Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1273 (16.8.1922)
- Date
- 1922-08-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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vem r Men, Mmwocy gerade' in diesem Zusammenhänge ist es von besonderer Wichtigkeit, daßsich die zionistische Organisation innerhalb des jüdischen Lagers die Führung beivahre und durch ihre Leistungen den Nachcwis erbringe, daß l>e.m Zionismus tatsächlich die unbestrittene Führerschaft im Judentum, ge-' bührt. Es ist :wch fraglich, in welchem Ausmaße und unter ' welchen Bedingungen die verschiedenen -autzerzionistischen jüdischen Organisationen und Körperschaften bereit seinwerden, an dem Palästina-Werk Anteil zu nehmen. Aber - es steht außer aller Frage, daß im gegenwärtigen Augenblick die Palästina-Arbcib mit aller Macht intensiviert werden muß, daß die zionistischen Anstrengungen vervielfältigt werden müssen und daß in der bisherigen Arbeit nicht' die gerinM Lücke eintreten darf. Cs gilt nunmehr, allen Seiten des ökonomischen Ausbaues das Augenmerk zuzuwenden imd neue jüdische Positionen agrikultureller sowie industrieller und komnrerzieller Natur zu schaffen, welche für den Zustrom der neuen Einwanderung die.wirtschaftlichen Grundlagen, darbieten sollen. -Die politischen Grundlagen für gro^ügige' Aöbeit sind mmmehr durch die Ratifizierung des 'Mandats gesichstt, ustd damit ist dev Großteil des Risikos geschwunden, welches verschiedene unternehmungslustige und kapitalskräftige jüdische Kreise' von einer ausgedehnten Betätigung in Palästina abgehalten hat. Es wird von zionistischer. Seite darauf hingearbeitet tverden muffen, daß es zu einem friedlichen Wettbewerbe zwifchen privater und nationaler Initiative komme- und hierbei ist es besonders .wichtig, daß die nationale Initiative im Aufbauwerk ihren hervorragenden Platz behaupte. Die durch den Zionismus repräsentierte Jewish Agency muß. es sein, welche denr werdenden Palästina ihren Stempelaufdrückt. Sie muß dafür sorgen, daß der Aufbau des Landes in einem Geiste erfolge, welcher durchaus mit der neujüdischen nationalen Lebensauffassung und Wirtschaftsgesinnung harmoniert und eurem freien, erdgebundenen.und stolzen jüdischen Geschlecht den Boden bereitet. ' Die durch die Mandatsratifizievung in weiten jüdischen Kreisen geschaffene Stimmung muß unverzüglich von - zionistischer Seite ausgenützt werden. Es gilt zunächst — die Schaffung privater Gesellschaften verschiedener Art kann niemals Sache der Massen fern — den wirklichen Ausbau des Keren Hajefsod. Die bisherigen Eingänge dieses zentralen jüdffchen Aufbaufonds, an sich vielleicht nicht unbedeutend, stellen nicht mehr dar als einen.vielversprechenden Anfang. Nunmehr aber, da der Keren Hajessod- Gedanke in die weitesten Massen getragen und populär geworden ist, gilt es in allen Ländern die Werbe- und Sammelarbeit wirksam zu organisieren und zu vervielfachen, damit wir zu jenen Resultaten gelängen, welche die jüdische Sache so rasch als möglich erfordert.-Es gilt einen Wettbewerb, welcher die ntaionalbswüßte - Jndenheit der. ganzen Welt zu einer geschlossenen Einheit'im Opfer für die ^gemeinsame Volksfache zusammenfchmiedet. Hier gelten keine valutarifchen Erwägungen, und in -den Ländern mit entwertetem Gelds -werden auch Sammlungen von Gold und Schmuck eingeleitet werden müssen, um das Endresultat auf die gewünschte Höhe zu brmgen. Auf keinen Fall aber darf es angehen, sich einer absoluten nationalen Pflicht durch irgendwelche Ausreden zu entziehen. Gerade der Jndenheit in den durch den Krieg betroffenen Ländern obliegt die Aufgabe, durch ihr Beispiel den Brüdern im Auslande voranzugehen und durch ihr eigenes Opfer die nationale Opferwilligkeit der anderen anzufeuern. Es wird nicht angehen dürfen, daß man die Sorge für den Ausbau Palästinas gänzlich den Schultern der amerikanischen Jndenheit aufbürde. In Amerika selbst stehen die Aussichten für die künftige Palästina-Arbeit überaus günstig. Die Exekutive des Keren Hajessod für die Bereinigten Staatey hat bereits die Pläne für die Sammelkampagne entworfen, welche im bevorstehenden .Herbst beginnen soll, und es wurde unter anderem beschlossen, eine Spezialdelegation jüdischer Persönlichkeiten aus Europa und Palästina zur Mitarbeit an dieser Kampagne nach Amerika emzuladen, von welcher man sich allgemein bedeutende Eingänge verspricht. Das Mitglied der amerikanisch-ziomstischen Exekutive Mr. A. Goldberg, welcher gegenwärtig in London weilt, um sich zur zionistischen Jahreskonferenz nach Karlsbad zu begeben, hat den Vertretern der jüdischen Presse seine Auffassung von der Situation des Zionismus in Amerika dargelegt. Die Ratifizierung des Mandats habe auf die amerikanische Jndenheit einen großen Eindruck gemacht, und der Einfluß des Zionismus sowie ferne allgemeine Einschätzung habe durch den Sieg des Zionismus über seine politischen Gegner 'bedeutend gewonnen. Amerika ist ein Land von großen Möglichkeiten für den Zionismus, die große Mehrheit der besitzenden Juden in Amerika sind einstige Einwanderer aus Polen und Rußland, und' diese müssen für das Palästina-Werk gewonnen werden. Man hat diese Elemente in der vergangenen Zeit allzu sehr' vernachlässigt und muß den Kontakt mit ihnen gewinnen. Nach der Ratifizierung des Mandats, welche die Zionistische Organisation offiziell zur Jswifh Agency gemacht hat, kann diese mutiger und freier auftreten als bisher. In Amerika wird auch ehestens ein aktiver Economic Board nach dem englischen Muster geschaffen werden müssen. Amerika allein — erklärt Mr. Goldberg — mit seinen vier Millionen Inden, von denen dreieinhalb Millionen von 'Osteuropa gekommen sind, ist imstande, Palästina aufzubauen. Drei Dollar pro Kopf sind keine schwere Last und dies allein könnte mehr als zehn Millionen Dollar jährlich ergeben. Eine große; Propagandakampagne müsse unmittelbar anheben, und es , sei kein Grund, zu zweifeln, daß die Mitarbeit der amerikanischen Jndenheit'nicht ausbleiben wird.- Alles hängt ab von Organisation, Arbeit und Mensche Wiener MorgenzßMng. " 16. August 192? Nr. 127» —.»‘V. ij'.y , ..V»-. V ■■, —.—- - - -> ■ - — ♦ Erpreßte» Alts Budapest' wird' nUS berichtet: An Mn Ätzten Tagen-! gelängen' an.Me ReGktiM bebjiwffchMün^ ÄeralE Blätter unausgesetzt bchn-Mhigende^HeldWrgeU^lus den transdanubischen. Geh i e tem, welche.bekanntlich! in-dem lehten zweiAähi'en swihänfitz' der SchaüMatz scM>erer, blutiger Judenverfolgungen tvaren. Alle diese-Berichte stimmen darin überein, daß gewissenlose Hetzer, die auch früher v o r P o.g rwFnen aufgetaucht.-waren,-die-Bjevhlkerung gegen die Inden aufhetzen und daß in der ganzen Gegend das Gerücht verbreitet ist,, daß am 15. August auf dem ganzen Mbiet- - - - -. - - Judenpogrome und Fudenvertreibungen . > veranstaltet werden söllew Aus erstzelrM Gemeinden,' besonders aüs Täpolca, wo vor eiMnhaH Iahtest gleichfalls ein Judenpogrom stattgesttnden hatte, 'sind "die jüdischen Einwohner bereits geflüchtet und suchen in Budapest "Schutz für ihr Lebe,: und für ihr Vermögen'. Inzwischen hat sich, wie das sozialdemokrätische Organ „Nepszava" am M Juli aus Oed e.n bürg meldet, ein empörender Vorfall ereignet, dm das genannte Blatt folgendermaßen schildert: . ■ -. .• _ v . „Julius G r ü. n b a u m, Kausinamc in D e u t s ch- Kreuz, ist der.Einkäufer der Budapester Protokollierten Firma S ch e i d, und hat al^ solcher den Einkauf von Bruchgold in Transdamlbrsn zusbesorgen. Er wohnt seit 35 Jahren in Deutsch-Kreuz, welches mit dem Burgenland an Oesterreich gelangt.ist. Grünbaum setzte seine Beschäftigung auch nach der neuen Grenzbestmnnung fort und be- 'reiste mit einem .ordnungsmäßig ausgestellten Grenzüberschreitungsscheiu die-Gegend, in welcher ihn fast jedes Kind genau kennt. Am 30. Juli abends kam er,, wie. so oft, nach Öedenbnrg und trug in seiner Aktentasche das Geld seiner Firma mit sich. Bei der Revision der Legitimationen hieß ihn einer der Grenzsoldaten namens R ad i cs, der übrigens dm Grünbaum schon von früher her kannte, sich auf die Seite Hw stellen. Bei' seiner Leibesvisitation fand-man außer-.-dem>Geld seiner Firma nichts , Verdächtiges, vergebens wies er die Vollmacht seiner Firma vor, er wurde in die Wachstube gebracht, wo dann die Prozedur .damit beggyn, daß R a l i c 3 dem sechzig« jährigen Mann mit-holler ^Ducht zwei Ohrfeigen versetzte. Der alte Mann iauwelte und fiel zu Boden. Rqdics schlug weiter 'auf ihn-lös uüd brüllte: „Du -Haft wohl geschmuggelt, altes Schwein! Gestehe, 'daß du nach Wien den Kommunisten Geld geliefert, hast!" . Grünbaum schjvor, /daß das alles Lüge sei, Nadics hieb weiter auf ihn ein. „Alter, stinkender Jude, gestehe!" schrie Nadics und spie ihn an, wobei ' er ihn: die Arme nach rückwärts drehte. ' „Der Jude will nicht gestehen, ich werde ihm zeigen,' er wird gestehen!" schrie dann Radies wutentbrannt, während er ihnr die Arme m i t ei ft e nt dünnen Bin d sa d e n zusanrmenband und ein anderes Mitglied der Gesellschaft ihn unausgesetzt -ohrfeigte. Grünbaum stürzte gefesselt zu Boden, Nadics trat auf ihn: herum, zog ihm die Schuhe aus und schnürte ihm auch die nackten Füße.mit einen: .Bindfaden zusammen, , schob dann die gefesseltenBeine zwischen die gefesselten Arme, stützte.die Knie mit einem Besenstiel, so daß der Greis auf feinen Nacken gestützt m-i t . nach, oben gekehrten Fußsohlen hing. „Wirst du nun. gestehen, alter Jude?" Da hat nun der Alte gestauden. .Er. nahm alles auf sich, was sie ihm vorfagten. Wie denn, nicht, hatte man ihn doch von sieben.bis zehn Uhr unausgesetzt, geprügelt und gefoltert! Dann zwangen sie ihn, ein sogenanntes Protokoll zu unterschreiben. Kürz vor Mitternacht wurde er der Stadthauptwannschaft überstellt und kam dann in das GefäNgsiis der Staatsanwaltschast, von wo er nach drei Tagen über Intervention seiner Bekannten befreit wurde. Dies geschah im Jahre 1922 in Oedenburg. Es ist wahrhaftig all das nicht sehr wichtig. Es handelt sich bloß um einen alten Juden." So lveik'der Bericht der „Nepszavä". Trotzdem wird es uns nicht überraschen, wenn wir morgen wieder irgönd eine Salbaderei Bethlens vernehmen, daß er heute keine andere Sorge habe^ als daß . die Rechtsordnung, die angeblich in Ungarn" schon blühe und gedeihe, von keiner Seite gestört werde. Im übrigen hast wie' wir erfahren, Herr Grünbaum sein Abenteuer den zuständigen Behörden angezeigt. < An den Juden Europas aber ist es-gelegen, der ame- :• rikanffchen Judercheit das Beispiel zu erbringen,' daß nationale Opferwilligkeit auch die schwersten Widerstände überwinden muß, wenn es gilt, deM eigenen Volke die'Heimat 'zuerobern. --v .r^r wr': ■' . ■ Eine kürzlich von'-ber^Äbteilung für Zentraleuropa des Keren Hajesscd in Berlin 'herausgegebene Broschüre, „Was will der Kereu Hajessod?", unternimmt es, die. Ziele und Zwecke, die politischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Keren Hajessod, seine Funktionen und Möglichkeiten in klarer und übersichtlicher Darstellung zusammenzufassen. Im nachstehenden geben wir ein Kapitel dieser Broschüre wieder, das die grundlegende Bedeutung des Maassers für den Wiederaufbau Palästinas behandelt: Die zionistische Organisation war sich wohl bewußt, daß sie mit ihrer Auffassung der Finauzierung des Aufbaues Palästinas eine Forderung aufftelltj die weiten jüdischer: Kreisen phantastisch Vorkommen mag. Daß man für Palästina gab, war in einem großen Teil der äff im ilierterr jüdischen Schichten noch eine schone Tradition. Aber man gab ganz nach Gutdrinken, ganz wie man Almosen gibt Die Keren Hajessöd-Förderung macht ans dieser Gewohnheit eine Pflicht, mehr als . dies, sie begnügt sich nicht mit einer'Gabe, mit einem Geschenk, das dankbar angenommen wird, gleichviel in ivelcher Höhe man es gibt. Man ist kühn genug, jedem einzelnen zu sagen, daß die Höhe feiner Beteiligung am Keren Hajessod in einem Verhältnis stehen sollte zu dem Werte seines Vermögens und zu der Höhe seiner Enrnahmen. Für dieses Verhältnis wurde chn fester Maßsta'b aufgestellt, die uralte jüdische Einrichtrmg des Maassers wurde wieder erneuert, man verlangt von jedem Juden die Abgabe eines Zehntels seines Vermögens und eines Zehntels seiner Einnahmen für Palästina, für'den Keren Hajefsod. . Zweifellos, wird der Maßftab des. Zchntett, des Maassers, der-großen Mehrzahl der Nichtzionrsten vorläufig nur als ein Vorbild gelten, , als eine. Richtlinie-, nach der sie die Höhe-ihrer Leistung bestimmen wird. Aber hie - zionistische Organisation ist durchdrungen von der Notwendigkeit dieses Volksvpfers, sie fühlt aufs tieffte sein absolutes Erforderniswenn die wunderbare Chance, die uns gegeben wurde, nicht aus unserer Hand gleiten soll. Darum hat der Zionistenkongreß dm Maasser'für jeden Zionisten als Pflichtleisümg strpuliert. Durch die Resolutionen 'des 12. Zionistenkongresses ist jeder' Zionist verplichtet, den Maasser zu leisten,, und derjenige, der sich dieserheiligsten nationalen Plicht entzieht, soll das Recht verlieren, irgend ein Ehrenamt' innerhalb der zionistischen Organisation zu bekleiden. ' Auch in zionistischen Kreisen waren die Meinungen nicht einhellig ob es richtig war, den Beschlüssen über den Määsser den feierlichen, verpflichtenden'Charakter zu geben, wie es die KongrehbeWüsse. tun. Man argumentierte gerne damit, 'daß. die DurHfühvung des Beschlusses unmöglich'foi und daß dahfr^Mese Beschlüsse zu'r Verwirrung und ziw Uriwahrhaftigkeit stihren müßten. . Alle diese Eirrwände sind in den mehrtägigen Verhandlungen der aus mehr als 50 Mitgliedern bestchenden Spezialkonrmission beim Kongreß' eingehend erörtert worden. Diese, Beratungen ' und. die aüf' ihnen fußenden VerhanÄüngen' des ' Plenums ^haben als übereinstinimende Meinung, der. über- 'wältigenden Atehrheit des Kongressesergeben, daß dw Aufstellung der Maässerforderlmg »von den Zionisten verlangt und durchgeführt -werden muß. Es ist-an der Zeit, es ist notwendig, daß vor der Welt, daß vor allen in Frage kommenden Faktoren die äußerste Entschlossenheit der Zionisten, alles an die Wiederherstellung, des jüdischen Palästina zu setzen, in einer alle Zweiel und Bedenken ausschlie- -. ßenden Form zum Ausdruck kommt. Die. politische Situation verlangt es ebenso zwingerid wie die materiellen Umstände. Nur eine wirklich große Leistung kann die gesunde wirtschatliche Grundlage für ein. jüdisches Palästina schaffen, kann die nwralische Begründung, für den Anspruch geben, /den wir anfftellen. Uttd ist es wirklich so viel, was verlangt . wird? Geld wird verlangt, ein Zehntel'unserer Habe, unseres. Erwerbes. .Wo inaller Geschichte ward es erhört, daß ein Volk sein Land, sein Recht, seine Ehre so billig wiedererlangen kann? Die kurze Geschichte des Keren Hajessod hat bereits , erwiesendaß die Zionisten in wachsenden: Maße sich der Einsicht nicht verschließen, daß das, was die Kongreßbeschlüsse von ihnen fordern, nichts mehr bedeutet, als einfachste zionistische Pflicht. Der Maasser setzt sich durch. Nachdean durch die 5kongreßresolutiomn die Grundlage für eine Maasserordnuug gegeben ist, die sozialen Anforderungen und natürlichen Rücksichtnahmen zu entsprechen erlaubt, bekenne,: sich die zionistischen Organisationen der ganzen. Welt zur Maasserverpflichtnng und wird der Maasser mehr und mehr zur allgemeinen zionistischen Selbstverständlichkeit. Der. große, staatsbildende Gedanke, der der Maasserver- Pflichtung zugrunde liegt, wird zur eleurerctarsten Grundlage der ganzen zionistischen Arbeit. Oesterreich/ A».freit VölkerbAnd verwiesen. London, 15. Augusts (Reuter.) Die Plenarversamn^ lung der . Alliierten hat heute abends die österreichische Note, die der österreichische Gesandte heute überreichte, in Diskussion gezogen.-Die Note erbittet einen weiteren Kredit von 15 Millionen Pfund Sterling. Die Delegierten stimncten darin überein, daß keine Negierung in der'Lage sei, ihren Steuerzahlern zu empfehlen, für Oesterreich neue Lasten zu übernehmen, bevor nicht die Lage gründlicher untersucht sein würde. Alle waren derselbeü Meinung, daß die Mächte dem Zusammenbruch Oesterreichs und dem möglichen Folgen nicht m i t. G l e i ch g ü l.t: gkeil zusehen könnten. P o i n c a r e schlug vor, der Völkerbund nwge seine Uuternehmnnge:: über die Lage Oesterreichs vervollständigen. Lloyd George sagte, England-sei glücklich, diescri Vorschlag anzu,:chn:en, aber man ,nüsse den Völkerbund aufmerksam machendaß die Mächte es außerördentlick