Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1286 (29.8.1922)
- Date
- 1922-08-29
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite r SBtiir, DrenStag Wiener MovKenzeWIrg> den auf verschiedenen Punkten der langen Front gewürdigt/ Ich mnteiiiejj es, lveil es eine zu lauge Liste wäre und wir nicht dazu da ftUb, um einander Kotnplimente zu machen. Doch möchte ich auf eine Sache hiwoeisen, die große gesellschaftliche Bedeutung hat. In dem schweren Kampfe. iuv England standuns - ' •v' die Arbeiterpartei zur Seite, ein 'bedeutender Faktor im englischen Leben,'der in die Zukunft blickt. Wir haben esunserem linkon Flügel' zu verdanken, daß Verständnis und. Sympathie in diesem ' Lager hervorgerufen wurden, eine'Tatsache von eminenter Politischer Bedeutung. Die jetzige politische Situation steht tut Zeichen zweier wichtiger Dokumente,, d e s Ma n d a t s . u n d d e s englische n W erßbu chs, in welchem' Sie - zeitweilige praktische- Durchführung des Mandats ftstge-, logt ist Ueber das Mandat, seinen Wert und seine Beden-- tung will ich mich nicht länger auslassen. Es wird von verschiedenen Seiten verschieden bewertet,. man kann diestn oder jenen Punkt kritisieren, mcm kann viel schönere Konstruktionen für. das jüdische nationale Heim a-ufttellen, aber diese würden den Realitäten nicht entsprachen. Das Weißbuch enthält einige Punkte, die Bedenken und Befürchtungen Hervorrufen können. Der Hauptpunkt istnicht die Definition des jüdischen Nationalheims,- wie sie dort' gegeben ist, sondern die Politik der jüdischen Immigration. Diese ist dort zweimal eingeschränkt. Einmal ist bestimmend für. die Einwanderung die ökonomische Aufnahmefähigkeit des Landes, eine o b U l tiveEinfch ränku n g, über die. wir nicht--- diskutieren können, mit der wir auch logischerweise einver-. standen sein müssen, zweitens aber e i n e Kontroll e * der so durch objektive Faktoren eingeschränkten Immigration. Wir Hallen alles Recht, zu fürchten, haß diese'Kontrolle manchmal' zu einem Obstruktionsorgan werden und der. Gegenstand heftiger Kämpft gegen unser Recht zur Immigration werden kann. Wir sind uns bewußt, daß so Schwierigkeiten entstehen können, andererseits oller auch.— und hier ist der tiefste Unterschied zwischen einer Versü-. gung, die die Regierung zeitweilig erläßt, und zwischen dem Mandat — daß diese Schwierigkeiten zeitweiliger Natur sind. Ich Halle deswegen , in Einer Rade ängedeutet, daß unsere Aliah schwierig sein wird, aber der einzige Weg' ist die Stärkung unserer materiellen und moralischen-Jnteresscn. Wenn wir heute Mittel genug Hallen, um Arbeit für soundsoviel Einwanderer zu teschüsfen, so'wird uns leine/ Macht der Welt davon abhalten, die notwendige Zahl dev. Immigranten ins Land zu bringsn. Die Sachesiteht so, daß nicht der Immigrant vor dem Geld kommen muß, sondern das Geld/-vor den.Immigranten. Wir Hallen dev Frage der Immigration, die! wir. alle für das zentrale Problem halten, bis in die letzten Monate unsere Aufmerksamkeit in höchstem Maße geschenkt.: Dann aber Hallen wir sie etwas-zurückstellen müssen dem Durchgang des Mandats alle Kräfte widmen zuMn-, •nett. Jetzt aller -soll es luieber die Hauptaufgabe dev. Exekutive sein,, diese Frage zu einer Regelung und, wie.-ich hoffe, zu einer 'befriedigenderen Regelung zu bringen. Zur arabischen Frage nur einige Andeutungen..Mit -er arabischen Delegation kn London, die jetzt auf dem Wege -nach Palästina ist und etwa heute dort ankommt, konntm wir zu keiner Verständigung kommen, und zwar deswegen, weil hinter ihr mächtige, besonders in: Londoner Milieu einflußreiche Faktoren arbeiteten, die die Einleitung irgendwelcher FriedensverhaMungen verhinderten. Durch sie wurde-nicht Nur unsere, sondern auch d ie Arbeit der R e g re ru n g fall ot i e r t. Es darf aller nicht unerwähnt, bleiben, daß dank der- Tätigkeit in Palästina und /den Nachbarländern heute bereits, wenn auch verschwomnten und langsam wachsend, Anfang-', vorhanden sind, die, mit aller Vorsicht und Zartheit weiter entwickelt, einen Kern für dre Zusammen a rll e i t m i t d e m a r a b i sch e n V o lk e schassen. Das ist in großen Umrissen die -politische Situation. Es gibt aller auch eine politische Situation außerhalb Englands, die den ZionismusFehr nahe berührt. Es waren di; Bemühungen meiner Kollegenund meiner Wenigkeitsoweit als möglich diese Front zu bereisen und überall in den zivilisierten Ländern, J .t a l ie n, Frankreich it irb; den Vereinigten Staaten,.mit Hilfe der dort bestehenden zionistischen Organisationen.'. Verständnis, für unsere Ideo zu wecken. Ich glaube,, daß in dieser Beziehrlng: das Verständnis für den Zionismus in Kreisen, die außer-' halb Englands liegett, einen gewissen- Fortschritt gemacht hat. Schon die scharfen Diskussionen, dvem Italien, Frank-- reich-und Amerika in letzter Zeit - stattfa'Mn/ zWetr 'LäsÜr-/ daß eiu tieferes Interesse nnd Verstandtlis für im'sere Sache vorhanden ist, und zwar nicht nur ein allgemeines, vages- Bild von einer neuen Bewegung-der Juden, von denen einige nach Palästina zurückkehren wollen. Es dringt viel-- mehr allmählich in die Psychologie der Völker ein, daß eine neuer Faktor in die Politik eiutr'u , der eine Rolle im östliche u Mittel- .meer zu spielen berufen ist. Die Völker wissen, daß man. mit dem Anwachsen dieses Faktors zu rechnen hat. IM je mehr dieser Faktor im Mittesmecr astwächst, desto ebenbürtiger werden wir in die'Familie dev Völkeremtreten. Es ist das eine langsam fortschreitende- Arbeit, und ich' glaube, daß diejenigen irren, die-da meinen, die politische Arbeit sei zu Ende. In wichtigen Beziehungen fängt sie jetzt erst an. - . // / Es ist leicht zu sagen, man hätte dies und jenes nichttun sollen, oder darin nicht nachgeben -solftm Es besteht in Manchen Kreisen bei uns ein uwngelUder Realitätssinn. Wir sindleider uoch keine R^alpo.tit vfer. Mankann, aber einen Vorstoß nur machen-// /wenn mau eine Kraft hinter M füjlt. Um in brutalen Mehz. zu sprechen:' s WeM-däs.'<vüukÄttmett''dee'?Zivnjstische)t'Organisation: eint"! ixii-i tUri!lio-n wäre. würden tNanwe-Piurkte «des -Weiß-Huches -! s nicht existieren/ Weil aber die mächtige Zionistische Orga- ' nisaliowui.cht verhindern''konnte, daß 1500 bis 2000, durch- .schnftt'jjch IW Avlleits lose/im ,-klei n en.-.Pa lästt n yAdie dött aWsaheu Wi^W.00tz^worhKndtzn- Mk> ten, -sh entstanden gewisse/PrlNkte im -Weißbuche,- /Und ftiin Junst dep DiHömatwMrdHber diese TatsächGHmwi'ghelftn, Henn jetzt-nur nächMseven^ÄrchMMöKichkeip für. wie ach höre,- 4000 oder- 5000 mene EiMväNderer in-Palästina ist,, so kaust die Zahl verdoppelt tverden/wenn - wir Vie- Vottn:sfttzungen schaffen. Dann Hallen wir weuigsie.ns dc;s:Rech.t,/Klage zu erhellen -gegen andere. Das einzige. ist-/,daß wir die allergrößten Anstrengungen /zu.machen habsn/dlO -Zahl zu vevdoppekn und zu 'rherdveifachßN^/'/Mdanu toerd.".! hie Po-litischLn-Hm-M'ig^-d'ft im Wege'stehen,, von'.-selbst, s-'/.-n. j '-Ich. - möchte- - -.,zu ^,^den . Außführungen'' Miller die Politische Situation. emM'Bemerkungen Histzusügen, die das Verständnis derselben., fordern dürften. ,Es "war die. Reöe VÜN...der Ratifiz.rer.nng' des Mastdsttes d n r. ch -d e n -B ö. l.k e x ll-.ü. n-Ä. Dieser hat andere Räsiftzierungen ohne lange Schwftriäkeiten und Verzögerungen durchgeführt,- er hät. mastche neue Staaten und üeuerdiNgs, - vergrößerte Staaten in feinen' / Bund äusgenommen — warum hattest'.,., wir diese langst PerzögerststZ zu erdulden? Der Völkerbund-begründete die Berweigerirng,der Ratifizftrnng .mit der Tatsache, daß die Rest ivpün g der Verein.igten Stuaten offiziell/noch' nicht Stellung zur Fragen des Mandates genominen Halle, Das Püffen wir, ZionistenchMehen, .weil das von bedeutenden Folgen für die Gestaltung, der^ Dinge ist. Der Vöskerbund wollte sicher sein, Leziiglich der Stellung der Pereinigtssn .Staaten.- Diese, Schwierigkeit, die st vielleicht-genügestd Grund, zur Unzufriedenheit , ist, ja zu einer Peschwstrdestvär, hat etwas nach sich.,gezogen, wofür wir sehr daWar sein-müssen. Denn wir mußien im Gegensatz zu anderen Faktoren, - die .hisher. mit dem Völkerbund zu lun hatten,steine Bestätigung wou->Ätnerikäholen und .mit derselben, nochmals-vor dem Volkerbund ^erscheinen., Es handeltstst'sich ,da, um . ein. formales, poliüsches.' ^Problem.. A rst e rüka ist. nicht, in ben Völkerbund , eistgetreten und' -nicht bereit dazu und h ä lst'si ch vo n allen Ä.iu g en. j z u rn ck, di e d en,B ö l'kstr llu n d,a n st e h e n. Seine natiirliche nyh logische Wwort auf unser Ansuchstst. mußte sein, dqß es mit dent Pölkerbund nichts zu'tnn. hat, ihn nicht' lleemflussen. und fördern Wolle, weil dadurch der Eindruck entsteheukönne, daß es deu. Völkerbund,sanktioniere. Eiste^'weitere SchwjerDeft-llil^ daß das Mandat einem ganM System angehöxt,--welches, logisch', zusammen llehandelt.. werden.soll, ^weil . bte.'1 Mandate /.gst dieselben Regientugen. zu -.chtesiest. -siyd.' Es. war sehr schwierig,: .- -- : . -'st., dahin zu -bringen-,stach das Palästina-Mandat vötr -anderen ^Mandaten isoliert und gesondert 'behavdelt werden soll. Um. , eine Isolli.erung des Palästäna-M-.andaLe.s^ pon den anderen, herlleizusuhrett, war es notwendige Per-' ständnis und Shmpathie..sür -dieses'Mandat sin Ärnerika zu, Wecken, ^daß die amerikanische öffentliche Meinung und, damit die^-'Negierung für sich das Eintreten, zugunsten des Mandats ausspreche,/- und? zwar/ ohne Rücksicht - aus den, Völkerbund, und ohne ZusammMhang-mit.-, den - übrigen Mandaten, Der Wegwelchen.diese Aufgabe forderte, war r der, die amerikanische Regierung zu veranlassen, mit der englischen ein AbkovMenbezüMch-des Mandates zu treffen. Aber auch.hier, wieder, erhob siH eine enorme Schwierigkeit-welche darin bestand, daß das Mandat-ein Teil .des Vertrages von Sevres iststwelcher noch nicht ratiflzier'k wurde und über den noch lange'verhandelt wetden'Wird. - Cs wür daher notwendig, daßiu zn wirken,' daß M ameMnische Regierung in eisten' Meinunstsan statt sch mit ' der englischen trete. Wenn diese VeMÄlungen ein glückliches Enste in der Ratifizierung bekommest haben, so werden doch.noch ihre ,Ä.achMtge stuf' lastge Zeit'hin die Durchführstnst des Mandats Leeinslüssest. , Parallel zn dieser vfsiziellest-Linie geht eine zweite, die paölamentarische. Es wäre vöst'den g>es e tz g e b e nst ell KLr p ers.cha ft e n A m e^ri'kavom Senat und vom Kvugreß, seine Bestätigung zu erlangen und dies bedeutete ein absolutes Pnvnnt ist der Reihe unserer, Erfolge, unserer Projekte. Wir sind Noch -nie vor eine offizielle- Äörpevschaft .getreten. Die BeschMMtze^E^MPlferenz und wstven duvch / keine -Leg'WüEMst.Mst-. .Wst / Msr«/. M- - sÄWientrdfsen mit WMW 'Pavlmnenk' wäre» - mer nur Jnterpellätionen 'ü'ösr -vollzogene Tatsachen. Zu vollziehende Tatsachen, dre-uns betreffen, lvaren. noch nie vön.einer gesetzFelletrdett.-'Körperschaft gesollt /-./ Bedcütuug dieser Sache geht west stmaus über diplomatische Erfolge.. Hier hallen . wir.- schon' die Tatsache - ein e s - Ü/r-- te isis,- .der repräsentzst/tsivem Vertretung! eines- Volkes, die Gelegenheit hatte, eine Sache anzunehineN . oder stbzulehnenwelches.Miko^ für uns! >- und an-, i nMr. "D'ek/-'Evsolg' D/güstz' .MMig.ech füll speeie aeter- - nitatis.. -Wrxjö'nystn.-darauf hinistelsev, daß zwei gesetz-.- . gebende KörPerschastzn nicht Mf^ Grn-ud einer voryber-- gehendest Stimnumg stder KonfteMion, sondern auf Ärund - der/Oeurteiluug eines' .ProllMs' als solchen, ‘ des.ststtko^ dölvrns-' gasfrei, von siÄ«r '.Weinf, Mfsüstß?v'ök'.' stzi«n' Dmdei MstMnft, eine" EsttscheME . ' "/ der gtotze.-nioriMche Äeg,- --7etruMN' Hasten./ Plnd deswegen kgM W OK - \ 29. August 1922 ' Nr. 1286 f nrnhin --- das ist kein Austausch von Komplimenten — - bk -'Leistungen n.n s e-r eramerikanischen' Freunde, leider haben wir nm zwei von ihnen, aller gerade die aktivsten hier, besonders hervorzuhebem Auch ‘ die j ndis ch e ämc r-i-ka u i-sch e 'Pr esse sei in diesem : Zllsannnesthaug micht rtuerwahtlt,. die bei der. - Aufklärung der amerikanischen Oeffentlichleit mitgearbeitet hatnicht nur von ihrem-professionellen Standpunkt als Presse, sondern im Dienste - dev Sach^. Nur. so war es rnöglich, daß wir dieses'Resultat Mielt ballen. - Wir sind hier über Polemik erhaben. Aber cö muß - doch zur richtigen Erfassung d>r Situation hervorgehoben / werdm, daß im ents^idendcn Augenblick Leute erschienen, sind, die sich als Berrretcr-des Judentums ge« bärbcten, Leute, v0u derl en nran nie gehört hatte, die zur Regierung ging/n und sich an den Senat herandrängten und die Arbeit zu stören versuchten. (Zwischenruf: Au den..Nrangex , mit solchen Leute ul) Wir können Mit Befriedigung koustatieren, daß wir'jetzt wissen, .wv'Krankhc-itskcime stecken. Ich begehe keine Indiskretion, wenn ich'mitteile, daß mir Präsident Hardmg sagte, cr sei. durchaus für unsere Idee, aber .wir-waren' doch untereinander uneinig.. Diescr Eindruck - bestand nicht nur beim Präsidenten, sondern bei vielen Nichtjuden. Dasmußft einmal an die Ocfftntlichkeil kommen. Es war ein geführliches Experiment, das zeigte, daß, wie bei jedM Volke/auch bei uns.sich gewisse Glieder vom'Volk allge-' trennt Hallen, nicht nur indifferent, sondern sogar feindlich gegen uns austreten. Aller das jüdische Volk in Amerika ist für uns eingetreteu, nnd so war es möglich, daß der Vorsitzende des Komitees für internationale Politik, Lodge, für uns eintrat. Ich inöchte seinen Namen a'ngereiht haben wollen an die heute morgen hier erwähm Namen. Ich schlage vor, eine ll/-ratulationsdepesche an ihn - allzusenden. Der Senat hat einstinnnig den Antrag angenommen,- der die'Quintessenz unseres Zionismus bildet. ,In Amerika - hrt man sich frcigchaltcn von aller Interpretation, und ' man hat dasjenige akzeptiertwas unseren Zielen entspricht. Dann.hatte man die große Ausgabe,, vor den Kongreß .zu treten. Ich war nicht sehr optimistisch llezüglich^- des Kongresses und hielt es für sehr riskant. Der Kom/ greß ist ein 5lonalomerat von Parieren. Das Maximum, das mau erwarten durfte, war ein Mehrheitsbeschluß/Die' Tatsachen haben aber die weitestgehenden Hoffnungen stbertrofftn, und es ist ein einstimmiger Beschluß gefaßtworden. Ich kann mich als Historikerdes- Zionismuseines ähnlichen Sieges nicht cnnuern. Es ist der erste vollständige Si eg, des Zionismus. ES ist aber außer diesem..Beschluß dcs Kongr'esies noch etwasgeschehen. Esist ein Vertr äg geschlossen worden , - zwischsn der omc-rikütkischey mrd der englischen Regierung.-. /über das Diandat, und in diesem. Vertrag steht.hie.HL-l-- f 0 u r - D e k l a r a t i 0 n. Die anrerikanische Regierung hat also zum ersten Male etwas, ratifiziert, was in den Rahmen des Völkerbundes fällt. Wir haben also .eine - doppelte Ratifi-kätion des - Mandate, und unser Palästina, oder besser das aufzubäuende Paläsüua, hat die moralische, und politische Sanktion von seiten Amerikas erlangt. .Das' ist auch die Garantie für die Zukunft. Jetzt handelt es sich um dir Ausführung der Sache. Dafür. werden wir auch. die Unterstützung7 Amerikas erlangen. , Die englische, Regierung weiß, daß Amerika das Mandat nicht gebilligt hat--um uns ein Stuck . Papier zu geben, sondern tun seine Realisierung' zu er-, möglichen. Vielleicht wird. e§ Ihnen . romantisch klingen, wenn icki sage: viicht nur die amerikanische Regiernrig, der Senat unld der Kcnvgreß, sondern die g a tt 1ch r i st l i ch e B e v ö l. k e r u n g Amerikas steht -heute ans 'dem Boden unseres alten Ideals, 'bes Jd-ealS- -Herzls. In Amerika beginnen die Nichtjuden sichfür. den Zionismus zu begeistern-, genau so, wie sich seinerzeit die englische Ration ftir > d i e W i e d e r h e r st e l l u n g- -l G r i e ch e n -l a n d s begeistert hat, nichtin pihilauthroplscher, sondern in Form realer Mithilfe. Dies ist erst dev Anfang, und wenn sich diese Betvegung weiter entwickelt, werden sich uns viele. Millionen von Nichtjuden nähern, und die Brücke-wird geschlagen werden nicht nur. zwischen den jüdischen Parteien, sondern auch zwischen Juden und- Nichtsiwen, und das Wort wird wahr werden vom Aus-- steigeu.vieler Volker nach Zion. ' Die Situation hat sie,geklärt, -und da wir/in,de.n . B öl k« r b u nd ei n g e t re t e n sind — wenn auch vorläufig nicht als Subjekt, sondern als O b j e k t — und das . Mandat einstiurmrg. angenomnten wurde, hat sich zwischen imS-und den Faktoren, die . Einfluß auf die Realisierung des Nbandats Hallen, ein ganz anderes Verhältnis hevaus- . gebildet. ■. v ■ , ■ - •, Ichhalte es für mente Pflicht und bin auch dazu ermächtigt, der Jahreskonfereuz zu sagen, daß wir auf diemoralische Unterstützung. aller Großmächte rechnen können. Ich bin - vo» seiten der frauzöstsche» RepMik ermächtigt, die - Jahr-eskonftrertz zur-Ratifizierung deS Mandats zn beglückivünschen. (Beifall.) Wenn, behauptet tvird, daß manche, französisch sprechenden Elemente das' Mandat odtr die Heimstätte in Palästina mit scheelen Atlgen anfehen, so können-wir'das nicht kontrollieren. Uns interessiert die Stellung'der dMiellen französischen Kreise und der Regierung, und'diese hat unsere Sache im Völkerbund uusievftütz'tsirnd mir ngch PestätMUg- .im Völkerbund, erklär^ daß sie. die Sache auch weiterhin mit allen Kräften fördern wird. Ich führte Kläge übet gewisse Gerüchte und Mißverständnisse nnd es wurde mirer- ' Wep^-daß Ws MWewwerde, Mj Me WLveMMjffh