Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-09-26 · Heft 1303 (26.9.1922) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1303 (26.9.1922)
Date
1922-09-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980383--12326-2998857
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

"A? 'V } 1 , , . * I,!, 1 1 $ ’*V1 '* •»cue » otcn, L '".:::ag Wly-ter MyrgeH-eMys» ^.VePttmverlE Pr^siSM Mr dis Hek:owaiist''N-r (Vorwoche. 308 K.), bei dreiwöchenteucher Ablesung 13'i K. (Vorwoche M K.ft beim Kraftstrom: ,'Lei sechswöchentliclnr Lbleiüng: 245 K. (215 K.j; . bei drei« -Wöchentlicher Ablesung: Loi K. <276 K.). j * Anslafsnns des SchKfwase«» Wten-Dab- «ast«i«. Die zwischen V ien-Wefibalmtrvk und Badgosle n über 'Seirtal verkehrende Schloswagens verkehren hebt« ab Wien« Weßdabnhvf zümletzien Male (Äbfährt 21 Uhr>. ad Badgatlem nach Wien zum letzen Wale in der Röcht von Mittwoch den 27. auf Donn-rstaa den 88. * Anflafiuna des an Sonn- und Feiertagen Verkehrenden KamptalzugeS. Ab Sonntag den 1. Oktober, wird der bisher m Sonn- und Feiertagen verkehrende Kamptalzug 821 (ab Wien F. J.-B., 6 Uhr 45 Min., an GarS-Thürnau 8 Uhr SS Min.) und zurück Zug 332 (ab GarS-Tlinrnan 19 Uhr. an Wien F. J.-B. 22 Uhr 1l) Min.) aufgelassen. * Wichtig für SteuertrLger! Morgen, den 27, d., läuft die Frist ab, um rn Sine des neuen Steuerveremfachungsgesetzes die Erklärung abzageben, ob ein gegen 'eine Steuervorschreibungeingobrachter Rekurs aufrecht gehalten wird. Diese Erklärungen sind nur für -fm Rech.-«mittel (Rekurs) abzugeben, die bis M. .Zum l. eingebracht wurden. Später eingöbrachte de« dürfen dieser Erklärung nicht. Bei Nichtabgabe diezer schriftlich einznbringenden Erklänrng gilt der Rekurs als zurückgezogen. > , * DaS Gesetz Über die Wasserkraftabgabc. Jur Finanz. ausschuß d-:s Gcmemderates, der gestern die Vorlage Äer die Wasserkraftabgave za Ende beriet, wurde die Abgabe für den Stromverbrauch mit 4 Prozent, dagegen. für den Gasverbrauch nur:ni: 1,5 Prozent ^rgesetzr. / * Die Steuerftrafgefetze der Gemeinde. Der Magistrat macht darauf aufmerksam, dag das Gesetz, welches den Verzög:rungszu schlag für nick" rechtzeitig eingezahttc Landes- und Genreindeabgaben enn'ntzrr, am 1. Oktober 1922 .in Kraft tritt und aus alle an bietem Tage noch nicht geleisteten Rückstände «..4-n— «-*-• «- " beda : Aufnahme von ..^adai>a"-.Deamten tn die dalättinen. . . ranitätsdienst der pu«'äftlnen:ikchei« Rrgiernng ü erm-mmen. Der Uebertritt von: „Ha.>-rs:r"-M;oicas Unit rn ^rn Regürungshienst erfolgt am 15. September. (?,. C. A.« , * Jnslrrptionen. an den Wiener Hochschulen für das Studienjahr 1922—1923. Tie Einschreibungen der Studierenden an der Wiener llnirerfilät für das Wintersemester 1922—1923 begannen gestern. Tic Hnskriptionsfrist für Inländer währt bis 7. Oktober, für Ausländer vom 9. bis 14. Oktober. Än der Technischen Hochschule begineir die Inskriptionen Montag den 2. Oktober und Danen bis 16. Oktober. An der.Hochschule für Bodenkultur ist die 5>nskr:pt:onsfr:st vom 1. bis 14. Oktober festgesetzt. An der tterärzllichen Hochschule finden die Einschreibung m d.:r Stud:cr>.N'den für das Wintersemester in der Zeit vom Dcunerstag den 28. September bis 14. Oktober statt. Die Einschreibungen an der Akademie der bildenden Künste finden Monrag den un^ Dienstag den lg. Oktober statt. > * Das Winterhalbjahr an ium Wiener Volkshochschulen. An den D'mer V.'lk^b^ch'ckul.'u, rem Dtrekxinger Volksheim, 18.. Dez., Koslerprck 7. dem Lu volvstädtcr Volksheim, 2. Bez.,- Zirkusqass? 4?, dem Ltelkrt-ild i-igsiia»^ S. Bez., Stöbergasse Nr. In--15, und dem neu ge.-n indr .en Cunmeringer Volks» herm, 1t. Bez.. Gottschalkgane 2\, beginnt om 2. Oktober das neue Uinerr'rchtsja'ir mn mbirc ichen• 'Krrsen. Die Kurse werden täglich von 7 di r 9 Ü l a o > v. d § abgehalten. Der Mitgliedsbeitrag, der jährlich 6900 K. (zahlbar auch indrei Ra»en) l«lräg:, berecht:gt;t n ei:4c't l ichen Besuch aller Kurse in >>rn drei Vollshenncn .oder dem Volksosldnngöh^tts. Mrn^eroe n-.telien Personen taun auf liche Programme cryirltlich * Brreintekr hedrÄisr!» SchNkev. EmsckrLit.'mnrn t"r kS«k!ich« Kurie der hebräischen Schulen — o«p l für Erm^cksene wie auch für Kinder beidrrl«: Ge chlecdts — finden wie folgt! dl: a) für sie Stule II., Grrtze Mehrenarffe iSSL. an Sor.n'a"en von 9 d>s 12 Vtr vormütaok, an Mkch'nia-'rn vrn 5 bis?> Ahr abends öortkelbst; ») für S»e Schuren im XX. Dezstb im Scku!» lokale, XX.. Ottmareafie 46 iB'bebchuleX an Sonntagen non 9 bis 12 Uhr vormiUogs, an Wochentagen von S bis 8 U4r abends. Die Emschreituncen möaen rarchefiens bmgenvmmen morden, -a. der. Unierricht berei's begonnen bar. * Wohnungsvermittlung-strllc d.-r Hochfhu-e für Welthandel. Infolge der ungeheltren Wohnnngsnot in Wien ist es vielen Studenten, die zwecks-Fortsetzung-ihrer Studien nach Wien kommen, unmöglich, ein 'Ziinmer zu lewmmcn. Um diese Wohnungsnot einigermaßen zu mildenr, wendet sich die Wohnnngsvermittlungsstellc Hochschule für Welthandel (Wien, 19. Bezirk. Billrotstraste 39) .an alle Vermieter mit der Bitte, ihr eventuell freie Zimmer mit Angabe des Monci:özin'es bekattukzugeben. * Eine notleidende jüdische Speisehalke. Die Einheit, Verein zur Errichr-uug und Erhaltung von (BolksspeisehaUen, erläßt den folgenden Aufruf: Die Armen und der Atit:elstand unserer unglücklich«: Stadt sind durch die katastrophale Teuerung unerträglichen Entbehrungen preisgegeben. Vielen Hunderten sind unsere. Speisehallen seit ftinfzehn Jahren eine tägliche Stütze, denn sie sind ausschließlich ans unsere Anstalt an-- «ewiesen. Wir haben allen stets gutes und billiges Essen versorgt, viele haben wir unentgeltlich gespeist. Die furchtbare Teuerung aber hat auch unsere Anstalt in größte Bedrängnis gebracht und bat einen so großen Abgung verursacht, daß wzr Wegen des Bestandes unserer Speisehallen von größter Besorgnis erfüllt sind. Nur durch kräftige Unterstützung, die wir hiermit erbitten, vermögen wir unseren Betrieb aufrecht- -uerhaltem Es :st heilige ftidische Pflicht, sich der hungernden Nebenmenschen anznnehmen. Mögen an den heiligen Feiertagen jeder Mann und zede Frau der Urvglücklichen gedenken, denen es an-der notwendiM Nahrung fehlt und sie durch dir Tin» beit, Wien, 2. Mz.. Malzgasse -12, an den Festesfreuden tellneymen lassen * Ei« Millionendiebstahl in Baden. In dpr Nacht zum 12. d. wurde in Baden die Villa des russischen Emigranten Eugen Moltavsky, Germergasse 17, erbrochen und daraus Wertgmstände im beiläufigen Werte von 26 Millionen Kronen geleck: Darunter beftnden sich Wäsche, silbernes. Etzbesteck, eme rrne altrusftsche Platte, 1,96 Kilogramm schwer, die am kveisrunden Rande verteilt vier gleiche Wappen mit je. drei. Sternen im Wappenbilde aufweist,; jott)ie .eine große silberne Zuckerdose. Der Tat dringend verdächtig erscheien xzwer junge Burschen, der eine mittelgroß, mit hraunem. Modeanzug bei kleidet, solchem Ueberzieher und graugrünem' Hüt, der zweite gleichfalls mittelgroß mit dunklem Anzüg ohne KovibedeLüna. - MitteilmiM ans dem PiMklNv. , Allen, \rej wandten, Prexmdeh und Bekaonteu graluliercn.; zum Jahreswechsel Eduard Jain^el uad F£au; " "*1 r : yrllnn, 6tz8ka. - Hocherfreut > geben wir al’en Verwandten, Freutiden und Bekannten Nach.*; r:cht von der Geburt eines kräf ige;: Sohnes Juda Weinberger und Frau Magdeburg, Tisc-bler.krugs rasse 1 DTO® releplicn (W.l-23 Telephon (R) Knisbacher & Windsihauer, ' D,n'i?ajp'i'n tzr"tr?p Ejrpprt naflh allen Staaten c k 1*0 c 'm!*4 c . \) >— Best es Bett der Welt! RieMge: Wii, 1, Schotienrno 12 leliphOD 66-207 584 | GröBtts lager in ' SWrolit- M Kindtrbeltn I Bnonders lieslip Bigtltle tir Paläatlni-Bsisende I vei ü m ' c vti z o I 9. . * KosserausichNher auf .der Straßenbahn.. Wie berichtet,, wurden bor einigen Tagen in einen: Straßenbahnzua aus einem ^Karton, der Kleider enthielt, von Kofferausschlitzern Wertsachen im' Betrage von mehreren .Millionen gestohlen. Unter, dengestohlenen..Sachen befindet sich unter anderem mich ein nbües, inodern könfektioniettes Frauenkleid ' (Pörsoncngwße 168'Zentimeter) ans einfärbiger dunkelroter Seide mit hellgelber Seide. Der Brustlatz und der Gürtel, die Enden der Aermel sowie die Ensen der beiderseitigen Stolas sind ia".'"F'ir dieies Kft.d ist eine^«aut*Sch::nde.m ersaypslichtig. Auf die'ZüstMdebringung. dieses Kleides in. b.rauchbrre.n Zustand ist eine sofort zahlbare Belohnung von 200.000 Kronen: älisgejetzt nKft'AufichLUHg ^dch:-LStraflos:gkeit. Mitteilungen wollen an die Adresse: Frm: Jahnh, 10. Bez., Danipfgassc 7, gemacht werdest. - - - , * Falsche italienische IM Lire-Noten. Die Polizeibehörde gelangte iur Kenntnis,>aß in Wien falsche Noten zu 1000 Lire in Berteftc grseUt werden. Der'Verdacht, sie verbreitet zu lhwen, vicbtcic sich gegen -den ''3kjäk>rigen Mechaniker Marzello Ouajatti und seine Zlsährige Gattin Ging aus Sinji.iy Dalmatirn..-Das Ehepaar , wurde am 19. d. verhaftet und dem Landesgorftbi emgelirfert. * Wertekberich. In. Oesterreich herrsd)t vorwiegend trübes und N'gueriiches ziemlich kühles Wetter. In den südöstlichen Triien Oesterve'.cho sind gestern meist nur geringe,.in den wUtftchcu Teilen etw.iä stärkere Niederschläge gefallen. Die und da.gab es auch Gewitter. In den nördlich benachbarten Ländern ist es ebenf:!l? ziemlich kühl, die Bewölkung aber aerinaer. Boraus'aite: Me-st b-."völki, zeitweise Negcnspritzer oder Reg-ensch'uer, ziemlich'kühl. . »SrideireNe, Ckep« de Chine, Samle. Jacken und Niarle suller infolae Kleiber Regien am bll! gs'sn bei Kann Sc Fried. VI., Linke Wienzeile <0, im Kose. Bckreine, Vorträge irnÄ Versam«lnrigen. Hitachduih. N.. Glockeugrlle 30. Keule. 7 Uhr abends. MitqltedervrrlamMlung. Bericht über ötf Zahres^ouferenz: Referent P. Lwersky. Milgiied des A. K. — Wiens 6 ei-b f! b i f f r q u f..w i {f e n { chaftiicher Grün dl a g e. Aus dem Zubörerkreise bei den Vorlrögen von v'to L s'n g bilyele sich ein Am»lchuß zur Schaffung einer grobonqeiGenolleiftwast m. b. L? ualer dem Namen .Wiens Selkichilfe auf wisfenschastlicher Grundlage" m11 Anieilen. zu?0..nÖÖ fi’.Su dieser 6ßche findet keui». 7. Uhr abends, lm Sache stes Gerverbe-Dereines, h, Eschenbackpasse 1!. eine frei zugönLiliche BorMsprechuny slair,. die von ßerrn Otto ß a n g eingelsilet werden wird. , - U r n.n t a. teilte. 5 Uhr (Großer Saal): Indien. l/t6 Ilhr Klemer Saal) : Praf. Dr. Oswald R o s s i: Psychologie des UnbeMfPeu. H; '/.6 UJbv (K»rsfakl): Prnü Dr. Mckximil'an M o y e r< Fegpz GrlllpanerS We:k'. NJ. >/,s Uhr tKlubtea!>: Dr. 5lo!ef Z u! h: Eigslihrung in das Giiorre'nspie«. lV. '/,8 Uhr .Großer Saa'): Kon'.eit der BwIinolMosin Nora D u e Sd e r g uns des Alavtsrvteiuo:en Dr. Walsily B a r a n n w s k v. Va8 Uhr (Klemer bgol): Dr. Budols Aller s: Psychologie des Geschlechislebens. lV. '/,8 Ubr (Kurssaal): Aeg-.-Aat Zng. Josts ß.b w y: Grundlagen der Starkfirom-Llektrplechnik. lu. '/,8'.1lhr '(Klüb:aa!):' Dr. 3oses Z chi h: Deutscher Volksgelang zur 'Gligrre — Priv.-Dozent Dr. Julius B a u e r spricht morgen »/,8 Uhr >m Kleinen SaU über ,Die Bedeuiung Gregor. Mendels für die Vererbung«sekre'. Ernährung. .i—-~t. i Die LLberrsmittelMLrkte. ' " Dis Versorgung der Mörkte mst Lebknssniitein aller Art mar -gefieisN Mdrr weit über den Bedarf erfolgt Aut dem Naschmarkt rrg,en ländliche Produzenten mit großen Äft-ngen v.o.ck Pamveiirrn und Kerrenpilte" erichteneu. w daß-erst-re zlm,22 )0. 'bis'2M. lekleri gyr Um SkV6K.'pro'KuogrllmckbMallst werden' mubien. während Kerreupjlze iioch vor MntgemTagen dlivPSlt so viel kosteten. Auch einzelne O b.li s orten wurden infolge dtziznehmendeu Angebotes etwas billiger. 8 i e r find Ndch immer selten. Mreud Butter mehr 'M* j rrtL> zu haben ist. Sn der Großmarkthille zeigte fick dar gleiche Bild, wie an menten Togen der vergangenen Mochr:. großer Angebot und wenig Nachstage : ausgenommen find Fische, von denen besonders Karo en und We'ßfilche gesucht w?rden. F« auaeckeineik wir der Markiverkehr recht still. Mesenllichs Preisveränderungen find nicht zu verzeichnen. , . . Bühne und Kunst. Äaim««--TheLter. (Wedekiuds „Hidalla", Gastspiel Fritz Kortnefjtz „Wer immer strebend sich bemüht . *;/ Mt dieser Anerkennung will mckü HMnytlich üusdrMen, daß das Ergebnis der attgestmndten Mühe nicht gleichkam. Die ernste Regiearbeit Karlheinz Marti'nS ist.dein Werke-.so hür:b uns wenigstens, nicht sehr förderlich. Ein arges Mißverhältnis, wenn man diesen sachlichsten Wedekind in stilisierte Bühnenbilder stellt. Wozu schreibt der Dichter eigentlich genauest vor, wie die Bühne in jedem Akt auszüseheu' p.i!' wenn der Regisseuer zum Exempel aus dem „möblierter Studentenzimmer" einen magisch beleuchteten, rafsiniert ge> spensterhaften Raum für spiritistische Sitzungen macht? Hat ein Spielleiter das Recht, die Schauspieler derart auf seine Intentionen „einzustellen" (um das Wort „dressieren" zu vermeiden), wenn er L>ie Vorschriften des Dichters einfach verwirft? Nimmt man dieser dramatisierten, leidenschafte lichen Tendenzrede gegen den „Feudalismus der Liebe" nichk jede Wahrscheinlichkeit, wenn man sie in höchst unlvahr^ fcheinlichen Raume sprechen läßt? Fritz Kortner ist ein fanatischer, inbrünstiger Apostel. Aber jene Seelenzartheit, jene überirdische Milde fehlt, welche die körperliche Häßlichkeit des Helden zur Schönheit verklären muß. Man wird zu sehr an Kortners Richard den Dritten erinnert, der, nachdem er durch ein Meer von Blut gewatet, sich zur Abwechs-f lung in ern-r Mätyrerrolle zu gefallen scheint. Manches gelang außerordentlich. Vor allen: der dritte Akt und dis Szene mit dem Zirkusdirektor, den Karl' Forest vollendet spielte. Glaubwürdig Paula Janower und sehr tüchtig Gustav A. Kenne. Aber er gab nur den pfissigen, betriebsamen Plusmacher mit der schmierigen Schnauze. Die männliche Bestie, die das weibliche Opftr mit den Worten: „Ein lebender Schurke ist Ihrer Gesundheit zuträglicher als der größte tote Prophet" in, die Knie ^drückt, dlieb er den ganzen Abend schuldig. Sonst gab es keine erfreuliche Leistung. - . O. A. ANS den Thewter». Im Bnrgtheater gelangt morgen Mttwoch daS mythische Gedicht „Kain" von Anton Wildgans zur Ans-"' führnng. Cs wirken mit Frau Bleibtreu und die Herren Dane./ egg'er, Georg Reimers und..Philipp' Zeska. Anfang.^..Uh>v ' Mell, Murhammer und Seildler, den Herren Huber, Heller, Kramer, Pranger und Romberg. Anfang 7 11'hr. In den Kammerspielen findet morgen Mittwoch im Rahmen der Nachtvorstellung'die Premiere des dreiaktigen Schwankes „Du wirst nicht der erste sein" („T'auras pas safleur") v-n Mouezy-Eon und Henri Bataille, deutsch von Robert Blnm, statt. In den Hauptrollen sind die Damen Magda Garden, Lola Nvban-Kneidinaer, Charlotte Franderich, Ldepha Warrent, Grete Pauly und die Herren Hans Lacknrr, Oskar 'Huactmann^ Karl Urban, Nikolaus Lovvie, Jens Friedrich und Julius Haller beschäftigt. Regie Julius Haltrr. Beginn 10 Uhr. ' 1 Im Deutschen Volkstheater wird Alexander Moissi nur noch an drei Abenden spielen. Heute und Donners-1 tag gelangt Tolstois Drama „Und das Licht scheinet, in der Finsternis" mit dem Künstler als Sarhnzcw und Lina Lossen als Maria Jwanowna zur Wiederholung.; ' Im Carl-Theater findet Freitag' die 250. Aufführnna der Kalmanschen Operette „Die Bajadere" mit' den Damen Else Keebhann als Gast, Mimi Vesely und den Herren Ernst.Taut en h a y n, Otto Storm, Eugen Strehn als Gäste statt. — Sonntag nachmittags wird bei ermäßigten Preisen, neu e!nstü>tert d:e Leo Fallsche Operette „Die ge« s ch i c d e n c F r a u" anfgeführt. Jrw i.'Johann Strauß-Theater' wird. Karl B a ch m a n n,,. der nach einer mehrmonatigen Gastspielr.nse zurückkehrt, eine der'Hauptpartien :n der OpeMte. „Ter Vetter aus Dingsda" singen und die Inszenierung dieser Novität besorgen. -In: R ck:mnn d- Th e a t er' gelangk täglich Frau! Wodekmds Schauspiel -„Dck e Moral d c r S ch ö n h e i'" („Hidalla") mit Fr'Ih° Kortner alS" Karl Hetmann znr' Aust führnng. Nur Mi'iwock wird das Volksstück von Hans, SatzmaNtt „Der Rebell" gegeben. — Sonntag den 1. und' Montag den 2. Oktober findet das Doppelaastjplel Frau Johann.: Terwin-Moissi nnd Alexander Moissi in der Alftaosiragödie „N j u" statt. Beide Künstler gastieren nur an bii’irit' Heiden Abenden im Raimund-Theater. Alexander Moissi da: diese Roll' in Wie:: noch nicht verkörpert und sind dies die letzten Abende seines Wiener Gastspiels. ,, Max Reiühardts Wiener Absichten. In einer Unterredung mit den Vertretern der Presse, die Professor Max Reinhardt zu" sich lud, teilte er der Oeffentlichk-eit seine Wiciicr künstlerischen Pläne..mit. Der -Redoutensaal eignet sich nach seiner Meiming ebenso, als SchauspieHaüs wie für musikalische' Darbietungen. Naturgemäß müsse, man chie große' klassischL Dra-' gödie- und vielleicht auch das moderne Problemstück in diesen: . Raume und aus dieser Bühne ausschalten, weil die Einrichtungen eines normalen. Theaters fehlen und-dev Spielplan der pr'.ul!'-' vollen und.charakteristischen AuSstüttltng des.-Süales' aikzn'püjscn sei. Er sei überzeugt,.daß die nächste Premiere, '/ein-,MödexneS französisches Stück, in' den"' historischen Prachtränm ' durchaus püsstfl5wck:de^.^tetvGastbei!imch^ ,'hüß? sich.deviSadl HerrenoDtfOamsn aatie iir. 2 73

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.