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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-03 · Heft 1291 (3.9.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1291 (3.9.1922)
Date
1922-09-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-i/fo ,f *->l t? 11 ,f \W“<^>,'‘[F '«• r'rr^,"-.' - j\r .-» - > ,v 7 ,;'- jT^j'J» T " ' M)W i m^t2QrV Wien, Sonntag. tv vezky drs' (Käste in französischer Sprache ' begrüßte.' Der englische Delegierte L o,x d R ew t o n betonte tu seiner Antwort, man müsse endlich zur Erkenntnis ge- > langen, daß dje Welt nicht in zwei Lager, Sieger und - Besiegte, geteilt werden dürfe. Redner ersuchte seine amerikanischen Freunde, im Interesse Ungarns tutb1 Oesterreichs alles aufzubieten, um die Leiden dieser beiden Völker zu lindern. Der gewesene Reichskanzler Fehrenbach dankte namens Per deutschen Delegation für den herzlichen Empfang, worauf der österreichische Delegi-rte Egern in den Anbruch eines Zeitalters begrüßte, in dem die Feindseligkeiten und Gehässigkeiten einer Politik des Friedens Platz machen. ' Abends gab Ministerpräsident B e t h l e n zu Ehren der Gäste einen Tee. ' ..JL Mener Mov-Wsett««-. LSdptencher' Tagesbericht. Jugendheim Knhlenbrrgerdorf. „Steigw Sie in der- Station KahleEvgerds^ aus und gehen. Sie/noch ein Paar Minuten weiter, darin werden Sie schon sehsn" — -das war die Weisung, die mir die hübsche Sekretärin eines jüdischen WohlfährtswerkeZ mit auf den Weg gab, als ich sie nach dein, ländlichen Heim der Chaluzim befragte. Ich stieg also „in Kahlenbevgerdorf aus,. tr-a>bte die berühntt staüibige Straße unter der „Nase" in glühendem Sonnenbrand dcchm -undbeneidete die Kuchelaner Badegäste, die in den auurutigsten Stellungen — der Länge nach hingestreckt, mn ein imaginäres Lagerfeuer kauernd, oder ans einem Balken reitend — Mn Hr Mittagessen eiNnahmen. Ich wanderte fünf, zehn, fünfzehn Minuten, aber ich „sah" noch irmner nichts.. Ein Einheimischer, den wir ju Rate zogen, versicherte uns, „da Heraußen" gäbe es gottlob .nichts Jüdisches.. Meine Gefühle für die freundliche Sekretärin wurden immer wärmer und die Situation, gestaltete sich drohend. Aber da. erschien der rettende Engel. Er t-rug eine nasse Badehose in.der Hand und gab alfogleich mit'einem kriegenschen Unterton bekannt, daß er Ephraim heiß-.' und ans dem jüdischen Ferienheim stamme; als er sich vergewissert hatte, „gut Freund" vor sich zu sehen, fand er sich auch bereit, den Fühve-r abzugsben. Und das war sehr gut. , Denn da weder eine Fahne noch eine Tafel verrät, daß man im „Weingut Donauwarte" das Heim >der Chatuzim zu suchen habe, -Wäre ich sonst wahrscheinlich bis Tulln weitergelauseu. Die Chainzi-in sind augenblicklich übrigens lein wenig in den Hintergrund gedrängt von den Gästen, hie jetzt >dgs Heim bevölkern.- Gäste aus Nah und Fern. Aus der Ukraine sind fünfzig ■ P-o-gromwaisen, s»geuannten „Belkinder" (mundgerechte Abkürzung von Belkind-Kinder). für die Dauer ihres Wiener Aufenthaltes im Heim nntdrgebracht. Die Kleinsten dieser jungen Palästiuafahrer. sehen ungemein possierlich aus. Sie tragen Kakhianzüge, die offenbar aufs „Auswachsen" berechnet sind, denn die Kniehosen plvddern um die Mitte der Wg-dc; und einen richtigen Tropenhelm ans gleichem. Stoff,.,der die oben? temrlichste Pfadfin-dertracht.noch. übertrM. und., -pön dem. -sich keiner der.-kleinen Helden auch, -imr anf'die Dauer weniger. Minuten trennen, möchte. Eine Gruppe -bon Palästinäwanderern ist im Garten mit einem Wnrsspwl beschäftigt und vollführt dabei ein ohrenbetänbendes und herzersvouendes Geschrei. Sie sind freier und frischer als die Pogrowwaisenpdie incvn sonst gescheu, und genießen anscheinend in vollen Zügerrdas^ Vorrecht. ihresAlters: Vergessen zu .dürfen. ' ' Auch sonst geht -es in Hans und Garten munter -gen-nß zn. Ans dem Riesenzimmer, das — wie in' den alten oberitalienischon Häusern — vom Hausflur durch eine Wand mit offenen Bogenfenstern getrennt ist, -dringt eine Art musikalisch gebändigten Geheuls. Guckt man, neugierig gemacht, durch die malerischen Schwibbogen, so sicht ntem etwa zehn junge Männer, ■um einen Lisch von "gewaltiger Ausdehnung sitzend, -emsig mit Zirkel, Lineal und Reißbrett hantieren. Dabei stoßen sie Laute ans, -die dem Vernehmen nach hebräische Mavschlieder bedeuten. Schön -singen sie wirklich nicht, aber man freut sich doch, wenn man junge Juden bei -der Arbeit singen hört. Die jungen Leute sind Chaluzim, die in Wien einen Baukurs besuchen^ die zukünftigen Banmei-ster des .jüdischen Landes. Aber ivenn auch nicht gerade Baulechniker, Erbauer der Heimstätte aus dom Boden unserer Väter wollen sie alle werden, die da versammelt sind im Kahlenberg-Heim. Die Feriengäste aus Wien, 80 Mädchen und 22 Burschen, Mitglieder von ,^mg- J-uda", verstehensich in diesem Punkte vortrefflich mit ihren- Gcfährten aus dom Osten. Unter den Burschen ist ein« ganze Anzahl voll Handwerkern, Schlosier, Spengler, Tischler — fast eile Schwerarbeiter, um den Ernst des UmschichtungAvillens zu bekunden. Daß dieser Wille ernst ist,' beweist der Lebenslauf so manches dieser jung-vn jüdischen Arbeiter. Nach der Matura hüben sie beherzt „nmgesattell". und >hab«n 'den Weg zur schaffe ndcn, zur erlösenden Arbeit eingeschlagen. Turgenjew hat eine Parallelbewegung in der einstigen rusiischen Jugend mit dom treffenden Ausdruck: „Sie haben sich vereinfacht", gekennzeichnet. Auch diese jungen-Juden haben „sich vereinfach t" mW haben es ohne große Geste und ohne theatralisches PhatoS getan. - - - ' In der winzigen Küche -hockt auf einem umgestürzten Fäßch eit ei tt junger: Burs che — nach Sprache,, Aussehen, Gebaren das typische Wiener Kind, in dem-kein Mensch den Juden vermuten würidemit zwei schwierigen Problemen beschäftigt: wie er die Kartoffel schälen soll, die ihm eine übermütige Chaluzah in die Hand gedrückt hat, und wo er seine langen, langen Beim unterbri-Weu könnte-Fragt man denchrngen'Mann nach Zeichnet : 5'|oigeamortisable Vorzugs-Aktien der - t OberösterreichischenWasserkraft- und Elektrizitäts -A. ö. (mindestens 5%ige, Dividende durch Staats- und Landes-Garantie gewährleistet.) Zeichnungspreis K 750 — Zeichnufigsstellen: Sämtliche Wiener Banken ’ und deren Zweigstellen i feinem Berus, so sägt er einfach i, „I.bin ä- Schlossers'gcht 'man der Sache aber weiter nach,' so ergibt sich, Käß er nach vollendetem, und zwar aus gezeichnet vollendeter Mittelschulstudium bei der.Schlossers gelandet ist. Marmr er umgesattelt hat?" „Na ja, Sie Lfter'nlchrstwissen"' saßtier.'itlihJb «er hat recht. Ich welMschon. s - ' \ " ' ' . i; «In der kleinen Küche gibt es ein paar solche -Umsattler. Da sind drei junge Mädchen aus Galizien, die sich den „Bel- Z kindern^ attgeschlossen häben^ und nach Palästina-äuswandern. I Sie haben eine landwirtschaftliche Schule besucht und gehen 'i nun m cjnc.: jWsche Landärbeiierkolpnie. Msinen brscheideneu > Eintvano,;pb^etzt die richtige Jahreszeit fei/snit Bodenhebguung zu LeAnnen,- schiebt sine '---Vesolute''BloMnä --energisch^ zur Palästina,"^'belehrt.' sie mich,' ,>gibt. es--keinen ' Schnee, dort blüht. alles das ga:aze Jahr." Sie sagt das mit tiefer. Inbrunst,.Me seltsam, absticht. von^ Hrem sonstigen derben< Wesen. Mit 'ben BÄde'nben über >die Züstimmüng der Eltern--ist-- das Mädchen auch schnell fertig. ,>Dre Eltern müssen wollen," sagt sie, kurz. Und ebenso kraftvoll setzt sie hinzu': „S i e d e rd e n j a n a ch k om m i n." Neiderfüllt sehen die Wiener Mädchen auf die Pionierin. Wer doch auch da mitkönnta ... Uber inzwischen suhlen sich die jungen Wienerinnen auch im Eiw" am Abhang des KähleNbergs' sehr chohl. Der GeistZ fröhlicher Einigkeit herrscht im Haus. Eine straffe Organisation'[ ider Jugendgvnppett ermöglicht die Selbst de rwaltung des Betriebes. Es mag nicht gar so leicht sein, unter den jetzigen Berhältnifsen für so viele junge GeMrten den Ferienaufetrthalt zu regeln. Mer— cs geht. Ueberall -legen die jungen Menschen selbst Hand an, sie raumen die Aimmer, sie helfen in der Küche. Dir „GruppenfA-rer" betrachten es nicht als EniwuÄigung, sich -:uit Haushaltsf-ragen zu befassen und' Studenten obliegen mit groM'Ieierlichkeit demi Geschäft des Fisolenputzens. In LUtep Kameradschaft ha-useir Mädchen und Burschen zusammen, sM° lenzen'im Garten, wandern-Kürch den.Wiemrwald und imternehmen bisweilen auch größere Ausflüge.. Aber obwohl da .ftm'ße^-hekßblÄige'''Meu.schen bs'rsammen find, ohne Aufficht uM Bewachung, fände de-r strengste Sittenrichter nichts zu -tadelnH ). Deust über dieser jüdlschen JuHA'MchG^W ihdbstvqh« J, .l«ü> eine. Hoffnung und ein Ideal.- Sie 'sind erfüllt bon her;: Hsrligkeit ihrer Sendung. Nnter allen'diesen Witzbolden, Spot- \ tern urrd Wortverdrehern gibt es nicht einen, der sich nicht still und ehrfürchtig beugte svor der gwtzen, der. strahlenden Hoffnung:- Palästina. Und wer ^wisse 7 junge jüdische „Geschäfte-: macher" mit ihrem -weiblichen Anhang und ihren chMlichen Gegenspieler» kennt, der wird sich— aus welchem Lager immer ier komme — dem Wunder nicht verschließen können, das in unserer Zeit der jüdischen Jugend einen Glauben und einen Halt beschert hat. Klara Mautner, Z» teuer! (Nach einer alten, vergessenen aber höchst zeitgenräßen Erzählung aus dem Französischen.) Zwischen Frankreich und Italien liegt ein kleines Herzogtum, das kaum 7000 Einwohner zählt, aber ein wirklicher souveräner Staat ist. - Der Fürst hat Mnister und seine eigerre Armee; sie zählt 60 Mann. Die Einnahmen des Staates vertragen kern größeres Mlitärbudget und der Fürst selbst, dessen , Haupteinkommen .aus der Spielbank fließt, die viele Fremde in die Harrpsladt fernes Reiches lockt, bann die Armee aus. eigenen Mitteln nicht auf einen höheren Kriegsfuß stellen. Aber das macht nichts. Der Fürst regiert doch wie.jäwr andere Monarch. Er verteilt Orden, er laßt Steuem, allerdings sehr geringe, ausschreiben, veranstaltet Militärparaden, hat bas Begnadigungsrecht usw. Ganz wie die großen Herrscher, mx geschieht alles in kleineren Ber- Einmal, es ist schon jetzt recht lange her, ereignete sich ei» fürchterlicher Fall: ein Mord. Das hatte es bis bahm in dem von frichfertigen Leuten bewohnten Staate nicht gegeben. Große Auftegung im ganzen Lande.- Die Richter berieten lange und verurteilten schließlich den Mörder, wie es sich geziemt, zum Tode. Er sollte geköpft werden. Das Urteil wurde dem Fürsten > zur Unterschrift unterbreitet und er bestätigte es. Der Mörder sollte geköpft werden. Nun kam eine große Verlegenheit. Es fMt«-sich heraus,' daß es dem Lande an einer der in Monarchien wichtigsten' Institutionen inangle: es gab keine Guillotine, es gab keinen Henker. Die Minister hielten einen vielstündigen KabknettSrat, in welchem der Beschluß gefaßt wurde, dw InretMtioN der französischen Regierung ip Anspruch ßu jteh'men,- das .heißt, sich an die ftanzösische-Regierung Mit der Bitte zu wenden, .gütigst 'fiir eine kürze Zeit eine Guillotine' und den dazu gehörige» Scharfrichter zur Verfügung'stellen-^ WMn.EleiHMgDNe-die'.ftan.'' zösische Regierung um die Mitteilung gebeten werden, Wie . hoch-hie Kosten dieser Aktion sich stellen würden. Das Ge. ' such ging ab und'' ivurde bon Frankreich günstig erledigt. Man sei bereis Vas Gewünschte zu senden und das ganze' Mfte 16.000 Frankem Der Fürst wurde sofort von dem Re« sullate in Kenntnis -gesetzt. Er dächte über die Sache nach und erklärte dann, 16.000 Franken sei ein schönes Stück Geld, so viel sei der ganze Lump nicht wert. Dieser Be- , trag tvürde das Budget des Staates in Unordnung bringen. Die Steuern müßten erhöht werden, was die Bevölkerung in große Erregung, ja vielleicht zur Revolution treiben könnte. Man beschloß, in der Angelegenheit sich att dev ' König von Italien zu Wenden. Vielleicht , macht der es billiger. Das Gesuch ging ab und die. Antwort, die von der italienischen Regierung mit anerkennenswerter Raschheit er. teikt wurde, lautete dahin, man sei mit dom größten Vergnügen bereit, den Wunsch zu erfüllen. Die Geschichte werde 'alles in allem 12.000 Lire kosten. Das war nun allerdings, billiger. Aber der Fürst fand nicht mit unrecht,-daß daß noch immer viel Geld sei, viel mehr ass so. ein elender ' Mörder wert ist, und legte es seiner: Minfftern nahe, sich darüber zu beraten, ob nicht vielleicht eine billigere Fornc der Justiz gefunden werderi^köHte, Der'Münsterrat beschloß -. dem Fürsten den Vorschlag unterbreiten, es sei der Versuch zu machen, ob nicht ein Mitglied, der Armee bereit sei, äuf eine schlichte Weise dem Vennteilten den Kopf abzu< schneiden, schließlich ist doch -der Soldat dazu da, im Krieg ganz unschuldige Menschen zu töten, ihnen die Augen herauszustechen oder sonst der wertvollsten Glieder zu berairben, da könne man doch anmhmen, es werde sich ein ' Soldat finden, der einem bösen Verbrecher gegenüber sein Metier zur Anwendung bringen würdet Der General wurde aufgefordE, in einem Armeebefehl diese Frage aufzuwersen. Nienmnd meldete.sich zu diesem Dienst. Ihn durch . einen Befehl zu erzwingen, wäre aber gegen das Militärreglement gewesen, das von derartigen Dienstlefftungen im Frieden nichts weiß. ' , Was tun? Die Minister berieten aufs neu«. Es wurde eine Enquete ernberufen. Diese wählte eine Kcmnnisswn, die sich mit der Sache beschäftigte, und den Ausweg empfahl, der Fürst nröge so gütig sein, von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch zu machen und den Deliquenten zu lebenslänglichem Kerker begnadigen. Das würde dies Hochherzigkeit des Fürsten in helles-Licht-fttzen urch auch billiger sein. Der Fürst unterschrieb 'das Begnadigungsgesuch. Der Verurteilte saß bereits sechs Monate im Gefängnis, vor dessen Tifte eine Wache stand, die chm auch die. Kost, aus der Küche des/Kstrsten 'brachte. -Als der Fürst, nach diMr. Zeft diL Rechnungen seines Haushaltes prüfte, Md.er, daß' die Bezahlung der Macho und die Verpflegung des Verbrechers i Pßo Jtzhr. yrehr # IfiOQ.- FraÄm Huspptrch-.WWe. Da er -noch em junger Kerl -ist, kann «'noch fünftig Jahre leben! Das macht eine horrende Summe ans! Der Fürst.. berief seine Minister zu einem KabMettsvate,. dem er selbst . präsidierte und sagte: „Meine Herren, machen Sie einen. Vorschlag, wie die Bestrafüng dieses - Schufws Nlliger zu stehen kommt!" Einer der Mirkisterbeantragte, den Wächter zu entlassen.: das «würde die Kosten wesentlich dervingrrn. „Daun Mr' unsidoch dcr Lump.durch", entgeguote scharfsinnig em zweiter Minister. ,Moll er es tun, memetwegen", meinte schlagfertig der Fürst, der aus diese Weise die ganze Geschichte erledigt sehen mochte. Die Wache wurde entlassen. Was geschah? Man ließ den Verbrecher beobachten. Ms seine Essenszeit gekommen war und die Wache kein Essen. brachte, kam er «US seiner Zelle hsmus und suchte seinen Wächter. Er fand ihn nicht. Da ging er zur , Küche des . FüPtt und holte sich eigenhändig seine Mahlzeit. Dann ging er ruhig in sein Gefängnis zurück, sperrte die Türe hinter sich zu und gab sich, wie gewöhnlich, seinen Gedanken hnr. Das ging so fort Tag für Tag. Es fiel ihm nicht im Traume ein, durchzugchen. Was tun? Die Minister bemeten abermals über die Sache und beschlossen, man müsse dem Sträftiug nahelegen, daß er fortgehr. Ma-n brauche ihnnicht. Der Justizmiuvster ließ ihn , sich'vorführen und sagte ihm: „Warum entfernen Sie sich nicht? Es steht ja gar keine Wache'wehr Vor Ihrer Türe? Sie können ruhig entfliehen. Der FuH wird es Ihnen nicht übelnehmen." „Das ist schön," , meinte der Sträfling. ,^cber ich weiß nicht,.wohm ich gehen soll. Durch das Urteil bin «ich entehrt, niemand wird mich nehmen' wollen, ich -bin. auch schon der Arbeit entwöhnt. Man ist ungerecht gegen mich. Das schickt sich nicht. Ihr habt mich zum Tode verurteilt. Gut. Ihr hättet mich köpfen lassen sollen, aber ihr habt -dies unterlassen. Ich -Habe Nichts hagegen gesagt. Tann habt ihr mich^ zulebenslänglichen? . Kerker veruist-eilt uiü> -mireine' Wache^geMrj^' das . Essen zu brnrgen hatte. Die Wache habt ihr .mir genommen Und mich Miner emzigen Zerstreuung beraubt. Ich habe wieder nichts gesagt. Ich habe mir selbst das Essen geholt. Fetzt sagt ihr: Geh' fort!'Nein! Tut, ^was' ihr wollt, aber ich gch'- nW".: , , ....... - > Was t»n? Man ^Wüef wilÄer^eMmdEMl^ D wstM beschlossen,/dem Menschen eine'Perrsion zu bewAiKÜ , damit er fovtgchy unh. pit endlich von Hm Kefveit wettw - Verhänget in allen Büchhandbm$en: SOKOLOW: Der Zionismus der Gegenwart j ANDREJEW LEONIDi Tagebuch des Satans K / J

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