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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-17 · Heft 1274 (17.8.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1274 (17.8.1922)
Date
1922-08-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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rs w„n" , , "v-- -' uv - \ V V1 ' ' ■ jiv »'Wyrwyw ■»»» > :•*' k ■'11"'111 v/^T Rr. 1274 Wien, Donnerstag Wiener MorserrzeMmg. ,<6rigkÄt zum Königshaus David und direkte Abstammung [iboit Lesagt-em „Bevumenhäuptling, Ehebrecher, Wüstling und (Mörder" von automtivster kirchlicher Seite uachgewiesen worden ist. Ein italienisches Denkmal auf dem Col di Lüna. AN8 Trient wird uns berichtet: 'Auf dem großen Soldaten friodhof von Pirma Gunara bei Salesi in Buchenstem tvivd am 20. d. in Gegenwart des Herzogs von Aofta das «italienilsche Denkmal für-tue Gefallenen am Col di Lana enthüllt weödsst. Gertevale und Offiziere von fünfzig Regimentern, die an den KriegSopevationeN am Col di Lana teilnahmen, werden der Feier beitvohnen. A«s Bad Ktfstkgr«. Von Dr. Alfred Loewy. Dank dem hohen tschechischen ValutasMde ist die Zahl 6er Kurgäste '"auf' ein Rekordniveau gestiegen. 90 Prozent Juden. Trägt die Stadt ihren Gästen Rechnung? Ein schöner Tempel im maurischen Stil steht jrybhl, hier, aber in einer vom Bädergetiimmel sehr entlegenen Gästen In den Schaufenstern manches. findigen Geschäftsmannes sieht man Lederschüsseln mit hebräischen Sprüchen und Ehänukahleuchternund hie und da ein „liberales" Buch. Die'Hakenkrenz.abZeichen"haben hier eine bescheidene Größe angenommen und die Träger pflegen sie am dritten Trinktage ganz zu verstecken. BZelches Wunder, > daß unter sotanen Umständen der Zentralvevoin deutscher'Staatsbürger Mischen Glaubens den Mu-t aufgebracht hat, Herm Syndikus Dr. Mfred Wiener von der. Berliner ZentMe in der Ovtsgrrrppe Kissingen Wer das Thema „Gibt es noch Dine Rettung?" Vorträgen zu lassen. Er stellte fest,.' daß der AntisenMsmus trotz der Existenz des z Zentralvereins in allert Dimensionen zugenMmen habe. Die Andisentiten hätten sozusagen warenhausmatzig für jeden Geschmack, für jede Schichte des diedeven deutschen Volkes vorgesorgt. Illustrierte Flugblätter, die zumeist den. Bolschewiken, den Teufel und den Inden als Lose Dämonen und, Vampire ,drZ dervtschen -Volkes darstellen, wevden kistenweise den deutschen AvbeÄerstädten gratis zur Verfügung gestellt.. Der Bauers und der Klei-nstädter' wird gleicherweise von tausenden ' gewissenlosen. Beamten. und Pastoren systematisch gegen alles Jüdische gchetzt^ Avbeitorfrauen werden für Geld engagiert, anm bei den^BeMusSständeN < Skanidalszenen gegen Juden und Miijche.Fvauenzu ^provozieren. - In -200.000 ^empilären wurdeein literarisches Schmutzlwerck ersterMüid, v bestimmt für .das deutsche' Mädchen, s,Die Sürch^ . Wider,das Mut" ibmannt (Üer Verfasser heißt .Linder), in-wenigen Wochen vergriffen.' Das gesinnte deutsche -Baserland .ist unterminiert - von Goheinlorgamsat ionen, welche den deutschen - Staatsbürger 'Mischen Glaubens ansrotten oder wewi^strirä von seiner Schollevertrekben wollen. -HKw BMNO'Dru'Mlfved' Wiener hat sichin seinen FeststeUnMtt' und Anklagen zu 'diner inchosanten dramatischen WÄHrhait.ÄurchgerjlluKn.' Jedoch wse schwächlich und lächerlich wMdcsckroWegM Melt o n g". Jeder ätsche Jude müsse den )ZtzNtäÄlveMn-' unterstützen, damit'dieser durch mrzäWge Mässenvecsammlungen nicht nur auf die jüdischen,' sondern auch Mf'M:'«icht-j-Mschen' Deutschen, ausklärend wirken kann. Die M-Z. <Mi MMg" mutz in die Lage versetzt wevden, jedem höheren Beamten i-ns Haus geschickt:zu wevden; dann wird das deutsche Kost die Wahrheit erfahren, und die Juden schätzen •mtfo.' üchtjrn.'lisrüe«."'' ' Dieses -öhnNlächtige Gestänruwt' von . der Relturrg der deutschenIuden-- durch die AuftlävMgsavbeit des ZentralveMns'eviNNerte' auffallend an die-„Arbeit" der Wiener so« genMNteü',ModenstäMgen": Wenn - sich das Judentum 'zu keinem anderen RettUngsweg empovavboi-t-et, dann wird es ihm so-ertzeheN/ wie jenem Gladiator, der'sich mit Mohnköpferl vollvß,'bevöv Sr-den wilden Dieven worgsworfen wurde, um die Bestien zü bssänftigenl Gvotze MitzhrLrrche in der WarschEer .''M«NdeLsbä«L. Warschau, 14. Arrgust. (Tel.-.„Mr: MorgenMmg".) ^>eleKrrtl?'ch eiiier. Kontrolle der Warschmrer Handelsbank wurde , ist.. der. ArlslandsabtÄlmdg . m großangelegter Schwindel eines langjährigert.Bemnten änfgedeck^ der die Bank mn zirka 400 Millionen polnische Mark (ungefähr' 3,5"Mlliavden österreichische Kr-ynen) geschädigt hat. In Verfolgung dieses Falles wrwde eine'gange gut organisierte Bande von Scheckfälschern aus-gehoben. Die Erhebungeit dauern' fort. Dieser Fall hat mm selbstverständlich in allen finanziellen Kreisen große Beunruhigung Hervorgemsen, so datz eine Generalkon-trolle aller' polnischen Ranken vovgenommen werden tprvd. Halbmonatszirhlungen des Monats August auf den nunmehr errechneten gebührenden h a l b e n A it gnstLezug (4ÖÖ0 Prozent gleitende Teüevuugszülage) zu ergänzen. ' Wo eine solche Halb mcmatszahlung nicht eingeführt ist, 'erstHiMt Mchwohl in diesem Monat über Wunsch der Angestellten int' Verlaufe dieser Woche eine Abschlagszahlung, in.dev Höhe des halben Augustgehaltes zu leisten/ - ' ' - - ’ Die Verhandlungen . über die gleitende. Teuevungszüläge der Ärbeiter sind.noch nicht abgeschlossen. Das vona-uMchtM am Sonntag Verlautbari tverden. ' ENglische ArbeitCrexkArsisuen in Wie». Es kursiert in Wien noch immer das Gerücht, daß die bvitische Regierung eine Anzahl Arbeitsloser nach Oesterreich .geschickt hat, Weib, sie hier billiger leben können als in England. Wie.imyrer in solchen Fällen,, ist ein Körnchen Wahrheit daran; btNN-feit Mtte' Jirli kommen jede Woche dreißig bis sechzig britische Arbeiter und Arbeiterinnen aller Klassen nach Wien, um sich mit der Lage hier bekMntzumachen und zugleich die Schönheiten der Stadt, und ihrer Umgebung zu genießen. Sie sind'Mitglieder der British Traval-Sociation, die jeden Monat in einen Fonds einzahlen, auf diese Weise Ersparnisse machen, um während des Urlaubes eine Reise unternchmen zu können. Der Sekretär dieses Vereins,kam im Mai nach Mm, um' die Vorbereitungen für die Ausnahme zu treffen. Es befinden sich unter ihnen sowohl männliche als auch weibliche Hand- und Maschmenavbeiter jeder Art, dann Lehrer und Lehrerinnen und Direktoren von Volks¬ und Büvgerschulm. Eine Anzahl Wiener und Wimerinnen machen die Honneurs und zeigen die Sehmswürdigkeiten.' Der Touristmverein Naturfreunde hat eine Anzahl Ausflüge ins Semmeringgobiet geplant, für die sich rege Teilnahme kund-- gibt. An drei Mmden der Woche findm Vorträge mit anschließender Diskussion iiber die ökonomische Lage und andere Angelegenheiten Oesterreichs im Studmtenheim in der Strozzigasse 15 statt, wo die englischen Gäste auch Unterkunft gefunden haben. Auch eine Gruppe von acht Studenten und Stnldentinnen ans Ruskm College (Oxford), dom Kolleg, das zu Ehren des größten Meisters sozialer Lehren von seinen Bewnnderem ins Leben gerufm wurde, war unter den Gästen. Im Kolleg werden Studenten und Studentinnen um aus der Arbeiterklasse ausgenommen. Unter den Studenten, die nach Wien gekommen, befinden sich ein Schildermaler, ein Setzer, ein Feldarbeiter, eine Töpferm, eine Fabviksarbeitevin und ziver Trade Unions-Sekretärinnen. Sie besuchter alle mög- (chen Fabviken, haben sich in das Studium der österreichischen Wirtschaftslage vertieft und kehren nun zurück, um die Lchren und Erfahriulgen, 'die sie auf der Reise gesammelt haben, unter dem britischen Volk zu verbreiten. Dies sind die „Arb eitslosen", die-, von.-. Engsland nach - Wien -gekommen/ -sind.- Daß sie-nicht „arbeitslos" sind^ betveist die Tatsache, daß die wirklichen britischen Arbeitslosen sich das Unterstützungsgeld allwöchentlich selbst abholen Müssen, geradeso wie in Mion. 17. August 1922 Seite 6 Harrs-UrchsrrchANgeR fcci fce. r.’n»ors chiftische» PEei Gleitende Teuerungszulsge ln der Wiener MetaS- und Grrmmiinduftrie. Der Wiener JnduMelleltivevbcmd -Mt Mt:' Das Paritätische Lohnkömitee des Wiener JndustriellenvevbandeS und Dtlüves -der Jndnstvieau-gestellten hat auf Grund des GuitächtimS der paritätischen- KoinMsiivn des - ÄVba-Uigesetzes über die gleitende Teirernngszulage des Monats August der JnduDieangestellten vewhaMlt. Als Ergebnis der DerhanÜrmg wnvde eine gleitende Teu-emngsKulage von 4000 Prozent' vevei'nbart. Diese gleitende. Teuerungszulage gilt für die' Wiener Metall- und Munmtiindustrie, ferner für jene JMrstriegruPpen, diesich -der provisorischen 'Regelung dieser Industrie a-ngeschlosien haben und den,zufolge im Monat Jutt efaie glettewde DmermrgSzulage von 1734 Prozent hatten.. : In Boauntwortung zahlreicher Anfragen• empfichlt der Wiener Jndustriellelrverband seinen Mitgliedern in Awhotvgcht de? außergewöhnlichen. Berteuevung der Leben8kosteil,'Än Lavke dieser Wache die etwa'schön geleisteten Am 14. August wurde im Laufe des Tages der Polizeiöirektion von nlchreren Seiten die Anzeige erstattet, daß von einer Gruppe der Partei der Schwarz-gelben'Legitimisteu ein Putsch beabsichtigt sei. PZie die sofort eingoloiteten Erhebungen ergeben haben, ist diese Anzeige darauf zurnckzuführm, daß in der Färlberei Be sei im 14. Wiener Gemeindebezirk und in einem Gemischtwarengeschäft in der Neumayrgasse im 16. Wiener.Gemeindebezirk bedenkliche Zusammenkünfte stattfanden. PolizÄrgane nahmen unter Führung eines KonzeptsbeanitM an dem ersteren Orte drei 'Teilnehm'er fest, fünf andere, die sich bereits entfernt hatten, wurden nachträglich ausgeförscht und gleichfalls angchalten. Bei der H a u sd u r ch s.u ch u n g' in der Färberei wurden nur ein Gewehr, eim Pistole- und zwei Bajonette vorgefunden. In der Reumayrgasse hielt das Bezirkskommissariat Ottakring sechs Personen an, voü denen eine einen Gummiknüttel bei sich trug. Im Keller des HmseS Iv-urdon sieben Keulen, eine Steyrpistole, ein Trommvlrevolver, acht Bajonette, vier verrostete Säbel, einige Patronen und ein Signalhorn beschlagnahmt. Alle Angchaltenen, die mit einer einzigen Ausnahnre im jugendlichen Mer von 16 bis 20 Jahren stehen, verantworieten sich dahin» daß diese 'Znsarmnenkünfte nicht der Herbeiführung eines gewclltsamen Umsturzes, sondern nur der Abwehr eims kommunistischen Putsches dienen sollten, der nach einer ihnen zugekommmren Mitteilung ans Anlaß der am 16. d. in der Volkshalle des Rathauses äbgehaltenen Massenverscnnmlnng der Konmrmristen beabsichtigt gewesen sei. Nach Abschluß der Erhrjbungen. wird die Anzeige ari die Staats, anwaltschast erstattet werden. Die MinöefibrzLgr im ÄanSelezeRrrbe im Mvnai A«gvst1g22. Die paritätische -vmnWon des Gre-, mivms der Wiener Äaustnannschast hat die Verteuerung in der Zeit / von Mitte Sult dir Mitte August mit 124 Prozent festgestellt. Die Mindestbezüge der Angestellten im Monaie August d. I. betragen demnach : «ach der Freisprechung w'Shrwd drr ersten sechs Monate der Praxi, 114.771 A., für das zweite Kqlbjahr der Praxis 120.244 nach einjähriger Mxis 1S7.7L2 K.. „ach zweijöhriger Praxi» 1S4.S3S nach dreijähriger Praxis 172.161 SLf nach vierjähriger Praxis 189.372 A.. nach einer längeren als fünfjährigen Praxis 20S.534 K. Für Lngestellte (Anfänger nach Absolvierung einer zwetklassigen Handelslehranstall) für die ersten drei Monate ihrer praktische» Betätigung 10S.29S A. Die Mtndestlvhne der Kandel § ar b e i i e r betrage n: Für Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum vollendeten 17. Lebensjahre 48.207 K. Für männliche.Arbe,iw bis vollmdetrn. 22. Lebensjahre 70.211 A. Cvilr männlicke 9|rfc«Her uack dem vollkndoleu 82. L-d.-Kiakre 102.617 K. Für 'weibliche^ Arbeiter dis zum vollendelen 22. Lebensjahre 54.009 K., sür weibliche Arbeiter nach .dem vollendeten 22. Lebensjahre 70.211 K., Zehrgeld 2701 'K. Mit Rücksicht auf die außerordentlichen reüerungsverhältnisfe wird Über Ersuchen der in Betracht kommenden Organisationen' vom Präsidium des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft dringendst empföhle^ die durch den Index heroorgerufenen Erhöhungen sobald als möglich auszubezahlen, die Mochenlöhne tunlichst',). Samslag den 19. August l. Ä. * Goethe über -te Sfterreichsfchs DaltttaentWer-arrz. In der ,Vosstschen Zeitung" macht ein Leser darauf aufmerksam, was Goethe, als er im Jahre 1811 in Karlsbad war, Über die damalige österreichische Valuta schrieb, die noch besser war als die heutige: „Die DerkSufer und Empfänger konnten dem sinkenden Papierwert nicht.genug nachrücken, den Käufern und Ausgebenden geriet es vüch nicht zum Vorteil : sie verschleuderten Groschen und wurden so allmählich ihre Taler WS. Der Zustand war von der Art/ daß er auch d e n Besonnensten zur Verrücktheit hinritz." Wie verrückt würden Goethe erst unsere heutigen Valutaverhältnisse samt deren Folgen Vorkommen 1 - RechtsanNallstaeif. Morgen gelangt im B.-G-Dl. eine Verordnung ees Bundesministeriums für Justiz'über eine Erhöhung des Rechtsanwallslarifts (lV. Nachtrag zum Rechtsanwalislarif, zur Verlauibarung. * Dir PeNsioniste« beim Dsn-esSsnzler. Der ZentralMrband der Staatsangestellienvereinlgungen. der allgemeine Staatspsnstonistenverem Oesterreichs und der Zenlralverein d?r Siaatspensionisien sprachen, gestern beim Bundeskanzler vor. um ihm die Wünsche und Beschwerden der Pensionisten vorzutragrn. Die erste Beschwerde betrifft den Ilmstand, daß die Mehrmhlungen aus Grund des Index entgegen den Gepflogenheiten, die für die aktiven Bundssangestellten gelten, stets nach der Indexziffer des zweiivorhergehknden Monats berechnet werde»,-so daß die Pensionisten mehr als alle anderen Stände die sprünghaft Zeigende Teuerung zu fühlen bekommen. Als Ursache dieses Mitzstandes wird die Zentralister«ng der Anweisung aller Penstvven bei der Finanzianöesdirektion Wien betrachlet. Im Juni und Juli wurde den Pension-sten als Vorschuß auf die künftige Durchrechnung eine Pachzatzlung geleistet, gerade im Älugust aber» der doch die höchste Steigerung' aller Preise drachte. erhielten die Penstonisten keinerlei Mebrzahiungen, obwohl sie darum schon am LS. Juli bei der Bundesregierung vorstellig geworden sind. Äuck die Todesfallbeträge werden immer erst außerordentlich spät flüssig gemacht. Den Penfsonisien mit den kleinsten Bezügen, das heißt jenen, die weniger als 150.000 K. Pension im' Jahre beziehen, droht, der Winter eine ganz unerhörte Notlage zu bringe». Deswegen erbaten sich die erschienenen Organisationsoertrtzter für diele Kalegorie von Pensionisten einen einmaligen Vorschuß von je 100.000 A., der zur Anschaffung des allernotwendigsten LeizmateriPs di»nen soll. Sie erinnerten schließlich daran, daß das Pensionsgesetz vom Dezember des Vorjahres noch immer nicht in ollen Punkten zur'Durchführung gelangt sei, in einigen Füllen aber eine der Absicht des Eesetzsebers widersprechende, für die Pensionisten ungünstige Interpretation, gefunden habe. Der BundeLkanzler anerkannt» die besondere Notlage, unter drr die Penstonisten zu leiden hoben, und sagte zu, daß hie vorgebrachten Beschwerden unverzüglich untersucht-werden würden. » Seide um 100 Millionen gestohlen. In der Zvit vom 5. d., 12 Uhr nnttags, bis 7. d., 8 Uhr früh, wurde das im Halbstock des Hauses 1. Bez., Rotenturmstvaße 31, befiMiche Goschäftslokal der Soidensivnra Morawetz u. Kopil erbrochen und. Soideldwaren im Werte von 100 Millionen Kronen gestohlen. Der Einbruch konnte nur von eine« Pevson, die mit -beit Verhältnissen, genau vertvaut -war und Zeit zur Vorbereitung hatte, verübt worden sein. Das Vochängeisäflvß. war abgeschlagen, das einfache und das Tosische Schloß war mit Nachschlüsseln geöfsnie-t worden. Der Droht der Leitung -des elektrischen Signalappavates war oberhalb der Tür im St-iegenhause durchschnitten. Jnr Lause der Erhebunge>r wurde in Erfahrung gebracht, daß Seidenwaren, die von dem Eiubvnche stammen, an bete 54jährigen Kaufmann Jakob W a r l q n zu Osdenbuvg geboren, verkauft wurden. Warkany lvuvde einvernommen und erklärte, die Waren am 9. d. von einem Vermittler gekauft zu haben, der seinen Auftraggeber unter dem Namen Pick kannte. Nun haben die Kvi- Ulinalboamten des Kommissariats Landstraße diesen Pick als -den 34jährigen Hilsscivbeiter Josef Senator aus Lodz agrwsziert -uub verhaftet. Er behauptet, daß. der Name Senator sein richtiger sei. Doch wurde festgestellt, -daß er unter dem N-araen Joses I akubowicz im Erkennungsamte der Polizeidirektion gemessen ist. Man fand bei ihm' und - einigen Kömplizett riesige Geidbeträge und Seide int Werte don ungefähr 16 Millionen, die vom Einbruch, herrührt. . * B!e GprechSknsde tw Wohn»«g9»mk entfällt heul. Degen ' dienstlMcr Verhinderung des amtssührenden Etadlrates- * SSeNs«arlsfcheeib«»g< Bei der Israelitischen Kuimsgemeinde. Wien gelangt/voraussichtlich mit 15. September die Stellr des 'Leiitzrs für das technische Amt, die Gebäude- und Materiatverwalluna» an einen im Baufache praktisch schr erfahrenen. Ingenieur öder Architekten zur Verleihung.' Reflektanten drhallen im Sekretariat der Israelitischen Kultusgemeinde, l, Seitenlieliengaffe 4, zwischen 9 und 12 Ühr vormittags nähere Informationen. * Ttzlephonvorkehr. Vom 1. September an ist der unbeschränkte Fernsprechverkehr zwischen Orten Niederösterreichs einerseiis. und Tirols nnd Vorarlbergs andererseits vorläufig nur in den Beziehungen der Netze Wien, Klosterneuburg und Kimberg mit den Netzen Bregenz. Feldkirch. Innsbruck und Lienz zugeiaffen.' Der ' gegenseitige Sprechyerkehr zwischen allcir Übrigen Orten der genannien Bundesländer untereinander bleibt vom gleichen Zeitpunkte an wegen der übermäßigen Leitungsbelastung auf die vsrtzehxsschwache Zeit beschränkt..: * Grotzer Diebstkihl in Velden. Gestern wurde dem Kurgast Wilhelm Schwa r;~ in Velden am Wvridersee eine schwarziederne Brieftasche gestohlen. Sie enlhieli.450.000 tscheckvslvwakt'che Kronen undMM Scheck auf Stz.OvvzLei, auf Montz Groß oder Ferdinakd Sawitzj Echottenring Bl Dann wurde ihm eine goldene Uhr mit Doppeimonkel und Kette entwende,. * Der Sknrm. Der vorgestern abends in Wien herrschende Sturm hat auch , die Tätigkeit drr Wien>r Berussfeuerwehr stark in Anspruch genommen -SS liefen insgesamt 18 Anzeigen über-Sachbeschädigungen ein,.und. die Feuerwehr mu>)ie im Laufe des'Abends zehnmal qußrücken, Um bei Sachschäden, die durch Losreißen von Dachziegrln, Fensterscheiben, Dachrinn.'n und Tafeln und Firmenschildern entstanden, helfend einzugreistn. Die anderen Schäden., dir. angezeigt wurden,., «urdem vom. Bau- -107» (Sfrtht QTlt^n hohnhoiC i

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