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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-27 · Heft 1304 (27.9.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1304 (27.9.1922)
Date
1922-09-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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TT^ycrri t il '"¥'" ,f*< ,rtT * V1' »,' ,'< - ty \ WW: >».. 'r SM» ' "-77,', SV.-777'»' bedeutender Kanzelredner, gehörte'zu den hervorragendsten Mrtglwderu der Bukowina er zionistischen Organisation, er war ein führendes Mitglied des jüdischen Nationalrates und bewies in schwer«» Zcilen, daß er ein Mann von Mut und politischer Einsicht war, der die jüdische Würde aufs beste zu repräsentieren verstand. Sein offenes, von Rücksichten freies Austreten hat ihr. in seinem Wirkungskreis zahlreichen Schikanen aufgesetzt. Das nationale Judentum ln Rumänien hat mit ihm eitlen seiner Besten verloren. Mn Fest im Smigrnntenheim Kahlenbergerdorf. Pflanzung der ersten Baume. ' Das Heim der Palästina-Pioniere im Kahlenberger-, borf beging ein schönes u'nd frthes Fest. Nicht in weiten Sälen wurde es gefeiert. Draußen, im anmutigen Hügelgelände salmnelterr sich die Wiener Gäste um ein Stück Boden, das die Arbeit der Chaluzim und Wiener jüdischen Jugend den Sommer über für Baumpflanzungen bereitet hat. Ntt'ir hatte die Leitung des Heimes und die arbeitsfrohe Jugend zum Fest der feierlichen Einpflanzung der ersten Bäuine geladen. Ein herrlicher Nachmittag, mild und sonn ig.- begünstigte die Feier. Oben an beit Hängen lagerte jüdische Jugend, eine Kette von Chaluzim umgab das Erd stück, das bepflanzt lrerben sollte, und nnmer reicher strömte die Schar der Wiener Freunde unserer neuen Jugend herbei. ". st Herr Dr. Leo S o f e r begrüßte schlicht und eindrucksvoll die Erschienenen, gaib der Genugtuung Ausdruck, daß Man im Heim der Chaluzim schon nach so kurzer Frist seit der Eröffnung ein der Arbeit feiern dürfe, und lud den Präsidenten des zwnistischeu Aktionskomitees, Herrn Oberrabbiner Dr. E h a j e s, ein, den ersten Baum zu pflanzen. Es wurden dann alle jene, die sich um die Gründung \tivb Entwickluzrg dieses Heims besonders verdient geinacht haben,, durch Pflanzung von Bäunleil auf ihren Namen geehrt. HeimkehrerLra«sport nach Galizien. Der letzte Heimkehrertransport geht Mitte Oktober Äb. Slnut-elbimgen zu demselben werden nur noch üi§ zum 6. Oktober angenommen. Anmeldezeit täglich, mit Ausnahme Samstag, Sonntag und Montag, zwischen 1.1 und I Uhr vormittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags im Bureaü der Delegation des Jüdischeil Natiönalrates, 2. Bez., Taborstraße 2.0 A. Nach dem 6. Oktober erfolgende Tlnmeldungen können unter keinen Urnftnitben berücksichtigt werden. Zur Anmeldung sind sämtliche Persoilaldokitnlente (Heimatschein, Geburt sschein, Trauungsschein, Meldezettel,, negativer Öptiönsbescheid), ferner je zwei Wilder für jede Person über 14 Jahre unb dst erhaltene Nummer mitznbringen. . . . dvtniixitti Rudolf und die autisrmittsch-u Exzesse. Der „Pestsr Aoyd" veröffelltlicht Allszüge ans einem neu rrscheinenden Werke „Politische Briefe des Kronprinzen Rudolf. Geschrieben in'den Jahren 1882 bis 1889. an einen Freund". (Rikolo-Verlag.) Der' Empfänger war her . bekannte Wiener Journalist Moritz S z e p s. Wir eiltnehnien ihlien einen Brief, der das Verhältnis des Kronprinzen zur Jndenfrage illustriert. In dem ans Prag vom 16. März 1883 datierten Schreiben heißt es: „Lieber Herr Szeps! In aller Eile einige Zeilen, nur Ihnen eine Geschichte mitzuteilen, die man meiner Ansicht nach der Oeffentllchkeit übergeben sollte. Vor einigen Tage)» abends schlugen mehrere junge Herren der hiesigen blmlblütigsten, sögenannten ersten, aber tue iß Gott, nicht besten Gesellschaft, einige Fenster in der Inhenstadt ein, nur ihre politische Gesinnung auf eine aristokratische Weise zll dokumentieren. An der Spitze dieser Bande stand der Sohn des so heiligen Grafen Richard C. (Clam- Martrnie), der Erbe des kinderlosen Grafen Heinrich.. Nur einem Jüngling, einem Grafen S. gelang es, im richtigen Moment zu, entweichen. Alle anderen tvurden durch Sichecheitsmänner gefangen und mußten den Rest der Nacht durchsitzen. DeS Morgens ließ sie unser Freund Stejskal (der damalige Polizeipräsident) zu sich rufen und hielt ihnen eine lange Büßpredigt. Die ganze Geschichte ist unterhaltend und könnte recht gut im „Tagblatt" benützt Werder». Wenn ein armer Hackerbub bei einem Juden ein Feilster einschlägt, wird gleich eine große Geschichte daraus, iurd diese feudalen.sollten ganz ungeniert und nnbe« merkt ihre Streiche auSführen können?" Die Kv»fere«z de» People, Relief Committee i« Philadelphia. (I. E. B.) In der ersten Hälfte des Septembers wltrde in Philadelphia eie dreitägige Delegiertenkonferenz des People Relief Commitee (amerikanifch-jüd. Bolkshilfeorganisatton) abgehalten, an der 139 Delegierte teilnahmen. Die Hauptfrage, die die Konferenz beschäftigte, tvar das Verhältnis des P. R. C. zum Joint Distribution Commitee. ES wurde eine Resolutton gefaßt, in der unter' anderem gefordert wird, daß das P. R. C. auch im europäischen Rate des Joint vertreten sein und daß dem Repräsentanten des P. R. C." die Leitung einer speziellen Abteilung zur Unterstützung der ökonomischen Organisationen der jüdischen Arbeiterschaft anvertvaut werden soll. Zum Präsidenten des P. R. C. wurde Alexander K a h ll wieder gewählt. i P y Wie ÄRNalMür-lege«t»eA entstshen. Aus Warschau meldet I. C. B.; Das.Städtchen Jzarnowce hat einige schreckensvolle Tage hinter sich. Bor einigen Tagen kam es dort zu einer Harmlosen Prügelei zwischen einigen nid Ischen und christlichen Schuljungen, wobei ein christlicher Junge eine Q.uetschw u n d e 'davontrug. Die Elter?', des Kindes eilten mit dem Kinde zu dem als Antisemiten bekannten Stadtarzt, der sofort feststellte, daß dem Jungen Blut zu rituellen Zwecken von hell Juden a b g e z a p f t worden sei. Das Märchen verbreitete sich schnell im Städtchen und der christlichen Bevölkerung bemächtigte sich eine starke Aufregung. Man stand schon fast unmittelbar vor Pogro» men, als der Kreisarzt ins Städtchen kam, die Wunde des christlichen Jungen nochmals untersuchte und sie als gewöhnliche Quetschwunde seststellte. Hierauf legte sich der Tumult und die jüdische Bevölkerung tont mit dem bloßen Schrecken davon. Antisemitischer Leichepschmg»s. Aus Budapest wird uns berichtet: Letzten Freitag tvurde Hauptmann Ladislaus A p a t h h, der im Burgeulandäufstand eine große Nolle spielte, und vor einigen Tagen Selbstniord verübte, zu Grabe getragen. Andem Leichenbegängnis habe'n auch die berüchtigsten Mörder Hejjas und Pronay teilgenommen. Räch Schluß der Lsichetrzeremome ivurden den beiden Führern der „unverantwortliches EleMente" stürmische Ovationen dargebracht. Unter AbsiiMUng dcS antisemitischen Hetzlredes Evger, Berger, Schoßberger zogen die Trauevgäste durch die von Inden bewohnten Gassen und riestn, indsln sie GömboS und Hejjas hochleben ließen: Rache für den Tod Apa-. thyS, die Juden müssen vertilgt werden. Wie gewöhnlich bei solchen Patriotischen Ausschreitungen wurden Passanten insultiert und vor den auf dem Weg befindlichen Redaktionen. der 'liberalen Blattet D e m o n st r at'i o n e n v e r a n st a l t e t. Da diese Demonstrationeu sich durch Zttrnfe auch' gegen Hst Regierung gerichtet hatten, schritt ein, statt es Wacheaufgebot ein und zerstreute die Anhänger des Hejjas, Pronay und Gömbös. Drei Personen, die sich besonders aggressiv verhielten, wur- ^den zrrr Polizei gebracht. Für Äas jüdische ReslgywRLstrrM. Wir erhalten die folgende Zuschrift: „Aus Anlaß der Erteilung ,dec' O effe it tl i chkeits re cht.es a n da s jüdische' G y nt n a s i u trt übersende ich Jhnert als Spende für dasselbe 100.000 K. uub lväre es wünschenswert, wenn in Würdigung der BedLutuug dieser Jnstittttion das Interesse der Oeffentlichkeitdafür gslvecki würde, Urn -den Best« n d' der selben M a r e-r i e l f s i ch e r st e l l o n zu können. Hochachtungsvoll Jakob Pintos." Der Milla rde»diebft«hl ei,er Hau»- gehllfi«. Wohl der größte Diebstahl, der je von einer Gaunerin, die lief? unter der Maske einer Hausgehilfm .einzuschleichen verstanden hat, verübt worden ist, wltrde gestern zmn Nachteil des Direktors einer Au-tomobilfabriksgesellschaft im 19. Bezirk verübt. Unter deal Namen Aiaric Sierv'.uger ist vor etwa vierzehn Tagen bei ihm eine etwa 25jährige Fvaitenspi?rson als Hausgchilfin in den Dienst getreten. Sie hat sich musterhaft aufgeführt, war tüchtig und verweltdbar, und die DienstgLber waren förmlich glücklich, eine solche „Perle" bei sich zu haben, Sie scheint auch wirklich im Anfang den besten Willen gehabt zu .haben. Ob sie vielleicht, als sie währeltd ihrer Dienstzett so viel Schmuck bei ihrer Herrin sah, der Versuchung erlegen ist, ist noch nicht ganz klar. Tatsache ist jedenfalls, daß die „Perle" hernlsbekommell hat, daß die Gatttn des Direktors ihre Ju.welen in einem Safe aufbewahrt hatte, der in die Mauer eingebaut war.' Es handelte' sich um Kostbarkeiten von unschätzbarem Werte. Gestern ist es der HanKgchilfin gelungen, den Schlüssel zu dem Safe in ihre Hände zu bekommen; sie nahm die Juwelen an sich und verschvxntd äus der Wohnung. In die Hände gefallen sind ihr Juwelen int'Werte von annähernd eine* M il« liar^ e Kronen. Mtt der Beute ist die Diebin syurlos verschwunden. Ob der dkame Marie Swiringer -der richtige ist, ist noch nicht klargestellt. Darüber werden Erhebungen eingeleitei. Auffallend bei der Diebin, die hochgewachsen und mager ist. ist die btcittve Gesichtsfarbe. Eine Nachschau int Berbvecheralbttnt hat kein Ergebnis gehabt; man vermutet daher, daß es nlögllcherweste die erste Tat einer Hausgehilfin ist. Die Verfolgung ist singeleitet. Tie Dienstdiebin hat Bruck a. d. Mur als ihren Geburtsort angegeben. Unter den gestohlenen Juwelen befindet sich: eine kostbare Perlenhalskelle, ein goldener Ring mit Brillant und Z.'.aragd, ein goldene"?ttng mit großer Perle, ein Ptotinarmband mi'. Brillanten und Saphiren, eine Zigarettendose mit Monogramm „O.'L", eine goldene Damenhandtasche. Außerdem hat die Dtodm mchveve Pelze gestohlen. *. Das Neueste ist .. . DaS Neueste ist nqMch der Millioner. Er steht unter, der Devise: Zurück zur dtotur, bekundet aufs deutlichste jene kindliche Harmlosigkeit, die alle 'Welt am Oesterreicher'seit jeher zu schätzen weih, und hie uns auch feit dem Nmsturz einen Ginser nach dem anderen in „sittlichem Betragen" emgebvacht hat. In emgeweihten Kreisen Üerläütet, daß dto BanGqtenjäls^er. eS ablehnen, sich mit de5n Millronf.t zu befassen, 'wett bi« Stitf« 27. Septem-er 1SS2 - Seite 5 gäbe ihren künstlerischen Ehrgeiz nicht lockt und sie eS vielleicht. auch mit ihrer Würde nicht vereinbar fin-den, weiße Blätter herzüstcllett.. ^er Huuderttauseitoer, der gleichzeitig das Zwielicht der Kreditversprechuugsivelt erblickte, könnte schon eher Künstler, zur Nacheiferung ansporn'en, de»»« es ist toenigstolls darauf etwas zu sehen. Linien, Striche, Ornamente, Schnörkel, unbegründete Schlangelt- und Spiralläufe, eine Weinlat?.be, aus der ein ettvas angejahrtes, dent Vernehmen nach weibliches Wesen mit einem Ausdruck stiller Verzweiflung in die Welt und auf die vielen Nullett blickt, kurz, die allgemeine undbesortdere Ratlcsigkeit unseres Naterlandes ist scharf und deutlich zum Ausdrrrck gebracht. Neben biefett Mtmuiiuth-Banknotetr haben sich auch noch bescheidenere Gäste aus dem Reiche des Papieres, genannt Staatsdruckerei, eingesunden: Die ncucit Zweikronenscheme sind durchaus zeitgemäß ausstestattst. Ihre leer"-Rückserto erlaubt ihre Verwerrdung als billige Rechcitzettel, Tapeten, Notizblätter usw., und wer eilten Rucksack voll „Güldeiizettel" mituimntt, kaum auch wirklich ein Kilogramm 5karioffeln nach Hause trägen oder auch einen zweiten Sack voll saftiger Grobheiten für die Zumutttug, den „Mist" an Zahlungsstatt zu nehmett...Da sich dabei die Herstellungskosten emes Zweitronenscheines höchstens attf zlvanzig Kronen belaufen, ist der Vorteil osfettkundig: Die neue Llttenaattung ermöglicht es sogar dem geistigen Arbeiter, Koffer voll Geld zu besitzen. Und da er vom Millioner träumen darf ... , Kater Murr. * Polizistenmanieren. Wir erhalten folgende Zuschrift; Am Freitag den 22. b. geigte auf der Fevdinands'brücke ^in blinder jüdischer Musikant ltnd erweckte durch sein Spiel die Ausnterkscmkeit und das Mitleid zahlreicher Passanten. Plötzlich forderte ein Wachmann den Bettelnul.sikamert auf, den Platz zu räumen 'und schleppte ihn, als sich der Blinde auf seine Lizenz berief, bre ihm das Spielen überall mit Ausnahme des ersten Bczivkes gestattete, zum Kommissariat. Eine große Znhörermenge gab bent Paare das Geleite und erging sich in kritischen Worten über diese Arvetternich. Bor der Wachstube langte der Wachmann aus der Menge einige Opscr'heraus und nahm sie gleichfalls mit. Diese. Leüte wurden ans dem Kommissariat in der rüdesten- Weise bcschimpft. Jede Einsprache wurde mit: „Werden S' kuschen!" und der Drohung mit dem Einsverren über die jüdischen Feiertage beantwortet. Als sich* einer der so Behandelten nach seiner Entlassung, die nach Abnahme «eines Nationales erfolgte, bei einem Oberkommissär beschwerte, erhielt er von diesem den Rat, eine Beschwerde einzureichen, gieichzettig aber die Versicherung, daß diese Beschwerde kaum einen Erfolg haben werde, da Mir — Gott sei Dank! — in einem Staate leben, in dem nicht Volksjustiz herrscht, soudevn Recht . . . Dieses Recht zu lvahrelt, sollte, es in einer Repltblit doch andere dNethodeu geben als die, unbequeme Kritiker polizeilicher Willkürakie mit Titulatucen wie: „Pülcher!" „Trottel!" „Falloi!" tlsw. zu belegen. -! * Geheimmsbolle Explosion in Lemberg. Ans Lemberg wird uns gemeldet: Am 22. ,d. um 8 Uhr abends vernahm mau in/der ganzen Stadt eine heftige Detonation. Bald .wurde feistgestellt, daß es sich um eine Ekvcvsttexplosion in einem deutukra'inischen Verein ProRvita gehörenden Hause, Rmgplatz 10r handle. Dieselbe erfolgte in dent Raume, in dom die elektrische Meßuhr.angebracht ist, die mich zerstört wurde, wobei der anstoßende Korridor in Mitleideuschast geriet. Glücklichertveist wllrde niemand verletzt. . Es besteht der Verdacht, daß «der Sprengstoff eilte ettdere Bestmlmung hatte lind vorzeitig an lücht gewollter Stelle explodierte. Arn Tatorte s-an-. den sich aDbcrld.die Bertreter der Behörden ein. Die polnische'. Tagespresse knüpft an den Vorfall Bemerkungon, Welche' deul-- selben einen politischen Untergvltnd zu geben verstechen. Es wird mSbesondere auf den Umstond verwiesen, daß sich in bic; : it Hause fast ausschließlich ukrainische Jnstjttttionen befinden, wie, auch, daß im Augeubllcke der ^Explosion drei ukrainische-'S tu'-' denten eilends aus beim Tor kamen. Seitens der-Polizerdirekiiau wurde eine genaue Nnteosuchüng eingeleitet.- / ' * Die jüdische Bevölkerungszchl in "Jugoslawien. Das neue Geographiebuch von R-adivojevic enthält eine Statistik über die Bevölkerung Jugoslawiens, in 'der sich über die jüdische Bevölkerung folgende Einteilung findet: -Serbien ll.Y.‘U- Inden, Czernvgora 17, Bosnien 12.101, Dalmatien 322, .Kroaten 20.162, Slowenien 946, Wojwodica 18.819. Insgesamt beträgt also die IM.der Mischen Bevölkerung in Jugosiawrut 64.0 9 8. (I. C. B.) * Tagung des jiidischen Frauenbundes in Deutschland.' Der Mische Fvanendund Deutschlands hielt in Breslau eine Latzltng av. Die Vorsitzende der Breslauer OrtSgrlippe Frau Gltttmatm begrüßte die Delegierten, unter ihnen die Gründeritt und erste Vorsitzende 'des Bundes Berta Pappenheint. Unter dom Vorsitz.'der Frau Ollendorf wurde dann über--die Zufamurellsassung^ der südischelt Frauen aller Richtuitgur und Stande beraten und über die über ganz Deutschland verstrcntcu verschiedenen Wohltätigksttsinstittttiotten und Heime des Bundes referiert. Die Gründung eines schlesischen Proviuzverbaudes wurde zur Kenütnis.genommen. (J..C. B.) * Aus der jüdische» Ptcsic. In Przemysl erscheint seit dem 8. d. eine Wochewchrist tu Mischer Sprache unter dent Titeil „DaS jüdische Wort" mrL zr-mistischer Tendeitz. In Äiadoiu erscheint seit einigen Wochen eine zionistische Wochellschris: in Mischer Sprache unter dem Titel „Radomer Zeitung". Anfangs Oktober soll in Warschao ein jüdisches Tagblatt, „Das Äebsn", erscheinen: DW Zeitung w>-rd ein Wahlorgau der -linke. Poale Zion-Partei sein. * Druckfehler. Jm Ärtikel „Die religiösen Perspektiven des Zionismus" vom' 23. Septernber soll .eS richtig heißen: 2. Spalte, 48. Zeile:'„Nur in der uralten^ Vornehmsten Douräue feines G e r ste s^; amnächsten Absatz ' rst beim Zitat aus 5. B. M., Kap. 30, eine Zeile ausgesallcu, es soll heißen: „Und dann.wird Haschem, Dein Gotst sich heimwendend Deine. BertriebeuM aussuchen intd; :vd sich Deiner erbarmen und lvird Dich Zttsamimnpasfen> atzs allen Bölketsn . . Der Schlußsatz toll lauten: „Nichi religiöse Assimilation, sondern eigengesetzliche Entwicklung des jüdischen', qottzüge-wandten Denkens ist die fernste Perspektive.des Zionismus von heute." Hirschentiaus iiuAMden «. PfEialaBH [UMllfliPPi? I40cm r

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