Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1268 (11.8.1922)
- Date
- 1922-08-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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9x. 1?68 - «len, gKitag Palästina. Ein Telegr«mm Baron Edmnnd SrothsckUds ' Jerusalem, 7. Augusts (I. C. B.) In einem Telegramm'an den Waad Lenmi drückt Baron Edmund Rothschild seine Hofftmng ans, daß die Juden Palästinas durch/ Arbeit und - Geduld ' allen durch das Nkmdat entstandenen Möglichkeiten gerecht werden würden Er; sei sicher, daß die Zukunst seine Hoffnung rechtfertigen werde.. ., .. V . Der jüdische Dersöhrm«gsappell arr die Arabern New-Aork, 6. August/ (I. C.. B.) Eine hier stattge- .mdene^« zionistische Massenversammlung hat in bezug auf W arabisch-jstdische Problem folgende Resolution angenommen: Eiste, die größte jüdische Gemeinde der Welt rapräsentiereNde Versammlung begrüßt den Aufruf der zionistischen. Organisation an die arabischen Brüder, in welchem eine P ot.i111 der G erech tigkeit verkündet wird auf Grund gleicher Rechte und gleicher Pflichten für alle Teile der Bevölkerung Palästinas und auf Grund eines gütlichen Einvernehmens zugunsten einer- Mischava bischen, Zusammenarbeit flir die Wohlfahrt der gesamten Landeshevölkevung. ' Der Kongretz der palästtnenfischen Araber . JetztzsÄem,. 7. August: (I. C. B.) Der Palästinensische 'Koitgreß'^ wurde für den 20. d. nach Jaffa einberufen, um den Bericht'der aus London zurückgekehrten a r a b i s chen D e -l e ga t i o n. entgegenznnehmen. Dem Kongreß fällt auch die Aufgabe zu, über die Haltung der Araber.'zum Palästina-Mandat und zur Verfassung Beschluß'zu fassen. ' r'. ■. •_; Die bayrische Megteraag gegen die Answüchse de» Antisemitis»«». München, 7. August. (I. C. B.) Der Minister des Indern Dr. Schwe her gab einen Erlaße gegen das Ueber- Pandnehmen desAntisemitismus heraus, der m ü>en .Hauptzügen lautet: „Die antisemitische Prop aga nda hat in der letzten Zeit in verschiedenen Teilen des Landes, auch auf dem Lande, Formen' angenommen, die einer friedlichen Entwicklung nicht zuträglich sind, die öffentliche Ruhe «nd Sicherheit bedrohen. Pan scheut bei /dieser Propaganda selbst davor nicht zurück, zu Gew allst ätig keile n. gegen die 'Juden anfzüfordern. Namentlich in kleinen Orten und auf dem Lande kann diese Aufhetzung Wahrlich..werden. Wenn auch die Staatsregierung zu dem AnMmittsmus als.solchem keine Stellung zu nehmen 'hat, , so fft sie doch verpflichtet, seine Auswüchse zu bekämpfen,, soweit sie eine Gefahr für die öffentliche Ruhe und Sicherheit bedeuten. 4$ ergeht daher die Anordnung, diesen Vorkommnissen befand er es Aug e nnr erk zu schenken und, soweit Anlaß, auch die Beziäspolizeibchörden mit Woffungen zu versehen. Die einschlägigen F l ü gblätter und Plakate sind zu beachten, die Versammlungen zu überwachen und auf Grund allgemeiner polizeilicher Bestimmungen gegen Ausschreitungen vorzugähen. Für die Aufvechterhaltrmg des inneren Friedens mm SBicttet Worgenzertun^ ist es weiter sehr erwünscht. W den Auswüchsen.der Propaganda 'auch durch AUvsk/lärung entgegengetreten wird. Aufklärung inder,Kirche undiu der S ch u l e und durch die' besorrneue Presse^tii-t üanwutlich an Orten not, wo durch Hetzreden einzelner A-sitatoreu schon Teile der Bevölkettlng irregeleitet worden sind. In dieser Hinsicht ^w^d dqs Stäatsmimsterium für Unterricht und Kultus unr feine Mitwi^ung ersucht tverden." Die Minoritatenfrage beiM Völkerb«od. - Warschau, 10. August. (Tel. d. .„Wr. Morgenzeitnng".) Der. polnische Delegierte beinr Völkerbiurd Professor A skenase begibt sich in den nächsten Tagen nach Genf zu der qm 30. d. statffindende^ Sitzung des Völkerbundrates. In dieser Tagung werden die/Fragen der nationalen Minderheiten zur Sprache konnnen. In politischen Kreisen herrscht noch Zweifel darüber, ob schon jetzt feste Beschlüsse gefaßt werden. Es fft höchstwahrscheinlich, daß der Völkexbmchrat. die Frage bis zur nächsten allgemeinen Völlerbundsitzung am 10. September aufschie.be>r wird. Hi»richtvng der Mörder -es Generals «Wilson. "London, 10. August. (Havas.) Die Mörder des Marschalls Wilson, D u n s' und O'S u l l i v a n, sind honte vormittags hingerichtet worden.' Ei« Fi«a«zditztatvr in Persie». New-Aork» 9. August. (Tot. der „Wiener Morgenzoitüng".) Die persische Regierung engagierte soeben für die Dauer von fünf Jahren einen amerikanischen Generalfinanzdirektor mit einom Gchalt don 15.000 Dollar/Der Mnevikanische Direktor hat alle persischen Finanzangelvgen>heüen zu regeln und ist lediglich dvm FinanMMister verantwortlich. Er wird das Budget aufstelleu, die Finanzrefor-m durchführen, die persische Regierung in allen Finanz- und Konzessionsfragen beraten, tvähr'end das Finqnznnnfftermm ohne die Zustimmung seines amerikanischen Beamten keine finanziellenBerpflichstungen eingehen wird. Der Amerikaner verpflichtet sich seinerse-its lediglich dazu, sich jeder Einflußnahme auf innerpolitische und religiöse Fragen zu enthalten und die persischen Gesetze zu respektieren. . . Fei^rkele«- «Ad Ferienfreude. Eine der. TaigeSheinfftcvt.ten des. Bevsiris. Jü'dische Kiyderfvmnde war ans acht Besucher' zusammengeschrumpft,. weil alle ' ander«: '^Wichje 'Äs kmnklMoodr' «ntÄevnKhrt'.. in die Er- HMlstgshsimstätte „D^ißau" geschickt worden waren. Nu.n köpnten noch sechs in der EcholungHeimstätte llnterkunst finden, und da eS sich nicht lohnt, firr zwei' Kinder «ine Lchrkraft zu halten, mußte die Heinfftätte,' gegen die Absicht des BeveMsvorstandes, über die Ferren gesperrt wenden. Doch in derseHen Gasse wohnt /eine lupuskraicke Krregerwittve, die' sich «durch gelsgentliche Flickarbeit ernährt. Sie weint sick) gegenwärtig die Augen rot, denn ihr BNb -und ihr Mädchen wurden ihr für zwei' Monate aus 'dem Waisenhaus überstellt, es fft dies eine begreifliche Sparmaßnahme der in ihrer Existenz bedrohten Waisenhäuser, und nun weiß sie nicht, wie sie die dielet jeckem unsere einrixsriige Xusvsd! ii »j. in^Regenminteln, engl. Stoffen, Damen- KlullP nnd Herrenwäsche, Strick* und Wirkwaren lilHllwl mmmmmmmmsmmmmammmmmtmam 11. Aqaust 1922 Seite 3 . - ----—--------A Kin.drr ernähren, wo sie sie während des Tages nuterbvingei soll. Wüßte, sie/wüßten'/die vielen' arideren Frauech die sich' ähnlicher Lage befinden„pon' der jiddischen Tageserholamgsstätt» es wäre, ihnen nnd dom tatensrohen Vereine godient,, Doch woher sollte sie van dieser, wenn auch erfolgreich, si doch still wirkenden Institution Kenntnis haben? Weder'Direk tor. .'noch. Lehrer per.Waisenhäuser Wen eine Ahnung, wo siä eilte TageshermMte befindet, die. bereit fft, ' Kinder' auszu uchinen. Ans fehlt der alle. „llnron-Kaleuder", der alle jivdischin Vereine verzeichnete, -ihren, Zweck, nannte und manche praktisä wertvolle Angabe, über sie brachte. Jetzt besieht nur idie Zentral, 'stelle für jüdische soziale Fürsorge, die iogar 'Name und Adv ssi öffentlicher .Jnstiturioum . als strengstes Amts.gehei7u.nis .b2 trachtet. Ich darf mich wohl als ein 02m Glück besonders bv günstigtes Mtuschenküch halten,' daß es m-ir.infolge energischer Auftretens gelungen ist. innerhalb Dreier Tage we Liste d^r m« dem Gebiete der Jugendfürsorge /<U°#n Wischen Verei-m Aims;n erlangen, die sch dr:n.ga«d benötigte. Aber wie-ficht düse List: ans? Nicht von allen exlstr^enren, sondern nnr von den rum 30 «dem JugendfürsoMverband der Zrntvalstelle ange-schlofsenen Vereinen und Jnstitut-iouen werden Titel, Hwesfe' und' eomWll der Präsident genannt. Was also Vereine, wie. Die Brüder^ Kinderschutz, KiUderstütze.usw.. bezwecken,räLseHast, ebenso bleibt es ein Geheimnis, >daß «der DhLrSsien-Kr.elrzLr-Verarn, .der Verein Providentia, das.Kiivder-Ambu'lawrmm und die Heinfftätte in der Oberen BiMrktgasse, imd manch andere angeführte. JnstitutiMen mindestens für Jahve ihre DätigkÄt eingostellt haben. Für eine wirksame Zentralisativn genüK es «nicht, daß die . Zentralstelle Daten besitzt. Regste VeroffenEchung ist notwen«. dig, damit «in chvsm Wirken sich ergänzende -Veveine, jedesmal wenn ein Fürsorgesall es erfordert, rmmsttellsiar miteinander -in Fühlung traten können. . Nmr bestehen trotz derkat>astwphalen Gchdentwerdung noch 'immer mehrere von rührigen Vereinen erhaltene SoM'MerevholungSheime für Kinder onif dom Lande. . Die Zeartvalstelle ist über sie genmr. unterrichtet. Aber Nur die ohnedies mehr oder minder eingewerhtön Personen finden den Weg zu di-ffer Auls« knnftsstelle. So koylmt es, daß die Freiplätze «dieser Hvime «wchst von Kindern besetzt« sind, «denen ohnedies. im WafferchauS oder in einer ähnlichen Jnstibution ein großer Garten zur Ver- . fügung steht, Kinder aus stnstern Kellerwohnungen und ungesunden Massenquartieren gibt es wohl wenig dort. Doch sott über die Heinie damit kein absiprechenides^ Urteil gefällt werden. Sie nchmen Schützlinge nur nach gewissenhafter Untersuchung ihres Arztes auf, evfvmen sich'fast dürchwsgS des -besten Rufes, unts besonders Böheimkirchen und Seeibenstein gelten als mustergültig. Auch ein Smnmerheim im Ausländ besitzen wir.', noch. Wer die /derzeitigen BerWtnffs«e kennt, wird «die zähe Unermüdlichkeit des von Frau Dozent Sophie Grün« ''geleitet««,, weiteren Kreisen nnbsllarnrteN.Ber-eiues Oesterrvrchffches Sochospitz bewundern, welcher heute, .genau so wie schon länge: vor dem"Krstg, alljährlich 'ungefähr 80«tÄberkulvs gofähvdvteir Kindern in seiiMN Heime in Gvado Lebenslust und Gesundheit wioderzugsben vermag.. E i n SMi^MDsrholüngshsim fallt aber in mchreren Br-, -ziehuugen mrs dem allgemeinen Rahmen. Es ist dies -das- Erholungsheim des Jüdischen Jugendamtes im Kchlenbergerdorf. Hier befinden sich über 40 Buvschen und Mädchen unter und ilher' 14 Jahren, alle vom Mcvkkabi 10 stammend. .Sie haben sich selbst in Gvuppen geglieidevt, ihre Führer gswählt nnd die Führerbilden wieder eine' Körperschaft. Freies, gesundes Leben herrscht hier. Die jungen Leute betätigen sich II., Taborstraße 4< TelepH»B 47-W9 In gros In dotil MH Salzburger Mufiktage. Noch bevor -das Mozart-Fest der Salzburger Festspiel- Hausgomeinde seinen Anfang. nimmt, veranstaltet eine Gruppe - moderner Wiener Komponisten einen Kammermnsikzyklus, in dem eine ebenso willkomnrene als auch notioendige Uebevsicht über das zeiWmssffche Mnsikschafftn geboten wird. An vier Tagen gelangen in sieben Konzerten weit mehr als fünfzig moderne Komponfften zur Aufführung; Franzosen und Engländer, Schweden und Amerikarier, Deutsche und- Spanier folgen rn endloser Reihe, die verschiedensten Knustgatümgen mtd Richtungen, mannigfache Fräigestellungen und Pwbleme' treten in Erscheinung. Man wird fast erdrückt von der Fülle des Gebotenen, und so sehr man den Verarrstaltern für die Pflege der moderntzn Musik «danken nmß, so muß doch-festgestellt werden, daß «die Auswahl der Tondichter und' ihrer Werke nicht dnrchlvegs, eine glückliche war, und daß es unmöglich fft, fünfzehn und nwhr derartig schwierige Werke an einem einzigen Tage mit Gewinn aufzunehmen. Weniger wäre vielleicht stnehr gewesen; immerhin fft ein Anfang gemacht, und äls stäwdige Einrichtung werden die Veranstaltungen wohl ans den Fehlern diffes Sonchrers -lernen und in der .Folge weniger^ Qffantität und mehr Qualität davbieten: Wir möchten l>a?lmr auf die sorgfältige - Auswahl,' <wf die grüiM'iche Borbeveitnng und die wiederholten An-fführnngen im 'Wiener Verein flir jnuflkalffche Privatänfführnngey hiilweffen. Wie dort, so'halt sich auch im-.Salzchuvger. HitzqrMyrchaL' große Publikum von den modernen Aufführungen fern; vor einem Kreise von Tondichtern,und Mnsikforschern '« werden' Vovlmegend, problemschnrangere Werke aMefHrt,, -die - nicht' nur 'gegen,.die alten Schönheitsgeseße, ''sondern 'auch gegen Tonalität und Fo.vm anrenuen. / Biel. Talent, freilich auch, umnche Talentlösigfeit, 'veGräncht sich hier rn allerlei 'Experimenten, die .ÄM «M- MÜM ’Mämr Ton und Geräusch verwischen, allerlei Erklügeltes näben echtem Gefühl, Borliebe flir Bizarres Und Groteskes,, ein« gewisse Schm vor Einfachheit und Natürlichkeit, daneben betonte Primitivität, die sich «m schauerlichen Mißklängen auslebt, ein schrankenloser Subjektivismus, der Seltenheitswert von Melodie. 7md Wohlk^rng lassen keine dolle Freude an den Darbietungen aufiommen. Es fft hier nicht der Ort noch Raum für Untersüchttügen 'über das Wesen der abendläMschen Musik, über die' Möglichkeiten ihrer Entwicklung, über die BerechtigN'Ng, fremde Kunstidiome ihr aufzupfropfen, um sie in einer späteren Knnftpenode mit ihr zu verschmelzen. Es fft stets gefährlich, Pioniere des Fortschrittes zu wevttzn und zu klassifizieren; wiffeir wir -doch daß dem lebenden Tonheros zur Anerkennung' „nur eine Kleinigkeit, rmr Zeit" fehlt. Freilich, an Genie, ja auch am hervorragendem Talent war die Ausbeute der drei ersten Konzepte 'dürftig' genug. Die stärkste musikalische Persönlichkeit «scheint uns auch diesnral der Ungar Bela Bärtok zu sein. Seine: BiolMfona'te ist Wohl ein modernes Meffterwerk, allerlei Ur- und Naturwüchsiges, markante Rhythmen und die Kraft des Ausdrucks fesseln andauermd, datwben ein besonderes Geschick im Vau üitonaler Melodie, die sich im zweiten Satze im Sologesang dör Geige ganz Wunder-' bar aussingt. Ein kultiviertes, erfindungsreiches, förmvollendetes Werk konservativer Richtung ist das Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott Und Klavier von Alberie Magnard, der im Weltkriege als Franktireur von den Deuffchesi ers«chossen würde. Die Besetzung von «Kammermnsiktverken mit Blasinstrunrenten scheint bei den Franzosen - in Schwang zu kommen; ganz begreiflich, da Paris-in feiner „Societe nroderne d'instruments a vent" (die. Herren Fleurh, Canims, Gaudard, Dell a er0ix and Hermans) die beste Bläserveroimgung der Welt besitzt. Recht stimrmmgsvoll vom echt rhapsodi- .Itm-tkmm tt ÄM LÄ«sa« rr WMM Flöte, Klarinette und Klavier, klangvoll und vornehm gearbeitet die Sonnate flir zivei Flöten von Charles Ko e ch- «l i n. Ein erlesener Gemch für Feinschmecker war D eb u s s y.S knapper Sologesang für Flöte ,ßa flute de der hinter dem Podiüm von Herrn Flerrry/ mrgestnnmt wurde. — Bon Wiener Komponisten nennen wir Felix Petyrek, dessen Passacaglia flir Klavier ein Höchstmaß an technischem Körnten bedeutet, ohne die Kunst des KoNtrapu-nktes mit sinnlichem Wohlklalig zu veveinigeri. Das neueste Streichquartett des fruchtbaren Komponisten Egon Wellesz zeigt seine bekannte Art: blonderer Klangsin im jnllgfranzösischer Richtrmg, sichere Beherrschung der Form-und des'Satzes. Sehr schön ist das Scherzo, nratter das 'Finale, der Intellekt siegt über-das Gefühl. Anton W e -Ü e r n s Streichquartett scheint ruls mit feinen unvtchigen Klangexperimenten, mit fernen fülktmevenden tzierärffchen, 'die keine Sammlnrrg aufkonrnren lassetr, gelegentlich über:die. Grenzen'der Mlffrk. hinauszngehen. Bei allem Respett vor dem Komponisten einer bedeutsamen Passacaglia begreifen wir es, daß das Werk bei den anwesenden Laien Befremden erregen nmßte. So kam es schließlich zn einer erregten Änseinandersetzn-ng, einenl bedmwrlichen Mißkla-Ng an dem an Harmonie nicht überreichen Abend. Die Schwierigkeit M' Werke und die Länge der AuMhru-ngen erzeugt eben beim Publikum eine gewisie Nervosität. Auch die man«gel'hafte Wiedergabe von Fideliv F i nk e s KlavieMicken - ,,Mariw:etttn"' durch Fvcnr Spängler- Knoblöch aus Prag wurde wiederholt durch Lachen gestört. Das Werk eignet sich nicht ftir den Konzertsaal: Banale Tanzmelodien 'mit geflrcht parodfftischer Wirku«ng sind durch übel klingende Baffe^ fundiert; stünde man nicht einem namhcrften Musiker gegelniber, so könnte man meinen,'-er beherrsche nicht die Grundgesetze der HarmoniÄehre. Mit mehr Erfolg rmtzt der Engländer Artur B l i ß das parodfftische Element in seinem „Rout" für Verschiedene Blasrnüvumente M MjWA.. Kv jchWRi das TreM: auf dem