Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1235 (9.7.1922)
- Date
- 1922-07-09
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 Wien, Sonntag Mierrer MorgenzeÜrmg» 9. Juli 1922 Nr. 1185- * Sitzungen im Rathaus. Ter Stadtsenat hält am Dienstag vormittags eine Sitzung ab. Der Gemeiuderat als Landtag tritt am Freitag nm halb 4 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Daran schließt sich eine Sitzung des Gcmeinderates. * ArchervrdenMche Vollversammlung -es Larrdesvereines -er Labakleafikanlerr NieSerösterveleks. Keule nm 3 Ukr nachmittags findet in' der Volkolle des Neuen Wiener Rathauses eine außerordentliche Vollversammlung des Landssvereines der Tabaktrafikanten Nicderösterreichs, mit äußerst wichtiger Tagesordnung fiait. * Für -en Jüdischen Schuloerein, der seine wichtige Kullurausgabe nur erfüllen kann, wenn ihm reichliche Mittel *u» slirßen, fann jeder sein Scherslein beitragen, der das h e u t i g e G a r t e n f e st im Restaurant »P r a t e r f «> e", Kauptallee 5, besucht. Für ein hervorragendes künstlerisches Procramm ist gesorgt. Das Arrangement hat der Verein E r e z Israel übernommen. * GeLraischsr Vortrag Dr. Derkowiez' über Kerzl. Drr hebräische Schriftsteller Dr. Michael B e r k ow i c z. der einstiae Sekretär Theodor Kcrzls und Ueb rseher des ..Iudenstaaies" ins Kebrüifcke, sein ständiger Mitarbeiter in der .Welt", hat sich bereit erklärt,. D i e n s l a g den 11. Juli um VjS Uhr abends int Lokal der I a b n e, IX., Türkenstraße 9, :. Stiege, in einer hebräischen Versammlung über seine (5 rnnernngen an Theodor Kerzl zu sprechen. Entree 160 K. für den Ä e r e n Kajemeth 1'2 srael. * Wetterbericht. Das vorgestern in Mitteleuropa ewaebroch^e Koch hatte kurze Dauer. Bereits gestern morgens erschien an d^ irländischen Westküste ein Minimum, unter dessen Einfluß in ganz Mitteleuropa die Tempsralur wieder rasch ansiieg. wozu noch .die starke Insolatton viel beitrug, da der gerinae Niederschlag und die Kalte Luft dem überwärmten Boden wenig Wärme entzogen haken. Voraussage: Keule Schönwetter, wärmer. * Parteienverkehr km Wohnungsamt. Mit Rücksicht aus die in der UrlaubZzcit eintretende Personalverminderung wird die Erteilung von Auskünften und der Parteienverkchr im Wohnungsamt aus Dienstag, Donnerstag und Samstag beschränkt. * Foelöauer -es Skrciks der Gsmeinschastsk Lchen. Oie Verhandlungen vor dem Einigungsamte scheiterten an der deiderseitigen Unnachgiebiqkeit. Das Lohnkomiler der Küchenleitungen hat demissioniert. Nur die Gemeinschaftsküche im Neuen Rathaus nimmt morgen ihren Betrieb wieder aut. * Erhöhung der Lo-hnfuhrwerkstaxe. Ter Magistrat hat der Genossenschaft der Lohnftlhrwerkcr und der großen Autorari-Unternehmungen eine Erhöhung der Autotaxigebühren auf den 1500fachen Friedensbetrag gegenüber der jetzt geltenden lOOOfachen Friedenstaxe bewilligt. Für die Fiaker wurde eine Taxe von 3060 Kronen für die ersten zehrt Minuten und für je weitere zehn Minuten von 2000 Kronen bewilligt. * Sparet mit dem Wasser! In der Nacht auf Samstag ist an der Hauptleicirng, die den Behälter Rosenhügel mit-dem Behälter Der Schmelz verbindet, ein Rohrbruch entstanden. Das ausströmende Wasser hat in der Winkelmannstraße einen Erdtrichter mit einem. Durchmesser von rund acht Meter und einer Tiefe dort fünf Meter aufgeworfen, so daß der Straßenbahnverkehr und der Verkehr in dieser Straße eingestellt Wersen mußte. Durch den Rohrbruch wird die Wasserversorgung in den höher gelegenen Gebietsteilen des 7., 8., 14. und 15. Bezirkes unterhalb der Westbahn derart erschwe r t, daß der Wasserausfluß in den obersten Stockwerken dieser Bezirke gänzlich unterbleiben wird. Es wird sich jedoch auch in den übrigen Bezirken, ein Abfall im Wasserdruck bemerkbar machen. Durch diesen Rohrbruch wird der Wassermangel neuerdings verschärft. Die Gemeindeverwaltung richtet daher an die gesamte Bevölkerung das dringende -Ersuchen, mit dem Wasser - sparsam umzugehcn und jede Wasscrverschwendung zu vermeiden. * MittionenSieüsiahl im SanaloeiuM Grrttetttzrun». un der Nacht zum 6. v. wurden im Sanatorium Gtrttenbrmm in Laden dem amerikanischen Staatsbürger Julius Sieger Iuvelen im Werte von 60 bis 80 Millionen Kronen gestohlen. Zulius Sieger, der an der Spitze einer amerikanischen Filmgesellschaft steht, wohnte seit cinigen Tagen im Sanatorium. Er hat sem Z'Mmer im ersten Stock. Die Tür 'um Schlasgemach war in der krttischen Nacht versperrt. Der Schlüssel steckte innen. In Gesellschaft hatte K?rr Sieger noch bis um Mitternacht auf dem Latkon geweilt und sich dann allein in seinem Z'mmer zur Ruhe begeben. Am Morgen entdeckte er z>t seinem Schrecken, daß ihm vom Nachtkästchen die brillanienbesehtc Plaiinuhr mit Plalmkette. Goldketle und den amerikanstchcn Silbe, münzen fehlen. Da die Tür auch am Morgen versperr' war, tst es nur möglich, daß ber Einschleicher durch die B a l k o n t ü r ins Zimmer kam. Gie Behörde bemüht sich eisrrg, des gefährlichen Diebes dodhaft zu werden. * Zu Askoröz>reisLN kauft Altpapier in größeren und kleinsten Quantitäten Großhandlung S o l k a, VIII., Fuhrmanngasfe 2, Telephon 33-2-83. * Für Ihre Lanörvvhnung. Bettvorleger, reine Ware» 3900 K., Zimmerleppiche 38.000 bis 58.000 K.. Tischdecken 1700 K., Flanelldecken 5800 K., Sleppdecken 28.000 K., Leinenvorhänge, waschbar, 12.860 K. FürIhreStaütwoh» n u n g: Feinste Madrasvorhänge 21.500 K., Etamin-Doppelbelldecken 21.560 K., Elamm-Künstlervorbänge 17.500 K., Flanelldecken in allen Farben 14.500 K.. Plüschüberwürse in ollen Farben 29 0C0 inländische Persetteppiche 85.000 K., Lauftevpiche pro Meter 1580 K.. Etamin-Kalbstores 9500 K., Knüpfteppiche für Speisezimmer, Steppdecken echte Frottiervvrleger usw. Teppichhaus ©eigner, VI., Mariahilferstratze 105. * Qsalitätsmöbel aller Kolz- und Stilarlen kaufen Sie äußerst preiswert im Möbelhaus Max Bergmann, II., Praterstraffe 33 (Meintraubengasse 2). * Spe-Monen unö Kommisstorren, inlernaliouale Transporte aller Arl, Verzollungen. Einlagerungen- Slrsrsungen sowie alle speditionsgeschäftlichen Transaktionen besorgen Sie am besten durch die bekannte kulante Spedilionsnnd Kommissionsfirma „M a a w i r i nt", Transport A.-G., Zentrale: Wien. I., Bauernmarkt 24. (Telephon Nr. 62-3-40). Das Unternehmen wurde in der letzten Zeit reorganisiert und den Erfordernissen der Neuheit in jeder Kinsicht angepaßt. Die „Maawirim", welche sich schon über ganz Europa ausgedehnt Hot. nahm bereits-Fühlung mit Rußland, so daß demnächst auch nach dieser Relation Speditionen zur Aufnahme gelangen werden. Das Unternehmen gewährt auf Wunsch Warenbevorschussungen! Für den Orient und Balkan unterhält das Unternehmen seif Jahren einen beftfunktiomecenden Spezi atverkehr. . KofLher-Selrhwaren. Schönfeld. Fellner . & Gt)., II., Kaidgafse 5, täglich frisch. Lhaluzim. Rabatt. _ ' ‘ : , ’*• Lltte Preise — Loverevv?, 140 breit. 8000 A. wie vor zwei Monalen, im „Tuchhaus zum Kirschen"» II.» Laborstratze 17. * Dualisülsware zu Mötziysn Preisen im Möbelhaus I. M a n n e. Wien, VII., Schottenfeldaoffe 24 (Tel. 39-1-08). Große Auswahl von Luxus- und Stilmöbeln, gebogenen Sesseln in gediegenster Ausführung. * Die gute alle Zeil. Dieter slereolype Stoßseufzer der Alten, von den Modernen spöttisch belächelt, hat seht'für alt und jung Berechtigung gewonnen. .Wer..würde sich nickt ieno Zeit zurückwünscbcn. da man mit sickeren Zahlen regnen und sein Blidaet oft für Monate hinaus bestimmen konnte. Wie ganz anders ist es iekl, wo oft in wenigen Tagen die Preise aller Bedarfsartikel um das Dopvette ansckwellen. Alle Spar- und Reckenkünste werden dadurch über den Kaufen geworfen. Insbesondere diejenigen Leute, die auf ein fixes Einkommen angewiesen und, werden durch die'e Unsicherheit der Verhältnisse schwer gelraffen. Der einzige Ausweg ist — rasch das Notwendigste kaufen, bevor es noch teurer wird, "nd nur bst Firmen, die infolge kleiner Renten, alter Lagerbestände und Befolgung des Prinzips „Großer Umsatz — kleiner Nutzen" in Preis und Qualität konkurrenzlos sind. Durch kulante Geschäftspraxis und außerordentliche Billigkeit hat sich das Warenhaus Brüder S ch i f f m a n n. Wien, II. . Taborstroße 48. -inen großen und treuen Kundenkreis.erworben, und empfiehlt es sich für jeden, bei Bedarf an Kleiderstoffen. Kerren- und Damenwäsche, Regenmäntel. Leinen- und Sliickwaren usw. das reichhaltige Lager dieser Firma zu besichtigen. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Urania. Keule, Sonntag, 5 Uhr (Großer Saal): Durch den West Sudan. '/.8 Uhr (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der steileren Wiener Musik. — Morgen. Monlag, 7,6 Uhr «'Großer Saal): Beherrscher der Lüste., 8 Uhr (Großer Saal): Wild-Afrika. — Dienstag den ll. ü.» 7.6 Uhr (Großer Saal): Durch den West-Sudan. 8 Uhr (Großer Saal): In den Felswänden Tirols. 7-8 Uhr (Kurssoal) Oberrechnunasrat Robert Baller: Einführung in dis photographische Praxis. VI. 7 Uhr (Klubsaal): Dr. Richard Korn: Charakter und Intelligenz. SchKch-Chrsmk. Mitteilungen der Schachsekttion H.»ksah. RevsrrHekaMNf D. S. D.—ÄaÄoah. 7. Mai 1522. Weiß: Dr. Argius (D. S. CB.) 1. c2 - - e4 e7 - - e6 f) 62- - dl b7 — -1)6 3. Lfl -63 Lc8 — b7 4. Sgl -53 Lf8 — e7 5. Sbl — c3 *) 67 - -66 6. Lei - c3 Sg8 — 16 7. 0 - 0 0 — 0 8. D,di - o2 816- -ä?fl 9. Tal — di Tf8 — c8 10. e4 - - c.5 8 67 —18 11. Sf3 -el 8b8 -67 12. f2 — ft 66- -65 13. 14fo! 17 — 16 fl 14. 15 X e6 8k8 Xe6 15. De2 — lto 8 67 — 18 16. T dl - 62 fl o7 - - c5! Schwarz: Ernst Wohls ' (Hakoah) 17. Tfl — f35) c5X 18. Tf3-h3 d4XLe3 19. L d3 X f S18 X L b7 20. D h5 X h7 f K g8 —17 21. Dh7— hBf g7 — g6 22. Dh5 —li7f Se6g7 23. e5 - cGf6) ICf7Xe6 24. Ö"ei — d37) e3 X T d2 25. S dB f4 f K e6 — d7 8) 26. Dh7XSg7 ICd7-c8 27. S f4 — e6 L e7 — c5 f I 28. S e6 X c5 b6 X c5 29. Th3~ h79) L b7 a.6 10. K gl — f 2 v 66 — d6 31. Z2 — 83 Ü5 —Ü4- W e i ß gibt auf. ' 8 7 6 5 4 3 2 1 n b c d e i g h s mm mm mm wm warn.. wm -WM ■ Stellung nach dem 16. Zuge von Weiß.. ') In einer geschlossenen Partie ist es-nicht vorleilhaft, sich den c-Bauern zu verstellen. 2) Schwarz wählt ein zu Umständliches, zeitraubendes Verfahren zur Entwicklung seiner StreÜkrästei 878—ä7 war doch entschieden vorzuziehen, z. B. 10. e5. äXe5, 11. d4Xe5, L'<8f3, 12. DXfS; S d7Xc5, und wenn Weiß jetzt 13. L d3Xli7f jpleU, wäre dies nur Selbstmord. J) Erzwungen. Weiß drohte, unter Opferung eineZ Bauern, den schwarzen Königsflügel zu demolieren. *) Kier mußte Sc3—e‘2 geschehen, um auf e7 e5—eS—öS folgen zu lasten. Der Springer hätte aber g3 nach 15 geführt, den weißen Angriff bedeutend verstärkt. Das Läuseropfer aus e3 dagegen ist nicht gerechtfertigt. °) Jetzt würde S o2 wegen c5—c4 eine Figur kosten, aber Weiß steht schon schlecht und sucht deshalb den Angriff zu,for-. cieren. Schwarz hat. aber oenügende Verteidigungsmittel. °) Ein schöner, aber erfolgloser Zug. weil der Turm d2 en prise steht und well..Schwarz aus, 7Xe3ft noch. 57. zurückgehen kann ,und dann sichersteht, ja sogar'Dumenoerlujt für Weiß droht was alles von Weiß nicht berechnet worden zu fein scheint. ') Noch ein erfolgloser Versuch, das Blatt zu wenden. ') Damit bringt Schwarz seinen König in Sicherheit und behalt einen Turnt mehr mit drm starken Freibcktern aus ä2 Kier konnle Weiß beruhigt aufgeben. j *) Der Mensch, besonders aber der Schachspieler, hofft, viel-' leicht.... Weiß hatte bis zum 16. Zug eine vorzügliche Stel. lung, überstürzte aber dann den Angriff durch unmotivierte Opser^ tste von Schwarz in aller Seelenruhe verspeist wurden. Anmerkungen von Kermann Weiß. Im Lauptturnier des Oesterreichiichen Schachverbande» ist nach der zehnten Runde nachfolgender Stand erreicht: 1. Dolf Lokvenc (7), 2. Godai <6). 3. Binder (5»/,', 4. Dr. Leibowih (5)' 5. Schwmner, Igel (4'/.), 6. Schuster (4), 7. Dr. Eberle (3'/r). 8. Scharf (2-/,). 9. Benesch ('/,). Die Entscheidung fällt in der heutigen 11. Runde. Dr. Tarrattswer-GrünfelS 3:3. Jeder der beiden Gegner konnte eine Partie gewinnen. vter Pariien ergaben Remis- Schluß. Spielabende. Montag, Mittwoch. Freitag ab 7 Uhr abends. Sonntag ab 9 Uhr vormittags im Cafe Iägerhof. IX., Porzellongaffe.. Zufchristsn sind an Ernst Mahle, II., Obere Donaü straffe 67, zu richten. Ernährung. Die LebensMitteLMar Kte. Fletschpreise der letzten Woche. Wic stack die Sreigerung der Fleischpreise als Folge» erschcinung des Emporschnellens der Preise auf beit Lebend- Viehmärkten in Sr. Marx in der letzten Woche .fortgeschritten ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß sich im Vergleiche zur vorigen Woche Rindfleisch, mit Ausrtahme der minderwertigen Qualitäten, um 200 bis 600 K., Kalbfleisch um 400 K., Schweinefleisch tun 800 K., Speck und Filz um 800 K. und Schntalz um 600 K. pro Kilograntm berteuert haben. Gesterir war der Verkehr, wie gewöhnlich am Samstag, in der Großmarkthalle etwas lebhafter, doch bestand hauptsächlich nach „billigeren" Sorten Stachfrage. Das größte Interesse der Käufer galt dem amerikanischen Gefrierrindfleisch, einer lichteren Menge geselchten knochenlosen Rindfleisches, das zum Preise von 5400 K. abgegebett wurde sowie ausgelöstem Kopffletsch, das 3400 bis 4000 K. pro Kilogramm kostete. Im Kleinverkauf I5rntäßigten sich gegett vorgestern Rindfleisch um 200 K., Kalbfleisch nm 200 K., dagcgett verteuerten, sich weiter Bauchfilz um 200 K. und Schweinefleisch um 400 K. pro Kilogramm. Auf dem Fischmarkt erhöhten sich die Preise für Seelachs und Kabeljau um 100 bis 200 K. beim Kilogramm und notierten 1800 bis 2200 K., Angler kosteten 3400 K., Weißfische 1200 bis 2000 K. pro Kilogramm. Alls dem Geflügelmarkte waren Hühner, das Kilogramm zu 4000 bis 9500 K. angeboten. Die von auswärts eingetroffenen Fleischmengen . beliefen sich aus drei Waggons aus Steiermark, die hauptsächlich Kälber, Rindfleisch und Schweine enthielten. Auf dem Naschmarkt herrschte sehr lebhaftes Verkehr, die verschiedenen Gemüsesorten gingen so rasch ab, daß der Markt in den ersten Bormittasstnnden so ziemlich ausverkauft war, obzwar alle Preise leichte Steigerungen aufwiesen. Diese Preiserhöhungen sind ganz ungerechtfertigt, da das Wetter für die Produktion weiter günstig ist. Besonders stark, war die Nachfrage auf dem Qbstmarkte nach Marillen, die trotz des verhältnismäßig sehr hohen Preises von 2000 K. pro Kilogramm. rasch ausverkauft waren. Butter kostete auf dem Naschmarkt bis 11.000 K. das Kilograntm, Eier bis zu 290 K. das Stück. Woja. Bott heute Sonntag den 9. d. an wird der Betrieb Vkittelstandsküche, 9. Bez., Roßauerkaserne, im vollen Umfange wieder ausg.enommen. Bühne und Kunst. Aus den Theatern. In der Volksoper werden morgen „Hoffman^S Erzählutigen" mit Herrn Anton Ludwig vom Münchener Natioualtheater als Hoffmann gegeben. Int Metropoltheater findet Donnerstag den 13. d. eine grohattgelegte Ziehrer-Feier statt. Den 3^-men hierfür bildet eine Aufführung vo Ziehrers Meisterop^ctte „Die L a nd str ei ch er". Im Mittelpunkt der Feier steht die von Fanfaron eigens für diese Borstelluttg verfaßte Ziehrer- Huldigung. _ Große Spende für die Wiener Freie jüdische Volksbühne. Ein vstjüdischer Kunstfreunds Herr Israel Schwarz, der seit achtzehn Jahretr in Amerika lebt und sich auf der Reise nach Polen in Wien aufhielt, hat der Leitung der Freien jüdischen Vvllsbühtle in Anerkennung der hervorragenden Leistungen dieser ostjüdischen Bühne den Betrag von 2,300.000 Krone n als Spende übergeben. Der hochherzige Förderer jüdischer Kunst wird auch andere amerikanische Juden für dieses Kunstinstitut interessieren. — Es ist hocherfreulich, daß -sich jüdische Mäzene finden, welche die künstlerische Bedeutmtg der Wtetter Freien jüdischett Volksbühne erkennen und durch ihre Hilfe die weitere gesunde Entwicklung dieser Bühne ermöglichen, deren künstlerische Erfolge so außerordentlich sind. „Die Maschinenstürmer", Ernst Tollers "jüngstes Werk, bei dessen Uraufführung in Berlin — wie wir bereits berichteten — stürmische Kundgebttngen stattsanden, besteht aus einer Reihe dramatischer Bilder aus der Zeit der Budditcnh 'rtJüi»SSAM