Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1258 (1.8.1922)
- Date
- 1922-08-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sr'üe 4 Diensiaq Wiener Mvr^sttzeitiriiA. l.' Äuqrlft'l?LZ viplomatische Offensive begonnen.hätten, dis in gleicher Weife «vf Konstantinopel und auf Smyrna ab- Me. Frankreich und Italien würden MnMS ihre Grundsätze gegenüber Kleinasien aufrecht erhalten. Alles hänge jetzt von der Haltung der englischen Negierung ab. Aus diesem Grunde könnten die ilüterhandlungen, die in London stattfinden sollten, keinen längetörr Aufschub mehr erleiden. _^ Tagesbericht. Dleiweitzvergiftuuge» in ^>er Fami-ie drs Derlagsbuchhiindlers Eiülpnaael. Drirgerschullehrerin a. D. Miliza VukoSrankovies im Verdacht der Täterschaft. Im Mittelpunkt einer Krrminalaffäve steht wiederum tvle vor mehr als vier Jahren ein hochmtelligentes Weib, die jetzt 28sähriae frühere Bnvgerschullehrerim Miliza Bukobrankovics, die nämliche, die damals amgkelagt war, der Familie d-s Landesschi^rnspektors Pifsl nach dem Leben getrachtet zu haben, und die sich jetzt von dem Verdachte reinigen muß, die Familie des Verlagsbuchhändlers Ernst Stülpnagel, Inhabers des weltbekannten Verlagshauseä Karl Konten, mit Bletweiß zu vergiften versucht jyu haben. Wenn auch gegen die Bukobrantovics diesrna! wie dcnnalS nur Indizien sprechen, gibt doch die Tatsache, -daß eine und dieselbe Person bei so ähnlichen Krimiirakfällen durch bloßen Zufall inS Gcteaenhei'tsverhältni§ gekommen sein sollte, zu denken. Nach ihrer Amnestierung von der zweijährigen Kerkerstrafe, die ■ wogen der PiffbAsfäre über sie verhängt worden war, hatte die VukobnnckovieS sich bemüht, ein« paffende Stell« zu finden. Sie kanl zu der Verlaasbuchhandluuz Konegen als Kontoristm, wußte sich aber durch regen Eifer, große Intelligenz und Fleiß bald eine führende Stellung in dem Betriebe zu erringen. Sie tourde förmlich die unentbehrliche Stütze des Chefs, zu dessen Familie Fräulein Vukobrankovics i-n-fofern in lose Beziehungen trat, als sie mitunter in das Wohn-» Haus, 13. Bez., Einsiadeliegasie 35, kam, wenn sie eben zu referieren hatte, daß sie aber auch an hohen Festtagen zu Tisch geladen war. Kein Mensch kannte ihre Vergangenheit, kein Mensch wußte, daß die junge, hübsche und energische Person einmal unter' so schwerem Verdachte gestanden ist. Nun hatte es sich um die Mitte Juni l. I. ereignet, daß in der Familie Stülpnaael Schlag auf Schlag mehrere Mitglieder unter ähnlichen Erscheinungen erkrankten, erst der ISjöhrige Sohn Wolfgang, Schüler der achten Gymnasialklasse, daun der lOjährige Ernst Junior, Schiller der siebenten RealgymnasiaMasse, daun die Gattin drs Verlagsbuchhändlers, die 41jährige Dorothea' Stülpnagel, und schließlich Herr Stülpnagel selbst, der' 50 Jahre zahlt. Di« Erschünnngen .waren immer 5>ic gleichen: heftige Koliken, die kamen und ä^.'anten. immer ein Gefühl des unsäglichen Mißbehagens zurückließen. Di« Beschtvevden mußten vom Ma-aen kommen; bald war das eine Mitglied der Familie bettlägerig, bald das andere, zeitweilig am meisten die beiden Söhn«, die kraststrotzeltd gewesen, 51t Jammerbildern crbiw<>ertcn. Die Ursache drr auffälligen Erkrankungen schien auf den Magen znrückzuführen. Der behandelnde Arzt Medizinalrat Dr. Hugo Marcus nnttmaßte eine Vergiftung durch Speisen und stellte die Dia^ioft „Bleivergiftung" fest. Er nahm Proben aller Stoffe an sich, die in der Famllie zur Zubereitung der Nabrungsmrttel verwendet wurden, so von Mehl, Fett, Zucker, Semmelbrosel usw., und ließ sie in der „All^ureinen UnÄr'uchunosanstalt für Lebensmittel" rmterstrchcn. Das. Gutachten bezeichnet« Tvmkwasser, Mehl und Schweinefett als einwandfrei, stellte aber fest, daß in den Semmelbröseln geringfiigige Spuren von Bleüiveiß enthalten seien, daß aber der Staubzucker r-r }«**’•<*/» v-n 's-"'- hielt und daher als in hohem Grade gesundst ütsschädlich bezeichnet wurde. . Da di« Bukobrankovics mehrere Male für die Familie .Semmelbrösel eingekauft hatte, lenkte sich der Verdacht auf sie. Sie wurde verhaftet und wird nach Abschluß der Erhebungen dem Landestzericht ern-geliefert werden. Die Wirtschaft bei der Daro« Hirsch» Schulstiftung. Wir haben uns vor einigen Tagen nttt. der Wirtschaft bei der Baron Hirsch-Stiftung befaßt und. auf die Behandlung der Lehrer hingewiesen, welche die Stiftungsleitung aufs Hungeretal gesetzt hat und unter nichtigen Vorwänden abzuschütteln sucht. Bon einem Lehrer der Stiftung in Galizien erhalten wir eine Darlegung, in der es heißt: Was dieses Kuratorium an Gehalt manchen Glückspilzen von Lehrern bietet, ist eine Ironie, welche zu Wahnsinn und Verzweiflung treibt. Per sehr guten Lehverfolgen (was sehr gute Lehrcrfolge bei solcher Wirtschaft bedeuten, braucht hier nicht erklärt zu werden), erhält ein Lehrermonatlich, sage und schreibe 16.0 0 0 bis 2 0.0 0 0 polnische Mark. Ein erbärmliches Existenzmmimum ist mit 50.000 bis 60.000 pol. Mark zu beziffern. Aber infolge von Verdrehungen und Ausflüchten erhielt daS GroS der Lehrer der Baron Hirfch- Stistlkng gar kerne Bezüge und.zu diesen gehöre auch ich. Mit Zuschrift des Kuratoriums der.Baron.Hirsch-Stiftung,wurde ich aufgefordert, den Dienst in der DtiftungSschule in Jagielnica anzutreten. Ich habe meine Tätigkeit ausgenommen und erhielt nur 10s deutschösttr^ichifche Krone» Heute begümi ’ ein neues Alwnnsmml aus die .Wimer Morgenzciumc,". Wir bilkm die B'".ugsssdi>hr sofort elnzuzählrn. damit de Zuendnng ö.'S Ä!a>les keine Unterbrechung erleide. - Für Wien (durch Post oder in einer Trafik) und dos übrige Oester rM monatlich r>000 §i Die Vezugsgebühren für das Ausfgnd sind am Kopse des Blattes erltd-tlicJ). monatlich, d. i. 88 poln. Mark, kein halbes Laib BrütN In der ersten Hälfte des Monats November 1921 erschien bei mir der Stiftungsdirektor H. Sperber und zeigte mir eine Vollmacht deS Kuratoriums, in . der er ausgefordert wurde, die Baron Hirsch-Stistungsschrcken in Galizien zu reaktivirreiz. und worin den Lehrern für ihre Tätigkeit 16.000 bis.20,000 Poln. Mark monatlich bestimmt wurden. Dieser Herr hatte Gelegenheit, meine Not zu sehen und versprach mir, rasche und ausgiebige Hilfe, das ist die.Auszahlung des Gehaltes ab 1. September 1921. Außerdem erhielt, ich eine Zuschrift des Kuratoriums, in der mir für die Dienstleistung ein Gehalt im Betrag« von 16.000 bis 2g.0o0 poln. Mark monatlich in Aussicht gestellt wurde. Ich erhielt aber, wie vorher, monatlich mir 83 Poln. Mark!' Ich urgierte. mein mnumstößliches Recht aus den versprochenen Gehalt, auf Grund der angeführten Zuschrift und erhielt darauf eine Zuschrift, nur von Doktor Ascher unterfertigt, 0 hn «11 nterschrift des Präsidenten des Kuratoriums, in welcher u. a. folgender Satz bemerkenswert ist: „Es ist ganz irrelevant, ob imd.was Ihnen Inspektor Sperber versprochen hat."ü1m nichts zu zahlen, wird von Dr. Ascher sogar sein JnsMor, der mit einer außerordentlichen Vollmacht versehen war, desavouiert. Ich wurde-nun ab 1. September 1921 in den Ruhestand versetzt. Das Kuratorium drückt mir bei dieser Gelegenheit die besondere Anerkennung für meine gewissenhafte und-pflichttreue Dienstleistung aus und bestimmt mir eine Pension von 1560 deutschästerreichis ch e n K r 0 n e u jährlich, d. i. 4 0 0 p 0 l n. Mar k, so viel kostet hier ein Laib Brüt. Die gefährlichste Waffe des Kuratoriums ist die Dienst- Versetzung der Lehrer. Lehrer, welche an einen anderen Dienstort vesetzt, werden, erhalten ccks Vergütung der .U-ebersiedlungskosten höchstens 20.000 poln. Mark, welche nur einen geringen Teil ver tatsächlichen MmimMbersiedlungSkosten darstellen. Ist nun der Lehrer nicht imstande, diese Spesen allein zu bestreiten, so wird er m den Ruhestand versetzt und bekommt eine Jahrespenfiorr, für welche er sich einen Laib Brot kaufen kc-nn. Wie lange wird nun das Kuratorium noch gegen diese Anwürfe schweigen und wann wird es sich endlich herbeilassen, öffentlich Rechriung Zu leDn?" / Keren Kaie«eth l'Ijrael, Jüdischer NottonalfvrdS, II.. Tabvrsträße SÜ.Tfjephon Nr.4S.Z.;6. Ausweis Nr. 9/4 vom 21. bis 28. Juli 1922 : 637.124 K. 3m Jahre 1922 insgesamt 1S.8Z5.904.7S Ä. ch, G r v tz - K a.i nr 4. Bezirk: 2(0: 6. Bezirk: Fofua Back 5000: 7. Bezirk; Z. Äah 3100. Zentrale : Awodah. Ver. ak. ung. Luden 10.000, VerirsebsgestMüft Zwri 8000. — 1. Bestrk: Tempeisp. Dr. Isidor Klaber 8000. — 2. Brzirk: Smig. Kimmelheint 5600, Beihans» verein Testlai'-Ielchurlm 18.410: Srez-Istael-Weihmann-Kain d. Ledensohn: Kaltensieuer vom Garlensest 20.00 0. — 4./5. Bezirk: Alexander Äirlchhorn: Zwi U. Äebekka Kirschhorn a. N. Alexander Si. 2000, S1; N. lOco. 8. Bezirk: Ka hl u. Cyale Rieß-Ka n : Smlg. Dr.Vietz98.400; Tempeloerein N-udeygerg. 8100. — 9. Bezirk: Abr. Novmsvhn-Kdin: Dr. I. Rodmsohn 32.018; Lr.meä. Ghetson Bernstein 3000, Sew Keß'tr 80(.V. Div. 500.— 10./H Bezirk d. <5. Löwensiem: Garten Gotifried: d. K. Weiß lo.fco, llnkas 10 000. — IS. Bellrk: Beth. XVl. 13.000. - 19. Bezirk: d. F. Radler-Feldmanu: Sm>g. b. Kochzeit Dr. Lakod Loel Ke-zbaum mit Frl. D. Landau in Baden am 12. Luli 54.000, Familie Dadirr-Feldmann li'.OOO. Kerr Sege 5000, Tempeloerein Döbling: Mor. Margulier 5000, Sqlom Allbach 1500. Bela Frankel 3000. Lng. A. Brückner 3000. — 20. Bestrlr: Lugendgruppe XX. Liullurieklion: Reinerlrog bei Kerzl- Feler 30.000, Kilachduth 1771, Zwn. Bandbeamie: Sm!a. Wiener Kommcrzialbank d. Oswa'd Schor: Keimberg 10.000, Treuer d. Fried, mann Schor je 2000. Dw. 3655; Bruck a. L.: Frl. Lda silamka 2000. Glscnstadt: Zion. Orl-grtippe d. Äakob Äuxbaum: Uebnschuß b' Telegr^mmablöse 6420; Sl. Pölten: D. B. Schwager: Kermann Löw 1532, A. Körner 1565, Dio. 5185; Villach: D. Math Spte-er: Morih Fischdach 50.0. 0. F scher & Spierer 45.000, Levp. Tzuka (Spital) 2.05. Lüd. Tiichrunde 8310. Fischer L Kader 17.000: Dainlorn: Israel Guitman» a«!. d. Genesung seines Sohnes und. seiner SchwLyer'n 10000. Rlchtigslettuna zu Aurw. 9.2: soll heilen ,Gr. Pokorny für Dr. Otto Koch 5000. * Jüdischer Hilfsverei« in Wien. Der vom Verbände der israelitischen Humanitätsvereine - „Bnai-Brith"/ in Men gegründete „I ü d i s ch e H i l s s v « r e i n" hat sich zur Aufgabe gestellt,, den Lebcnsstand. der jüdischen Angchöplgen des M j 11 e l st.a n d e s>. bie bekanntlich. mehr als anderen Bö- ’ völkerungsschichten unter.der schweren Not der Zeit leiden, durch Erschließung nmer Erwerbsquellen zn heben.-Franep und Mädchen^ans Mi 1 telst.andslreis.en finden. beim HllfZvevein« stets Heimarbdii zu den höchsten Löhnen, da er nicht aus Gewinn arbeitet. Der Verkauf der von den ' Ävbettermnen fertiggestellten Arbeiten erfolgt durch Damen der Mitglieder der Bnai-Brith-Veremigungen und der -BexWftÜbexschuß. füllt des-.- büreffrndm^. WbOWstumr -M ArbLitsunkundige erhalten dortfelbst unentgeltlich U«ttrr'cht in verschiedenen Techniken der Heimidustrie,und be-- Skehsn während der ^rrterrkchttzest fchorc Entgolt für ihvs> Arbeitsleistungen. Nähere Auskünfte erteilt das Sekretariat des-. „Jüdischen Hilssvereines", 9. Bez., Berggasse 4, Tür 14. * Amnnüssn gibt auf* Nach einem in London elngefrofiemwit Äadwgramm tat A m u n d s e rn der am 29. Luni an Bord der..Maud" nach dem Kap Bacrnw. dem nördttchsten Punkt von Alaska, gligeganaen war. die Absicht, von dort aus aul einem Aeroplan das Polarmeer zu üdersiegen, mit Rücksicht aus die vorgeschriltene Jahreszeit für heuer aulgsgeben. * Der Seuchenherd Europas. In der Ukraine, in der .^r>m und in Sibirien breitet sich die Choiera in beunruhigendeie Weise aus. * Im Fluge um die Wett. Aus L 0 n don wird durch ~ Funklpruw g-m.'ldel j Major B I a k e »st auf seinem Fluge um d-e Welt in Labore sinqetrofsm. Die Landunu vollzog sich we-'en des kerrschenden starken Sturmes unter-sehr schwierigep Ilmstünden. * Die Volksspeisehalle „Einheit", 2. B«z., Malzgasse 12, ist wieder eröffnet und zwar sowohl die allgemeine Ausspeisnng als mich die Mittelstandsabteilung. * Todesfall. Wie wir erfahren, ist vor einiger Zeit in Prag der Restaurateur Herr Siegurnnd Stein nach kurzem Leiden plötzlich verschisden.v Viel« werden sich des wackeren. . . _ _____ Bestrc bnirgen unzerer Bewogring voll ihren frühesten Anfängen an lebhaftes Interesse -und stand stets willig im Dienst-: der ihm heiligen Sache. Er war auch einige Jahre im Bureau des jüdischen Nationalsonds beschäftigt. * Empfang der Ehieagoer Gemelnderäte km Rathaud. Die Abordnung der Ehieagoer Gememderäie die derzeit^ in. ds)ien weilt, wurde gestern vormittags im Rathaus von Bür-.- germeister Reumann empfangen! Nach , den Begrüßungsreden stellte der Bürgermeister den Gästen di« erschienenen Beamten der städtischen Betriebe vor, die sodann die Führung durch . eine kleine Ausstellung übernahmen, die das Stadwauämt zur Orientierung über die Wiener Straßen-, Ban-, Verkchrs-. und Wasseranlagen veranstaltet batte. Von dort begaben sich die Gäste in Sonderwagen der Straßenbahn zur Besichtigung der Anlagen selbst. „ . ' ■ »Preiserhöhung für Postganzsachen nnd Pöstvor« drucke. Da die Kosten für Papier und Herstellung neuerlich stark gestiegen sind, wird mit Wirksamkeit vom 1. August der bisherige Aufschlag auf Postganzsachen und der Verkaufspreis der Postvorducke erhöht. diesem Zeitpunkte beträgt: bei Postganzsachen der Änfschlag zum Werte der aufgedruckten Marke: bei gewöhnlichen Ka rte nb r.iefen 15 K., bei Po st an Weisungen 12 K., bei Postanfiragskarten mit anhängender Postanweisung 32 K., bei Rohrpostkarten. b r i e f e n 15 K., der Verkaufspreis mit Einschluß der Stempelgebühr bei. gewöhnlichen P 0 st b e g l e t i a b r c fsen 12 K., bei Nachnühmepostbegleitadressen 24 K.; Postanweisungen ohne anfgedruckte Marke 12 K., P oft austrag sb lat t mit/Postanweisung 32 $,ti H^jMMWpefuDschlag 32 A, Geld- ., briesumschlag 40 K'., Steneremzahlungsschein 22 K., . eins Päckchen einfacher Postkarten ohne Anfdmck (zum behördlichen Gebrauche) 160 K., ein Päckchen solcher Doppelpostkarten 350 K., ein Päckchen stempelgebührenfreier Postbegleitadresien 350 K., eine ZollmhaltserKärnng 12 K.. Die bereits vorher zu den bisherigen Preisen gekauften. Postganzsachen dürfen ohne Auszahlung des Aufschlags-, Unterschiedes, solche Postvordrucke ohne Auszahlung des Preisunterschiedes fett Pvstverkehre weiter verwendet werden.. * Ablauf der Gültigkeit der Briefmarke» der Ausgabe» 1919, 1920 und 1921. Vom 1. Angnst em gelten nur mehr Briefmarken der diesjährigen Ausgabe, daS sind solche mit dem Bild der Kornähre, beziehungsweise des Hammers Und der Zange, und solche mit der Abbildung des werblichen Antlitzes. Die Briefmarken der Ausgabe 1919, 1920 und 1921 treten , mit 31. Juli außer Verkehr und können in der Zeit vom 1. bis einschließlich 8. v. bei jedem Postamt kostenlos gegen neue Briefmarken vom gleiche« Gesamtwerthetrag umgetauscht werden. Hellerbeträge bleiben, unberücksichtigt. Auf. anctlich ausgegebenen Postkarten und Kartenbriefen als Cr-, gänzung der Postgebühr aufgeklebte Briefmarken der Ausgaben 1919,. 1,920 und 1921 werden noch bis Ende September im Postverkchr als. gültig behandelt. - * Vier MiMone» Morst -efrandrerk. Von einem Lübecker Postbeamten wurde gestern wöstrend ein*S! Transportes ein von der dortigen Filiale der Neicksbänk aufaenebenes Wertpaket. dasvierMslltanen Mark in'Bargeld entkielt. unterschlagen, von dem Defraudanten. fehlt trotz sofort aufgenommener Verfolgung jede Spür. * Der T«ris-Dystkor als FkochlvrlekfÄwrMer. Der SÄöKrige Dr. für. K a r l P a u l I a n K u nach der Lfchecho- Slowakei zuständig, hier im 8. Bezirke wöhnhirll, hat unt»r dem Namen «0 t e r" ein Kandelsunlernelnnen gemündet, dar fi'b mit dem Vertriebe von Textilien aller Art befassen, sollte. Sr ist vnn hier nach München gefahren und hat dort «n kleineren Mengen Textilien verschiedener Art und Äunstseide angekault und sie angeblich an feine Wiener Adresse aufgegeben. Die Frachtbriefe fäischfe er auf höheres Gewicht, und auf Grund der so gefälschten Flachibriesdupsikate entlockte .er Firmen Summen iür die in Aussicht gestellten Lteterungen. die aber nicht in dem versprochenen Umfange ewtrafen. Zwei Wiener Garnhändler haben am 25. d. gegen Fanku die Deirugeanzeige erstaitett Er wurde dem Sicherhettebureau ürerstellt und gestand feine Betcüakreien e»n. Den Schaden; den 'die Firm n auf 11- Million/n Aronen beziffern, hat er teilweise. s,ukgemacht. Er wurde-dem Lande5gerichke eittgell-ieri. * Ein Preisträger. Die Aca-dcmie Franca ist fwl letzte Woche den Schriftsteller Bertranv Gnegan. durch einen Preis ausgezeichnct. Guegay ist der aüerkannte Vertreter der - kulinarischen..Wissenschaft. Er hat in den letzten Jahren durchgewissenhaft« Sichtung der. gedruckteir ünd. üttgädruckten Do-- kttinent« di« groß« Tradition der französischen Küche festgc-leat. Im Rhein-Verlaa zu Basel erschmit in wenigen Wocyen wt deutschst Sprach« «ttt vort^'^M -MchMM Hirsclienhäiis