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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-24 · Heft 1281 (24.8.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1281 (24.8.1922)
Date
1922-08-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-'!!'- '/ «MT» ,f.V;?!,:ff;ir :;»;■'Qfi ■mriKF- Me^'DWMMZ »SEL^ MSDMÄMSMktz. L4-. «KM> 1»SS Gelte' / & ’M.ltft Zi t!u-wagen, «in^doyr idreF.amiMe^KoeftL'-vchnte'.f -Gre, SchwWvm hrlitt Brüche cm den Heürrenr mch ^Härchen,, die' Zwölfjährige.. Tochter schwere Quetschuttgen und Me Gattin Hoekas wupdeldmch Men. Bauchschuß giSt y t et, Erst Mt i-m j LMfschviäit h-raMtlmde Gendarmerie konnte dem fürchterlichen 'Wüten der Menge Enchalt gebieten. Im ganzen gab es drei .Tvie und zehn,Verwundete- .... 'Ms Pveßburg' trafen M Staatsanwalt, ein UnterstzchWgSpiOw. sowte zchn Äendewmen. ' -; ' .* Ajührlges JubMnm Dr. S^ächter?. M 13. b., stierte Herr Irr. Adolf 'S ch'ä cht e r,'St. Pölten/ Rabhrner der Kultus-, ge-meirchen ^7St. Pölten und Klosterneuburg, das 25jähri-ge DtenftjMlüum, aus welchem Anlässe ihm vielfache Ehrungen züteij würden. Wer. die -Notlage' der östervoichifchen ProvinzkultuSgemoiinden kennt, deren geringe MWederzahl neben 'ihren allgemeinen Steuern, aus denen der katholische Klerus ferne Kostgvna mit bezieht, für die Lebenshaltung ihrer ^e-elsorger ohne staatliche Subvention gang auS Eigenem Ärfkommey, Muß, der weiß, welchen Leidensweg Me Wjahrige Dienstzeit bedeutet. Dr. Schächter hat die lange Zeit opferfreudig und Mfrecht durchgekämpft. Sein Verdienst liegt aber ' vor allem "auch'darin, . daß er zu den wenigen Rabbinern zu, zählen ist^ welche sich die aus der traurigen Zeit der liberalen WimilaWnSpebiode'. sta-nynevde Mische,)Welt"anschaunng der Geme-indebo-rftch-r nicht anfzwingen ließ. Er hat als gsschichtskundiger Mann den notwendigen künftigen Entwicklungsgang -der jüdischen - Genteinschaft - erkaMt, und als geistiger 'Führer seiner Gemeinde iw der SchrÄie -und auf der Kanzel vorbildlich vertreten. SM Mrken hat di« Grundlage für die Begsistevung der St.-Pölienier jüdischen Jugend für das Ideal «inesaufrechten, selbstbewußten Judentumsgelegt; ivm ihn haben sich , in der dortigen. zionistischen Ortsgruppe' alle jene vereinigt, denen'die Rettung des Judentums -vor 1 dem inneren Zerfalle und die Mitarbeit an der Schaffung einer - hoffnungsvolleren Zukunft im eigenen Lande am-Herzen liegt. Dafür fti ihm von dieser Stelle aus gedankt. Dr. H. E.' * vberrabbiner. E«armel Grünmatö. Nächsten Samstag wird in Oedenburg seitens der dortigen orthodoxen Gemeinde und der ihx unterstellten Vereine die fünfzigste Äahreswende der Oehenbürger Rabdiaertättgßeit deweit und breit als Koryphäe der talmudischen Gelehrsamkeit anerkannten Obe rr ab biners Smanuel Grünwalgefeiert, §bei welcher Helrßrnheit sich auch Behörden und Regierung vertreten lasten werde», Oberrabbiner Grünwald ist der erste Rabbiner der im Lahre 1871 gegründeten Gemeinde. Von feinen Höhnen ist einer Rabbiner in Luzern und einer Oberrabbiner " der istaehtifchen Aulluxgemeinbe ts Meran. * EniststtestK« SprechfkrmStm Wshnvngsamte. f Leute entfällt die Sprechstunde üds otnksfütstenden Stadtratrs für Wohnungswesen »egen dienfsticher Verhinderung. *Das„verläßliche" Kinderfräulein. Der Fabrikant Robert : Stvanskh,. 3. ' Bez., Böcklinstraße 61 wohnhaft, machte, die , Wsthruchmung,- baß er fortwährend bestohlen werde. Der Schaden betrug schon rund neun Millionen Kromw- und di« . Sache tvuvÄe unheimlich.' Bei Herrn Stvairsky war als Kinder-' pftetzerin<idft äöjckhrrge. Jofefnte Schalster seit Monaten bedienstet und . sie bestahl , den Dienstherrn,! um dann plötzlich zn> verschwindest.' 'Nun -wurde die Anzeige im Sichecheitsbrrvoau. erstattet -Und' der KriminKlbeMteninspektov Lenz suchte -in ganz Wien die ^verdächtige Kinderpflegerin, die um so mchr belastet schien^ als sie im Jahve 1920 vom hiesigen Lan-desgerichtie . wegen..DieuMchstahles mit einem Monat schweveu Kerkers cchgeftraft tst.' Mrttmr in der Nacht znm 22. d. hat Inspektor - Lenz-die -Schuster!in. der.Wohnung des Schuldieners einer hiesigen Msttolschute aufgestöbert und, Vevh-aftet. Sie wurde in§ Sicherheitsburealu- .gebracht und gestand-dort, alle bei Herrn Stmnskh verübten Diebstählie «in. Alles, was sie gestohlen hat, wnchr Stück '.für,Stück in der . Wohnung -einer Bekannten der .SchMer,^MruBchieneM in Währipg, Weitlofgasse, in einem Kasten -und in einem Koffer, der der.Schuster gehört, gefunden; , sie.statte noch nichtZ wiräußert. Jofefine Schuster wurde gestern .dm Landesgerichte eingvliöfvrt.. ... . * MlWSkÄe aus. -Silbrr. Der Goldarbeiier Franz N o r-i.v). zu Muggia, geboren, nach Chivggia zuständig, würde, g'rflrr'n dem Landesgrxickte eingelieferk. Ar war im Besitz« ver tz-ö l d e (# r © i l b < rd oll a r s. die er zu veräußern suchte. Der Oandklsagent Karl L a r o l u s hat einen so hergerichteien Silberdollar ipr Egfä fiqstbader dem Aasttier gezeigt. Nordio fucbt die Sache harmlos darwstellen. Sr habe auf der Reis» nach Wien von einer» uvbedannjtn Italiener dev vergoldeten. Dollar um 175 Lire gekauft, ohne zu wissen, daß die Münze bloß" vergoldet ist. Den Dollür'tvtll et dann nach iiner . Fahrt zu mehreren Keurigen. in ongehestertrm Zustande Lerrn Lürolus'-g-reigk Und ihm übergesek haben, ohne ihn zu ermächtigen, di»,Münze zu verkaufen. Bei .Nordio wurden wohl vier .Millionen österreichische Kronen, doch Keinerlei Ausweis- .Papiere sefündey. .Pas Hicherhriisbureau hat zur Feststellung «der Persönlichkeit'.des Goldarbeiters' die Korrrsponderrz mit den auswärtsgesi Behörden eingeleitei- » Große Unrerschleise i« Mattaerö. Bei einer Unter, fuchung in^ der ©tadtoerwattusg vvu Mattend wurde durch des Generalinspektor de» Ministeriums .des Innern ein Fehlbetrag von SSO Millionen Lixs iestgeftrllt. Nach den römischen Blättern Mt es sicher, daß die svMWche Stadtverwaltung von Mailand ausgelöstchird.. - f «m G^bzoWithrigtzst mit 20 MMtt««»'' -«vchge- »»».iSine hiesige Bankstma hat heute vormittags den siebihrigen- Alois M a r e k, Schüttoustrrke 63 wohnhaft, der M,MMonaten.. det ihr als LausvurM bedienstej Ist.Mein mit einem Geldvetrall von 20 Millionen Kronen und dem Aufträge wrggeichiKsi-da» Veld in einer Wiener Großbank einzuzohlen. »Kickt worden." um Ido. lOilM Ät eingezahlt und dann das Aezepme ejne>6Mll" gefälscht. Der. Bursche «ird ver- .im Prater her««lreweu.',^..-... HÄ. Sr war zur Post -ahlen. HÄ.bloß durch.Linzusügen f#fW .... ." Tod J»mi&mttu »«.'VMge. meldet:, Wie hie ^.Innsbrucker Nachrichten* berichten, ist m Lamsenjochgebiete :: bet ' Schwaz der -«aüfmannssohn Otto Schneider beim Sdetweitzpflücken abzestürzt Uud tot liegen geblieben.!7-Wie die Blätter melde«, ist oberhalb der Oder- Hrbelislo$etideinon$iraiiO!i We Arteitslsse« »ersuche« da« Parlament z» stürmen. — Tie Polizei zieht vom Leder. — Zahlreiche Verletzte. Avbeitslosen wird erklärt, daß-die Elemente, die mit den Ge? waltakten begonnen hatten, keine Ärbeitev gewesen seien. Eie e Antwort auf di-e Förderungen, welche,?wie wir berichteten, die Arbeitslosen am Montag in meiner Versammlun.g vor dem Rathau.se und durch eine Abordnungan den Bu-ndesminister für 'soziale Fürsorge gestellt hatten, hat die Arbeitslosen' nicht befriedigt.' Es war also zu evwarten, daß sie, wie sie 'bereits Montag angekündigt hatten, den gestrigen Dag . zu 'einer neuen, Wchdrücklicheren Demonstration benützen würden. In der Stadt schwirrten schon in den frühen Morgen-! stunden die wildesten Gerüchte umher, vo-n Exzessen, Plünde- - rungen, «in Gerücht wollte sogar von der Ermordung des so- ,zialbdemokratischen Führers Friedrich Adler wissen. Erfreu- , licherweife erwiesen sich all die^se Gerücht« als -völlig unwahr. Leider verging aber der Dag doch nicht ohne Unruhen, bei denen bedarleMcherwelse, > . Vor dem Parlamente Blut geflossen ist. Es kam zu einem Zusammenstoß z-iviischen der Polizei und den Demonstranten, wobei erstere?von ihrer Waffe Gebrauch macht«. Es gab zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte. Es war gegen dreiviertel 11 Uhr — im Parlament tagte ' gerade die s ö z i a I d e m o k rat i f ch e P a r t e i k o n f e r e n z — als aus den westlichen Bezirken ein Zug von mehreren taufend Arbeitslosen in Ruhe und Ordming vor dem mit Wachmannschaft nur schwach besetzten Hause eiutraf. Vor der Rampe betrat ein Mitglied des Zentvalavbeiislosencmsfchuss^s 'die Stufe und hob m einer Ansprache an die Bersammelten hervor,daß die Polizei für den Fall, daß Unruhen oder Gewalttätigreiten von seiten for Arbeitslosen verübt würden, den Ausschuß sofort verhaften würde. Diese Mitteilung Oste bei den Bevsammelten natürlich die größte Erregung aus, .die sich in stürmischen Z w ischenrufen -knnd-gab. Hieraarf wurde eine Movdwm-g ins Parlam ent geschickt, welche den dort beratenden sozialdomokratischen Wgeordnetm die Forderungen der ArbeiMosen übevbrinM sollte. Gegen 1 Uhr kehrte die Abordnung zurück und teiltedie, .Antwort der Sozaldemokraten mit. Sie befri«di.gte"die Arbeitslosen nicht, weil die Entscheidung über ihre ■ .Forderungen bis Ende der Woche hisiausgeschoLen werden sollte. Die Erregung unter den Bevsammelten wurde iurmer stärker. Die Redner der--Abordnung'gaben sich, alle Mühe, die Aufgeregten zu beruhigen und ihnen begreiflich zu machen, daß die Erfüllung der Forderungen durch die soziMemokr>atische>n Ah-, geordneten gewährlerstet sei. Ein wütendes Gejohle und Ge- ' schrei war die Antwort. Auf der Rampe entstand ein surchtbäNsVedrange, offenbar wollte man in das^Piarlament ein dringen, Da klirrten Plötzlich die Scheiben des großen' Parlament'storeS. Man sah eine rasende Menge vorwärts stürmen. Die zwei Ssitentüren auf der oberen Rampe — die eine führt zur ehemaligen Portierloge — find im Nu demoliert, aus d en An g.el n gehoben nnd auf den Rasenteppich vor der Rampe geworfen. Von hier auf einer Wendeltreppe wollten die Änfgevegten ins Haus gelangen, nachdem sie auch noch die Seitienteile b«»oberen Rampe Losgerissen und cmfdie Zufahrtsstraße geworfen hatten.. Vergebens lbemühte^-sich^die Ordner, die Stürmenden von ihrem Vorhaben äbzWWgen — da feilten im Laufschritt vom Schmerlingplatz her ungefHr hundert W a ch l e «t e m i t gezogenem Säbel zu den Stürmenden hinauf znr Rampe. - Eine * . ' ungeheme Panik brach ans. Es war 'im ersten AngeMick nicht möglich, die Situalian zu erfassen. Man sah aufder Rampe einen Knäuel; von Demonstranten tut Handgemenge mit den Wachleuten, Viole Demonstranten flüchteten in fahrende Straßenbahnwagen. andere wieder suchten sich, hinter BäumM zu verbergen, wurden aber von den nachdrängenden Wachleuten vertrieben. Mch allen Richtungen eilten Flüchtende. ^>te RettUWs» gesellschaft mußte in zweit schweren Fällen intervenieren. Zahlreich/sind die Leichtverletzten, darunter zwei, Wachleute,. die durch Steinwürfe verletzt wurden. Die Szene hätte etwa eine halbe Stunde gedauert. EBlich wurde die Ruhe, wieder hergeftellt und daS Kampffeld konnte übersehen ivechen, Der Platz vor dem Parlament wurde menschenleer, nur eine Ordnerkette machte Dienst. Berittene Wache zog um das Parlanrent einen Kordon. Doch wurde die Ruhe nicht nrchr gestört. In der weiteren Umgebung deS Par. jlamentS hatte sich kein Zwischenfall ereignet, Bon Seite der titzül« iw ObttÖeigtaCe der ISMige Schlosser aus Wien Erich Ä e« « y. ein Angestellter .her Firma Lummler in Wien, ab. gestüx-f. (kr «urde in schwer verletztem Zustande i, die 9,nspmcker Klinik geb'M. ' , ' * Die verfvsfens «rrettSköte-eiMetstStzMs.«Der,41jöhrise LeschSflignngslose Josef G r a b l i n g, Sovarmagasse 17 wohühast.. hat gestern nachts im betmnkeuem Zustande auf dem Praterstern ganz grundlos Passanten angermpett.. so Latz er arretiert werden mußte.. Er hatte am seltzen Lage LS.000 K. ArbeiislosenunteMtznug erhalten und da» ganze Veld ver. krünK'enl. Sr wurde zu vierzehn Lagen Arrest verurtrilt. E- Der Hochstapler Berch entsprMgen. Aus der Rteder- -ischen Sajches-, Heil- und Pflegeanstalt Steinhof ist gestern dvr hemchdigte Hochstapler Roland Bereh,; der hier und. andexwärts als Graf ausgetreten ist mvd auf großem Fuße gelebt hat, wiederholt mit seinen schmutzigen Angelegen- Die Verletzten. Dio. Neitungsgesellschaft hatte unter Leitmrg d-es arzt-Stellvertreters Msdisinalrates Dr. Hein eine fliegende Ambulanz errichtet, bei der die JnfpektionZärzte Dr. Weiß und Dr. Presser Dienst taten. Sie teifteten folgenden Verletzten, erste Hilft: Sicherheitswachübeamter Franz Exel «der Abteilung 20, der eine erhebliche Quetschung der richten. Hand, vermutlich durch einen Hieb mit einem Schlagring erkitten hat; dem 28jährigen Oberwachmann Josef Zipko, der Verletzungen an der rechten Schläfe rmd an der rechten Schulter' durch Wurf mit einen: Ziegel von dev Pavlam-entsvampe erlitten hat; dem 10jährigen Gußwerkdisner Johann Jmmervoll, der eine'Hiebwunde an derrechten . Scheitelfeite erlitten hat; dem 22jährigen Schuhmachergchilftn Josef Auer (Hiebwunde an der rechten Sche'itelfeite); dem'25jähvigen Hilfsarbeiter Johann Lischka (Hiebwunde au der rechten Kopfseite); dem 31jährigen Privatbeamten Maximilian Se-fler (Hieibwünide über den Rücken); dem 27jährigen Fleischhauer Friedrich Neumann (Hiebtvunde au der linken Schulter). Sämtliche Verletzten^ wurden verbunden und mit- Ausnahme des Öbevwachmannes Zipko, der sich allein -entfernte, ans die Unfallstation gebracht.-Außerdem wurden infolge der Szenen drei Personen, der Hilfsarbeiter Leopold -Dhoma, die 28jährige Private Hilda Weiß und ihre Schw>efter Margarete Weiß von Nervenkrämpfen befallen. Auch sie wurden behandelt und konnten sich selbst entfernen. Beim Polizeikommissariat Jofesstadt meldete sich der 24jähvige Hilssavbeitvv . Johann Stowüsser, der. eine Hiebwunde über der linken Schulter erlitten hat und auch von der Rettungsgesellschaft verbunden Wurde. Weiters erschien in der Filiale der 40jährige Stanßer Josef Stavarnik, der eine fünf Zentimeter lange Hiebwunde an der linken Sche-ift-lgegend.auftvies; er wurde verbunden und konnte allein Weggehen. Uebersall auf eine Häftüngseskorte. Als der Justizwachbedmte Florian Weilgu-ny nur u«* gsfähr viertel 2 Uhr nachmittags den Häftling'Ladislaus Eisler ans dem Straflandesgerichte 1 in das''SLvaslan:desgericht 2 am Gürtel eskortteren sollte, wurde er an der Ecke der Florianigasft und Landesgerichtsstraße von etwa hundert aus der Stadt . vertriebenen und auf der Flpcht Vegrifftnen Demonstmnten mit hochgeschwungenen Stöcken und den stürmischen Zurufen: „Auslassen'. Wes muß ausg'lassM werden! Auch die Sträfling', raus!"'plötzlich überfallen und bedroht. i Weilguny packte mit einer Hand den^chm zunächftstehenden Demonstranten und. zog mit der anderen Hand seinen Revolver fchußfert'ig aus der' Taschel Äls chm Michlich noch der Justiz-! wachbmmte Rudolf Weißenböck zu Hilft kam, wichen.die Demonstranten zurück und eilten mit chremItch von WeÄgunYi mittlerweile losgerissenen Genossen davon. ' Die Stväflingseskorte konnte hierauf ohne weiteren Zwischenfall durchgefichrt we-r>den. 'ilfSCIUUiliaä« Im Verlauft der Demonstration wurden z e h n S i ch e heitswachibeamte zumeist durch Steinwürse an-( scheinend 'leicht, Diner mit ’«fetmn Schlagring schwer verletzt,^ Vierzehn Sicherheiitswachbeamtie erlitten Mißhandlungen ohne sichtibare Verletzungen, wobei ihnen auch die' Uniformen beschädigt wurden. Auch acht Diemonstraten erlittest leichte Verletzungen teAs durch SteMwürfe von Mtdiemon-( stranten, teils durch Säbelhiebe.. q Im Zusammenhang Mt den AuAschrvitemgen wurden -neun Personen amgchLlten.Me AmtshaMung gegen dieselbe^ wurde ÄngMtet. - - Nicht unerwähnt kann bleiben, .daß die heutige jDemon^ sivatüm .der Arbeitslosen von' gewifstnlofen Agitatoren zuv -Verbreitung aufreizender und bfemmchigender Gerüchte benützt^ wurde. - . . Auch gingen Personen, die sich fälschlich für Ordner dev SoziÄdemokva-tischen Partei auZgaben, in verschiedene Geschäfte und Hotels der Jimsven Stadt und forderten zust Schließung der Lokale Mf, weil „Unruhen bevorstünden".^ -Zwei solcher „Ordner", die vom der Gichecheitswache ver-. langten, sie solle "die . Schlteßrmg der Geschäfte veranlassen,^ bevieftn sich auf «einen Auftrag des kommunistischen ^Komiteemit-i glftdeS Karl Poilzer. Astch nach Beend.igung der Demonstvation wurden von^ einzelnen Agitatorenversucht, drlrch Verbreitung falscher Beschuldigungen" über das VwgelM der SicherhÄtswache aist dio bvsonnme Arbeiterschaft fernzuwirken. hsiten die Polizei- und'Gerichtsbehörden beschäftigt hat und fast .jedesmal immer nach seiner Verhaftung als geistesgestört -er-, klärt wer'den mußte, entsprungen. Er ist groß, und bartlos, hat dunkelblondes Haar,, wägt grünen Anzug mit rötlichen Streifen, grüne Tuchgamäschen und' keine Kopfbedeckung, * Äolz als Sandstzpstck veebsren. Wegen grober Hn*. zudömmlichkrtten, di, sich aü« »er Mitnahme von Kolztraglasten in die Perfosenwagen ergaben und vielfach auch-zu Beschwerden! von Reisenden Ansatz gäben, deren Kleider, durch Lvizsammler beschSdigt worden -sinst' hat die Bundesbahndirebtton Wien-West mit Wirksamkeit vom 25. iv die Mitnahme von unverpacktem Äolz oder von Holzlaste« in Säcken. Rucksäcken oder dergleichen als Handgepäck überhaupt verboten. Die Dedievstete«' wurde» angewiesen» Reisenden mit Solzlaften keine Fahrkarten zu verabfolgen biztehungsMise, wen« sie im Personenwagen betroffen werden, sie von d,r Mltsahtt auszuschlietzen. V lief unter4en Tagespreisen ✓

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