Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1252 (26.7.1922)
- Date
- 1922-07-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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w t, - ’ 1 V; , ’ '.-' *| W, >. ' '-,<„Mty '»m Nr. Wien, 9 26. AM,ISST ©*i t«?8* ''- * Zur Förderung des jüdischen Hqndwerks.,Dre unter dev ED 'des zionistischen Landeskomitees . für < Oesterreich . itehmdb „Jüdische GewerbsföErüngsgesellchest"- betreibt unter anderem-eme «chl össerwerU it d t t.e, deren Zweck., es. ist, indische Schwerbandwerker sowohl' für.den Aufbau Palästinas heran-iMden, als auch chnen dre GE'M-agen für. eine prohuktive Existenz m schaffet.Damit dieser Zweck erreicht werde, ist es notwendig, daß das Unternehmen stets voll -beschäfingt ist, da Gt so eine möglichst große Iaht von jüdischen Jungen heranaebildet wechew kann. Dre Jüdische Gewerbekörderringsaesellschast wendet sich daher.an die breite indische' Oeffvntlichkeit mit der Aufforderung, diese mit Arbe it m versorgen, indem jeder'seine Schlösserarbeiten von ihrer Werkstätte -Msführen lässt. ' Diese hat elektrischem Kroftantvieb und ist überhaupt vollkommen modern eingerichtet, daher sehr leistungsfähig. Ein« Reihe tüchtigster Schldsser sorgt für gediegenste Ausführung sämtlicher übernommenen Arbeiten bei relativ Mdrigen Preisen. Aufträge wollen gerichtet werden an die. Adresse: Jüdische Gewerbeförderüngsgesellschast, W ie n, 8. Bez^, Ä p o st e laasse 93 o d e r 2. Bez., T a b orstraße 89, Tel. 40-8-16. ' - . * .* «Pr: ^7»ritz Seb«opv. Vn». pst. d. begebt der ^»nior ber ^ov^r ^erMthoff ^)r. Mnrik 6 r « » t> Wr» 5oiShr?e«« a>okwrj"h0^nm. Er bat am p6. 1872 in.Wttn. vrnmni,"rt. <hr .Swrp'vn in dim inei'ei'en brüten....bmid lein wvhGfiaf- ,md• rpineinvEaer' Wirken bekannt Durch öi-le T^bre hak er der Der.irdrvkrlretimg Äl'erarnrd aöaedvri und anßerord-'nlich viel ttir d-n Beitrk retp ffet. E»fi vor drei ^abren ist er von l-iver Stelle o'o Ebetcktt der Wiener Bei ckskr^nkenhäffe, in der er stch aleicksasss d«rnorgesnn dat.'-»rdchafff-i-n. Schon a'S Mediün-r bat er sich M der Eholera-Ep'hemt» der sladre 1871 bl* 1*72 wntvöll und enera.isch um die B-H^mösuna der - Epidemie große, allseits an erkennte. Verdienste errunnen. Bststach mstbk Dr. jschnevo. desten ärzlliche Kunst ihm vM Verehrer schaffte, noch m bumaniiären Der inen. * $M«V yostnvrrdnndlvnfte« »er Am «elkeNw«. Die Derdonidlnnaen mit den deckten Zadntechuidstn haben ihren Äbs^tüß newnden : da^er findet heute um 7 Ukr ad-vds im Saal -er Krankenkasse, VI.. Kvnin-eaaalse ln. eine Bettammtuna der ZaWeckniKergehilsen. Lehrlingsrltem und Lehrlinne statt. * iLelevhon MKn-Nangendors. Am pst. d. wurde hei der woi'odaobe in Rasend o r f. Dost MShen. der Fern» ipreckdttnst ouiaenomwen. Die Gedfihr für die Einheit.»es gewöhnlichen Gespräche» d?trSgl 360 K. * fffi» ein Srhotl««ashelm des mreMattsserLättde» der 'PdltAer-Slon^eplbeamke«. Der E'ttchast-verhani» der Dereinianna der Konreptbenmlen der Wiener Vosizet-Pirekfion il., Deuttchmeisterpläh 3. 1/48) hwbsichklat den Bau «ine» Erh « l- N n osheime s in Bad P ve n y, ar » h. Die Ge« meinde Pyrowartd bat in Anbetracht des WokltzdrksMeWe d-n Baugrund vnenl-etttich beipesteltt. Die ersord-rttchen Geldstimmen iollen un'er anderem durch Sffenf'icbe AeichnM von 6 f t f« tu n a r b a u p e ine n von je wüstst K. äusesbracht werden. Dst Durchslthning steht unter dem Schuhe eines EhrenaUsl^üsses. dem unter anderen Persdnstckkeiien olr'DrSMepien der Pvttwi» Präsident Schsber. der Rekkör der Ilnin.ersitSt in Wien D»i Riehl und der Rektor der Technischen.Kochschule in Men Max stt r ft #1 angehören. Dte Zetchnünn und Einzähtung der durch den öffenllicheu Aufruf aufgebrachlen Slifirmgsbgüstime erfolgt in den Wiener LaassblSttern. * StNe Nagelüdkaftrophr fit K«ry. Aus. Pix t y in.der Slowokei ichreib» mach vns: Am'18. d: ginghier ein ae* wattwer Kagelswlag nieder,- der einen riesigen Schaden verursachte unh eine Unmenge von Fensterscheiben einsch^g. Einzelne Kaael. KSfNer holten ein Gewicht von 5 Dekagrgmm und die-Größe, dlrinerer Eier» Zn der großen Synagoge wurden 120 Scheiben eingeschlagen. ' * Gift Dilleneinbrnch in PSrNchchü». Am 21. d. Wischen li und V,l2 Uhr wurde in der.Diiia W.chlitz in Pörtschach ein Einbruch verübt und zum. Aachieile des dort als Sommergast wxilenden Amerikaners Abrab<we P r e ch e r aus versperrtem Zimmer und Koffer Beule im Werte von il Mil< liontn Krönest und 20.VM Mark dar und S98 Dollar Sach^ schaden gemacht. Den Einbruch habenein etwa 23jöhriaer Bursche. und «ine Frau mjt auffallend Hellem Kaar verübt Man hält es für wahrscheinlich, daß die beiden.. auf deren ErgreiWt eine hohe Belohnung ausgeseht werden wstd, nach Wien geflüchtet find. * Avs dte Klegeldah« varhaslA. .Am 24. d. erstatlele m Dertrelek des Bankhauses Zwecker. Greif L Komp.» Lerr Wolf Zimet die Anzeige, dast fein Inkassant Johann K r a t o ch w i l l um U Uhr vormittags Llvo.cyv K. für das Bankhaus auf Grüitd eines Schecks bei der Allgemeinen ungarischen Derkehrsbank eivkaistert habe und vis 4 Uhr nachmittags nicht zurückgekehrt fei. Das Rolizeikommiffariat Brigittenau leitete Erhebungen ein und kümmerte fick auch um die Lebensaewohnhetten des Bermißlen. Es erfuhr dabei, daß der Bursche ein leide n s ch a s t l i «her Ä e g e rspiel e r sei.- So machten sich dann KrtMsnolbeamle auf den Weg, um auf den Kegelbahnen in dex Leopöldftadt. im Bxaiek und m der Brigittenau den Mann, aufzustöbern. Schließlich gelang es. tatsächlich den Burschen um' 10 Uhr . abends i m Prater auf einer Kegelbahn ausfindig zu macken. Er war voll Eifer beim Spiels hatte doch m feiiem begreifiichen Mißtrauen die Kriminalbeamten wahrgenommen und war. g eflüchtet. Erft nach längerer Verfolgung aetang es Äratychwill wieder einzühölen und zu verhaften. Ätzt sich hatte er hui uvch J,487.000, K. Mehr als 600.000 K. hatte er schon in den wenigen Stunden verausgabt. Er hatte sich mit Schuhen und Kleidern ausstäifiert und den Rest beim Kdiielfpiel verloren. . /" Mutmaßlicher Telbstmörh -es Ministersalr-te» Doktqr E«h«n Ullmann. Vor Äwigön'Däigsn U der MmisteMva-t-ä. D. Di. Guigon UlCtttüii« in semior' Wohnung MtzAch aud Mr Löbsn goschiedon, und es liegt, Gvund zur Annahme vor,. idjLß er SÄbstnroUd 'begangen hat. Sem Bouldsr Dr. Ullmann zsiOe geistom oibonldS an, .daß 'Dr. .ÄldivoMin .-WM gWbt halbe, zu fömer Familie rüach Kruwpendorf am Worthsös'vezu röffsn, - daß er aber, obwöhl Mer schon eine .Wöche veHÄWn sch, dort, noch nicht^^ angehmMM^A Mvch Äe Befürchtung ans, daß seinem Bvulder ünbvrwvgs ein'Unfall Mii gostoßein older daß er das Opfer eines BröbvechvnS gewochm fe in könnde.. Der Vorstand deS SicherWMrremch, ReHssrnngSrat Wahl, ließ m der Wohnung über. die MHände deS Verschwindens ' tzchÄM! und. ensandte den. ior AuMtin iins' Haus. Dieser hört«,' daß Ullmann schon, ani 1b. d. ÄznMew willens war. Ve kam zur Tür der,.Hofvatg-.,mld. stellte seinem 'fest, daß der SchlüM von 'innein stecke. Nun wurde, run das Rq>tfeil zm lösen, M Schlosser gichoilt; w üffrv^e dve Tüve deS Zimmers «md-Mm fand MiinistMiialvat Dr. Ullmann. tot im Bette aus. Eine Kommisfiqn stelle fest, daß an döt' LeM öe.m« Spuren tftm Mrsietznng. sichtbat waren. Dagegen fandsich ein "Abschiedsi e s von der. Hand des Toiön, in dem «r.ausspvicht, daß er .aus tw.: 'Äbe'n 'schoideü wolle. Den^emätz P eS sehr-wahre OhrMte fiurmaO Fervtü Veklobte Wien, im Juli 1922. Zur Verlobung 'un-ccift; Obniruies Herrn Markus iFinkel mit i räulein, - Minna lsler gratulicen kjerxlichst' füjr d e Keren Kajemeth- Kommission des Praternprenge!« jakpb ftoih Gerschon WittHn Anläßlich der Verlobung unseres Vprata dtmifgHedes Herrn Markus Pinkel mit Fräulein Minna lsler gratulieren wir bertlirh«t 1 Der zionistische Pratersprengd fcheinlich, daß der etwa ÜOjährige, kränEiche Mann durch Selbstmord geendet hat. Man nimmt an,' daß er Gift gonömmen hat. * Zur' Warnung für Geschäftsleute. Wie berichtet^ trsibt sich hier eine Frau hemm, die Geschäftsleute auf die Weisi-betrügt, daß sie sich für die /Verwandt« oiner Kundin ausgilbt, hie Sachm zur Repavatnr dort hat, und die Sachen schomibar für die Kunde adholt. Neuerlich find zwei AnAsgyr gegen die Schwindlew erstattet worden:' Bom JnwÄier Kavl Schwarzinger in der ÄhlösteilM^' d«w sie "sme.stoldvnie Damonavmbanduhr, 400.000 K. wert, entlockt hat, und vom Juwol-ie-r Josef Kantsky im dersekbon Gasse, dem sie einen Bvonzowecker, 60.000 K. wart, twb sine Msme DOpebm-aniMhr Mt Gvaviernng „I. P." im. Werde von 60.000 K. entlockt hat. Nach Bickdem aus dem BeBrecheraldum wurde die SchiwwÄWin von mehreren Geschci>dighen in -der Person der LOjähmgm Hovmine. K/erkannt, die unter dem Namen „Melba" oder ,HeN Bende" in Nachtlvkalett bekannt ist/ Sie ist mittelgroß, s e h r b e l e-i b t, und trägt Covepooatmantel mit Tüllhut, der mit wsiWch-rofa-. rotm Blumen geputzt ist, dvappfävbige Strumpfe und bvaime Spangenschuhe-Mt Maschen. V * Vom Keren Kajemeth ffJsrael. Die Zentrale des jüdischen Natiomlfonds, 2. Bez., Tabörstraße '»9. gibt besann^ dgß.söeben eine Pilästirlakarte (deutsch und hebräisch) mit neu eingezeichneten. jüdischen und ^tatr.mal'un'irbesttz erschienen ist. Selbe ist um 800 Kronen pro Stück erhaMich. Ferner find Natwnalfchchstnarken, Telegraimnu'blvf^sc'rmulatt.^ zionistische Abzeichen und PÄästinamarken sowie diverse andere Mattzrialien bist der Zentrale erhältlich. D.e Zmtr.,ls bittet ferner alle Gesinnungsgenossen, gebrauchte -/Ar-iejmarren zu sammeln und an sie eckzusenden oder Name und Adresse gefälligst mittels Karte bekannt, geben zu wollen, worauf diese ab- -gehott'werden.' ^./ .. •.; * Die Sehnsucht «ach der Heimat. Der in der Gamaschen- und iZportartstelfaibri! A/ Denhoss/. MsMhnstvaße 21, als Heimarbeiter beschäftigte. 48jährige Schuhmacher Jakob B r 0 m» Friedrich Kaiser-Gasse 20 wohnhaft, hat der Firma hundert Pochr LederhchtSschuhe, die er zur Aüsferttgung übernommen hat, veruntreut. Hie Schühe, die die Firma. Mit Mer Summe, von eineinhalb. Millionen Hconen bewertet, hat. er angeblich oinvnr Unbekannten beim Wimherger um 9COOO K. perkMst. Brom Hai seine BerMuwg mit seiner Sehnsucht nach s?wer Heimat zu beschönigen versucht.. Cr wollte wieder einmal seine Heimat, Mvldauthein -in der Tschechö-Sbawaksi sehen. Da ein Äusenihalt wegen der hohen tschechischen Valuta unevschwinglich schien, hat er die Schuhe veruntreut. * Seuche« In Oesterreich. In der Woche vom 9. bis 16. d. svurde beim Volksgesundheitsamt im. BuudesministeriM für Wale. VettyaltMg weder ein Fall, von Blattern und Cholera, «och von. Flecktyphus, «ngezeigt.. Dagegen wurde nachträglich für^ die Woche vom 18. bis 24. d. eine Neüerkranküng an Flecktyphus in Men >bei einem Heimkehrer aus Ruß-' land angezeigt. - .8'MMsier-Ekl^chi.- - .Sn-■. VeslEKeich - hält ziemlich kühles, lrüher Wettet an. Pur fiellenweise ist dir DemMunpl aus ckebrocken. 6n eiaMn Teilen .desterrekbs find ziemlich ^rgiediq. Riederlchlssge gefallen. Auch ln Deüttckjanb herrscht.bei.ttbkaften nördttchen Winden . meist ttübes. . kühles, regnerisches Weite« — Pörherfage: Abnehmende Bewölkung, «im Test Allsheitervng. -unSckst^ nyck zigWch ßützler Norowesiwinb. später Abflauen Les Windes und Ansleigen üet Temperatur. * Koscher>G«lch«»aren. Sckönfeld. Fellner & So., II., Kßidgaffe ö, täglich frisch. Lhaluzim Rabatt. Der^l«e^ BartrSge «nv Dersam«l«nsen. - Bü.ko wincker . Ke i mkehrertran.rp0r t. Per Bukowinger Zentrolverbänd in Wien-.ladet alle DerbandSnlttffsjM -eure, 7 Uhr abend», im Cafs Edisyn. Franz Sos^k-Kal. .1. Stock, zür Diskussion ein. Tage-ordnunä'r ' 1. Lyirssckafttiche Döfträge. 2. Gemeinsamer Abmarsch zur Be» gseitüng der Dukowtnaer Seimkehrer zum Rordduhnhoß. ^'. .Ü ra n ra. Worgen; Donnerstag, den 82. d. %6 Uhr (Großer Egal): West-Suban. 8 Uhr (Großer Saal): Bf! yerrscher der Lüfte. . . . . ' Die Lkbe»vMi«elMLrkte. ' Leichte Preisrückgänge aus den LebeckSmittelmärtten. Trotz des Rückstartes der Preise für fremde Zahlungs. mittels W vorgestern auf dem Rittdermartt in St. Marx -die Piteffe für teMM Vieh nicht, wie man ällgettteiy eipvätten' müßtezüMckgegüngen, wäs allenthalben grgße Erhitteruyg gegen die ag ra risch ert Li e fern n- .teN'ckUslöM die sich zuweilen, in stiirmischen Szenen zwischen Käufern und.Berkaüfern auf den einzelnen Detüilcklärkten Lujt'machte. JmMchrn muß mit Genugtnüng -verzeichnet werden,. dM wenn auch die Ftzsschpreise gegenübet dem letzten und im Kleinhandel unverändert hoch geblieben sind, die Preise für Fett - bereits M WdWen g<:Men. GestMlmHtg SWAMMA« der GräßmarkthM stellenweise schon NwaS -Mjgrv abgegeben werden. 12.800 K. Mrückgegangen, doch müssen weitere Preisnachlässe erfolgen, da die Wahnsinnspreise, wie sie das Empvrwirbeln der Valuten erzeugt -Haben, absolut ungerechtfertigt sind. Die Hausfrauen beschränken sich'aus de« Einkauf' der allerbWeideüsten Mengen. Mit der Bahn sind gestern sttyf Waggons/ die hauptsächlich Schweinefleisch enthielten, aus Ungarn.angekommen, außerdem ist ein Waggon mit amerikanischem Gesriersleisch für die amtliche Uebernahmsstelle eingetroffen. , ^. Di« GrickW^ettmäM waren trotz des .schlechten Wetters gut beschickt. Die Pveise mußten für einzelne Artikel ermäßigt' werden, doch sind hie Preisnachlässe yöch viel zü ' gering, um einen stärkeren Konsum, zu bewirken.. Koch- ' ^ai'ryittlerer Qualität/ermäßigte sich rm Großhandel von 3800 ä. auf 3000 K. pro Nagel, Primakraut ging' pon 19.000 aus 18.000 Ä. pro Schilling (30 Stück) zurück, NÄseeländer Spinat, der vorgestern 10.000 K. gekostet, hatte, ermäßigte sich im Großhandel' auf 6000 bis'8000 K. pro Kilogramm. Die NqchfMge nach K a r t.o f f.e l n ist. mit Rücksicht auf die hohen Preise gering. Italienische Kqrtosfeln steWn sich auf dem Naschmarkt noch immer aus 1800 K-, hiesige auf 1100 bis 1200 K. pro Kilogramm im.Großhandel. Auch mtt/Obst ist der Markt gut beschickt. Die Pveifr für Marillen ermäßigtm sich gestern auf 1400 bis 1600 K-, das iF um ungefähr 200 K. pro Kilogramm. Sehr unangenehm wird die Mangelhafte Beschickung -er Märkte mit E i e r n empfunden. Die Preise ^nehmen chne derarftste Höhe' an, daß immer breitere Schichten von dem Genuß'dieses wichtigen Nahrungsmittels ausgeschaliet werden. Man forderte gestern bereits Preise bis zu 390 K. für ein Ei. Dieser AusbeuMng der städtischen Bevölkerung setzten die .Hausfrauen Widerstand entgegen und verzichteten auch ans den Einkauf von Eiern. Reue Prelle lür Gelrierfleisch. Für das amifick ai:^ gegebene Gefrier-Rindfletich tritt mit morgigem Tage nach löhgerer Paule eine P r e i 5 er h 5 b u n n a ein, und zwar werM die' Preise für den Kleckverkauf iolarndermatzen iefiges.eßt: Vorderes 3650 Sinieres 4200 K., ferner Lungeribrat.'n, Roj> braten.und' Beiried 4L00 Ä. pro Kilogtawm. ■ M»r dH«-rhe«terck.7' , 2n der Volksop.e r geht beute Verdis ,M a s k e nb a 11* in S.ttne. Kerr Dap tz Jarystawstzi seßs.in dieser Pufsührung ots. Ren4e sein Gastspiel > fort. Dse Amelia finyt Frau Geller. Ken Richard fiferr Rittersdeim. den Oscar Frau Wagschal, die lllrica MepgL' Mtzßnt Gerr Egszio?Masfini^M East. Moräen wird M-o d a m e Bült e r s t y" gespielt. Dir nöchfie Ausführung von Verdis^-.A'i d a" findet Sonntgg den 30. Juli statt. Als GÜfie wurden gewonnen Kerr.Leone Zinoviess vpn der Großen Opfer in Pelersburg-für die Partie d.s Radames und Kerr David Öaroslawski für die des Amonasro. Dirigent Herr Egizio AtaWi als Gast. Montag den 31. Juli aasiieri Kew David Iürosta rrki in Puccmis „T 0 s c a" als Scarxja. Dirigent Herr Epizio Majfini als Gast. Gerichtssaal. Die Te«eru«g als ScheidUngsgrund. - Di« Wlmte Fvi-e-drich uich Hevmme B. bvachto« brün ZitzNcmidesgÄchte den oinverstaNdttchen Anivag auf Treirrmmg ihrer rMch/evangelischenr Ritus geschlosseweN We ein. Die Fmu', gab a>usie sei mit 19 Jahren in hie He getreten und fötbei der Wirtschaftsführnng der f0rtsichreiten-. den Teuerung ratlos gegenüber gestanden. Der Boamiengehalt ihres Gatten habe nicht im erttsernseisten zu einer auch Nur in ' den bescheidensten Grenzen gchallenen. LpbönsMvung' arlSgLreicht. Wenn dep Gatte müde vom Amte nach Hause 'kam, fano er ein knappes Mittagessen vor und. schrieb dies anfangs der Unwivtschastlichkeit seiner jungen Frau zu. Daraus evgahM sich die ersten StreitigkeiLeN und diese reiften Mt der Zvit zu foec gegenseitigen Mnsigung. Der Mann sei «Nmer nervöser gewoMn und habe erklärt, er könne dieses H'Nndeleben nicht länger ertragen schwere Arbeit und mastere Kost. Aitch chr sei das Lebm, mindestens aber die Ehe un-evträgttch stewotd-M. Sie habe berechnet, daß 'der. Gehakt ihres Mccknes zwm-'M bveimak'jd groß sein müßte,' wollten sie sich sattesten und. sonst zuinin-est dasjWiige Leben führen, das sie als ledige Leute ftihven könnten. * ' Der Gatte eHä-rte». er habe seine Frau, grundlos der Untvivtschckftlichksit beschuWgl, Venn bald habe er emgeschen, daß sie mss der Deuemnst" »sicht im entserntesten Schritt halten kÜMtte, daß sein Gehalt, äüch nicht einmal für bescheidenes. Essen ausrejchle. .Die Fortfühvürig' 5er Ehe sei 'ein Ding -der UnmöglichkdiL gswosen. Das/ Zivillandesgevicht sprach die Tr-cnnung der Ehe Mit dein Bdisatze '«msdaß keinem der Eheteile vm Bers.chtllben tveffe. We'rl die Not der"-Zeit. VeHältnisse'herbeiführie, Ät,foc 'mckßerWlndWen Abneigung führten. Das ObÄa«de-Mich^ ''iMrsttzerwdr Hofrat Dr. E nd e t) hak die vom ChvbaMvtrt'Msttz.r eingebrachte- Bisnrfung ° üb g e- W Das Urteil gegen die Sawiakow- Poarombanden. - L W Dar hd'«VMtMp Trrbtznal 'W den Führer der Sawinkow-Pogrombknden ii Weihvußland, L0buk0w-Kattin 'und seine esigerei Komplizen zum' Tode durch Erschießen verurteilt. Mehper andere an den Potzromm gegen die Juden beteiligt gewrse nen Personen erhielten Zuchtbausfirafew.