies, I.. D'.T'tep'T”? ir.s Export nach allen Staaten Dozent Dr. Karl P e u ck e r: Ziele einer biographischen Arbeitsgemeinschaft. - Dienstag den. 12. Dezember «Monats- Versammlung): Dr. Heinrich Kandel - M a -1 *1 : «M Kochland von Iünnan und LA-Setschwan". l. Te'l^ (Llchibilder.) — Montag den 18. (Fachsihung): Oberst Kartographische Aufnahme im -Tennengebirde. Ltchwndtt). *• Monatsversammlungen und Fachsihungen finden r.» normal Vlt. der Universität statt, und zwar um 6 Uhr abends. Für Jänner 1923 und die folgenden Monate haben Vorlrage zugesagt : A. K. G e d a u e r, Dt. Kewrtck Kan del-Mazze 111, Koftat K n e t t, Kofrat B e ck e r. Kofrat K e t d e r t ck. Prof. Dr. «. Wilhelm. Kofrat Overhummer. Dr. R. R u n g a l d i e r, Kustos Dr. A. K a J» r.r l a n d t, Kofrat Dr. F. K e g , r. Ministerialrbt Dr. A. E. F o r fl e r. Del-Ka Sonder-Ängebote! Damen-R.-Box- und Chevreau-Halbunk Spangenschuhe, in verschiedenen Former! Zk. 125.000 Herren-Ia-Naturlederstiefel, mit und ohne Kappen, Doppelsohlen . .. 152.000 Damen-lruB-xealfstiesel, moderne Form . * K. 168.000 Hexren-In»BpxfIiese1, Doppelsohlen . . . . - K. 168^000 Herren-ln-Boxeglsstiefel, Doppelsohlen und Lederfutter..v.. > & 162.000 Damen-Lack- und Sümisch-Tanzschnhe 160.000 Schulstiefel in bekannter Ausführung zu billigen Preisen' Galoschen von K. 05.000 aufwärts. Turnstzuhe, Gchnceschuhe, Hausschuhe. In allen Del-Ka-Berkaufshäusern Geschäftszeit von 8 bis 6 Uhr ununterbrochen. Preivreduklivn fämMcher Warenrefilnde von erstklassigen Kerren- und Dsmenstoffen. Ehiffönen, schlesischen Weben und Lejnenwaren. Cormanoler Barchenlen, Bettzengen und ollen Fullerwaren. Bisher unerreichte Angebote in der R e st e « v e rk q u f s - G e f e l 1 j ch a f t, VI., Windmühlgafie 2.. Kommunales. Wiener Gemeinderat. (Sitzung vom 29. Septeckver.) Der Gemeinderat hielt gestern seine erste ordentliche Sitzung nach den Sommerferien,-nachdem inr August und September bereits einige außerordentliche Sitzungen abgehalten wurden. Auf der Tagesordnung standen nicht weniger als 128 Geschäftsstücke zur Behandlung, von denen der größte Teil im ^tadtsemte während der Ferien erledigt worden war und nur der Genehmigung des Gemeinderates harrte. Tatsächlich wurden viele dieser Stücke debattelos angenommen. Es gab kleine Emotionen, aber im ganzen und großen verlief die umfangreiche Sitzung trotz mancher christlichsozialev Polemik doch „ruhig". r- Unter den zur nachträglichen Genehmigung durch den GemeiMrat bestndlichen Geschäftsstücken befanden, sich nicht weniger als 10 Anträge aus Beteiligung der . Gemeinde an verschiedenen Aküengesellschaften, die zusammen einen Aufwand von 537 Millionen Kronen erfordern. Der christlichsoziale Redner Zimmerl nmßte zugeben, daß die Beteiligung der Gemeinde bei einigen dieser Gesellschaften wohl gerechtfertigt und zweckmäßig, bei äMven jedoch zwecklos sei. Die Christlichsozialen seien der Ansicht, daß der Aktienbesitz der Gemeinde jetzt realisiert werdest müsse, daß aber neue 537 Millionen Kronen auf solche Unternehmungen nicht verwendet werden dürfen. Finanzreferent Breitmr erklärt, daß seine Partei nach wie vor auf dem Standpunkte stehe, das Recht, welches das Sozialisierungsgesetz der Gemeinde gegeben habe, in Anspvuch zu nehmen, und es sei die Anschauung Sozialdemokraten, daß es Recht und Pflicht der Gemeinde sei, Teilhaber an den großen Unternehmungen innerhalb des Gemeinwesens zu sein, auch wenn das Sozialisterungsgesetz den Sozialdemokraten nicht gerade diesen besonderen Weg de« MieEuse böte. Dev Antrag wird mit Majorität angenommen. Cfta Zusammenstoß. s Bei einem der nächsten Referate durch Aladrat Breitner über einen Z u s ch u ß k r e d i t von 137 Millionen 30. "September '1082 ^öeite Kronen für die S ch,n l a u s s p e i s u n g kapr es zu eist, heftigen Zusammenstoß zwischen dem christlichspzialen wer lichen Heißsporn Frau.Dr. Motzko und dem Referenten Breitner. Der Referent begründete die Zuschüßkredite mst der inzwischen eingetretenen. Steigerung der Lebettsmiltel« preise. Frau Dr. Motzko behauptete in ihrer Kritik des Antvages, daß die ganz armen Kinder von der Schulausspeisung ausgeschlossen seien. Die Zurückweisung Ver ameri, kanischen und der Bundeshilfe sei unbegreiflich, .und Rednerin müsse es als eine Hunzerei der Wiener Bevölkerung bezeichnen, wenn auf diese Weife die Schulausspeisung sabotiert werde. — Stadtrat Breitner erwiderte auf diese Beschuldigungen unter großem Beifall per MajorM, daß es kejnen einzigen Fall gäbe, wo auch nur ein einziges Kind von der Ausspoisung'ausgeschlossen worden wäre, well die Ellern den Beitrag nicht leisten konnten. Frau Dr. Motzko habe sich wohl auch gehütet, einen solchen Fall anzufühven. Dennoch fordere er sie auf, wenn ein solcher Fall ihr bekannt sei, ihn zu nennen, und weM dies nicht geschehe, so müsse er diese Verleumdungen und Verdächtigungen entschieden zurück w eisen. (Lebhafter Beifall bei bvr Majorität. Zwiischenwse der Christlichsoziailen: Sie sprechen hier zu einer Frau!) , Stadtrat Breitner: In diesem Saale gibt es keine Unterscheidung nach Männern und Frauen, sondern Mitglieder des Gemeindevates. Auch die Frau hat hier kein Privileg auf Verleumdung. Wenn Frau Dr. Motzko in der Lage sei, auch nur einen einzigen Fall zu nennen, in dem ein unterernährtes Kind von der Schnlausspeisunfl bloß deshalb, weil die Eltern die Zahlung, des Beitrages nicht geleistet haben, ausgeschlosien worden ist, so sei er gerne bereit, der Frau Dr. Motzko öffentlich Abbitte zu leisten. Sie sei aber nicht in der Lage, einen solchen Fall nennen, dann erwarte er von Frau Dr. Motzko eine Abbitte. Stadtrat Breitner schloß seine wiederholt von großem Beifall unterbrochenem Ausführungen mit folgenden. Worten: Wir.werden die Geldmittel,. hie zur Führung der Schulausspeisung erfocherlich^ sind, in jedem Ausmaße zur Verfügung stellen. In den Kindergärten ist die Schulausspeisung bereits in vollem Zuge, und wenn die Ausspeisung im Anfang nicht so besucht war, , wie vorausgesetzt wurde, so ist das aus den Zeitungsarbeiterstreik zurückzuführen, der gerade in diese Zeit, fiel und der eine Veröffentlichung erst verspätet zuließ. Wir wünschen vom Standpunkte der .Moral, daß die Eltern, die den Beitrag leisten können, zur Zahlung herangezogen werden. Aber wir lassen es keineswegs auch nur einem einzigen Kinde unte x g a r keinen Um st an-. den ent gelten, wenn die Eltern diese Zahlung nicht leisten. <Lebhaster Beifall.) Der Zuschuhkredit wird hieraus angenommen. Wlliar-en-Kredtte: Bizebürgermeister. Ewmetling referierte, sodann über die bereits gemeldete StromPreisberechnung für -en 5. Berrechnungsabschnitt, über einen Rachtragskredit im Betrage von 18,000.000 Kronen für den Bau der Quecksilbergleichrichteranlage der städtischen Straßen-. Lahnen in RodauN, über Mehrkosten für die Umgestaltung der Telephonanlage her Lagerhäuser im Betrage von 47,000.000 K., über Mehrkosten für die Erweiterung drv Pflaumenetuvoge der Lagerhäuser im Betrage hon 873,000.000 K., über einen Sachkredit, der städtischen Leichenbestattung für eine Seilbahn in der Ad monier Törfindustvie. im Betrage von 85,000.000 K., über die achte Aktion von Mietinstallationen, welche einen Betrag von 89,000.000 K. erfordert, über die Geschästseinlage bei den Lagerhäusern der Stadt Wien im Betrage von 185,000.000 Kronen. Die diesbezüglichen Anträge wurden angenomuren. Ebenso einige andere, welche NachtragSkrehite in der Höhe von vielen Millionen anfordern, darunter ein Zuschußkredit von 44,000.000 K. für btc städtische Feuerwehr und der 5. Zuschußkvedit von 103,000.000 K. Kr das Berwaltungsjahr 1922 für die Räunlung der Hauptkanale. In diese Rubrik, fällt auch der eingangs erwähnte Zuschußkredit für die Schulausspeifung in der Höhe von 137,000.000 K. Eine Widmung von 300 Millionen für die streikmdeu Straßenbahner. zum Zwecke einer Errichtung einer Lungenheilstätte beantragt Stadtrat Speiser, um eine Lösung der Schwierigkeiten herbeizüKhren, die sich in der Frage der Bezahlung der Stveiktage der Straßenbahner ergeben hätten. Eine Verpflichtung der Gemeinde zur Zahlung der Streiklage besteht, wie allgemein anerkannt wurde, nicht, umso weniger, als der Streik nicht im Einverständnis mit der Gewerkschaft geKhrt wurde. Mit Hllfe der 300 Millionen Kronen werde es möglich fein, das große Werk zu schaffen, das umso notwendiger sei, als gerade bei den Straßenbahnern die Infektionsgefahr Kr Tuberkulose besonders groß, und. daher die TuberkulysebekämpKng besonders dringend sei. Der Antrag wurde angenommen. Es fft noch erinnerlich, haß ^s der Verband der Tmnsport- und HaudelSarbeiter war, welcher gegen die Bezahlung der Strelltage Stellung .genommen hatte. Die Widmung der Gemeinde hat nun eine beide Telle beftredigende Lösung geKnden. Die Sitzung wurde erst in vorgerückter Nachtstunde Abgebrochen. ' ' «»'VWW 51