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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-26 · Heft 1252 (26.7.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1252 (26.7.1922)
Date
1922-07-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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n\*t - -v, srv"ä ' 'rv - < '^"r•1 ‘ Seite 4 . DM WMoA ittert z« haben. Latz das Kabinett ÄnuMg -er UeLerzenzung ist, daß die bayrische Verordnung der HeichSver« fasinng znwiderlanft, ist nach dem bisherigen Verlauf der Dinge ein«:Selbstverständlichkeit Nicht ganz so klar liege« H|e Verhältnisse hinsichtlich der Stellung des dem bayrischen Bauernbund, der bekanntlich gleichfalls hinter die bayrische Regierung trat, angehörenden KeichserriährurrgsmlnisterZ Fehr und des Botschafters in Par)s Meyer, derber Bayrischen Bolksparei angehört.-. Einstweilen wäre es aber verfrüht, hieraus die Schlußfolgerung zu ziehen, daß unter den gegebenen Verhältnissen die weitere Tätigkeit der Genannten im Reichsdienstr unmöglich sei. r Australen af^fo$tciv inn ä Üstr arisch e K ö ^l e n Nach HWM zch bringend : EnFrarrh erzeugt keßne Wftßüse Mehr. I Londckt, 25? &itli. (Tel.-Komp.) Lloyd.G eörge er?- klärte gestern im Unterhause, daß England die F a.b r iikatiön der giftigen Gase eingestellt hhhe. Auf die Anfrage eines AbcjeordnW, wozu mau dann einen Kredit yon 169.7QÖ Pfund brauche, der unter dem Titel „Giftige Gase" im Budget eingesMtse^ erwiderte Lloyd George, daß. Wer Kredit für Experimente und Versuche. bestimmt sei. Gi« BevLrauenSpytnm für die bährische Regier-«*;^ ' München, 25. Juli. (Süddeutsches Korrespondenzbureau.) In der heutigen LandtagdfitzuNg gäLMtnisier- Präsident Gras Lerchenfeld namens der bayrischen Staatsregirrung über ihre Renverordnung betreffend den Schutz der Republik eine Erklärung ab, die einen Protest Bayerns gegen die „Vergewaltigung" durch das Reich darstellt. Die bayrische Negierung betraget den Kampf gegen die Gesetze mit deren Annahme durch den Reichstag nicht snr erledigt. Sie halt diesen Kampf vielmehr für einen solchen um die Lebensinteressen des eigenen Staates, der durch Majoritätsbeschlüsse des Reichstages nicht entschieden werden kann. Bezüglich der bayrischen I « st i z h 0 h < i t kann sich die bayrische Regierung aus Rücksichten der S t a a t-s n 0 t- Wendigkeit dem Mehrheitswillen nicht beugen. Hier befindet sie sich in einem Notstand und hat deshalb die vorliegende Verordnung erlassen, ohne von dem Boden der Verfassung abzugehen. Die bayrische Regierung wird dafür sorgen, daß der Verfassungsschutz energisch und l0y a l ausgefuhrt wird^Jn diesem Zusammenhang legt Redner auch Wert auf die Feststellung, daß alle aus die Verfolgung der RathenaUmörder und auf die sogenannte Organisation C bezüglichen Verhaftungen an das Reichsgericht abgegeben worden sind. Der Grundsatz, daß die Abwehr sich auf unbedingt notwendige Maßnahmen beschranken muß, hat auch dazu geführt, den Geltungsbereich der Verordnung ans das rechtsrheinische Bayern zu beschränken. Die jetzige Regierung ist unter dem Zeichen der Versöhnung mit Berlin ins Amt getreten. Döstig fehl gehen deshalb alle Besorgnisse, die in den Maßnahmen der bayrischen Regierung eine Abkehr von deck allzu fest gehaltene« Grnndsatz der Reichstreue öder, einen Beginn der Abkehr vom Reiche erblicken wollen. > Nach der Rede des Ministerpräsidenten wurde ein Bert raue «Ln» t r a g der Bayrischen Bolkspartei für die Regierung mit den Stimmen dieser Partei, des Bahrtscheu Bauernbundes und der Bayrischen Mittelpartei angenommen, woraus M das Hans vertagte. Befrhlsgemätz erledigt. Das Attentat gegen Harde«. Die vorgestern in Berlin erschienene. „Z u k u n s t" enthält.den ersten Artikel Harpe ns seit dem Ueberstül. Harden gibt darin eine Darstellung des MordüberfälleS und eine psychologische Analyse seiner Gedankenvorgänge während des Attentats. Er gibt dann cm, daß der Haupttäter, der frühere Oberleutnant Ank e r m a n n, nach dem Ueberfall m das Beniner Bureau der deutschnattonalen Part Li geko-mnren sei.. Er habe sich dort bei dem anwesenden Grase« Jork gemeldet mit den Worten; „Ich habe befehlsgemäß Harden erledigt und Muß deshalb verschwinden und komme, um mir Reisegeld zu holen." Graf Aork antwortete ihm, daß man dazu erst das in einem andren Saale besiM-iche Mitglied der Partei, Herrn Dry and er, Men muff«. Bei der Einvernahme erklärte Gras Dort, er habe den Täter in eine Falle locken wollen, da er ihn allem nicht festnehmen.. konnte. Aeckermamr habe diese Falle bemerkt und habe sich davongeckacht. Sämtliche drei Herren, bemerkt Harden, sind auf freiem Fuße geblieben. . LiekLnecht in Psris. Paris, 25. Juli. (Wolfs.) Gestern, abends sprachen in einer von der Sozialistischen Partei veranstalteten Versammlung die Rechtsanwälte Liebknecht und Rosenselb aus Berlin über den Moskauer Prozeß. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der gegen ein etwaiges Todesurteil gegen die atsgeklagten Sozialrevolutionäre protestiert wird. Gilt ssMldemokratischer D»eLttnhSrräer Mailand, 26. Juli. DerREmr des sozialistischen Blattes „Giustizta" hat den Redakteuren deS faszWchen „Popölo d^Jtal^ wegen einer'Polemik seine Zeuge» ge-' schickt. Die ameriSanische« RiesenstreiKs. .London, 25. Juli. (Tel. d. „VH Motgsdnzeitung".). Die „Times" erfahren aus New-Aork, Präsident Ha rd i n g habe mitgeteilt, daß er die UntechaMmtgen zwischen d:n Eisenbahnern und den Gesellschaften persönlich leiten werde. Handelsminister. H ö ö v e r Äerde die BSrinittlu-ng zwischen den Kohlenarbeitern . mÄ M iG.mhenbesitzern übernehmen. In Md^nglattL 1 M i (l i ö n T 0 n n e n Kohle syr Amerika eine wertere Million schweben die ÜnterhaMtttbgeW ’ Der ' Kohlenpreis erhöhte sich gestern in WÄeS^Mt>SSMMMM' SWing M l Tonne. In New Ayrk sind hie KöhlMMiiM gestern ebenfalls von 4.25 aus 5.25'Dollar «für'% goftiegen. Gestern sind von San Franziska 29, Schiss rsach, ZtMiWches ÜM-MoDitre. . ' Schek lnkttdn. Sämtliche Scheckeldlocks. dievonOr-! a n i' a t i 0 n e n 0 d e r E i n z e l p e r s 0 n e n 6 b e rn mm e n wurde n, m ü >1 e n bi s^rcitaq h e n 2 5. Julian d a s B u r e 0 u, II., X a b 0 r ft r a fj e 20a, ä b a e f tt H rt me r d e n. Nach r»e? e m Termin g e l r e n die Ä i 0 dt s a ' s verkauf l. Ziönlsirlches.Lollalkomttee. Das 2oba'knmpee HM hiule Nutmoch i>m 7 ll-:r abends. JJ., Tatorsllatze 20a, eine, Sichtige Swung. Aaksh Mrrfer äeftor-e?;. Wie uns ans London gemeldet wird, ist der lcmgjähvige Bürgermeister von Bradford Jakob Moser dortselbst im 8ll. Lebensjahr gestorben. Moser war einer'der ersten Anhänger des Zion-ismus in England und efrt. Persönlicher Frsund Theodor Herzls. Er bewies schon vor Jahren sein lvarmes Interesse an Palästina, für dessen jüdische Institutionen er große Opfer brachte. Eine von ihm seinerzeit geschaffene Palästina-Stisinng wird den Namen Mosers dauernd an die Palästina-Sache knüpfen. Er stammte aüS Oberschlesien. .... . .;?rr ■ 1 ■■■■—«■ Eisenbahnzusammenstotz in Wiener- Nerrstavt. . - Wr.-Aensiad!, 25. Juli. .N U'-r nacht'. (Telegr. der .Wr. Morgenzeitung".? Der aus Triest Kommende Schnellzug Nr. 4 's^hr vor der Emsahrl in dre. Slajion Alr..N/ustadt um lU% W)t~ abends in einen dort iielieuden LaftM seitlich hineim Vier. Waggons des Lastuigs u^d der DienstnaMon des Schnellzugs wurdtzn zerlrümmert und'Eso schwer verletzt, dqß er ins M -DeuHdter Spildl Lherfüdrt «erden muß«. >Dre Pasiagiere des. Schnellzugs.;hathe>t mit dem bloßen Schrecken dcioon. Dan arbeitet an der Fteilegung de? Gele je ünp pfifft,-. daß der Schnellzug um Mitternacht in Wien äakommen Kann. Ei» Br«»d i« dkr Predigersafle. Montag nachts brach in dem Kaufe Predlgergasse tz. In der Wohnung der alleinsrehkMb 7v!8htigen tzraü Dr. Bä ck ein Brand H-? Die Greisin' W durch eine teilwiise LSHÄung äm Gedmuche thW Weder'gedeytH^'sä 'daß'sie dem Ucksichäreiien des Feuers eine,^eitlang untSitg Zusehen muhte.' Erst als dar Feuer von den NachWirohnMflen bemerkt mm wurde Feuer» n ehr vdjtSädtM W-MstM'lraf?siM dte/Wohnung der Frau Dr. Bock dekeits' in hellen Flammen» Dos Ftuer halte auch schon die Nebenrüucke ergeiW Die Sreistn wurde von einem Feuec wehrWHn,^MMt^Ne. .eiyer.heiier^.-mch^dar enGr in. ihr» äper schwew BrändwüttW erksiten. denen sie noch ipt Lame der Nacht im Wlallerbett der Dllgemeinen Krankenhauses er les en ,st. Der Kaupimann N e m «c z e d, dessen Immer ebenfalls vom Feuer ergriffen worden war, sprang, um sich ru retfen. aus dem Unsrer in die Tiefe, in dar von der Feuerwehr ausgeptrilete Sprungtuch. erlitt aber dabei einen Beckeribruch. Dok debtrdlicher Seile wird dieser Unfall ans i>Ns NNbefugte Eingreifen der Zulchciuer zurückgefLhrt. dir den am Fenster feiner Wohnung erscheinenden Kaup'manii dgrch Rüst „Sprungtuch!" zu dem verhängnisvollen und der Sachlage nach übetfillsstgem SpiuNgr' veranläßtrn. Nur wenige S'tzlmden Wartens und ein Lölchmeiller hätte ihn ebenso geborgen wie die Kaäsge» hilfin Zeug Hämmer, die auch schön enischlossen schien, in die Tiefe zu springen, schließlich aber ganz leicht durchs 6ltegehhaus in Sicherhe« gebracht wurde. Di« Feuerwehr bonlitzt den traurigen Anlaß zu dir Mahnung an das' PuMuin. ihre sachoerstän ige Arbeit nicht durch laienhaft^ und ünzwrckmäßlge Äufe und KandsuntzeN zu stören. Verkehrt war es zuch Bsi'P'dl auch, die Gangtllre der brennenden Wohnung zu öffnen Hd offen stehen zu lassen. Der. aus solche, Weise entf.et.enhe Luftwgsch Ü r t ,61c Flammen und verursacht eine Verquilmung .des Siiegenhouses, die das Bettungswerk sehr erschwert. ' Frellaßd. t Ein Plan der Repnhltt Uruguay. i, Wie. Pie Wiener.Häni^lSkWü^r erfährt, soll in .vep Dtovinz L ö 10 n i a (ÜrustuM Südamerika) ein FveWiit in d?r Flächenquspehnung von zustächst etwa 1VÜ Hektar mit enksprt chdnden Häschwnlasien, Bahnänsch'lüsien und LagHäusevä gegründet werden. Ni^derlztsstm-yen von Industrie- und HstiMSrinternäMrinsien - in. difstr Freizdne sollen in. jeder Ärt hchunfM uüd'.durch keinerlei Solle und i MWHäßMcn. belastet werbest. Schön die. Arilatze der stutwmdigen Hesestbastjesi usw, kstyn den Industrien afler Ssgaien,.hl.-rnMde.ÄrchestMle-enheit bietsn. Die Whk SLwsMUMMöMphWrMktWtatischer pä!W.cha^^cz,(hung oine Wr gWl.che sei«. Mähers. AüS-' Hnjw tptfniMs Konsulat der Replik Umguayi Wien^ 'E Brj,. ^Mkiilstratze'16-' Streik fit Matzenfürt.;; Klagenfnkt^ 25. .Juli. Det Fr^lsagim BaMMrbe änd' in den Indllltriebet'riebe'n m Klagenfürt^ aüSMvöchime .L 0 h N st r e i k hat Mdütasi durch d)e von ÄeEkjchästS^' .-komNüffidn gegen ' - den Willen der WerkSbedsetlsteteN et- .'zwüngene StMegWg^ des' .nstädtischon" Elektr^-itä'tswerkes i.N Klagonfurt M-e-, wesentliche Äevschärsitntz erführen. Jufölgsdessen mußten Mch Äs übrigen Betriebe ^^in der stadst die äitf eWrischeUSrÄM angewiesen sind/Mbssoichevs auch -dre Buchdruckeroibn Und ZMmtzSbeHiebe, den' Betvieü einstellcu. Die elektrische Straßenbahn. d-i^ mit AkkunMlatorenstrom gespeist wirb, konnte bis. 7* Uhr abends Verkeihven uckd mußte dann ebenfalls den Betrieb einstetten. Nachts waren Älagenfurt und Umgebung,, darunter auch die Kurorte n n d S 0 m m e r f r i s ch ää Däri W; ö-r t e r s e e bei strömen- - chem' Regen in FinsteMis gehüllt. D.ie Fvemden-.fderlassen die Stadt. Das BüWrmcisteramt hat t^n Aüßschank von geistigen Petränk'en ' während der Dauer"tsts - Stvsiks verboten. . - Das „Kärntner Tagblatt" teilt in einer Notansgabe mit, daß di« gestrigen Berattmgen wegen Fortbetriebos des von 'den Streikenden besetzten - Elektrizitätswerkes ergebnislos verlaufen sind, da die Streikenden auf der S t r 0 m e i n st e ll u n g w ä h r e n d d e r Tageszeit öehürrten und die Vertreter der Stadtgemeinve auf dieser Basis.nicht verhandelten^ Nach einer weiteren Meldung des Wattes können infolge Lahmlegung des Klagenfurter Eleknizitatswerkes Auch .die Pumpen des städtischen Wasserwerkes nicht betrveben werden,, weshalb die Wasserversorgung, gedrosselt werden mußte. . Kerr Schlögl unterwirft stch. Das Jndexverpot gegen die Ueberfetzung der Heiligen Schrift» Das Diözcsanblatt veröffentlicht.Äitteiluugen _,über das Werk „Die Heiligen Schriften des Alten Bünpes" vom Ülttversitätsprvfessor und Zlsterzienserpviester f Dr. Nivard Schlögl, das bekanntlich sin Mai von der Jndexkmvgregation verboten worden ist.. Professor Dr. Schlögl hat nach dem Diözrsänblalt sowohl bezüglich feines Werkes „Die Heiligen Schriften des Neuen Bunves" als auch bezüglich des' eben erwähnten „Die Heiligen Schvistest des Alten Bundes" -beim erzbischöflichen Ordinariat seine U n* t e r w e r f u n g s e r k l ä r u n g e n vorgelegt, die bereitan die Jndexkongregabion gesendet worden sind. Außerdem' ist dem erzbischöflichen Ordinariat nachstehende Erklämmg, beziehungsweise Protch,' zugekommen: ,-Jch erkläre, daß ich hiermit den ersten Band, meiner (deutschen) Uebersetzung der „Heiligen Schriften des Alten Bundes", zurück-. ziehe Md protestiere . feierlich gegen Hie Herausgabe des ztveiten Bandes desselben Werkes ohne , erzbischöfliche . AppMatron seitens des „Bur^'-Verlases. Stift Wichevmg, 10. Juli 1922. Unwersitätsprofeffov Dv^- Nivatd . Schlögl m. p." ' ^^'7-7 '' A«f de» Berge» ^«ohnt die Freihrit i Diese Mahnung ruft die „Reichspost" cmr Samstag Ijenen zu, die den Müschen Kampf in die Berge tragen wollen. Am Sonntag aber fordert sie .geifernd Rechenschrft von den österreichischen Delegierten, die auf der vvn m,K bereits besprochenen Hauptversammlung des.Alpercheremes -in Baireukh den Arierparagoaphen fallen ließen. Das Blatt wird stch schon zu einer konsequenteren Haltung in der: Frage der Bergfvevheit entschließen nmyen, denn. das Schwanken verwickelt das Blatt in die. drolligsten. Widerrsprüche. Die Komik begann schon in der Somrstagabendnuynner. Auf Seite 2 wird <m die vn Frühjahr döm Älpenb'erein an gewisse Alpinisten gerichtete Wavmmg, ,MeS M vermeiden, was die berechtigten Empfindungen der einheimischen Alpenbewohner verletzen, kann, und hauptsächlich in bezug auf Kleidung jede Aufreizung zu verhüten", die hämische Bemerkung geknüpft: „Die Leute, die meist „Misere" sind, logen nach wie itorc auch in den Bergen dasselbe, freche Benehmen an den 'Dvg wie in der Stadt und erbittern , durch ihr schamloses Treiben die angestammte Bergbevölkevung derartig, daß - schon an Men Orten der Beschluß gefaßt wurde, diese - läst^en Gäste nicht mehr zu dulden." Das schamlose Treiben, das die sich in Zehntausend er schneuzenden Bauern so erbittert, besteht offenbar im Gebrauch vön Taschentüchern und ähnlichen stäjdtisch^üdischen Unarten. Nun, über Geschmack laßt sich? nicht streiten. In dem Mett erweckt der AMick einer zwickerbewehrten oder sonst irgendwie verdächtigen Nase antisemitische Rasseninstinkte, andere wieder, wechen nervös, wenn ste ein wt-göldews Kreuz ÄS Touristenabzeichen erblicken. ... , . . Die „Reichspost" weiß auch von einem, solchen Fall zu berschten. In derselben Nnmmer,. m der sie die zitierte Unduldsamkeit gessen jüdische Sümmergäste unter . ihre sittlich-religiösen Fittiche nimmt, jammert sie Mer das Erlebnis eine katholischen JüngllngSvereineS, der - auf' Mem Ausflntz im SchneÄberggäret auf Politische Gegner ' stieß, drvön.Wortführer schrie: „Wann, i' an vom katholischen Z»uglingsbev<in W,.. dann Hrb' i Ho g'freffn." Die wnpöntng über diese Provokation läßt das fromme Blatt auf dtzr vierten Seite vergessen, was eS äuf der zweiten Äite. selber gesündigt hat, und es gibt seiner Entrüstung darüber AuOvuck, daß man sogar in den Bergen vor den Auswüchsen des politischen Kampfes nicht sicher' sein füll. Wir freuxn uns über diese väsche Bekehrung und wollen nur hoften, daß die geläuterte GesiNnuüg des Blattes M ebenso unt^vgaMich.. <DÄsen' Wkdj wie däS

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