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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-20 · Heft 1246 (20.7.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1246 (20.7.1922)
Date
1922-07-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SMWAsWWW WWW < Seite 6 Wien, Donnerstag * Ein Hotelzimmer um 17 Kronen. Wo sin solches zu erhalten ist, sind wir allerdings nicht in der Lage anzugübcn. Dieser Preis giltausschließlich seitens der M'Aitärvevioalttmg gegenüber den Gemeinden, die verpflichtet -smd, gegen eine Entschädgung von 17 Kronen ein Ofsiziorszimmer, gegen eine Vergütung von 2 Krönen die Unterkunft eines Mannes beizustellon. Was sie selbst zu bezahlen haben, darum kümmert sich das Ministerium für Heerwesen so wenig, Wie es das k. k. Aerar seinerzeit getan hat. Bis 22. März 1921 betrug übrigens die Gebühr gar nur 70 Heller, bezw. für die nUterkunft dorManuschaftspersonert sage und schreibe 2 Heller. Diese Verhältnisse, die natürlich den Gemeinden und insbesondere der Stadt Men sehr ncmchase Auslagen verursachen, haben die Nationalräte Dr. Tanneberg, Skaret und Genossen zum Gegenstand einer i'iufrage an den Bundesministsr für Heerwesen gemacht. In dieser heißt es: Es ist geradezu aufreizend, daß die HoeresverwÄtung, der eine Fülle von Objekten zur Verfügung steht, nicht die paar Unterkünfte für Offiziere bsistellt, die dienstlich' vorübergehend in Wien sich aufhalten. Jodenfalls müßte der Betrag von 17 Krouorr nicht nur deÄ heutigen DerhÄtuissen augepatzt, sondern beweglich gestaltet werden und etwa 80 Prozent der nachweisbaren Selbstkosten betragen. * Eine Ausstellung gegen Alkoholismus und Geschlechtskrankheiten. Der Arbeiter-Abstinentenbund in Deutschöfterreich verMstaltet im großen Festsaale des Magistratischen Bezirksamtes Favoriten eine Ausstellung gegen den Alkoholismns und die Geschlechtskrankheiten. . Geöffnet täglich von 3 Uhr nachmittags bis 7 Uhr abends, an. Sonntagen von 10 b;5 12 Uhr vormittags. Eingang Güdrunstraße. Eintritt 60 K. * Passive Resistenz in der Staatsdruckerei. Die Arbeiterschaft der Staatsdruckerei ist mit der im Parlament eingsbrachtcu Regierungsvorlage über die Regelung der Bezüge der Staatsarbeiter unzufrieden und hat gestern mit der passiven Resistenz eingesetzt, der insofevne eine allgemeine Bedeutung zulommt, als sich dadurch die Fertigstellung der Vorlagen für das Parlament verzögert und bei weiterer Dauer der Resistenz leicht eiye Hinausschiebung des Abschlusses der Tätigkeit des National^ates erfolgen könnte. - * Bessere Ernährungslage in der Ukraine. Der Vertreter de- Joint Dstribution Commitees in Rußland und der Ukraine, Tr. Bogen, sandte an die Zentrale des Joint folgenden Bericht: Die Sterblichkeit in den Gouvernements Odessa und Mkolajew, sowie in den anderen von der Hungersnot betroffenen Gouvernements hat sich bedeutend verringert. Infolge der ausgedehnten Kinderernährung und der fortgesetzten Zusendung von Lebensmittelpaketen hat sich die Ernährnngsliage im aUgcin/etnen gebessert. Nach dem Programm der verschiedenen Hilfsorganisationen wird im V tonal August die Zahl der;n der Ukraine ernährtem Kinder eine Million betragen. Die Zahl der auf Ernährungshilfe angewiesenen Erwachsenen erreicht ebenfalls eine Million. Abgesehen von der Hilfe, die die öffentlichen Küchen gewähren, senden verschiedene jüdische Hilfskomitees Lebensmittel an die notleidenden jüdischen FcrmÄim, a« Rabbiner, Schriftsteller, Gelehrte, Lehrer u. a. Für Aarzte besteht eine besondere Hilfsaktion, desgleichen für die jüdischen Studenten in Jekatermoslaw; speziell Mische Küchen sind in den jüdischen Kolonien, sowie auch in Charkow, Alexaudrowsk Jekatevinoslaw eingerichtet worden. (I. C. B.) * Die Karaer von Wilna wollen eine eigene Gemeinde. T'e Karaer von Wilna bemühen sich, durch Vermittlung des Teegiertcn der polnischm Regierung, vom Kultusministerium die Bewilligung zur Gründung einer selbständigen karäischea Gemeinde zu erlangen. (In Wilna gibt es seit Jahrhunderten eine Karäer-Kolonie, die in der letzten Zeit sehr zusammengeschrumpft ist. * Einäscherung eines jüdischen Städtchens in Polen. In Janow brach sine Feuersbrunst von verheerender Wirkung aus. Das ganze Städtchen ist den Flammen zum Opfer gefallen. 4500 Seelen sind obdachws geworden. (I. C. B.) * Siebenunddreißig Millionen für Wiener Wohlfahrtszwecke. Der amerikanische Bankier Otto H. Kahn hat zu Händen des Präsidenten des Komitees siir öffentliche Ausspeisung und Kinderernährung Siegfried Löewy einen Betrag von sechs Millionen Kronen erlegen lassen, die in Uobercinstimmung mit dem Spender in nachstehender Weise verleilt wurden: je e-ine Mlbion Kronen dem Karolinen- Kinders ital.und dem Haus der . Barmherzigkeit, je 800.000 K. dem St. Annen-, St. Ioses- und Israelitischen Kinderspital, 500.000 K. den Wohlfahrtsemvrchtungen des Journalisten- und Schriftstellsr- Vereins „Concordia", je 200.000 K. der Distriktskrankenpjlege, dem Ersten öffentlichen Kinderkrankeninstitut und dem Taubstummenblindenheim, 100.000 K. dem Asyl für blinde. Kinder und 400.000 K. den Zwecken des Komitees. Außerdem hat Mr. .Kahn für verschiedene Mttelstandsorganisationen fünf Millionen, dem Institut für Kulturforschung und dem Kulturbund je zwei Millionen, eMich dem Wiener Blindeninstibut uit&- dem Polizeispital je 50.000 K. und dem Kinderwohlsahrtswerk eine Million zugewiesen. Zuzüglich der bereits ausgewiesenen Dotation^ von 20 Millionen, , hat somit der amerikanische Philanthrop . insgesamt 37 Millionen Kronen Humanitären Institutionen zugewendet. * Wetterbericht. Das mitteleuropäische Aegengebiet umfaßt heute den Daum von den Alpen dis zur Nordseeküste. Die Weiterlage ist säst unverändert und geringfügigen Drucksch«ankunqerr unterworfen. Vorhersage: ZMtLchst vorwiegend :r üb und regnerisch. soäter abnehmende Bewölkung, .w.'t, stürmische westliche Winde, herrschender veränderlicher Witterunyschärakter anhaltend. * Koscher-Selebwaren. Schönfeld. Fellner L Co., II., tzaidgasie 5, täglich frisch. Chaluzim Rabatt. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Keule abends 8 Uhr Zusammenkunft in der Meierei im Stadtpark (beim Kinderspielplatz». Diskussionsabend. Gäste willkommen. ~'S5 itachduth, 2. Bezirk, Glockengüsse 30. Keule lu7 Uhr abends M t t g l i e d e r n e r s a m n» l un g. . Die H.t t a ch v u t b - W tz l t kon s e r e n/ i Wiener Morgenzeitung. Ernährung. Per timrnuAg auf den Lebens???^telmärkten. Das Fleisch wird immer teurer. Die sprunghaften Erhöhungen der Preise aus den Märkten in St. Marx bewirkten gestern sowohl im Großhandel als auch im Detailverkauf weitere Steigerungen, die den Konsum noch schwächer machten. Im Engrosverkehr verteuerten sich Rindfleisch um 600 K., Kalbfleisch unr 400 St, minderes Schweinefleisch um 1600 Kronen, Kälber um 400 K., Schafe um 200 K., Fetffchwe'me um 800 K., Fleischschweine um 600 K., Wurstspeck um 300 K. pro Kilogramm. Gegenüber der Vorwoche wurden im Einklang mit der Tendenz auf en Lebendmärkten in St. Marx teurer: Rindfleisch um 1000 K., Rindsbraten um 500 K., Kalbfleisch um 400 K., Schnitzelfleisch um 1000 K., Schweinefleisch um 3200 K., amerikanisches Schmalz um 3000 Kronen, Speck und Filz - um 4000 bis 7000 K. pro Kilogramm. Bemerkenswert ist, daß infolge der gestrigen Erhöhung der Preise für lebende Fettschweine in St. Marx, die bis zu 3000 K. pro ein Kilogramm Lebendgewicht betrug, das Schweinefleisch trotz des enormen Preises unter den Gestehungskosten verkauft werden muß und daß die Verluste beim Fettverkauf wettgemacht werden. Dw Nachfrage war in der Großmarkthälle äußerst gering, ebenso in den Bezirksgeschäften. Etwas größer war die Nachfrage nach amerikanischen Gefrierrindfleisch, das sowohl amtlich als auch privat verkauft wurde. Das amtlich ausgegebene Gesrierrindfleisch notiert in der Woche vom 19. bis 25. d. unbehindert, der Preis betragt 60 Prozent des frischen Fleisches. Es notierte: vorderes amerikanisches Gefrierfleisch 3200 K., hinteres 3800 K., Braten 4400 K. Das von Privaten verkaufte Fleisch kostete: Vorderes 3200 K., hinteres 4050 Kronen, Braten 4200 K. pro Kilogramm. In der Großmarkthalle galten gestern im Detailhandel folgende Preise für ein Kilogramm: Hinteres 4000 bis 7600 K., Bratenfleisch 6000 bis 9000 K., Kalbfleisch 6200 bis 8000 K., Schnitzelfleisch 9500 bis 10.000 K., Schweine-- fleifch 8800 bis 13.000 K., Schmalz 14.000 K., Speck 14.000 bis 16.000 K., Bauchfilz 17.000 K., Selchfleisch 10.500 bis 12.000 K. Auf den Grünwarenmärkten, die schwach beschickt waren, erhöhten sich ie Preise für einzelne Artikel. So verteuerten sich Häuptelsalat auf 3500, Kohl auf 4000 K., Kohlrabi auf 3000 K.. pro Nagel im Großhandel. Grüne Bauernfisolen erhöhten sich im Preise auf 1800 K. pro Kilogramm. Am unangenehmsten wird die steigende Tendenz der Erdäpfclpreise empfunden. Italienische Erdäpfel kosten im Großhandel 1300 K. Pro Kilogramm, für niederösterreichische wird bereits ein Preis von 1400 K. gefordert. Die inländischen Produzenten behandeln die Ware so, als würde auch diese aus dem Auslande bezogen, und gleichen.sich rasch den Preisen an, die für Artikel, die aus dem Auslande eingeführt werden müssen, zu bezahlen sind. ' Mit Eiern' ist der Markt schwächer versorgt, doch reichen die Vorräte angesichts der unerschwinglichen Preise und des geringen Konsums für die Nachfrage aus. Die Preise des Obstes blieben unverändert hoch. Die P a n i k st i m m u n g, die in der Stadt geherrscht hatte, übertrug sich bald auch auf die Märkte, wo vielfach Drohungen seitens der Käufer zu hören waren. Es waren überall größere. Wacheabteilungen bereitgestellt, doch wurde die Ruhe bis zu den Mittagsstunden nirgends gestört. Rumänische Rindfleischaktion. Von der rumänischen Rindfleischaktion der Gemeinde Wien, deren erste Sendung von der Wiener Flsischbänke-Gesellschaft in Ausführung des Auswages der Gemeinde bis' Mittwoch verkauft wurde, ist ein weiterer. Transport von Lebendvieh eiugelangt, so daß in Fortsetzung dieser Aktion ab heute der Verkauf an 13 Filialen für, Extra-, an 41 Filialen für Prima- und an 17 .Filialen, für Mittelftsisch stattfindet. Die Preise sind: Extra: vorderes mit Zuwage 7100 K., hinteres mit Zuwage 7800 K.; Prima: vorderes mit Zuwage 6600 K., hinteres mit Zuwage 62a0 K.; Mittel: vorderes mit. Zuwage 5300 K., hinteres.mit Zuwage 5900 K. Infolge der enovinen Erhöhung der rumänischen Valuta mußte leider sine Erhöhung der Preise vorgeommen. werden, doch sind diese immerhin im Durchschnitt um 1000 K. niedriger als die Preise der Wiener Fleischbänke-Gesellschaft m. b. H. siir diese Woche, wo kein rumänisches Flchsch geführt wird. Bühne und Kunst. A«§ den Theatern. '• In der Bolksoper wird heute Verdis „Troubadour gegeben. In dieser Aufführung beginnt Herr Heinrich S ch l u s n u s von dvr Berliner Staatsoper sein.Gastspiel als Graf Luna und verabschiedet sich Herr Kammersänger Karl törn als Menrico. Die' Leonore singt Fräulein Schwarz, die zuoena Frau Hajegg.' Gastdirigent Herr Egizio Massini.' — Morgen geht Puccinis ,Pohvme" in Szene. Me MÄni singt Frau Fvlsdl Böhm vom Deutschen Landestheater in Prag als Gast, als Rudolf gastiert Herr Anton Ludwig vom Nationaltheater in München. Samstag setzt Herr Heinrich Schlusnus von der Berliner Staatsoper in vor AuMhrung von „C a v a lleria rusticrna" — „Bajazzo^ als'Tonio sein Gastspiel fort. Im Wiener Bürgert he ater, gelangt morgen „D c r I u n g f e r n k r a n y, sieben Bilder aus denr Leben , emes yutflcu . Fram' Straü.er zur Nranf- 1 subruna. ' : ' .. " ‘ "" ' " "' 20. Juli 19224 Nr. 1246 - --■—|^ .. ■ ■—:-—4 Im Wiener KomödienhanS gelangt allabendlich halb 8 Uhr die Posse „Schummel macht alles" von Karl Marseld-Noumann, Musik von Ednrund Eysler, mit Otto Glaser, Viktor. Memmina, Trude Tvanbert, Hans Steiner in den Hauptrollen Mr Auffühnmg. — Morgen findet um halb 8 Ubr abends eine Sondervorstellung „Der Raub der Sabinerinnen" Schwank in vier Men von Franz und Paul Schönthan, statt. Regie Alexander Dn'schnitz. Internationale Kammermusikaufsührungen in Salzburg. Die bevorstehenden, unter den: Protektorat von Dr. R>lchard S t r.a u ß stattfindenden Internationalen Kammermusikausführungen in Salzburg erregen das besondere Interesse des Allölandes. Zahlreiche englische und französische Blätter weisen nicht nur aus die künstlerische, sondern auch auf die kulturpolitische Bedeutung dieser Aufsühmmgen hin. Von bei uns selten cmfgeführten Komponisten dürften Ernest Bloch und Igor Strawinsky, die heute in den Püenteländern zu den Führenden gehören, besonders Interesse erwecken. Von Strawinsky kommt die TanZfuite „Histoire d'un soldat", von Bloch sine neue Violmsonate zur Aufführung, für welche Professor Karl Friedberg aus München und Professor Josef Zs i gal h i aus Genf chre - Mtwiröung zugssagt haben. Von Bloch gelangt autzerdmn sine CellorhapsMe ch e l o in o" ' durch den Cellisten Alexander B a r j a n s k y aus Florenz, dem sie getoidmet ist, zur Ausfühvimg. Die Internationalen KammermnsikausfühMngen gehen den Festspielen unmittelbar voran und finden vom 7. bis 10. August statt. Karten an der Konzertkasse der Hellerschen Buchhandlung auf dem Bauernmarkt 3 und an den Zweigstellen des österreichischen Berkchrsbureaus. Eine hebräische Knnstzeitschrift. In «den nächsten Tagen erscheint das erste Heft der von dem neübe-grüindeben Rimon- Vevlag hevausgegebonen hebräischen Zeitschrift für Kunst und Literatur „Rimon". Die Zoiffchvift ist der bildenden Kunst, Musik, Theater und Literatur der Gegenwart und Vergangenheit gewidmet. Besondere Aufmerksamkeit wird dem künstlerischen Schaffen der Juden geschenkt. Die Zoitschvrst erscheint im Format der Kunstzeitschviftsn auf Kunstdvuckpapier mit Umschlag in Farberidvuck und mit 20 bis 26 Mbildungen, darunter m-chreven farbigen und zahliMchM Schwarzwviß- Zeichnungen. Die erste Nunrmer enthält einen Auffatz von' I. Meier-Graefe über Eezanne mit mehreren farbigen Reproduktion-en und einen Artikel „Moderne Kunst und wir" von Rahel Wischnitzer-Bernstein, der die verschbedenen Etappen jüdischM Kunstschaffens von den mittcklaltsrliche-n Miniaturen an bis zu den modernen Stvömunigm Wustrivrt. Reiches Abbildungsmabsrial, darunter Reproduktionen von illuminievten Handschriften des British Museum und Werken' des jungen Malers Rybak vsvcrnschanbichen. den Gedankmgang. Im litevariscben Teil bringt die Nummer außer einer Erzählung von Sternblvrg und ' Gedichten von I. Fichmann und I. Kazenelson sind ovngchsnde Besprechung des „Unterganges des Abendlandes" von Spengler, einen-Versuch einer ästhetffchm Aivalyft emver biblischen Erzählung von Pwftssor Gugm Täübler und Auffätze über Pinsker, Georg Brandes und Korolonko. Gleichzeitig mit der Zeitschrift „Mmon" bringt der Verlag eine jiddische Zeitschrift für Kunst und Literatur „Milgroim" heraus. Das erste Heft des „Milgroim" enthält außer dm auch im „Rimon" ,Äbge-> druckten Kunstauffätzen eine Skizze von Bergelson „Anfang November 1919", eine Erzählung von Nistor „An der Grenze", Gedichte von Hofstein, Kulhak und Kwitko, einen kritischen Mfsatz über die jiddische Dichtung in Rußland von Bergelson, «ine Besprechung der Romane ,^8'Qmbre de ila Croix" und „Un Royaume de Dieu" der Brüder Thauraud von W. Latzki-Beircholdi, oinen Auffatz über ,Kaotse und Buddha" vM Dr. R. Seligmann u. a. Die Ze-itschvifben „Rimon" und „Milgroim" werden von Dr. Mark Mschmtzer hevausgegobM. Die künstlerische und dmcktechmsche Leitung wird von Rahel Wischmtzer-Bernstein und dom Kumstvevlvger Alexander Kogan besorgt. Die Philharmoniker in Rio de Janeiro. Eine am 18. >d. aufgegobem Depesche meldet: Rio de Janeiro, 18. Juki. Philharmoniker angekonnnon. Alles wohlauf. E. Th. A. Hosfmanns Oper „Undine" gelangte anläßlich der Aachener deutschen Festwoche zur Auffühvnwg und übte tiefe Wirkung. Acht Jahve hatte der Aachoner Kapellmoister Orthmann vergeblich versucht, das OperNwerk des großm Dichters heranszuLringen. Nun hat chm der Erfolg der „Undine" Hoffmanns, die neben der gleichnamigen Oper Lortzings schr wohl bestcht, für seine, langjährigen Bsinühungen bvlohnt. Das fein-e, vigeuart-ige Kunstwerk dürste bald auf dem Spielplan' der Opernbühnen erscheinen. Die Breslauer Gerhart Hauptmann-Festspiele beginnen am 11. August. Hauptmann wird „Das Opfer" selbst mszonieven. Es gelangen ferner 'zur Auffühmng: „Florian Geyer", Fuhrmann Henschel", ,Mberpelz", Gabriel Schillings Flucht", „Rose Bernd", „Schluck und Jan", ,M«is>er Ätarls Geisel", „Einsame Menschm", „HannÄes Himnrelfahvt", „College Cvampton", „Die Weber" und „Der arme Heinrich". Ob „Und Pippa tanzt" gespiett wird, steht noch nicht fest, Die hervorragendsten deutschen Spielleiter und Bühnenkünstler wirken mit. * Gerichtssaal. Die Ausweisung von AuslSuderu. -; t Unter den Häftlingen, welche dem StwlfrichLer. des Bezirksgerichtes 1, Landesgerichtsrat.Dr. Grün,-vorgeführt tvurden, befindet sich auch ein elegant gekleideter Herr, der Kaufmann Salomon Goldberger ans Budapest, der wegen Rcversion angeklagt war, weil er, obwohl-von der Poli'zeidirektion Wien als lästiger. Fremder auf drei Jahre abgeschafst, dennoch nM Wien ^nrnckaekehrt 'war.'

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