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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-16 · Heft 1273 (16.8.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1273 (16.8.1922)
Date
1922-08-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wie». Mittwoch kerne Utopie sei, sondern schon einmal nahe der Verwirklichung stand. Es ist dadcnswert, daß Frankl die Kraft dieser Argumentierung in seinem Buche' durch keine Auslassung schwächte nntz auch durch keinen Einspruch zu widerlegen sucht, sondern sie offenbar mit möglichster Treue widergibt. Wir wollen'diese Ausführungen auch wortgetreu, wie sie Frankl sich notierte, reproduzieren: „Aber war diese Lösung der Palästinafrage nicht nahe, mein Herr — fragte Roggers —, wenn sich die Absicht des Kaisers Nikolaus erfüllt hätte und das Türkische Reich geteilt worden wäre? Die Teilung Polens, welche die große Kaiserin Maria Theresia weinend unterschrieb, es ist eben kein glorreiches, aber ein Beispiel für die kontinentalen Mächte. Ware dann Aegypten nicht Englands, Syrien Frankreichs, die Donaufürstentümer Oesterreichs un-d weit mehr noch Rußlands geworden? Es sind Männer eigentümlich strenggläubiger Art, die im englischen Parlament sitzen. Mancher, Seien Sie überzeugt, mein Herr, würde in einem solchen Momente, tvas er jetzt als nicht an der Zeit, als nicht praktisch erkennt und verschweigt, dann ausgesprochen haben: die Juden im gelobten Lande ans aller Herren Ländern zu -sammeln und es zu einem jüdischen Griechenland etwa zu machen, oder Jerusalem zu einer Bundesfestnng wie das deutsche Mainz. Nennen Sie solche Redner Phantasten, mein Herr! Aber es gibt Menschen, zumal -im altgläubigen Altengland, die an die wörtliche Erfüllung der Prophetenworte glauben, wenn sie Noch so nüchtern sonst die Gemeininteressen des Landes vertreten." . Wie bereits bemerkt, L. A. Frankl gibt diese Ausfi'chrungen ohne ein Wort des Widerspruches. Es macht vielmehr den Eindruck, daß sie nicht ohne Eindruck auf das Herz des jüdischen Dichters blieben, der, wenn auch damals kein „Zionist", doch ein Jude und ein Dichter war, den die Geschichte des Volkes, dessen große Gestalten er in manchem schönen Werke poetisch verherrlicht hatte, nicht kühl und gleichgültig lassen konnten. Frankl notiert nämlich nach der Unterredung mit dem englischen Vizekonsül: „Es sind eigentümliche Gestalten, die sich auf dem dreimal heiligen Böden der heiligen Stadt bewegen, und es ist, als ströme er einen unsichtbaren Hauch aus, der die Gemüter anders als im dunklen Mendlande stimmt. Da saßt nicht selten die Phantasie die Zügel der Gedanken, und was vielleicht an einem anderen Orte seltsam, unklar erscheint, hier hat es ein Recht, ausgesprochen zu werden. Man befmdet sich eben im Lande der Wunder." G. Ermann. Ei«e Mandatsfeier in Paris. Aus Paris wird uns geschrieben: Die Pariser Judenheit hat die Ratifizierung des Palästina-Mandats durch den Völkerbund in feierlicher Weise, begangen. In; Palais de l« Mutualite fand ein Massenmeeting unter dem Vorsitz des Abgeordneten Leon Blum statt, an welchem über 2000 Menschen teilnähmen. Der Saal, erwies sich als viel zu klein, so daß für weitere 2000 Erschienene eine Versammlung in einem Nachbarraum abgehalten werden mußte. Es waren verschiedene Begrüßungen prominenter französischer Politiker ein gelangt. Die Versammlung beschloß, Begrüßungstelegramme' an Balfour, Senator Lodge, Minister ViViani und die „Liga der Menschenrechte" sowie an Nordau und Baron Rothschild abzuftnden. Eine Tankresolution ' für die Ratifizierung des Mandats, in welcher der Wille der französischen Judenheit zur Mitarbeit am Aufbau Palästinas ausgedrückt wird, gelangte zur einstimmigen Annahme. Die Resolution ist der zionistischen Exekutive, der englischen Regierung, dem Bölkerbundselretariat sowie den Präsidenten Poincave und Harding -übermittelt worden. Keren Hajesiod in SLdamerika Der von der Leitung des Keren Hajessod und der ’ zionistischen Exekutive nach Südamerika zur Propaganda für den Keren Hajeffod entsandte Dr. Wilenskh $ nach neunmonatiger Abwesenheit zurückgekchrt. Im Verlauft feiner Reift hat Dr. Wilenskh über 600 Orte in Brasilien, Chile und Argentinien besucht. In Brasilien trug feine Anwesenheit dazu bei, die verschiedenen zionistischen Gruppen wiederzu-beleben und in einer Föderation zusammenzufassen. Die brasilianische Judenheit «beträgt im gangen 7000 Köpfe, welche §00.000 Millreis (16.000 Pfund) für den Keren Hajessod gezeichnet haben. Chile mit einer jüdischen Bevölkerung von zweieinhalb Tausend hat 3000 Pfund für den gleichen Zweck gezeichnet. In Argentinien war es Wilenskhs Aufgabe, di« Zahlung der vor seiner Ankunft gtzeichneten Beträge zu fördern. ' ’ Bo« K»«>retz fiir «»ralisch« Erziev««q. Aus Genf wird uns berichtet: Bor wenigen Tagen ftnd hier der -dritte internationale Kongreß für moralische Erziehung statt. Dieser Kongreß war ursprünglich für das Jahr '1916 in Paris ungesagt und mußte damals vertagt werden. Die wichtigsten Referate des fünftägigen Kongresses befaßten sich mit der Forderung nach Schaffung eines internationalen Geistes durch Geschichtsunterricht und nach Erziehung zur S o l i d a r i 1 ä t. Durch alle' Vorträge ging die Feststellung, ' daß der Begriff der Moral in der Erziehung von den zwei einander in dieser Frage widerstrebenden Faktoren selbstherrlich für sich in Anspruch genommen wird, und durch die Beeinfliußung des Unterrichtes und der Erziehung j« nach der eigenen Auffassung geformt wird. Auf der einen Seite stehe die Kirche, di« das Privilegium dieses Unterrichtszweigcs für sich in Anspruch nimmt, auf der anderen Seite wieder der Staat. Gemeinverständlicher auSgedrückt häM«" es sich um den Kampf der Laienschule gegen . denvom konfessionellen Unterricht. -Einer dn: Referenten, Professor F. W. Förster, übte eine überaus icharse Kritik an dünM- . gTenti; Mvrgerizefirmg. Mittcilungcn aus dem Publikum. Anlässlich der Vermählung des Fräulein Eta HoröwHz mit Herrn Samson Rubin gratulieren herzlichst die Familien Hauser Tillefniatin Holin Schenk&lbach Drohobicz-Lemberg, im August 1922 6598 herigen Geschichtsunterricht, besonders wie er in Deutschland geübt werde. Förster verlangt, daß die Kinder so erzogen' werden, daß sie auch die Sinnesart der anderen Völker verstehen. Der Geschichlsunterricht müsse vor allem wahr fein, ehe er national wird. Diese Auf-sasfung führte zu einer überaus heftigen Diskussion und die Redner sprachen die Befürchtung aus, daß die Kinder der Gefahr der völligen Begriffsverwirrung auheimfallen und das Vaterlandsgefühl durch einen zu weit 'getriebenen internationalen 'Sinn verlieren. - Tatsächlich verlief der Kongreß bezüglich dieses wichtigen Prinzips für die moralische Erziehung im Grunde genommen ergebnislos. Von den übrigen Vorträgen zur Frage der Solidarität seien hervorgehoben das Reftrat des Pariser Pädagogen Pau-l Bureau über die „Psychologie der Versuchung", in welchem er auseinandersetzie, welche natürlichen Instinkte sich de-m edlen Gemeingefühl der Solidarität entgegenstellen. Fräulein Descandres referierte über die Frage: „Wie kann man die Seelen der Kinder vor der Unterjochung durch das Geld schützen?" Sie untrerstützte ihren Vortrag durch' Aeußerungen von Kindern, die von einem fast Unheimlich scharfen Beobachtungssinn zeugten. Das Elternhaus habe natürlich einen großen Einfluß, weshalb man zuerst die Denkungsart der Eltern ändern müsse, um die Bekehrung der Kinder erzielen zu können. Irregeleitete Mütter. Wie die Münchner Behörde dem Sicherhettshureau bekannt gibt, ist der famose Hostel der Körperkultur Heinrich Hieb er, falsch Professor Heinrich, der hier wegen seiner raffinierten Ausnützung der Reize nackter Mädchen vor einem Parterre , von Lebemännern verhaftet wuÄ)e, schon im Jahre 1912 wegen ähnlicher Verfehlungen in München zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hat nach Verbüßung eines Jahres wegen Krankheit einen Strafaufschub erhalten, ist aber nicht «wieder eingerückt und flüchtig geworden. Er hat demnach noch in.Bayern vier Jahre zu verbüßen. Der Fall des Schwindlers und Verbrechers, der junge Mädchen veranlaßte, sich nackt in unzüchtigen Stellungen betrachten zu lassen, verdient besondere Beachtung. Man hat es dem Mann so unglaublich leicht gemacht, Opfer zu finden. Er müßte durchaus: keinen besonderen Kniff anwenden und brauchte keine raffinierte Täuschung zu ersinnen. Ganz ehrlich sagte er in seiner Ankündigung, daß feine Schülerinnen durch Nacktkultur zu Tänzerinnen herangebildet werden sollten.- Daß.dieser Umstand die jungen Mädchen nicht abschreckte, mag zum Teil durch die Unerfahrenheit, zum Teil durch die absolute Hemmungslosigkeit moderner Jugend zu erklären sein. Was aber trotz allem unverständlich ist, ist wohl, daß sich die Mütter bereit fanden, all« Bedenken einfach über Bord zu werftn, daß sie die primitivsten Einwände des Schicklichkeitsgefühls überhorten und blind und taub vor Eifer n die Falle tappten. Jedes natürlich empfindende Kind wäre zurückgewichen vor der Zumutung, die Mütter erwachsener oder halbwüchsiger Töchter, Frauen, die das Alter, di« Reife und — da es sich zum großen Teil um Angehörige der geistigen Arbeiterschaft handelt —* auch die Bildung besaßen, die eine richtige Beurteilung der Sachlage ermöglicht hätte, diese Frauen gaben nicht nur die Zustimmung zu dem „Unterricht", sondern sie brachten sogar noch große Geldopfer, um ihn der Tochter zu verschaffen. Denn der Verbrecher hatte es gar nicht notwendig, die Mädchen zu Heimlichkeiten zu verleiten — die Mütter selbst brachten sie zur Lektion, begleiteten sie ehrbar zur „Schule" und ließen sich, vermutlich mit ein Paar Schlagworten von ungestörter Pädagogischer Einwirkung und ähnlichem, von der Schwelle weisen. Der Einfluß des Schlagwortes in der ganzen- Sache ist überhaupt unverkennbar. Die Frauen, die ihre Kinder auf diese Weift selbst auf den Weg geleiteten, der in der Anzucht endet, hätten sich gewiß jeden Professor, die ihxen Töchtern Literaturgeschichte Vorträgen sollte, sehr genau besehen, ob er auch moralisch und persönlich einwandfrei sei. Sie hätten genaue Erkundigungen nach seiner politischen Gesinnung, womöglich seinem Vorleben eingezogen und in der Stifte gefunden, eigentlich wäreihnen ein solider Familienvater lieber, obwohl im Grunde genommen das Nibelungenlied und Martin'Opitz nicht gerade verfängliche Themen darstellen. Aber der Betrüger arbeitete ja auf anderem Gebiet. Da handelte es sich nicht .um die „Meistersinger", sondern um ganz moderne Angelegenheiten, wie -Nackttanz, Ausdruckskultur und Körper- Wahrheit^- Unverstandene oder halb verstandene. Phrasen schwirrten den Frauen durch den Kopf, keine wollte die „unmoderne Muttes fein, die ihre Tochter altmodischehrbar erzieht. Vielleicht blendete'so manche auch , die glänzende Zukunft als Tänzerin und Filmkünstlerin, die Ro-; mantik der Star-Laufbahn, das Ungewöhnliche, Unbürgerliche des „Berufes". Es ist nicht ruhmreich, die Mutter einer-braven ArbeiteM> einer .tüchtigLn SchMiderin, etebrauchbaren Bureaukraft zu sein. Aber der erste Filmstern der Welt, die geniale Tänzerin ja, das klingt ganz ani ders. Verflögen war Ueberleanns, Erfahrung, Klucheih 16. August 1922 -kr, 1»7.F Menschenkenntnis, verflogen das natürliche weibliche Schicklichkeitsempfinden, die Mütter unterlagen der Suggestion moderner Phrasen und falsch ausgelegter'Ideen. Der Fall des Tanzprofessors war ein Ausnahmsfall. Ab ei: wer Augen hat und sie nicht vor unangenehmen Tatsachen verschließt, kann eigentlich täglich sehen, wie Mütter, erfahrene, gebildete Frauen, Tun und Treiben der Töchter billigen und unterstützen, das hart an der Grenze des Möglichen abspielt. Es ist nichts Seltenes, daß junge Mädchen dem „Erwählten" — es ist immer ein sehr wohlgestellter Mann — in einer Weise umwerben, die unbeteiligten Frauen die Schamröte in die Wangen treibt. Die Mütter stehen daneben uüd lächeln nachsichtig — sie wollen nicht die strengealtmodische Mamaabgeben. Lieber lassen sie ihre Töchter die Grenzen des Anstandes und weiblichen Taktes dreißigmal am Tag überschreiten und decken jede Unverschämtheit mit einem milden Hinweis auf die -/Freiheit. der heutigen Jugend". Nicht verschwiegen und nicht geleugnet soll werden, daß die jüdischen Mütter — von vornherein fuggestibler — diese Mode in aller Intensität miimachen ünd vor lauter Freiheitlichkeit vergessen, daß ihnen die Wahrung der werblichen Würde. obliegt? Wer feie Jugend ob ihrer Hemmungslosigkeit tadelt, bedenke auch, daß viele dieser Mädchen des Schutzes und Haltes verlustig geworden sind, dessen sich die frühere Generation erfreute: -es Schutzes ihrer unbeirrbar an Zucht und Sitte festhaltenden Mutter. Ein gränerrhastes FamMerrbild. Der Beamte Alfred Sl sen. ist schon vor zehn Jahren in Breslau wegen Verbrechens der Notzucht, begangen an einem 13jährigen Mädchen, mit einem Jahr Kerker abgestvaft. Er Hot bei seiner Anstellung im Bundesdienste trotz zlveimäli-ger. Perlustvierung diesen Makel verschwiegen. Schon im Jahre 181-1 har er sich an ft'ner'damals siebenjährigen Tochter Helene vergangen und bis zum Jahre 1916 hat er wiederholt das Verbrechen fortgesetzt. Er hat auch feine beiden Söhne, Alfred, der damals 15 Jahre, un's Franz, der erst elf Jahve zählte, dazu veranlaßt, mit ihrer Schwester Helene AnfiMichkoiten zu begehen. Im Jahre'1816 rückte Alfred S. ftn. zum Kriegsdienst: ein und kehrte erst Ende 1918 aus dom Felde zurück. Von da an setzte er sein verbrecherisches Verhalten mit seiner damals 12jährigen Tochter Helene fort und betrachtete sie dis 1921 als seine Geliebte. Erst seit zweieinhalb Monaten ließ, er sie unberührt. Das Mädchen hatte damals die Bekanntschaft eines jungen Mannes gemacht, der Helene gefiel. Der Vater wollte aber den Verkehr nicht dulden und knüpfte seine Erlaubnis, zu dom jungen Burschen in Beziehungen zu treten, an di« Bedingung, daß sie auch seine, des Vaters, Geliebte bleibe. Auch seine fttzt noch nicht 14jährige Tochter Lisbeth zwang er wiederholt, seinem Willen gefügig zu sein. Sein älterer Svhn> ein jetzt 21sährig«r' Maschineirschwsftvlchrllin-g-' hat schon seit 1918 seine sämtlichen drei Schweste-on als Geliebt« betrachtet. Helen« und Lisbeth hatten damals das vierzehnte .Lebensjahr noch nicht erreicht. Die erste Anleitung hatte ihm schon im Jahve 1914 sein eigener Bader gegeben. Auch der zweite Sohn Franz hat seine fttzt 19jährige Schwester Gertrud als sein« Geliebt« betrachtet, und das leimende Leben, das sie anfangs Mai werden fühlte, ist auf bm Verkehr zurückzuführen. Gertrud gibt dies selbst zu. Am 3. d. ließ sie an sich, da die Mutter dazu drängt«, ohne auch, mir eine Ahnung von dem wahren Sachverhalt« zu haben, von der 48jährigen Hebamme Rosina Wimmer einen verpönten Eingriff -vornehmen. Später wurde auch ein Arzt -berufen, von dom aber noch nicht ftstgestellt ist, ob er an dem Eingriff beteiligt war. Die unglücklich« Mutter, die von den -furchtbaren Verfehlungen ihres Gatten und ihrer Kinder keine Ahnung hatte und der Moinmtg war, daß die Tochter mit einem Fremden sich eingelassen, erftchr zu ihrem maßlosem .Entsetzen nach dem verpönten Eingriff den wahren Sachverhalt allmählich. Boi ihrer Einvernahme am Kommissariat Favoriten haben sämtlich« beschuldigten Familienangehörigen das gestanden, toa8 ihnen die Mutter zur Last gelegt. Mfred S. sen., Alfred S. jun., Franz S. und die Hebamme Wimmer wurden wogen Mutschande, Schändung, Notzucht'und Abtreibung der Leibesfrucht dem Landesgedichte' eingeliof-ort.' Martha S., di« Mutter Gertrudens, wogen Unzucht unter Geschwistern und Abtreibung der Loibesfrucht der Staatsanwaltschaft angezeigt, Selbstmord eiNes Enterbte«. Paris, 15. August. (Havas.) Die Blatter melden auZ Chateauroux: Baron Civry.hat, um seiner traurigen Lage zu entgehen, Selbstmord verübt. Er-war der Sohn des Grafen von Civry, eines natürlichen Sohnes des Herzogs von Braunschweig. Dieser hatte der Stadt Genf ein Vev mögen von 80 Millionen Frauiken hinterlassen, düs vor der Familie ohne Erfolg in Anspruch genommen wurde.' Stabsoffiziere als Ra«bmSrder. Das Opfer eine Nittmeiftersftau. Aus Graz wird gemeldet: Die Rittmeisterssrau Elf» Josep-Moutemire ist seit einiger Zeit abgängig. Die Po. lizei -hat festgestellt, daß sie viele Hervenbekauntschaftex hatte. Unter diesen waren auch zwei Brüder, ein Oberst' leutnant und ein Major L ü t t g e n d o r ft Der Major hat in der Wohnung der Rrtttmistersfrau GeftllschaM abende gegeben und oft viel« Personen zur Tafel eingv laden. Es wurde-nun ftstgestellt, daß der Major Kostet und'Taschen mit wertvollen Schimucksachen der Frau zun Wegschleppen bereitgestellt hatte. Er versuchte dies in de; Weise aufzuklären, daß das Verschwinden der Frau ihr auf den Verdacht gebracht habe, daß vielleicht ein Vev brechen geschehen sei.' Er wallte nun..jedenfalls die Sachet sicherstellen. Nun war in,den Zeitungen ebne Mitteilum über eine Verhaftung einer Euckrechevgesellschaft, der am! , der ehemalige OberlÄtnant und jetzige HolMudler Brum

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