Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1298 (20.9.1922)
- Date
- 1922-09-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- i^4V‘ir^ , Y W!S|»S.' “i^p v ,” f%\, JT^K^ H ™*vi Tfvir.'y»V M _. ./•;•—- / vcuc 9 Men/MlMyoy SDLener Moraenzeitung. 20. September 1S2Z Nr. lfros - ---:-:-;-;-:-— -1-* ——---:------------ -■ - _i_ Zll schließen. Kindern ist der Eintritt in alle diese Sammlungen nur in Begleitung Erwachsener gestattet. * Erhöh»»« -er Dierpreifr. Die unansgesehie Steigerung her Preise aller Bedarfra>1ik-l, der gesamten Reatekosien. der Löhne und Geholte, von welcher alt 'olcie der Geldentwert mq sowohl d e Brauereien als auch dtt Gastwirte stark n MUleidenschait gezoyrn werden, h,» zur Folge, daß die AuslLankpre,se für Fafibier eb heu'e fot end rmasten neu reguliert «rerd-n wußte»: */, Liter Abzuabier 2?0ft */l0 Oiter 1400$, V, Liker Laa<wbier 2600 &... */t# Liter 17’rOjR.. V, L ter Doppelmat,bier ,3200 K.. V,# Liter 2C00 fl.. Die Verkaufspreise filr Flaschenbier betrioen: Abzugb'er 235O K., Lagerbier l-LOO K.. Dopvelmalzbier S5OO K. Für Konrertlokale und Betriebe, welche der Nahrung?» und Genußmittelabgat e unterliegen, ist «in Zuschlag bis zu 30°, gestattet. * Ehr»«a S»overs durch sie Wie»er UniversiiSl. D«s Rektorat der Wiener Universität teilt folgend»- mit Zur da"-rnden Gr'nnsrunq an Amerikas groß«, Kilfsweik für die Bewohner Oe^erreicks, in besondere ffit Wien unv die Mitglied r der Äi«ner KvchichuXn, bat -er akademische Seoft -er B'ien-r Universität den an d»r Wre»er Universitätssternwart, entdeckten Planeten $32' nach dem Organisator deles Killsmerkes »Kovvetta* benannt, was von Mr. Loover ntit Dank angenommen wurde. * Das SaUitSlSWesrn in Valätti»». Deck von der K"dosloh Deröffen Nickten Tätigkeitsbericht vomMaiiöLt his^'pril 1922 sind b-?.üplich der von der Kodosiah erteilten medizinischen .6i>fe folgende Zahlen .ui entne! m n : Don neuen Patienten wurden'in den Spitälern ausgenommen 5458. Monatsdurchschnitt 453. in den Kliniken 88. "30i Monotsdurchsch-sit 7352. Gesamibesuctz der Kliniken 48t..»»33, Monztsduräiichkutt 40 128, Leimbe'uche 40 244, Monatsdurchschnitt 1187, Laboratoriumsuntersuchunaen 55.948, Monat«durchschnitt47^5. Dies, Zahlen geben dos beste Bild über die Täli'keit der Kodassah, .die n'cht nur den Juden, svnd-'M. wie der Bericht hervorheb'.. auch einer «roßen Anzahl von Arabern, namentlich'in Sofed, Tiderias und Kedron zuteil wird. * L»stver»ehr i» Oesterreich. D'e Iunbers-Werße in Dessau, r»e einen L-Itver^ebr zw» chen Wien und Deutschland einzvrichten im begriffe sind, knienden reute eine Cufilimcuiine nach ^W eri, um den Behörden und ionlügen an der Luftfahrt inter. esfierien Faktoren Gelegenheit zu gebm, diese neuei en Verkehrsflug-euge'kennen zu lernen. .Das Flugzeug wird - ge e» N Ildr vormittags auf dem Flugplatz Aspern erntreffen und daselbst einige Fliege unternehmen. . * Wenn ich solche zehn Leute hatte... «In einer großen -Jnkmgemeinde war es, daß der Karrtor sich darüher> beklagte, das? er nicht mehr loben könne, weil die Teuerung ins Ungenrcs'enk gestiegen ist. Wie kommt das, fragt ihn einer seiner Anhänger, ist doch ihr Präsident bekanntlich so reich, daß er allein imstande wäre, zehn Kantoren zu erhalten. Gewiß, Sie .hab-m recht antwortete der Kantor, hätte ich zehn solche „Balebctini'- wie mein Präsident, dann könnte ich auch großartig leben. Da' ist also der Herr Präsident doch ein großer Kavalier? Ja wohl, gah der Kantor zurück, jeden Purim und Jom Kipur schickt c: mit je 20 Kronen heutiger Valuta. Wie könnten Sie dann leben, wenn zehn Sie solche'Anhänger in der Gemeinde ° hätten? Gerade deshalb, meinte'der Kantor, gerade deshalb wäre es gut, wenn ich bloß zehn solcher Balebatim hätte,'aber lecher habe ich viele hundert Mitglieder in der Gemeinde, die genau so freigiebig sind wie mein Herr Präsident es ist. * Eine hebräische; Volksschule irr Czernowitz. Wie der hebräische Landesschulverein Safcchiwrkcch verlautbart, wurde demselben vom Generaldirektorate für Unterricht die Bewilligung zur Eröffnung einer Volksschule mit hebräischer Unterrichtssprache und die vorläufige Unterbringung derselben iw Schulgebäude des jüdischen Staatsgymnasi-ums erteilt Die Höchstzahl für die a-ufzunehmenden Schulkinder der ersten Klasse beträgt für heuer vierzig. * Das Bukarester Elektrizitätswerk niedergebrannt. AuS Bukarestwtrd gemeldet: Das städtische Elektrizitätswerk ist 'ue'ccrgetrennt. Der Sachschade ist bedeutend. Ein Teil der Stadt bt'ieibt längere Zeit ohne Beleuchtung. * Vevlorensr Nelfepatz. Gabriel Schwarz bat femen türksichi'n Reiftvatz v»r'oten. Zinder können denselben »m Ehoruzheim (Roßaner-Kalerne) gegen Belohnung' deponiere». * Der Der ei» ISdilche K indersreunde veronsta'tet onlä'"l'ck d^r hoben eierta^e die'es Jahres in den Bäumen feiner Keimstäi'e, ll., Obere Donoujtrai-e 81, emen Gottesdienst (Mmfan) Das Beinert r S gn i s fließt zur, Gänze der Lrhattuna feiner sieben Kinderheime und Gärten zu. Karten sind in der Selcherei i e n e a" erhältlich. — In den sirimstätten der ILd'schen Kinderfreunde. II.. Obere Dovaustraßr 9t. 1l-, Piater. ,Zur Sennerin-, vi., Amerling, tiraße 19, IX., Grüne Torgasfe 7 (Madchensäute> X.. »a en-. passe 7, XVI., Wurliherqasse 1l. werden ob Montag den 25. d. in der Ze't von 3 bis» Utjr «ackm ttaas (Prater von b d», 7 Ihr Neue nitretbirnqen von Kindern Knaben und Mädchen) im Alter von 3 bis IS Jahre» vorLeno««ten. * Dom hebrAifchen Pr»ag«st»m. Am IS.. 17. und 18. Oktober finden ' ufna msprüfungen, am 19. und 20. Oklober Schiutzprüsungen statl. Anmeldungen für beide dis Ende Seplemder. — Zn de» jüdischen Schulen Bulgariens ist eine Anzahl Siel en für drbr. Lehrer und Gnbersorinerinne» frei. Münblictte . Amneidunqrn i« S«kretar'at des Päd«ß0gium-, 1l/, Obere 5 onaufiraße 91. U. Stiege, II. Hloch. Sprechstunden täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags außer Samstag. * Der Derein Ttkwalh Setz«»» hat leine Vereins« tätigkeit durch em» Sammlung von bisher 700.000 K. für die Pflegekinder der ^Zukun.t' wieder eröffnet. D»e Dereinsadenbe finden regelmäßig im Keim. VUI., DennopiSh 1» statt. Äeute am V,8 Uhr Dorirag von Profeffor Stein «brr Beer Loffmann. * Z»lernatio»al« L,chjch«l»«»f,. Programm für beule: 9 bis 10 Uhr, Unwetsität. Kleiner Festj-aal: Prof. Baris ch: Die vfterreichische Rechts,ntwicklun, tm Vergleiche ckrt ander,» Rechten. — 11 bis 1 Uhr. UnioersttSt. Kleiner siejtsoat : Pros. L a st I r: Oesterreichs Anteil an der beuttche» Literatur der neuen Zeih — 10 dis 12 Uhr, Lochschule für Welthandel: Prof. Gr Unwat b: Die Gnendzüge der Finqn». poli ik der neuen Staaten. — 2 di» 4 Uhr» Kochschult fit Welthandel : Prot. Brunner: kangu*g« Courte. — 4 dis 6 Uhr. Mu , ikhistv r i f ch e r S n stiru t der Universität : Prof. Adler: Naiionalmmu» 1». der Wuftk. — s Uhr 20 Min.. U 'versität. Kleiner estsa^l: K. ft \ »er: Local Government ,»! <-» 19'4. — Außerdem findet noch morgen, den St. d.. um 6 Ui:r 20 Mln. abends im K'emen Festsaale der Un'versttät so.ger-drr Vortrag' statt Mr. Z. Eompion edtanvves.sr K mj■'■■■■non Office); 0« Logtisb üducatioK. ,Eintritt frei, ohne Äarte.r. * Vereinigte hebräische Schule». Eintckreibun"en für sämtliche'Kurse d,r bebräischen.Schulen — son-olil für Erwac» lene wie auch für Kinder beiderlei Ke'ckl-cht« — finden wie folgt statt: a), für d>e Schule IT., Große Mohrengosss 46'22,^ an Svlwtzmn von 9 b's 12 Uhr vormitlans, gst Wochrrtagen von 5 dis 8 Ubr abends : b) für de Spulen im XX. Bezirke im Schul>oka1e. , XX., Othmargafse 46 (B'bei'chule), an Sonntaien.von 9. bis 1s Uhr pormitlaas. an W^cheniayen von 5 bis 8 avends. Die Einfsreidungen möaen ia chefienr vorgenommen rrerd.en, da der Unterri:- t bereits begonnen Hai. * Verstattung eines Wühlenbrsitzers. Der 4rjäbrige Ferdinand B-'ß. Besitzer der „Riedmühtem Karlstei», hat am 1". v. M. dem MehlbLndler Friedrich Glah. l>.. Obere Donousirabe 29, einen L'agaon Mehl verkault und sich bat. r neun Millionen Kronen als Angabe ausde ahleri lassen. Nachträglich stellte sr''heraus, daß B^-ntz o« fvit 20. Aul,!. F. entmündigt und leither somit isickt ei'enderecht'gi wer. ror aber auch zur Z.üt des G schäfksadkchlusses nur ein aeringes Quantum Mehl mehr' vvrband n. Be>tz wurde nun im Koiel „Minerva" ,n der Schlagtkgassr verh.stet und grstein dem Lande-oerich'e » na> liefert. > * Eine Betrügerin. Gort mehreren Monaten hat die wegen Betruges und Diebstahls . wiederholt horbcstrafte 33’%igc Ernestine Ruthne'r, eine vormalige Berkäuferm, hier. und in der Provinz eine große Anzahl Gaunerstreiche mit einem in die Millionen gehenden Schaden verübt. Mit Vorliebe Zahlte die Gaunerin Hausgehilfmnen zu ihren Opfern. Sie brachte bald die Namen irgendeiner Freundin oder Verwandten heraus und erschien bei ihr mit der Bitte, ihr doch Kleider für einen Tag zu borgrn, die die „Mizzi" oder „Poldi" für eine Unterhaltung brauche. Sic wurde in Baden verhaftet und nach Wien gebracht. Auch ihr Geliebter, der 23jährige beschäftigungslose Hans Gefall, wurde. unter dem Verdacht der M'tschult verhaftet. Die beiden hatten , sich in der Strafhaft de^ Bezirksgerichtes Neubau kennen gelernt. Gefall ist ein wagyalsiger Turfspieler und hat jedenfalls von den Gaunereien der Ruthner Nutzen gezogen. Regierungsrat Dr. Weybora, der die Nniersuchusng führte, hat der Ruthner etwa dreißig Fälle mit einem Schaden, der viele Millionen beträgt, nachgewiesen. Dos Liebespaar, das sicherlich weit mehr Fälle auf dem Gewisten Hai, wurde dem Land:sgericht eingeliefert. * Gestohlenes Rutomohtt. Doroeüern bat der ln der Kaun'tzqafsi 3l wohnba'te S^muk-' P i r k d e An»eige erstatte', das, chm em Turwer stfiot Automobil van '?4 si? mit Kennten A 575. orfln fl (irirfim, weitem Leinenüberrtq über dir Polstewnil. 50 M'll'onen Kronen wen,, orstobten wurde/ * A«s!leter«nH »es Laben-'estes Rubin. Im Ges^äfte der Zuwelierr Brüder K e r z l in d^r Spieoe'aasse w"rden am 14. Seniember vrriaen Zabres non einer Kunde *3 Br'llanrm und 180 Karat Diamanten im dima''aen Werte von 13,000 000 Kronen get ob en. .Unter d--m Verdichte der Täterschai» v-»rden auf Ersuchen de^ Sicherbe'tsb'ireaus in London der Ka»tma"n David Zfid^r Rubin und Frau Sin'^r, m Üuebeck in Kanada der Kaufmann Perez jedermann verhaftet. Rub n. de« ouck tn London Lodendiebstäble begonnenbot. er ie>t neun Monate Zwancearbeit. Die öuer^eichrsDe Gerichtsbehörde har um leine A'istiefen'nn nach verdüßt-r Strafe liegen des in W'on veoon. emen De'ikts angestiDt. Dem Begehren «urde ltoltaeq<ben und Rubin wurde noch Wien oebracht.. Er wird dem Landesgerichte eingestefert werden und sieht ieimr Abstrafung entgegen. * Kiühles Letter. Oesterreich liegt unter dem Wellevb«rae emer von West nack Ost f rtschreitenden Lustwob». Die norb»estln-en >'nde der Dorderseite'chie'er Woqe werden akaelös.' \»t den Eüdwpftw ndrn der Rückieiie. Der kurzen Dauer der Verschlechterung des Wetter» während der Nicht vom 18. auf den 19. jft in Oeilerrr'ch allgemeine Dewd'kungsadnabme oefotgst Die Nordweftwinde brachten starke Abkühlung. — Vor. aussage: Taosüder Schönwetter. Temp»ralurzu"ahme, ich' ache Winde Eint»Übung und anmachsende lüdwefitiche Wmde. Moraen: Zri weise Regen, Abkühlung, Einbruch nordwestliche» Wind-. * Speditionen und Commissi»»,», internationale Tranrporle aller vrl. Verzollungen, Sinlarerungen^ Slreifunge'» sowie alle spe''rrloi's:-eschäftbchen Trau-aktkonen I esorgen Sie am bellen durch die bekannte kulante Svrdltivnsum Kommllsionsfirma a a w i r i m". Transoort -A.-Ki.. Zenr'l^: W-en^.l., Baueinmark 24 (Dl Phon Nr. 82-3.40). as Unternehmen wurde m d^r letzte,, Zeir reorgan sie t und den Srforoerniffen der Reuz it iu jeder Kmsicht anoeoa'rt. D»e ,M raw nm", w Ick' sich schon über ganz Europa anSgedennt bat. nadm bereis Fühlung mit Rußland, so raß demnächst auch tn vrejer Relation Speditionen zur Äufnohme gelangen werden. Dar Unternehmen gewäht auf W n n.l ch Wor-nbevorfchussnngen! Für den Orient und Balkan unierkä't das Unter, e men teit Iah, en «nen bestsunktivmerenden Sprzialverkehr. Um den erweiterten Anfordei un^en der P. T. Kommit'en'en zu entsprechen, bat die.Maawirtm'. Transport-A. G. em großes Lege'Haus mit Zollfresiager am Vahnpel sie errichlet, welches im Laufe der nächsten Woche de» Verkehr übergeben wi d. Dar Lagerhaus ist mit allem Komfort der Nevzeil ausgestaket. Derei«e, Vorträge und Versammlungen. - TtkwathIehud«. Keule um */,9 Uhr abends im Klustbeim, viu., Bennoplah 1, Dortrag des Kerry Professor Dr. Wilhelm Stein über B e e r .SS p f f m o n n. An!chli»tzend bunles Proaramm. — Sugendverein Svawatb Z i o ». II.. Kleine Zufahrispraße 160. Keure um 8 Uhr ad vds Vorlrag über dos Thema: Die Assimilation, anschließend Diskussion. Reserent: Kam. 3. Gelbard. — Vereinigung z i o n i ft 1 f ch e r Bankbeamter. Morgen um '/«8 Ubr abends t-n Züd'Hen Kludheim, VH!.. Bennoolak 1, G^eralversammlunq. Tagesordnung: Vsrlraa von Dr. Zotrod Wemer über: Der W'edereintritt des jüdischen Volk.es in die Welt -etchichte durch die Ratifizterrmg des Palästina-Mandats, Rechenschrfts» bertcht drs adtreienden Äusichusfes. Nru^adlen, Allfälliger. Nachher geselliges Beisammensein tm Geiellschaftsrau«. Urania. Keule, S Uhr (Großer Saat): Der Kampf «it de« Berge.!. 9» Siurm und Eis. */,6 Uhr (Kurssäat): Unrv.-Prof Dr. Eduard Castle: Die österreichische Moderne (1d90-1Sr0). I. '/,6 Uhr (Ktubsaai): Dr. Otto R o m m e l : Karl Spittele» und das «ytdiiche Schaffen, in der Literatur der Gegebwart.!. V,8 Uhr (Großer Saal): Ans der Gtanzreit der steilere» Wiener Musik. 7,8 Uhr (Kleiner Saat): Dr. Viktor t e t 1 ch m a n «: Ln de» Fischerei- und Naphsha'sedieten der afpischen Meeres. 7,8 Uhr (Kursiaal): Kofrat 3ng. Rudolf Pvzdona: Die Ldeopepyramide. 7,8 Uhr (Klubfaal): War Millenkooich-Morvi d: Richard Wagner und die deutsche Diatung. Ut. O t t a k ringer V o l k s b e i m. Die Konzutsaison wird Sonntaq den 24.. d.. 7 Uor, durch einen Kammermusikabend urlcr Mitwirkung des Gotlesmann-Quartettes und des M-tgliedes der €taai«orcr Felieie Kiidl-Mi acsek ervfsilet. Zur Äu.iichiung geia-'gen Werke vou Kavdn. Beethoven und Mozart. Karten von 300 K. drS 2500 K. beim Kau-wart. Pelzhaus Gebr.Brainin Wien, II., Glockengasse 8 Filiale inj cl-n Verkaufshallen am Karlsplatz (Teleohona: B1-2-E0—82, 61-3-80—,81) Pelzwapen alle» 52? neueste Modelle, In feinster Ausführung stets lagernd Werkstätten: Wien, II., Rueppgasse 37 ) Ernährung. Die LebensinittelmSrKte. Die Zufuhren auf den Lebensmittelmarkten sind an« haltend sehr günstige Fleisch, Gemüse und Obst werden in . große»! Mengen angeboten, so daß die Händler vereinzelt wieder Preisermäßigungen vornehmen mußten, um die Ware an den Mann zn bringen. Vezeichn-end-ist^ daß holländisches Weiß- und Rotkraut unvergleichlich billiger verkauft wird als das inländische. Das holländische Kraut notiert nämlich 1300 K. pro Kilogranuu, das inläredische dagegen 2400 bis 4000. K. v Die Folge -ist, daß die' Auslandsware großen Absatz sindei, während die heintischen Prodnzenterr so gut wie gar keinen Umsatz erzielen. In der Großntarkthalle waren für den gestrigen Berkehr - mit der Dahn nicht weniger als.55.800 5i!ilogramm verschieden?r Fleischsorten' zugeführt wordcih eine Menge die den Bedarf weit überschritt. Der Preis für die billigen Fleischsorten ging weiter ' zurück, und zwar mn 1000 bis 200 0 Kronen pro Kilogvamm. Der Schmalzpreis ging gleichfalls um IM bis 2000 Kronen zurück. Lebhaftes Begehr bestand wieder für Fische. Die Nachfrage nach Geflügel hat chegen der bevorstehenden jüdischen Fviertage etwas zugenommen. Eier sind nach wie vor sehr selten und ihr' Preis ist bereits auf 1 7 0 0 u n d 180^ Kronen pro Stück gestiegen. Bühne und Kunst. Gastspiel Reinhardt. („Dame Kobold", Lustspiel von Ealderon, bearbeitet > von Hofmannsthal.) 1 . Ein federleichtes Spiel, stilgerecht in den entzückenden Rahmen gestellt, den der-Redoutensaal der Hofburg bietet. Nur gehört eine festliche Gesellschaft hinein, die etwa . in . mitternächtlicher Ballpause, hinter Fächern flüsternd, der artige»': : . Komödie ntit halben Ohren folgt und die Blicke von der Szene ■; nach Gutdünken auf die Gobelins und das'strahlende Gesell-; schaftsbrld im Saale gleiten läßt. So aber, vor einem richtigen Theaterparterre.mnid bei ., verdunkeltem Prachtsaal... i Nun, heraus damit, trotz allem Respekt vor . Reinhardt pnd ganz besonders davor, daß er dtesnral so schlicht und vor- - nehm zurückhaltend kommt — es war herzlich langweilig; erst - die lebendigen Schlußszenen nach der Pause feffelten und arnü- .• [texten Calderons Lustspiel von der jungen Witwe, der trotz eifersüchtigster Bewachung durch ihre Brüder ein löblicher Zufall den Geliebten bringt — em verschiebbarer Kasten ist das Requisit, mit welchem Lustspielverwirrungen angestiftet werden _, ist von Hofmannsthal in wohlstklingende Berse umgkgvssen, mit denen allerdings die böse Akustik des Herr- , lichcn Saales barbarisch verfährt. Sehr bemerkenswert die . Figur eines verstimmten, ewig verärgerten Jünglings, der lang»tasig durch dieses Stück geht und gelbsüchtig abzieht, wenn sich schließlich drei glückliche Paare umarmen. Herr Rainer, em feinnerviger Künstler, spielt ihn vortrefflich, hält sich, Wohl mit Absicht, von jeder komischen Wirkung fern und gibt der^ ' rosenroten Angelegenheit eine sehr willkommene Note des '' Kr-ntrastes. Sonst fällt auf? daß die spanischen Ritter anno ' 1629 derart frechmänlige Dienerschaft duldeten, aber ' Hernrann Thimig, des berühmten Vaters mchmlicher älterer Sehn, verscheucht durch seinen ererbten Humor alle Bedenken. Wunderschön, aber um einige Nuancen zu schwer genoutmen, dre Donna Angela.des Fmuleins Servaes, sehr verdient die Damen Thimig unv Christians sowie Herr Kronerl, weniger glücklich in Tonart und Geste die Herren . D i e t e r l e unid L a n g e. Sehr angenehm die. Einkleidung durch Meister. Rein- . Hardt, ohne aber daß man Anlaß hatte, von einer hervorragenden Regieleistung' zu schwärmen. Man ftägt sich vielmehr . zaghaft, ob es nicht tunlich. gewesen wäre, das Spiel lei6)ter zu beschwingen. Cs fiel ferner ruf, daß der große Regiekünstlcr Lnstspielsiguren, die einander nicht finden dürfen, weil cs siockfrnster sein soll, bei ziemlich Heller Beleuchtung ohnmächtig herumiappen ließ, .während e'ne Lichtwirkung, die de»n Publikum blcß Sihöuetten gezeigt hätte, wirksamer und, man verzeihe, der Situation'angemessener gewesen wäre. Ä'bcr man soll-kein Haar m der/Suppe finde», denn das Publikrnn war pflichtgemäß entzückt. ' O.« A. Roland-Bühne („Ernst und Scherz in der Erotik.^ Wenn in einen: Sketch, genannt „Schclmenspiet^, eil. Einbrecher, ein wirklicher, leibhaftiger, trabtttonell eleganter Etnbrtcher auftritt, der durchs Fenster eindringt, ein funkeln« des Stsiot: verweist, Schmuck stiehlt und wieder fahren läßt, wett er von der schönen jungen Ai'iiwe mit Länternng. Rettung »,nd — Ehe bedrösit wird, so kann »na»: tol'ktich zufrieden sein und dorr nicht mehr verlangen. Daß sich die Personen einer mm -f-*''ä-4fittiijjHUiii