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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-03 · Heft 1291 (3.9.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1291 (3.9.1922)
Date
1922-09-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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*t. l»9l N?m, Gvrmtcig Loete. Das Läßt sich weder durch Vre Stimmung unserer Zeit noch durch persönliches Versagen begründen, denn die Schönliteratur Mhever Zeit kann mmr auch heute wieder und ümmer wieder lesen. Die großen Russen, Zola, Maupassant, die GoneeurtS, ja sogar Stendhal und Balzac, Dickens und Thakerag, Nc.ruer und Storm.'M „alten" -Nttimountzn,, Sie, Hamsun, S:rindberg. si^. Me sin^.heute frisch wie am Tage ihres t schcineus, sie hab-m blühendes Leben, neben dem die Aktualitäten fad und blaß, nein: schlecht geschminkt wirken. Wenn .der Rauch verfliegt, dry solch moderner Roman aüswirbeln?nacht, dann ist man fertig mit dem ganzen Gedanken- und Gefühlskomplex, der große Lärm läßt keinen Nachhall zurück. •Hut so habe ich meiner Verwandten geschrieben: „Liebes Kind, Du mutzt lernen, Dich zu bescheiden. Die Prinzessinnen, die goldene Noseu oder hellrote Frösche verlangen, kommen heute selten aus -ihr^ Rechnung — entweder ein Roman ist modern oder er üst spannend. Wenn Du auf Erfüllung Deiner beiden letzten Bedingungen bestehst, empfehle ich Dir Dostojewsky, Hau'sun oder Dickens. Mutz es aber ein moderner Roman ssin, so verlange den unauslöschlichen Eindruck nicht. Es gibt auch jetzt unvergeßliche Bücher.' Leider kann man sich ihrer aber Keim besten Willen am rrächsten Dag nicht mehr erinnern."' * Die Einwanderung nach Amerika. Rach den soeben veröffentlichten Däten des amerikanischen Staatsdepart-emems für Arbeit bleiÄ die Einwanderung aus Polen und Beßara» bien in der letzten Zeit weit hinter der Mlässigen Quote zurück. Im -Juli sind ans Polen statt der zulässigen Zahl von i>299 Einwanderern nur 1292 nach Amerika eingewaudert. Airs Betzavabvin find, im selben Monat statt 558 bloß 56 Immigranten in die Bereinigten Staaten gekommen. (I. C. B.) * Die Juden in Slraentinien. Die jüdische Einwanderung nach Argetltmien hat während dieses Jahves ungeheuer zugenommen'. In den letzten sechs Monaten sind 50.000 Einwanderer im Lande eingetroffen, von. denen der größte Teil Inden waren. Di» Inden Argentiniens haben ein Komitee zum Schütz der Immigranten eingesetzt, dessen Aufgabe es ist, die neu Angekommenen in den ersten Wochen mik dem Nötigsten zuversorgen und Arbegtsmöglichkeit für sie zu beschaffen. Die ^Mische Zeitung" von'Buenos Ahres erklärt im Anschluß an die Veröffentlichung der obigen Statistik, >die Aufnahmsfähigseit.des Landes sei noch immer unbeschränkt. Das Blatt gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es weder gewissen Elementen im argentinischen Judentum selbst noch de« reaktionären nichtjüdischen Parteien in Argentinien gelingen wird, die jüdische Immigration zu beschranken. (I. C. B.) . . . Kronen — zu „Engrospreisen". In dem der amerikanischen „New-Aorker Herold" ist ständig folgendes Inserat zu lesen: Mark, Kronen zu Engrospreisen. Bar oder Teilzahlung. Sichern Sie sich deutsche Mark, zur jetzigen niederen Rate für späteren Gebmuch durch mäßige Anzahlrmg. Alfred Benscher u. Ko., New-Ayrk, 206 Bwdway. m, Sofft S270. 0 deutsch- * LEksichornns gt|tts fchlechieü SBrttee. Ln England gibt es eine Derffcherpng. die den durch Degentvetter entstondene« Schaden erseht. Sn diesem Sommer ist die Gesellschaft »it de« Erträgnis der allzu feuchten Kundslage nicht zufrieden. Bei der schönen Trockenheit des vorigen Sahres war er möglich Öen» fett« Dividenden zu zahlen, während dieses Sohr der , die ' schönsten Hoffnungen der Aktionäre sortgeschwemmt. hat. Die Httsichsrung deckt den Schaden.'! der beispielsweise dgchurch entsteht, daß zrotze Spottereisnisse-verregnen. daß die Sportplätze dadurch unbrauchbar werde» und tlatz die Einnahme der Unternehmer durch schlechtes Wetter geschmSlert wird. Allein an den in diese« Lohre verregneten Clickst-Wstcher hat die Gesellschaft schwere Verluste erlitten. «* r;... * 6i» tietitr St»8«iff •*! Hu Sttbtwt (focrcTf. Die englische Expedition, die die Besteigung des höchsten Berges der Welt, -es Mount Everest im Kimalayagedirge, auch dieses Lohr nicht durchführen konnte, ist aus ihre« Leimwege jetzt in Kalkutta emgetroffen. Der Leiter. General Bruce, sprach die Ervartung aus. datz es bei günstigeren meteriologischen Verhält. Kissen möglich sein «erde, den geheimnisvollen Berg zu bezwinge«. Tr leibst will im nächsten Lahr emen neuen Versuch machen, den Gipfel zu erreichen. Einem Besrager erklärte der General, daß die bei den beiden ersten Expeditionen gewonnenen Erfahrungen eon großem Wert für das nächstjährige Unternehmen sein würden.! * Esperanto i» England. British Labour Party, die größt« llvbüiterpartei Englands, hat auf ihrem diesjährigen Kongreß Esperanto als BevrchrSsprache mit dom Auslände angenommen um) beschlossen, vom September an in ihrem Hcmptorgan „Daily Herald'' zweimal wöchentlich eine ständige Mevantvvuibril ei-umflchven. In derselben werden Vorwivgend Berichte ihrer auS- «ndijchen Esperanto-Korrespondenten über die mateAelle und - Ohe Lage der Acheiterschast der Vevschiedemn Länder der« icht Werden. ' 1 * Erholungsstätten für Leichtlungeukrcmke. Di« Gemeind« Wien hat jüngst zwei neue Stätten gÄch offen, die dem Kampf zegen die Tuberkulose dienen sollen. Am 5. Mai genchmigte per Genreinderat einen Betrag von 24o Millionen Krone« zur Lrrichtung zweier Dag- und NachterholungSstätten für Leicht-. bmgeilkvanke. Sogleich wurde mit den Bmlarbeiten begonnen und heute stehen beide Anstalten bereits fertig da. Gl« sind seit dem 18., beziehungsweise 26. August, in Betrieb. Di«' ein« Erholungsstätte ist in Lainz, an der südwestlichsten Ecke des Lainzer Spita^artens neben der Tieraartenmauer gelegen und von der Herm-eSstvaße mit wenigen Schritten zu erreichen. Sie besteht aus einer gegen Süden offenen Liegehalle fiir h u ndert Liegestühle und einer geschloffenen Schlafe >mi!d Spcisebaracke, die einen Schlafvrum für M Bettes Speisecamn, Waschraum, SPAvaum, KleidevÄblage, Magazin, Wärter- und Aerztezi-numer enthält. Sie ist mitten int Gvüue-n, ht Bäumen und Büschen gelegen und durch eine Höhe Planke i»om Spitalsgarten abgetrennt. Zur anderen Hemtatttz fuhrt der Weg von Grinzing ein gutes Stück denKobenzlweg htnaarf di§ knapp unterhalb des Schlößchens Bellevue. Ihre Anlage umfaßt zwar Liegehallen und abermals, eine Barack« mit drei Schlafsälen für zusammen 50 Betten, SpÄsevanm und Aleu Nebenränmen, zu denen hier auch Küche und Vorratskammern gehören. Jede Erholungsstätte enthält SO Plätze für Tagesbesuchrr, die um 0 Uhr früh kommen Und nur 5 Uhr nachmittags wieder gehen, sowie die gleiche.Anzahl, Plätze für solche, die die gute Luft ntw während der Hiacht genießen können, die also abends die Erhöhung-» [täfle aufstichtzu, iwn dort zu schlafen; weiter« 60 Bettm. >in cber Erholmlgsstätte sind für Da u e r d es ucher herechttet, die vier Wochen nnuniervrschen m der Pflege der Unftalt bleiben. Die Pfleglinge zahlen 8500 K. für den ganzen Lag) 250.0 K. für dm Tag allein und 1B00, K. für die Rocht Min. Das find selbstverständlich Beträge, die kaurn ein Viertel der tatsächlichm Kosten deckeü; vie Gemeinde leistet, va die Bchüpflegskostm sich -Pro Person und Lag gegenwärdig Menev MsrsenzerittttS. 9.. seite 7Ü iiimiimi KLEIDER [ KOSTÜME / MÄNTEL - PELZE ' (MAYSEDHRCASSE 2) auf mehr als 15.000 Ä. belaufen dürften, einen Zuschuß von etwa 12.OO0 K. auf den Kopf und Tag.: * Maßnahmen zur Bekämpfung des Alkoholmißbrauches. Die autzerordrntliche Zunahme der unter der Einwirkung des Alkohols. verübten nächtlichen Nuhestörungen,' Raufexzesse, Messerstechere'im »haben die Polizeidirektion veranlaßt, zunächst im eigenen Wirkungskreis die nMvendigvn Verfügungen zu treffen.^ Pyr. allem wurde -angeordnet, daß gegen Personen, die im'trunkenen Zustand Exzesse verursachen, mit strengen Arreststrafen vorzugeyLn'ist und daß Messerstecher und Gewalttäter in der Regel in Haft zu - nehmen und dem Strafgericht, emzuliesern. sind. W ist aber auch in Aussicht genommen, hinsichtlich notorischer Trinker mit der Land eshnnptstelle Wien zur Bekämpfung deS Alkohol i S.mn s wegen.Ginloitung -von Schntzntaßnahmendas Zum Zwecke einer wirksamen Handhabung der vorstehenden Anordnungen wurde ein besonderer Ueberwachnngs-dienst organtfiert. - > . * Spende von der Interparlamentarischen Union. Die m Wün versammelt gewesenen Mitglieher der Jnterparlanrentarischen Union habru vor ihrer Abrelse aus Wien drrrch das Bureau der Union eine. Smmn'e von zehn Millionen Kvonerr für die Armerc der^ Hauptstadt goividmet und zuhanden des Bürgermeisters der Stadt Wien überwiesen. — Domgagenüber: haben die oänischen Teilnehmer 15o Millionen Kronen für die Jnteruerten in Ungarn üoevwics-en. Auf ^der Fährt von z., Quellenstvatze, 97, * ZeitnngSstreik in Linz. Das technische Personal der', Liiizn' Zeittrngsdrucker-eien ist wegen Lohndiffevenzen in den'. Au Z st and getreten. Das Erscheinet der Zeitungen ist uü-' Wahrscheinlich. Es siwden gegenwärtig Verhandlungen statt. * Die Erhöhung deS Maxrmaltarifes für das Platzfuhrwerk. 'Eine nam Echöhung des Maximaltacifes für daS Platzsuhvwerk war Gegenstand der Pwatu-ng der.kmnpetentcn Behörden «nd iut-eressierten Faktoren. .Nach.dem ldem Herrn Bükaernreister. zur Genehmigung ün Vorlage .gelangenden Antrag soll für Aniotaxi die ögoOfache Taxe 2, vespektive Zsittaxe und Gepäckszuschlag; für Einspänner' die. OOOOfaHe. Taxe 2, rejpek-- tive Zentaxe und Gepäckszuschlgg, und die Zeittaxe für Fiaker mit lO.OOo K. für die ersten,, mit 7oO0 K. für je weitere begannen« 10 Minuten und,mit 4000rÄ. fite den Gepäckszufchlag bestimmt werden. Der GüWakeitsh.eginn ist für Sonntag den Z.d. m-ÄWchkdMÜMk^^ ' '. * Der Postpaketverkehr wit Sowjetrußland. Das Volkskommissariat Hir PostuNd TelegrapHeNwesen trifft Vovbevüitunaen zur Wlisdevausnahme des Postpaketverkehrs mit allen Ländern, mit denen bisher noch kein ständiger PostvevLehr.be»-- staNü. Die Befördemng zur See wird die Russische Freiwillige' Flotte'besorgen. * Ein Rucksack mit Geld «estohle«. Biedermannsdorf bis zum Hanse 10. Be^. . „ wurde heute dem Eisenwarenhändler Johann. W u r st ein Rucksack mit zehn Millionen Kronen nnld vier Kilogramm Znckar gestohlen. Im Innern des Rucksacks steht mit braunem Stift Name und Adresse des Wurst. * Sammlung Belkind-Kinder. Durch den Verein Jüdische Kinlberfrönttde sind «inaelausen: Herr und Fron SMerPfennig, Tarnoüv K. iMO.OOo; Frau Fanny Weiß K. 20.OOO; Herr Professor. Wtein ein engl.. Pfund, Dr. Albert Scharf 8 Dosen Kondensmilch. * Heimtransporte jüdischer KriegsslLMlinge a«S Galizien. Vwntag den L d. nrelden sich Tcworstraße 20 von lo bis I Uhr Nr. lOOl bis 1O6o, von 4 bis 6 Uhr Nr. 10S1RS llov; Menstaa de>n 6. d. von 10 bis 1 Uhr Nr. 1101 bis 1180, von 4 bis 6 Uhr Nr. 1161 Vis lSÖo; Mittwoch den 6. d. von 10 bis 1 Uhr Nr. 1201 bis 1260, von 4-his 6 Uhr Nr. 1251 bis 18Qo; Donnerstag den 7. d. von 10 hrS 1 Uhr Nr. 1301 bis 1350, von 4 bis S Uhr Nr. 1351 LiS -14oO; Frettaa den 8. d. von 10 bis -1 Uhr Nr. IM bis 1461, von 4 AS & Uhr Nr. 1451 bis 1500. PersonäldoLuMeniL (Heimatschein, Trauungsschem, Geburtsschein, Meldezettel,. je zwei Phtoarcchhien pro Person^zber 14 Jahre alt, OptwnSzeitel) miOrmgen. * Bereinigte hebräische Schulen. Einschreibungen sämtliche Kurse ter hebräischen Schulen — sowohl für Wachsens als auch für Kinder. beiderlei Geschlechtes — fl wie folgt statt: a) Für die Schule, 2. Bez., Große Möhren» gaffe 16—22/ an Sonntagen von 9 bis 12 Uhr vorm., an Wochentagen von 8 bis ö Uhr nachm. H) FÜL di« Schulen im 20. Bezirk im Schüllokal, 2o. Bez., Othnnä-vaasse 4t6 (MbÄ» schule), an Sonntagen vM 9 W 12 Uhr, an Wochentagen von ö bis 7 Uhr abends. Die EmschreimMgen Mögen raschestens vorgciromnren werden, damtt der Beginn, des Unterrichtes keine Verzögerung erleide. ' * Tariferhöhung ans der Südbahn. Die Betriebsdivektion der Südbahn in Wien teilt mit, daß sie, ebenso, wie di« anderen österveichischen Bahnverwaltungen, genötigt sei, der' fortschrdi» ienden Geldentwertung Rechnung zu tragen und ihre Personen» und Gepäckstarife mit 6. d. neuerdings zu erhöhen. Bon der Erhöhung werden auch die IahreSstreckenkarten berührt. Doch -läßt me Südbahnverwaltung, obwohl ihr tavif- Watzia daS KLndigungSvecht zum genannten Zeitpunkt zufteht, aus Billigkeitsrückstchten die Benützung der Jahresstreckenkarten ohne Aufzchluüg süSnahmSwelf« noch bis Ende Gep» 1 e in b i r zu. Der Zuschlag aus den erhöhten Tarif wird daher lediglich' für daS letzte Iahrviertel schöben^. OeveuS anläßlich der Tarifechöhung vom 16. August bestellte Eraanzünasblätter gelangen unter Berücksichtigung der ab 6. d. Mligen TariffStze zur Ausgabe. Näheres % MS den M den MrkartenschMru angeschlagenen Kundmachungen zu entnehmen. * Freihändiger Brrkaus der Restbestäude der Wohltätig, keitspostmarke« 1922. Die bei den Postämtern während der. Gültigkeitsdauer nicht abaesetzten und an die Postverwaltune ahgefüinten MMtätigLeitNpoftmariten der Ausgabe 1922 (rum 18.000' vollständige Sätze und unigefähr 60.000 Einzelmarker verschiedener Werte) werden durch die Poftvevivaliung fveihäw dig verkauft. Diese Rvstböstände werden nur im ganzen on derf Meistbieter abgeaeben. Karchanbote mit Preisangabe sind fchriftt lich unter verschlossenem Umschlag bis zum 10. d., 12 Uhr,'beim BundeSministeriu-m für Berkehrswesen, Postsektion, Depar« rement 9-P, Wien, 1.'Bez., DominikanerLastei.16, vinzubriuaen Die verschlossenen Umschläge müsse« aus der Autzervseite mit dem. deutlichen Vermerk. „KEsa-n'bot auf Wohliätigkeitspoftmarken^ versehen fein. Die Eröffnung' der Kaufanbote findet am 10. d, um 12 Uhr statt. Den.Anbotstellern steht es. frei,-' chr fcmm wohnen. Hinsichtlich der Annahme der Kaufanbote hält sich vie Postveuwaltung vollkommen fteie Hand vor. .Die. zugeteilten Wohltäiigkeitspostmarken sind binnen acht Tagen zu iibernehmen. Der Kaufpreis ist bei der Uebernahme .durch dsn'-Ersicher voll zu bezahlen. r Amtlicher Wetterbericht. In Oesterreich sind gestern ..gefallen. Inzwischen hat -es sich ziemlich reichliche -Niederschläge ...... .. .. . teilweise wieder ausgehsitert-. In Vorarlberg hat es neueriiq zu regnen begonnen. Die Teinperaturverhaltnisse entspreche« ungefähr den normalen in dieser Jahreszeit. In DoutschlaiÄ» war es heute vorwiegend -heiter. Nächnrittags find aus.dem Arrslande keine Meldungen -eingelangt. VooauKsagc: Verätlderlich, zeitweise trüb, vielleicht auch Regen, Temperatur uuver> ändert. Vovtzersage unsicher. - . GBeU wmn Atff französischem Boden wuvde kürzlich am' Gestein vinch aufgedeckten Höhle -eine primitive Insektenabbilduu-g^ gefunden, die von Forschern als die zeichnerische Darstellung einer Bettwanze gedeutet wurde. Es wäre Nicht uninteressant, -feftMtsiellen, feit wann, das Tier eine Plage der Menschheit bildet. Jedenfalls ist anzuttchucen, daß schon der Urmensch das Schmarotzertier kannte,, daß die-Beherrscher der Vorwvlt, .die mit Mastodous und Höhlenbären -den Kampf erfolgreich aufnohmen^ dem kleinen, lästigen Feinde, nicht entscheidend an den Leib zu. rücken vermochten. Millionen Menschen tvurden seither durch diese Plage nervös und anämisch gemacht und zahlreiche Krankheitskeime übertragen; könnte uran über die Schäden eine St-atlstik führen, die die Bettwanze denr Menschengeschlechte uiu; während einer einzigen Generation znsügt, Ävr Ziffern wären erschreckend. Die Bekäuchsung dieses Insekts gehört daher, w-hr der Kampf gegen Bazillen, in die Geschichte der Mediziu und Hygiene. Wir sichen nun in diesem Kapitel gerade jetzt an einem erttscheidenderr Wendepunkt. An dieser Stelle wurde von der) Erfindung einer Wanzenfalle gesprochen, die nach genauen Stu.s dien der Lebensgewohnheiten der sechsfüßigen Zimürergenoffenj zweckmäßig konstruiert wurde. Die Erfolge, die mit dem „Co< lumbus" seither erMt wurden, berechtigen zu Hoffnungen,.daß e§ dem Menschengeist mttt gelungen ist. der Plage Herr M werden und die Wanze auf den Aussterbeetat zu setzen. Unter! >d«n zahlreichen Dankschreiben, die der Vertrichs-gesellschast täglich zukommen, sei ein Brief der OberbauratSwitwe Frau K. äbgedvuckt: „Als ich den „Columbus" in meinem- Schlafzimmer anbringen liöß," so . schreibt.die Dame, „geschah es nur aus Vorsicht, toeit ich hier und >da zu meinem Schreck eines der Tiere, fand, unter denen ich übrigens nicht einmal besonders zu feibert hatte. Ich wußte nämlich gar nicht, wie verseucht meine. Wohnung war und sehe -das erst jetzt-, wo ich täglich 12 bis 15 dieser Infekten in der Fälle finde. Es ist wirklich interessant, die Tiere am Isolierftrei-feu eirtlang bis zu ihrer „Armensünderzelle" kriechen zu sehen. Jeder beMt ein Unrecht, der sich der Wohltat dieser Emndung nicht bedient, auch dann, wenn er in den Betten „nichts findet". Man legt auch Schlöff'er vor die Türen, wenn' keine Einbrecher da sind. Ich werde den „Colmnbus" bei all meinen Bekannten warm-' stens weiter empfehlen." — Me Wa^enfalle „Cvilumbns" wir-d von der ,-Grandiosa"-NLubeitsapparate - Bertrie-bsgesEllschaft m. .b. H., Wien, 4. Bez., Suttnerplatz (früher Rainerplatz) 10, ^liefert. Der Isolierstteifen, der an allen Wanden des geschützten Zimmers ineiniger Entfernung -stber dem Fußboden hinläuft, ist zur Farbe der Tapeten oder Wandmalevei abaestimmt und fällt nicht auf, der Apparat selbst hinter einen: Möbelstück unsichtbar und auch sonst unbemerkbar angebracht. Es ist keine Uabertve-ibung: Wenn der „ColumbuS" in allen Wohnungen Eingang findet, dann wird die Bettwanze, die, wie erwähnt, feit Olims Zeiten ein Fvind der ^Menschen ist, bald nur mehr in Museen und privaten Jnsektensammlungen zu sehen stin. —- Es wird davor gewarnt, Nachahmungen, die bereits gesetzuch verfolgt werden, anzukaufen. Alleiuderkvetungen noch für einzelne Provinzstädte zu vergeben. - * reppichhvns Woitzser. VI.. 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