Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1240 (14.7.1922)
- Date
- 1922-07-14
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980320--11699-2998167- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
jj -Ms'! -^~rr~~^ -:--r-f-----T--"»»'‘'V ....... ..^:..^,,r i. Wien. Freitag '.«tngcn gesorgt. Zuni Andenken der wahrend der Ex-;csse gefallenen Polen wird in der Resolution feierlich, versprochen, fernerhin energisch und unermüdlich für die Verbreitung der Ideen des N o z w o \ zu arbeiten und mit allen Kräften danach zu streben, „das geliebte und durch die Inden gepeinigte polnische Vaterland möglichst schnell;u entjuden". Ten Rozwoj-Leuteu genügt das am 2. Juli unschuldig ocrqossene jüdische Blut noch nicht, nun versuchen sie ihre Jndenhetze mit noch stärkerer Kraft zu führen. Hoffentlich wird die Negierung im Interesse der polnischen Staatlichkeit entsprechende Maßnahmen treffen, um endlich einmal den schändlichen und staatsverderblichen Wühlarbeiten der Nationaldemokraten ein Ende zu machen. Die antisemitischen Exzesse in Wilna. Wilna, 12. Juli. (Tel. der „Wiener. Morgeirzeitung".) Tie vom Warschauer Sejm eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Judcnexzesse in Wilna ist hier eingetroffsn. Sie hat bereits den D-elegierten der polnischen Negierung, Roman, und den Staatsanwalt Holownia einvernommen. Nach Beendigung des Studiums des Attenmaterrals beginnt die Zeugeneinvernahme. Oberrabbiner Rubin st ein intervenierte beim Universitätsrektor in Angelegenheit der Teilnahme von Studenten an den letzten Exzessen und wies auf die demoralisierende Wirkung hin, die die Teilnahme der Hochschnljugend, die zur geistigen Führung dev Bevölkerung berufen ist, auf die übrigen Volksschichten ausüben muß. Dvr Rektor versprach, die Angelegenheit dem Senate vorzulegen und entsprechende Maßnahmen für die Zukunft zu treffen. Die 'Wilnaer fortschrittlichen und radikalen polnischen Parteigruppen haben in ihren Parteiorganen Aufrufe veröffentlicht,, in denen sie die Exzesse ablehnen und die Regierung auffordern, Maßnahmen zu treffen, um in Zukunft ähnliche Vorkommnisse zu verhindern. Die Aufrufe dieser Gruppen haben auf die jüdische Bevölkerung beruhigend gewirkt. Die nationaldemokratischen Zeitungen treten nach wie vor gegen die jüdische Bevölkerung auf und entfalten eine lebhafte Propaganda-für den antisemitischen Gedanken der Rozwoj-Organisationen. Die Verhetzung in Oberschlefien. Kattowitz, 12. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung.") Die seit Uebernahme Oberschlesiens durch Polen begonnenen Judenexzesse dauern noch immer fort. An diesen Exzessen nehmen auch Soldaten teil. Die „Oberschlesische Grenzzeitung", die Korfanth Nahesteht, fordert in jeder Nummer zu Juden ausschreit u ngen auf. ,y Danzig — polnische FlottensLatio». Paris, 13. Juli. (Tek.-Komp.) Wie verlautet, ist vor einigen Tagen hier ein ftmrzö fisch-polnisches Abkommen unterzeichnet worden, durch das Danzig zum Polnischen Flottenstützpunkt bestimmt wurde. Der Präsident des Freistaates Danzig, S a h m, hat dagegen schärfsten Einspruch erhoben. Palästina. MoliaMmedanisch-christliche Vereine. Jerusalem, 10. Juli. (I. C. B.) In Sichem ist zwischen den christlichen und islamitischen Mitgliedern der nrohamedanisch-christlichen Vereinigung eine Spaltung eingetreten. Die Versuche der aus Jerusalem angclangten Redakteure des „Alsaba", den Streit zu schlichten, haben bisher zu keinem Resultat geführt. Jerusalem, 10. Juli. (I. C. B.) Die Jafsaer arabische Zeitung „F e l e st i n e" teilt mit, daß sich in Tulkerem nach dem Muster der in anderen Orten bestehenden mo- 'hamedanisch-christlichen Vereinigungen eine ähnliche Vereinigung gebildet habe, jedoch von der Negierung verboten wurde. Die OrienLLvnferenz. London, 13. Juli. (Tel. d. „Wr. Morgenzeitung".) Die „Times" melden, daß die Abhaltung einer Konferenz zur Regelung der Frage des nahen Ostens nunmehr gesichert sei. Die Konferenz solle womöglich in Konstantinopel zufammentreten. Außer den Vertretern der Alliierten erhalten die türkische Negierung in Konstantinopel, die Negierung von Angora und das griechische Kabinett Einladungen zur Teilnahme an diesen Verhandlungen. - Lettland gegen die jüdischen Minorität-rechte. Riga, 11. Juli. (I. C. B.) Die Verfassungskommission der - Konstituante hat die Verfassungsartikel betreffend das Recht der jüdischen Bevölkerung auf Gebrauch der jüdischen Sprache vor Gericht abgelehnt, ebenso die verfassungsmäßige Verpflichtung der Negierung, alle ihre Verordnungen auch in jüdischer Spräche zu verlautbaren. Hingegen wurden die gleichen, aus die Rechte der r u s s i s ch e n und ^deutschen Sprache im öffentlichen Gebrauch bezughabenden Bestimmungen angenommen. Rückkehr Sokoloos, Pattersons und Ruthenbergs nach England New dort, 8. Juli. (I.' C. B.) Der Vorsitzende der zionistischen Exekutive, Nahum So ko low, das Mitglied' per Keren Hajessod-Kommissiott Colonel P a t t e r s o yi, sowie Ing. Rutbevbera sind nack Enaland abaereiit. ' ' ' f ■ ' 'r> .1 Wiener Mm'genMturrg. _ Tagesbericht. Neuerliche Erhöhung der Vrot- und Gebäckpreije. Die Brotfabriken und Bäcker >yrden einvernehmlich folgende neue Pre'le mii W rksamkelt bom 14. d. festgesetzt: sslrr einen Normallaib m't 123 Dekagramm 1700 (60 Nabalt für Wiederverköufrr). stir ein Kiioaramm Exlrabrot 1540 K. (60 K. Rabatt), für einen weißen Wecken mit 32 Deck'gramm 7L0 K. (35 K Rabatt), für ein Stück Kleingebäck 100 K. (7 K. Rabat!). Die Brolerzeuaer weisen zur Begründung der abermaligen Erhöhung der Brot» und Gebäckpreise darauf bin. daß infolge des Kinauflchnellens der fremden Zahlungsrmtlel die M e h 1 p r e i f e eine fo ungeheure Köhe erreicht haben, die ziemlich weit über die Ansätze hinausgehen, welche'die Brokerzeuger als Grundlage ihrer Berechnung angenommmen haben. Dazu Kommen noch die ebenfalls mit der Valutenhausse zusammenhängenden hohen Kohle np r e i f e. die gewaltige Verteuerung des Preises für elektrischen Strom und Licht ad 15. d. und die Verteuerung des Fuhrwerk». Beim Ringelspiel im Prater. Wieder ein Kinderverderber. In Wien ist wieder einer jener Unholde anfgetaucht, der Kinder an'.sich lockt und sie an Leib und Seele verdirbt. Diesmal ist der Kerl unter der Maske eines Arztes aufgetaucht. Im Hanse Lilienbrunngasse 15 wohnt der Tapezierergehilfe F. mit Frau und Kindern. Gestern ging der elfjährige Sohn mit seiner siebenjährigen Schwester Johanna, einem kleinge-!..ichsenen Mädchen, das barfuß und ohne Kopfbedeckung war, am Nachmittag in den Prater. Am Abend kam der Junge allein nach Hause und klagte, ganz verweint, daß er sein Schwesterchen bei einem Ringelspiel verloren habe; ein Mann sei mit ihr weggegangen. Der Mann habe recht lieb gegen, die Kinder getan, sie ins Gasthaus geführt und sie Ringelspiel fahren lassen; er sei, während.der Junge auf dem Pferde saß, mit dem Mädchen verschwunden. Das Polizeikommissariat erließ sofort eine Kurrende mit der genauen Beschreibung des Mädchens und des Enisührers. Der Knabe /beschreibt den Mann, der sich für einen Argt aus Margareten.ausgab, als etwa 80 Jahr alt, mittelgroß, mit scharzem Haar, bekleidet mit schwarzer Hose, schwarzem Rock, .schwarzen Schnürschuhen, schwarzen Gamaschen und ohne Hut. Die ganze Nacht wurde nach dem Kind und seinem Entführer gesucht. Streifungen wurden veranstaltet und gestern früh wurde das Mädchen allein, hart mitgenommen und seelisch erschüttert, bei den Kaisermühlen aufgefmiden. Das Kind schilderte seine Erlebnisse folgendermaßen: Der angebliche Arzt war mit der Kleinen nach Kaisermühlen gefahren und hatte sie dort in eine.Hütte geführt. .Dort habe der Unhold seine Absicht erfüllt. Die Kleine mußte alles geschehen lassen, ist absr dann, vor Müdigkeit oingeschlasen. Beim, Morgengrauen hat der Mann die Kleine aufgeweckt. Er war angekleidet' und sagte dem Kind, er gehe nur auf einen Augenblick weg und werde gleich kommen. Er kam aber nicht wieder. ' Nach langem Warten verließ daS Kind die Hütte und ging weiter, bis es eine Frau traf, die eS fragte, was ihm geschehen sei. Das Mädchen erzählte alles und wurde von der Frau zum Kommissariat gebracht, wo sie die Erzählung haargenau wiederholte. Die Kleine macht einen sehr aufgeweckten Eindruck und an der Wahrheit-ihrer Allgaben ist nicht zu zweifeln. Der Polizeibezirksarzt untersuchte die Kleine und stellte zunächst fest, daß sie leine Verletzungen erlitten hat. Sie weist aber Anzeichen des Verbrechens aus. * . Der internationale AliichtlinHspatz. Genf, 10. Juli. (I. C. B.) Die internationale Konferenz für Paßfrag-en für die russischen Flüchtlinge hat ihre Arbeiten beendet. Ern aus Vertretern Deutschlands, Frankreichs, Polens, Rumäniens und Jugoslaiviens gewähltes Unterkomitee unterbreitete der Konferenz das Projekt eines internationalen Uebereinkommens für die Schaffung eines einheitlichen Interimspasses für russische Flüchtlinge mt Ausland. Die Konferenz einigte sich auf ein internationales Emheitsfovmular eines Jdentitätszengnisses,- das sie jeder Regierung zur Annahme empfehle. Dadurch werden die bisherigen Schwierigkeiten in der Unterbringung der russischen Flüchtlinge in. aufnahmsfähige Länder behoben. * Die jüdische Emigrationssrage. Der Direktor des kontinentalen Bureaus der vereinigten jüdischen Emigrationskomitees, Dr. S. T e m k i n, besuchte der: bevollmächtigten Minister der mexikanischen Republik in Berlin, welcher erkläre, daß er bisher von seiner Regierung keine offiziellen Nachrichten über die den jüdischen Emigranten in Mexiko gewährten Vorteile erhalten habe. Er wolle sich deshalb mit seiner Regiemng in Verbindung setzen. 'Der Gesandte' sagte weiter, er''begrüße den Kontakt, der in den interessierten jüdischen gesellschaftlichen Organisationen herrscht und er sei bereit, die Gültigkeit der Bescheinigungen, die den Emigranten durch das jüdische Emigrationsdirektorium, an Stelle der bis jetzt für die Erteilung der Einreiseerlaubnis notig gewesenen polizeilichen Bescheinigungen ausgestellt werden, anzuerkennen. Der Gesandte gab seiner'Meinung Ausdruck, daß es sich um eine Immigration landwirtschaftlicher 6fU m en t e handeln werde, da eine Immigration von Handwerkern unerwünscht wäre. Das Direktorium der vereinigten Emigrationskomitees hat allen jüdischen gesellschaftlichen Organisationen ein Communique über „Mexiko als Land der jüdischen Immigration" zugehest lassen. Das Bureau hat aus Paris eine Mitteilung erhalten, daß der Vorsitzende der vereinigten Emigrationskomitees Leo Mo zk in mit dem gegenwärtig sin Paris weilenden Vertreter' des amerikanisch-jüdischen; Kongresses . Dr. Stephan S. W i s e über Emigrationsfragen im allgemeinen und über die Aussichten der Emigration nach Mexiko im besonderen emaebend konferiert habe. (I. C. B.> 14. Jüll 1^22 m. ma Letzte RachrichtM. Deutschland mutz zahle«. Parks, 13. Juli. (HavaS.) In ihrer Erwiderung auf daS deutsche Memorandum vom 12. -. anerkennt die Neparatiottskommission, daß die auf Reparationskonto erfolgten Zahlungen eine Ursache des gegenwärtigen.Marksturzes bilden, doch könne nur die sofortige Durchführung der von der Reparationskommission befürworteten Finanzreform die Lage wieder her- 'tellen. Die Kommission wird nach Erhält des Berichtes des Garantiekomitees betreffend die Durchführung dieser Maß« nahmen ihre Antwort erteilen, wahrscheinlich vor dem 15. August. Ttze Kommission bringt in Erinnerung, daß Deutsch-' l and am 16. d. 32 Millionen Gold mark zu zahl ev habe. Die Verfolgung -erMörderRathenaus. Dessau, 13. Juli. (Wolfs.) Wie der Staatsrat für Anhalt m'iiteilt, befinden sich die beiden flüchtigen Mörder Rathenaus in Anhalt. Die Anhalter Polizei hat umfassende Maßnahmen getroffen, um das Land abzusperren. Das Publikum wird aufgefordert, die Fahndungsarbeiten der Behörden nach Möglichkeit zu unterstützen. Berlin, 13. Juli. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Stuttgart, daß sich in Aichftetten (Oberamt Leutkirch) im Allgäu ein Kurgast, der sich Gras v. Brandenstein nannte, eine Kugel ins Herz geschossen hat, als er merkte, daß ihn die Polizei verfolge. Die Angelegenheit wird mit der' Ermordung des Ministers Rathenau in Verbindung gebraut, da sich im Besitze Brandensteins Briefe hochgestellter Persönlichkeiten befinden sollen. Die aufgelösten MorÄorganisationen. Berlin, 18. Juli. (Wolfs.) Bisher sind für das preußische Staatsgebiet folgende Organisationen aufgelöst worden: Verband nationalgesinnter Soldaten, Bund der Aufrechten, Dsutscher Volksschutz- und Trutzbund, Der Stahlhelm. * Doktoren der Pharmazie in Oesterreich. In diesen Tagen findet im Unterrichtsministerium eine Enquete statt, die die Reform der pharmazeutischen Studien in Oesterreich zum Gegenstand hat. Den Vorsitz bei den Beratungen, an welchen die Vertreter der medizinischen und philosophischen Fakultäten, der Apotheker- und Angestelltenorganisationen, der Pharncazentischen Gesellschaft und des Volksgesundheitsamtes teilnehmcn, führt der Referent der Hochschulstudien Sektionschef Dr. Kelle. Dem Vernehmen nach wird die Studiendauer für Pharmazeuten von zwei auf drei Jahre verlängert werden. (Voraussehüng bleibt nach wie vor die Maturitätsprüfung.) Der Absolvent oder die Absolventin wird die Möglichkeit haben, das neue Doktorat der Pharmazie zu erlangen. Das sogenannte Aspiranteniahr, das der praktischen Ausbildung gilt, wird voraussichtlich nach der Universität abznlegen sein. * Ein früher arabischer Erforscher der Tuberkulose. In der Pariser medizinischen Akademie hielt ein arabischer Arzt, Dr. Dinguigli, emen interessanten Bortrag über den alten arabischen Arzt Avicenna und über dessen Ansichten von der Tuberkulose. Abieenna hatte von der Tuberkulose durchaus moderne Anschauungen. Er erkannte den ansteckenden Charakter der Krankheit und wendete eine Therapie an, welche sehr an die heutige ermnert. So machte er in die Lungen gewisse Jirjektionen von Honig oder Saft von roten Rosen und. nährte die Kranken mit den gleichen Substanzen. Rekonvaleszente unterwarf er einer Milchkirr und empfahl ihnen den Aufenthalt in. reiner Luft. Außerdem praktizierte er eine kühne Operation an den kranken Lungen, indem er diese mit einem glüherrden Eisen ätzte. Aus vorhandenen Dokumenten gehe hervor, daß Avicenna mit seiner Therapie die besten Erfolge erzielte. — Avicena, der in der Nähe von Buchara um das Jahr lOOO geboren und dortselbst ausgebildet wurde, Leibarzt verschiedener Sultane, war nicht Roß cm bedeutender Arzt, sondern auch ein hervoragender Philosoph und hinterließ verschiedene Werke, die teils der arabischen, teils der persischen Literatur angehören. Sein medizinischer ,silanon" diente lahrhundertelang als Grundlage des Unterrichts, seine ^Augenheilkunde" ist. erst 1902 in deutscher Uebersetzung erschienen. Seine philosophisck)en Werke, die vom 12. Jahrhundert an wiederholt ins Lateinische übersetzt wurden, haben die frühere scholastische Philosophie des Ehristenuins sehr stark beeinflußt. * 36 Millionen Mavanderer in Amerika. Nach einer Mitteilung des Kandelsd'vartemenis der Vereinigten Staaten rrpab die im Sabre 1920 dnrchgelührte Volkszählung, daß in den Vereinigten Stiaten 30,393.958 Dinmandfttr oder Kinder emgewanderter Esi-rn leben. Gegenüber 1920 bedeutet dies ein Zuwachs von 4,155.576 Einwanderern. (3: E. B.) * Begräbnisse am benttgen Tage. Zentral. s r i e d 1) o s: 9 Uhr Iajsinger Marie, 9 Uhr 15 Min. Trensch Reaine. — Neuer F r i si d h o f: 9 Uhr Karpati Koroline. 9 Uhr 30 Min. Geister Betti. 10 Uhr Blau Josef. 10 Uhr 30 Dlln. Rappaport Losesine. 5 Uhr ©lincrt Salamon Israel * Volkszählung in der Tfchecho-Slowakei. Die ^Prager Presseverössenllicht das Ergebnis der Volkszählung in der Tschecko-Slowakei. 3m Jahre 1921 wurden 6,67v.578 gegey 6.78l.975 Einwohner im Lahre 191o gezählt, und zwar 4.38^.303 Ts echen gegen 4,y44.075 im Iabre 1910 und 2,173.230 Deutsche gegen 2,477.930 im 3ahre 1910. Der Rest veriellt sich aus 3uden (11.251) usro. Nach dieser Statistik haben d<e Tschechen in der Tschecho-Slowaket inüen letzten zehn Jahren um 138.728 zu-, die Deutschen um - 304.700 Seelen abgenommen« "Sitzungen im Aalhaus. Der Stadtsenat hält heule eine Sitzung ab. ", * Keren Kajemelh l'Jsrael. Alle Damen und Herren die bereit sind, bei der Organlsierung und Durchführung der Sammlung zugunsten des Keren zrajemeih l'3staei (SÜdifchej Nattonalfonds) beim Gang zum G r a b e H e r z 1 s am' Sonntag den 16. d. sich zu beierltgen.' werden ersucht, an diesem Tag, zwischen 7 und */,8 Uhr früh beim E.ngange des Döblinger Frbdhofs sich emzusinden. Dort werden sie olle Maiertaltep sowie Herzl-Karten erhalten, ebenso die We sungen bezüglich der DurchWrung der Sammlung. . * Mraettttfche Kirllusgemeinde Men. Es wird hiere mit bekanntgegeben, öafj ■ Fleischbank der Großschlächterel XiV., 6 e ch r t) aüserstratz e 35, nicht mehr unter Uüssich! des Rabbtnabm der iiraelliilAtn äultusaemtintu Heizt.