Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1307 (30.9.1922)
- Date
- 1922-09-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gelte 6 Wien, Damrrag!KXT' -- — .- — -——- Ernährung. Die LebeirrvrittelmLrKte. Die Lage auf den LeHensmittelmärkten hat sich gestern wenig verändert. Die Kartosfolpveise gehen infolge des steigenden Angebotes weiter zurück. Auf dem Naschmarkt wurden Kartoffel bereits um 950 K., bei einzelnen Ständen auch darunter verkauft. Die Nachfrage nach Fleisch ist noch imnrer verhältnismäßig gering, obwohl die Preise, speziell des Rindfleisches, von ihrem Ende August erklommenen Höchststcnvd beträchtlich wert zuruckgegangen sind. Dagegen erfreuen sich Fische aller Art, in erster Reihe die wohlselleren Seefische, anhaltend großer Beliebtheit. In großen Mengen wird Mehl gekauft, dessen beste Sorten nirgends mehr als 8000 K. kosten. Teigwaren sind Wvoder etwas billiger geworden und notierten gestern zwischen 9000 und 12.000 K. Bühne und Kunst. Emil v. Sauer. Z« seinem sechzigsten Geburtstag. Ob es Wohl Zufall lker höhere Gesetzmäßigkeit ist, daß Lie Häupter der älteren. Pianistengeneration säst durchwegs vor etwa sechzig Jahren geboren wurden! Vor zwei Jahren beging Ignaz Paderewski seinen sechzigsten Geburtstag, nicht aus festlich geschmücktem Konzertpodium, sondern auf dem Sorgsnstühl des polnischen Staatsmannes, nun ist Emil Sauer an der Reihe, in wenigen Wochen folgt ihm Moritz Rosenthal, in den allernächsten Jahren Eugen d'Älhert und Ferrueöio Büsoni. — Emil Äluer war der Abgott unserer Konstztvatormmszeit; mit scheuer Ehrfurcht betrachteten wir Klavierschüler den Meisterpmnisten mit tzem fernen Chavakterkopf, den lebhaften Augen und der Mächtigen Mähne, von dessen Urteil bei der Reifeprüfung Ales abhmg. Seitdem sind bald Zwanzig .Jahre dahingegangen, und die Mähne, die er so prachtvoll zu schütteln verstand, hat der Zeit, ihren Tribut entrichtet, er ist „Ritter von" Sauer und königlich sächsischer Gehsimrat geworden und Hai auch in der^ Republik diese Titel beinhalten. Sie gehören eben zu ihm, Ritterlichkeit und Galanterie stehen seinem Wesenebenso wohl an wie eine gewisse Koketterie und feierliche Pose des verwöhnten Künstlers. I» seiner Veröffentlichung „Meine Welt, Bilder aus dem Geheimfach meiner Kunst und meines Lebens" lesen wir, wie viel Glück ihm bei schonen Frauen beschioden war, und einen Rachklang davvn finden wir in der Kavatiye seines erste« Klavierkonzertes, einem diskreten Liebeslied ohne Worte. Oft und ost haben wir dieses Konzert, in dem auch ein leicht beschwingtes Scherzo a la Mendelssohn angenehm auffallt, in unserer Konservatoriumszeit von Sauer und seinen Schülern spielen gehört und uns seiner Sentimentalität gefreut. Heute erkennen wir, daß die Erfindung billig, die Themen banal, die Durchführung bescheiden ist. Immerhin ist es fruchtbarer als sein zlveites Konzert, wie denn auch von seinen Sonaten das erste Kind seiner Muse besser geraten ist. Sauer als Komponist erscheint uns immer als der Schöpfer seiner „Spieldose": Ein Mechanismus gerät ins Laufen, ein entzückendes Klingen wie aus fernen Märchen oder von einem wundersamen Spielmanne hebt «« und die Gchanken können , ausspannen. Ein ähnliches Klingen um des'Klanges willen ohne impressionistischen Geist gehtauch sonst.durch seine Etüden, durch sein „Meeresleuchten", „Espenlaub", ,Windesmurmeln". Statt der „Spieldose" hätte Sauer ebensowohl eine „Bonbonniere" oder ein ,Mjou" komponieren können; es. ist immer irgendeine belanglose und doch entzückende, glänzende Spielerei; leere Rouladen, Arpeggien, Passagenwerk, weit umherirrende Morde, aus. denen erst Sauers Zauberfinger ein wundersames Spielwerk aufbauen. Erst recht als reproduzierender Künstler liebt Sauer daß Wunderbare und findet immer neue Tonfarben für ritterliches Gepränge und frohe Feste, für zartes Liehesgeflüster und Mondscheinnächte. In höchster Anschaulichkeit malt er Schumanns bunte Bilder, in prickelnden Rhythmen huschen Vie Werke Mechelssohns vorüber, besten strahlendes E-Dur-Thema aus dem „Sommernachtstraum" auch in Sauers Kliävierkonzert anklingt, in majestätischer Pracht baut er Liszts gewaltige H-Moll-Sonate auf, schwärmerisch und elegisch vermag er die tiefe Schwermut und krankhafte Gemütsstimmung der letzten Chopin- Werke nachzuempfinden, die der unglücklichen Liebe Chopins zu George Sand entsprungen sind. — So mengen sich in seinem Spiel romantische und galante Zeit, und darüber breitet er gelegentlich morphiumgleich den müden Duft des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Er selbst, der Schüler Nikolaus Rnbinsteins und Franz Lstzts gehört mit seinem poesiedurchtränkten Spiel noch ganz dem vorigen Jahrhundert an, um so überraschender sein inniges Verhältnis zu Chopin, diesem Vorfahren ves Impressionismus und Urahnen, des modernen Virtuosentums. Von Chopin, an dessen Bezwingung schon so, mancher Pianist scheiterte, stammt bekanntlich auch die reichere Verwendung des „Tempo rubato", von dem Sauer freigebigsten Gebrauch macht. Er ist überhaupt, kein unterwürfiger Diener des Kunstwerkes;; so spielt er Beethoven und Brahms notengetreu mit höchster technischer Meisterschaft, dabei gerät aber aus dem eigenwilligen Temperament des Künstlers mitunter so viel Sauerisches Klangwerk hinzu, daß ein alter Wiener ausrusen könnte: „Das hat kein Beethoven . geschrieben, das hat kein Brahms gesagt!" — Matt muß das prachtvoll kolorierte, faszinierende Spiel Sauers nicht nur aebört baben. man muü ito auck am Klaviere, aeiebe» sTrene* stfttgettiefntnft* An unsere geehrten Abonnenten! Am 1. Oktober beginnt ttn neues Abonnement mif die .W<ner Morgenze'tung". W'r suchen, die Bemcisiebttiren rechlzertifl einzuzahlei. damit die Zustellung des Blattes keine Ilnlerbrechung erleide. Vezugsgebühren ab 1. Oktober 1922: Abonnement fftc Wie« (znm Abhotsn im Expedit ober 1» den Derfchleitzstetterr) monatlich ... i.. . K. 30.70!).— Das Abonnement wolle gefällnlt rschOe'tiq ,n der nach'!, lienenden Der chleißstelle erneuert und die Bezugsgedüsr gleichfalls doriseibft erlegt werden. Oesterreich monatlich : . . .K. 3o.m- Tschecho-Slowakei monatlich . . . . tfchech. K. 20.- Polen monelttch.. . . . poln. Mar» 2.200.— JnGoflawie« «onallich. . . .Dinar 30.1 Deutschland monatlich . . . . . . ... Mar» 300.- RumLnie» monatlich .... .Lei 60.— Lolland monatlich. .hott. st. 1.50 Stallen Monatlich. 10.- Schweiz monatlich ..... fchweiz. Franken 3.— Frankreich monatlich . . . ..... Francs 8.- Belgien monatlich. 8.- England monatlich..... . . . . Schilling 3 Amerika monatlich. «.»,». Dollar 1.- S^lfteUen: Oesterreichilche» Poslsparkaftenkonlo 158.693* rschecho-stowakischeo Postsparkaftenkvnt» (Prag) S9L51. Polnische» Pvlttparkastenkonl» (Warschau) 190.227 Deutsches Postscheck Konto (Berlin W 7) 198.722. BumSnien (Czernowitz): Allgemeine Depositenbank Czernowitz. Sch«eiz r Schweizer Dolksbank in Sl. Gatten. Jugoslawien : Postsparkaftenkonto (Zagreb), 99.988. Italien: Soziela bi Credtto Commereiale Triefte, Bia «azzint 39. Die Derwallnug der „Wiener Morgerzeitung" Wie», II.. Tabotstraße »—3 v Telephon 44.938» 43.319. haben: Wie ein wunderbarer Rattenfänger schmeichelt und stürmt er über die Tasten und bevauscht sich an seinen eigenen Klängen, gerne macht er auch mal eine, selbstherrliche Kunstpause und hebt beschwörend die Hand oder schaut weltentrückt in sein andächtiges Publikum . . . Geheimrat Ritter v. Sauer ist ein ebenso vortrefflicher Regisseur, der sich auf höfische Formen und ritterliche Grandezza versteht, wie ein herrlicher Künstler, der kaum seinesgleichen hat: »Das Spiel Grünfelds greift ans Herz, jenes Resenthäls fesselt durch Geist und Humor» d'Mbert der Einzige trägt uns, selbst wenn er falsch spielt, zu reineren Höhen empor, Emil Sauer führt uns immer wieder auf Flügeln des Gesanges von der Wirklichkeit hinweg in jenen Künstlergarten, in dem die blaue Blume der Romantik erblüht. ' Dr. Erwin Felder. Be»erktn««erte Oper«««fführu«gr» 1» Vestschland. (Glucks „Die Pilger von Mekka". Haendels „Rosalinde".) Glucks dveiaktige komische Oper „Die Pilger von Mekka", die hundert Jahre lang nicht aufgeführt wurde, gelangte in Wiesbaden zur Darstellung und hatte außerordentlichen Erfolg. Das Werk, vom Tondichter im Jahre 1764 vollendet, erlebte seine UvauMhrung in Wien und Paris in französischer Sprache. Die Gluck-Gesellschast hat die Orchesterpartitur bei Breilkops und Haertel hevausgegeben, und die seine, frische Musik übte anläßlich der Wiesbadener „Premiere" außerordentliche Wirkung. Eine interessante Erstaufführung mit historischem Charakter findet auch im Ludwigsburger Schloßtheater statt. Haendels Musikdvrma „Rosalinde" geht daselbst in histor'rscher Inszenierung als Festvorstellung des. Beverns für Denkmalpflege in Szene. Das Werk wurde übrigens am 27. September im Württembergischen. Landestheater herausgebracht. Damit gelangte zum ersten Male eine Haendelsche Oper außerhalb der Göttinger Veranstaltungen im modernen Rahmen zur Darstellung. Gi« LöweAriAgKamP^ Aufsehenerregendes Debüt im Apollo-Theater. Seit römische Gladiatoren in der Zirkusarena mit Löwen fochten, hat es wohl bisher niemand gewagt, im Nahkampf ohne Schild und Schwert sich einer dieser gewaltigen. Kömgskatzen zu stellen. Ein mutiger Jüngling, Berberrdasmit Namen, der Bruder der Löwendompteuse. ' L e o n i d a, wird nun allabendlich im A P o 1 l o - T h e a t e r seine gefährliche Ringkampfkunst mit seinem Löwenpartner' „Achmed" produzieren. Unbewaffnet, bloß durch lederne Handschuhe gesichert, ringt er mtt seinem Gegner bis zur Entscheidung. Man muß es gesehen haben, mit welcher List und Routine sich „Achmed" der Angriffe seines Bändigers zu erwehren weiß. In stets wechselnder Lage schwankt das Bild der' Entscheiduüg' und mit angehaltenem'Atem i verfolgt der Zuschauer jede Phase dieses ganz ungewöhnlichen Schauspiels, dessen Ende iinme.' mit brausendem Bciiaü bcl lohnt wird. D.er diesem Löweuringkampf vorangehende dl). September 1922 1307 V . .... ....H wärt ig einzigen weiblichen Löwenbändigerin, vorgeführt Unter größten valutn.rischen Opfern hat Direktor Ben Tiebü, new erffk'assiie Attraktion für sein Unternehmen engaaierl Dasd Debüt von Leonidas und BerberidaS findet bereits heute Samstag um halb 8 Uhr abends statt Das neue Oktober-Programm bringt außerdem 14 erst! klas'ige Attraktionen. Den Z'itverhältnissen Rechnung tragend, setzt ab 1. d. der Abbau der ^Eintrittspreis cm, so daß das Apolft>^THeater — trotz Darbietung hervor raaendster Programme — das derzeit billigte Vergnügung^ unternehmen Wims sein wird. Beginn der AbendvorstelluM gen um halb 8 Uhr, der Nachmittagsvorstellungen, bei no^s weiter ermäßigten Eintrittspreisen, um 3 Uhr. Ans den Theater». Im 51 e b Mt i c n i a a l der ßofburjt wirk morgen, ferner ^ierstag und Mittwoch *6 1111 a", 9Rontu) und Donnerstag ,.D a m e K o b o l d" gespielt. In den a ni m o r s p > e I e n findet heute hü 25. Aufs chr-mg des Li'üspiels „Die beiden K e r r e der gnädigen Iv i a u* von Fel'x Sandera mit dev Damen Va'erie Martens, Emmy Dörfler. Iolanthe Forstew Amm Kan und den Kerren Oskar Sima und Kans Lackner ir> den Kauptrollen ftalt. Beginn präzise 7 Uhr. Im Rarmund- Theater ist die Sonntag den 1. Olttcber zur Erswt'slä'nmg gelangende 5 lttagstragödij u" vrn Ossi" D n in r> w folgend beseht: Nju — )<rop Ivh.nna T e r uri n ° Atoissi: Der Gatte — Karl Tprest: Er — M n t's f i; Marie — Elisabeth Markü< Kostta — Eeirla S!t!l varh: Der Vater — Ludwig Stärk; Die Multer — Rosa Fässer. Iirszcmerrmg: Karl Ke,nz Marlin. Air rrste Nachmittagsvorstellung dieser Soielzeit geht Sonntag 8 Uhl dar Voiksstuck von Kans Eaßmann „Der R r b et i" btt beseutend ermäßigten Preisen in Szene. Im I o s e f st ä d t e r . T h e,a te r gelangt heule zur Uraufführung in deuljcher Sprache der franzölische Schwank „Die Tigerin" von Kennequi« und'Veber. D'e Hauptrollen werden darnestellt von Mane Waldner, Emil Ritter unü Kanr R-ivden. Die von Josef Jarno inszenirrte Vorstellung beginnt um lfs Uhr. Die I ü d i s ch e Bühne (II., Hotel Stefanie) wird unter der Direkllon von I. P o d z a m c z e am 2. Oklober w'?der eröffnet. Zur Aufführung gelangt „I a n k a l e". Die Titelrolle ipieit das zwölfjährige Wunderkind C i I l i Dell, Wochenipielplan de» Burgtheaters: Morgen .Des Esel» Schatten". Montag .Göh von Berlichingen*. Dienstag .Des Esels Schatten". Mittwoch ^Die Fahrt ins Blaue". Donnerstag „Der junge Merdadus". Freilag „Des Esels Schatten". Samstag „Marbeih". (Zu erhöhten Preisen.) Wochenipielplan der Staatroper Morgen ..Fweiio". Montag „Der fliegende Kolländer". (Außer dem Jahres- und Stammsitz-Abonnemmt.) (Kein Kartenverkauf.). Dienstag „Salome". (Bei aufgehobenem Sahres-Adonnement.) (Zu erhöhten Preisen.) M.ttwoch „Der Maskenball". (Amelie: Fr. Kammersängerin Elise E l i z z a a. G.) Bei aufgehobenem Iahres-Abonnement.) (Zu erhöhten Preisen.) Donnerslag „Soppelia." „Die Prinzessin von Tragant.". „Die Puppensee". Freitag „Der Ro enkovaiier". (Zu erhöhten Preisen.) Samsiag „Rigoletto". (Bei aufg»hobenem Iahre»-Adonnement.) (Zu er« hötzte« Preisen.) Sonntag „Don Juan". (Zu erhöhten Preisen.) Wochenspi elplan desDeüsschenNolkrt h e a t e r. Morgen und Montag „Kidalla" oder „Die Moral der Schönheit'. (Kelmann: Fritz Kortner.) Dienstag und Donnerstag „Der Garüeotfizier". (Schauspieler: Leopold Kramer.) Mittwoch und Freitag ..Der Teuiet". (Teuset Leopold Kramrr.) Samstag „Anatol". (Analol: Leopold Kramer.) Wochenspiel plan de» Akademietheat e r. Morgen „Der Schn an". Montag und Dienstag „Quality Street". („Im stillen Gäßchen.") Mittwoch „Der Raub der Sabinerinnen". Donnerstag „Das Glas WaffÄt". Freilcig Quality Street". (,.I« flillett .Füßchen.") Samstag „Bunbury". Wochenspielplan des Rai mund-Theate rs. Morgen und Montag „Nju".(Gqstlpiel Alexander Mvisfi) Frau Johanna Terwin-Motssi. Imzenierunc,: Karl Kemz Martin. Dienrtaa „Othello". (Vorletztes Gast.piel Fritz Kortner. Inszenierung : Karl Keinz Martin.) Mittwoch „K'dalla" oder „Dre Atoral der Schönheit". (Letzle» Gastspret Fritz Kortner. Inszenierung: Katt Keinz Martm.) Donnerstag zum .ersten Mate: „Der Schildpattkam m". Freitag und Samsta> „Der ^childpattkamm". ___ Wiener Mittelstandsoper. Dve Direktion der Mittelstands« oper teilt mit, daß die öffentliche Generalpwbe am 4. Oktober and die Premiere zu Fidel io am 5. Oktober, 7 Uhr abends, in den Sophiensälen stattfmdet. In den Rollen des Florestan singen alternierend Herr Staatsopernsänger Hofer und die Herren L u ß m a n n »rnd T ch a tz g a r, des Przarro die Herren Artnr Fleischer und Robinsohn. Der Kartenvorverkauf beginnt heute bei Kehldorser und Stafa sowie an der Tageskassa der Sophiensäle. Die Preise der Mitgliederkarten bewegen sich zwischen 2000 K. (Stchplätze) bis 18.000 K. für Orchestersitze. ■ * Gastspiel Kramer. Im Deutschen Volkstheater wird Leopold Kramer nach längeren: Fernsein zu! Beginn der nächsten Woche wieder erscheinen. Der Künstler wird >>mehrere seiner erfolgreichsten Rollen, so den Gardeoffizrer, den Teufel und den Anatol spielen. > . , Theaterdirektor und Kritiker. Der Berliner Theaterdivektor Eugen Robert hat gegen Kurt Ar am, den Theaterkritiker der „Zeit", der in seinem Bericht über die Wedekind-Uraufführung in. der „Tribüne" festg-stellt hatte, „daß eine Berliner Theaterdirektion ihre moralische Anstalt glücklich aus das Niveau eines Schweinekobens gebracht hat", Strafantrag gestellt Schnitzlers „Reigen" wurde vor ungefähr zwei Jahren in Berlin als Buch beschlagnahmt. Nnnmehr hat — nachdem erst kürzlich 135 Exemplare beipr Verleger konfisziert worden waren —- der Gonevalstaalsanwalt beim Kammerge-- richt die Freigabe des Buches angeordiret. Gerichtssaal. Die Gefahren der Hauserverfaks. Bor denl Strafrichter des Bezirksgerichtes Favorit» . Landesgerichtsrat Dr. Schandorfer hatte sich gestern der Notar Dr. Heinrich Großkopf in Pottendorf wogen > Uobertretung gegen die körperliche Sicherheit zu verant- Worten. Notar Dr. Großkopf ist Eigentümer des Hauses, [ 10 KvÜllvall? . das.