Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1244 (18.7.1922)
- Date
- 1922-07-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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MWDWMW SP *tr. im Wien, MönStag fo waren auch die Pflichten aller Priesterklassen bis in alle Einzelheiten schriftlich niedergelegt. Die Priester dürfen keinerlei Privateigentum besitzen. Dieser straffe Aufbau scheint geeignet, dem an der Spitze stehenden Großkönig ein solches Uebergewicht zu verleihen, daß alle übrigen als seine Diener neben ihm verschwinden müßten, wäre nicht ein Gegengewicht vorhanden, das in Assyrien und Babylonien fehlt, nämlich eine große Wertschätzung der Persönlichkeit. Nie schreibt sich der König eine Tat zu, die einer seiner Generale vollbracht hat; er würdigt das Verdienst jedes Offiziers nach Gebühr. Der gleiche Sinn für sachliche Bewertung zeigt sich auch im Verständnis der Hettiter für geschichtliche Objektivität; sie kommt auch darin zum Ausdruck, daß bei allen Werken des Schrifttums, wenn "möglich, der Verfasser angegeben ist, und daß sich sein Werk unter seinem Namen durch die Jahrhunderte hindurch erhält. Die Schriftsteller und die eine große Rolle spielenden Schriftstellerinnen leben in den verschiedensten Gegenden des Haiti- Reiches; von manchen sind uns mehrere Werke überliefert, so daß wir uns mit fortschreitender Forschung von Persönlichkeit und Stil ein Bild werden machen können. Die Literatur ist äußerst reichhaltig. Neben den vom Hof ausgehenden Dokumenten aller Art stehen die Schriften privater Schriftsteller,' meist Priester und Priesterinnen. Sie geben in der Regel Anweisungen für das, was in irgendeinem Fall zu tun sei, zum Beispiel „wenn der Mond sich versinstert", „wenn eine Frau gebiert", „wenn ein Haus neu gebaut wird",' „wenn, jemand i % «iner Sünde lebt" usw. Die Leuchte der Abstinenz. Ein neuer Kellerbrief. Ein unbekannter Brief Gottfried Kellers wird von Dr. Friedrich Seebaß in der „Neuen Zürcher Zeitung" rnitgeteilt. Der Brief ist an den Münchener Maler Bernhard Fries gerichtet, mit dem der Dichter feit seiyer Heidelberger Studienzeit befreundet, tvar. Zum letzten Male hatten sich die Freunde 1872 hei Kellers Besuch in München gesehen. Fries starb am 21. Mai 1879. Der Brief ist aus Zürich vom 3. Februar 1878 datiert und lautet: „Endlich komme ich auch, wieder einmal etwas von mir hören zu lasten und, schicke Dir für den Salon Deiner Damen eine Separatausgabe jener Zürcher Geschichten, die Du in der „Deutschen Rundschau" glaub' ich schon gesehen hast, wenigstens teilweise. Gleichzeitig lege ich ein Exemplar der Seldwyler hei und würde versprochener Maßen eine feierliche. Dedikation für die Fräulein Tochter darein schreiben, wenn ich in diesem 'Augenblicke ihren Tausnamen wüßte, der mir Weise..durchaus nicht.beifalleü lvill! ■'K. Wenn , ich dies Jahr nach München komme,^> witil ich's dann nachholen. Wie geht es Dir und der Familie? Ich fürchte, daß Ihr Künstler auch etwas schlechte Zeiten habt in der allgemeinen Misere, und es kann immer noch schöner kommen, wenn es den herrschenden Bluthunden beliebt. Bei uns in der Schweiz ist auch überall und in allen Beziehungen Mißbehagen, und doch will niemand aufyören, zu kneipen und zu saufen. Ich habe den Anfang machen wollen und bleibe wöchentlich zwei oder drei Abenhe zu Hause, aber ja nur zweimal hintereinander. Und doch sollte der Ehrgeiz mich dazu anspornen; denn wenn ich abends zu Haus bin, so sieht man wegen der hohen Lage meiner Wohnung weit herum meine LampFbrenncn, und meine Solidität leuchtet förmlich über Land und See hm. Aber es nützt nichts! ~ Hier haust seit einigen Monaten der August Kapp aus .Heidelberg mit seiner merkwürdigen Gemahlin. Es fehlt ihm auch nicht viel zu einem Sparren im Kopf, und beide schwatzen einen halb zu Tode'. Dabei ärgern sie sich immer über die arme Johanna, die in. Gottes Namen einmal toll ist und wahrscheinlich auch lieber glücklich und gesund wäre, dienlich zeigten sie mir einen'Brief von ihr, der abwechselnd mit 'roter und schwarzer Tinte geschrieben ist, und schrien fortwährend: Ist das nicht zum toll werden? Ja, es ist traurig, sagte ich. Den schwergeprüften Hehsepaul kann ich nicht grüßen lasten, da er meines Wissens in Nom ist; dagegen , bitte ich, Herrn Neureuther zu grüßen, sowie Löhle und andere Abendsitzer. Und somit empfehl' ich mich Dir und Deinem Hause zu fortgesetztem Wohlwollen als der alte G. Keller." ' * Der ßlttflpoffditttff. Auf Verlangen der tschechoslowakischen Postverwoltung wird der F t u p p o ft verkehr n a ch d e r T sch echo - Sto w a k e i von beute an bss auf weiteres singe ste l l t. 'Der Flugpostvrlkehr' nach Ungarn, Polen und Frankreich bleibt aufrecht. * Perfynalnachrich». Am Mittwoch den 19. d. findet im Fefisaale der Technischen Kochsckule in Wien die Promotion des Assistenten an der österreichischen Versuchsstation und Akademie für Di-auindustrie, Ingenieur Bernhard P l awne r. zum Doktor der technischen Wissenschaften statt! * Für Sie RettunssgeseUfehast. Die Ilalo-Wiener Kreditbank (Präsident Dr. Ernst S e i d l e r) hat der Wiener Freiwilligen Rettungsgesell tchaft auf Beschluß der ersten Generalversammlung zwei Millionen Kronen überwiesen. — Der Betriebsrat der Wiener E s k o m p t«ne fei lschast Hai beschlossen, daß - die Beamien aller Kategorien von nun ab allmonatlich aus die Restbelände ihres Geholtes zugunsten der Wiener Fretw. Dettungsgesellsu oft verzichten sollen» und zwar: Wiener Morgenzeitung._ die Beamten auf Äestbplräge ihres Gebaltes unler 100 K.. Prokuristen auf Reftbelröge unter 1000 K. und die Direktoren aus Restbeträge unter 10.<00. * Zwei FlechtyphirsfStle in Wien. In der Woche vom 8. b>s 8. d. , wurden beim Volks'esundi'.ettsaml im Bundesmintsterium für wzmle Verwaltung zwei Neuerdrankunam an Flecktyphus in Wien bei Keim k e k r e r n aus Rußland- (ein Todesfall) festgeftellt. Blattern oder Cholerasälle wurden nicht an gezeigt. - * Italienische Reiseerleichwrungen für Touristen. Wie der Innsbrucker „Tiroler" meldet, Hot das italienische Ministerium des Aeußern den Konsulaten die Weisung erteilt. Reisenden, welche in Südttrvl Bergsahr len oder Ferioltouren unternehmen wollen, den Erhalt des Visums möglichst zu erpichtem. * Sonderzug (V-Zug) Wien-Passair-velpztg. Fahrkarten mit Plotzanweisuna könne,, auch für Oeslerrncher mit gültigem Pak bis Dienstag vormittoas. 12 Uhr, in der Kanzlei, 1. Bezirk. Ivha. nesgaste 3. beim Bund der Reichsdeutschen behoben werden. Bereits ausgegeb ne Karten ohne Plahanweisung werden umg-laulcht. Abiahrt des Zuaes um 5 Uhr nachmittags Westbahnhof, Ankunflsseite (Sommerperron). * Bitte nm Kitte. Ein unglücklicher Späterblindeter. der ans Bvl-n nach Wien gekommen ist, um hier tue Bürstenbinderer zu erleinen, ist in drückender Notlage und bittet jüruschfüblende Kerzen, ihm durch Zuwendung von Spenden leine schwere Situation zu erleichtern. Wir haben uns von der Würdigke,t des Bedauernswerten überzeugt und können le,n Ansuchen wärmstens empfehlen. Unsere Redaktion ist gern bereit, Spenden erttgegenzunehmen. * Dm Ftug-e um die 2Fe(f. Wie aus London durch Funkspn ch gemeldet wird. >st Major Blake auf seinem Fluge um die Welt in B a s r a einaetroffen. * MetlerLericht. v Zyklon, welcher die europäische Weiterlage be erricht, Haist an der südlichen Ostseeküste stark veriiest und eine für diese Jahreszeit reckt ungewöhnliche Intenttät erreicht. Dem starken Druckgefälle über Mittüeurvpa entprecken die stürmischen Winde. In Q. * st e r r e t ch ind gestern vvrmiitägs noch stellenweise Niederschläge gefallen, nachmittags hat fick das Regengebiet von den Alpen abgelöst und geht jetzt nördlich des 50. Breitegrades. Voraus aqe: V e rä n d e r l l ck, k a l t und st ü r m i! ch. — Die Irwsbrricker Vlä ter berichten über zaAr.'iche Muh, drücke und andere Schaden infolge der durc» den anhaltenden Regen heroorgerusenen U e bersch w e m m u n g e n, besonders ausgedehnt sind letztere im unteren Jnntal. * Koscher-SelKwaren. Schön seid, Fellner £ Co.» II., Kaidgasse 5, täglich frisch. Eyaluzim Rabatt. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Ztontstische Sektion Vl.. VH., Vlll. — TlkwathIehuda. Keule findet im neuen Keim, Vlll., Bennoplah 1, eme Kerzl - Feier statt. Festred-: Adg. Ing. Robert Stricker. Vor'eiung aus Krrzls Schrillen: Fräulein Berll Kammer. Mitgl ed des Raimvnü-Tyeaier. Kebrösiche Welfen: Konzerilänger Ch. Verständig. Reg'edeilrag. — Jüdisches I u g e n d h e i m. Professor Dr. Friedrich K e t t me r hält Dienstag den 18. d.. 7 Uhr abends' im Jüdischen. Iug-ndhnm. IX., Berggasse Nr. 7. einen Vortrag über den „Sinn der e t h r s Ä e n Erneuer u ii g". Frerer Zulntt für die denkende Jugend. ' U/a chi a. Keüio, '^^Ahr 'IBroßst. Saat; : Irr den Felswä d-n Tirols. 8 Uhr (Großer Saal:Beherrscher der Lüfte. 7 Ukr (Klubsaat): Dr. Richard Korn: Charak'er und Intelligenz, IV. —. Morgen, 7*6 HI>r (Großer Saal): West- Sudan. 8 Uhr (Großer Saal): Beherrscher der Lüste. Ernährung. Die LLSeNSMittelmärLte. Neue Steigerungen auf dem Rindermarkte. Alle Versprechungen, für eine bessere Beschickuüg der Rindermärkte vorzusorgen und damit einen Abbau der Preise zu ermöglichen, erweisen sich leider als Vertröstungen. Kaum haben im der vorigen Woche die Preise um eine Kleinigkeit nachgelassen, konimt schon.vom Rindermarkt in St. Marx die Nachricht, daß sich Primarinder um 500 K., mittlere und mrndeve Sorten unr 300 K. pro Kilogramm Lebendgewicht verteuert haben.-Der Markt war zu Beginn infolge dieser Forderungen sehr schwach, erst allmählich kam das Geschäft in Fluß und gestaltete sich in den ersten Nachmiltagsstunden etwas lebhafter. Der Auftrieb belief sich auf insgesamt 2401 Stiick Schlachtrinder, von denen 767 Stück aus dem Inland stammten, während 463 aus Ungarn, 364 aus Jugoslawien und 807 aus. Rumänien gekomnzen waren. 1906. Stück waren Mast-, 495 Stück Beinlvieh. Man bezahlte für - Ochsen 2800 bis 4200 K., für Stteve 8000 bis'4200 K., für Kühe 2800 bis 3800 K., für Büffel 3600 K., für Beinlvieh 1800 bis 2700 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. ' Die Rückwirkung auf den Markt in der Größmarkthalle und in den Bezirken wird erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten lasten. Einlösung von Gutscheine« für die Lebensmittelzuschüsse. Amtlich wird verlimrtbart: Die in Wien für den Bezug der Lebensmittelzuschüsse ausgegebenen Gutscheine (und zwar Wocheuabschnitt Nr. 28 bis 86) sind mit nachstehenden. Geldbeträgen einzulösen, und zwar: für Brot wöchentlich mit 700 K., für Mehl wöchentlich mit 222 K., für Fett wöchentlich mit 233 K. Der Käufer, der einen Gutschein überreicht, hat nur den Teil des Kl-einverschleißpreises in Barem zu entrichten, -der sich nach Abrechnung des obigen Gritschomwertes ergibt. Bühne und Kunst. Anä de« Theater«. In der Volksuper gelangt heute „Ticftand" mit Herrn I. Guttmann a. G. als Vedro zur Wiederholung, i Maria —. Fräulein Rantzau, Sebastumo — Herr Hagen. Zum ersten Male singen die Nuri Fräulein Wagschal, den Tommaso Herr Lazer. Dirigent: Herr Leo Kraus. Beginn halb 8 Uhr. _18. Juli 1025_. Seite 6 Snt B ürgertheaier wird heute „Die schöni Helena", morgen der „Der Bettel sind ent" gespielt „Wiener Mittelstandsoper". Unter diesem Titel erhalte! wir eine Zeitschrift, in der es heißt: „Das Projekt, den weitie sten Schichten der mnsikliebendeu Bevölkerung Wiens, insbe sondere -dem Mittelstand, Gelegenheit zu bieten, bei erschwing' lichen Preisen gute, künstlerisch vollendete Opernaufführungcr mit ersten Kräften der hiesigen Staats- und Volksopec sowü ausländischen Gästen Höven zu können, ist nunmehr nach UeÄrr. Windung aller Schwierigkeiten zur Verwirklichung gelaugt Die Gründer und Direktoren der neuen Volksinstitution sink die Herren Egon M. Müller und Maximilian Obler. Dir Veranstaltungen werden vorläufig drei- bis viermal wöchentlich stattfindeu. Als Eröffnungsoper soll die Novität „Der sah. r e n d e Gesell e", Musik von Philipp Silber, Dichtung von Gustav Streicher in erster Besetzung zur Uraufführung gelangen." — Eine Mittelstandsoper im Wien wäre natürlich eine überaus wünschenswerte Neuerung. Hoffen-tlich schreiten die Einsender mit dein nötigen Ernst und VevanttvortungsgLfühl an dieses Unternehmen, das nur gedeihen könnte, wenn cs großzügig ist. Jedenfalls wird es Kenner merkwürdig berühren, das ein volkstümliches Opentheater just mit einer Uraufführung beginnt. Opernuraufführung in Salzburg. Mittwoch den 19. d. findet im Salzbuxger Statdtheater die Uraufführung der komischen Oper „Das heiße Eisen" vom Mozarteumsdivektor Dr. Bernhard P a u m g a r t n e r unser Leitung des Konlponisten statt. Ausführung des „Dybuk" in Jerusalem. Am 23. b. ist das so erfolgreiche Drama Anskis, der „Dybuk", in der hebräischen Ue-bersetzung von Bialik nunmehr auch in Jerusalenr zur Aufführung gelangt. . ' - GerichLssaal. Ersatzpflicht auch bei GefSÄigkerteu. Die Gräfin Irma Castelnaü besaß in Wien eine wertvolle Gemäldesammlung, von welcher sie 26 kostbare Bilder vor ihrer Abreise in il- Heimat dem Gebäudeverwalter Jakob Wolsgang Salzberg in Wien mit dem Ersuchen um vorläufige Aufbewahrung übergab. Als sie nach längerer Zeit die Bilder wieder abholen ließ, waren sechs davon, Gemälde der alten Meister, nicht mehr vorhanden. Die Gräfin klagte nun Herrn Salzberg beim Zipilgerichte auf Rückstellung der Bilder, eventuell Ersatz ihres Wertes. Der Klagevertreter Dr. Räind'l begründete dieses Klagehegehren damit, daß ein Verwahrungsvertrag hinsichtlich der Bilder zustandec^kommen sei. Der Geklagtenvertreter Dr. Lenhos bestritt dies, da hier nichts äntzertzS als. ein Gefälligkeitsakt vorliege, für den der Geklagte, der der Gräfin die Gefälligkeit erwies/ nicht nach ersatzpflichtig gewacht werden könnte. Die Bilder wurden aus dringendes Ersuchen der Gräfin im Registräturzimmer aufbewahrt, wo Geklagter selbst Bilder von viel höherem Werte hängen hatte. Daß ein gewesener Buchhalter der Firma, der Unterschlagungen begangen hatte, auch die sechs Bilder gestohlen habe, sei nur eine Vermutung; dev Buchhalter - sei vom Grafen Pattavicciüi .wärmstens empfohlen worden. Selbst wenn von einem Vertvahrungsvertrag bei der unentgeltlichen,. aus Gefälligkeit erfolgten Aufbewahrung der Bilder gesprochen werden könnte, habe sich der Geklagte einer Vernachläßigung der Verivahrungspflicht nicht schuldig gemacht. Das Zivillandesgericht wies aus diesem Grunde das Klagebegehren ab. Das Oberlandesgericht hat in den nn. schriftlichen Wege ergangenen Details der Berufung der. Klägerin st a t t gegeben und nachdem Klagebegehren erkannt, weil ein Vexwahmngsvertrag vorliege. Gegen dieses Urteil wurde die'Berufung an den Obersten, Gerichtshof ergriffen. Volkswirt. Gestempelte Krone —.02 Centimes. Auszahlung Wien — .013/4 Centimes. In Zürich notierte die österreichische Kronr . . . —.01'/< (—.01'/« am 15. Juli) die österr. gestempelte Krone. —.02 (—.02 am 15. Juli) die tschechische Krone . . . . 11.70 (11.75 am i5. Juli) die Mark. 1.15 ( 1.16 am 15. Juli) Agram . . . . . . . ... 1.54 ( 1.52V, am 15. Juli) Sofia .......... 3.30 ( 3.30 am 1b. Iutt) Budapest .. 0.40 ( 0.42 am 15. Juli) Warschau.0.09*/« ( 0-091/, am 15. Juli) Katastrophale Steigerung der Valuten» Kurse. Obwohl die Krone aus Zürich unverändert gemeldet wurde, eröffneten gestern die fremden Zahlungsmittel zu ungewöhnti ch höhen Kursen und setzten ihre Steigerung bis zum Schluffe fort.' Die .tschechische K r o n e. bi* am Freitag 679.65 geschlossen hatte, «öffnete 725.— und stieg im weiteren Verlause bis auf 840.—., Nicht nur W e st o a 1 u t e n, sondern auch die übrigen national st aatlchen Zahlungsmittel machten d;e Aufwärtsbewegung mit. auch die Reichsmark stieg aut 81.—. Die katastrophahle Steigerung iit auf die Nachfrage des legitimen Bedarfs zurückzuführen, die sich Um fo drängender gestattete, als ihr Kern nennenswertes Angebot gegenüber stand. Nachstehend die offi stellen Noiierungen: Noch immer Herren' nnd Damenwäsche, Gamml' NsCfhnMiiff' * VI., Linke Wienzeile 44 mäntel, Etamine. Voile and Stoffe im IlujlDllluliir „.i d.r Keu«nbm<k. -m