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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-03 · Heft 1291 (3.9.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1291 (3.9.1922)
Date
1922-09-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Wien, Sonntag QuaMölswars zu mStzioen Dreisen im Möbell'ans kl. M o n n e. Wien, Vli., Sd)i)iienMöna[je .24 (Sei. 39*108). Brofee Auswahl vo" Luxus« und Sülmöbeln, gebogenen Sesseln n gediegenster Ausführung. Vereine. BorkrSce und Versammlungen. Hebräifch.cr Klub. Hont« Ausflug nach Perchtoldslorf. Treffpunkt: Schottentor, präzise halb 2 Uhr Abfahrt. Der Burowinaer Zentralverband gibt den Mitgliedern bekannt, daß heute bei der BerbandLdiskusiton an;0 Personen als Liebesgaben Speisekarten für Gememichafts-!üchen verteilt werden. — Zionistische B e z i r k s s e k t i o n öeopoldstadt. Dienstag den 5. d. um 7 Uhr abends im ügen-en Lokale (2. Bez., Zirkusgasse 33) dringende Ausschußätzung. Tagesordnung: Organisation, Keren Hajessod und Herbsttätigkeit. , Arauia. Heute Sonntag. V-^ Ubr (GrofterSaol: Johann Stt'mß 5 Uhr G r o ft e r S a a l : Bcheiricher der Lüste. V°8 Uhr G r o ß e r Saal-: Das schöne Land S b- Mirg. VÖa Uhr (Kleiner S a a l : De, Großglockner und >'e n Gebiet. y3is Uhr. Kleiner Saal : Ing. Jaief Z 8 w p: Aus der Wunderwelt der Elektnztat. '/„s Uhr Kle t* n e r S a a l): Aus Ve dis Overnwen. '/,8 Uhr (K ü r s« Saal): Oberbaurat Ing. Gustav Adolf Witt- Sa'rgewinnuna im Salckawmngure. V» 8 Ubr (Klub-Saal): Hans Kirchner: Die Faust' Achtung in der Welll straeu'. II. — Morgen Montag, 4. September. 5 Uhr f@ro ft e r Sani): Du-ch den West-Sudan. V-8 Uhr Großer Saal): Wild-Afrika J/,8 Ubr (Kleiner S an ll: Eduard G o l i a s : Zeitgemäße Erz'-chnngsira' n. l. */g8 Uhr. lK u r s - S a a l): Dr. Einst M i l l e r: Znhleriräij.l.und Zahlenprobleme, l. ( _, Ernährung. Die LebensmittelMarLte. Am den,Mörblen berrscble am Wochenende lebhafterer Der« kehr als in den Vorloaen, ohne daß sich das.Marktbild im oll- -emeinen verändert bätte. Zn der Grvnmarkifialle notierte Rindfleisch zu den verbilligten Preisen von geller" und war von 14.(00 bis 16.000 K pro Kilogramm zu haben. Gro»e Anstellungen gab es bei geräucherlem Rindslei ch zum Drelse vvn 16.000 K. per Kiworamm. R ndsle'kch der minderen Sorten bat sich foear g°gen' gestern weiter um 2000 bis 3000 K. pro Ki ogromm verbilligt. Die ubriaen F^i?cknolierungen sind: Schweinefleisch 84.000 dis 36.000 K-. Kalbfleisch 16 « 00 bis 3 .000 K.». Schnitzel 36.0 0 bis 36.000 K.. Schaf- 14 000 bis 20.000 Ä.. Rauchfleisch 26.0(0 b's 38.000 K.. Pferdefleisch 13.5.00 bis 15.000 K. Speck notierte 53.<>CQ bis 58.000 K, Schmalz 36.000 bis 374'C0 K. pro Kilogramm. Der Nofcbmarkt mar mit Gemüse. und Obst in außerordenlistb bünstiger Wei'e beichickl. Preise unve-ändert. G, er fehlen. Butter ist r ichlich zu haben und kostet 56.000 K. pro Ki'oorimm. Seestsche notierten zwischen 75(0 und 10 OOo K. pro Kilogramm. Karpfen 4000 bis 12.000 K., Le>ßfiische 7000 bis 10.000 K. ' ' Kühner notierien pro Kilogramm 36000 bis 40.000 K., Gänse 38.000 bis 40.« 00. Omten 30 000 bis 36.000 K., Kühner vro Stück 15.000 bis!6.000 K. Nachfrage gering. Ain-ermilchstarlev. Troß rriederbvlter Aufforderung sind oon zahlreichen Parteien die neuen Kindermilchkarten nicht behoben worden. Der Magistrat macht daraus aufmerksam, daß tm Falle eines Sinkens der Milchanlieferung oder einer Störung in der Zu ubr, nur für jene Kinder Milch'obaegeden werden kann, für die jbie neue Kinder micbkarte behöbe n wurde. Die Karten können an jedem Wochentag nährend der gewöhnlichen Vormittagllunden in der Kvnlkr ptionsable-lung des magistratischen Bezirksamtes unter Vorweisung des polizeilichen Meldezeltels. eines Altersnachweiies und der bisherigen Milch Karte beheben werden. Wiener Movgenzeltung. l) Be« er ist zuvor »2->8, dmn Schwarz 'konnte v: i m.« h7 - L6 e'-lmeter den Abtoulch des well en Dawen'.äufers gegen einen Springer erzwinaen oder den Dauer c4 gewinnen. . °) Hier siebt die Damiebrgut und hat die Möglichkeit, nach dem Königsflügel zu gelangen. “) Statt die'es Zuges war ä5Xc4 vorzuziehen, nm Li c6 zu spielen: auf 16 So3—e4 war einfach Lf6—e7 zu spielen. *) Sri wan ISf» jstch ans zeitraubende und ersolc lose Manöver ein, konnte aber besser spielen; noch immer war 65Xc4 vorzuziehen, sv werden nur die gegneri chen Figuren zum Angriff getrieben. ^) Haben sich die Reisespesen celohnt? 6) Nun r-ächt es sich, daß Schwarz nicht schon längst L cß gespielt bat. 7) Diese Kombination ist falsch und koste! eine Figur, am besten war p7—e6, um der fo^lwährenden Malidrohimg durch D e4 ein Ende zu machen, denn d'e schwarze Dame kann sich auf d6 n,cht behaupten und wenn auch noch 8 a6 verloren geht, so waren dalür die beiden hängenden weißen Bauern auf c4—64 schwach und von Schwan mit der Zeit zu gewinnen. Fast aber hat Schwarz eine verlorene Partie und olle weite,e Müde kann nur das Eftde hinausschieben ober nicht obändern. Weiß hat die von Scl warz begangenen kleinen? eftft’r aufs beste ausgenUtz! und dadurch eine schöne Partie gewonnen. Anmerkungen' von Kermcwn Weiß. Das Welfer Turnier. Das gro'artige Londoner Turnier mußte selbstverständlich alle andren Schachcreignisse der letz!vergangenen Zeit in den Hruteigrund treten lassen, nichtSdeitowen ger soll ein mehr lokales Ereignis nicht übersehen werden, das für die Enlw-ckiung d r Schachkunst in Oesterreich von nicht zu unterschätzender Be-, deutung lst. Das Welser Turn er zeigte deutlich, daß sich das Sch ichlviel nunmehr auch ' die Piovrn erobert ha'und daß st rke Spieler nicht mehr nur m den Großstädten zu finden find. Poichanko (Wels) errang den ersten Preis und wenn auch Takacs Hakoah . den wir mnnerhm fln stärk:r halten, unglücklich kämpsle (er wurde m t em-m V-Pu k weniger zweiter ist dies doch eme beachtenswerte Leistung Auch d e übngen Spieler aus Wels und Lmz zeigtm rutes Können, ind-m ste sich an dr tter, vierter und fünfter Stelle plazierten. Als letzter Preisträg'r fi.'uriert an eckster St lle wieder e-n Hakoahner Ing. Wahle. Ueber die Gesamtplaz «rung haben wir bereiis berichtet und wollen wir nur noch die hervorragknoe Gastireundschaft der Welser hervorheben, die sich ihon Gästen hmgcb:nd widm:ten. Die drei teilnehmenden Hakoahner, Takacs. Ing. Wahl «.und R o f e n b a u m, konnten in einem dem Tarn ere folgend n Klübkamp e Hakoah-Welser Schachverein gegen ihre starken Gegner P o s ch a n k o. K u t s ch a und K u n e r t h zu voller Fo m auflausen und m t.4'/r: 1'/- Punkte aus 6 Partien, ein schönes Reluliat erfielcn. Das Welser Turnier har den Beweis dafür erbricht, daß den Wiener Schachspi lein, in der Provinz eine willkommene Konkurrenz erstandrn ist. Spketta^e. Montag» Miltwoch, Fr.'itag ab 7 Ilhr abends, Sonntag ab S UHr vormittags im Cafe Zagerhof, iX.. Porzellongaste. ' Ztrschrifte« sind an Ernst Wahle, II., Obere Donattstraße 67, zu richten. ' . Bühne und Kunst. September 1922 Nr. 129t iit j irer Kom-k ist wie immer Herr 5k v u i g. eine sympa h-sch' Sängeiin Fi-milcin Bäck. Auch (ie Herren Günther Altho i f. H e r d i tz und S ch '$ h e v befriedigten, ebenst ö°n Kapellmeister K it v mann mit sicherer Hand gelltest Orchester und die von Ballet meister N nt I) e r c nflubicrtw' Tä"ze. .E' gab braustnö'n Beifall, Hervor»ufe-, Wi d^cholu-igevj und vrächt'ge Blumcnspenden. - Aus den Theatern. 5e,r!e aebs in der V o l k s o p e r unter mnsikalischer Leitnng E. Mast'nis ..La T r ä v i c t a" mit Frau Stolzen, berg vom Berliner Opernhaus als V'oletla lind Kerrn Ludwig n. G. als c ’fi eb'1 in Szene. - Morgen gelangt „Tose a" mit Fräulein Ranßau in der Titelrolle, Kenn Kammersänger Kutt von der Berliner Siaalsoper als Caoaradossi ud Kerstn Zaleschi als Scarpia zur Aufführung. Zm D e u l s ck e.n V o l k s i b e a t; r gelanat heute nackmitlags V^Z Ilhr Schnitzlers .Liebelei" und „Abschiedssouper" und abends 7 Uhr „Gabriel Schillivqs Fluch!- zur Auf. führurg. Morgen 6 Uhr beairrt A'exander M o , f f i als Kamlet fein G-iftspI l. Den Laerles spiest zum ersten/Male Kerr W a n i e ck, den Geist von Kamleis Vater Kern G i b i s e r. In den K a m m e r s p i e I e n findet M.tlwock den 6. die Premiere des dre^aktigen Lustspieles „Dre.be i d e n Kerren der gnädigen, Fra u" (l,es deux Mousiphi de Mail »me) von Felix G a u d e r a statt. Die Kauptrollen fvielen die Damen: Gmmv Förster».Valerie Mariens. Anny Kan und Iolonthe Fori'en uno 'dir Kerren: Käns Lackner, Oskar Sima. Regie: Karl Forest. - Es ist dies die Uraufführung des von Ollo E i s e n s ch i tz überietzten Werkes m deulfchsr Sprache. In der N s u e n Wiener Bühne beginnt Mela Wer bezirk Donnerstag den 7. ein längeres Gastspiel. ' rau Werbezirk spielt zum ersten Male die Kauptrolle in der für sie verfaßten Komödie „Frau Lohengrinvon Armin Fried mann und Fritz Lunzer. — Sn den übrigen Kauplrollen sind die Damen: Anny Evera. Rose Paüly, Mila Ernst, Luiie Liebsiöckl, Iosefine Viera und die Kerren: Fritz Sckrecker. Nikolaus Lvvric, Kans Moser. Dklhail Ikanthv und Oskar Kugelmarn beschäftigt. Regie: Karl Farkas. Das L 11 ft s piel-Theaier hat h)e dre'oktiae Operette „Prinzessin Olala" von Bernau>r und Schonzer. Musik von Eean Gilbert erworben. Die Titelrolle wird Mizzi Zwrrenz kreieren. Wochenspi elplan des DeutfchenNolkSiheaters: Sonntag, V23 Ubr, „Vebelei-. „lllbschiedsfouper", — 7 Uhr, „Gabriel Schillings Fluch!". — Montag, 6 Ubr. „Kamlet". - Dienstag, 7 Uhr. „Der lebende Leichnam-. — Miliwoch, Vs* Uhr, „König Oedipus". — Donnerslag, 7 Uhr. „Einsame Mens er". — Fre'itaa, ^/,3 Uhr, „Im weißen Rößl* volkstümliche Press whne Vormerkgebühr). 7 Uhr» „Gespenster". — Samstaa. 7 Uhr. „Ter lebende Leichnam". — Sonntag, V23 Ubr, „Iphigmie auf Tauris". — 7 Uhr, zum ersten Male: „Paracelsus" ven Artur Schnitzler. „Er ist an allem schuld".Montag, 7 Uhr. „Der lebende Leichnam.^ . tt-;— . Gin jüdisches Genosfenschaffsthealer in Aew-Vork. Wie uns aus New°Bork berichtet wirb, beginnt demnächst auf dem Broadway ein jüdisches Genosfenschaftsthealer seine Tätig-.., K eit. Die Idee ging vom Prcfidenien d^es Verbandes der jüdijchen Schauspieler in New-Vork Louis I. Birnbaum aus. Beteiligt an diesem Unternehmen sind ausichiietzlich jüdische Schauspieler. Die Schaufpiele im Redoukenfaal. D.e Voibe-rcitungen süt d e von Max N e i n h a r b t geieitetm Aufsührungcn im R doatensaat der Holburg sind im vollen Gange. Der Kartenverkauf raub m wenigen Tagen beg nnen und zivar nicht an der Tageeknssa der Bundcsthcater, sondern an der Kassa des Redouteuthemecs, l, I 0 s e s s P l a tz, Eingang zum Schweizerhof. ___________ Volkswirt. Gestempelte Krone --- — •001l8 Centimes. Auszahlung Wien ---- -7-.««^ Centr uc?. Besserung von Krone und Mark. In Zürich notierte die öflerreichische Krone ... —.00'/i (—.00^» am 1. Sepl.) die österr. gestempelte Krone. —.00^/, (—.00^ am l. Sepi.) die tschechische Krone .... 17.25 (17.20 am 1. Sept.) die Mark. . . .. 0.4ol/2 ( 0.37 am 1. Sept.) Agram. . ... . 1.40 ( 1,40 am 1. Sept.) Evfia.. 3.— ( 3.— am 1. Sept.) Budapest.. . 0.23 ( 0.25 am 1. Sept.) «arschau. .... . .v.06^/, ( 0.06 am 1. Sept.) ZrnssAtzerhöhANg der Oesterreichisch^ ungarischen Barrk von 7 ans 9 Prozent. Der engere Genevalmi (für die österreichische Geschäftssührun-g) hat in seiner gestern unter dom Vorsitz?des Gvuvermnrs Dr. Spitzmüller in Gegenwart des Regievungs. kommissärs abgchattenen Sitzung nach Anhörung des Vortrages des Generalsekretärs Rapp und eingehender^ Erörterung de, Lage einstimmig die Erhöhung des Zinsfußes um 2 Prozent beschlossen. Es wird daher von Montag Heu 4. d .an für den Eskonrpte von Wechseln, Warvants und Effekten der Zinsfuß von 9 Prozent imb für Darlehen aus Wertpapiere ein Satz von 10 Prozent gelten. Der Zinsfuß bei begünstigten Darlchen erfährt, soweit für dieselben nicht der 6 pro. zentige fixe Sah in Geltung steht, im allgemeinen eine Erhöhung um Prozent. Nur Darlehen, welche seinerzeit zu, Z e i ch n u n g v 0 n K r i e g s a n l e i h e n erteilt wurden^ wer, den durch diese Zinssußerhöhung nicht berührt. Für solche Darlehen bleibt ausnahmsweise bis ans weiteres, soweit sie zun fixen 5 prozdntigen Satz erteilt worden sind, dieser Zinsfuß unp soweit sie. zum jeweiligen Eskomptezinsfuß gewährt wilxden der 8prozentige Satz bis zum Ablauf dieser Begüw stigungen in Geltung. Nach Erlöschen dieser Begünstv gimgen findet^ aus solche Darlehen, der ermäßigte Satz von. 6,! Prozent Anwendung. , . Schach-Chronik. Lerei»stvettk«mps Sakovh — Arbeiter-Schachklub. Weiß: Täkacs (Kakoah). Schivarz t G 0 d a i (Art.-Sch? Stellung nach dem 22. Zuge von Schwarz. ck e f u. 62-64 2. c2—c4 3. S bl—c3 4. L cl—g5 5 8 x1-tZl) 6. e2 —e3 7. l' al—cl 8. L fl-d3 9. b2-b3 10. 0-0 11. 8 f3—e5 12. 8 c5Xd7 13. L e5Xf6 14. pä^d4 15. D dl-g4 16. Ld3-bl! 17. Se3-c2 18. T cl—c3 19. b3Xc4 67-65 e7—e6 Lp8-f6 Gf8-e7 8 d8-67 0—0 ' Tf8—e8 a7-a6 c7—cö D dS—a5s; c5Xd4 L c8X97 L e7X16 Ta8-c8 Te8-d8°) Lf6Xe7 L67-a3^) 65X<r4 L a3-fö») 20. D g4—e4fl) 21. Se2-g3 22. ve4Xb7 23. Sg3-,2 24. Db7—e4 25. Tc3 -dS 26. TdSXD 62 27. LblXLe4 28. Td2-c2 29. T fl—dl 30. L e4—c6 31. 64-65 ' 32. Lc6X.d5 33. Tb2-c7 34. b2 -h3 35. S e4-c3 36. Tc7Xföf 37. T*dl—elf D a5-h5 D h5 - h6 .L d7—b57) D 56-62 g7-g6 , ,Lb5—c6 Lc6XD’e4 Tc8X<4 Tc4-a4 Lf8-g7 T c4—b4 e6X65 Kg8-f8 Lg7—b6 Tb4-b2 Tb2—c2 Kf8-e8 cuf gegeben. Renaiffaneebühne. Das Tendenzstück „M e d i u m" von Leopold Thoma bringt natürlich weder Belehrung noch Aufilärung über A^sen und Mißbrauch der Hypnose. Es geschieht alles so, wie es der Autor will. Aber wenn er auch zu weit ging, sein Stück ein „krirninal-psh chologisches Drama" zu nennen. — die Sache ist nicht übel gemacht, es wird mehr gemimt, als gesprochen, so daß der Dialog nicht stört und die Novität wird ausgezeichnet gespielt. Oskar B e r e g i überbietet feine bisherigen Bravour-Rollen. Seine Darstellung des Willensschwächen Mediums ist wirklich außerordentlich und feine Partner Magda Garden, Traute Carlsen und in.gewissem Abstand auch Artur Duniccki vortrefflich. Frau Gardens Sterbeszene insbesondere kann sich sehen lassen. Diese AuMhmng zeigt, wie das Theater ‘ den Konkurrenzkampf mit dem Kino aufzunehmen bestrebt ist. Man sieht eine unerhört scharf geformte Pantomime, die nur von wenig Text unterbrochen wird. Man spricht nicht mehr als etwa der Begleittext im Kino ausmacht. Die Wirkung ist natürlich weit stärker und ursprünglicher. Autor und Darsteller, vor allem Bevegi, der Schauspieler und Spielleiter, ernteten stürmischen Beifall. - A. Sladtthealer. Unten einer neuen D rc't.on Jarno- Trau hat das Sradtth^ater seine Pfo ten geöffnet. An Stätte, wo mm einst littrmisckie Ambitionen kannte und Strindberg gespielt wurde, ist die Operette eingnocen. wieder ist eine?ühne, die eine Pfl-gestätte des Wiener Bolksstückes sein könnte, diesem „Capua der Geister" verfallen. In sensationeller Auknnchung gab man im festlich beleucküten renovierten Hause die Operette ^Offcnbach", die der its im Avollolheater ihre Zugkraft erprobt hol. G rade unwiderstehlich tanzt Herr T/reumann .den. Canean und man begreife, daß ihm alle Framnh rzcn der Operette rascher entgsgenschlagen^Lnbenswürdig und anmutig ist Frau Bartos-Trau, sie fiugt mit Geschmack uns) schwingt ein entckikendes Tanzbein. Imposante StimiNittel besitzt d,e evernalige Staa's vern ängerin F au S z t e r e n h i; freilich di§* tnmert sie empfindlich und enttäuscht als Daistellerin. Ergötzlich UVOLF RREVEHI ■nawmnrirT i:VV.yi;.-V > i'.fJIMÜK

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