Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1280 (23.8.1922)
- Date
- 1922-08-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Gene 4 «M, MMiovy xüTtxtt syrgggtiiaemtrtq* zö: ttugurt -iro ' iwr, irs^ tnuß sie firc Schwerkräfte halten, deren Heilung unendlich schwer ist. Man kann sich diese Gewohnheit nur mit Willenskraft abgewöhnen, und die hat. man nur noch, wenn es nicht zu spät ist. Zwei Pariser Aerzte hatten sich das Kotainschmkpfen angowohnt, weil sie für eine große Arbeit die Nächte durch wach bleiben wollten: Sie haben in einer Art Selbstbekenntnis erzählt, -wie sie sich durch Willensanstrengung davon heilten; aber sie fwhnten dieser Gewohnheit nicht lauge und benützten keine großen Dosen. Am besten kaum man den Morphinisten und Kokainisten heilen, wenn man seine Eigenliebe aufstachelt, wenn man ihm den völligen Verfall seines Geistes mid Körpers eindringlich vorstellt und ihn durch heilsamen Schrecken zur Anspannung aller Willenskräfte bringt. Dazu wird am besten ein Arzt mit Psychologischen! Feingefühl und langer Erfahrung imstande sein. §Me«er Aer-kM-sje Der Umstan im Messepalast. Im Meffepalast, -dem ehemaligen Hofstallgebäude, werden jetzt umfangreiche Umbauten und Zubanten durch« geführt, um neue, schon für die Herbstmesse verwendbare Ausstellungsräume zu gewinnen. Mehr als 200 Arbeiter sind seit Mitte Mai mit diesen AdaPtieruncMrbeiten beschäftigt, die einen Kostenaufwand von über 500 Millionen Kronen verursachen. Zur'Zeit der beiden ersten Messen tvaren die Ausstellungsräume im Messepalast auf etwa 4000 Quadratmeter beschrankt, weil die anderen für Messezwecke vorbeftimmten Räumlichkeiten vom staatlichen Fuhrwerksbetrieb und von der historischen Wagenburg belegt waren und sich wegen der Fortschaffung dieser Objekte/wie ermnnerlich, große Schwierigkeiten ergaben. Diese sind nun i übertvnnden. Der Fuhrtverksbetrieb ist in die Meidlinger Kavalleriekaserne übersiedelt, die historischen Wagen würden nach Schönbrunn überführt und für die Messe sind auf diese Weise weitere 4000 Quadratmeter sreigeworden. Das schuf die Möglichkeit, vor allem die Papiermesse, die bisher in der Stiftskaserne unzulänglich untergebracht, und die Musikmstrumentenbranche, die bei den früheren Messen sehr stiefmütterlich mit Raum bedacht war, in neu gewonnenen Sälen sehr wirkungsvoll unterzubringen. Weiters wurde es möglich, den erhöhten Raumansprüchen der Abteilungen fiir Kunstgewerbe, Gold-, Silber- und Iuwelenerzeugnisse, für Glas, Spielwaren, Ledergalanterie- und sonstige Galarttcmewaren in ausreichendem Maße Rechnung zu tragen. In den beiden Flügeltrakten, rechts und links von der früheren Winterreitschule, wurden im Parterre und im ersten Stock geräumige schöne Säle gewonnen, in welchen sich nun diese Branchen sehr vorteilhaft ansbreiten können. Um bequeme Zugänge und Verbindungen der Säle untereinander zu schaffen, wurden drei St-iegenhäuser im großen Hof und zwei Freitreppen aus der ehemaligen Winterreitschnle, die zum ersten Stock der Nachbartrakte führen, aufgebaut. Nach der neuen Raumeinteilung gliedert sich die bisher in sich geschlossene und in der Stiftskaserne untergebracht gewesene Papiermesse in zwei Teile: in die Papiermesse, die im Messepalast untergebracht ist, und in die Bureaumööcl- und Bureaubedarfsmesse, die auch weiterhin in der Stiftskaserne verbleibt. Nahezu 2800 Anmeldungen für die Wiener Frühjahrsmesse 1923. Für das große Interesse, das der Wiener Messe in Ausstellerkreisen entgegengebracht wird, spricht wohl am deutlichsten die Tatsache, daß sich 70 Prozent aller Aussteller der Wiener Herbstmesse bereits auch für die Frühjahresmesse 1923 angemeldet haben. Verkauf der Messeausweise im Messepalast. Der Verkauf von Messeausweisen für Aussteller, für Angestellte von Ausstellern Und für Messebesucher des Jn- und Auslandes hat gestern im, Messepalast begonnen. Die Karten werden bei der Zeutralauskunftsstelle im Parterre ausgegeben. * Endgültiger Verzicht Dubnows ans den Kotvnoer Lehr- ,<uhl. Wie in maßgebenden Kreisen Köwnos verlautet, hat der jüdicho Historiker S. Dnbnow auf dem ihm seinerzeit angebotenen Lehrstuhl für jüdische Geschichte an der litamschen Universität in Kowno endgültig Verzicht geleistet. Bekanntlich erging der Ruf an Dubnow im Mai b. I., als er noch im Ausland weilte. Sofort nach seiner Ankunft in Kowno hätte er die Lehrtätigkeit anßrrchmen sollen. Aus Gesundheitsrücksichten jedoch mußtie er die Vorlesungen bis zum Wintersemester verschieben. Inzwischen wurden die Statuten der Universität geändert und hierdurch entstand eine Meinungsverschiedenheit über die Eintrittsqualiftkationeu mehrerer Professoren, unter diesen auch Professor Dubnows. Sobald Dubnow davon Kenntnis erhielt, legte er seinen Posten freiwillig nieder und gab -dem Direktor der Universität von seinem Schritt Kenntnis. * Ei» Hakenkreuzler-Einbruch. Aus Nürnberg wird uns geschrisben: Kürzlich wurde der Versuch eines Einbruches in das Bureau des Zionistischen Gruppenverbandes für Bayern und/Württemberg in der Fürtherstraße unternommen. Die Täter hoben vas nach dem Hose führende Abortfenster ans und gelangten io in den Korridor, der zum zionistischen Bureau führt. Sie machten sich dann daran, die Türfüllung hevauszu- . schneide» und den Glaseinsatz zu entfernen. Wahrscheinlich wurden sie bei der „Arbeit" gestört, da ihr „Werk" nicht „voll-, endet" wurde. Zur Berschönernttg schnittest sie in hie Tür —. ein Hakenkreuz. Der Kviminalpollgei gelang.stS', einen Fingerabdruck des Täters festzustellen. Offenbar handelt' es sich., um . einen Versuch von antisemit-ischer CÄH. - -AttensiUe, itehleir. * Die Erscheinung tcö Prophet:'.; EliaS. Aus G r o ßw a d c i n wird uns berichtet: 'IN Nenrnmänien wird jetzt eine rumänische Schmähschrift gegen das Indentuni verbreitet, die unter dem Titel „Die Erscheinung des-Propheten Elias" in die Volkskreise geschmuggelt wird. Das Pamphlet, welches alle die zum Nebcrdruß widerlegten Verleumdungen gegen das jüdische Volk und die jüdische Religion enthält,, fordert das rumänische Volk ans, die Juden aus dem Lande zu vertreiben und sich mit den Antisemiten der ganzen Welt zu vereinigen. Als Autor dieser Bcrlenmdnngsschrift erscheint ein Mönch namens Rubin Jadu-Jar. In vielen Städten Neu« r-i'>äni:ns konnte die Schrift anstandslos verbreitet werden. In Des jedoch hat die Polizei die Schrift konfisziert, und sowohl gegen den Autor, als auch gegen den'Verlag Cartea R o m a n e s c a in Klausenburg das Strafverfahren wegen Aufreizung eingeleitet. * Leichenfledderer. Der Drechslermorfter Joses Dolczal war am Samstag im '.bezechten Zustand von drei jungen Leuten ausgeraubt worden. Die Täter, der Eisengießer Franz Bres.ch, der Feilenhauer Karl Stickler und der Schuster Ferdinand Cuchy wurden verhaftet. Man fand bei ihnen die Beute und außerdem bei Stickler 500.000 K., über deren Herkunft er foly.-ndcs erzählte: Zwischen, ihm und dem Spbrlklub Vorwärts in Brünn sei cim 21. d. eine Vereinbarung zust-mdegekoinm: >i, die bezwecke, ihn dauernd an den Klub zu binden. Der Sportklub Vorwärts zahlt ihm -für seine Teilnahme an den Fußdclllmcttches des Klubs einen wöchentlichen Lohn von. 200 Tschechenkronen, dann eine Fawilienzubuße von 50 Tsch-echenkronen und eine Kost« und Mietentschädigung von 140 Tschechenlronen wöchentlich. Außerdem wird ihm in der Berc inbarnng bei außerordentlichen Erfolgen eine fallweise zu beschließende Nemiunlration zngesagt. Dafür mußte sich Sl'üler verpflichten, bis zum Ende der Spielsaison für die Farben des Sportklubs Vorwärts in Brünn in Ehren zu spielm. Tatsächlich wurde auch bei Stickler eine Abschrift dieser Vereinbarung mit dir Stampiglie des Klubs und den Unterschriften zweier Funktionäre, Karl Prohaska und Johann Hillcr (oder ähnlich), gestruden, die wirklich diesen Inhalt hat, lii' für die „Amat:-nrqualität" dieses Fußballspielers bezei.hn:-d ist. Sll.ckler fügte hinzu, daß zu den gleichen Bedingungen auch zwei andere Wiener Spieler, die bei anderen Klubs in Sien >.spielt hätten, vom Brunner Vorwärts engagiert Mordefti.-.r. ' * Wieviel Millionen Männer waren im Weltkriege? Die Gesamtzahl der im Weltkrieg mobilisierten Männer schätzt das Statistische deutsche Reichsamt jetzt auf 75 Millionen. Von diesen 75 Millionten standen an; Ende des Krieges noch 30 Millionen hu .Kampfe, vor allem, weil Rußland ansgeschiedeu war. Das Deutsche Reich mobilisierte 13,25 Millionen, von denen 8 Millionen an; Ende des Krieges noch ine Kampfe standen. Auf der Höhe ' der Kraftentfaltnng, dem Beginn der Offensive im Westen am 21. März 1916, hatte das deutsche Heer im Westen eine Feldstärke von 3,5 Millionen Unterostizieren und Mannschaften und 140.000 Offizieren. Außerdem befanden sich rund 160.000 Mann und fast 3000 Offiziere in den Rekrutendepots.' Das Heer war in 190 Infanterie-Divisionen und zwei Kavallerie-Schützendivisionen eingeteilt. Es hatte 32.218 leichte Maschinengewehre, 27.143 schwere, 8845 Minenwerser, 5652 Feldkanonen, 3158 leichte Feldhaubitzen,. 3083 Geschütze für schweres. Steilfeuer, 1747 für schweres Flachfeuer imb 1137 Fliegeraiwebraesck'.ntz? sowie 764.563 Pferde. bede rann dies kurz fast 15.000 Geschütze, 10.000 Minenwerfer und 60.000 Maschinengewehre. Den Gegnern stand die ganze Welt offen, so daß sie reichlicher ausgerüstet waren. * Dn sollst nicht aus dem Bett springen? Bisher war man im allgemeinen der Ansicht, daß der ebenso peinliche wie schwierige Augenblick, in dem der arme Sterbliche die Hülle seines nächtlichen Lagers von sich wirst, um wieder den täglichen Kampf mit ber rauhen Umwelt a-ufzunchmen, am besten überwunden wird, wenn man Mit einem einzigen Ruck sich aus dem Bett schwingt und sich sofort mit voller Kraft in das Geschäft des Anziehens stürzt, von dem Danton gesagt.wird, daß schon das alltägliche Anzichenmüssen der Beinkleider zum Selbstmord treiben könne. Diese nwbesSnnene und plötzliche Erledigung der peinlichen Aufgabe war aber ebenso falsch wie unwissenschaftlich. Wenigstens behaupten das englische Aerzte, die die geistigen und körperlichen Bedingungen, unter denen das Ausstichen vor sich geht, eingchend untersucht haben. Sie geben auf Grund ihrer Ergebnisse eine Fülle guter Ratschläge, die jeder 'beobachten soll, dem seine Gesundheit lieb ist. Man muß mindestens fünf Minuten dem Aufwachen widmen und beim Aufstehen jede Plötzlichkeit vermeiden. Aus dem Bett hcransspvingen, ist deshalb schädlich, iveil dadurch die Tätigkeit des Herzens gang plötzlich nach, einer Zeit «der Ruhe beschleunigt wird, und di« schnellere Herztätigkeit wirkt wieder beunruhigend' auf das Gehirn, so daß der rüsch aus dem Bett gesprungene Mensch das Gleichgewicht verliert, Und es manchmal fiir Stunden, ja sogar für den ganzen Tag nicht wiedrrerlangt. Bevor man sich aus dem Bett erhebt, muß man zunächst dem Gehirn ein« gewisse Usbung.angedeihen lassen, man muß es wieder an dir Anstrengungen gewöhnen, die ihm nach der Nachtruhe bevorstehen. Man sollte daher vor' dem Aufstehen ein wenig lesen, und zwar am besten eine oder zwei Seiten aus einem wertvollen Werk, das die Gedanken schärft und anregt. Aus dem Bott heraus sott man sich - ganz langsam und allmählich begeben. Die Füße müssen zunächst ruhig auf dem Böden herabgesetzt werden, worauf dann der Körper gemächlich in eine sitzende Lage gebracht wird, und dann, erst erfolgt, das Aufsteheü. Alle. Bewegungen müssen gemessen ausgeführt * werden. DeAn kommen Körper u'std Mist bald in' hell besten ZüsHnd, Um bfe Anstrengungen der Tagescirheit auszuhalten. ^Mwkfiest^ wir'also, wavM viek Arbeit Häufig so. geistlos. und trägesiirch. Sie können nichts dafüv, sia Md nur m «mch aus de» Federn * Ein eigenartiger Racheakt der Faszisten. Rom, 22. August. (Pr.) Die Blätter melden aus Ancona, daß die Faszisten dieses Bezirkes auf die sozialistischen Führer eiaenrümltche Pensionsmittel ausiwen. Alle ausgewiefenen Führer darunter -bcr Bürgermeister von Sa n B e nede tt0/ die der Ausweisung keine Folge leisteten, werden gezwungen, täglich ein 0) l a s R i.; i n ns ö l zu trinken. * Eine Beschwerde der Aniversitätsassistenten, Beamten und Diener wegen verspäteter Auszahlung ihrer Gebühren. Di« ProiLstocen, Assistenten, Beainttle cmd Diener sämtlicher Fakultäten der Universität, führen, schon seit längerer Zeit bittere Klage darüber, daß ihnen ihre Gebühren gegenüber anderen Buttdesangestellten regelmäßig später ausvezahlt werden. Während nämlich die Bnndesängestellten in diesem^ Monate Nltter anderem sowohl am 17. als auch am 21. Teilbeträge ihrer Bezüge ausbezahlt erhielten, haben obgenannte Kategorien in. diesem Atonale diese Tei-lbezüge noch nicht erhalten. Wenn man die täglichen Preissteigerungen. in Betracht. Mst, verursacht dies für tie eine große Benachteiligung. Wie uns mitgetcilt wird, beabsichtigt die Assistentenvereiniigung diesbezüglich an erster Stelle Beschwerde zu führen,.zumal sie der Ansicht sind, daß die eigentliche Schuld bei der Rechnnngsabteilung der Universität liegt. * Luch Äsqrltth fchretbk rin Buch. Ans London wird gemeldet: W>«! verlautet, wird auch demnäckst A s q u i t h ein Buch über die Zeit seiner Minißerpräsidertscha t veröffen'.l'chcn . * Festakademie zugunsten der „Wojä"-Mittelstandsküchen. In K a l t e n l e u t g e b e n int Grand-Etablissement Einmal, findet Donnerstag den 21. d. nnl 8 Uhr abenos eine Festakcioemie zugtmsten des Adaptierungsfonds der „Woja"--Mittelstandsküchen statt. Max Brod vom Johann Straustthcaler wird dortselbst Mitwirken, ebenso andere bedeutende Künstler. Unter den Kurgästen äußert sich reges Interesse für die Beranstaltung. * Reform der pharmazeutischen Studien- und Prüfungsordnung. Das B. G. Bl..verlaulbart die neue, mit dem nächsten Studienjahre in Kraft tretende pharmazeutische Studien- und Prüfungsordnung.. 'Eine Sonderbestimmnng enthält. die Stu« 'dienördnnng fiir jene ausländischen Studierenden, die eine in ihrem Heimatlande für den Apolhekerberuf ausreichende Miltelschlllbildung Nachweisen, aber kein zur Aufnahme als ordentlicher Univcrsitätshörer erforderliches' Rcisezeugnis bcsitzeu, solche Ausländerstörinen als.außcrorderUliche Studierende der Phar« wazie zugelasscn' werden, aber das von ihnen erworbene Magisterdiplom hat auch im Falle der nachträglichen Erlangung der vsterrcichischerr StaaLsbürgerschast keine Gültigkeit zum Eintritt in den österreichischen Apothekerdienst. Durch diese Sonder« b-estinnnung soll der: Ausländern ohrre volle Mittelschulbisdung rrirr die llllöglichkeit geboten werden, an unseren Universitäten Pharmazie zre studieren und mit dem hier erlangten Diplom dann in ihrem Hcimatlande den.Apothekerbernf ausüben zu können. * Eine Rrescnleiter der Wiener Feuerwehr. Die Wieirer städtische Fenermebr, deren Schul c tg r-rd Einrichtung trotz der Ungunst der -Verhältnisse für alle Großstädte nulstergültig geblicbeu. ist, wird demnächst ihron lelln ischen. Apparat um ein besonderes Stück bereichern können. Es ist dies eine dreißig Meter hohe antömodile Maschineni-Hiebstiter, die mit einenr Kostenanfwarrd von 131 Milli inen Kronen angeschaffl werdeir soll. Die neue Leiter wunde deshalb so lv'ch gewählt, weil die! Feuerwehr bereits auf die neue Wiener Bauordnung Rücksicht nehmen muß, die ceunmehr auch die Mansardenverbauunz . znläßt, wofür die bisherigen'Leitern nicht mehr, ausreichen. Die Leiter ist auf einem Benzmautamobll angebracht und nm einen Trehturin drehbar, die Kraft des Benzuzmotors besorgt auch das Ausrichten, Ausschieben, Neigen und Älnlegen der Leiter,' das bisher zum Teil noch durch HaNdkraft ersolaen nrußtc. Dabei sind die erforderlichen Handgriffe so -einfach,->däß rin. einziger Mann zur Bedienung der Leiter ausreicht. Die Konstruktion ist überdies so knnstre'ch, daß, wenn, die Leiter beim Ansschiebeti an ein Hindenns anstößt, oder durch zu starkes Neigele in die Gefahr des Nmkippens gerät, der Ntotor sich automatisch abstellt, so daß die Leiter stehen bleibt. Das Erstaunlichste aber ist wohl, daß der ganze Riesenapparat vom Augenblick des Anfahrens an in 85 Sekunden zu seiner vollen Höhe anfgerichtet gebrauchsfertig dasleht. * Wiens Selbsthilse. Unter .diesem Titel findet ab Mittwoch den 23. d. täglich — mit- Ausnahme von Samstag und Sonntag — von 7 bis 9 Ahr abends im Festsaal des Nivderösterreichischeil Gewerbevercins, 1. Bez., Eschenbächgasse Nr. 11, eine öffentliche Aussprache über Vorschläge von Otto Lang statt. Diese Aussprache wird von dem Vorbereitungsausschuß für eine parteilose W'.encr Volksgemeinschaft veranstaltet. Eintritt frei! * Telephon Wien—Lemberg. Der Telephonvcrkehr Wien -—Lemberg rst wieder eröffnet. Di' Svrechgobühr wird bis zum Abschluß eines dauernden Bmwages mit der Polnischen Verwaltung vorlättfig mit 7300 Kwnen (1. Zone) für ein gewöhnliches. Dreiminntengespräch festgesetzt. * DevfchW««Sene Datüte«. Auf einem dienstlichen Wege batte . gestern Vvrmiltagr der Beamte einer Spedilwns^ ficma. Leinri-!' B o t s w, IX., Liectstenfteinslraße 56, zwei Nolen zu je 20 Dollar im Werle von etwa 3'/r Millionen Kronen ringelleckt. In der Slrecke vom Kaust Taborstraße 75 bis zum Karmeltterplatz hat er die Noten, die in eine Bepötiguug e>nge< mickeit waten, verloren. Wabrscheinlich hat er sie bsi einem Einkauf ver streut. Botsch, der ersatzpflichtig ist und d'n Verlust schlvcr trägt, bat eine Belohnung von 500.000 K. auf die W'eder« erlangung der de>d-n Noten, deren Nummern bekamt sind, cms» gesekl. * Wetterbericht. In Mitteleuropa hat südliche Luftzufuhr stärkere Erwärmung gebracht. Vom Westen dringen aber kältere Lusiströmungen vor. Das..schöne Wetter, dürfte nur mehr kurze Zeit dauern, wahrscheinlich schon nrorgen wird Verschlechterung eiutreten. Voraussage: Vormittag. vielleicht noch heiter bei auffrischcn>den Südwcstwinden, rasche Bewölkungszunahnie, nachmittags oder spätestens nachts Westwettere.inbruch, kühl, Regen. * Vegräbnisstz mn tze«ki«err Tage. Zentral f r f t ö I) o f: 9 llhr 45 Ärin. ©r. Weist Josef. 10 Unr 30 Min Neustadtt. Cf.ttifL —. N e u r r Fr i e d l, o f: 9 lUir Kohenvere Jakob, 9 Uhr 30 Min. Pauber Kelen», 10 Ubr Liebermann Lea 10 Ilbr 30 Min. Dr. Kar 1H Leon. 11 Uhr 'Schwarz Kmoline 11 Adr 80 Min. Wolf Berta Rosa. 12 Uhr Drattler Maye' SäMn. * Äolländsr in Trenefin-Älevlih. Kürzlich weile eiiw aus 40 Personen bestehende Gesellschaft distinguierter Kollönder. tueift aus der Gelehrien« und Profesforenwett; unter Führung des Prof. P. C. Kappetein aus Amflerüam einige Tage in diesem an Nalurfchönheiten so reich gesecinelen-Wellkurotte und iplachen sich d e .Mitglieder dieser Exkursion ungemein lobent über den Aufenthalt in diesem Paradies der Karpathen aus Trencsin-Trplltz bietet aber auch dem vornehmen Fremden. Publikum ganz Kervorragendes. Abgesehen von den anerkann' wundervollen Kurgelegenhelten hat man in -tesem eleganten Bade, orfe-alles an Spott und Vergnügen züt Verfügung; auch etzu r <£,- ti. I e. p r i o e l-siafino), welcher die vornehmste Internatfonate-, vereinigt. Brs zum Schlüsse her.Sommersaison (End. Sepkeinber) find noch vier FesllichKeilen überraschenderer!' gepianft was dte überaus zufriesenstellende Frequenz noch un. »»mein heben uwa. sxsässmsmss