Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1289 (1.9.1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Wiener MsvsenzsitNNtz. _1. September 1922 lfa£i>9W': 1 " AppoNyi über die KemzLerreise. Der Wiener Korrespondent der „Rheiltisch-Westfält schen Zeitung" befragte den Abgeordneten Grafen Alber A P P o n y i, der sich! anläMch der Konferertz der Inter ParlamcrttarischenUniMtN Wien befand, ob die Meltmngei «Seite 8 '■ Wien,' Freitag Sofortige A»szahr»ng VON 35 Mlllioiteit Lire. Rom, 30. August. Sektions chef Dr. Sch ü Tier wird Nwrgeu mit dem Generalsekretär -des Schatzamtes Conte. 3t o s s i 1t t die Einzelheiten der Flüssiglnachung des 70 Mil, liouen-Kredits besprechen. Es ist in Aussicht genommen, die Hälfte des Kredits unmittelbar flüssig zu »Nachen. : ' - - Ei«e MMeilrmg der Lerrtscherr Regierrrüg. Berlin, 31. August. (T.-K-) Der.österreichische Gesandte in Berlin Nied l hat seiner Regierung eine kurze Mitteilung der deutschen Regierung übermittelt, m der diese sich bereit erklärt, iu Berhantdlungen. über die..« iuze.ln en^ Wirtschaftsfragen zwischen Dcrüschland undDesterrcich einzutreten. Die österreichische Regierung wird anfge» ^dert, ihre wirtschaftlichen Wünsche zu formulieren. Das Sxpsse Dr. Seipels. Jin Ausschuß für Aoußeres ergriff gestern Bundeskanzler Hr. 2 c t$i c I das Wort zu einem Expose, in welchem er zunächst ' die Schwierigkeiten bei der Gründung der ueueit Notenbank ausführlich schilderte. Bei den V Besprechungen mit englischen und amerikanischen Aankiernper die vielbesprochene große Aus l an d s a u le i he stellte es sich heraus, daß die in Frage kommenden Finanzkreise gegen die Geivährung der Anleihe Bedenkm trügen» tveil ihnen noch weitere, von den Mächten -der Entente zu gebende Garantien erforderlich schienen. Unterdessen traten' die Premiers der Entente iu London zur Erörterung der deutschen Reparationssrage zusammen. Nun verlangten die ausländischen. Leitet der Anglo- und der Länder bank, wir müßten unbedingt jetzt auf der Erlangung der Kredite bestehen. Im gegenteiligen.Falle, das heißt wenn wir keine festen Zusicherungen erreichen könnten, -deuteten sie unsan, könnten sie der Beteiligung der beiden Institute an der nou zu gründenden Notenbank nicht zustimmen. Der Verlauf der Londoner Konferenz ist uns noch allen in frischer Erinnerung. Kurz vor dein Auseinandergeh«« hat man unserem Problem - «me Erörterung gegönnt, deren Ergebnis darin bestand, daß die Mächte sich derzeit außerstande sähen, unS Kredite zu gewähren, daß aber der. Völkerbund ersucht werde, sich mit; unsewem Problem ■ schleunigst zu besass-m und aus Gvuind der Freigabe der Pfänder den Mächten zweckdienliche Vorschläge §u erstatten. Dieser Beschkvtz hat« eine gut« Wirkung. Die ausländischen VerwatltUngskörper der Anglo- und der Länderbank weigerten sich nicht länger gegen die Beteiligung' ihrer Institute an der Gründung »nserrr Notenbank. Dorsche aber wünschen fit : . gewisse Aendervngen si« vankstatnt. . V. Dadurch ist notwendig gowmden, daß sich ^devNaiivual-, <vt oder sein HauPtauSschuß noch einmal mit. dem. von. diesem genehmigte« Statut^ befasse. Die Regierung hat ihrerseits di« . verlangt«« Äendevungen des Statuts geprüft. Sie konnte ihre Annahme den parlamentarischen Körperschaften.nicht, glattweg empfehlen und mußte daher neuerlich mit den 'englischen und / französischen Finanzkreifen in BeMndung treten, um «me solche Formulierung zu vereinbaren, welche sie vor dem. Parlament und der Oeffentlichteit vertreten kann. Ucker das Ergsbnis dieser Veshandkunge« haben wir honte movgens eine Nachricht erhalten, aber, auch sie schafft »och nicht alle Schwierigkeiten <mS der Welt. So ist dorm die Gründung der Note-nbank und die Durchführung unseres Selbsthilfeplanes ohne unsere Schuld noch immer hinauSgeschoben. Als der Beschluß der Londoner Konferenz am 15. August bekannt wurde, mußte sich die österreichische Negierung aber, auch in anderer Hinsicht ernst« Gedanken machen. So wenig sie an der. Autorität des Völkerbundes und an der uns wohlwollenden Gssiurmng der meisten in ihm vertretenen Staaten zweifelt, so weiß sie doch, daß der Völkerbund weder über eine Exekutide noch über finanziell« Mittel verfügt. Aus reichlicher Erfahrung ist unS auch bekannt, daß VechaMnngen durch Vermittlung des Völkerbundes ein langwieriges verfahren darstellen, das abzuwarten unsere Verhältnisse vielleicht nicht mehr zulassen konnten. In dieser Situation mutzte ich mir die Frage Vorlagen, ob wir nur einfach die Entscheidung des Völkerbundss abzuwarten> und im übrigen die Ereignisse an. uns herankommen zu lassen hätten. Ich entschloß mich, dnrch sofortige Fühlungnahme mit den zunächst beteiligten Nachbarn -unsere Lage und unsere Aussichten für die Zukunst zu klaren.. Der Weg führte uns Machst zur Prager Regierung. Ebcnso wie ich es später in Berlin und in Verona tat, stellte ich zuerst zur Diskussion, ob nach Ansicht meiner Mitrcbner die österreichische Aktiv« beim Völkerbund mit Aussicht aus Erfolg und rasch genug betrieben werden könne, so daß wir auf dem bisherigen Wege,, das heißt mit dem im Finanzplan zum'Ausdruck kämmenden Programm der! Selbsthilfe, verbunden mit der AitSlandshilft,. cchso mit rein 'finanzpolitischen Maßnahmen, das Auslangen finden köMten. Wen aber mit einem Versagen der dürch den Völkerbund ungebahnten Hilfsaktion und dadurch mit Komplikationen in Oesterreich gerechnet werden müßte, welche Wege stehe«, fragte ich' weiter, dann offen? Ich deutete zugleich an,, daß'Oesterreich dann wähl nüt durch ,' ' '• ' eine wirtschaftliche Anlehnung an einen oder mehrere Nachbarstaaten^ ' \; ,.dor>dW.Gvsthr.deß.KuftmeabxuMj$,.ytzre». ""V. Als ' Ergebnis drr in PrÄ 8w)^6tn«n Untethlchplungeu kann ich nur wiederge§en, ' dgß i>ori’ blc All Sis t ch t„c n . b Vhlkerbuudaktiou durch ans günstig ^beurteilt wephen.^ Herr Bene sch hat. sich, bereit erklär, unsere G enker >A rch.e i t y ach^-.rJB.lich,. zZ.,^nn t oMütz ^r^. und dett ihm,'jur ^erftAng Mhesthen WfM fitjC. zrleyeu.. Kr r.. hierhjsi-^^ nicht/nur/eine ^pDtischeAaM sondern, auch die AntHyahme Ä qmer sinäHWeO.-GaJKie ink -Sküge. Myk/brfo>H.-M - bem Podul der FriedeuZberträge steh!. Man, E'sich dort darüber, klar, daß Oesterreich in-die kleine Entente nicht' öinstreün könne», und gab uns die^bünvigsten^ BersichexUAgän^. daß^ -k'ie.Wne''Entente H W' sin /.LiM.Äw kS v o i i t i | denke.. Andererseits, würde. nachder iPragrr^ Auffassung eisi jedes 'Aüfgebsu wnsere^swatlichLft' WAiandigkelt, als" u i 3)1 vereinbar iit i.t ß e m' S h st e m d e r r i c - d e n,s Verträge befundeir werde,r. . i . ' Kine wiüschastkichr WWkg hyckie TschichoMochakei wärechuv' auf' dem SÖfcfc EärWliürr, Mganisch ivirkruber Ent-. .Wicklung herbeizusühren. Um 'über die' Moglichkeittn 'einer solchen, auf Weite Gicht abgeftMen.Entwicklung zu verhandeln, haben 7sich äuf eine ünh'übermittelte Einladung hin führende Männer mls hiesigen Bank-',"' Industrie- und Handelskreisen .vorgestern nach P r a £ .begehen;. - sie,, werden sich dort, mit tschechp-stowakischen Vertretern - der gleichen Kreise beraten. " Von Prag fuhren wir nach Berlin./ Unsere"ilmetred img. Mxt« zu.dom Schluffe, daß gegenwärt ig.-aü d«: durch die Fpiedensverträge ..geschaffenew -.Ordnung, n i chl-s g e>. ä u d e,r,t, werden könn^ > >-,s ,. , . s Zum Schluffe erssW., ... “ ' die Begegnung mit Herrn. Schauzer,.< . der Verona als Treffort. vorgeschlagen hatte. Das Ergebnis der italienischen...Reifo/stellt:sich folgendermaßen dar: Auch Italien legt der Aktion des Völkerbundes größte und ernsteste Bedeutung bei..' Herr-S ch a n z e r erklärte, daß . die Mächte an' den^"Beschluß 'der"Aond'oner^^ KonferÄrz nnd. au di verwartete'Entscheidung des DökkeLbunde8>gebUnden seien; er habe volles Beckvaurn^ daß sich nach der.-BehaMungi durch hen Völkerbund alle'Staaten-^von . . der Notwendigkeit, Oesterreich Kredite zu geben', überzeugen "lqssen würden. Er werbe auch ftinerseits alle Vorkehrungen treffen, um' auf ehr., solches. Resultat hiuzuwirken.. Italien-sei bereis' an einer finanziellen Garänt'i:e'zu unseren Gunsten.!tetlzun e h m e n-, wenn die anderen Mächte ' dasselbe^ täten. Imübrigen betont« aber.Herr.. S ch a u z e r.^ wiederholt,„daß Italien unbedingt an der .j...,. h..f. ... Politikchtzr tztatus quv - . . . sestüMe . -Ataliep wünsche„^däß Wst err eich, ä l s-- .s elch-,; ständiger .Staat fveile^rl-ebe^^^,^ \(,\., - -Ich. brachte hÄMfj'wirtschaststchen ' Anl«hnüE 8ste?kMs ^' an' einen od^^ anderen seirr-r Nachbarstaates ' - i ' -/ y At3' *V; die Frage der Zoll- und MhrungSüniost ' ' zur Sprache, von'der'speziell mit'/AtaKen;-' tote* bereits. früher''''- gelegentlich.der über einem.'Händelsvertrag geführten Verhandlungen -die'Rede gewesen WE." Jtali.en nimmt die. E r w ä g U n g dieser!F r a ge 'Lsi: tt st; ' natürlich hehielt-sich/ Herr Schan-er i gleich uns eine dLfttirt-ive Sstllüngnähitte'. insofern vor, als sowohl'die politische' wie - die technische'Möglichkeit einer solchen Regelung unserer Beziehungür erst noch' gründlich geprüft werden muß.Ich bemerke, daß von uns ' aus Sektionschef Schüller ermächtigt wurde, in Beratungen ' über die technische Seite eiE eventuellen Zoll- und WLHvüng--' urrion. einztttreten. ' " Zusammen fastend glaube ich Wstellen zu können, daß der erste Zweck meiner politischen Reise er«- reicht sei» dürste. Di« Welt betrachtet das österreichische Problem mit anderen Augen als früher. Wir dürfen daher auch boffen, daß Oesterreich bei der gegenwärtigen Tagung VeS Völkerbundes eine andere- BehLndluNg als bei früheren.finden , wird, v ■ ■ .« . - - - / " -Di« Regierung ist entschlossen, dem Rat« der ihr von äll'eN zuständigen und uns wohlwollenden Stellen gegsben, wurde, Mi ' folgen und alles zu tim,'damit die östervSlchlsche'Frage vor dem Vötteckmede «Mich ihrer evs«hnten und tu d<kr Ätt dringend - notwendige».Lösung zugeführt werde/ Aber' auch der zweite Zweck dev Mise-dürfte erreicht sein. Wir stehen selbst im Falle eistöS. VersaMs ves Völkerbundes nicht ra t! o S da und die Machte wissen, baß wir im Rahmen des -Mglichen vorsichtig, aber entschieden, s«l'b st -deit W«g zu -bestimmen suchen, dlr.dann zu gehen sein Wild. " A ' ' ' - ' ' An das Expos« de- BundeAan-zlerS schloß sich eine län« geve Debatte.' Dc.'B auer stellte folgenden Anrrag: „1. Der Ausschuß erklärt,- daß die oberste Aufgabe der auswärtigen Politik ist - und bleiben istuß, dir Selbständigkeit der R«PuM so lange unversehrt zu schalten, bis dadsutschösterveichische Bol! von seinem Sckbstbestimmüngsvechte nach feinen freien Enüs'chküsten wird Gebrauch machen können.. 2. Da di« Politik des Herrn Bundeskanzlers dieses Ziel gefährdet, spricht der Ansschuß dom Herrn Bu-ndeskanzler fein« Mrßbilligung üus." Abg.-M i N a S untevbrertete nachstehenden Antrag: „Der Ausschuß erklärt, daß di« oberst« Aufgabe der auswärtigen Politik ist >und bleiben muß, di« Selbständigkeit -der Republik Oesterreich unverfchrt zu echaft^n, MMal da das österreichische Bvlk derzeit in der Ausübung fern« unveMßerlichen Seilbstbk'stlM'MungSrechleS - iatfächlich.. bchindert . .. Per der- Abstimmung wuvde. der Ant-va g BaueraS- ^gelehnt,,der Antrag MütiaS mit Mehrheit an« Zestvmmen,' ./ - . einiger nngarffcheo Mättsv, daß "die' -Reifs des. Bundes kanzlers' Dr>-S e cp e l in-Ungarn ziemlich unangenehm bv HhrtWbe, MtsWich.di« Meinung dev politischen Kreiß in,. Ungarn' ivieoörMe.Graf' Apponhi - anftvoMete: En. MnschNß ,OesteWichs--M EntSnte Svüvde in Ungarn als ungünstig für die ungarischen I-ttterest«N -bellrterll werden. Das anscheinend günstige Fovtschreiten der' Vev. Handlungen.zwffchen Oesterreich und Italien «wird dageger! v on-Un gä.vn shmpÄth.i sch a nfgen ommen. ©i*' Gefühl der Ranküne Oesterreich gegenüber besteht in Uw . gaxn nichts im. Gegenteil,- Ungarn hegt die besten .Wünsche' daß es Oesterreich möglich sein möchte, sich zn erholen. G ist eben die Frage, ob-ein Anschluß an die kleine Entettsi nur der wivtschLftlichelr Erholung dienen ivürde, ob er n^cht auch — beabsichtigt oder nicht — eine politische Spitze hätte,' welches n a tm r g e mä ß in Ungarn unangeneh " empfunden würde...,, t b Die.öfLerreiMsche .NüteNh«nk - Zustimmung der Änglovänk zu den österreichischen Bov schlügen. In der gestrrgen Sitzung des HaUPtaus s ch nsseI machte Fltmnznrinffter Segnr Mitteilungen über das Notenbankinstitüt. Bekanntlich haben die.ausländischen -Ver< waltungsräte der Anglo-Aüstrian- Bank und der Zentvale-uropäischeN Lande rb.ank ihr« Beteiligung an der Notenbank davon abhängig genracht, daß cm dem Notenbankstaiut gewisse Aenderungen vorgtzttommen werden. -Diese, verfolgen int allgemeinen den Zweck, die künftige Position der österreichischen Notenbank zu stärken, ihr ein« gro ß er« U nab hä ngig'ke i.t' von der östervsrchischen Regiernng zu Verleihen und sie so in die Lage'zlt bersetzeu, ebenso dem Interesse der österreichischen' Wirtschaft wie.Sac' KstervöichiMn. Regierung zu dienen. Die teMchert Aenderungen im Notertbänkstatut, die im Schoße dev R«gi^ tivrtg formuliert werden, decken sich im allgemeinen nrevitorisch mit den Wünschen der beiden BankenledWch itt der Form wurden einige Modifikationen vorgeschlagen. Außerdem Ivurden in allerletzter Zeit von der Länderbank in Paris noch einige Austläruugen betreffend die Sicherstellung .des Aktienkapita!S und di« Deckung aus das Zöllgefäll« sowie 'betreffs des Wbergämges von Aktiven möd- Passiven der Oesterveichisch-ungarrschen Bank verlangte Die hierüber abgegebenen Erkkärrrngen wurden von. seiten , der hiesigen Funktionäre der beiden Bärcken zur le n Zu st iiftWu ng se-rk I är ung sowohl der Amglobank als auch der Lättdtrbcmk. Diese Aenderungen wuvdän bereits den Verwalümgen der beiden Banken bräunt ge^ geben. Genevalvat S im ö n, der von beiden Instituten mit der Angelegenheit betvcnrt wurde, ist bereits von. London nach Paris abgerekst und hat ein« Depeschiennng der Entscheidung der beiden Banken in Aussicht gestellt Cr hat be-' reits telegraphisch berichtet, daß di« Anglobank e i n v e rst a n d'e u ist. Ebenso sei die Zuistrmmu-ng der L ä n d e rban.k aller Voraussicht nach zu erwarten, doch werde die Angelegenheit erst dem Berwaltungsvat der Bank, der noch i n die s«r.Woche Zusammentritt, mrterbreite^ werhem Pole«. Di« Be»ha«dlu«8es mit Z«8»slawiem Prag, 31. August. Die „Pmg-r A^en^eitmg" aAf aus Marienbad: Die jugoflawifch-polnischen Bechandlungen habenhier unter der Teilnahme der Minister Pi l e z, Pa sie und Ni »eie begonnen. Die Berständigung zwi-' schen den beiden Staaten dürste durch die neue Situation in Oesterreich, dic ein die Interessen, der Kleinen Entente berührendes Eingreifen Italiens befürchten läßt, beschleunigt werden. In Pkarienbaid 'befindet sich auch der stal-iettische Gesandte in Belgrad Conte >Manzoni. Srhöh««g der P«st- ««» Eisenb,hm tarife. Lemberg, 80. August. (Del. v. „Wr. MovgenzMmg-.)' Die erst vor kurzem erhöhten Post- und Cisenbahntarife erfahren ab 1. September eine neuerliche Steigerung. Sie belätift sich im rnläMschen Postberkehr aitf 100 bis 160 Prozent, im ausländischen ans 100 Prozent der bisherigen Gebühren, während der P e r s o n e n t a r i f auf den polnischen Eisenbahnen j« nach der Gntserrmng inr Mmdestansmaße von 60 Pvozent erhöht wucke. Die Wil«aer Frage. Warschau, 80. AuMt. (Tel. d. „Wr. Morgenzeitung".) Da der Rat des Völkerbundes hx der.lattfenden Seffion auch die Mlmer Frage besprechen. wird, hat Außenminister Narutowieg mit dem Premier Nowa k konferiert. Me! verlautet, ivmde hierbei vereinbart, daß in der nächsten Sitzung des Sejnr, in welcher die Autonomie Ostgaliziens' behandelt weiden.wird, auch dis Mrlnaer Frage auf die TageSövdnung kommen soll.' . MilttSrische Dorberrit»«ge« i« der Sowjrtukraiire. Warschau, 30. AugNst. (Tel. d. ,M. MorgeNzMrng".)?'$ WMw Mr WW» «8W