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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-27 · Heft 1284 (27.8.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1284 (27.8.1922)
Date
1922-08-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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'Seite S Men, Sonntag Wiener MmHe-zekßimK •* */. suigityt Ute* Nr. iS§4 m WÄSCHE-SALON D. ROSEN FELD WIEN!. KOHLMARKT 5 TEL. 93Q7, 5325 KARLSBAD ALTE WIESE TEL. J21/V1 KOMPLETTE BRAUTAUSSTATTUNGEN Mania Hauser Adolf Lmmemrann ßlryj Sfajüfafau empfehlen sich als Verlobte Wien, im August 1923 Statt Jeder besonderen Anzeige I Mafvine Dawidovits Hermann Treiser Budapest Verlobte Wien, im August 1922 Wien Möbelfabrik J. Spira Feine °» M. fl!., MMMl 1~3 <Vohnung8el»richtungen. (Ecke Kart S<jhweleho|$f|ra&e);r ----... ‘im, —p —lttzE'W "WrEM-'W i".... >■' "W nwfi!|llt TEPPICHHAUS BRACH IfCm VI., MarBahllferifträBe 79 ,Lg Stets größtes Lager ln Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie echte Knüpf- und Smyrn^-Tcpplchc. 4. Gutachten, tu dreifticher.Jörm: a) »Es K <eln- Krcntkhtzit, die ich behandle" (günstige Prognose); ist eine Krankheit, mit der Ichkayrpfe (zweifelhafte ProA--iiwse): -. c) „Es ist eure Krankheit, die ich nicht behandle" (ungünstige Prognose); ' , U 7 . 5. Erklärung schwieriger Fachausdrücke. Daraus ergibt sich klar die methodische Art des neuen medizinischen Texts, der m diesetn wissenschaftlichen Aust -bau allen bisher bekannt gewordenen altägyptischen medizinischen Werken weit überlegen ist. Von diesen unterscheidet er sich auch dadurch vorteilhaft, daß die Magie und die Quacksalberei in ihm völlig fehlen, wenigstens in dein Hanpttext der Vorderseite des -Papyrus. Nur auf der Rückseite hat ein zweiter Schreiber dem weniger wisserrschaft« lichen Geist seiner Zeit Konzession gemacht, und dem Bedürfnis der großen Masse der ägyptischen Patienten Rechnung getragen. Er hat zwei Zauberfprnche abgeschrieben, - 1. einen Zauber gegen die pestvernrsachenden Winde; 2. einen Zauber,-um einen „alten Matm h einen Jüngling von 20 zu verwandeln" — also eine Verjüngungskur, wie sie noch stets bis in die neueste Zeit ihre Gläubigen gefunden hat. * Liest man die UeLersetzungen, die der amerikanische Gelehrte in seiner Abhandlung veröffentlicht hat, so kann man nicht daran zweifeln, daß die ägyptischen Chirurgen »» der Hand von Sektionen eine erstaunliche Kenntnis des menschlichen Körperbaues gewonnen hatten und daß sie daraufhin Verletzungen wie Knochenbrüche richtig zu behandeln wußten. So ist z. B. bei einer Schädelverletzung eine Art Einschienun-g des Kopfes verordnet und gleichzeitig vorgeschri^ben, daß der Patient längere Zeit zwischen zwei Ziegelstützen aufrecht sitzen soll. Bei der Untersuchung dieses Falles ist auch Puls und Fieber unter den Krankheitösymptomen angegeben. Die Erfolge , solcher Kuren hat inan übrigens an Mumien nrit geheilten Schädelbrüchen fest stellen können. * Lel«Ura«»po»re «sch OstgaMe*. Die Aufnahme für den »Schsten Leimtranspsrt na- O st g a l i z i e tt finbef statt: Dunstig den 29. ». V für Ar. 701 bis 740, Mittwoch den 80. d. M für Ar. 741 bis 770. Donnerstag den 3i. d. M. für 7?l bis M). Freitag den 1. September d. 3. für Nr. 801 bis 830 1 n b e r Z e i t« o n 11" bis lAbr mittags und 4 bts 0 Uhr nachmittags und wollen sich die betreffende Parteien m i t ihren Dokumenten und ihr e.r Nummer a" obgrnanslen Lagen im Lokale. IL, Taborstrake SOa, einfinde». 91 ur Best tz e r non Nummern kommen in Befracht. Neue Nummern werden nicht a «,5 gefolgt. * Dasiere» 1SSS K«, Saarfchsei-e« SSS» 5U Don der Me-sisrörgasisatton der Friseure Wiens wrd mi'gele'lt: Die soeben sdgeschlosienen Lohnvrrhandlnnae^ die i« Laufe von nur 14 Tagen eine mehr als LMprozentige Erhöhung der Srbeikrlöbne brachtm. zwingen die Gewerbemhabrr, eine Er« bvtzung der Dedienprsife durchzuführen. Ab 25. d. gellen, als Mndeittartte folgende Sähe: Aasierrn 1500 Laartihneiden S500 Ä., Dotlbortstutzen 3V0V K.» alle .anderen Arbeiten um 100 Prozent mehr. __ MitterliuigeilÄNS dem -n'lili. U i V <*LENARO,PA»i/ UND FEINE DAMEfwjfcJCME. *tj& ) V lKÄßtlTNERiTß.3d {HOTELAJTOfttA) '^T VI./'tARIAHILFERJTRAttE 51. UbIMiMI ««ttl |B«<f «»»•'« to ml m t, «m W B» « R “•»Tarnet u JLEtASK <& «e». . Wien, I., Sellerstfitte Nr. 3 Coburg) schuhe: für Herren, Damen und K1 irli a r ln erstklassiger Ausführung gsrsu kenKurrenzlosen Preisen TO im ’ 5,!i Schuhhaus ,£<un Straßenhof ‘ Wien, I!., Taborsfr. 24 a -■ I If— - ■■■ n1;-—-—■ . : —7-- — ' ■ ,TT"r‘ ■ " T-1 ■ * r“ Parfnmerle> und Gummiwar^n Julius Spiegel jun., Wien, EL, (Hockeng&sse 14 Telephon 4S-1-SS. Saiohs» Zi&ger in »fUntMcbo* ,J8ark«nartlk»lii. 41»! Neu eröffnet! SchuHwarenhaus Tegatlhof? W|pn,' L. gfig. . Pi«ete«*stt*a^e “W Feine Oarnsn- und HörrenscHiUhe, handrahmerinenRht! KultusuJusfiztalare u. liefert in seköntter Äusfflhrongr die bekannteste ,5peri*tflrnia iSi BIIRAIB Üfli nfVEfN Zivil-und Ünlförmtchneider BUDBLf «ÖLflSTEll! Wien, IMaborstr. 5*. Tel. 45-6-29 <$cgrSndet 1866 — Or6«aeAuBiirtihl fefnsterSthKaf'Mirsabeatellungen 190 Erstklassige Bettwaren 1* BEBTHOLD SAMEK /ff Wien» VIII,9 Lerckenfeiderstr. 30 An .. . 'S ■ e-'\ •' "!U :m 1 * Pr,rsErtzSh««y ia de» OefteahSafera. Die neuen Lohnerhöhungen T24«/„ Zatzlmorbbre 140°/,). die bvlsstale Dertenerung von Lar und Strom und dis anhaltenden Prei«- fleigerungen aller Aotzmaterialim rrrrdm! wie wir aus Kaffees siererkreisen Körens neueLrh-hungenderKatfeef) a u 5^> reife?»r Folge h « den. Ab Montag^den 28. d. werden in den Betrieben der. ersten -kaffe ungefähr folgende Preise gelten: Melange 8500. MoKda S2V0» gewöhnlicher schwarzer Laffse 1600. ein Lla5 ^Schwarzer" 1900. ein Glas Lee ohne 1430, kleine Psntiod Lee ohne lS0v, große Portion «Tee ohne 2500. Beigabe 700, Soda mit Linrbeer oder Ziiron 22(0, Schokolade 3500, Gefrorenes 3500 Ä. Diese Preise ve« stehed sich einschlettztich der löV-igen Dahrunys- und Eenutzmitteiadgabe und verrtngem sich in den anderen Gruppen um die Gemetndeabsobe um 200» bezichungsweife 100 A. * DK Aahrmags- «nS Genaßmittelabga»». Jene Retiaurationsbetried.', dir mst der'1S°/osgen Nahrungs» und Genußmiitecadgob» belegt worden sind, müssen diese in die P r e i s, eink.nl^i u l i er« n,. da - der Magistrat eine Linatisschübung des Äirkjamkeitsbegii'.nes äbgetehnt hat' und das Gkfeß ri'll dem lef'riyen' Mg'' ist .^ro t geirrten tll- * Das RelseabetttAter beS Gchimpanfta. Seit etiva 14 Tagen beherbergt der Pariser Bahnhof der Orleans- Bahn einen dressierten jungen Schimpansen, der auf die Bewohner des Stadtteils lebhafte Anziehungskraft ausübt. Zizi Bambula, der „schretttichd Menschenräuber", wie die Aufschrift auf dem Käfig, in dem er vor einigen Wochen in den Pariser Straßen ßUv Schau gestellt war, verkündet, stand im Begriff, mit seinem Herrn eine Tournee in die Provinz anzutreten, aw kmz vor der Abfahrt des Zuges ein GerichtSvöllzieW tm Bahnhof erschien und im Auftrag der GläuLlliger des reisenden Schaustellers den Affen und die JahrmärktSbude pfändete. Seither erfreut sich Zizi Bambula im Boynhofsschuppen unter Koffern und Kisten der Freiheit, von der ■ er durchaus einwandfreien Gebrauch macht. Ex neckt sich mit den Bohnbeamte» und reicht den Reisenden höflich die behandschuhte- Rechte. Die Eisenbähngeftllschaft berechnet für den Tag feiner unfreiwilligen Anwesenheit 85 tzrastkey «Lagergeld" und kMaWtMn Will BediWngNmP UucheWstg. mmHläGiKMb ^e Wseckgeii w«üi -iWANcheukk de-^WchyMt MMiWmüg so dürfte Zizi Bambula zur FrMde der Jugend der Umgebung noch füt 'längere Zeit stin Quartier im hosschuppen behalten. Zu Beginn dieses Jahres war von der GeschLftst führung der „Wiener Morgellzeitüng" gemeinsam mit den Einzelorganisationen Wiens eine Mion eingeleitel worden, welche eine Erweiterung des Abonnentenkreises der „Wierter Morgenzeitung" zum Ziele Hütte. Diese Aktion ist während des Sommers unterbrochen worden. Sie muß nunmehr wieder ausgenommen und kräftig fortgefnhrt werden. - Auch an unsere zionistischer Freunde nnd Leser außerhalb Oesterreichs appellieren wir. Wenn aye für die Verbreitung der „Wiener Morgenzeitnng" Sorge tragen, dann ist es nicht allein möglich, den Be» standdieses Blattes zu sichern, sondern es kam, auch der Ausban der „Wiener fllorqenieitung" zu einem großen Weltblatt zur Tatsache werden. Wir sehen uns gleich allen anderen Wiener Blättern genötigt, die Bezugspreise wie folgt zu erhöhen: ALonnementspreise ab 1. September: Wien (zmn Abholen in der Trafik oder durch die Post) . . . ... monatlich K. 16.000.- Oesterreich (durch die Post) . . monatlich K. 16.000.- Polen... t mönaTich poln. Mark 1.400.— Deutschland ..... monatl. Reichsmark 150.- Bulgarien . . . . . , . . . monatlich Lewa 50.— Die Bezugspreise fiir d-18 übrige Allsland find am Kopfe des Blattes ersichtlich. Nachzahlungen Bet Preiserhöhung Vorbehalten. Berschleißpreise für Wien nnd Oesterreich ab beutet An Wochen- und Sonntagen ......... K. 600.— An Montagen K. 400.— Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitüng", Wien, 2. Bez., Taborsträße 1—-3. . * Zink und Kupfer im menschliche» Körper. Räch den jüngsten Mitteilungen über die Forschungsergsbnisse Profeffor Nosts gibt es viele Menschen, die fest beständig Zink und gleichzeitig dcnnit auch immer etwas Kupfer ausscheiden. Der. Zinkgehalt des Körpers wurde durch Untersuchungen menschlicher Leichenteile festgestellt, die ergaben, daß die Leber des Menschen 62 bis 146 Milligramm Zink in je einem Kilograynn der Gesatnimasse enthalten. Ferner enthalt die Menschenmilch in je einem Ater 1,3 Milligramm Zink sowie 0,5 Milligramm Eisen; auch das Menschenblnt ist immer zinkhaltig. Der Zmkgchalt des menschlichen Körpers ist vermutlich auf den Gehalt ge- ^tvisfer tierischer und pflanzlicher Nahrungsmittel an Zink zurückznführen, die das Metall wiederum entweder mittelbar oder unmittelbar — wie zum Beispiel bei den Vegetabilien — „ dem Erdboden entnehmen oder dem Wasser, wenn es durch Zinkleitungen oder galvanisierte Gisenrohre fließt, oder auch aus Trinkermern und dergleichen. Ein zrkmlich ansehnlicher Gehalt von Zink ftVtbct sich im Körper unserer Schlachttiere. In den Geweben und Organen vom Rind, Kylb, Schaf, Schwein -und Pferd sind in einem Kilogramm der Gesamtmasse, durchschnittlich 20 bis 25 Milligramm Zink enthalten, in der Rindsleber 83 und der Pferdeleber sogar bis zu 839 Milligramm Zink; außerdem enthält die Rindsleber noch 119 Milli- -gramm Kupfer. Seesischflersch enthält nur 4 Milligramm, ein Hühnerei 0,5 Milligramm und 1 Kilogramm Brot 5 bis 8 Milligramm Zink/ Schwach Zinkhaltig sind auch die Vegetabilien. In Dörogemust finden sich in ainem Kilogramm 'Substanz 6,13 Milligramm und in der Kartoffel sogar nur 2,3 Milligramm, also ein sehr geringer Prozentsatz. Wiensö gering ist der Zinkgehalt der Kuhmilch, der 3,9 Milligramm, und der Ziegenmilch, der 2,3 Milligramm, auf den Liter berechnet, beträgt. Immerhin enthalten unsere Hauptnahrungsmittel doch so viel von Metall, daß der Zinkgehalt oder die beobachteten ZinkaussHeidungen des menschlichen Körpers ohne Zweifel mit der ausgenommenen Nahrungim Zusamenhang stehen. * ykrainische Pogromwaisen in Wien. Nicht weniger als 80.000 Pogromwaisen der vor zwei und drei Jahren ermordeten. Juden in der Ukraine wurden in diesem unglücklichen Lande gezählt. Noch heute verkommen Kinder aus dieser Schar auf der Straße, weil die Waisenhäuser ihrer Heimat eine so große Zahl nicht fassen rönnen. Ein alter Mann voll Tatkrafi, Israel Belkind, hat nun .n Palästina ein großes Wtljenheim geschaffen und weilt gegenwäctig auf der Reise dorthin mit 139 Pogrommopfetn, wie es den Vorschrifteü der Quarantäne entspricht, für zwölf Tagin Wien. Es hat sich hier rasch r\\ Komitee gebildet, d-äs den Aufenthalt der Waisenkinder in zwei Wiener Waisenheirnen fiir diese kurze Zeit ermöglichen soll. Geldspenden und, Spenden an Lebensmitteln sind dvingenst notwendig und können an fugende Adressen gesendet werden: Kommerzialrat Klemperrr, 6. Bez., Schmalzhosgasse 8, Ludwig Mendel,^ Maria Therestenstraße 88, Depositenbank unter Konto „Belkinkinder", jüdisches Jugendamt, 8. Bez., Taborstratze 20, Nnd M'jchr Kinderfreunde, 2. Bez., Obere Donaustraße 91. , * Glu Fsst ijttr -ie Wssa. Donnerstag den 24. d. fand m Kölienleutaeben in den Prachi!ökäl>tälen der Pension Emmtl eine Akademie zuqnnsten d-r Adaplierungskondr der Woja statt, die einen sehr oelunoenen V-rlaus yahm. Dem unker dem Präsidium des Andusimellen - Semansi D i.tf ft % i n kvnstituierien FoMttee ist es Ölungen, durch taikrüfligE Priopagando einen Wewan von 1 e ch s M i i! i ö n e n' K r o N e n amzubringen. Umer m MnVWestdßn. die sich in selbjilosee Weife in den Dienst 8er attttn Sach!» Wien, zeichneten sich besonders aus: Die OpeminngeM Fräülein Berfa F r i e d I. eine der taleniikr- . iesten Schiiles innen der Frau E l i i z a, und d e jugendliche Tänzerin Fräulein ßfam Kleiner, die durch ihre Ptzanlasir»

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