Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1240 (14.7.1922)
- Date
- 1922-07-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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—Trr v'\ r.':''■' ^orm HFrm, ^rraag ^vrene« wrorgenzeirunU. 14. Full 1922 Nr. 1240 ÄeberdieS sei die Aeußerung in -er geschlossenen Wohnung und in Gegenwart von nur einer -dritten Person gefallen, so daß keine Oeffentlichkeit vörliege. Dr. Grimmeisen habe sie stets beim-Telephon-gestört und ihr auch sonst immer Unannehmlichkeiten zu bereiten versucht. Da die vorgeladenen Zeugen, nicht erschienen waren, mußte die Verhandlung vertagt werden. Volkswirt. Gestempelte Krone — —.02'/« Centimes. Auszahlung Wien — —.0190 Centimes. Sn Zürich notierte die österreichische Krön» . —.0190 (—.02 am 12. Juli) die österr. gestempelte Krone. .-.027s (-.027, am 12. 3u!i) die tschechische Krone ... . 10.80 (11.05 am 12. Juli) die Mark......... ‘ 1.22 ( 1.24 am 12. Süll) Agram 1.50 ( 1.60 am 12. Suti) Sofia ««..»,,».» 3.25 ( 3.30 am 12. Juli) Budapefi ,»»,»,.» » ' 0.40 ( 0.427, am 12. Juli) ^t^affchau..... ... 0.08 ( 0*10 am 12. Juli) Mark und Krone. Die jüngsten Vorgänge auf den Devisenplätzen haben die Schicksalsgemeinschaft, die zwischen der Krone und der Mark besteht, aller Welt dargetan, und selbst der österreichische Finanzminister, dir in dem neuerlichen Kurssturz der Krone die Tätigkeit dunkler Mächte erkennen wollte, hat in seiner letzten Erklärung den Zusammenhang zwischen den beiden notleidenden Währungen anerkannt. Nun ist der Taumel, von dem die Mark ergriffen wurde, gewichen, und auf die.Ermäßigung der am 15. d. fälligen Reparationsrate hat in Deutschland eine Ernüchterung Platz gegriffen, von einer Erholung der Krone ist aber nirgends eine Spür zu entdecken. Hört hier die Schicksalsgemeinschaft auf? Ein Anhalten der Ernüchterung aus den deutschen Plätzen hängt einzig und allein davon ab, ob dem Ansuchen Deutschlands um ein zweijähriges Moratorium Folge gegeben wird. Die Frage eines solchen Moratoriums ist nicht erst jetzt auf die Tgesordnung (allerdings nicht auf die der Reparationskommission) gestellt worden. Daß. sie immer wieder auftaucht, so. oft der Entwertungsprozeß der deutschen Mark ein beschleunigtes Tempo einschlägt, das erinnert.an die dringenden^ Rufe Oesterreichs nach Krediten, so oft in Wien Devisenkurse zum Vorschein kommen, die, ehe.sie Wirklichkeit geworden sind, sich selbst die kühnste Phantasie nicht als Möglichkeit hätte ausmalen können. So hat denn die .Pariser 'Reparatiönskommiffion, der früher nur das Ansuchen Oesterreichs um die Aufhebung der Generalpfandrechte vorlüg, und die dieses leidige Problem .immer, wieder hirmusschob, jetzt sich auch Mit dem Ansuchen Deutschlands, um ein Moratorium zu befassen. In dieser gleichzeitigen- Behandlung (oder Verschie-, Lung) einer deutschen und österreichischen Sache druckt sich nun auch auf dem . diplomatischen Gebiet die Schicksalsgemeinschaft zwischen Kröne-und Mark . aus. Man ist. geneigt, darin einen Vorteil für Oesterreich zu erblicken, da der enge Zusammenhang zwischen der österreichischen Frage und der deutschen sowie der deutschen mit den internationalen Fragen bisher aller Persuche spottete, für Österreich allein eine großzügige Kreditaktion einzuleiten. Daß diesen Versuchen bisher der Erfolg versagt blieb, schloß die Möglichkeit nicht aus, dqß er sich zu einem späteren Zeitpunkte einstellen werde. So durchdrungen aber der Oesterreicher von der Wichtigkeit seiner Sache war, daß er trotz aller Enttäuschungen unentwegt .als Träumer von Krediten durch die Welt schritt, so wäre es eine verhängnisvolle Selbsttäuschung, wenn er nun in der Tatsache, daß sich ihm ein Moratoriumsträümer als Leidensgenosse beigesellt hat, eine Milderung seiner Lage erblicken wollte. Denn es ist kein Zweifel, daß die Großmächte an dem großen Deutschland viel mehr interessiert' sind als an dem winzigen Oesterreich, daß sie daher.die Behandlung des deutschen Moratoriums der Kredithilfe für. Oesterreich voranstellen werden. Die Mühlen der Entente und insbesondere Frankreichs mahlen aber sehr langsam, und es besteht daher die Gefahr, daß sich zu den Verzögerungen, die sich aus den Widerständen gegen eine Lösung der österreichischen Pfandrechtsfrage ergeben, auch noch die Widerstände gegen eine Erleichterung der deuffchen Lage hinzugesellen werden. Man hat Deutschland. die Ermäßigung der Reparationsrate bewilligt, aber man soll daraus keine weitgehenden Schlüsse ziehen. Hier besteht nicht mehr als eine Analogie zu den Kreditvoxschüssen, die Oesterreich, als seine Not am höchsten gestiegen war, stets noch zugesagt und zum Teile auch. gewährt wurden. Der Unterschied besteht nur.in der Form,' wobei auf das Mißverhältnis zwischen der Ohnmacht Oesterreichs und der immer noch vorhandenen Kraft Deutschlands zur-Selbstbehauptung Rücksicht genommen wird — ein Unterschied, der sich ziffernmäßig in dem Verhältnis des Kurses der österreichischen Krone zu dem Kurse der deuffchen Mark ausorückt. Aus diesem ungleichen Kräfteverhältnis erklärt sich die bescheidene Forderung Deutschlands, ihm ein Moratorium von bloß zwei Jahren zu bewilligen und das Verlangen Oesterreichs nach Zurückstellung der Generalpfandrechte auf 25 Jahre und einer Ergänzung dieser negativen Hilfe durch effektive' Kredite, Darum auch darf die Betonung der Schicksalsgemeinschaft zwischen der Krone und der deuffchen Mark nicht zu weit gehen und etwa den Blick dafür trüben, daß die'.Wege zwar eine Strecke lang gemeinsam sind, daß sie über dann weit auseürander gehen. Wie lange es dauern kann — falls Deutschland der Aufschub seiner Zahlungen nicht bewilligt werden sollte — bis die Mark von l aus 0,92. angelangt sein wird^ darüber sich in Vermutungen zu. ergehen, wäre ein müßiges Spiel. Daraus, daß cs bei uns zur Durchschreitüng dieses Weges eines. Jahres bedurfte, lassen sich nicht zwingende Schlüsse ziehen, daß es in Deutschland ebensolang dauern müßte. Die Größe des deuffchen Wirffchäftsgebietes läßt auch andere Möglichkeiten offen. Jedenfalls aher beweist die anhaltende Devisenhausse in Wien, daß die Mark zwar imstande ist, in ihrem Sturz die Krone mitzureißen, daß aber ihre Erholung sich jedoch nicht in gleichzeitiger Besserung der Krone ausdrücken muß, ja es hat sich der paradoxe Fall-ergeben, daß eine Besserung der Mark die Situation der Krone zu verschlechtern vermag. Der Währungssturz in Deutschland verbilligte für uns wenigstens die Reichsmark, nun ist uns auch .dieser Vorteil entschwunden. Das zeitliche Zusammentreffen der Plaidoyers für Deuffchland und Oesterreich vor dem Pariser Tribunal rückt aber die Gefahr nahe, daß von der Entente selbst die unzulänglichen Versuche, Oesterreich für sich allein zu helfen, bis zur Lösung der deutschen Frage eingestellt werden. - —ll. Die Steigerung der tschechischen Krone. Aeutzerungen des Finanzministers Nowak. / Der tschechische Finanzminister. N o w a k äußert sich in der Preßburger „B. Z. am Abend" über das Steigen der tschechischen Krone unter andrem: Das Steigen unserer Krone hatte seine Ursache in unserer Handelsbilanz pro 1921, der die pro 1922 nicht nachsteht, in -der heurigen guten Ernte und im Kurssturz der dentschen Mark. Wir werden jetzt emgreisen und de-n Kurs ein wenig znrückdrücken. Das Bankamt hat bereits in den letzten Tagen Devisen angekarrft. Was die ö st e r r e i ch i s 'ch e K r o n e anbelangff so kann chr ein legislatorisches Mittel nicht mehr. helfen, da die Preise dtzr Waren in Oesterreich der Valuta förmlich nachjagen. Nur wer sich aus eigener Kraft hilft, kann emporkonrmen. Was die Mürk betrifft, so haben die Deuffchen. -eine verfehlte Politik eingeschlagen, als sie mit einem Niederhalten der Mark die Reparationsforderungen ad absurdum führen wollten. Die niedrigen Tarife und Steuern hatten ein großes Defizit im Budget zur Folge. Das Spiel war aber zu gewagt und der rapide Marksturz lag nicht mehr im Interesse Deuffchlands. Eine Sanierung der Mark hängt heute natürlich innig mit der Lösung der Reparationsfrage zusammen. Forderungen der tschechischen Textilindustrie. Die Korrespondenz Herzog meldet aus Prag: Der Verein der ffchechischen Textilindustriellen hat mit Rücksicht aus die großen Schäden, welche der Textilindustrie durch das Steigen der tschechischen Krone erwachsen, folgende Resolution gefaßt: Die Textilindustrie in Böhmen hat derzeit 24.460 Arbeitslose, gegen 11.300 im Vorjahre. Die Textilindustviellen wären gezwüntzen, im Falle eines weiteren Steigens der ffchechischen Krone mit Lohnreduktionen vorzngchen. Die Textilindustriellen fordern die Freigabe des Devisenhandels und die Festsetzung der- Steuern nach dem Stande der ffchechischen Krone im Auslande. Die richide Steigerung der tschechischen Krone hat. für die Textilindustriellen große Verluste zur Folge gehabt, und erschwert ihr jede Konkurrenz mit dem Auslände. Die Textilindustriellen verlangen eine Stabilisierung der Valuta, Die Deoisenknrk«. Sn Zürich ist gestern die geslempelte Krone von.0-02'/, auf 0.02*/*, Auszahlung Wien von 002 auf 0.0190 zurückgegangen. Dagegen hat sich die Reichsmark weiter gebessert und ist auf 1.22 gestiegen. $ ll anderen Zahlungsmittel, auch Westdevisen, waren gestern in Zürich schwächer: empfindlich war inebesondere der Rückgang der tschechische» Krone, die von 1105 aus 1A80 gesunken ist. Die ungarische Krone ermäßigte sich von 6.42'/, auf 0.40. die polnische Mark ist Unter 0.10 gesunken und schloß 0.08. Die Besserung der Mark hatte eine weiter Ermäßigung der Devisen lnBerltnzur Folge; der Dollar ist dort auf 437.80 zurückgeqangen, die österreichische Krone von 1.92'/, auf 1.677,; Sn W i e n unirrblieben gestern wegen des Ausfalles des Börseverkehrs die offiziellen Notierungen, im Verkehr von Bureau zu Burcau waren etwas niedrigere Kurse in Geltung. Eine Ausiandsanleihe der Skoda-Werke. Die Skoda- Werke in Pilsen verhandeln mit einer englischen FinaiHgruPPe wegen eines Darlehens von 1,5 Millionen Pfund - Sterling, welches auf ihren Pilsener Werken hypothekarisch sicherbestellt würde. Der Kredit wird einerseits zur Bezahlung -der bisherigen BankMulden, andererseits zu Investitionen und zum Einkauf von Rohstoffen für die Bestellungen verwendet werben, welche in letzter Zeit aus England, Amerika, Griechenland und Rumänien eingelaufen sind. Die Bedingungen sind etwas günstiger, wie bei der Staatsanleihe. Der Anleihevertvag soll von ,der außerordentlichen Generalversammlung am 17. d. genehmigt werden. Wiener Lombard- und Esc-mpte-Bank. Unter dem Vorsitz des Präsidenten Louis Caspers hat heute die (48.) ordentliche Generalversammlung dieser Bank stattgefunden. Dem vom geschäftssühreNden Verwaltungsrat Dr. Ing. Franz Herzberg erstatteten Bericht über das Jahr 1921 ist zu entnehmen, daß das Institut weit über die durch die Inflation bedingten Zahlen hinaus große Umsätze gemacht hat. Das laufende Geschäft yat außerordentlich zugenommen und der industrielle Konzern der Bank hat sich durch Ausbau der bisherigen Beteiligungen, sowie durch Eintritt in eine Anzahl von neuen Industrien bedeutend erweitert. In langwier'gen, aber erfolgreichen Verhandlungen in Paris und London ist e8 gelungen, die Vorkriegsschulden aus ein erträgliches. Maß zurückzusi'chren. Die Bilanzsumme ist nahezu zehnmal so groß wie die vorjährige und übersteigt 11 Milliarden Krotten. Der. Bruttogewinn ist von 18,9 Millionen auf 495,6 Millionen Kronen gestiegen, beträgt also mehr als das 25säche des Bor- ' jähreS. Es ergibt sich nach Abzug der Lasten ein Reingewinn von 224,2 Millionen gegen 9,7 Millionen Kronen im Vorjahre, allerdings auf das erhöhte Kapital. Im August vorigen Jahres wurde das Kapital von 100. auf 2q0 Millionen Kronen erhöht, rat Dezember von 200 auf 400 Millionen, wovon aber nur 209 Millionen Kronen des Aktienkapitals sür das Geichäftsjabr 1921 dividendenberechtist sind. Der Bericht macht Mitteilungen über die größeren Unteritehmungen, in derer Verwaltung die Wiener Lombard- und Escompte-Bank vev treten ist, und zwar über Banken und Jndustriegesellschaften Der Bericht der Verwaltung wurde einstimmig zur Kenntnis genommen, ebenso wurden die auf die Verteilung des Reingewinnes Bezug habenden Anträge mit Stimmeneinhelligkeit genehmigt. Darnach gelangt der ^Dividendencoupon für das Jahr 1921 mit K. 75 (37,6 Prozent) zur Einlösung. In der Generalversammlung wurde auch die Erneuerung des Beschlusses der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. Juni b. I., betreffend die Erhöhung des Aktienkapitals von 4o0 Millionen auf 800 Millionen Kronen vollzogen. Die bisherigen Direktoren des Instituts, die Herren Dr. Emil Frankl und Alfred Wechsberg wurden unter gleichzeitiger Zuvücklegung ihrer Stellen als Direktoren in den Verwaltungsrat l kooptiert und in. das Exekutivkomitee, berufen. In'der letzten Zeit wurden ernannt: zu Direktoren die.Herren Emil Sohr, Bela Steiner und Ignaz Wagner, zu Direktoren-Stell- Vertretern die Herren Max C g s p e r s, Konstantin. D e l h e z, Robert Dietrich, Gustav Fein, Karl Hör a k, Eduard Katz, Heinrich Stiaßny und Max Leichner. Krradsetzung des Vankzinsfuhes i» England. London, 13. Juli. Die Bank von England hat den Diskont auf 3°/, herabg-seht. De, Privatdiskvnt betrat derr,»t 21,,0 0. Englische Interessen an der Donauschissahrt. Aus Buda- Pest wird gemeldet: In Wirtschaftskreisen verlautet, daß das englische River-Syndikat, das bereits vor zwei Jahren die Majorität der Aktien mehrerer Donauschiffahrtsgesellschasten erwarb, nurrmehr die Aktien der Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft an der Londoner Börse einzuführen gedenkt. Gleichzeitig verhandelt das sogenannte Syndikat , mit der, ungarischen Bimienschisfahrtsgesellschaft bezüglich des Ankaufes der aus 25 Einheiten bestehenden Handelsflotte und . hat der Gesellschaft bereits ein Anoot in der Höhe von 75.000 Pfund Sterling gemacht. Ausgabe neuer Leinoten. Um den Fälschungen von Leinoten der Banva Nationala Einhalt zu tun, hat diese Bank die Ausgabe von neuen Noten zu 500, 100 und 20 Lei beschlossen. Die neuen Noten werden..in Frankreich gedruckt werden. Der Umtausch der alten Noten gegen die neu zu emittierenden beginnt am. 1. September 1922. Geldknappheit in Polnisih-Oberschlesien. Im polnischen , Teile Oberschlesiens herrscht nach .einer Meldung der ' „Nowa - Reform«" seit der Uebergahe der Verwaltung großer M a ngel an Zahlungsmrt't eIn, weil die deuffchen Banken ihre Barmitel eingezogen haben. Da sich die- Schwierigkeiten von Tag zu Tag^ vergrößern, ist in den oberschlesischen Jndustriekreisen das Projekt ausgetaucht, für Polnisch-Oberschlesien Noten in eigener Währung zu emittieren, die auf die obersehlesischen Schätze sicherzustellen wären. Ende des Streiks in der Budapester Filiale des Wiener Bankvereins. Budapest, 13. Juli. Der teilweise Streik der Beamten des Budapester Hauses des Wiener Bankvereins ist beendet. Die über Intervention des Direktors des.ungarischen , Hauses und des Vorsitzenden des Betriebsrates geführten Verhandlungen haben zu einem für beide Teile befriedigenden Ergebnis geführt, so daß heute die Arbeit wieder ausgenommen wurde. < Die Obstausfuhr ans Ungarn. Das ungarisch^ Ackerbau- Ministerium hat die Ausfuhr von Zucker- und Wassermelonen sowie Reineolauden bis auf weiteres, die Ausfuhr von roten und gelben Sommerpslaumen bis zum 2o.' August, Sommeräpfel verpackt bis zum 15. August, Sommeräpfel geschüttet bis zum 20. August ohne Einholung einer besonderen Ausfuhrbewilligung gestattet. Der Minister hat gleichzeitig die für die Ausfuhr von grünen- Zwiebeln festgesetzte Frist bis zum 1. August verlängert und die Ausfuhr von frischem Knoblauch bis zum 1. August freigegeben. Unentgeltliche Propagandamaterialausgabe für Messeaussteller. Die Aussteller der Wiener Messe können ab 16. d. täglich von 9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags Propagandamaterial in 20 Sprachen im Publizistischen Bureau btt- Wiener Messe A.--G., 7. Bez., Museumstraße 1, -unentgeltlich beheben, unter anderem den sechsseitigen illustrierten Prospekt, Plakate in verschiedenen Formaten und Propagandastampiglien in vier Sprachen. Es wird baldige Abholung empfohlen, da erfahrungsgemäß der Andrang in den -letzten Wochen vor der Messe schr groß ist. _ Prager Dorf?. Prag. 13. Juli. Die cesttigeBefestigung infolge der neileren Abschwöchung der ffchechischen Krone und der Kausse der Wiener Börse machte heute weitere Fortschritte. In erster Linre profilierten ' davon Arbiiraqewerte. Obwohl die Festigkeit nicht auf allen Linien anhielt. kann man doch die Tendenz - im Großen und Ganzen als befestigt bezeichnen. Auf dem Anlagemarkte blieben Staatspapiere unverändert fest und von den übrigen die mährischen. Von Bankwerten zogen namentlich Agrarbank-, Bvhmi'.che Bank-, Arglobank- und Kreditbank-Aktien im Kurse an. während Bohemiabank-, Landwirtfchaflliche Bank- und Bankverein-Aktien nachgaben. Auf dem Industrie-Aktienmärkte wiesen Jnwald-, Oesterr. Hültrn-, Eisen-, Brosche-, Ringhoffer- und Danek-Aktien Besserungen auf. Auch Königshofer-Akiieü erfreuten üch größerer Nachfrage. Verkehrswerte lagen gleichfalls höher. In Exoten war nach Brunner Maschinen lebhafte Nachfrage. Valkan.Papiere zogen gleichfalls an. Die Schlußtendenz war> befestigt. - Aus dem Devisenmärkte stellte sich eine Beruhigung ein. '' Der Verkehr war säst normal bei uneinhe'ilicher Kursentwicklung. Im freien Verkehr zeigte sich eine allgemeine Befestigung. Schlutzkurje: Türk.Eiienbahn-Anleihe 400 Franken 370.—, Böhm. Unionbank 419.—, Böhm. Eskomptebank l-99.—,, Böhm. Jndustrialbank 435.—, Zivnostenska - Banka 4l3.b0, - «nglobank 56.—,. Oesterr. Kredit 23.—. Oesterr.-Ungar. Bank —, Wiener Unionbank 18.50, Wiener Bankverein 20.—, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A 870.—, Lit. U 350.—, Ferdinands Norddahn Prag-Duxer,160.— Auffig-Dplitzer Eisenbahn 780.—, Nesiomiher Zuckerindusirie 965.—, Verein * Elektrizität Wien 44. -, Brosche 835.—, Koliner Spiritus 780.— Königshofer Zement 720.2—, Breitfeld-Danek 350.—. Ringhoffer ~ 700.—, Simmeringer 79.—, Rotkosteletzer Textil —, Alpine Montan 328.—, Poldihüite 344.—, Prager Eben 795.—, Skoda 431.—.^Oesterr. Berg u. Kütten 875.-, Jnwald 910.—. Brrdapester Börse. VudapeN, 13. Juni. Die heuliae Börse eröffnete in Wartung emcr höheren Züricher Notierung reserviert. Später war jedoch in der Kulisse, wie auch im Schranken einige Besserung zu verzeichnen. In Salgo- und Rima-Aktien fanden Dkckungskäuse statt, wodurch erster« um 600 Kronen und Rima-Akiien um 200 Kronen im Kurse anzogen. Freundlih tendierten auch Eüddahn-Aktten. Die übrigen Werte waren aber geschäftslos. Der Alühlenmyrkt wies Besserungen von 50 bis 200 Kronen aus Der Kohlenmarkt lag fest, namentlich Ung. Allg. Kohlen- Aklien desterten sich um 1000 Kronen. Die Werte des En'enmarktes schlossen durchwegs über ihrem Eröffnungsniveau. Am gemilchten Markte herrschte gleichsalls eine allgemeine Befestigung vor. Der Valutenmarkt war mit Ausnahme der deutschen Mark sehr flau. Später ging sie jedoch unter 300 zurück und d«e Westvaluten batten Ueb bedeutend aebeliert. Der Devisenmarkt