Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1258 (1.8.1922)
- Date
- 1922-08-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Dienstag Hk. 1858 '_ _;■ E5wum«tattDet!: „Die Meister der fvanzSsichm Er «u» acht -Jahrhunderten. Die besten Rezepte der berühmtesten - Koche, Kuchenbäcker und Likörrnachor Frankreichs von IM bis hMe." Das reich illustrierte, auch kulturgeschichtlich interessante Mrk soll durch Subskription in einmaliger VorzngsauSgabe verbreitet'werden. - Kindersthnfucht nach der. Schweiz. Aus ihrer WohMng mrMeidling sind seit dem 22. Juli die Kinder des Hausbesorger, chepaaves I n r a c z k ch diie 14jährige Emma Hahn, Tochter der Frau aus erster Ehe, und die 9jährige Helene Juraezka vermißt. Emma Hahn war vor zwei Jaihhrvn durch eine Hilfsaktion in der Schweiz. Sie hatte sich dort sehr wohl besnnden. Die beiden Kinderwurden zuletzt .in Li uz gesehen. Sie wollten offenbar ohne Paß, ohne Visum, ohne Geld nt die Schweiz reisen. * Gestohlene Valuten. Aus einem gewöhnlichen Briefe wurden zwei Noten der Bank von Holland gestohlen, eine nut Bezeichnung „A. U. 098927", die zweite mit Bezeichnung „U. A. E. 036748", die erste auf 60, die zweite auf 40 holländische Gulden, gestohlen. * Ein Perlenhalsband um 20 Millionen verschwunden. Dem Privatbeamten Heinrich Silier ans Klagenfurt, derzeit im Hotel Erzherzog Karl wohnhaft, ist heute nachmittags, zwischen 4 und 5 Uhr, auf dem Wege von der Mariahilferstraße im öLer-Straßenbahnwagen bis zur Babmibergerstraße amd von da im Ak-Straßenbahrrwagm bis zur Pvaterstraße ein HMbarockes Perlenhalsband, bestchend aus 6 Reihen mit 336 großen Perlen und goldener Schließe, im Werte von 20 Millionen Krollen verschwunden. Nutzer dem gesetzlichen Finderlohn ist auf die Wiedererlanglmg eine Belohnung von einer Million Kronen ausgesetzt.; * Wiederaustreten des Schwindlers bei Künstlerinnen. Bor einigen Wochen hat ein oeriebener Gauner darstellende Künstlerinnen heimgestrcht. Er fand sich unter der Maske eines Musikkritikers oder eines Impresarios bei 'ihnen ein, wußte sie dadurch, daß er ihnen glänzende Gagen in Msficht stellte, zu Hemden, Gastspielvertrage abzuschließen und lockte ihnen unter glaubwürdigen Vorwänden Geld oder Juwelen heraus. Nun Ist der Gauner wieder aufgstcmcht. Er erschien bei Frau Olga Höffern-Saalfeld, stellte sich als Konzertagent Doktor Gaghaltor vor, und machte der Dame -den Vorschlag, ihr ein glänzendes Engagement zu verschaffen. Unter einem--Vorwand entlockte er chr eine goldene Schweizer Armbanduhr mit silbernem, auf einer Seite oxydiertem Zifferblaii, im Werte von 800.000 K. Der Gauner wird jetzt geschÄdert als etwa 30 Jahre alt, mi'ttelgvoß, .mit schwarzem, englisch gestutztem Schmivrbart, schwarzem, gescheiteltem Haar, dunrelgvauem Anzug, gestreiftem Hemd, weichem Kragen, braunen Schnürschuhen und grünem FiWlt. " * Eine Explofionskatastrovhe in Spanien. Ans Madrid wird vom.31.. Juli gemeldet: Gestern früh ist in Ciutad Real eine im Lager des Vertreters einer spanischen Explosivgesellschaft befindliche Dvnamitpatrone explodiert. Es entstand eine Feuersbrunst, die aber von der herbeigerufenen Feuerwehr und einer Abteilung Artillerie auf ihren Herd beschränkt werden konnte. Bis hellte früh tvurden sieben Tote und zw a nzig.Verletzt e unter den Trümmern des Gebäudes yervorgezosen. * Organisation der jüdischen Kolonisten in Argentinien. In Buenos, Aires wurde eine Konferenz prominenter jüdischer Persönlichkeiten abgehalten, die st-b mit «der Bildung einer Organisation zum Schutze der jüdischen Kolonisation und deren Tiäger -befaßte. Die Konferenz wählte ein Komitee zur- DurchfiihEg 'dererforderlichen^ Ävvabbeiken ' für' die Schaffung diefer OrganisÄi m >> Nach den MitteMngen der jüdischen Presse Argentiniens ist zu schließen, daß zwischen den dortigen jüdischen landwirtschaftlichen Kolonien ' und der Jea-Berwältung einige Unstimmigkeiten bestehen, welche auf die Entwicklung der Kolonien ungünstig einwirken und unter den Kolonisten eine starke Mißstimmung erzeugt haben. * „Hadoar" als Wochenblatt. Die eirlgegangem hebräische Tageszeitung „Hadoar" in New-Aork' wird nunmehr als -Wochenblatt erscheinen, 'das vorläufig.vom Zentralkomitee der Histaldvnt Jbrith herausgeKen.wird. ($. E. B.) , * Wetterbericht. Düs Wetter ist in Oesterreich wolkenlos und warm. In. Deutschland mäßig bewölkt. In Westeuropa ist Abkühlung emgetveten. Vorhersage: Zunächst noch vorwiegend heiter, dann zunehmende Bewölkung, Gewitterneigung, später Westwetter mrt Temperaturäbnahme. * BrgrübniffL am heuttgen Lage. Zentralf i t b b o f: 9 Ilhr Braunmer ®Ife, lo Mbr K o f \* mann Oltl e. 11 U!u* Simon Solomon, 11 Uhr 45 Mim Scheuer Joses. -■» e u e r F r i e d h vf: 9Ahr K ü rti Ludmilla, 10 Uhr S t o r e cb Sawmvn, 10 Uhr 30 Min. Q u i t t n e r L u d w i g, 11 Uhr S ch war z Saii, 11 Uhr 30 Min. C h e m t v b Mayer. Miierrse "1. August 1828 Seite 5 Bühne und Kunst. Paulsen — Burgtheaterdirektar. Bttvgschauspielor Max Paulsen wurde als Nachfolger Antoy Wildgans" mit der Leitung des Durgtheaters betraut. Dazu erfährt die ParlamentskorreisponidLnz; Das Burg« theater kommt in die folgende unhaltbare Situation: Es hat nominell einen Direktor, der beurlaubt ist, mvd einen Leiter, dessen definitive Einsetzung in -die Buvgtheatergeschäfte aus 'Gründen persönlicher und privater Mtur kaum denkbar ist. Denn Paulsen ist bekanntlich der Gemahl der Iran B leibt re u, und schon zur Zeit, 'da der verstorbene Baron Berger Burgchoaterdivektor war, spalte der Umstands daß der, Direktor des BuWheaters gleichzeitig der Gatte vonBtella Hohenfels war, eine große Rolle. Im Burgtheater, dessen Mitglieder zum großen Teile fern von Wien weilen,, hat der Ausbruch der Sommerkrise großes Aufsehen hervorgeruscn, und es verlautet, daß Persönlichkeiten des Hauses, die der Führung der Geschäfte immer nahestanden, nach Wien kommen werden, um über die neugeschaffeue Situation zu beraten. Dr. Anton Wildgans will den, weiteren Verlauf der Dinge in seinem Sommecheim - in Mödling abwarten. Er hat sich von der Krankheit, die' ihn einige Zeit ans Krankenzimmer feffelte, bereits so weit erholt, daß er sich-wieder seiner literarischen Tätigkeit widmen kachn, * In der Volk i o p e r' geht' heute „L a T r a v i ä t a", morgeit „EavalIerta ru st s c a n a" in Szene. An diesen beiden Abenden' gastieren Herr" Heinrich Schlnsnus als Germont, beztv. Tomo, Frau Friedl Böhnl als Violette, bezw. Nodda, und Herr Anton Ludwig als Alfred, bezw. Canto-. In der Renaissanceb ü h n e eröffnet heute Ludwig . tärk ein kurzes Gastspiel in dem Schwank „Die Causa Kaiser". Ludwig Stark, spielt die Rone des Georg Kaiser.- In den weiteren Hauptrollen sind die Damen Magda Garden, Maja Seriug, Cornelia W'ldt und die Herren Rudolf Zeffel, Julius Anvich, Reinlpld Siegert, Josef Eichinger, Heinz Machold, Haus Römer befchäftgt. Beginn halb 8 Uhr. .,Im Wiener Komojbtenhaus gelangt täglich, die llgreiche Posse „S ch üm'm el.Ma ch t a l-l es" von Karl Marfeld-Neumann.iMrslk' von Edmund Eysler, mit >den Gästen Otto Glaser, Viktor Flenmning, Tvude Tvanbert. und Hans Meiner, deren Gastspi-el für den Monat August d. I. verlängert wurde, zur Aufführung. In der Rolandbühne gelangt heute im Nahnren „Scherz und Ernst in der Erotik" (Direktion Karl Miksch) zur Aufführung: „Die Lampe -der Hero" von Karl Miksch, „Ich habe mich getäuscht" von Felix Fischer, und „Einbruch" von Friedrich Povges. Das „Nr. 69" von. Horst feiert seine 25,. Auf- 'ührung. In den Hauptrollen: Emmy Flemmich als Gast, Kurt Labatt, Karl Hübner und Karl Miksch. Das Böhmische Qüartett an das Prager Staatskonservatorimn berufen. Die Mitglieder des berühmten Böhmischen Quartetts werden demnächst zu Professoren des tschechischen Konservatoriums in Prag ernannt werden, pnd zwar Josef Suk an die Meisterschule für Komponisten, Hofmann als Nachfolger Ondriceks an die Meisterschule für Violine, Herold und Zelenka an die Jnstrttmentalschule. GerichLssaal. Der Generaldirektor int Werkbach. Sämtliche Angeklagte freigesprochen. ' Nach durchgeführter Berhäüdlung wurden sämtliche'Beschuldigte von der Anklage frei-gesprochen.. Der Vorsitzende Oberlandesgerichtsrat D'r. Korn, bemerkte zur Begründüng des Freispruches, der Schöffensenat sei zir der Ueberzmgung gelangt, daß den Angeklagten kein strafbarer Tatbestand' nach, gewiesen werden konnte. Das Beweisverfahren habe nicht ergeben, daß die vier Angeklagten im gemeinsamen Zusammenwirken und im Bewüßtsem einer rechtswidrigen Handlung vorgegangen sind. Der Prozeß gegen die Mörder Landaus Aus Budapest wird uns gemeldet: In: Strafprozeß, gegen die wegen Erpressung angeklagten Mörder Laüdaus Ivuvde der militävische „NeHerchchv" Toth einvernommen,. der ausfevgte, daß man Landau geprügelt und gepeinigt habe. Auf die Frage des Vorsitzenden, warumer Landau geschlagen habe, antwortete Toth: Weil ich wußte, daß er ein Jude sei, und' zweitens,- weil er den größten Matm Ungarns beleidigt hatte.'Dann begaben wir uns in die'Zelle des jungen Landau. Sipos gab ihm dineN Hieb, so -daß fern Augenglas herabfiel. Ich nahm den Kopf Geza Landaus zwischen die Füße Und hieb ihn nrit der Hand. ' - ' Sipos. gibt - auch zu, mit dem- R e v o l v e r geschlagen zu haben. . Sipos, der Hau-ptpeiniger der beiden Landaus, habe den Generalmarsch blasen, lassen, um den Jaimner .der HMinigten zu übertönen. Nach - einigen Tagen dernahm ich' von einem Detektiv, daß der alte Landau einen Selbstmord begangen Habens nahm mich wunder, daß ein 'Jude, der sein Leben so lichte,-sich erhängte. Wir begaben uns mr Automobil in die Kaserne ... . Präs.; Ohne Automobil machten sie keinen Schritt. Toth: Ta lag Landau auf dem Fußboden. Am Handgelenk sah man'zwei Schnittwunden.^ Neben ihm lag ein Messer und der Hosenträger, mit dem er sich aufgehangt lhatte. Bon diesem schnitten wir uns alle ent Stück als TaliSma n äb.' Im ■ weiteren Verlaufe seiner aüsfilhrlichenAussage erwähnt der Angeklagte Becke r, er habe nach der Interpellation Ruperts viele anonyme - Briefe erhalten. Deshalb hielt er es' für rätsant, sich unter dm' S ch u tz.Ivan H<jjäs'-4u Setzobem- -- ' Der Präsident bringt ein Schrlfistück zur Verlesung, Ivorin der Angeklagte Becker sagt, Elemer Landau hätteerKLrt, die FamUie sei zu jedem Opfer bereit, wenn die beiden Landau befreit-werden.' Die Familie soll also nicht sparen. . > Präs.: Warum haben Sie diesen Brief geschrieben? K i s s: Es wurde mir anbefohlen. Jir jenen Tagen — Sie wissen es ja, Herr Präsident—Mußte man sich vor jedem fürchten. Als erster Zeuge ivurde der Advokat Dr. Bela Landau, ein Neffe Adolf Lartdaus, einvem-mmen. Er sägte aus: Bei mir erschien Dr. Eugen Somo g'yi, dtzr' Adjunkt des Advokaten Dr. Deskder Ghözy, 'nnd sagte: Der Onkel hat sich erhängt. Jetzt -handelt es sich darum, ^wenigstens Geza Landau zu retten. Dies ist mit 300.000 K. z u b e w e r k st e 11 r g e n. Ich verwahrte mich gegen diese Zumuttmg, doch Somvgyi blieb dabei, das Geld soll bis 4 Uhr nachmittagszur .Stelle sein. Er müsse bis dahin der G-Wteilung Bericht erstatten. Als Mm Vater heveinkam, wollte ich ihrn den Tod-seines Bruders zartfühlend bekanntgeben, doch Sotnogyi teilte es ihm in bmtaler Rücksichtslosigkeit mit. Gegen Abend ließ mich Dr. Somoghi vtlsen: Snrd die 300.000 K. zur Stelle?.Nein. Ich kann ^n Betrag nicht auftreiben» Somogyi bestand jedoch auf der Forderung. Die G-Abtc ilung lasse nichts nach! Als ich heimlam, besuchten mich Dr. Rupert und Dr. Gyözö, die mir Vorwürfe machten, wie ich mich als Advokat einer solchen Prellerei anssttzen konnte. Rupert verbat mir, mit dort Erpressern weiter zu verhandeln., Sie kamen mit Gyözö dahm ,überein, noch im Laufe der Nacht . die Erpresser' bei der Stadthaupttnannschaft arizuzeigeu. Als Rupert Somogyi zur Rode stellte, sagte dieser: Bitte, Herr Abgeovdeter, hüten Sie sich, 'an diese Artgelegenheit zu rühren. Sie >habeit es hier niit M ä ch t e n ju tun, denerr nicht gewachsen sind, In der Venhaudlung ist bereits konftätiert worden,, daß die beiden Laudatt einer Tortur mit. La P is unterzogen wurden,'bas ihnen mit e'mvm Pinsel in den Aster g-eftrichen wurde. T-agu, wurden sie genötigt, ein antisemitisches Schmählied zu singen. /' Gebühren der Geschworenen. Schöffe« «nd Bertranenspersone«. Eine Verordnung des B u n d e s m i n i st e r i u m s für Justiz verfügt: Geschworene, Schöffen und Vertrauens-' Personen, die vom Tag- oder Wochenlohn leben oder sonst auf Erwerb angewiesen sind unti durch den mit ihrer Verwendung verbundenen Zeitverlust eine fühlbare Einbuße erleiden, erhalten außer den allfälligen Reise- und Aufenthaltskosten ohne Rücksicht auf ihrüt Wohnsitz für joden Tag, an -dech sie Mr Sitzung erschöinekt ein Taggeld, dessen Bevechnungsgrundl-age je noch dem Sitze des Gerichtes oder der Kommission bis Ms weiters beträgt: in Wien 260 K., in einem.Orte der Orts- - klaffe 1 246 K., in einem Orte der Ortsklasse 1ä 232 K., in einem Orte -bet: Ortsklaffe 2 218. K. Diese- Beträge ändern sich in jedem Monate in den: gleichen Vechältniffe, in^ dem die nach dem Besoldungsgesetz vom 13. Juli 1921 entfallenden, um 500 K. vermehrten MonatsheügL (Gehalt, ÄktMschl-ag' und Teueruugszuschlag) der ledigen Bündesangestellten zu den Be-. zügen stehen, die ihnen ans Grund des Besoldungsnachtragsgesetzes vom 28. Juni 1922 für den unmittelbar.voransgegartgenen Monat gebührt haben. \ Volkswirt; EesteckpelLe Krone Auszahlung Wien Fn Zürich notjerie die Ssterreichische Kronr . . . >; die kjterr. gestempelte Krone.. -die tschechische Krone . . . . jdie Mark. ..... . . . . -Agram . . . .. .; . . . .; Sofia . .. . . . .. . . . . : Budapest. . . ... . . .! Warschau..... . . . --- — ,G1% Centimes. ---- -.OlVa Centimes. “•01 Vs (“Ol1/* -.0.1V4 (“.Ol»/* 12.15 . (12.15 0.80 l 0.86'/, 1.621/. ( 1.65 8.— ( 3.85 0.29 ( 0.30 0.08V2 ( 0‘08-/, am 29. Luli) am 29. Full) . am 29. Öuli) am 29. SuU) am 29. Juli), am 29.: Svili) am 29. Suli) am 29. Sutiy, Die Devisenhausse und die Ledens- «itteleinsuhr. Aus Kreisen der Getveidchändler wird unS geschrieben: ' / Mit -der zentralen Bewirtschaftung der fremden Zahlungsmittel hat die Regierung zugleich die Verantwortung für 'feie Finanzierung bet Lebertsmiitett-mporte insofern übernommen, als sie sich unbedingt hätte versichern müsse«, daß sie 'stets in der Lage sein werde, zumindest für die Einfuhr der wichtigsten Lebensmittel die notwendigen Devisen zur Verfügung zu stellen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, mag dahini gestellt bleiben, sicher ist aber, daß der Getreidehandel auf i keinen Fall Schlüsse im Ausland tätigen kann, wenn er nicht 'die absolute Gewißheit hat, daß er die erforderlichen Zahlungswtittel Pünktlich wevde, ausbringen können, wobei nicht darauf jetngeganigen werden soll, ob bei der gegenwärtigen Lage' des -Devifermrarktes, die die Entwicklung der Devisenkurse ganz iunberechenbar Mcht, nicht schon das Risiko allein hemmend für den Abschluß mit den auswärtigen Lieferanten wirkt. Es 'ist aber. Tatsache, daß sowohl diese Riskon als auch die Beidenken Ivegen einer ungenügenden Zuweisung von Devisen zu Storni er nn-gen gegebener Aufträge beretts geführt hat. Das ist ein Gefahrenmoment, auf das nicht rechtzeitig genug hmgewiesen werden kann. Es muß daher in nachdrücklichster Weise die Forderung erhoben werden, daß bei JnaltsPruchnahMe der. fremden Zahlungsmittel jm Clearing in allererster Linie der LebensmitreliMdel voll berücksichtigt werde. Ist dies aber infolge der höherett Gewalt der Tatsachen nicht möglich, so müßte die Regierung ans die zentrale Bewirljchaftung der Lebensntittel zurückgreifen. So schwer es für den Getreidehandel eigentlich ist. fiir-eine solche Maßnahme zu plädieren, so ist es doch klar, daß Zentralisiertlng des Devisenverkehrs und Devisenmangel mit einem freien Getreidehandel unvereinbar ist. Dies sei schon jetzt festgestellr, damit es später nicht heißt, daß der freie Getreideverkehr sich als unfähig erwiesen hat, die Bevölkerung ausreichend zu versorgen. Katästrophale Devisenhauss . Eine Folge hetz Marksturzes «nd -es Mar-riolmangsls. ‘ Die R eich smark ist gesiern in Zürich auf den Tiefstand von 0.80 gesunken, was eine stürmische Devisenhauss« in Berlin zur Folge hatte, wobei der Dollar auf 663.80 (gegen 604.80 am Samslag! empvrschnellte.. Zu ihrem Eiutz riß di« deutsche Mark den französischen Franken mit. der in-Zürich netter auf 42.60 zurückgegangen ist und die Zahlung Budapest, die dort auf 0;29 sank. Zm Zufommentzonge damit ttteg der Neu eröffnet! 1, WiiD,lf.,Schmelzo.G°«°°« Orrpssex Reklanaevexkauf yoxx orlgixxal eaagliflo3a.eaa. LLorxBU»- imd JDamenatogeaa, zu bllljlg vkl Ij?XQ|fuiapgBpxBABÖi>.