Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1244 (18.7.1922)
- Date
- 1922-07-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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t Wiener Morgenzeituns. 18. Falt f"22 Nk. 1244 Mitteilmigcn aus dem Publikum. jtztiie 4 Wien. Dienstag . Di« heutige ^rachmittagssitzung der Kammer mutzte nach -lnviertelstündiger Dauer geschlossen werden, da die sozialistischen Interpellanten nicht anwesend Ware»!. Die Sozialisten erklären, daß sie mit der Regierung nicht mehr verkehren Wollen. Rilke in Creinona. Cremona, 17. Juli. (Tel.-Komp.) Die Faszisten haben .gestern die Stadt endgültig geräumt. Es herrscht nunmehr wieder Ordnung. Fünf sozialistische Gemeindevorsteher haben ihre Demission gegeben. ^ie Oaaaer .^onfefenr. Haag, 17. Juli. (Tel.-Konip.) In Konferenzkreiscu herrscht die Ansicht vor, daß bei einem Entgegenkommen Rußlands einer Wiederbelebung der Konferenz nichts im Wege stehe. L i t w i n o w erklärte, daß die russische Delegation bereit sei, über die Entschädignbug des nationalisierten Privateigentums zu verhandeln. Sie stelle aber die Forderung, daß die nicht russischen Eigentümer vom Verlangen nach obligatorischer Zurückgabe in Konzessionen oder Erbpacht Zlbstand nehmen Litwinow übermittelte weiters den Vorschlag auf eine gemeinsame Beratung der einzelnen Kommissionspräsidenten mit den Russen. Die Ernte in Rußland Lyon, 17. Juli. (Fnnkspruch.) Hoover erklärte in einem Bericht an den Präsidenten Harding, daß die diesjährjgen Ernteaussichten in Rußland ausgezeichnet soven. ker Etse^babnLnfall in NumkkNien. Bukarest, 17. Juli. (Orient Radio.) Die amtliche Untersuchung hat ergeben, daß der Eisenbahnunfall bei Prahova durch den unter der Last der zwei Lokomotiven erfolgten Einsturz der Brückeverursacht worden ist. Die Brücke war im Jahre 1917 durch die deutsche Armee errichtet und seither nicht renoviert worden. Zur Verhütung weiterer Unfälle wurden die strengsten Maßnahmen getroffen. Der Eisenbahnverkehr zwischen Bukarest und 7 * mia ist noch nicht hergestellt; die Expreßzüge Bukarest— Wwn verkehren über Hermannstadt und Arad. Tagesbericht. Dir jüdische Jugendbewegung in -Deutschland. Während weite Kreise des deutschen Judentums i§te Haltung gegenüber dem Zionismus und dem nationalen jüdischen Problem in keiner Weise geändert haben, und an einer seelenlosen Assimilation sesthalten, beweist die Beobachtung der geistigen Strömungen innerhalb der jüdischen Jugend in Deutschland immer mehr, daß die zionistischen Gedankengänge sich hier einen stets wachsenden Einfluß erobern. Auch in jenen jüdischen. Jugendkreisen und Vereinigungen, die auf keinem zionistischen Programm stehen, macht sich'der innere Wunsch geltend, die Stellung zum Judentum zu revidieren, das eigene Wesen mit positiven jüdischen Werten zu erfüllen und in die Leere, welche die flache Assimilation hervorgebracht hat, dauerte Inhalte zu gießen. Von diesem Streben zeugt auch der Delegiertentag des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, welcher in der ersten Hälfte dieses Monats in Bonn stättfand. Der von'der Leitung zurück- Iretende Dr. Apfel besprach in seinem einleitenden Bericht die geistige und seelische Situation der gegenwärtigen jüdischen Jugend Deutschlands und forderte einen handelnden, zü allen großen Zeitereignissen mit krafwoller Initiative Stellung nehmerwen Bund unter der Devise: Für ein einiges Judentum. Unter anderem führte Doktor Apfel aus: „Tie jüdische Jugend nahm in verschiedenen Gruppierungen an der allgemeinen Jugendrevolution teil und suchte mit ihr eine idealistische Gesinnung und lebensreformerisches Handeln. Sehr bald aber separierte sie sich. Antisemitische, politische, pogromähnliche. Erlebnisse, vor allem aber die fast völlige Unmöglichkeit, in irgend einer außersozialistischen Partei oder Jugendbewegung als gleichberechtigte und freiatmende Menschen am Aufbau Mitarbeiten zu können, die Abneigung gegen die Untugend vieler deutschen Jugendbetvegungen, sich fortwährend neue Ideale zu konstruieren, erweckte in ihr das Verlangen, aus eigenem, naturgemäßem Boden weiter zu arbeiten. Und eines Tages kamen Tausende von jüdischen Jungen und Mädels, wenn auch führerlos, so doch in Reihe und 'Glied angezogen und pochten mit klopfendem Herzen an die Pforte des deutschen Judentums und sagten zunächst zaghaft bittend, ja flehendlich: „Unsere Not ist groß, ihr jüdischen Brüder, helft uns! So oft sprächet ihr von den jahrtausend alten Wunderkräften des Judentums, so oft von der Heilkraft seiner Religion." Denn ihre religiöse Sehnsucht war unendlich, heißhungrig geradezu, dem Drange der Zeit entsprechend." Man habe jedoch die Forderung der Jugend nicht verstanden, und sie, die aus innerer Not zur deutschen Judenheit gekommen sei, noch der Parieischablone zu etikettieren gesucht. Infolge dieser Umstände sei ein großer Teil der Jugend kopfscheu geworden und habe auf Führer gehört, die ihr Demagogie oder unverdaute und phrasenhaft« Lehren brachten. Bei der Führerwahl wurde Dr. Cora Berliner zur Nachfolgerin Apfels gewählt. i Auf der Tagung wurden mehrere Thesen zur Verbandsarbeit einstimmig aufgestellt, in betten eS u. a. heißt:" Ter Verband fordert von seinen Mitgliedern den ernstesten Willen zum Judentum. Er will als jüdische Bewegung alle in Deutschland-lebenden jungen Juden ru a-n,einsamer Arbeit an der Zstküllst der deirt- Zur Verlobung " des Herrn Josef HO' owlts mit Fr&ulein Frieda QUttermann gratulieren herzlichst 6537 Sigmund Bönig und Frau Zur Verlobung des Herrn Josef Horowltz mit Fräulein Frieda GUMermanit gratuliert herzlichst 6539 Theo Steinl) erg scheu Judenheit zusammenfassen. Diesem Programm diene: eine Verbondsarbeit, die jeden einzelnen^Juden zu erfassen und zu beeinflussen sucht und die geeignet ist, die menschliche Beziehungen aller Mitglieder des Verbandes utttereinander zu knüpfen und zu vertiefen; eine bewußte Vertiefung des religiösen Lebens, ein zielsicheres Hinführen zu den Quellen des Judentums durch die lebendige Vermittlung der Kenntnis des gesamten jüdischen Schrifttums und der hebräischen Sprache; die tatkräftige Mitarbeit an den Aufgaben der jüdischen Oeffentlichkeit, die auf die Erhaltung und Sicherung des Judentums und der Judenheit hinzielen. Ferner wird die Unterstützung von Turn- und Wandergruppen zur körperlichen Ertüchtigung der Jugend sowie die Unterstützung der Jugendlichen gefordert, die aus ernstem Erneue rungs st reben e in e Berufswahl oder einen Berufswechsel vornehmen. Die Tagung befaßte sich auch mit der Palästina- Frage und bestätigte die bereits früher proklamierte Not- . Wendigkeit einer positiven Palästina-Arbeit. Eine Mitarbeit am Keren Hajessod wurde dem e i n z e k n en freigestellt. Leichensvnd in Sirnmornr^. Der Rumpf im Jutesack. Eilten gräßlichen Fund hat inan gestern vormittags in Simmering .gemacht. Ein Gärtner, der gestern früh ein Kornfeld in der Verlängerung des Mitterweges mähte, fand eine Leiche mitten in den Halmen. Kopf und Beine fehlten. Die Leiche war schon stark verwest. Nach dem ärztlichen Befunde dürfte die Leiche schon mindestens drei Wochen an der, Stelle gelegen sein. Ueber den Fall wird uns abends mitgeteilt: Das Feld, in dem die Leiche gefunden wurde, ist ein Kornfeld, das sich am Mitterweg in Simmering hinzieht und sich zwischen dem Seeschlachtweg, der Ostbahnstraße und dem neuen Simmeringer Friedhof erstreckt. Das Korn war reif, und per Gärtner >M. Tell hatte vorgestern - Mit dem Schnitt begonnen. Gestern früh setzte er den. Schnitt fort; und als er etwa in die Mitte deS Feldes gekommen war, fand er einen wenig vertrauenerweckend aussehenden Jutepapiersack, der schwer war und mit etwas gefüllt schien, was Verwesungsgeruch ausströmte. Der Sack war zugebunden, und Herr Tell, der gleich einen Inhalt ahnte, der auf ein Verbrechen schließen ließ, schnitt den Sack der Länge nach auf. Zu seinem Entsetzen fand er darin einen Menschlichen Rumpf ohne Kopf und ohne Beine, stark verwest, von der Hitze der Luft und vom Ungeziefer hart mitgenommen, teilweise mumifiziert, teilweise verfault. Im Sack lagen Frauenkleider, die gleichfalls von Ungeziefer und den Einwirkungen der fauligen Flüssigkeit sehr mitgenommen und kaum mehr «als Kleider erkenntlich waren. Die Anwesenheit der Frauenkleider ließ, zumal der Kops der Leiche fehlte, auf eine Frapenleiche schließen. Der Schluß war aber, wie sich^erausstellte, falsch. Tell setzte von dem Fund das Polizeikommissäriat Simmering in Kenntnis. Dieses entsandte eine Kommission an den. Fundort. Vom Sicherheitsbureau' fand sich alsbald der Vorstand, Regierungsrat Wahl, mit Polizeirat Dr. Vetters ein. Auch der Vorstand des Kriminalbeamtenreferates, Hosral Driak, war mit einer Anzahl Kriminalbeamter anwesend. Ebenso kam auch eine grichtliche Kommission. Die Amtsorgane nahmen Sack, Leichenreste und sonstigen Inhalt in Augenschein. Indessen war das Feld weiter abgemäht worden, und man fand etwa 14 Schritte von dem Fundort des Rumpfes er ffcrnt einen Sack aus Jute, der die fehlenden D k' n e enthielt. Auch in diesem Sack waren Frauenkleidcr, die augenscheinlich dazu gedient hatten, die Leichenreste einznhüllen, damit nicht Blut durchsickere. Soweit die Untersuchung ergab, ist der Rumpf der eines Mannes, dessen Alter und dessen Größe sich nicht bestimmen läßt. Die Haar sind blond. Das ist auch das einzige Kennzeichen, das bisher gegeben werden kann, da die Teile deS Körpers teils mumifiziert, teils verfault oder von Maden zerfressen sind. Der Rumpf war mit einem Hemd bekleidet, das eine gelblich-weiße Farbe gehabt zu haben scheint. Es hat rote schmale Längs- und blaue schtnale. Querstreifen, so daß die Streifen Quadrate bilden. Der Kops ist zwischen dem vierten und fünften .Halswirbelknochen so vom Rumpfe getrennt, daß der fünfte Wirbel nicht verletzt worden ist. Die Beine sind zehn bis zwölf Zentmteter unterhalb des Hüftgelenkes vorü Leib' abgetrennt. Na'.) dein Augenschein dürfte zur Abtrennung nicht eine Säge, sondern ■ tine Hacke ' verwendet worden sein. Die. Hände der Leiche sin.d'HitÄt, doch sind sie derart mumifizier^ daß sich auch aus ihnen kein Schluß auf Beruf oder Beschäftigung teä Toten zieh«, läßt. Man kann annehmen, daß der Mann dem Arbeite» stände angehört hat. In dem zweiten, Jutesack waren die Deine verwahrt. Sie entsprachen genau'den Resten an dem Runtpf. Auch die Beine waren mit Frauenkleidern umwickelt. . Regierungsrat Wahl vermutete, daß vielleicht auch noch der Kopf der Leiche in der Nähe liegen könne, und ließ ein gegenüberliegendes Knkurüzfeld und den alten Simmeringer Friedhof durch einen Polizeihund absuchen, doch ohne Erfolg. Der Hund nahm wohl Witterung, fand aber nichts mehr. Daß der Tatort auch der Fundort der Leithe ist, ist kaum anznnehmen. Entweder ist die Leiche hinge trägen oder auf einem .Handwagen hlngvMrt worden. Möglicherweise ist die Leiche auch mit der Bahn zur nahen Bahnstation Simmering in einem Koffer gebracht worden. Sofort nach dem Fund setzte die fieberhafte Tätigkeit d.s Sicherheitsbureaus und des Kriminalbeamtenreferats «''.n. Erne einzige ganz vage Zeitangabe könnte die Zeit der Ausführung des Mordes allenfalls begrenzen. Herr. Tell gab an, daß er vor etwa vier Wochen auf sein Feld gei', mffictt sei und gesehen habe, daß jemand ins Feld hme «gegangen war. Das Korn war weit ins Feld hinein etwas niedergetreteu. Tell hat damals geglaubt, daß Kinder i n Spiel ins Feld gegangen sind; er war darüber erbost, wollte aber selbst nicht weiter Nachsehen, da er sollst selbst hätte ins Feld gehen und das Korn hatte niodertreten müsst«. Da er der Sache gar keine Bedeutung beigelegt hat dachte er auch kaum daran, nachzttsehen. Nun ist es aber möglich, daß damals die Mörder die Leiche ins Feld geschleppt haben. Wer immer etwas anzugeben weiß, was mit dem heutigen Leichenfund in Zusammenhang zu dr ngen ist, wird gebeten, sich im Sicherheitsbureau, Roßauerlände 7, unverzüglich zu melden. Die Mehlausfuhr aus Budapest Budapest, 17. Juli. (Ung. Tel.-Korr.-Bür.) Laut Ver^ opdmiug des Ackevbanministers darf von Weizen in ah Produkten nur das dem jeweiligen Budapester Börsentypus entsprechende N'll ctmehl in das Zollausland ausgeführt werden. Ausfuhr, b'.r.chtigt ist jene Mühl«, die vermöge ihrer technischen Tinvi hti ng solches Mehl herzustellen in öer Lage ist, bezw. jene Prntnkten- und Mchlhändler, die das fl'r-' Ausfuhrzw-.k» ocrmahle"e Nullermehl dieser Mühlen g lauft haben od:r den von ihnen gekauften Weizen in einer solchen Mühle vermahlen ließ n. Dü Ausfuhrbewilligungen werden nach AbUlcnmz der in Raluva zu entdich enden Mahlsiener ausgefolgt. Ein., gleichze'.trg etschtenene Be^ rk-nung des Frn " mmrsnrs verfügt, daß »>.: nt z" Ar.«fuhr gelanget . Nugermehl per Meterzen.it*r 65 Rinjithmm llsanÄmcizm Aussuh gtbühr abzulvefec i sind - . ' ' Die Kultur der Hettiter Das hettMsche Reich, das unS lange Zeit so rätselhaft ' erschien, tritt immer mehr ins Licht der Geschichte. Der reiche Schatz von Tontaseln, der in dem unweit von Angora iu ■ Kleinasien gelegenen Ort Boghazköi, in den Ruinen der ehemaligen Hauptstadt der Hettiter, ctufgcfuubcu worden ist, wird von der Deutschen Orient-Gesellschaft, die an der Wetterführung ihrer llnternehmungeit in Mesopotamien uub Aegypten durch die Zeitverhältnisse verhindert ist, mit um so größerem Eifer durchforscht. In dem neuesten Heft der von der Gesellschaft herausgegcbenen „Mitteilungen" macht nun Emil Forrer den Versuch, von der Geschichte und Kultur der Hettiter ein Bild zu geben. Nationalökonomisch betrachtet, befand sich das „Haiti- Reich" auf dem Standpunkt der „Stadtwirtschaft". Nicht nur war die Berufsteilung in den einzelnen Städten weit vorgeschritten — am meisten natürlich im königlichen Haushalt, wo es Mundschenken, Truchsesse, Speiseanrichler, Köche, Schlächter, Käser, Brauer, Gerber, Goldschmiede, Wagner, Schuhmacher, Wasserträger und viele andere Berufsarten gab, sondern es hatten sich.sogar die einzelnen Gegenden darin differenziert und durch Ausübung von Spezialberufen ans das Hatti- Reich als eine große Einheit eingestellt. Als Ueberrest aus der Zeit der geschlossenen Hauswirtschaft wird die Vorschrift anzusehen sein, daß die Schuhmacher nur solches Leder verwenden dürfen, das aus der königlichen Gerberei stammt, und daß die Verwendung ftemden Leders ein schweres Vergehen ist, wenn sie nicht nach vorheriger Rücksprache vom König ausdrücklich gebilligt ist. Wenn auch die meisten Gegenstände im Lande selbst hergestellt wurdett, so stammt doch die Kunst ihrer Herstellung aus Babylonien, was auch ihre Namen zeigett. Die Kaufleute, die mit dem Ausland Handel treiben, stehen unter dem Schutz des Großkönigs. Ein Ansatz zur „Volkswirtschaft" liegt Wohl schon in dem von Tudhalijasch dem Dritten unternomtnenen Versuch, seinem unbesiegbaren Gegner Assyrien durch eine Blockade lahmzulegen, indem das verbündete Amurru in Mittelsyrien vertraglich verpflichtet wird, sowohl den unmittelbaren als. mich den Transithandel der affhrischen Kaufleute zu verhindern. Eine vom König erlassene Gesetzessammlung gibt Richtlinien für di« durch den Bürgertneifter zu fällenden Rechtssprüche und für das Maß der Strafe. Auch stellt sie für Tiere, Kleider, Felder usw. Richtpreise auf. Die militärische Organisation ist. vollkommen ausgebildet. Außer dem großen Landesaufgebot, zu dem alle verbündeten Könige Trttppen senden müssen, gibt t es ein sichendes Heer. Auch hier sind Pflichten und Rechte genau festgelegt. Die Bestimmungen über Requisitionen, Quartierbelegung und Unterbringung der..Gefangenen zeugen von gerechter u^td menschenfteundlicher Gesinnung. Wie alle Berufe! im Dienst des Küyigs, von den Unterkönigen bis. zu beu Schuhmachern, auf ihre Pflichtordnungen vereidigt waren,