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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-19 · Heft 1276 (19.8.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1276 (19.8.1922)
Date
1922-08-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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©tue S Wien. Samstag tmchte. Zufällig hatte ,der gutmütige alte Dajan Kenntris davon erhalten, daß der Schneider von dem Tuche ein §tück erübrigt und daraus seinem Sohne eine Weste ange- -ertigt hatte. Auf eine die Weste betrefferrde zarte An- ^ielung erklärte der Schneider sehr entrüstet, man habe ihn verleumdet. „Dann muh ich Ihnen sagen" -- sagte lächelnd der Dajan —, „lieber freund, daß Sie mir eine oiet zu große Rechnung gemacht haben. Hätten Sie aus in einem Tuch auch eine Weste gemacht, hätte ich natürlich auch für sie den Arbeitslohn zahlen müssen. Aber für »en Rock allein verlangen Sie zu viel." Ein armer jüdischer Gelehrter, der. wie das früher -n manchen Gegenden der Brauch war, durch Wanderoredigten sein und seiner Familie Leben fristete, war gelohnt, alljährlich, wenn er den Vorsteher der Gemeinde T. besuchte, von diesem eine ansehnliche Spende zu erhalten. Einmal hört er zu seinem Kummer, wie der reiche« Mann sich entschuldigend sagt: „Diesmal kann ich nur eine geringe Gabe bieten . . . ich hatte heuer sehr große 'Ausgabe'. ... ich habe weine Tochter verheiratet." Darauf der Wanderpredigcr: „Ja, wer hat Ihnen erlaubt, mit meinem Geld Ihre Tochter zu verheiraten?" . Zum Schluß noch ein geistreiches Wort einer durch ihre originellen, witzigen Bemerkungen einst berühmten Frau Kela Neustadt! aus Prag, deren Name übrigens auch durch geistig Hervorragetide Söhne ttnd Eichel int Gedächtnis 'ihrer Landsleute erhalten blieb. Zu ihrem Sohne sagte sic: „Lerne bei Tag und schlafe bei Nacht. Du gewinnst dabei doppelt: du bleibst gesünder und' ersparst nebenbei Licht." Ihr: Arzt meinte einst halb im Ernst, halb im Scherz: „Sie sind doch eine so kluge Frau, und ich begreife daher nicht, daß Sie mir, dem Sie'ihr teuerstes, Leben und Gesundheit. anvertranen, nicht den vierten Teil der Summe zuwenden, die Sie ihrem Advokaten, der doch nur Ihre Geldan gelegen Herten besorgt, gewähren." — „Mein lieber Herr Doktor," meinte Frau Kela, ■ „Meinem Advokaten übergebe ich die Prozeßakten und er trägt sich meine Krankheit hübsch nach Hause. Wenn Sie meine Krankheit mit nach Hause nehmen, dann sollen Sie .zehnmal so gut wie mein Advokat honoriert werden." G. (£—n.; Lrhöhrmg der Strrdier?gehshren «K de« Hochschulen. Für das Wintersemester 1922—23 sind sämtliche Studien» gebühren an den Hochschulen auf das Fünffache des im letzten Sommersemester vorgeschriebenen Betrages erhöht worden. Bei einen! Kollegiengeldsatz von 900 K. für die wöchentliche Unterrichtsstunde wird ein juristisches Semester einschließlich Auditoriengeld und Biblotheksbeitrag 24.000 K., ein medizinisches Semester 25.500 K. kosten; die Taxe für eine juristische. Staatsprüfung beträgt 12.000 K., für ein Rigorofum §4.000.K., für die MittelschuKehramtSprüfung 30.000 K., die Gefamttaxe für das medizinische Doktorat stellt sich aus 108.000, St., für das Doktorat der Rechte auf 96.000 K. uüd für das philosophische Doktorat auf 72.000 K. An den technischen Hochschulen, an der Hochschule für Boderckültur, a« der > Tierärztlichen Hochschule, an der montanistischen Hochschule und an der Afad^mre der bildenden Künste wurde das einheitliche Unterrichtsgeld mit 14.400 K. festgesetzt; ein technischer Semester wird einschließlich Äuditoriengeld und Bibliotheksbeitrag 21.900 K. .kosten. Bon der Einführung des Kollegiengelbes auch an diesen Hochschulen an Stelle des wöchentlichen Unterrichtsgeldes wurde noch abgesehen, da hierdurch bei der gleichzeitigen Erhöhung des Kollegiengeldsatzes eine zn wert gehende Verteuerung des Studiums bewirkt würde. Gegenwärtig können die Studierenden für das einheitliche Unterrichtsgeld alle in den Lehrplänen obligat vorgeschriebenen Vorlesungen und Hebungen im Ausmaß von 90 bis 40 Stunden wöchentlich besuchen, bei Einführung des KollegiengÄdes müßten sic hierfür- 27.000 bis 36.000 K. zahlen, während an den Universitäten das anrechenbare Semester mit 20 Stunden 18.000 K. kostet. ' Ausländer haben an Kollegiengeld und Untervichtsgeld, ' Auditoriengeld und Brbliotheksbeitrag das Zehnfache des für Inländer vorgeschriebenen Betrages zu entrichten, doch kann von den Prosessörenkollegien ausnahmsweise die Ermäßigung aus das Fünffache oder die Gleichstellung mit den Inländern bewilligt werden. Die Prüfungstaxen erhöhen sich für Ausländer auf das Fünffache des Jnlöndevbetragles, aber ek sann eine Ermäßigung auf das Dreifache oder die Gleichstellung gewährt werden. Die Antelle der Professoren am Kollegien- und Unterrichtsgelder 'sind an allen Hochschulen in gleichem' Maße erhöht; der gesetzliche Mindestbetrag beträgt -für jedes Semester 460.000 K., der Grenzbetrag, bis zu dem jeder Professor den. ganzen Anteil erhält, 800.000 K., wozu noch die Hälfte des eingegangenen Mehrbetrages hinzukommt; der zulässige Höchstbetrag stellt sich auf drei Millionen Kronen im Semester. Den Privat- und Honorardozenten fällt' der ganze "-rag ihrer Lehrtätigkeit zu. Die Leiche im Marwsr. In der Mordangelegenheit Josef Monremire wurden, wie die Blätter berichten, außer dem geständigen Bruno Steiner auch her gewesene Oberleutnant Hans K e l l e r und Georg Neu d a, die nach der Aussage Steiners am Morde beteiligt waren, verhaftet. Später wurden unter dem Verdachte der Michelferschast, beziehungsweise Mit- Wissenschaft die Frauen Steiners und Kellers, der Juwelenhändler Pfeiffer, die angebliche Kaufmannsgattin Elsa Robinson, die Brüder Major Wilhelm Lütgendorf und Oberst a. D. Robert Lütgendorf in Haft genommen. Keller gab bei seinem gestrigen Verhör an, daß die fehlenden Leichentelle im Kellerabteil seines Stiakvaters. des Qk^n Sftfcttc«. MvrgcnM'riUng. MitteiliiliiM ans ücm Publikum. l1n8vrem Ürucker. .resp. Lctnvaxer iierrn üloses Liren gratulieren wir berrliebst snlLsLlieb seiner Verlobung mir llrsulein Oincia Korndör« c,m Hermann Halpeni und Frau w i QHUHHAUS,AMPEL1 VERKAUFSSTELLE KARLSPLATZ BEREITS ERÖFFNET! ---> KOJE 45 lljfcsjl :s «»n»,»«»»»«« ki —wn Metallwarenfabrik 3C., Ettenrefclbfjasse 3 oßeHert jiu den kulant raten Bedingungen 6S7 Haus- Knd EücheugerSte «Iler‘Art, besonders Spezialerzeugung von elektrischem Hoch-, Meiztmd JBügelapparaten J e r l n n g e » 8 i e Pro s p e k t! d. R. Franz Filipek sich befinden. Auf Grund, dieser Angabe begab sich eine Kommission unverzüglichnach dem bezeichneten Ort, wo tatsächlich im Keller ein Koffer und ein Paket m i t den fehlenden Leichenteilen, vorgefunden wurden. Damit ist nunmehr die vollständige Leiche des Opfers zustandegcbracht. Oberst a. D. Filipek uwd dessen Frau wurden nach' dem Verhör in Haft genommen. Gi«e GoLdkrone 15.20V Papier- Ärorrerr. Die Geschaftsleilusg der Oesterreichisch-ungarifchen Bank teilt mit, daß die Goldparität (AmrechnungsverlMins betreffend die Zollzahlungen ,n Hold) für die Periode vom 21. August bis Ii. August l9i2 mit 15.200 Kronen festgesetzt worden ü'. * Vermählung,- Donnerstag hat in Salzburg die Vermählung des Herrn Kommerzialrates Jacques - Waltuch, Sohn des Herrn Josef H. Waktuch, mit Fräulein Franko Kautz, Tochler des Stabsarztes a. D.° Dr. Oskar Kantz, stattgefunden. , . , . tj * Die Einwanderu^gsbestimmufkgen für Kanada haben jetzt, wie Mr erfahren, starke Aendevungen in einer die Jmmi» gration einschrän-kenden! Richtung '-erfahren. Die Reisevorschriften über Bisa und Landung sind in einzelnen Punkten» die für die Einwanderer schr wichtig 'sind, geändert worden. Zugelassen werden (abgesehen von britischen Untertanen und amerikanischen Bürgern, für die spezielle Bestimmungen gelten) nur die folgenden Klassen, sofern sie den übrigen all« gemeinen MnwandeMNigsbedingungen entsprechen. 1. Landwirte, die nach Kanada zum Betrieb der Landwirtschaft mit genügenden Mitteln kommen. 2. Landarbeiter mit gesicherter Beschäftigung. 3. Weibliche Dienstboten mit gesicherter,Beschäftigung. Ferner finden- Einlaß -Frauen und Familien, das' sind.Kinder uMer 18 Jahren, in Kanada wohnhafter gesetzmäßig^ zugelaffener Personen, die in der Lage sind, für ihre Angehörigen Sorge zu trägen. Der bisher erforderlich ae» wesene Nachweis des Besitzes von 260 Dollar wird be-i der Landung nicht ryehr verlangt. Das Visum der Pässe durch einen britischen Konsul ist abgejchafft. Bisa sind jetzt in Europa von den kanadischen Einwandevungsbeamten zu erlangen. Spezielle Auskünfte betreffend die Einwanderung nach Kanada gibt das Canadian Immigration Office; Antwerpen 9, Quai van Dhck. * SiB hochsesteMsr Wohn«ng«loser. Wir lelen i« .Maltn": Man weiß, daß Frankreich johrzchntelang die diplvmalischen Beziehungen zum Vatikan abgebrochen haste Md sie erst vor etwa Lahresfrist wieder aufnahm, änzwische« war die päpstliche Nuntiatur an ein' Wodltät'gkeitsunternebmen vermietet worden. Als nun der päpstliche Nuntius.' Monsignore Cdretti. sich wieder in Pari» installiere» sollte, scheute er vor dem Gedanken zurück,. da» ryohlfahrlsunternehmen durch Kündigung obdachlos zu machen. Denn, wo nähme man bei der heutigen Wohnungsnot so rasch passende Räumlichkeilen her? Er zog es also vor. sich selbst und seinen Stab provisorisch am linken Ufer der Seine einzuquarlieren, wohnte dort teuer, unzureichend und schlecht und fab sich fleißig nach eine« pastenden Palais um. Dg» .'Palais Äadziwill in der Avenue Kleber wurde ihm zum Kaufe angeboten, man wurde über den Preis einig und der Kontrakt sollte unterzeichnet werden. Snzwischen aber kam der Zmstermin heran. Wan ist sehr sparsam in der päpstltchen Nuntiatur, man kündigte die teuere und unpasiende Lylerim»- wohnung.' Alles wäre nun glatt abgelaufen, da erhielt Fürst Dgdziwtll noch in Zwölfter Stunde von dritter Seite ein Mehr», andot von 200.000 Franken. Nun \\l einerseits die bisherige Wohnung des Nuntius gekündigt, anderseits der „Häuf des Pytais noch nicht perfekt. Monsignore Ceretti, der päpstliche Nuntius, -gehört demnach augenblrchlich. zu den Wotznungs- ' losen.-/ . Der Polizettzu»- rrl» Sttn-e»hoür. Sw BrÜr sind zwei:Raudmordaffaren derzeit unaufgeklärt. Die üni?r Mordverdacht m Käst genommenen Personen mußten mangels be«- griind'ei er Verdacht-Momente sieigelasten werden und die Sicher» heitsbehörde» »aren jetzt ganötigb. mit der Suche nach ftan: Mördern neuerlich zu beginnen. Bisher haben st« jedoch kein Aesulfaf. erzielt, was den Brüder Stadlrat veranlahte.. «in Exempel zu statuieren. Er hat joigenden Beschluß gefaßt:- HDtt - Polizeihund .Argus' wird von der städtischen Polizei nicht mehr in Anspruch genommen, so daß die Stadtgemeinde auch die:im. Doräuschlag vorge.ehene» Kosten zur Erhaltung nicht mehr destresten wird.' - p DiedstShlr auf -re Gtraheubah«. Auf eine» Slraßenbatznzug wurde auf dem Schwärzenbergplätz der Fian Dr. Dianba B i e n e n s e l d. Bräusierftraße 10, am 10. d. ein Segslleinenkosier mit Wäsche. Kleidern» ein,» Fuchskrogen,'' einer o.olcenrn Kr'itenaripbandubr, emem goldenen Kristalldechrr M't En?,'an, ^Lise'plte' «incrooicrt, eine Et.hluhr und ein grüner Auckwkk mjt versLiedenen Sachen im Werte von reü» Mmivn-o Mtpß*n aeftcble»* 19. August 1922 x Nr. 1276 * Dorüsviidung im T«ch»tfch«n Museum. > Samstag dm, iS. d.. 3 llhr nochmittaßs, ^ührunasvortrag: .Unser Trink- < wafser" von Vorstand Ing. E. Stelzer. Sonntag den 20. d., W Uhr vormtitags, i» großen Kvrsaal Lichtbildervorfrag: „Die Wafserversorpung und Kanalisation" von Oderbaurat Prof. Ing. W. V o i t. *. DiMzere Speifenpreise für Einheimische. Die Gastwirte-Genossenschoff Innsbruck, teilt, in der „Neuesten Zeitung" mit. dqtz Minderbemitielte. Festangestellte. Beamte und Kiemaewerdetreibmde der einheimischen BevölkelUvg der Siadt Snnsbruck über Verlangen und nach vorherigen Vorweisung der Legitimation Anspruch auf eine zchpirzigprozenlige Ermäßigung bei Speisen in de« Restaurationen mit Ausnahme der' Getränke haben. * , * Einbruch bei der amerikanische» Äiuderhllfsaktiv«. Keule nachts wurde ein Einbruch bei der amerikanischen K'nderhilssaktion. Tiv^ligasi«: begangen. Grstoklen wurden sieben Leintücher mit dem Aufdruck „A. K. K. St. Meidling, LL vet- Ichiedenfärbige Bettdecken, kwei Noßhaarpolster. ein Federnpolster samt Ueberzüge», zwei Millionen Kronen wert. * Reiche Diebsbente eines Tage«. 3m Westbahnhe.f wurden aeftern abends zwei große Tafchendiehftähle verübt. Dsi- Frau Ella B i r n daüm wurde um 6 Ahr abends an der Avkunftsieiie eine schwarze Sassiantederdriefiasche gestohlen; sie enlhielt: 30 englische Pfund, darunter drei Noten zu 5 Pfund. 100 französische Franken, 9 holländische Gulden, deutsches und delaifches Geld und. einen iu Prag ausgestellten Deitepaß der B.-siohlenen sowie zwei Kofferschlüssel. — Der Frau Luise Klatscher wurde um die gleiche Zeit eine schwarze Brie!» tasche «'t ,acht tschechischen Noten zu je 100 K. und vier Noten zu je 50 0Ö0 österreichischen Kronen entwendet. — In Unem Etraßenbahnzug aus der Strecke von der Alserslraß« bis zur Laslenstraße wurde gestern dem Juwelier G.o l d b l a r t eine kleine goldene Bonboniere. 30 Gramm schwer, mit Monogramm E. W. in Bnllanten, außerdem zwei goldene Stecksvang.m. ein kleines goldenes Medaillon im -Werte von 10.000.000 f,. entwendet. — Aus ihrem Ge!chäfie, Burggafse 84. wurde gei'ern der Franziska Kvsch eine Brieftasche m>t 600.000 Ä. in Noten zu 50.000 und J0.000 Ä, und zw.n ungarischen Noten?u 5000 K. gestohlen. — Dem Iwan Nikviosi L,h r i st o w i t s ch wurde am 1.5. d. eine Brietiasche mit 1500 Levas und zwei Schecks auf 560 000 uvd 3 0.000 K. auf dle Kommerz'albänk entwendet. Auf der Slraßenbahnfahrt mif den Linie „5" vd-^r „8" wurde am 15, d. dem Ferdinand Kinaft eine gv'dene Uhr samt Panzergoldkette mll zwei Anhängern mit je einem weiblichen Blld, 800.000 K. wert, entwendet. Die GememichUIkküche der „Wöck" Währingsr Gürtel 182. wurde gestern durch Oeffnen der Nollbalken mit Nachschlüssel erbrochen. Gestohlen wurden 26 Kg. Rindfleisch, 44 KK. Schweineschmalz. 2 Emailtöpfe von je 30 Litern, 1 Kübel. 2 Küchenmesser. 3 Kand- und 4 Geschirrtücher. 5 Kopftücher, 4 blaue Kkchensctürzen. 8 weiße Küchenkleider. 17 Pvrzellanteller und 9 Weckenbrode, zusammen i*.', Millionen Kronen wert. * Ein Wiener Geschäftsreisender ertrunken. Der im Jahre 1881 in Drohobycz geborne, nach Wien zuständige, verheiratete Geschäftsreisende Julius T i l l e m a nn, wohnhaft Men, 9. Bez., der sich mit Frau und Tochter zu Mauthansen in der Sommerfrische befand, ist am Sonntag den 13. d. in der Donau ertrunken. * Derßa'iiung des Dieners vom Ehurhsus. Wegen fortgesetzter Diebstähle zum Nachtell de< Churhauskellers auf dem Siefansplah wurde gestern der 35jährige Lausdiener bei St. Slefan, Ignaz P a w e l e k. zu SaybUsch geborm, vrrhaflei. Er sa-eint außer dem Lhurhauskeller auch die Lhurgeifllichkeit bestohlen zu haben. * «rnMcher Wetterberichk. Zn Oesterreich herrscht schöner heiterer Wetter. Gesiern früh war es ziemlich Kühl, im Laufe d-s Tages stieg die Temperatur bis auf 85 Grad. Auch. Deni-ch'and hat meist Schönweiter. Voraussage: Schönwetter, früh etwas Kühl, tagsüber ziemlich warm. Eererrre, V»rtrL-e ««1k Bers««Mrnng::' Zionistische SektionLeopoldstadt. A>>. Montag den 8,. d., 7 Uhr abends, dringliche AusschuMun?. — .Zionistische Zugendgruppe lKu l t u r s e k° t t o n). XX.. Karl.Meißl.Slraße 5. Leute Vortrag über Frischmann uno Vorlesung aus seinen Werken von Samuel Schwagl.-. Die Mtlglieder werden aufgefordert, morgen um 10 Uhr zu erscheinen, um die Arbeit für den Z. N. F-. zu übernehmen. - Z u g e n d v e r e i« A h a w » 1 h Z i o u, ll^ Kleinr Z» fahrtsstroße 160. Keule. 6 Uhr abeuds. Mitgliederversammlung. Pünktliches Erscheinen aller Mitglieder Pflicht. S u g e n d v e r- «i n E r e z Z s r a a l. 1., Zlrkusgasfe 3S.. Der Verein eröffn'-t im Wintersemester folgende Kurie: KedrSisch-Ansänger-, Mittel- und Boraeschrittenenkurs. hebrätsche unjüdische Literatur, Englisch für AiifSuger und Vorgeschrittene. An«eld»ngen heute von ' 8-9 Uhr abend» im Verein, sonst schriftlich an das Kulturreferat des Vereines. Keule.? Uhr abends, wichtige Mitgltederoersammlung. Schachsektion: Heute, 3 Uhr abends, erstes Turnier. Neuapmeldung dortfelbst. — 8 Ü d i s ch r B o l ß s b i b! i v t h'» h Zion. Leute. 6 Uhr abends» im Vereinslvkat Vortrag über David Frisch«« n n. — L t t a ch b u t hj II., Glockengafle Nr. 30, Sonntag. 11 Uhr vormittags. MitzkederoersaPmlung. - Tagesordnung: Bericht von der Lltachduth-Konfereaz in Berlin. Referenten Salvmvn P i ck»r und Saul -W e i n r e d. Ernährung. DieLebe»GMittel«Lrkte. Anhaltende Steigerung der Fleischpreis«. — Augsttause in Mehl «yd Zucker. Ein schlimmes Borspiel fite den houtziHon Tag des Sonn» ta-gLbe>davfeS ,ist ' die gchern in der GrötznvaÄchalle fovtges>etzie Steigevung der Fleischpreise, obwohl gestem so gut wie gar keine Nachfvage hevschte. - Die Mndestnotierwngen lonteten für Rindfleisch IÜ.06V K., Mr -KÄbfleisch •.töoD K., für Schweinefleisch 18.000 K. pro MogvanM. AuSgeboten war amevikcvwisches Schmalz zu 26.000 bis 86,000 K., -Hausschnvalz - zu 36.000 K., Speck zu 86.000 bis 4Ü.00V pro Miogramm. Seefische wurden zu 4000 K. -wo Mogvamm abgegeben. Für Eier weöden schon 680 bis 6K6'K. Pw Stück verlangt. ' Eine mMebsamv Erscheinung der gegenwärtigen Markt-, ve-chältnisse ist: das an die ärgsten Zeiten der KviägSnot erinnernde Anstelle« der Hausfrauen um Mchl und Zucker. Mchl hat einen Kilopreis von 6800 bis - 6600 K., Grieß von 70M bis 7800 K., Zucker vom 11.000 bis 14:000 K. erreicht. Trotz diieser alle Begriffe übersteigenden Pv^sansätze werden diese Waren nur in beschränkten Mengen abgegeben und die Hausfrauen sind gezwungen, sich anzustellen, um .WoMtsus ein halbes. SWvWstM ,heunjubringen< Die Spcku-'

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