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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-09 · Heft 1266 (9.8.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1266 (9.8.1922)
Date
1922-08-09
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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mm Veite 8 Wen. Mltwoch . / 2öle«ec ®lotftCttaeHunß. ift. Das Winierges chä f t hat sich anfänglich gzrt angelasien nnd hatten die Sukzessionsstaaten zi-tm!iche Orders, erteilt, s- ^aß sich die meisten Fabriken bemüßigt sahen, Nachtschichten nnzulegen. Nunmehr Ist das Geschäft ins Stocken geraten, da die Auslandsaufträge 'zmn Großteil storniert werden mußten. Die Preise der neuen Ware stellen sich um 20 bis 25 Prozent niedriger als die vorjährigen^- " - Der Erzeuger hat heute wenio-er mit einem steigen der vollwertigen Zahlungsmittel', die einen höheren Preis für die Rohstoffe bedingen, zu rechnen, als er vielmehr gezwungen ist, die Preise seiner Erzeugnisse den Weltmarktpreisen anznpassen. Diise Anpassung ist do^t am wichtigsten, wo die tschechoslowakische Textilwane mit Auslandslvare in Konkurrenz zu treten hat. Da unsere Textilindustrie bekanntlich zu 80 Prozent. ans den Export nach den österreichischen Nachfolgestaaten, und ' dem Balkan eingestellt ist, ergeben sich in der Preisfestsetzung große Schwierigkeitelt. Als Beispiel sei angeführt, daß die. Preise der jetzt in Erzeugung begriffenen Winl-erware aus Basis eines tschccho-slowakischen Kroncnkurses von, 10.— inZürich kalkuliert wurden. Bei dieseln Devisenständ mußte sich a\irf> der Erzeuger, rmu sich einen nngestörten Fortgang seines Betriebes sichern'zu können, mit Rohmaterialien eindecken, während heute bei einem Stand der Kröne von 18. —die Rohstosfpreise um . nngefähr 20 Prozent nachgegebcn haben. Damit soll nicht gesagt sein, daß sich-auch der Erzeugungspreis der Ware tun tatsächlich 20 Prozent verringert hat, denn außer derir Rohmaterial ist in der Fertigware ja noch der Wert der Arbeit (Lohn) sowie der Wert der Regie (Gehalte, Steuern, Amortisation usw.) enthalten, die keineswegs um den gleichen Prozentsatz abgenommen haben. So ist es begreiflich, daß von Seite der Auslandsabnehmer bei den ^Fabrikanten täglich um EvmäßiMng der Verkaufspreise ongesucht wird, welchem Umstand sich die Industrie aus die Tauer.picht wird verschließen können, wenn sie ihr Absatzgebiet wird erhalten wollen. ' Der Abnehmer ist tatsächlich durch den innerhalb zweier Saisonen vollzogenen Ausstieg -der tschecho-slowakischen Krone dem tschechischen Fabrikat gegenüber kopsscheu geworden, da er fürchten muß, immer zur Zeit der Ablieferung der Ware in seiner Währung mehr bezahlen zn müssen, als bei Auftragserteilung gerechnet wunde. Dies macht sich hauptsächlich beim Absatz in die Nachfolgestaaten. (Oesterreich, Ungarn, Jugoslawien) sowie beim Exportgeschäft ins weitere Ansland fühlbar, da wir dort stark mit der Konkurrenz der deutschen, italienischen und englischen Ware zu kämpfen haben. Leider kann die heimische Erzeugung mit dem Ausland nicht immer erfolgreich, in Wettbewerb treten. Die- Produktion der Vigogne-, Streichgarn- und Flachsspinnerei ist awf die Hälfte und darunter gegangen. In der.Flachs- und Leist e ni ndust,r i e können Belgien und Frankreich bedeuterch billiger liefern. Die inländische Weberei kämpft mit der Konkurrenz Italiens, Polens, Frankreichs undvor allem Deutschlands. Auch in der Band-, Posamentenstickerei und Spitzenindustrie ist ein stetes ZnMckweichen des Absatzes -zu verzeichnen. Desgleichen erliegt die 'Iutefabrikation der -Konkurrenz Indiens und ^Schottlands, Insbesondere sind jodoch die Deutschen infolge der unter Weltparität stehenden Löhne sowie ihrer wesentlich billigeren Farbstoffe ist -der Lage, zu fast konkurrenzlosen Preisen zu erzeugen. Neuerdings erschönrt auch Polen mit derart niedrigen Preisen auf dem Plan, daß ein großer Teil des Absatzes als verloren zu bWchnen ist. . Es wird also notwendig sein, daß sich der Erzeuger diesen einmal feststehenden Tatsachen anpassen und seine Preise am Beginn der Saison in einer ausländischen stabilen Währung festsetzon wird. Dies ist auch von. Seite einiger Großindustrieller trttt bestem Erfolg durchgefühtt worden. Nur besieht bei dieser Art der Preisfestsetzung für den Erzeuger -das große Risiko der rechtzeitigen Eindeckung mit Rohstoffen, bezw. — was .noch Mehr in «die Wagschale fällt — des rechtzeitigen Verkaufes bei jrt freinder Währung erzielten Warenerlöses. Besteht doch zwischen dieser! beiden Punkten ein inniger Zusamenhang und ist in der richtigen Ausnützung dieser Umstände die einzige Sicherung gegen Verluste gegeben. Die ununterbrochen schwankenden Devisenbewertungen sind jodoch nicht nur ein Nachteil für den Erzeuger, sondern für die Arbeiterschaft' geradezu eine Katastrophe, ha die gleichmäßige und dauernde Beschäftigung derselben fast unmöglich gemacht wird. Demgemäß ist der Arbeitsmarkt stark reduziert. Dia Brunner Textilindustrie zum Beispiel ist gegenwärtig kaum mit 50 Prozent der Friedenskapazität beschäftigt. Während sie vor dem Kriege rund 15.000 Arbeiter ernährte, vermag sie heute nur 70g0 bis 8000 Menschen-zu beschäftigen. Der Durchschnittslohn eines Textilarbeiter stellt' sich pro Woche auf 250 bis 300 tschecho-slowakische Kronen.' So halben sich die Bedingungen für eine Besserung der Betriebe nicht nur nicht gehoben, sondern vielfach - wesentlich verschlechtert. Die gleichzeitige Krise und Einschränkung der Erzeugung ist hauptsächlich durch das Verhalten der Regierung verschuldet. Die grundlegendste Bedingung für sine Entwicklung des Ausfuhrgeschäftes bildet nach wie vor die endliche Dt abi- I i s i e r ung' der W a h r u ng, da die ständigen DcrlutaschwankuMn die Möglichkeit einer Kalkulation nahezu'gänzlich ausschließen. Eine weitere. Maßnahme zur Belebung des Geschäftes jst die Regelung der Steuern,-die-die heimisch«' Produktion maßlos belasten. Es Ware daher sehr zu begrüßen, wenn auch die Gewerkschaften auf die Regierung in diesem Belange einen Druck ausü-ben und «darauf bestehen würden, daß die staatlich bewirtschafteten Werte ihre Preise, ebenso wie es der Industrielle zu tun genötigt ist, den Weltmarktpreisen anpassen. Es fei hier nur auf die immens hohen Postgebühr ->.v.und aus die stark über «der Parität der Mchbar- Zaaten stehenden Fracht- und Eisenbahntarife hingewiesen. Dem schädlichen Einfluß der Kühlen st euer und der durch oben diese Steuer bedingten hohen Preise für elektrisch e n S t r o m ist wohl die Hauptschuld mt diesen Uebelstanden beizumessen. In erster Linie müßte -die Regierung, die bereits die längste Zeit mit der Ermäßigung der ihr'zur Preisbildung antzeNrauten Mrlr aeztzM Lat, den Lre-iLabba». schon mit Rücksicht .darguf. .durchfsthM,. - als.- es gerade der tschechische Staat verstanden' hat.' Hlyr. Sinhe« der Paluta viel rascher 'als. LeutschD.eMi.ch oder Deutschland eben, diese Preise zu.Erhöhen.. , . . Der DevisEnhstHdeL in Budapest eiKqestellt. Budapest, 8. August. (N. T. K. B.) Die heutige Nummer des Amtsblattes veröffentlicht die bereits angeknndigie Dev.is envervr dnü ng.'« Dieeinzelnen Bestimmungen decken sich mit den voiu Finänzminister in Aussicht gestellten Maßmchrnen. Bis auf weiteres - ruh t-der' Börsenverkehr "in äusländischen. Valuten und Devisen. '' ‘ '' v; Die Devisenkurse. Im der'Bewertung .der österreichischen Zahlnngsmitto! .'ist nach den gestrigen Anftmgsknrsen in'Zürich keine Veränderung eingetreten. Die Auszahlung Mett wird mit 0.01 Letttime, die gestempelte Krone mit' 0.0125' Centinrcs notiert. Die'Auszahlung' Berlin.'hat sich-dagegen gehoben, sie ist voll 0.085 auf 0.72 gestiegen. . ' ' ' . . Streitigkeiten aus Lieserungsverträgen infolge der Geldentwertung. Bekanntlich obliegt die - Entscheidung " über die ^Fmge, ob' durch die Aenderüng des Geldwertes einevereinbart« Lieferrntz umörfchwinglichl wurde .und demnach eine Er-, höhnng der fcstgcsetzien Preise zu'erfolgen habe,'dem Einigungsamte "fiir' Streitigkeiten aus: Liefernngsderträgen. Bon - einer hal'bamdlichcin Stelle würden nun „Vorschläge für die BeurteilnttgLir der den. Einrgungsämtern - ''vorhehpltenen Streitig-, keilen über LiLserungsverträge" als Anhaltspunkt efür Beisitzer ausgearbeit-et. Dis jüngst stattgehabte Sitzung des Präsidiums des Vevbändes Oesterreichischer iAütonrobilhäMer.befaßte sich mit diesen.Richtlinien und stellte festz-.daß derartige'Weisnngm mit der Unabhängigkeit der Laierrrichter' unvereinbar find und es ganz! nnvetständüch' erscheint, wieso solche. Weisungen 'erlassen werden können. Insbesondere wurde au diesen Weisungen bemängelt, daß selbst' in dorn Falle, als am Tage des Vertrags« b schlusses^der Tagespreis in Barent verlangt^ wurde, .nachträglich noch AufschtÄge gezahlt tvetzdvn.sollen, da ein Kaufnrann, der den Kaufpreis zivar entgegennimmt, o'ber dann die Lieferung verlveigert,' nicht bloß einen Bierstoß gegen Trerr und Glauben -begeht, sondern ztverfeksohm '.in. Konflikt mit unseren Strafgesetzen kommt. Es wurde beschlossen, die maßgebenden Stellen auf diese gegen, die guten Sitten ver-stoßendon Richtlinien a-ufmerksam. zu machen und eine Belehrung der Beisitzer der Ginigungsämter zu verlangen, daß diese nur nach den Grundsätzen von - Treu und Glauben zu judizieren haben, sonstige Weisungvn und Richsiinien jedoch miHesetzlich -sind.?. Ein« Bauern-Textilfabrik in Dberösterreich. In Wels. ist eyre Textilfabrik.in BÄdUng begriffen,, deren Aktien ausschließlich bäuerlichen Interessenten gehören und die in einigen Wochen den Betrieb eröffnen wird. Bon-dem Kapital von 200 Millionen Kronen sind bis jetzt -125 Millionen' Kronen von' 6500 Zeichnern aufgebracht worden. Die F<chrik chird vorläufig über 1100 Spindeln und ly Webstühle Vevfugett ud ausschließlich . heimische Schastoolle' verarbeiten. Gleichzeitig wird, eine Propaganda zur Ausdehnung der oberösterreichischen Schafzucht betrieben. Die Borkriegsschulden in der Tschrcho-Slowakei. Wie das „Prager Tägblä-it" erfährt, IbeläufenZich nach einer ZusammenstellU'Ng des Ministerimns des Aeußern die' von der Tschecho- Slowatei . zu ü'bemichnlmden nicht sichergelstellten q l t e n ö st e r r r i ch i 's ch e « S tfi it lde tt auf 2606 Milliösten deutschösterveichische Kronen, 161,1 MjAionE Gul«dvn'in. Gold, 403 Mllionon' Mark und 65,6. Millionen holländische Gulden. - Abbau der Eisenbahntarife' in der Tschecho-Slowakei. Die „Prager Presse" meldet, daß turn l. Dezember ' eine Herab- 1 sehung der. Eisenbahntavist. für die Ausfuhr k o h t«, weiters für Bverm- und Stammholz sintretM werde. Während die Tarist für Exportkohle auf das Niveau der- Tarifs - für den Inlandsbedarf herabgesetzt werden, gilt für Brenn- und Stammholz ein Spezücktarif. Die neuem Tarife werden Samstag ve-röffentlicht werden. ' ' Neu« Zehndinarnoten. Äus Belgrad wird berichtet: Pie. Nationalbank gibt neue Zebwdirrarnote-n aus, die in Amerika gedruckt wurden. Die derzeitigen Banknoten blsiben bis aus tveiteres im Verkehr. ____ Wie«er War^nbSrse. . (Eigenbericht cher „Wiener Morgenzeitung".) D'e gestrige Worendö-se wies guten Besuch auf und für ewioe Gattungen Chemikalien' bestand mehrfach Änteresse, von welchen hervorzuheben sind Antichlor. Parasfin 50/52, Ammoniaktodä. Chromalaun loko. Weinstünsäure. kaiz. Glaubersalz, Kristallsoda mit Ausfuhr. Söd^ Biearb. D., Reisstärke, Kerns«fe. sowie Schellack. Infolge der nocb ungeklärten Lage, wozu auch die fremd- , ländischen Valuten das ihrige beitragen, war noch eine weitere ' Befestigung in . den' Chemikaltestartikeln unter Schwankungen zu verzetchnen. Naturgemäß Könnte man bezüglich des Angebotes Zurückhaltung beobachtest und eitiige Abschlüsse erlolglen zu erhöhten Preisen, von denen bekannt wuxdm: Bleiberger BleigMe »emahlen zu K. 6300. Dleiweitz chemisch rein zu Ä. 76Y0. kolz. Glaubersalz zu S. 600. Natronlauge 30" zu K. 450 ab niederösterreichilcher Fäbrik (exekutiv. Paraffin 50/52 weist ru K. 4900 Wien («xekuiw). Salpetersäure 36° zu £. 1100 Wien, Weinstemföure lp'eßig krift. zu K. 26.000 Wien. Z u m A us g e b o te g < l an g t e n: Alaun gtiekfvr»ig zu Mark 2S ttanfif, Bttterlalz techn. krist. zu Mark 750 ad Degensdurg, Borax tn Stücken, zu Mark 135, Ehromalaun . zu Mark 160 Wien, Chromkalt zu Mack 200, Chromnatron zu Mark 18>.>, Glaubersalz krist zu Mor'r 8. griechisches Kurz zu Lire 1.40 tronsti Wien. inlündif-l-es hell zu K.4000. Kali geldblaufaure» zu Mark 540. Kupfervitriol 30% (weißstege«) zu Mark 80, Salzsäure 20/22 rechn. rein zu Mark.12. Schellack H. or. pro 50 Kilogramm zu fi. 85.110, schnefels. Tonerde 17/18 zu K. 1000, Soda Biearb. B. zu K. 1625, Soda krist. zu fi. 530, Terpentinöl Wiener-Neustädter zu K. 17.020, Lapailwachs zu Mark 288 tranfit Wien, Montanwachs ( lliebeck) zu Maxk 36. Pelerswalder Kronen-Zinkwerß zu tfchech. K. Ut Paraffin zu tfchech. A. 4 Wien. Schwefel flonstella zu Lire 8! Wie», Paraffin 50/52 (Schuppen) zu poln. Mark 410 ab Pelrovlc. Oxalsäure zu Mark 150 frachtfrei ad Passau und Natriumsulfat kttst. zu Mark 60 tranfit Wien. Otle unijelf e hotten noch immer spärliches Äusgebot, aber auch die-Nachfrage hielt sich in engen Grenzen. Die wenigen Offerten, die Vorlagen, konnte man nur m aüsländischer Valuta an den Mann biingenviele Gattungen wurden ossenert - mräZstz» m eiütt «ckrtw Wäkruug. ugd IM» : Rümusöl l. 9. Ästgust^lSSS ftt.: 116| ■ Prejfung?» 8.64 l)o/(.. ßulicn./la Speiseöl Soja zu 5.50 -L; Schmeinefett p >re 'ard pro jno .<?g. zu 53.25 Dollar unv Med< z'nallebektran 1822 weiß zu 112 Ma>K frachtfrei Wien. . . .. ■ V ätz r,, Lehe ns m i t t e l- -ii.n5 o»I o ni-a t rö a r e n ficitten durch-eo§ feste Tendenz, infolge her zu hvhel Forderungen llihne sie jedoch.nur zu geringen Abschlüssen'. Aus i" dl'.en Artikeln konnte man Zurückhaltung beobachten.'««!!, allseitig schreitet man nur zur Deckung-des notwendigsten Peborfe» Ln den. meisten.Gattungen. lauteien die L)stertey w -fremdlan discher Valuta i'nd dies allein beeinträchtigte schon das Geschäft Sn wurde K a t f e«e Sanios fup^rior zll 73' Schilling ttansv Wien und Sul de Minas ZU 70 Schillmg. ab Lager Wien Rio Ilt und Santo^ Primes. wurden in österr^ Kronen offen«üt ersterer zu 19.002 K., lehierer zu 26.000 K. 'Auch e kostnü man nur in holl, gülden erhalten. Ch'ina Panjong zu 1.32 holl Gulbe'. Pecco orange zu 1.60 holl. Gulden,-beide Posten verzoll/ a'r Wien. In>''-'nd-sches Kakao p u l v e r erhöhte" den Preis' stand um 2c00 auf 11.600 K. ab Lager Wien, währenis kL holländische Ware' in Poksien zu 16.030 K. Wien, verzoll! g.'ven 0.48 holl. Gulden in der Vorwoche osteriert würde. Aiis« geboien wurde noch W-«s Burma tl neue Ernte z« 16/JO Sch'llinq Frachlbasis-Kamdufa und zu 15 Schilling franko Waggon Tr-e«r. Z ucker vermochte den Preisstand zubehaupt«^ man^ offerierte: Kristall zu 5.75 llchech. K. und Würfel /zü 6.65 tlchew. K. in Ganzlraggvns ab Grenze unverzollt üuvet« steuert.. Es lag noch gezuckerle holländische Vollmilch zu 8.50 hrll. Gulden pro Kiste (14 Unzen-Dysen): zum Kaufe, vor Biehrnörkte i» Ht. Marx./ (Eigenbericht-,per „Wiener Mörgenzestnng".) - . B o r st e n v i e d m a r k ü Ängemelüet 1578 Stück, avfgelr'eben jedoch n„r 1283, Stück, charuwei 220 Fleisch-und 1063 Fettschweine. Infolge he» hohen Standes der rumönilchen und jugoslawischen Valulen find die Preise st» FttlschwriUe, die zum Großteile rumänischerund . stgoslawischer .. Kerkunft . waren,^ nerisrlich . enorm gefliegep. .Gegen die. ..Vorwoche ,rc}a!iicrl^ eine Preiserhüstuiia yon, K. 6500' pro Kiliqramm. F'ei''chschweine ' haben sich ' um! A. 30.0'pro K'loäromm vcr e.-erl' Es nvl'«r'ien"Fektschchei«e, ^ungarische Kc 18.000. extrem K.-l8.S20,. nnnäNiiche"«. 16.009 dl» 20.000. jugoslawische. K. 18.u00 bis 20.030 und Fleifchlchwri«» (inlänbische). A. l2.5.00 . bis 14 000 pro. Kilogramm . LebW», gewicht. . ',' ,> P f e r d e m a r k t. Zum heutigen 'Markte wurder -45 Schlächter- und 556 Gebrauchspferde gebracht. Bei ledhattew Verkehre zahlte man Zugpferde, leichte K. 750.000: bis,1,500.000, fch.rrere A. 1,800.000 bis 4.000.002, Kutschpferde K. 1-.225.0Sf bi» 2.000.000; Pf-rde für Echlachtzweckr K. 2200 bis 4000 pr, Kilogramm Lebendgewicht. Verliner Börse. Sch lustk urf e: Türkische Lose 6050.—, Orsten, Staaisbohn 2720.—, Nordd. Lloyd S50.—. Vtt. SlbeschH fahrt 1075, Berlinrr Landelsgesellschaft 619.—. Kommerz. Privat« ba«k 282.—, Darmstädter Bank 266.—. Deutsche Bank 495.—. Diskonto-Kommandit 390.—. Dresdner Bayk 284.—, Ratiovali bank für Deutschland 269.—. Oejterr. Kredit 157.50, Oefterr Sänderbank 550.—, .Beichtbank 220.—, Wiener Bankverein 105L5, Wiener Unionbank lL0.--,.Allg. Elektriziiäts-Gefellschaf! 735.—, Bvchumer Sußstahl 1800.—> Daimler-Motoren 440.— Deutsch-Luxemburoer l775.—, Deutsche Waffen ü. Munsttv« 1880^— Dynamit Nobel 753.—, Fellen & Guilleaume 950,—,' Gelse», kirchener Berg. 1920.—, Th. Gvldschmidt 990.—. Larpene, Berg. 5100.—, Kitsch Kupfer 875.—, Köchster Farben 800.-^ Oohenlvhe-Werke 1150.— LaurohMe 2275.—. Mannesman», rbdren 1475.-^., Phönix Berabau 2500^—, Schuckert & Co 915.—. S'emen» tc Kolske 1425:—, Telephon Berliner SS5.— Berlin, 8. Augüst. Nach wochenlanger' Stagnation fdjet»! in die Börse sin frischer Zug-kommen zu wollen. Die pMttichen ErörievunHen spielten nur mehr eine untergeordnete Rolle^ Am Montanmarkt engagierte sich die vorn ausländischen Ren. temnarkt adwandernde Spekulation in ' größerem Umfange. Hier stiegen infolge anhaltender Käufe der Mrnzerne mancha Papiere des - Auslandes, die führenden westdeu-ti'chen Montan, werte 'mit Rhvinstahl-, Phönix-, Gelsenkirchener-, Deutsch- Luxeniburger- und Mannesmann-Llktien 'an der Spitze-um 100 bis 600, Reinstahl-Mien sogar mn 900 Prozent. In RückwirÄrng von diefor Lufsehen'erregende-n Auf'wärtsbetvegung. di« der Börse heute das Gepräge gab, belebte sich das Gechäft au', den anderen Märkten mit Kurssteigerungeü von 20 bis 5G imd für einzelne von 75 bis 100 Prozent, wobei.auch, eine -regere ■ Beteiligung des Publikums zum ersten MÄe seit längerer Zeit zu -bemerken war. Unter diesen Umständet! ist auch mit einer festen Haltung für die zu Einheitsküvsen gehandelten Papiere zu rechnen, wobei auch bereits vermehrte Kaufaufträge des Publikums Vorlagen. Anslandsrentenwevte sind in «den Hintergrund getreten. Mexikaner unb österreichische notierten zwar höher, aber Ungarische und Türkische schwächer: Das Geschäft erreichte aber, lang nicht mehr den Umfang der dergongenen Tage. Heimiische Renten, namentlich preußiche Kon- , sols, lagen fest, ^österreichische Bankaktien wurden nach den gestrigen Steigerungen heute realisiert. Am-Devisenmärkte waren die -Umsätze «bei schwankenden Kursen gering. Prager Börse. , Sch 1 »rßk « rse: Türk. Cis-nbahn-Anleibe 400 Krankt» 390.—, Bbh«. Uvivnbauk 422.—, Böhml Cskomptrbänk 409.—, Btt«. Sndustrialbank 434.—, Zivuostenska Banka 413.50, Anglobank 69,—, Oefterr. Kredit 23.—, Oesterr.-Ungar. Bank —, Wiener Unionbank 23.-, Wiener Bankverein 23.—. Buschtiehrader Eisenbahn Lit. k 1240.—, Lit. B 430.—, Ferdinands Nordbahk —. Prag-Dlixer —.' Ausfig-T>-plihei Eisenbahn 910.—, Nestomitzer Ziickerinduilrie —. Verein Eleklrizität Wien 50.-. Brosche -. Koliner Spixilus 825.—, Königshofer Zement 749.—, Breilseld-Danek 348.—, Binghofftt - —Simmering.'r 78.—, Rotkosieleher Textil 348.—, Alpin, Montan 325.—. Poldihütte 377.—. Prager Eilen 840.—, SKodl 465.—, Oefterr. B-rg u. Lütten 1030.-. Inwald S20.—. Prag, 8. August. Der Beginn der heutigen Bövs« vollzog sich mit Rücksicht auf das Ausbleiben der Wiener Börse und das Nachlassen der regen Nachfrage in zurückhaltender Stimmung. Später stellte sich trotz der leichten Besserung der österreWfchen Krone eine Abschwächnng ein, .von tvelcher hauptsächlich Jndustriepapiere betroffen wurden. Unvermindert fest war wiedevmn der Anlcigemarkt, aus welchem wie §wähnlich Staatsvapiere im Vordergriucke des Interesses nden. Mährische Werte wurden zu höheren Kursen ans 'dem arlte genommen, wobei zumeist teilweise Zuteilung vorherrcht«. Von Bankwerten besserten sich Böhin. und Mähr. Agrarbank-Aktien, wogegen Bodenbank-Aktien schwächer - tendierten. Wiener Bankwerte konnten ihre gestrigen Besserungen nicht voll behaupten. Von Verkchrswerten gewänneir Büschthievader A 100, B 10 und Ansfig Teplitzer-Mtien 60. K. Auf dom Jnidustvieaktienttrarkte zogen böhm.-mähr. Aktien im Kurse an, sonst war im allgemeinen eine Abschtvächnng vorherrschend. Auf dem Exotenmarkte ljat sich die Mehrzahl der Papiere abgeschwächt. Die Rückgänge, betrugen durchschnittlich 40 bis loO K. Die Schklßtendenz war abgeschwächt. Nils dem Devisenmärkte loar heute 'bei meist unvorändertan Kursen eher eine Neigung zur Abschwächnng vor- . bairderu 5dm trUL». Lerkebr cheNtiatLL M WLn.tM Berlin

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