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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-17 · Heft 1295 (17.9.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1295 (17.9.1922)
Date
1922-09-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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xV; septenlver 1S22 Seite 5 eotokolle sind bis spätestens 2i. Oktober dem D^rdeskomiu. u-Ä-ersendenr Nach diesem Termin eintteffende WäWrotoolle können nicht mehr verifiziert. wenden. % N. M. Gelber. . Oberfeurat- Ing. R. St r i ck e i » Die erste Etappe, der Pslanzungsarbeiten in unserem ^eime, Kahlenbergerdorf, Wienerstraße 124, ist beendete Gelegentlich des Abschlusses derselben findet Sönntag.den :7. d. um 4 Uhr nachmittags in Anwesenheit der Gönner :nd Förderer unseres Heimes die feierliche Einpflanzung »er ersten Bäume statt. Alle Freunde unserer Chaluzfürbrge werden eingeladen, an dieser Feier teilzunehmen. gemeinsame Abfahrt mit dem Zuge 2 Uhr 25 Min. nachnittags Franz Josefs-Bahnhof. ■iDBunreraMMtuu.:’. ZiVVistrsches LokaLLsM^.^ \ Mittwoch, 7 Uhr abends, Sitzung. Tagesordnung: Organisation, Wint-erprogramm, Parteitag. Die rrKgarrscherr. Ba«kjrLdLN -wollen NlMosen hoben. Aus Budapest wird uns berichtet: Ein unerhörter ökandol spielt sich gegenwärtig in den Kreisen der hiesigen sogenannten Großjuden ab. Seit Jahr und Tag betteln. )iese Juden, die sonst für jeden anderen Zweck, selbst indirekt auch für.die Zwecke des christlichnationalen Kurses, mit Millionen zur Verfügung stehen, bei den rmerikanischen Juden um Hilfe und Unterstützung, um die illerdringlichsten jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen und Kulturinstrtute wiederaufzurichten, beziehungsweise neu zu dichten. Die amerikanischen Hilfsorganisationen haben jedoch im Laufe ihrer Studien an Ort und Stelle die Ueberzeugung gewonnen, daß die ungarischen Juden bei geringsten Willen in der Lage wären, all die erforderlichen Mittel felbstherbeizuf chaffen und aus eigenem zu decken. Trotz, alledem hat der Joint sich schließlich mtschlossen, zur Aufrichtung zugrunde gegangener jüdischer Existenzen in Ungarn die Gründung einer jüdischen Bank zur Gewährung von K r e d i t e n an. den jüdischen Mittelstand in die Hand zu nehmen, wenn die ungarischen Juden selbst ein Fünftel des. erforderlichen Stammkapitals aus eigenen: aufbringen. Es handelt sich hierbei für die ungarischer: Bankjuden um die Aufbrij:gung eines Kapitals von 20 .Millionen Kronen. Gegen diese sicherlich dankenswerte Aktion des. amerikanischen Joint erheben nun in dem Organ der assimilatorischen Großjuden, „E g h e n l ö s e g", alle bekannten jüdischen Führer von orthodoxer und fortschrittlicher ' Seite. ein wahres Kesseltreiben. Paul Sandy. r, erklärt das - Anbot einfach für unannehmbar und nimmt. an beit Beratungen keinen Anteil mehr. Sämtliche-führendes Persönlichkeiten, machen dem amerikanischen Judentum den. Borwurf, daß sie Ungarn schlimmer behandeln als Polen, Rußland und die Bukowina. Paul Sandor versteigt sich sogar zu .der. Bemerkung, daß der atuerikanische Antrag weder Amerikas noch Ungarns wür- NatsipiW Lrrnnrt fei. diesem Widerstand nicht nur die. Schmutzigkeit der, Hroßjuden, . sondern auch ihr« assimilatorische. Angstmeierei in Betracht. Der Vizepräsident der Kultusgemeinde Dr. Bela Fele.ki hat den Mut, trotz aller.Erfahrüngen. der letzten zwei Jahre zu erklären,. daß er^ äüs rnoralischmGründen.die Schaffung eines konsessio- KLEV?ER KOSTÜME PELZE /, /: JL r\HRNTNEK5TRfl5Si: (MAYSEDERGASSE 2) ISO netten Kreditinstituts für unzulässig halte, wenn auch der christlich nationale Kurs es von seiner Seite' getan hat. Wollen die amerikanischen Herren, so ironisiert der Vizeprästdent, Wohltätigkeit üben, dann mögen sie der Kultusgemeind e, die schon so oft darum gebeten hat, einfach Geld überweisen, dann könnten wir unser'Gymnasium aufbauen und andere Institute in Ordnung bringen, was viel wichtiger wäre als irgendeine Kreditgenossenschaft. Da jedoch in den Kreisen des jüdischen Mittelstandes die Schaffung eines solchen jüdischen Kreditinstituts sehnlichst erwartet wird, so ist zu hoffen, daß diese gesunde Idee eventuell mit Ausschluß der großsprecherischen Judenführer doch zustande kommen wird. Die Verhandlungen hierüber sind im Zuge. Me PsßfrKge in Amerika (Von unserem New-Aorler Korresvoiwentc.:.) Die Einwandernngs-beschränkung, welche. curch das bc kannte Drerprozentgesetz festgelogt ist, hat in Amerika eine isigenartige Wirkung gezeitigt. Wohl wurde von einzelnen Stationen Hicht einmal der ihnen'zustchende Prvzenta.) vo-i ausgenützt, so daß die vom Gesetz vorgesehene Gesamtzisfer * von 325.foö .(£:T!’;rmbemn im Jahre nicht -ganz erreicht wurde, dennoch aber finden die Elnwanderungsgegner, daß man in der Beschränkung der Einwanderer noch weiter gehen * ’tffe und die Einwanderungskonrmission des.Kongresses beschäftigt sich unausgesetzt ml'. der Möglichkeit weiterer Beschränkungen. Nun hat der Staatssekretär des Arbeitsamtes Davis die Einwanderungsfrage von' einem ganz neuen Gesichtspunkte de-, leuchtet. Dqvis stellte zunächst fest, daß. die Einwanderung nach.Amerika sich bei der heutigen Praxis nicht nach dem Willen der amerikanischen Regierung, sondern ausschließlich nach, dem Ermessen der AÜswanderüngsläuder gestalte. Amerika bekomme heute nut solche und so viele Einwanderer, als du europäischen, Staaten es für gut sindem Der.Vorgang ist fekannMch fer'fofe ' genfer.'Die. Einwanderung nach Amerika ist nur auf Grund Lines P'äßvisums moMch. Äas Visum setzt die Ausfolgung», bezw. den Besitz eines Passes voraus, aber nicht jeder der aus. Europa answandern will, erhält von seiner Regierung auch den Paß. Die betreffende RHierr:^ svlge in der Regel nur solchen Persöiren die Paffs ohne weiteres aus, die entweder zurückkchre'n wollen oder deren dauernde Auswanderung dem betreffenden Lande keinen Wirtschaftlichen oder politischen Schaden verursache. MU anderen Worten, Paffe erhalten in' den Meisten' Fälleü solche Personen, die ihr eigenes Land gerne los werden will. Aber nicht, alle, so argumentiert Davis, die drüben abgeschüttelt werden, sind ein Gewinn für. Amerika. Wohl werden in den Einwanderungsstäd'ten und i« den ' amerikanischen Konsulaten Europas Vorsichtsmaßnahmen geübr, doch können diese nicht ^rS^ichen, um eine wirkliche Einwandererauslese zu erzielen.. Davis kommt daher zu dem Beschluß, daß die (Sinwandorungskommission des Kongresses sich in erster Linie mft dem Paßproblen: zu befassen habe und Vorschläge ausarbeitcn möge, auf welche Weise die Gestaltung der Einwanderung weniger von dem Willen fremder Regierungen abhängig gemacht werde. Dieser Standpunkt des amerikanischen Arbeitsministers, in dessen Ressort auch die Einwanderungsfrage gehört, bezeugt durchaus nicht seine Neigung, die Einwanderung zu erl-'ch:ern. Im Gegenteil gehört Davis zu den Gegnern der Eiwanderungssreiheit. Davis wollte nur darauf Hinweisen,, daß in der Geschichte Amerikas gerade diejenigen Einwanderer zu einer 'bedeutenden. und für die Entwicklung Amerikas wichtigen Rolle gelangten, die, wie zum Beispiel die deutschen Emigranten. nach der Achtundvierziger-Revolution, ohne Pässe nach Amerika kamen, weil sie von ihren Regierungen niemals einen Paß erlangt hätten. Achtung vor M8-chenhsrMexR? , Alls New -Bork wird uns berichtet: Eines der. Zeittreu des internationalen Mädchenhandels, Bueiros 'Aires in Argentinien, zeigt in jüngster Zeit wieder eine gefährliche Aktivität. Besonders werfen diese weißen Sklavenhändler ihre Netze auf die unschuldigen weiblichen Pogromflüchtl i n g e, die, der russischen und ukrainischen Hölle glücklich entronnenin überseeische Länder reisen, um Anschluß an ihre dort lebenden Verwandten zu finden. Ein besonders anfroizender Fall ereignete sich in den letzten Wochen. Ein junges jüdisches Mädchen, ein Flüchtling aus der Ukraine, ■ kam dieser Tage nach vielen Fahrlichkeüten in M o i s e s v i l l e in Argentinien an, wo ihr Onkel Kolonist ist, und stieg im Einwandercrhaus ab, von wo sie von Franenhändlern entführt wurde. Bis nun fehlt jpde Spur von ihr. Während des Weltkrieges ist der Mädchenhandel ziemlich abgeflant, und es schien, daß ihm ein Ende bereitet sei. Nun wird dieser schändliche Handel durch die größere Auswandevnngsbewegnng neuerlich aufgemuntert. Die Zeitschrift „Der jüdische Emigrant" fordert aus diesem Anlaß alle jungen Frauen und Mädchen auf, die nach Argentinien fahren oder sonst eine Ueberseereise unternehmen, auf ihren Reisen schr vorsichtig und zurückhaltend zu sein, besonders in den Häfen ist jedes Gespräch mit unbekannten Personen. zu vermeiden und Anknüpfungsversuche sind energisch znruckzuweisen. Der Weiße Sklavenhändler zeigt sich in der Regel in der Maske eines guten Freundes, bietet sich schöin- 'bar selbstlos an, keim Gepäckträger: behilflich zu sein öder sorrst Gefälligkeiten zu üben. Er stellt sich sehr häufig als Arzt, oft sogar als Rabbiner oder als Delegierter irgendeiner WvhltÄigksitsorganisation vor. Die argentinisch-jüdischen Frauenvereine haben mit Rücksicht auf das Wiederaufleben des lv-eißen Sklavenhandels einen Hasendienst organisiert. Wiener Messe. Keine Verlängerung der Herbstmesse. Die Messeleitnng hat beschlossen, von einer Berlängv vrrng der Herbstmesse abzusehen. Die Messe wird am .18. d um. halb 6 Uhr abends geschloffen. nach Mass, Herrenwäsche sowie alle Herrenmodeartikel in der bestbekannten feinsten Qualität zu massigen Preisen bei Borens’ein & Schreck Wien, n, Hoiiandstr. so. wogegen von nun an der Aussendung von Sammlern ntifc aÜer Strenge entgegenzutreten sei:"'Ist diesem Sinne könne' auch Fe in s Gesuch erledigt werden. Taffächlich ivrrrde auch am -1-3'.-' September 1857 sein Gesuch dahin erledigt, d'äß die Statchältereien beauftragt wurden, die Sammlungen^ nur den geistlichen Vorsteher:: der Judengemeinden zu gestatten, dagegen die Ausfendnng von.Sammlern zu verbieten. ' - - Am 9. Novencher 1869 ersuchte mm JMwz Deutsch unter Vorlage einies Orvgilurldokumenies, laut welchean er von der „jüdischen Synode zu Jerwsalsm" als Kurator intlb Vertreter ihrer Interessen berufen wurde, um die Bewilligmig, in ganz Österreich Geildfmmrll'vr für Palästina zu ernennen und sie zu überwachen, da er die Verpflichtung habe, „die armen jüdischen Familien in Palästnra, die zumeist österreichische Untertanen siüd, durch GeilldsamtMiügen zu untefftützen". thtfr nun beginnt Deutsch nach seiner. Art die Begründung seines Ansuchens. Die bisherigen GeN>- sammlnivgen gewährten böiweiten ,Mne genügende Garantsr für Miffbmuche, da diese Sammlungen detrch Unberufene angeregt" und ohne Kontrolle verüvertdet werden. Gerade ,/in der fetzigen politisch 'bewegten Zeit, >wo unter jedem möglichen Vovivande Gelder zu uatlmoteveü Zwecken mtö Ausland fließen", bitte er, das AußelMMwsterium möge verfügen, daß sämtliche Judengemeiinden in Oesterreich durch die Ovtsbchörden altgewiesen werden,, irimnan- . d-e-rn GeldsauMlumgen für palästinensische Inden zu gestatten, der nicht von ihm hierzu ermächtigt worden sei. Er lv i e z die Sammlung nach Kreisen,. in denen nur die Kreisrabbiner oder bekannte Persönlichkeiten hierzu befugt waren, gestattet. Das Reisen von palästinensischen Sammlern dagegen, die nach Ansicht der Statthalterei schädige. wunde verboten. In jever Judeivgemainde sollten, :> >Kreisamtern verläßliche Juden bestellt werden, die in die Häuser versiegelte Büchsen (Meir bal nes) geben, die stdoch nur vom Kreissammler selbst geöffnet werden dürfen. Der gesammelte Betrag, der in ganz Galizien und der Bukowina .jährlich-nicht über 8oOo fl. ausmachen durfte, ist an dm Hauptsammler für Galizien, der in Lemberg residiert, und von dq an den Rabbiwr Schüller aus Potok, der es nach Beiruth schick», zu leiten. Wiener Staatsarchiv, Inf. Bureau ejj 1858, Nr. 8057, Goluchowskis Bericht an Miwister Dr. Bach vom 1. September 1851.) verpflichte sich, nur „redliche und bewährte regierungsfreundliche . Personen zu diesem Amte zu wählen und ihre Nanren der Regivvuing schriftlich betzanntzugeiben". Da Truffch' .Gesuch direkt an den Kaiser'gerichtet war, verfügte .nun Franz Josef der Erste mit Haitdschreiben vom 15. Oktober 1854 an den Grafen B u o l, Deutsch in Kenntnis zu .setzen, daß er sein. Gesuch mit Wohlwollen zur Kenntnis, genounnen habe, ferner wird ^der Minister -ermächtigt, Deutsch bei seinem Bestrebungen in dieser Eigenschaft (als Vertreter der Jemffalemer Judengenwinde) insoweit „sie auch fe-vuerhin den Interessen Meiner Regierung entsprechen, den Schutz derselben megederhen zu lasten^. .Wann auch das kliserliche Handbillet dem. Minister freien.Spielraum für die ErlodiMug des Gesuches. ließ, bedeutete sie fei weitem nicht die Annahme des DMtsch'schen Vorschlages. So^ 'walrde Dmttsck/ Gesuch aus Grrrnd der Bollnvacht der.Jerusälenr-er Judengenreinde, jvonach er ermächtigt Wurde, sie in allen religiösen m:d politischen Angelegenheiten, die „Mseve.Existenz in der heiligen Stadt betreffen", zu vertreten, eifenso in allen JudenMneinden SamnÄer anzusillen uich von ihnen das Geld in je sechs Monaten äbzusmnnM: und nach Jevusalsnr zu schicken, M die.oberste Poflzerbchöyde mit der Anfrage toertergeleitet, ob es ratsam wäre, die Verfügung zu treffen, sämtliche JitdeWememden der > Monarchie anzuilveisen, hie SanvnÄmrgen nur ,st>en hierzu -von dem Bittsteller (Deuffch) schriftlich ermächtigen Personen: zu gestatten", oder die bislvw:: bestehende Einrichtung der im Sinne des Feinschen Gesuches erledigten Sammlungen durch die RaMner zu modifizieren und den Wünschen Deuffch' anzupaffen. Gegen eine gmfftige Erledigun-g des Deutsch'schen Gesuches, protestierte jedoch der Chef der Obersten.. Polizeibehörde Feldmarschalltsutnant von KemPen der seit Tag und J<chr nicht zu Deutsch'.- besten Freunden gehörte. In seinenr diesbezüglichen Schreiben an den Aüßenmmister Grafen B u o l*) Legt er die Beweggründe dar, die einen abweislichen Bescheid des Gesuches vemnlassen mußten. Seiner Ansicht Tßm L Dezember 1854, Nr, 6512-33., M. nach habe die bisnun geltende Verordnung bezweckt, die „mit-der Mtsfeitdung von Einsammlern gewöhnlich. verbundenen Mißbräuche" hrntanAUhalten. Er sehe auf keinen Fall die Notwendigkeit ein, Deutsch die (Änfend'.ttlg von wenn auch von ihm speziell evmminten Saurmlern zu gestatten, letzterer konnte sich ja doch schließlich mit den bis nun zu den Samutlungen berechtigten gofftlichen Vorstehern der israelitischen Gemeinden lvogen Förderung des beabsichtigten Zweckes ins Einvernehmen setzen. Das Mntsterüm: billigte auch Kenrpeirs Startdpn'nkt und kurz daraus wurde auch die niederösterreichische Statthalterer rbec)tftragt*), Deutsch zu verständigen, daß von der anläßlich der Erledigung des Feinschen Gesuches in: Jahre iS5i getroffenen Verordnung kein Mstamd genonune'u werde, und'daher zugunsten seines Vorschlages keine Ausimhme Massig erscheine. -Deutsch könne sich mit den zu den Scmrmlungen berechtigten geistlichen Vorstehern ins EinvernehMMr setzen. Seine Bitte auf Entsendung von Sammlern werde, da auch er in feinem Gesuche die Hintanhailtnng von Mißbräuchen als Hmrptnrotiv geltend mache, abweislich erledigt. Er tvevde jedoch vom MinistoriMN, so oft er des Beistemdes benötigen iverde und Msoweit seine Tätigkeit den Interessen der Regierung entspreche, stets unterstützt werden. Ärttsch genügte es schon, haß er quasi offiziell als Kurator der österreichischer: Juden in Palästina bestätigt wurde. Dies -allem bedeutete fiir ihn vieles, konnte er doch, darauf gestützt, seinen diktatorischest Launen Folge gehen. Ihr: scherte, die. abweisl-iche ErlMgllng seines Vorschlages tvenig. In: Gegenteil, in: Jahrö 1856 errmunte er auf eigene Faust Dr. M. B o n d i zunr böhmischen Sanmttungsvorstcher der Spenden für Palästina. Die Sache tväre vielle-icht ohne jedweden Zwischenßall verlaufen, wenn nicht Dr. DoM. in seiner Naivität oder Eitelkeit die Prager Polizeiidivektion um die Bestätrsung. dieser Deutsch'schen Ernemumg ' ersucht hätte. Dieses Gesuch gab nun .Anlaß zu polizeilichen'Erörtevungen,' ob denn Deutsch wirklich berechtigt war, Dr. Bond: zmst Sanmckungsvorstcher für Böhmen zu evnenn'en. . .? __ (Fortsetzung folgt) ‘ '; V ' : Unter Nr, 15.835 —. D. 3 vom 4. Dezember

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