Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1299 (21.9.1922)
- Date
- 1922-09-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Teile 2 Wie«, Donnerstag Unter dieser Voraussetzung beschloß bereits der erste Baseler Kongreß, die Bank zu gründen. 'Die praktische Durchführung wurde dein Aktionskomitee überlasstu. Diese Aufgabe war aber keineswegs leicht zu losen. Einerseits drängte Herzl zur Eile und erwartete tehnsüchüg die Aktionsfähigkeit der Bank, weil er mit -einem fertigen Finanzinstnunent vor den Sultan und Uc Mächte hintreten wollte, um über den Erwerb Palästinas zu verhandeln. Hatte er doch schon im „Judenkiaatt" den Gedanken der Sanierttng der türkischen Finanzen durch die Juden, als Kompensation für einen Eha:te>' in Palästina, ausgesprochen. Andererseits stellten sich schier unüberwindliche Schwierigkeiten ein. Es ist sehr Merkwürdig — für die nichtjüdische Außenwelt bleibt eS unverständlich —, daß das jüdische Volk, das einen so großen Prozentsatz der Finanz- und Bankleute stellt, auf Hintcrnisse stößt, sobald es sich darum handelt, eine kleine indisch-' Bank zu gründen, die der Idee der Befreiung der Inden ans der Knechtschaft der Verbannung dienen sollte. Der Grund ist in dein Umstand zu suchen, daß die großen jüdischen Finanzlente und Bankiers alle möglichen Geschäfte zu übernehmen bereit waren, nur keine jüdij ch e n. Gott bewahre, nur keine jüdische Bank! Sie vatcten die zerrütteten Finanzen Chinas, sie versorgten das Rußland der Pogrome mit Geld, aber für Valästrna waren sie nicht zu haben. „Ja, warum denn Palästina? Es klingt doch zu Misch," fragte einmal einer dieser Herren. So dachten die übrigen. In diesen Bemühungen um die Bankgründung nnterkküyu- Herzl David W o l f f s o h n aus Köln. Als Kaufmann ersten Ranges bildete er nn März 1898 gemeinsam mit Dr. B öden Heime r und Dr. Schauer ein provisorisches Komitee, das die Vorarbeiten auszuführen hatte. Das Komitee hatte mit schier unüberwindlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die jüdischen Finanzlente erhoben, wie bereits gesagt, verschiedene Bedenken. Die beiden -roßen jüdischen Gesellschaften, die von ihren edlen Gründern zu weit höhererr Zwecken bestimmt waren, als zu dem, was sie unter der Leitung ihrer Nachfolger geworden sind, die Alliance I s r a e l i t e Universelle und die Jca suchten sich unter allerlei Vorwänden von der Mitarbeit zu befreien. Endlich versprachen sie, sich zu beteiligen — man sprach von einer Sunime von 10 Millionen Pfund —, wenn greifbare Erfolge vorhanden sein werden. Der P a r i s e r R o t h s ch i l d verweigerte seine Ilnterstünnng. weil man br: Sache als „eine Form der goldenen Internationale" betrachten könnte. Im übrigen shlnpathrsierte er mit der Bankgründung. Als man in Londoner jüdischen Kreisen die Sprengung der Bank versuchte, verhinderte es. Dem Frankfurter Rothschild war die Sache n i ch t s r o m m g e n u g. Wieder andere Finanzlente sträubten sich gegen den Namen „Jüdische N a t i o n a l b a n k". Im besten Falle versprachen sie. wie Poliakow, nichtofsizielle Hilfe. Von den Geldmagnaten, von jenen Männern, die, sart und zufrieden, sich urn ihr Judentum nicht viel kümmerten, nn Stiche gelassen, bl:b den Kämpfern um die .Volkssache kein anderer Weg übrig, als sich an das V o l k z n wenden. All jene ormen, hungrigen und geplagten Juden erging der Ruf. das Instrument der Befreiung sich selbst zll ballen. Bei ollen diesen Arbeiten u at Wolffsohn unermüdlich lang. Ihm zur Seite stand der bekalrnte Haager Finanzmonn Jakobus Kann. Nach langen itnb schwierigen Verhandlungen gelang es endlich, im Dezember 1898 in London die Bank offiziell zu gründen, mit den Vorbereimngsarbeiien zur Registrierung zu beginnen l'.nd einen steb-'nuliedrigen Verwalinngsrat eiuzusetzen. In dieser Bantromsteesihnng begann ocr. Kampf unl den Romen der Institution. öwzl erklärte kategorisch: „Ich g.'öe meine Zustimmung zu einem anderen Namen nicht." Wolffsohn verhaft der Herzlichen Meinung zum Siege. lim diese Zeit begannen sich die ersten Meinungsverschiedenlnitcn unter den Arbeitern für die Bank ein- :'.stellen. H e r z l, der darauf wartete, um „jede wahrnehmbare Gelegenheit zu benützen, um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Sache vorwärts zu brina?tl". wurde ungeduldig und verlangte die Eröffnung der Bank. K .i l: n und Wolf,ssoh n trollten erst nach gründlicher Vorbereitung beginnen. Zunächst galt cs aber, mit btt Subskription seröffn u n g den Anfang zu machen. Hier stellten sich die großen Hindernisse ein. Es war keine größere Bank zll flndel«, die bereit gewesen wäre, die Rolle einer Subskripuonsstelle zu übernehmen. In dieser Not fand sich> — wie so osj — der Helfer in der Person des bekannten Zionisteufreundes, des Großherzogs Friedrich v o n B a d e n. Dieser Fürst der Herzl manche verschlossene Dur öffnete, war auch jetz* bereit, zu helfen. Herzl, Wolfssahn und Kann trafen in Karlsruhe ein und Herzl erhielt bork dem Großherzog einen Brief, irr dem ihm der Fürst für di' ausführliche und vertrauensvolle Darlegung des -'roßen Planes dankt und die Hoffnung ausspricht, daß die Deutsche Bank in Berlin die.Sache unters-ügen wirk. Abet hier geschah etwas für die Außenstehenden Merkwürdiges. Das Wort des Fürsten, das dem Zionistenführer öfter die diplomatischen Verhandlungen erleichterte, das ihm den Weg zu dem deutschen Kaiser ebnete und in Konstantinopel Unterstützung verlieh, vermochte nicht einen der jüdischen Mitoirektoren der Deutschen Bank zu überzeuget.. Als nämlich Wclfffohn und Kann in Berlin nrit dem Schreiben de- Großhcrzcgs erschienen, da versprach ihnen de, Direktor der Deutschen Bank, Siemeutf, für die A»r<,Aegr.nhüt beim Aussichtsrat einzu- Dass darauf kam das Abl: du unqs schrei- Wiener Morge»zeit««g. b e n, und zwar aus V e e a n k - s s» n g eines jüdischen Direkt o r k. Endlich gelang cs. eine SubskriptionSstelle ausfindig zu machen. Der Schasshauserische. Bank ve rein erklärte sich bereit, die Verwaltung der Depotgelder zu übernehmen. Inzwischen fand im März 1899 die formelle Gründung der Bank statt. The Jewish Colonial Trust Ltd. hat zum Zweck, „durch.Konzentrierung und kommerzielle Vereinignng von vorzrlgsweise jüdischem Kapital und jüdischer Industrie in den zu kolonisierenden Ländern Syrien und Palästina die Erreichung des Endzieles des Zionismus zu fördern". Das nominelle Kapital sollte eine Million Pfund betragen. Die Aktionsfähigkeit erreicht die Bank nach Einzahlung von 250 0C0 Pfund. Damit aber die Zionistische Organisation ihren Einfluß aus die Bank nicht verlieren soll, wurden 100 Grunderaktien dem Aufsichtsrat (immer das Aktionskomitee) übergeben. Diese Aktien haben aber weder Anteil an der Dividende noch Stimmrecht an ihrer Festsetzung. Die Zeichnung der Aktien begami. Trotz unermüdlicher Tätigkeit aller zionistischen Gruppen gingen die Zahlungen nur spärlich ein. Tank der Opfetsreudigkcit Wolffsohns gelang cs, diese schlimmen Monate ohne Schulden durchzuhalten. Im Oktober 1901 sprach eine Boardsitzung die Zlktionssähigkeit der Bank ans. Trotzdem nahmen die Schwierigkeiten kein 'Ende. Zugleich wuchs di« Spannung zwischen den leitenden Personen. Namentlich war es die Gegnerschaft zwischen Herzl und Kann, die auf, Meinungsverschiedenheiten in bezug auf die Leitung der Bank bestand. Wolffsohn, der die Meinung Kanus meist teilte und die Bank nur fachmännisch geleitet wissen wollte, versuchte eine Zeitlang zu vermitteln. Als aber Kann seine Mitarbeit kündigte, da entschloß sich auch er, zurückzutreten. Er schrieb an Herzl: „Raten kann ich jetzt nicht mehr. Ich kenne Sie zu gut und weiß, daß Sie meinen Rat nicht befolgen werden. Mein innigster Wunsch ist, daß es Ihnen gelingen möge, sich aus dieser Affäre, ohne viel Schaden zu leiden, herauszuziehen. Mich aber lassen Sie jetzt, als treu ergebener Freund, gehen, damit ich außer den schönen Hoffnungen nicht auch Ihre Freundschaft und Zuneigung verlieren muß. Es ist für mich als Zionist der erste trübe, hoffnungslose Tag, gebe Gott, daß ich Unrecht behalte." Herzl antwortete schroff, fast abweisend: „Sie suchen doch wohl kerne Ausrede, um mich zu verlassen? Sind Sie müde, wie mancher andere, dann überlaffen Sie es mir, eine schöne, repräsenkable Ausrede für Sie zu finden, die sich vor den Leuten sehen lassen kann, sonst blamieren Sie sich. Aber Sie. blamieren, auch mich, weil ich so lange an Sie geglaubt und Sie in.das Innere meines Herzens habe blicken lassen." Zwei Tage rang Wolffsohn mit sich. Die Freundschaft zu Herzl siegte. Er blieb auf dem Posten. Ergeben schrieb er an den Führer: „Freiwillig werde ich den Zionismus und Sie niemals verlassen. Ich glaube an den Zionismus und an Sie (denn stütz Sie halte ich für den Führer), wie nur ein Gläubiger mit allen Fasern , seines Herzens an sein Höchstes glauben kann. Ich bin nach wie vor bereit, jeden Berg mit Ihnen und auf Ihren Wunsch auch allein zu besteigen." So blieb Wolffsohn, dem neben Kann und C owen in London das Verdienst zukommt, die Bank ins Leben gerufen zu haben, dem I. C. T. erhalten. Viel konnte die Äolonialbank aus Mangel an Mitteln nicht leisten. Im Laufe der Jahre hatte sie sich entwickelt und heute ist sie berufen, beim Ausbau unseres Landes eine bedeutende Rolle zu spielen. Ein langer und mühseliger Weg mußte zurückgelegt werden. Trotzdem verzweifelten die Männer, die an der Spitze der Bank standen, nicht. Sie glaubten an die Institution, die sich auf die breiten Massen des jüdischen Volkes stützt und nicht ein Werk einzelner ist. Sie glaubten mit dem Gründer der Kolonialbank Wolffsohn, daß „die Idee des jüdischen Staates zu groß, zu erhaben ist, als daß sie von einem einzelnen getragen werde. Wird sie aber von der großen Gesamtheit getragen, so wird und muß sie gelingen." Zürich. Bernhard Weinert. Der Völkerbund und Sowjetrutzland. Eine Resolution für Georgien. — Ostgallizieri. — HeipiMten für die Armenier. Gens. 20. September. (Schweizerische Dep.-Ag.) Tie sechs»' Kommission hielt hnne unter dem Vorsitze Londons eine arbeitsreiche Sitzung ab.. De Brouckere (Belgien) begründete seinen Antrag, die Versammlung möge den Rat einlader., mit Aufmerksamkeit die Ereignisse in Gergien zu verfolgen, das gegen den Willen seiner Bevölkerung besetzt worden sei. Die Alliierten mögen die sich bietende Gelegenheit ergreifen, uni zur Rückkehr der normalen Situation in diesem La. de beizutragen. Redner führte aus, Georgien sei ein demokrausches Land, das ein verfassungsmäßiges Parlament und ein: rechtmäßige Regierung 'besitze und von den alliierten Mächten de jure anerkannt worden sei. Die neuen Herren des unyücklichen Landes, die '-die Regierungsgewalt usurpiert, hätten 12.000 Menschen ins Gefängnis geworfen und das ganze Land einem schrecklichen Terror ausgeliefert. Die Genueser Konferenz habe bereits von der russischen Sowjetrepublik die Rückberusirng der bolschewikrschen Truppen aus Georgien gefordert. Fisher erklärte, der Völkerbund könne nicht zu einer politischen Aktion aufgefordert werden, deren Durchführung materielle, militärische und politische Mittel erfordere, über die er nicht verfüge. Die britische Regierung möchte sich darauf beschränken, den Bölkevbundrat zu beauftragen, die Wohlfahrt des georgischen Volkes im Auge zu behalten. .. Lord Robert Cecil schloß sich der Ansicht Fishers cm und gab der Meinung Zlusdrnck, daß die Resolution in der vor- 21. September 1-22 Rr. gelegten Form eine Herausforderung an die russische Sowjetrepublik darstelle. Auch sei es gefährlich, im georgischen Volk die falsche Hoffnung zu erwecken, daß ihm der Völkerbund eine tatkräftige Hilfe leisten werde. Cecil legte zwei Amendements vor, von denen das erste insbesondere die llnterdrückung de8 Passus verlangt, wonach Georgien überfallen und besetzt worden sei. Ein finnischer Delegierter unierstützte die Ansicht De Bronckercs,.während As kennst) gegen den Antrag Stellung nahm und keine Verurteilung des öolschewikischen Imperialismus beantragte. x De Brouckere reslektiene aus diese Ausführungen und verlangte, der Völkerbund möge ein Minimum von Kühnbei: an den Tag legen, um denl unglücklichen Volke wenigstens moralische Unterstützung zn gewähren. Vnndesrat Motta unterstützte entschieden den Antrag Bronckercs, verlangte aber, daß in der Resolution ausorücklici» bemerkt werde, daß die Hilfeleistung nur mit friedlichen Mitteln geschehen könne. Branting sprach sich für den Standpunkt Motta-"- nn* und sagte, er würde es lebhaft bedauern, wenn es der Völkerbund nicht einmal wagen würde, zu erklären, daß Georgien überfallen und besetzt worden sei. Cecil hielt nichtsdestoweniger an seinem Standpunkt fest und wurde von den großbruannischen Delegierten unterstütz', worauf Brouckere seinen ursprünglichen Antrag aufgab 'und einen neuen abgeänderten unterbreitete, der schließlich einstimmig angenommen wurde. Er lautet: Die Völkerbund- Versammlung, die die gegenwänige Lage Georgiens einer Erwägung unterzogen hat, lädt den Rat ein, die Ereignisse in diesem Weltteil mit Aufmerksamkeit zu verfolgen, um bei Gelegenheit mit friedlichen Mitteln und gemäß den Regeln des Völkerrechtes zur Wiederkehr normaler Verhältnisse in diesem Lande beizutragen. Der zweite Berhandlungsgegenstand war der Antrag des kanadischen Delegierten Fielding, der Rat möge die Aufmerksamkeit der alliierten und cissozrierten Großmächte ans die Opportunität lenken, die juristische Lage O st g a l iziens m der nächsten Zeit zu regeln. Askenasy erklärte, die polnische Regierung werde Ostgalizien Autonomie gewähren^ Sie sei bereit, einen diesbezüglichen Vorschlag den aUiicr.en Großmächten zu unterbreiten. Er unterstütze daher den auch nach seiner Meinung durchaus wohlgemeinten Antrag FieLdings, der in der Kommission in Abwesenheit d-s Antragstellers von Lapointe vertreten worden war. Die Kommisiion nahm den Antrag an. Als letzter Punkt stand aus oer Tagesordnung ein Antrag Cenis, der die Versammlung enllädt, den Rat zu beauftragen, alle geeigneten Maßnahmen ru ergreifen, um beim Fr»cdensschluß mit Ser Türkei die Schaffung einer nationalen Heimstatt!: jür die Armenier zn sichern. Dieser Antrag wir bereits der ersten und der zwcüett Versammlung Vorgelegen. Rotta beantragte gewisse Abänd-crungen, denen sich Fisher und Cecil anschlossen, worauf der Antrag ebenfalls einmütig zur Annahme gelangte. Das PetitivU-recht der MaNdatrgebietsVölker. Genf, 20. September. (Schweiz. Dep.-Ag.) In der hetttigeti Aollsitzrrng der B öl ft rbundv ersa nliiilung wurde die - Anregung Tr. Nansens betrefferid eine Intervention in Klcinäs' en auf Vorschlag der Prüfungstomntission auf die Tagesordnung gesetzt und der sechstett Konunission zur Beratung zugewiesen. Der V.rlveter von.Haiti sprach über gewisse Zustände in Südwestasrrka und kritisierte das Petitionsrecht der Bevölkerung aon Gebieten, die unter einem Mandat stehen.' Er wies darauf hin, daß die Petitionen und Beschwerde» nur durch die Vermittlung der M a n d a t s ni a ch t an die Kommission gclangen können. Dies sei eine falsche Maßnahme, die eim gewollte oder ungewollte Verzögerung in sich schließe. Redner wünsche, daß die Bevölkerungen das Recht habet» stllten, sich auch direkt an die Oberste Instanz zu w-nden. N a n s c n gab.als Berichterstatter über die Mauixrtsftage Aufklärungen über die Arbeit in den Kommissionen. Lord Robert Eecil setzte sich vor allem mit dem Prtitionsrecht auseinander, das sehr heikel seü Er schlug vor, daß die stät'dige Rtandatskommission auch d i re k t Pc titionen und Beschwerden entgegennehmen, sie aber erst dann behandeln solle, -wenn der betrefferrde Mandatar seine Ansicht dazu ocäußert habe. Oesterreich. Der Sa«ierrengsplan des Völkerbundes. Genf, 20. September. (Tel.-Komp.) Ueber die gestrigen B-schlüfft d'.s Füns.rkei'.'.'es in dee oslerreichischen Frage erfährt der Sonderberichterstatter der Telegraphen-Kotnpagnie aus volltonunen zuverlässiger Quelle, daß es sich um folgenden Plan handelt, der den Regieruttgert Frankreich-:, Englands, Italiens und der Tschecho-Slowakei unO": breitet werden ist Es scli ein Kreo.t von 520 Millionen Goldkronen im Laufe *boit 3 Jahren gewährt werden, für den Oesterreich als Pfänder die Z ölte und das T a - b a k m o n o v c l hinzugeben habe. Die Kontrollmast nahmen sind so eingerichtet worden, daß die österreichisch,' Souveränität in küner Weise bec-nwächtigt wird. Die ganze Kontrolle soll so sparsam und so einfach als möglich geharrdhabt werden. Es wird lediglich ein Oberkomtnissär des Völkerbundes, wahrscheinlich ein Engländer, seinen Sitz in Wien nehmen, um dort die Berwenditng der Kredite und die Verwaltung der Pfänder zu beanssichtigeu. Ihin zttr Seite wird eine Garantiekommission aus den Garaitüestaatsn steherr, die aber keinen stä»t>diaen Sitz in Wien haben.