Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1248 (22.7.1922)
- Date
- 1922-07-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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fceitc t Wien, Samstag Die kommissionelle Besichtigung -er Wohnung _^crb den nahezu, unwiderleglichen Beweis, daß Frau Mifchofsky Hren Mann getötet und dann zerstückelt hat. M-- schofsky hat immer ans dem Strohsack geschlafen, der an >der Wand lag. Und dort weist die Wartd Blutspritzer ins. Dr Strohsack ist frisch getvaschen. Dann fand man in der Wohnung eine der Frau Mischofskh gehörige Schoß, die Blutfpnren auswies. Weitere Beweise sind mehrere Sacke, - die in der Wohnung gestmden wurden, und. von der -nämlichen Beschaffenheit sind, wie der Sack, in. dem der Rumpf des Ermordeten gestruden wurde. Auch wurde sestgestellt, daß die Frauenkleider, in die die Leiche gehüllt war, der Frau Mischofskh gehörten.. Ueberdies fand man auch Wäsche von derselben Beschaffenheit, wie sie der Tote am Leibe hatte. Schließlich entdeckte man in der Wohnung den Rock, die Weste und die Hose des Mischofskh, so daß dieser die Wohnung v nicht lebend .dMassen haben konnte. Die Verfolgung der Frau ist ausgenommen worden. Hleitende TeueruNgszrrlaqe irr der Wiener Metaüindustrie. Der Wiener Jndustriellenverbaird teilt mit: Der MsdallarLelterverbcmd ist an den Wiener Jndustriellenverband.mit bent Ersuchen herangetreten, die erhöhte gleitende Teuerungszulage statt am 29. d. bereits am 22. - Auszahlung zu - bringen, Der Wiener Jndustriellenverbaud mußte dies ablchnen, rrnb zwar nicht Mir deswegen, weil eine frühere Auszahlung vertragswidrig wäre. Der Hauptgrund liegt vielmehr darin, daß -ine frühere Auszahlung der gleitenden Teuerungszulage, die ohnehin schon allnronatlich echöht wird, die TeueMng,nur vergrößern und beschleunigen müßte. Neben dem Ersuchen des Metallarbeitervevbaudes wurde die Forderung nach früherer Auszahlung auch einzeln in den Betrieben der Metallindustrie gestellt. Würden nun in den einzelnen Betrieben Vorauszahlungen erfolgen, so wäre dies eine Benachteiligung der Arbeiter der anderen Betriebe und überhaupt der anderen BevölkerungsschichOn, die erst in einem späteren Zeitpunkt die höheren Löhne erhalten oder gar nicht in die Lage kommen, ihr Einkommen zu erhöben. Zahlreiche Mrtgliedsbetviebe werden überdies voraussichtUch gar nicht imstande sein, die durch die Erhöhung der gleitenden Teuerungszulage notwendigen Gelder 'bis zum 29. d., geschweige denn zu einem früheren Zeitpunkte aufzuibvirvgen. Ans diesen Gründen konnte der Wiener Industriellenverband dem Ersuchen des Metallarbeiterveribandes nicht stattgöbon und muß darauf bestehen, daß die erste Auszahlung der erhöhten gleitenden Teuerungszulage zum Nutzen der Allgemeinheit encheitlich am 29. (bezw. 28.) Juli erfolgt. Der Sommerfrischler. Eine zoologische Studie von Dr. H. Sp. lieber die zoologische Zugehörigkeit des Sommerfrischlers Kunen sich die Wersen nicht einigen. Nestroy hielt ihn für ein Amphibium, das auf dem Lande und im Wasser zu Hause ist. „Denn mancher, der schon recht im Wasser ist, zieht noch ganz nobel aufs Land hinaus." Die Landbewohner hatten dagegen bald herausgebracht, daß der Sommerfrischler ein Säugetier ist, und seitdem bildet er für sie ein beliebtes Objekt zum Aussaugen. Während des Krieges verminderte sich allerdings seine Beliebtheit, da die Bauern in ihm eine Abart des schädlichen Hamsters zu erkennen glaubten. Sicher ist indessen nur seine Zugehörigkeit zur Gruppe der Nag etiere, denn mancher, der in der Stadt nichts mehr zu nagen hat, zicht nur in der Hoffnung aus billigere Lebensmittel in die Sommerfrische. Hier hat man sich inzwischen mit dem rätselhaften Geschöpf schon einigermaßen ausgesöhnt. Denn während der Bauer durch den echten Hamster arm gemacht wird, dient ihm der Sommerfrischler zur Bereicherung, so daß über dessen Gefährlichkeit aus dem Lande zusehends mildere Auffassungen Platz zu greifen beginnen. Der Sommerfrischler haust meistens in schauerlichen H ö h l e n, die mit primitiven Mitteln wohnbar gemacht wurden. Findet man in einer solchen Höhle ein paar Heiligenbilder, dann heißt sie „möbliert" und kostet ein Heidengeld. Sommerfrischler, die sparen wollen, ziehen deshalb den Aufenthalt in entlegenen Nestern vor. Beliebter ist über ohne' Zweifel das Auftreten an fashionablen Quellen, wo die Männchen immer ganze Scharen von Weibchen treffen können, denen sie aus Leibeskräften die Kur machen. Dafür haben beide Teile die sogenannte Kurtaxe" zu entrichten. Charakteristisch für den Sommerfrischler ist seine merkwürdige Gewohnheit, lange, modulationsfähige Schreie auszustoßen. Bei schönem Wetter tut er das mr Freien und nennt es „jodeln"; wenn es regnet im Gemeindewirtshaus bei Klavier- oder Lautenibegleitung und nennt es „Gesang". Mit Kunst haben beide Darbietungen nur bas eine gemeinsam, daß sie wie die griechische Tragödie nach Aristoteles bei den Zuhörern Schrecken und Mitleid auslösen. Mit Natur — gar nichts . . . Der Sommerfrischler, ■ tritt entweder in Nudeln auf, das heißtj mit mehr oder weniger großer Familie, oder er ist „alleinstehend". Letztere Gattung ist mannigfachen Nachstellungen ausgesetzt, vor denen es so gut wie gär keinen Schutz gibt. Zum Glück sucht man sie nicht zu erlegen, sondern nur lebendig einmaligen. Diese Jagd wird ober dafür um so eifriger betrieben und die Väter heiratsfähiger Töchter pflegen zur Sicherung der kostbaren'Beute oft ganz gewaltige Prämien ouszusetzen. Gelingt der kühne Wurf, dann kann es postieren, daß entweder der glückliche Jäger oder das zur Strecke gebrachte Wild noch lange nachher behauptet, ein Riesenkam eel °ün Rhinozeros oder ein H e u ochs gewesen zu sein. ' Wiener Morgenzc'^n^. Woraus wieder die schon, eingangs erv . > Schwierigkeit erhellt, die zoologische Zugehörigkeit des '''-ar-me-.stn jlerS einwandfrei feftzustellen. Keren Kajemeth r Jüdischer Nottonalfonds, II., Taborstraße. - .:r. 40.3-16. Ausweis Nr. 9/3 vom 15. bis 30. Juli 19*2: 1,592.013.60 K. Lm Lahre 1922 insgesamt 15,299.780.75 K. Serzl-Gradgairg. 1. Bezirk: Smlg. Deuts 13.4.0, Div. 140. — 2. Bezirtz:; Erez Israel-Weizmannhain: Smlg. Fr!. Teichthal 10.380, Smla. I. Teich 8711, Smlg. Weiß 7000» Smlg. Sch'rertfmger 6120.' : Smlg. Rost 3000, Div. 22.980. — 6. Bezirk: Smlg. Menorah 54.082, — 8. Bezirk: Dowid Kohngulen: Smlg. Verständig 52.130. — 9. Bezirk : Smlg. Vulkan Feremia) 11.390; Lrez Jirael.Weizmannhain: Smlg. Frl. Äegine Mimeles: Israel Düschmonn. 'Lea Duschmann,'' Reu sen Duschmana je 10.000, Div. 23.528. — 10. Bezirk: Garten Goilsried: Smlg. Jung Zuda 13 864; Kitaci dutu: Smlg. Kerzberg-Gersil 20/ 64. Smlg. Gotiesmann-Körn er 12.569, -Div. 5580;. Gold. Buch Ahawath Zion: Smlg. Rosegg 8?00, Smlg. Fingermann-Schrage 13.130, Smlg. Ofsenberger 3622., Div. 36.612; Blau Weiß 521; Nathan Groß-Kaln. '2. Bezük: 1700. — 3. Bezirk: 1000. — 4. Bezirk: Paul Mandel 10.009, Regmr Weiner 5000. — 12./15. Bezirk: 3. L. Turnsein 5oOo. ~ 18. Bezirk: 1000. Zentrale: Jakob Stein u. Eallin (Lodz) 2000, d. Sender I. Kororvitz: A. Glücker 2000. Dr. Auerboch-Oberkantor Margulies 5000; Fahrzeilbäume a. N. Isaak Eisig Pick 5, Tamus, Eisig Geber-6. Tamus, Rifka b. Jakob Markus 16. Tamus, Sigm. Wolf 19. Tamus je 1000. — i. Bezirk: d. Fr. Riltermann: Frl Kamilla Segall 15.480, Josef K. Waiuch 5004, Max Ernst-14.000, Dr. Jakob Kerzdaum 20 00 j; Oskar u. Claire Rosner-Kam zu Ehren des 20jährigen Zubüäums des Nationalfonds 850 000: —' -2. Bezirk: ' Belh; Vet. Ijrael: M. Karp 3C00, Rosner 1800, Seel 2000, Esriet 2000. Glasner 20.000, Weiß 2000, Feiner 2000. Korn 5000, Rösler 30l0, Schtssmann 1500. Div. 1640.; Div. 400; Erez Israel Weizmann-Kain o. N. Schwertfinger spesdrt die N. F. K. 2000; Brüder - Schistmann 2450, Schulim Urschet 8000, Smlg. Kornstreicher 7000; Iub. Ldsp.: Schüler Pros. Rosenfeld : Smlg. Chaskel Wiesen 3200. — 6. Bezirk: Jul. Ehrlich 3000, Div. 300; — 8. Bezirk: 1000. — 9. Bezirk: Jakob Rechter 4496, Bar Glora d. 9. Lewy 43.395, Goltlieb Lozar l500,Neder Schamml Keßler 5000. Div. 1779.20. - 10. Bezirk: E. Uümann 2000, Div. 106,40. - 12715. Bezirk: luOO. — 18. Bezirk: 200. — 20. Bezirk: 843, Kitochduth: Gold. Buch ein!r. Dr. Cha»m Tartakower a. N. s. Frau Aialah (Kelene) 100.000, Div. 254. Blau-Weiß 9000, Misrachi 300. — Baden: 1400^ — Kalten» leutgeben: Herr Kadin 10.'O0. — Mödling: Ephraim Niswikky, Avrom Klein, Reb. Bastwitich, Isaak Basewilsch je 5000, Cad Mosabowsky 2000. Div. 1000. — Salzburg: Döra Schwarz 5000. — St, Pöllen: d. R. Schwager: Temvelspenden Max Kubin (Lerzoyenburg) 3000, Richard Lustig 1500, Kemrich Schwenk (Wilhemsburgj 2000, A. Schwager 3000. Div. 2150, Div. 1003 — Wr.-Neusladt: Fruchler 6000.. Das Neueste ist... Das Neueste ist-yäinkch -der Nullpunkt. Nicht jener, der sich auf dem Thermometer schlicht durch eine einzige rote Null anzei-gt, auch nicht jener andere des fälschlich ausgelegtM „numero cento", der sich anit zwei .Nullen begnügt, sondern jener 'angenehme Punkt auf der valutarischen Stufenleiter, der durch drei Nullen cmsgedrückt wird, auf die «ine bescheidene Ziffer folgt. Vorläufig immer noch eine Ziffer, bald über'das' Nichts, denn jenseits der dritten Null gähnt der Abgrunds Erfahrene Finanzpolitiker, kn Hauptberuf Professoren der klassischen Philologie, versichern, daß die Streichimg der österreichischen Krone von der ausländischen Devisentafel nur eine Frage von Tagen sei und unbedingt erfolgen müsse, tverm über Zürich ein Plabregen niederginge oder feer Börsenkammerpräsident eine Nacht schlecht geschlafen hätte. Sie werden von noch erfahreneren Fiuanzpolitikern, im HaupibeMf Assywlogeu,. eines Besseren belehrt und ihmn nachgewiesen, daß Qesterveich zwar ewig stehen, die. Krone aber schon längst gelöscht sei, nur wolle man es uns nicht wissen lösten. den fvichbichsten Familien wird Hellmesbergers Witz von dem'alten Herrn zitiert, der schon längst gestorben war und dem. sich's niemand zu sagen getraute. Selbst rmter den berufsmäßig bescheidenen geistigm Arbeitern' beginnt sich die Uieberzeugung durchzurvngvn, daß wir schon lau>ge nicht mehr leben. Der heimische Himmbl weint eisigen Schnürlregen Über die Aiislandskurse. Die Quecksilbersäule sinkt, die Krone fällt ins Bodenwfe — verzeihen Sie, Mister, daß wir immer noch auf' der Welt sind. .Kater Murr. '* Eine Tochter Meherbeers gestorben. Wie die „Vossische Zeitung" meldet, ist in Berlin Frau Kornelie Richter, die Witwe nach.dem Maler..Gustav. Richter, eine Tochter Giacomp Mey erhe ers, gestorben. * Barretenverkehr im ftik-Ufcken Rechnungsun- Kafsendtenst. Da nur mehr wenige Parteien i n barem G>l d bet den st^dliichen Kasten. Zahlungen leisten, wutde die Anordnung getroffen, daß von Montag den 24. d. an der Parteie'verkehr bei den Rechnungs- und Fockrechnungsadteilüngen sowie bei den Kassenstellen (städtische Kauptkaffel. abgesehen von den Waffen aus den Märkten, a u f d i e Ze i t v o n 8 b i s 1 2 A h r v o r m i t tag s e in 3 n f cf) r ci n k e n i st. * Die wissenschaftliche Ausbildung der Juristen. In der gestrigen Sitzung des Nationalrcrtsausschnstes für Erziehung uüd -Unterricht gelangte ein Antrag betreffend die rechts--und staatswifsenschaftlichen Studien und Staatsprüfungenzur Verhandlung, der Debattewurde darauf hingewiesen, daß einerseits die große Zahl der Hörerschaft, speziell an den juridischen Fakultäten, andererseits gewisse gesetzliche Beftimmungeat ein^ Hindernis für die Vertiefung der wlstenschafllichen -Ausbildung der Studierender bedeutete. Eine Abhilfe' tvüride vor allein gndevenr purA Auswert-ilftg M LMngelN erreicht 42. 'Mi 1922» Nr. 124* werden, wodurch die Studenten Einblick m. die Methode de)» Wissenschaftlichen Arbeit erlangen und. ein reger Verkehr zwischeu Professoren , und -Studenten ermöglicht würde. Aus diesem Grunde stimmte der Ausschuß der Gesetzesänderung zu, daß die Zulassung , zu den theoretischen Staatsprüfungen außer der Studiendauer und zu dem Besuch der vorgeschriebenen Vorlesungen auch den Besuch gewisser vorgeschriebener Uebungen zur Voraussetzung haben soll. Heber die Durchführung wird im V-crordnungsweg verfügt werden. * DolKszLhlrrnü in Polen. Laut Festllellung des hauptsialstiiscben Amtes in Wars^au zahlt Polen 2 5,3 7 2.4 4,7 Einwohner, hievon 12.094.891 Männer und 13.277.556 Frauen. In W a r' ch a u enliallen laut Prozentverhältnis auf 100 Männer 120 Frauen. * Ein LesirmunssMer So zialist. Karl S a r l a n d. ein 22 jähriger Soüaliit. hat. w'e aus Wasbingto» gemeldet wnd. eine Erbsäaft non 1»/. Millionen Dollar aüögeschlagen. Nachträglich ließ er sich jedoch bewegen, sie anzun°hme". um sie aber be^- Dorfgemeinde G'r e e n w r ch sür gemeinnützige Zwecke zu überlasßn. * Betriebsschwierigkeiien bei den Bahnen. Wie uns nritgeteilt wird, unterbleibt ab Montag der Personenzug Nr. 618 a Horn ab 7 Uhr 42 Mm., Sigmundsher'berg an 8 Uhr 4 Min. Ein Grund wird n. i ch t bekanntgegeben. 'Die -Betriebsdirektion der Südbahn teilt mit, daß es infolge Lokomotiven- und Waggonmangels bis auf weiteres unmöglich ist, an Sonn- und Feiertagen und deren Vortagen Ausflüglerzüge im bisherigen Ausmaß in Verkehr zu setzen und daß daher auch an-diesen Tagen die Beförderung von Reisenden nur im- Rahmen des beschränkten Zugsverkehrs erfolgen kann. Gleichzeitig gibt die Vctriebsdirektion bekannt, daß sie aus den gleichen Gründen an den genantlten Tagen weder Sonderzuge führen, noch Sonderwagen für Gesellschaftsreisen beistellen kann. * Die neuen Arbeitslöhne in -er DamrnkunSen- Schn'eiderbranche« Gestern kam auch sür die der Vereinigung der Damenkunden-Schneidcrmeistw und -Meisterinnen Wiens angefchloffenen Betriebe und der Arbeiterorganisation eine Vereinbarung betreffs Regelung der Arbeitslöhne zustande.'Tie gesamte Arbeiterschaft erhält ab 17. Juli in ollen Klassen eine der Indexziffer enisprechende 41prozentige Erhöhung der bis 15. Juli in Geltung gewesenen Arbeitslöhne. Diese Lohnerhöhung wird eine annähernd gleicke Steigerung derFassonpreise zur Folge haben. * Lohnerhöhungen im Tapezierergewerbe. Infolge der außerordentlichen Teuerung mußte nach mehreren Verhandlungen der Gehilfenschaft im Tapezierergewerbe eine 80prozentige Lohnerhöhung, gültig ab 17. d., bewilligt werden; hiervon sind 50 Prozent'am Samstag den 22. d., die restlichen 30 Prozent am Samstag den 29. d. wüszuzcchlen. * Ein Riesenfeuerwerk auf dem Trabrennplatz findet heute abends um halb 9 Uhr statt. Beginn des Konzerts um halb 7 llbr. Karten in den Konzertbureaus und an den Kasten vor der Rotunde. Das heutige Feuerwerk ist eines der größten Nüd modernsten, die jemals in Wien abgebrannt wurden und stellt die letzten Errungenschaften der Chemie in den Dienst der Pvrotechnik. Heinrich Zak, der Nachfolger der Firma Kuno u. Themels Erben in Graz, bringt überraschende Neuheiten auf diesem Gebiet, die seine letzten Erfmdungen darstellen und sem Fabrikationsgeheimnis bilden. Die Firma feierte im Vorphre ihren vierzigjährigen Bestand. * Pal8sti«a.VMl Wien. (Fürsorgefonds für Palästina- Emigranten.) Bauernmark 24. II., f Zirkusaasse 33. Spendenausweis Nr. 6 vom 20. Juni bis 15. Juli 1922. Großindustrieller Oskar Rosner 200.000 K., durch die WienerMorgen-Zeitung 55.700 K., Dr. Peric 1000 K.. Div. 1052. Zusammen 257.752. S e , t A p r i l 1922 einaegangen 96 3.448 K. — Emigrationsfonds. Durch Kerrn Ober-Rabb. Dr. E h a f e s: Dr. Cuglielmo Lottes 210 Lire, durch Dr. S. Mann: Sammlung Studentengruppe Delft und Zion. Studentenorganifaiion Amsterdam von Februar bis April 25 holl. Gulden. Studentenorg. Amsterdam Sammlung Juni 6 holl. Gulden, z uf a m m e n 31 holl. Gulden. * Koscher-Selrbwaren. Cchvnfeld. Fellner & Co., II., LaiLgaste 5, täglich frisch. Chaluzim Rabatt. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Z i 0 n i st i s ch e I u gend gruppe (Kulturset'tion> 20. Bezirk, Karl-Meißl-Slraße 5. ßamstaa, 3 Uhr, Mitgliederversammlung. Bericht über die Kerzl-Feier. Sonntag, 10 Uhr. Ausschubsitzung und Kartenabrechnuna (Dollvexsammtung). Fm Lause nächster Woche Eröffnung einer Kebräisch- Kurses für Anfänger und Boraeichriitene. Einschreibung Sonntag von 10 bis 12 Uhr vormittags und Dienstag von 7 bis 9 Udr abends. — Senioren-Verband der Z. M. V. Schluß S. E. Samstag den 22. d. um 6 Uhr abends Fung-Iuda-Bude. 8. Bezirk, Lerchen elderstroße 46. Erscheinen dringend notwendig. — Kebrätsche Kurse XX. Keule, S Uhr nachmittags, Vortrag Auerbach über B i a l i k. XX., Othmargaste 46. — Verein »Erez Israel*. II., Zirkusgasse 83. Keuie, 8 Uhr abends, wichtige Ausschußsthung. Ernährung. Die Lebensmittelmärkte. Preissteigerungen und noch keln Ende. Die Erhöhungen der Preise auf dem gestrigen Jung», und Stechviehmarkt in St. Marx bewirkten m der Groß- Markthalle neuerliche Prershinaüffetzungen für einzelne Fleischsorten und Fett sowohl im Großhandel als auch im Kleinhandel. Im Großhandel verteuerten sich weiter: Rindfleisch um 400 K., Schafe, unr den gleichen Betrag, Kitze um 200 K., Kalbfleisch um 600 K., Kälber um 1000 Kronen, Fleifchfchtveine um 2000 K., Speck um 4000 K., Schweinefleisch um 1600 K. pro Kilogramm. Billiger notierten bloß Ziegen um 200 K. Im Kleinhandel traten vorerst diese Erhöhungen für Schweinefleisch und Schmalz in Erscheinung, während sich die übrigen Preise noch un- .veräichert auf der §>öZe pes PMiges bieltem Schweine-